dpa-AFX NEWSTICKER (Produktauszug)

27.03.2017

Frankreich ordnet Beteiligung an Opel-Käufer PSA neu

PARIS (dpa-AFX) - Der französische Staat ordnet seine Beteiligung an dem Autobauer PSA neu. Der Anteil von 12,7 Prozent an PSA geht für 1,92 Milliarden Euro an die öffentliche Bank Bpifrance, teilte die Agentur für Staatsbeteiligungen am Montagabend in Paris mit. PSA mit den Marken Peugeot und Citroën will den bisher zu General Motors gehörenden Autohersteller Opel kaufen.

Der Staat war im Rahmen der Sanierung von PSA vor drei Jahren eingestiegen. Die Nachrichtenagentur AFP zitierte eine namentlich ungenannte Quelle, wonach der Milliardenerlös wohl dafür eingesetzt werden soll, den Stromgiganten EDF und das Atomkraftunternehmen Areva neu mit Kapital auszustatten./cb/DP/stb

27.03.2017

'SZ'/ROUNDUP: Commerzbank will Wertpapierabwicklung auslagern

MÜNCHEN (dpa-AFX) - Der Umbau der Commerzbank wird laut einem Pressebericht konkret. Die Wertpapierabwicklung, eine der größten Back-Office Einheiten der Bank mit mehreren Hundert Mitarbeitern, stehe vor der Auslagerung, berichtet die "Süddeutsche Zeitung" ("SZ") am Montagabend in ihrer Onlineausgabe. Dabei beruft sich das Blatt auf Insider. Diese berichteten demnach einstimmig, dass zwar noch nichts entschieden sei, aber mit der britischen Großbank HSBC bereits ein potenzieller Abnehmer gefunden sei.

Deren deutsche Servicetochter habe sich genau auf diese Dienstleistungen spezialisiert, hieß es in dem Bericht weiter. Die Gespräche zwischen den beiden Unternehmen liefen seit Wochen. Ein Commerzbank-Sprecher wollte den Bericht nicht kommentieren. Auch bei der deutschen Niederlassung der HSBC wollte sich ein Sprecher nicht zu dem Artikel äußern.

Anfang Februar hatte die Commerzbank angekündigt, im März die Verhandlungen über ihren groß angelegten Stellenabbau zu beginnen. Bis zum Jahr 2020 sollen rund 9600 der aktuell 45 000 Vollzeitstellen wegfallen, um die Bank wettbewerbsfähiger zu machen.

Die Commerzbank stellt sich neu auf mit Fokus auf das klassische Einlagen- und Kreditgeschäft. Gleichzeitig legt sie ein Augenmerk auf die Digitalisierung und stockt in bestimmten Bereichen das Personal auf.

Laut früheren Angaben rechnet die Bank mit Kosten von 1,1 Milliarden Euro für den Umbau, die zu gleichen Teilen zwischen 2017 und 2018 aufgeteilt würden. Nennenswert Stellen dürften laut Einschätzung des Finanzchefs Stephan Engels aber in diesem Jahr nicht mehr wegfallen, dieses werde erst später geschehen./stb/la

27.03.2017

Uber bringt selbstfahrende Autos wieder auf die Straße

SAN FRANCISCO (dpa-AFX) - Uber bringt nach einer kurzen Pause wegen eines Unfalls seine selbstfahrenden Autos wieder auf die Straße. Der Fahrdienst-Vermittler kündigte am Montag an, dass die Tests im Bundesstaat Arizona und der Stadt Pittsburgh fortgesetzt werden.

Uber hatte seine Fahrten mit selbstfahrenden Autos Ende vergangener Woche gestoppt, nachdem eines der Fahrzeuge in einen Unfall verwickelt war. Nach Angaben der Behörden war an dem Zusammenstoß nicht der Wagen des Fahrdienst-Vermittlers schuld, sondern der Fahrer des anderen Autos, der die Vorfahrt genommen habe. Niemand sei ernsthaft verletzt worden. Auf Fotos war zu sehen, wie ein umgebauter Volvo mit Ubers Roboterwagen-Sensoren auf dem Dach auf der Seite lag.

Der Wagen war von Software gesteuert ohne einen Passagier an Bord unterwegs. Uber befördert testweise auch Fahrgäste mit den Wagen, die in Pittsburgh und Arizona unterwegs sind. Der Chef von Ubers Roboterwagen-Entwicklung, Anthony Levandowski, hatte Ende Februar gesagt, dass rund ein Dutzend selbstfahrende Autos der Firma auf der Straße seien./so/DP/stb

27.03.2017

dpa-AFX Überblick: Ausgewählte ANALYSTEN-EINSTUFUNGEN vom 27.03.2017

UBS startet Snap mit 'Neutral' - Ziel 24 US-Dollar

ZÜRICH - Die Schweizer Großbank UBS hat Snap mit "Neutral" und einem Kursziel von 24 US-Dollar in die Bewertung aufgenommen. Das Unternehmen hinter der Foto- und Video-App Snapchat arbeite zwar auf kurze und mittlere Sicht unprofitabel, aber dank seines einzigartigen Kostenmodells könne es die Profitabilität schrittweise doch erhöhen, schrieb Analyst Eric Sheridan in einer Studie vom Montag. Von 2018 an sollten Nutzerwachstum und Werbeeinnahmen deutlich steigen.

NordLB hebt Infineon auf 'Kaufen' und Ziel auf 21 Euro

HANNOVER - Die NordLB hat Infineon nach einer Erhöhung des Unternehmensausblicks von "Halten" auf "Kaufen" hochgestuft und das Kursziel von 16,50 auf 21,00 Euro angehoben. Es seien bei dem Chiphersteller nun Rekordwerte bei Umsatz und Segmentergebnis zu erwarten, schrieb Analyst Wolfgang Donie in einer Studie vom Montag.

Morgan Stanley startet Snap mit 'Overweight' - Ziel 28 US-Dollar

NEW YORK - Die US-Investmentbank Morgan Stanley hat Snap mit "Overweight" und einem Kursziel von 28 US-Dollar in die Bewertung aufgenommen. Angesichts der jungen, sonst schwer zu erreichenden Nutzer sowie des einzigartigen Videoangebots dürfte die Foto- und Nachrichten-App Snapchat reichlich Werbegelder anlocken, schrieb Analyst Brian Nowak in einer Studie vom Montag.

DZ Bank hebt Aurubis auf 'Equity Long Ideas'-Liste

FRANKFURT - Die DZ Bank hat die Aktie von Aurubis auf ihre "Equity Long Ideas"-Empfehlungslise gesetzt. "Wir sehen das Unternehmen auf einem guten Weg die Jahresziele zu erreichen", schrieb Analyst Dirk Schlamp in einer Studie vom Montag. Nach einem schwachen Jahresstart dürfte sich der Kupferkonzern im zweiten Quartal deutlich verbessern. Den fairen Wert hatte der Experte am Freitag auf 70 Euro angehoben.

Merrill Lynch hebt Ryanair auf 'Neutral' und Ziel auf 15,30 Euro

NEW YORK - Die US-Investmentbank Merrill Lynch hat Ryanair von "Underperform" auf "Neutral" hochgestuft und das Kursziel von 12,50 auf 15,30 Euro angehoben. Die Aktienkurse europäischer Fluggesellschaften mit Langstreckengeschäft hätten sich im ersten Quartal deutlich besser entwickelt als die von Kurzstrecken-Airlines wie Ryanair oder Easyjet, schrieb Analyst Mark Manduca in einer Branchenstudie am Montag. Die irische Fluggesellschaft, die aktuell Wettbewerbern Marktanteile abluchse, sei nun fair bewertet. Die Fundamentaldaten seien aber noch nicht ausreichend für eine Hochstufung auf "Buy".

Merrill Lynch senkt IAG auf 'Underperform' und Ziel auf 500 Pence

NEW YORK - Die US-Investmentbank Merrill Lynch hat International Airlines Group (IAG) von "Buy" auf "Underperform" abgestuft und das Kursziel von 550 auf 500 Pence gesenkt. Die Aktienkurse europäischer Fluggesellschaften mit Langstreckengeschäft wie IAG, Air France-KLM und Lufthansa hätten sich im ersten Quartal deutlich besser entwickelt als die von Kurzstrecken-Airlines, schrieb Analyst Mark Manduca in einer Branchenstudie am Montag. Inzwischen dürften die Kurse zu weit nach oben gelaufen sein. Bei der britisch-spanischen IAG dürfte die nordatlantische Geschäftsentwicklung im zweiten Quartal und in der zweiten Jahreshälfte ins Stottern geraten.

Merrill Lynch senkt Air France-KLM auf 'Underperform'

NEW YORK - Die US-Investmentbank Merrill Lynch hat Air France-KLM von "Buy" auf "Underperform" abgestuft, aber das Kursziel auf 6,50 Euro belassen. Die Aktienkurse der europäischen Fluggesellschaften mit Langstreckengeschäft wie Air France-KLM, IAG und Lufthansa hätten sich im ersten Quartal deutlich besser entwickelt als die von Kurzstrecken-Airlines, schrieb Analyst Mark Manduca in einer Branchenstudie am Montag. Mit Blick auf die französisch-niederländische Fluggesellschaft sieht er zunehmend Anzeichen eines sich verschärfenden Wettbewerbs auf den wichtigen Strecken zwischen Asien und Europa.

JPMorgan hebt Ziel für Infineon auf 21,50 Euro - 'Overweight'

NEW YORK - Die US-Bank JPMorgan hat das Kursziel für Infineon nach der Erhöhung der Unternehmensziele von 18,00 auf 21,50 Euro angehoben und die Einstufung auf "Overweight" belassen. Er begrüße insbesondere den neuen Margenausblick des Halbleiterkonzerns, schrieb Analyst Sandeep Deshpande in einer Studie vom Montag. Lediglich die steigenden Investitionen seien Anlass für gewisse Vorsicht.

UBS senkt SAP auf 'Neutral' - Ziel hoch auf 93 Euro

ZÜRICH - Die Schweizer Großbank UBS hat SAP nach dem guten Lauf der Aktien von "Buy" auf "Neutral" abgestuft, das Kursziel aber von 90 auf 93 Euro angehoben. Auf Basis der Gewinnerwartungen seien die Aktien des Softwarekonzerns so hoch bewertet wie zuletzt vor zehn Jahren, schrieb Analyst Michael Briest in einer Studie vom Montag. Die Papiere seien daher ausreichend hoch bewertet. Er verwies zudem auf die voraussichtlich nur träge künftige Gewinndynamik.

SocGen senkt Eon auf 'Hold' und Ziel auf 7,80 Euro

PARIS - Die französische Großbank Societe Generale (SocGen) hat die Aktien des Versorgers Eon von "Buy" auf "Hold" abgestuft und das Kursziel von 8,10 auf 7,80 Euro gesenkt. Das bestehende Aufwärtspotenzial reiche nicht mehr für eine Kaufempfehlung aus, schrieb Analyst Lüder Schumacher in einer Studie vom Montag. Allerdings könnte Eon nach der Abspaltung der Kraftwerksbeteiligung Uniper, den Jahreszahlen und der Kapitalerhöhung zur Finanzierung der Risikoprämie beim Atomausstieg endlich als das gesehen werden, was es ist: ein weitgehend reguliertes Unternehmen.

KUNDENHINWEIS: Sie lesen eine Auswahl der Analysten-Umstufungen von dpa-AFX

/stb

27.03.2017

US-Anleihen: Überwiegend Gewinne nach Trumps Abstimmungspleite

NEW YORK (dpa-AFX) - US-Staatsanleihen haben am Montag nach der Abstimmungspleite für US-Präsident Donald Trump vom Freitag überwiegend zugelegt. Der Republikaner konnte seine groß angekündigte Gesundheitsreform nicht durch das Parlament bringen. Dies habe die Erfolgsaussichten anderer Initiativen wie der versprochenen Steuerreform verringert und die Nachfrage nach sicheren Anlagen erhöht, sagten Börsianer.

Zweijährige Anleihen verharrten bei 99 24/32 Punkte. Sie rentierten mit 1,249 Prozent. Fünfjährige Papiere legten um 5/32 Punkte auf 99 26/32 Punkte zu. Ihre Rendite betrug 1,910 Prozent. Richtungsweisende zehnjährige Anleihen kletterten um 12/32 Punkte auf 98 30/32 Punkte. Sie rentierten mit 2,369 Prozent. Longbonds mit einer Laufzeit von dreißig Jahren gewannen 22/32 Punkte auf 100 13/32 Punkte. Ihre Rendite betrug 2,978 Prozent./la/stb

27.03.2017

Devisen: Eurokurs notiert nur etwas unter Jahreshöchststand

NEW YORK (dpa-AFX) - Der Kurs des Euro hat sich am Montag im US-Handel auf hohem Niveau stabilisiert. Zuletzt kostete die Gemeinschaftswährung 1,0868 US-Dollar. Im europäischen Handel hatte sie zuvor bei 1,0906 Dollar den bislang höchsten Stand in diesem Jahr erreicht.

Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,0889 (Freitag: 1,0805) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,9184 (0,9255) Euro.

Der US-Dollar wurde durch politische Turbulenzen in Washington belastet, während der Euro im Gegenzug profitieren konnte. Am Freitag war es der Regierung unter dem neuen Präsident Donald Trump nicht gelungen, die Gesundheitsreform durch das Parlament zu bringen. Die Abschaffung von Obamacare ist eines der wichtigsten Wahlversprechen der Regierung Trump.

"Die Kombination aus einem Präsidenten, der sich doch eher als tollpatschiger politischer Anfänger denn als genialer Dealmaker erweist, und einer republikanischen Partei, die an ihren Flügelkämpfen zerreißt, heißt für die Gestaltungsfähigkeit dieser Regierung nichts Gutes", begründete Ulrich Leuchtmann, Chefanalyst der Commerzbank, die Dollarverluste. Von den zunächst erwarteten positiven Auswirkungen der Politik von Trump auf den Dollar bleibe nichts mehr übrig.

Der Euro profitierte außerdem von einer starken Unternehmensstimmung in Deutschland. Das Ifo-Geschäftsklima stieg im März auf den höchsten Stand seit fast sechs Jahren. "Das Konjunkturbarometer zeigt einmal mehr, dass ein erneut solides Wachstumsjahr vor uns liegt", kommentierte Thomas Gitzel, Chefvolkswirt von der VP-Bank. Entscheidend für die künftige Entwicklung seien jetzt die Exporte. "Sollte in Frankreich ein rechtspopulistisches Erdbeben bei den Präsidentschaftswahlen ausbleiben und mit Emmanuel Macron ein Reformer ans Ruder gelangen, wird auch die deutsche Exportwirtschaft davon profitieren."/la/stb

27.03.2017

ROUNDUP: Allianz-Tochter Pimco und Starinvestor Gross legen Streit bei

NEW YORK (dpa-AFX) - Die Allianz-Fondstochter Pimco hat sich mit ihrem Mitgründer und Ex-Chef Bill Gross gütlich geeinigt. Beide Seiten teilten am Montag mit, sie hätten eine Einigung gefunden, um den Rechtsstreit beizulegen.

Nach Informationen von US-Medien und der Nachrichtenagentur Bloomberg greift Pimco dafür tief in die Tasche: Die Parteien hätten sich auf eine Vergleichszahlung in Höhe von 81 Millionen Dollar (74 Millionen Euro) geeinigt, hieß es. Das Geld solle allerdings nicht in die Taschen von Gross fließen, sondern gespendet werden. Gross plane weitere 19 Millionen Dollar dazu zugeben, um die Summe auf 100 Millionen Dollar zu bringen.

Gross hatte seinen Ex-Arbeitgeber 2015 auf Schadensersatz über mehr als 200 Millionen Dollar verklagt, weil er angeblich unrechtmäßig aus der Firma gedrängt wurde, wodurch sein Image gelitten habe und ihm viel Geld entgangen sei. Der wegen seiner früheren Erfolge an den Finanzmärkten als "Anleihekönig" bekannte Starinvestor war im September 2014 nach internen Streitereien zum Rivalen Janus Capital gewechselt./hbr/stb/la

27.03.2017

Familien von Absturzopfern verklagen Germanwings und Lufthansa

BARCELONA (dpa-AFX) - Zwei Jahre nach der Germanwings-Katastrophe haben in Spanien sechs Opferfamilien die Kölner Fluggesellschaft, den Mutterkonzern Lufthansa und mehrere Versicherer verklagt. Die Klagen auf Schmerzensgeld wurden vor einem Handelsgericht in Barcelona eingereicht, wie Sprecher der Familien am Montag in der spanischen Metropole mitteilten.

Am Freitag war in Le Vernet in den französischen Alpen am zweiten Jahrestag der Katastrophe bei einem Treffen von rund 500 Hinterbliebenen der Opfer gedacht worden. Dem offiziellen Untersuchungsbericht zufolge hatte Copilot Andreas Lubitz auf dem Weg von Barcelona nach Düsseldorf den Airbus absichtlich gegen einen Berg gesteuert. Alle 150 Menschen an Bord starben.

"Das System hat versagt und zugelassen, dass eine unqualifizierte Person ein Flugzeug mit 140 Passagieren steuert", sagte vor Journalisten der Sprecher der sechs Familien, Narcís Motjé, der beim Unglück seinen Sohn Jordi (37) verloren hat. "Wir wollen, dass die ganze Wahrheit und alle Verantwortlichen ermittelt werden, damit so etwas nie wieder passiert."

Die Höhe der geforderten Schmerzensgelder wollte man nicht bekanntgeben. Die angebotenen Beträge seien aber beleidigend, so der Anwalt der Familien aus Spanien, Paraguay und Großbritannien.

Motjé beklagte zudem, SIM-Karten möglicherweise mit Information zum Ablauf der Katastrophe seien vor der Rückgabe der Handys an die Familien entfernt worden. Lubitz' Familie hatte zum zweiten Jahrestag Zweifel an der Alleinschuld des Copiloten angemeldet./er/DP/stb

27.03.2017

IPO: Aumann wird zusätzliche Aktien los

BEELEN (dpa-AFX) - Der Maschinenbauer Aumann ist nach seinem erfolgreichen Börsendebüt auch alle zur Verfügung stehenden zusätzlichen Aktien los geworden. Sämtliche 780 000 Anteilsscheine aus einer sogenannten Mehrzuteilungsoption ("Greenshoe") seien platziert worden, teilte das Unternehmen am Montagabend im westfälischen Beelen mit. Der Streubesitz werde sich nun auf 46,4 Prozent belaufen.

Aumann, das Spezialmaschinen und automatisierte Fertigungslinien herstellt, die bei der Herstellung von Elektromotoren eine Rolle spielen, war am vergangenen Freitag an der Frankfurter Börse gestartet. Seitdem ist der Kurs stark gestiegen. Am Montag gingen die Papiere mit einem Plus von 8,26 Prozent auf 54,89 Euro aus dem Handel.

Aumann hatte die Papiere ursprünglich zu 42 Euro an die Anleger verkauft und damit am oberen Ende der Preisspanne. Vergangene Woche wurden 5,98 Millionen Aktien platziert, was Einnahmen von insgesamt bis zu 251,2 Millionen Euro bedeutete. Aumann selbst bekommt 63 Millionen, der Rest geht an die Alteigentümer./stb/la

27.03.2017

IPO: Ibu-Tec muss bei Börsengang kleine Brötchen backen

WEIMAR (dpa-AFX) - Der Weimarer Forschungs- und Produktionsdienstleister für anorganische Stoffe, Ibu-Tec Advanced Materials, musste den Preis für seinen geplanten Börsengang am unteren Ende der zuvor angepeilten Spanne festsetzen. Sämtliche 1,21 Millionen Aktien seien zu einem Platzierungspreis von 16,50 Euro je Anteilsschein bei Investoren platziert worden, teilte das Unternehmen am Montag mit. Brutto werden demnach 16,5 Millionen Euro in die Unternehmenskasse fließen.

Zuvor hatte das Unternehmen eine Preisspanne von 16 bis 20 Euro je Anteilsschein angepeilt und mit einem Mittelzufluss von 18 Millionen Euro gerechnet. Der Börsengang soll am Donnerstag stattfinden. Das dadurch eingenommene Geld will Ibu-Tec zur Finanzierung weiteren Wachstums einsetzen. Ibu-Tec ist auf die Veredlung und Optimierung von Pulvern, Granulaten und Suspensionen spezialisiert. Das Unternehmen mit Sitz in Weimar beschäftigt rund 130 Mitarbeiter und kam 2014 auf einen Umsatz von 12,5 Millionen Euro./tos/stb

27.03.2017

ROUNDUP/Aktien New York Schluss: Vertrauensverlust für Trump belastet Dow leicht

NEW YORK (dpa-AFX) - Die Aufregung um die vorerst gescheiterte Gesundheitsreform hat den Dow Jones Industrial am Montag etwas belastet. Der US-Leitindex machte jedoch im Verlauf Verluste von fast 1 Prozent größtenteils wett und gab am Ende nur leicht nach. Technologiewerte schlossen sogar moderat im Plus. Börsianer betonten, dass es weiterhin keine Zeichen für eine Abschwächung der Konjunktur gebe.

Der Dow büßte lediglich 0,22 Prozent auf 20 550,98 Punkte ein. Es war gleichwohl der achte Verlusttag in Folge. Der US-Leitindex hatte vergangene Woche ein Minus von rund 1,5 Prozent erlitten, nachdem er seit Anfang November fast nur nach oben geklettert war.

Der breiter gefasste S&P 500 ging am Montag mit minus 0,10 Prozent auf 2341,59 Punkte wenig verändert aus dem Handel. Der Technologie-Auswahlindex Nasdaq 100 legte um 0,19 Prozent auf 5374,27 Punkte zu.

AKTIEN VON KRANKENHAUSGESELLSCHAFTEN ZIEHEN AN

Vor dem Wochenende war es der neuen Regierung unter Präsident Donald Trump nicht gelungen, die Gesundheitsreform - und damit eines der größten Wahlversprechen des Präsidenten - durch das Parlament zu bringen. Da die Abstimmung als Test für die grundsätzliche Reformfähigkeit der Regierung gilt, habe das Vertrauen in den Republikaner einen erheblichen Dämpfer erlitten, sagte Marktanalyst Michael Hewson vom Handelshaus CMC Markets UK.

Aktien von Krankenhausgesellschaften erwiesen sich derweil als Profiteure der vorerst gescheiterten Pläne für eine Gesundheitsreform, weil nun auch weiterhin viele Millionen Amerikaner in Krankenhäusern behandelt werden können. So zogen die Anteilsscheine von HCA Holdings um gut 5 Prozent an.

VERLUSTE BEI FINANZWERTEN

Angesichts des weiterhin eher trüben Umfeldes waren die als konjunktursensibel geltenden Finanzwerte nicht gut gelitten. So büßten die Anteilsscheine von Goldman Sachs und die Papiere des Kreditkartenanbieters American Express jeweils rund 1 Prozent ein.

Die weiter fallenden Ölpreise belasteten die Papiere der Ölgesellschaft Chevron . Sie verloren am Dow-Ende 1,58 Prozent. Marktbeobachter erklärten den Preisdruck mit der steigenden Zahl von Bohrlöchern zur Ölförderung in den USA.

KURSSPRUNG BEI SNAP

Die Anteilsscheine von Dupont und Dow Chemical hingegen legten um jeweils mehr als 1 Prozent zu. Die EU-Kommission hatte den Zusammenschluss der beiden Chemieriesen mit Auflagen gebilligt. DuPont muss einen großen Teil seiner Pestizidsparte verkaufen.

Ansonsten bewegten Analystenkommentare die Kurse: Die Papiere von Snap etwa schnellten um fast 5 Prozent in die Höhe. Zahlreiche Analysten hatten die Bewertung des Anfang März an die Börse gegangenen Unternehmens mit einem positiven Anlageurteil aufgenommen. Hinter der Firma steht die beliebte Foto- und Nachrichten-App Snapchat.

EURO KURZ AUF JAHRESHOCH

Der Euro war im europäischen Handel auf ein Jahreshoch bei rund 1,09 US-Dollar geklettert und notierte zuletzt etwas tiefer bei 1,0862 Dollar. Die Gemeinschaftswährung profitierte unter anderem von einer starken Unternehmensstimmung in Deutschland. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,0889 (Freitag: 1,0805) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,9184 (0,9255) Euro. US-Anleihen legten angesichts der leichten Verluste im Dow zu. Richtungweisende zehnjährige Anleihen stiegen um 10/32 Punkte auf 98 29/32 Punkte. Sie rentierten mit 2,375 Prozent./la/stb

--- Von Lutz Alexander, dpa-AFX ---

27.03.2017

Aktien New York Schluss: Gescheiterte Gesundheitsreform belastet Dow leicht

NEW YORK (dpa-AFX) - Die Aufregung um die vorerst gescheiterte Gesundheitsreform hat den Dow Jones Industrial am Montag etwas belastet. Der US-Leitindex machte jedoch im Verlauf Verluste von fast 1 Prozent größtenteils wett und gab am Ende nur leicht nach. Technologiewerte schlossen sogar moderat im Plus. Börsianer betonten, dass es weiterhin keine Zeichen für eine Abschwächung der Konjunktur gebe.

Der Dow büßte lediglich 0,22 Prozent auf 20 550,98 Punkte ein. Es war gleichwohl der achte Verlusttag in Folge. Der US-Leitindex hatte vergangene Woche ein Minus von rund 1,5 Prozent erlitten, nachdem er seit Anfang November fast nur nach oben geklettert war.

Der breiter gefasste S&P 500 ging am Montag mit minus 0,10 Prozent auf 2341,59 Punkte wenig verändert aus dem Handel. Der Technologie-Auswahlindex Nasdaq 100 legte um 0,19 Prozent auf 5374,27 Punkte zu./la/stb

27.03.2017

'SZ': Commerzbank will Wertpapierabwicklung auslagern

MÜNCHEN (dpa-AFX) - Der Umbau der Commerzbank wird laut einem Pressebericht konkret. Die Wertpapierabwicklung, eine der größten Back-Office Einheiten der Bank mit mehreren Hundert Mitarbeitern stehe vor der Auslagerung, berichtet die "Süddeutsche Zeitung" am Montagabend in ihrer Onlineausgabe. Dabei beruft sich das Blatt auf Insider. Diese berichteten demnach einstimmig, dass zwar noch nichts entschieden sei, aber mit der britischen Großbank HSBC bereits ein potenzieller Abnehmer gefunden sei.

Deren deutsche Servicetochter habe sich genau auf diese Dienstleistungen spezialisiert, hieß es in dem Bericht weiter. Die Gespräche zwischen den beiden Unternehmen liefen seit Wochen. Ein Commerzbank-Sprecher wollte den Bericht nicht kommentieren. Bei der deutschen Niederlassung der HSBC war am Abend zunächst niemand für eine Stellungnahme zu erreichen.

Anfang Februar hatte die Commerzbank angekündigt, im März die Verhandlungen über ihren groß angelegten Stellenabbau zu beginnen. Bis zum Jahr 2020 sollen rund 9600 der aktuell 45 000 Vollzeitstellen wegfallen, um die Bank wettbewerbsfähiger zu machen.

Die Commerzbank stellt sich neu auf mit Fokus auf das klassische Einlagen- und Kreditgeschäft. Gleichzeitig legt sie ein Augenmerk auf die Digitalisierung und stockt in bestimmten Bereichen das Personal auf./stb/la

27.03.2017

Aktien New York: Dow reduziert seine Verluste

NEW YORK (dpa-AFX) - Die Wall Street hat sich am Montag etwas von ihren anfänglichen Verlusten erholt. Technologiewerte drehten sogar moderat ins Plus.

Der Dow Jones Industrial verlor nur noch 0,27 Prozent auf 20 541,05 Punkte. In Folge der Kursverluste vom Freitag hatte der US-Leitindex vergangene Woche ein Minus von rund 1,5 Prozent erlitten, nachdem er seit Anfang November fast nur nach oben geklettert war.

Für den breiter gefassten S&P 500 ging es am Montag um 0,20 Prozent auf 2339,35 Punkte abwärts. Der Technologie-Auswahlindex Nasdaq 100 legte um 0,17 Prozent auf 5373,11 Punkte zu.

Vor dem Wochenende war es der neuen Regierung unter Präsident Donald Trump nicht gelungen, die Gesundheitsreform - und damit eines der größten Wahlversprechen des neuen Präsidenten - durch das Parlament zu bringen. Da die Abstimmung als Test für die grundsätzliche Reformfähigkeit der Regierung gilt, habe das Vertrauen in den Republikaner einen erheblichen Dämpfer erlitten, sagte Marktanalyst Michael Hewson vom Handelshaus CMC Markets UK. Börsianer betonten jedoch auch, dass es weiterhin keine Zeichen für eine Abschwächung der Konjunktur gebe.

Aktien von Krankenhausgesellschaften erwiesen sich derweil als Profiteure der vorerst gescheiterten Pläne für eine Gesundheitsreform, weil nun auch weiterhin viele Millionen Amerikaner in Krankenhäusern behandelt werden können. So zogen die Anteilsscheine von HCA Holdings um knapp 4,5 Prozent an.

Angesichts des trüben Umfeldes waren die als konjunktursensibel geltenden Finanzwerte nicht gut gelitten. So büßten die Anteilsscheine von Goldman Sachs und die Papiere des Kreditkartenanbieters American Express jeweils mehr als 1 Prozent ein.

Die weiter fallenden Ölpreise belasteten die Papiere der Ölgesellschaften. So verloren die Aktien von Chevron rund 1,5 Prozent. Marktbeobachter erklärten den Preisdruck mit der steigenden Zahl von Bohrlöchern zur Ölförderung in den USA.

Die Anteilsscheine von Dupont und Dow Chemical legten nach einem verhaltenen Start um jeweils mehr als 1 Prozent zu. Die EU-Kommission billigte den Zusammenschluss der beiden US-Chemieriesen mit Auflagen. DuPont muss einen großen Teil seiner Pestizidsparte verkaufen.

Ansonsten bewegten Analystenkommentare die Kurse: Die Papiere von Snap schnellten um rund 7 Prozent in die Höhe. Zahlreiche Analysten nahmen die Bewertung des Anfang März an die Börse gegangenen Unternehmens mit einem positiven Anlageurteil auf. Hinter der Firma steht die beliebte Foto- und Nachrichten-App Snapchat.

Die Anteilsscheine des Unterhaltungselektronikhändlers Best Buy wurden von den Analysten von Piper Jaffray von "Neutral" auf "Overweight" hochgestuft. Die Papiere gewannen fast 3 Prozent./la/stb

27.03.2017

ROUNDUP/Aktien Frankfurt Schluss: Dax reduziert Verlust deutlich

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax hat seine Verluste am Montag zum Handelsschluss merklich reduziert. Der Leitindex ging mit einem Minus von nur noch 0,57 Prozent auf 11 996,07 Punkten über die Ziellinie, nachdem er zuvor bis auf 11 916,07 Punkte gesunken war. "Auch wenn der Dax wieder unter die Marke von 12 000 Punkten gerutscht ist, hätte es doch schlimmer kommen können", kommentierte Marktanalyst Jochen Stanzl von CMC Markets mit Blick auf den ebenfalls schwächeren Wochenauftakt an der Wall Street und den zeitweise auf über 1,09 US-Dollar gestiegenen Eurokurs.

Für den Index der mittelgroßen Unternehmen MDax ging es um 0,79 Prozent auf 23 357,48 Zähler bergab und der Technologiewerte-Index TecDax sank um 0,58 Prozent auf 1991,52 Punkte.

Insgesamt wachsen bei den Anlegern nach dem vorläufigen Scheitern der Gesundheitsreform von Donald Trump die Zweifel an der politischen Durchsetzungsfähigkeit des US-Präsidenten. Trumps nächstes Vorhaben dürfte noch schwerer durchzubringen sein, denn bei der Steuerreform müssen noch mehr Interessen unter einen Hut gebracht werden als bei der Gesundheitsreform.

NEGATIVE ANALYSTENKOMMENTARE

Im Dax sorgten vor allem Analystenkommentare für Kursausschläge. Die Aktien des Versorgers RWE landeten mit minus 2,50 Prozent am Index-Ende. Die anstehende Kapitalmarktveranstaltung dürfte bestätigen, dass der Spielraum für Dividendenzahlungen ohne Berücksichtigung der Ökostrom-Tochter Innogy begrenzt sei, begründete Javier Garrido von der US-Bank JPMorgan die Streichung seiner Kaufempfehlung.

Die Anteilseigner des Softwareherstellers SAP mussten Verluste von 1,54 Prozent verkraften. UBS-Analyst Michael Briest begründete sein gestrichenes Kaufvotum mit einem begrenzten Kurspotenzial.

STRÖER GEGEN DEN TREND SEHR FEST

An der MDax-Spitze verteuerten sich die Aktien von Ströer gegen den negativen Markttrend um 4,10 Prozent. Der Werbevermarkter hatte die Anleger mit einer unerwartet deutlichen Dividendenerhöhung überrascht.

Der EuroStoxx 50 verlor 0,20 Prozent auf 3437,14 Punkte. Negative Vorzeichen gab es auch beim Pariser Cac 40 und beim Londoner FTSE 100 , wobei den "Footsie" vor allem schwache Rohstoffwerte belasteten. Der US-Leitindex Dow Jones Industrial stand zum europäischen Handelsschluss weiterhin moderat im Minus.

Am Rentenmarkt fiel die Umlaufrendite auf 0,14 Prozent von 0,17 Prozent am Freitag. Der Rentenindex Rex stieg um 0,13 Prozent auf 141,72 Punkte. Der Bund-Future gewann 0,07 Prozent auf 160,35 Punkte. Der Kurs des Euro wurde zuletzt mit 1,0881 US-Dollar gehandelt. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Nachmittag auf 1,0889 (Freitag: 1,0805) US-Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,9184 (0,9255) Euro./ajx/stb

--- Von Achim Jüngling, dpa-AFX ---

27.03.2017

Aktien Frankfurt Schluss: Dax reduziert Verlust deutlich

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax hat seine Verluste am Montag zum Handelsschluss merklich reduziert. Der Leitindex ging mit einem Minus von nur noch 0,57 Prozent auf 11 996,07 Punkten über die Ziellinie, nachdem er zuvor bis auf 11 916,07 Punkte gesunken war. "Auch wenn der Dax wieder unter die Marke von 12 000 Punkten gerutscht ist, hätte es doch schlimmer kommen können", kommentierte Marktanalyst Jochen Stanzl von CMC Markets mit Blick auf den ebenfalls schwächeren Wochenauftakt an der Wall Street und den zeitweise auf über 1,09 US-Dollar gestiegenen Eurokurs.

Für den Index der mittelgroßen Unternehmen MDax ging es um 0,79 Prozent auf 23 357,48 Zähler bergab und der Technologiewerte-Index TecDax sank um 0,58 Prozent auf 1991,52 Punkte. Insgesamt wachsen bei den Anlegern nach dem vorläufigen Scheitern der Gesundheitsreform von Donald Trump die Zweifel an der politischen Durchsetzungsfähigkeit des US-Präsidenten./ajx/stb

27.03.2017

ANALYSE/DZ Bank: Dax im Vergleich immer noch niedrig bewertet

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die DZ Bank sieht für den deutschen Aktienmarkt keine Gefahren einer Blasenbildung. Ungeachtet der Kursgewinne in den vergangenen Jahren liege das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) für den Leitindex Dax auf Basis der erwarteten Erträge für 2017 bei 13,5 und für 2018 sogar nur bei 12,4, schrieb Analyst Christian Kahler in einer Studie vom Montag. Bis zum Bewertungsniveau zur Hochzeit der Internetblase im Jahr 2000 mit einer KGV-Bewertung für den Dax von über 35 sei also noch reichlich Platz.

Es sei allerdings wenig wahrscheinlich, dass sich die gute Kursentwicklung der vergangenen Monate kurzfristig fortsetzen werde, so Kahler weiter. Bis zum nächsten Wahltermin innerhalb Europas - die Frankreich-Wahl steht im April an - stünden die Chancen gut für eine Konsolidierung der Aktienmärkte. Nach dem Ende der Berichtssaison stehe nun eine nachrichtenarme Zeit bevor und in den USA verliere die Trump-Rallye nach den jüngsten Rückschlägen merklich an Dynamik. Trump war Ende vergangener Woche mit seiner Gesundheitsreform im Parlament zunächst gescheitert.

Eine Konsolidierungsphase wäre laut Kahler zu begrüßen, denn die Gewinnschätzungen seien jüngst mit dem Tempo des Kursanstiegs nicht mehr mitgekommen. Neuanlagen im Dax böten sich während beziehungsweise nach der Konsolidierung wieder an.

US-Aktien seien hingegen aktuell so teuer wie selten zuvor. Ein Gewinnanstieg auf Unternehmensseite sei daher dringend vonnöten. Geschieht dies nicht, bestehe die Gefahr eines größeren Rückschlags./ajx/la/stb

27.03.2017

ROUNDUP/Aktien New York: Dow gibt nach - Vertrauen in Trump schwindet weiter

NEW YORK (dpa-AFX) - Die Wall Street hat am Montag an ihren schwächsten Wochenverlauf seit der Wahl von Donald Trump zum US-Präsidenten angeknüpft. Der Unmut der Anleger nach der gescheiterten Abstimmung über die Gesundheitsreform vor dem Wochenende dauerte an.

Der Dow Jones Industrial verlor im frühen Handel 0,59 Prozent auf 20 474,64 Punkte. In Folge der Kursverluste vom Freitag hatte der US-Leitindex vergangene Woche ein Minus von rund 1,5 Prozent erlitten, nachdem er seit Anfang November fast nur nach oben geklettert war.

Für den breiter gefassten S&P 500 ging es am Montag um 0,47 Prozent auf 2332,91 Punkte abwärts. Der Technologie-Auswahlindex Nasdaq 100 büßte 0,20 Prozent auf 5353,50 Punkte ein.

Vor dem Wochenende war es der neuen Regierung unter Trump nicht gelungen, die Gesundheitsreform - und damit eines der größten Wahlversprechen des neuen Präsidenten - durch das Parlament zu bringen. Da die Abstimmung als Test für die grundsätzliche Reformfähigkeit der Regierung gilt, habe das Vertrauen in den Republikaner einen erheblichen Dämpfer erlitten, sagte Marktanalyst Michael Hewson vom Handelshaus CMC Markets UK. Beim nun nächsten großen politischen Projekt, der Steuerreform, dürfte es noch weitaus schwieriger werden, einen Konsens zu finden, befürchtet er.

Angesichts des trüben Umfeldes waren die als konjunktursensibel geltenden Finanzwerte nicht gut gelitten. So büßten die Anteilsscheine von Goldman Sachs am Dow-Ende mehr als 2 Prozent ein. Anteilsscheine des Kreditkartenanbieters American Express standen gut 1 Prozent tiefer.

Die weiter fallenden Ölpreise belasteten die Papiere der Ölgesellschaften. So verloren die Aktien von Chevron fast 1 Prozent. Marktbeobachter erklärten den Preisdruck mit der steigenden Zahl von Bohrlöchern zur Ölförderung in den USA.

Die Anteilsscheine von Dupont und Dow Chemical bewegten sich kaum vom Fleck, schlugen sich damit aber besser als der Gesamtmarkt. Die EU-Kommission billigte den Zusammenschluss der beiden US-Chemieriesen mit Auflagen. DuPont muss einen großen Teil seiner Pestizidsparte verkaufen.

Ansonsten bewegten Analystenkommentare die Kurse: Die Papiere von Snap stiegen um gut 3 Prozent. Zahlreiche Analysten nahmen die Bewertung des Anfang März an die Börse gegangenen Unternehmens mit einem positiven Anlageurteil auf. Hinter der Firma steht die beliebte Foto- und Nachrichten-App Snapchat.

Die Anteilsscheine des Unterhaltungselektronikhändlers Best Buy wurden von den Analysten von Piper Jaffray von "Neutral" auf "Overweight" hochgestuft. Die Papiere gewannen mehr als 2 Prozent./la/stb

27.03.2017

Aktien New York: Verluste - Vertrauen in US-Präsident Trump schwindet weiter

NEW YORK (dpa-AFX) - Die Wall Street hat am Montag an ihren schwächsten Wochenverlauf seit der Wahl von Donald Trump zum US-Präsidenten angeknüpft. Der Unmut der Anleger nach der gescheiterten Abstimmung über die Gesundheitsreform vor dem Wochenende dauerte an.

Der Dow Jones Industrial verlor im frühen Handel 0,62 Prozent auf 20 468,06 Punkte. Für den breiter gefassten S&P 500 ging es um 0,54 Prozent auf 2331,22 Punkte abwärts. Der Technologie-Auswahlindex Nasdaq 100 büßte 0,27 Prozent auf 5349,28 Punkte ein./la/stb

27.03.2017

Aktien New York Ausblick: Verluste - Vertrauen in Trump schwindet weiter

NEW YORK (dpa-AFX) - Die US-Börsen dürften am Montag an ihren schwächsten Wochenverlauf seit der Wahl von Donald Trump zum US-Präsidenten anknüpfen. Der Unmut der Anleger nach der gescheiterten Abstimmung über die Gesundheitsreform vor dem Wochenende dürfte andauern. Zudem fielen die Ölpreise weiter.

Der Broker IG taxierte den US-Leitindex Dow Jones Industrial gut eine Dreiviertelstunde vor Handelsbeginn 0,62 Prozent tiefer auf 20 470 Punkte. In folge der Kursverluste vom Freitag hatte der Dow vergangene Woche ein Minus von 1,5 Prozent erlitten, nachdem er seit Anfang November fast nur nach oben geklettert war.

Vor dem Wochenende war es der neuen Regierung unter Trump nicht gelungen, die Gesundheitsreform - und damit eines der größten Wahlversprechen des neuen Präsidenten - durch das Parlament zu bringen. Da die Abstimmung als Test für die grundsätzliche Reformfähigkeit der Regierung gilt, habe das Vertrauen in Trump einen erheblichen Dämpfer erlitten, sagte Marktanalyst Michael Hewson von CMC Markets UK. Beim nun nächsten großen politischen Projekt, der Steuerreform, dürfte es noch weitaus schwieriger werden, einen Konsens zu finden, befürchtet er.

Der weiter fallende Ölpreis könnte den Papieren der im Dow notierten Ölgesellschaften ExxonMobil und Chevron belasten, die vorbörslich rund ein halbes Prozent verloren. Marktbeobachter erklärten den Preisdruck mit der steigenden Zahl von Bohrlöchern zur Ölförderung in den USA.

Leichte Gewinne verbuchten vor dem Handelsstart dagegen die Aktien von Dupont , während sich die von Dow Chemical unverändert zeigten. Die EU-Kommission billigte den Zusammenschluss der beiden US-Chemieriesen mit Auflagen. DuPont muss einen großen Teil seiner Pestizidsparte verkaufen.

Ansonsten dürften vor allem Analystenkommentare bewegen: Snap stiegen vor dem Handelsstart um 3,3 Prozent. Zahlreiche Analysten nahmen die Bewertung des Anfang März an die Börse gegangene Kameraherstellers mit einem positiven Anlageurteil auf. So startete etwa die Credit Suisse die Aktie mit "Outperform", Morgan Stanley nahm die Einstufung mit "Overweight" auf oder Goldman Sachs mit "Buy".

Die Anteilsscheine des Unterhaltungselektronikhändlers Best Buy wurden von den Analysten von Piper Jaffray von "Neutral" auf "Overweight" hochgestuft. Die Papiere gewannen vorbörslich 0,3 Prozent./ck/mis

27.03.2017

Bundesbankchef Weidmann warnt vor Gefahren der extrem lockeren Geldpolitik

DÜSSELDORF (dpa-AFX) - Bundesbankpräsident Jens Weidmann hat abermals vor einer zu langen Fortsetzung der aktuell extrem lockeren Geldpolitik in der Eurozone gewarnt. Er sehe die Gefahr, dass die Anleihekäufe durch die Europäische Zentralbank (EZB) länger als absolut notwendig weitergeführt werden könnten, sagte Weidmann am Montag vor Journalisten in Düsseldorf. Der Bundesbankchef ist auch Mitglied des EZB-Rates.

Weidmann sagte, dass er eine weniger expansive Geldpolitik in der Eurozone vorziehen würde. Der Bundesbank-Chef hatte zuvor mehrfach vor schädlichen Nebenwirkungen einer expansiven Geldpolitik gewarnt. Im Dezember hatte die EZB eine Fortsetzung der Anleihekäufe bis mindestens zum Jahresende beschlossen, allerdings wird das Volumen von April an von monatlich 80 Milliarden Euro auf 60 Milliarden Euro gesenkt./jkr/tos/stb

27.03.2017

'HB': Bundesregierung sieht bei hartem Brexit Finanzmarktstabilität gefährdet

DÜSSELDORF (dpa-AFX) - Das Bundesfinanzministerium befürchtet laut einem Pressebericht im Falle eines harten Brexit Turbulenzen an den Finanzmärkten. Sollten sich EU und Großbritannien nicht rechtzeitig auf einen Austrittsvertrag einigen, könnte "die Finanzmarktstabilität gefährdet werden", berichtete das "Handelsblatt" am Montag vorab. Die Zeitung berief sich auf ein internes Papier des Bundesfinanzministeriums.

Demnach befürchten die Beamten von Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU), dass die knappe Verhandlungszeit von zwei Jahren bis zum Abschluss eines Freihandelsabkommens mit den Briten nicht reichen könnte. Das berge im Finanzmarktbereich "erhebliche" Risiken. Daher sollte es Übergangslösungen geben, hieß es.

Ein abrupter Austritt Großbritanniens könne "Verwerfungen auslösen", hieß es weiter in dem Bericht. So dürften beispielsweise britische Banken ihre Dienstleistungen nicht mehr in der EU anbieten, Banken aus der EU wiederum würde der Zugang zum Finanzplatz London verbaut. In diesem Fall fürchten die Beamten des Finanzministeriums außerdem "gravierende ökonomische und stabilitätsrelevante Folgen"./jkr/stb

27.03.2017

Arbeitszeiten bei Apple-Zulieferern etwas gesunken

CUPERTINO (dpa-AFX) - Apple hat im vergangenen Jahr Fortschritte bei den Arbeitszeiten in den Betrieben seiner Zulieferer gemacht. 98 Prozent hätten die Richt-Arbeitswoche von 60 Stunden eingehalten, teilte Apple in seinem jährlichen Bericht zur Lage bei den Zulieferern am Montag mit. Ein Jahr zuvor lag die Quote bei 97 Prozent. Im vergangenen Jahr waren die iPhone-Verkäufe bis zum Herbst erstmals zurückgegangen, wodurch auch weniger Überstunden nötig gewesen sein durften.

Die Zahl der Prüfungen in Zulieferer-Betreiben stieg binnen eines Jahres von 640 auf 705. Im Jahr 2007 waren es erst 39 Kontrollen gewesen. Der Konzern hatte nach Kritik an den Arbeitsbedingungen bei seinen Zulieferern vor allem in China den Fokus darauf verstärkt. Zudem wird stärker auf die Reduzierung des CO2-Ausstoßes und die Abwasser-Reinigung geachtet./so/DP/tos

27.03.2017

dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR von 17.00 Uhr - 27.03.2017

ROUNDUP: Ifo-Geschäftsklima steigt auf höchsten Stand seit Juli 2011

MÜNCHEN - Die Stimmung in den deutschen Unternehmen war im März so gut wie seit fast sechs Jahren nicht mehr. Das Geschäftsklima stieg um 1,2 Punkte auf 112,3 Punkte, wie das Münchner Ifo-Institut am Montag mitteilte. Dies ist der höchste Wert seit Juli 2011. Bankvolkswirte hatten lediglich mit 111,1 Punkten gerechnet. "Der Aufschwung gewinnt an Kraft", kommentierte Ifo-Präsident Clemens Fuest.

Eurozone: Geldmenge wächst schwächer

FRANKFURT - Das Wachstum der Geldmenge im Euroraum hat sich im Februar verlangsamt. Die breit gefasste Geldmenge M3 wuchs zum Vorjahresmonat um 4,7 Prozent, wie die Europäische Zentralbank (EZB) am Montag in Frankfurt mitteilte. Im Vormonat hatte die Rate revidiert 4,8 (zunächst 4,9) Prozent betragen. Analysten hatten aktuell ein Wachstum um 4,9 Prozent erwartet.

Trump will neues Amt für Innovation vorstellen

WASHINGTON - US-Präsident Donald Trump will am heutigen Montag in Washington ein neues Amt für amerikanische Innovation vorstellen. Unter der Führung seines Schwiegersohns Jared Kushner (36) solle die Behörde in Zusammenarbeit mit Wirtschaftsexperten die Regierung effizienter machen, berichtete die "Washington Post" am Sonntagabend (Ortszeit) unter Berufung auf eine Stellungnahme Trumps an die Zeitung.

USA: Demokraten bieten Zusammenarbeit bei Gesundheit an

WASHINGTON - In den USA haben die Demokraten den Republikanern ihre Bereitschaft signalisiert, an einer Gesundheitsreform mitzuarbeiten. Der demokratische Oppositionsführer im Senat, Charles Schumer, sagte am Sonntag in einem Interview des Senders ABC, die Demokraten seien bereit, mit dem Republikanern zusammenzuarbeiten, wenn diese damit aufhörten, den "Affordable Care Act" (Obamas Gesundheitsreform) abschaffen und untergraben zu wollen. "Obamacare" sei nicht perfekt.

Athens Notenbank-Chef drängt auf Verhandlungsergebnis mit Gläubigern

ATHEN - Der griechische Zentralbankchef Ioannis Stournaras hat auf einen baldigen Abschluss der Verhandlungen Athens mit seinen internationalen Gläubigern gedrängt. Mit Blick auf die bisher ergebnislosen Gespräche sagte er dem größten griechischen Finanzportal capital.gr am Montag: "Wir haben schon die ersten negativen Folgen in der Wirtschaft." Es gebe eine Verunsicherung. Sollte diese andauern, könnte Griechenlands Wirtschaft 2017 stagnieren. Die Regierung strebt ein Wachstum von 2,5 bis 2,7 Prozent an. Dieses Ziel sei jetzt schon nicht mehr erreichbar, sagte Stournaras. Er geht bisher von 1,9 Prozent Wachstum aus.

EZB-Aufseher: Lizenzen im Brexit-Fall nur für gut geführte Banken

FRANKFURT - Die EZB-Bankenaufsicht legt im Brexit-Fall strenge Maßstäbe an wechselwillige Auslandbanken an. "Wir werden nur gut kapitalisierten und gut geführten Banken Lizenzen gewähren", sagte die Vize-Chefin der Bankenaufsicht der Europäischen Zentralbank (EZB), Sabine Lautenschläger, am Montag in Frankfurt.

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ROUNDUP: Sie lesen im Konjunktur-Überblick eine Zusammenfassung. Zu diesem Thema gibt es mehrere Meldungen auf dem dpa-AFX Nachrichtendienst.

/jkr

27.03.2017

ROUNDUP/Oxfam-Vorwurf: Europas Top-Banken verlagern Gewinne in Steueroasen

BERLIN/FRANKFURT (dpa-AFX) - Europas Großbanken nutzen nach Einschätzung der Entwicklungsorganisation Oxfam Steueroasen gezielt zur Gewinnoptimierung. "Sehr viel spricht dafür, dass Europas größte Banken ihre Gewinne auf Kosten der Allgemeinheit machen", kritisierte Ellen Ehmke, Steuerexpertin bei Oxfam Deutschland, am Montag in einer Mitteilung. Ein Oxfam-Sprecher kritisierte, auch legale Strategien zur Steuervermeidung trügen zur Verschärfung der weltweiten Ungleichheit bei.

Oxfam und Fair Finance Guide International werteten Daten der 20 größten Banken in Europa aus. Zusammengerechnet sei bei diesen Instituten 2015 mit 25 Milliarden Euro gut ein Viertel des Vorsteuergewinns (26 Prozent) in Ländern mit vergleichsweise niedrigen Steuersätzen wie Luxemburg oder Irland angefallen. Dabei erwirtschafteten die Geldhäuser der Studie zufolge in diesen Ländern rechnerisch nur zwölf Prozent ihrer Erträge und beschäftigten dort nur sieben Prozent ihres Personals.

Ausdrücklich genannt werden in dem Bericht die beiden größten deutschen Privatbanken, Deutsche Bank und Commerzbank . "Die aus der Analyse gezogenen Schlüsse zur Deutschen Bank sind unseres Erachtens nicht zutreffend", sagte ein Sprecher der Deutschen Bank. "Die Deutsche Bank weist grundsätzlich ihre Gewinne in den Ländern aus, in denen sie erwirtschaftet werden. Damit werden sie auch dort versteuert." Die Commerzbank wollte die Studie auf Nachfrage zunächst nicht kommentieren.

Die Analyse versteht unter Steueroasen Gebiete, die es zum Beispiel Unternehmen mit ihren Regelungen ermöglichen, ihre Steuerlast zu minimieren, ohne dort selbst große Teile ihres Geschäfts zu machen. Auffällig viel Gewinn werde demnach in Luxemburg und Irland gemeldet. Allein in Luxemburg kamen die 20 größten Banken Europas im Jahr 2015 der Studie zufolge auf 4,9 Milliarden Euro Gewinn vor Steuern. Das sei mehr als in Deutschland, Großbritannien und Schweden zusammen.

Der Deutsche-Bank-Sprecher erklärte, Deutschlands größtes Geldhaus sei in Luxemburg "seit 1970 vertreten und hatte dort im Jahr 2015 rund 600 Mitarbeiter". Die Bank macht dort vor allem Fondsgeschäft. "Im Jahr 2015 hat der Deutsche-Bank-Konzern trotz eines Verlustes von rund 6,1 Milliarden Euro einen Steueraufwand von 675 Millionen Euro ausgewiesen", konstatierte der Deutsche-Bank-Sprecher.

In Irland wickelt auch der US-Technologieriese Apple über Tochterfirmen große Teile seines internationalen Geschäfts ab. Die EU-Kommission hatte nach jahrelanger Prüfung im Sommer befunden, die Steuervereinbarungen von Apple in Irland stellten eine unerlaubte staatliche Beihilfe dar. Der US-Konzern sollte deswegen 13 Milliarden Euro Steuern nachzahlen.

Banken sind durch EU-Recht verpflichtet, ihre Geschäftsaktivitäten und Steuerzahlungen nach Ländern aufgeschlüsselt zu veröffentlichen ("country-by-country reporting"). Dass wegen dieser Transparenzregeln viele Daten für die Finanzbranche verfügbar sind, machten sich die Studienautoren zunutze. "Für die anderen Branchen sind die Daten nicht öffentlich einsehbar", erklärte der Oxfam-Sprecher./ben/cmy/kil/DP/tos

27.03.2017

ROUNDUP/Merkel: Wahlergebnis von der Saar ermutigend für weiteres Wahljahr

BERLIN (dpa-AFX) - Kanzlerin Angela Merkel hat den Erfolg ihrer CDU bei der Landtagswahl an der Saar als Rückenwind bis zur Bundestagswahl im Herbst gewertet. "Der gestrige Tag war ein schöner Tag und damit auch ein ermutigender Tag", sagte die CDU-Vorsitzende am Montag bei einem gemeinsamen Auftritt mit der Gewinnerin der Landtagswahl im Saarland, Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer, in Berlin. Auf eine Koalitionsaussage für die Zeit nach der Bundestagswahl im Herbst wollte sich Merkel erwartungsgemäß nicht festlegen: "Ich weigere mich jetzt, irgendwann im März, zu erklären, was im September möglich ist. Das lege ich in die Hand der Wählerinnen und Wähler."

Egal, ob die Union in einer großen Koalition arbeite oder in einer Regierung wie früher mit der FDP: Immer solle man sich "Mühe geben, eine ordentliche Regierungsarbeit zu leisten und dann zu dieser Regierungsarbeit auch zu stehen", sagte Merkel. "Mein Credo für die Wahlen heißt: Ich möchte den Menschen gerne vor einer Wahl sagen, dass es ihnen am Ende einer Legislaturperiode besser geht, als es ihnen zu Beginn einer Legislaturperiode ging."

Sie halte nichts davon, sich selbst schlecht zu reden. Entscheidend sei, ob man wie die SPD andauernd mit der Vergangenheit hadere, sagte Merkel vor dem Hintergrund von Ankündigungen ihres SPD-Herausforderers Martin Schulz, Teile der vom damaligen SPD-Kanzler Gerhard Schröder durchgesetzten Reform-"Agenda 2010" zu verändern. "Dieses Feststecken in der Vergangenheit, das ist nicht das, (...) was die Menschen wollen." Schröder habe seine Wahlkämpfe mit den Elementen Gerechtigkeit und Innovation geführt, also mit dem Blick in die Zukunft. Dies werde die Union bei der Erarbeitung ihres Regierungsprogramms leiten.

Die seit 18 Jahren im Saarland regierende CDU hatte am Sonntag überraschend stark auf 40,7 Prozent zugelegt. Kramp-Karrenbauer kann weitere fünf Jahre mit der SPD als Koalitionspartner regieren./bk/sam/DP/fbr

27.03.2017

Prowestliche Parteien sind Bulgariens große Wahlverlierer

SOFIA (dpa-AFX) - Lange ist es her und fast vergessen: Nach der politischen Wende 1989 war der Verband der demokratischen Kräfte (SDS) in Bulgarien diejenige Kraft, die sich für ein Mehrparteiensystem und die freie Marktwirtschaft einsetzte. Die SDS-Regierung leitete um die Jahrtausendwende Reformen in Richtung EU-Beitritt ein. Doch nun, zwanzig Jahre später, kann die inzwischen in Splitterparteien zerfallene, legendäre SDS-Bewegung bei der Parlamentswahl nicht einmal die Vier-Prozent-Hürde überwinden.

Zumindest zwei dieser Parteien wären natürliche Koalitionspartner für den bürgerlichen Wahlsieger Boiko Borissow (GERB) gewesen. Eine Regierungskoalition der GERB mit den nationalistischen Vereinigten Patrioten dagegen würde zu Instabilität führen, warnen Politologen.

Der Zerfall des pro-westlichen Dachverbands SDS hatte 2001 begonnen. Wegen persönlicher Anfeindungen entstanden zahlreiche Splitterparteien: Verband freier Demokraten, die Radikalen, Demokraten für starkes Bulgarien (DSB), Bürgerliche Alternative, eine neue SDS und schließlich eine Blaue Koalition. Ihre Wähler, die vor allem in den Stadtzentren von Sofia und anderen größeren Städten leben und oft aus historischen Gründen antikommunistisch gesinnt sind, wussten mit den Jahren nicht mehr, wer die "blauen" Splitter genau sind.

Verrwirrung herrschte auch jetzt über die drei kleinen pro-westlichen Parteien, die unter der Vier-Prozent-Marke blieben. Zusammen hätten sie mehr als acht Prozent der Stimmen erhalten und damit den Einzug ins Parlament locker geschafft. Die persönlichen Feindschaften und Interessen der Parteichefs empörten außerdem nicht wenige "blaue" Wähler - diese zogen nun nach eigenen Aussagen die bürgerliche GERB vor.

Für den 2013 gegründeten Reformblock um Ex-EU-Kommissarin Meglena Kunewa war das unzureichende Abschneiden von 3,06 Prozent allerdings zu erwarten. In Borissows alten Mitte-Rechts-Regierung hatten Minister aus dem Reformblock problematische oder schwierige Ressorts inne: Justiz, Gesundheit, Bildung, Wirtschaft. Die angestrebten Reformen blieben wegen Widerstands im oder außerhalb des Parlaments ganz aus oder wurden wegen des Regierungsrücktritts mitten in der Amtszeit nicht vollzogen.

Andererseits machten Nationalisten und teils auch die Sozialisten (Ex-KP) Stimmung gegen die EU - und damit auch gegen pro-westliche und liberale Parteien und Nichtregierungsorganisationen. Die EU behandle Bulgarien wie ein "Mitglied zweiter Klasse", hieß es im Wahlkampf.

Auch die neue, liberale Bewegung Ja, Bulgarien von Ex-Justizminister Hristo Iwanow blieb mit 2,88 Prozent außerhalb des Parlaments, obwohl sie in Sofia mit gut zehn Prozent drittstärkste Partei wurde. Die Nowa republika (Neue Republik) des früheren Mitvorsitzenden des Reformblocks, Radan Kanew, schnitt mit 2,48 katastrophal ab - noch schlechter als die gescheiterte neue Türkenpartei DOST (2,85 Prozent). Der Jurist Kanew zog die Konsequenz und trat am Tag nach der Wahl vom Parteivorsitz zurück./el/DP/fbr

27.03.2017

Athens Notenbank-Chef drängt auf Verhandlungsergebnis mit Gläubigern

ATHEN (dpa-AFX) - Der griechische Zentralbankchef Ioannis Stournaras hat auf einen baldigen Abschluss der Verhandlungen Athens mit seinen internationalen Gläubigern gedrängt. Mit Blick auf die bisher ergebnislosen Gespräche sagte er dem größten griechischen Finanzportal capital.gr am Montag: "Wir haben schon die ersten negativen Folgen in der Wirtschaft." Es gebe eine Verunsicherung. Sollte diese andauern, könnte Griechenlands Wirtschaft 2017 stagnieren. Die Regierung strebt ein Wachstum von 2,5 bis 2,7 Prozent an. Dieses Ziel sei jetzt schon nicht mehr erreichbar, sagte Stournaras. Er geht bisher von 1,9 Prozent Wachstum aus.

Die Gläubiger Griechenlands fordern weitere harte Sparmaßnahmen. Im Mittelpunkt steht eine Senkung des Einkommensteuerfreibetrags von heute 8636 Euro auf unter 6000 Euro pro Jahr. Diskutiert werden auch weitere Rentenkürzungen, Einschränkungen im Streikrecht und eine Beschleunigung der Privatisierungen - allen voran der staatlich kontrollierten Elektrizitäts-Gesellschaft DEI. Athen hatte 2015 im Gegenzug für ein Hilfspaket von bis zu 86 Milliarden Euro umfangreiche Reformen zugesagt./tt/DP/tos

27.03.2017

Noch mehr neue Wohnungen in Berlin - aber auch mehr Einwohner

BERLIN (dpa-AFX) - Der Wohnungsbau in Berlin kommt weiter in Schwung. Im vergangenen Jahr genehmigten die Behörden 25 063 neue Wohnungen, wie das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg am Montag mitteilte. Das ist die höchste Zahl seit 1997. Neun von zehn neuen Wohnungen entstehen in Mehrfamilienhäusern. Der Anteil der Eigentumswohnungen ging zurück: Nach einem Drittel im Vorjahr war es nun gut ein Viertel. Die meisten neuen Wohnungen mit jeweils mehr als 3000 entstehen in Pankow, Mitte und Lichtenberg, die wenigsten in Steglitz-Zehlendorf und Reinickendorf. Wohnungen dürften knapp bleiben, denn die Zahl der Einwohner Berlins ist im vergangenen Jahr um rund 60 000 gestiegen./bf/DP/tos

27.03.2017

EZB-Aufseher: Lizenzen im Brexit-Fall nur für gut geführte Banken

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die EZB-Bankenaufsicht legt im Brexit-Fall strenge Maßstäbe an wechselwillige Auslandbanken an. "Wir werden nur gut kapitalisierten und gut geführten Banken Lizenzen gewähren", sagte die Vize-Chefin der Bankenaufsicht der Europäischen Zentralbank (EZB), Sabine Lautenschläger, am Montag in Frankfurt.

Verlässt Großbritannien den EU-Binnenmarkt, hätten in London angesiedelte Banken ein Problem: Sie benötigen für Dienstleistungen wie Einlagen- und Kreditgeschäft in der Europäischen Union rechtlich selbstständige Töchter mit Sitz in einem EU-Staat. An diesem Mittwoch will die britische Premierministerin Theresa May den Scheidungsantrag in Brüssel einreichen. Dann beginnen die auf zwei Jahre befristeten Verhandlungen mit der EU über die Modalitäten.

Lautenschläger betonte, die EZB-Aufsicht werde genau überwachen, wie Banken ihre Aktivitäten im Euroraum aufstellen. "Es gibt Bedenken, dass Banken die Zersplitterung zwischen nationalen und europäischen Aufsichtsregimen ausnutzen, um den besten Deal für sich zu erzielen", sagte die Aufseherin, die auch Mitglied des EZB-Direktoriums ist. Die EZB beaufsichtigt seit November 2014 die größten Bankengruppen im Euroraum direkt ("Single Supervisory Mechanism"/SSM).

Im zähen Ringen um international abgestimmte Kapitalregeln für Banken dringen die EZB-Aufseher auf eine Einigung. "Wir müssen den Basel-III-Prozess so schnell wie möglich abschließen", mahnte Lautenschläger. Im Kern geht es darum, wie Banken Kreditrisiken kalkulieren. Davon hängt ab, mit wie viel Eigenkapital Geschäfte abgesichert werden müssen. Viele Großbanken in Europa berechnen dies mit internen Modellen, die USA favorisieren Standardvorgaben./ben/DP/tos

27.03.2017

AKTIE IM FOKUS: Überwiegend positive Analystenkommentare stützen Snap

NEW YORK (dpa-AFX) - Die Aktien von Snap haben sich am Montag weiter von ihrem Kursrutsch Mitte des laufenden Monats erholt. Dank positiver Analystenkommentare steigen die Papiere um rund 3 Prozent auf 23,42 US-Dollar. Hinter dem erst Anfang März an die Börse gegangenen Unternehmen steht die beliebte Foto- und Nachrichten-App Snapchat.

An diesem Montag hätten erstmalige, überwiegend erfreuliche Analystenkommentare die Snap-Papiere gestützt, sagten Börsianer. Angesichts der jungen, sonst schwer zu erreichenden Nutzer sowie des einzigartigen Videoangebots dürfte Snapchat reichlich Werbegelder anlocken, schrieb etwa Analyst Brian Nowak von der US-Investmentbank Morgan Stanley.

Der Experte Stephen Ju von der Credit Suisse meinte, auf aktuellem Kursniveau hätten die Papiere ein sehr attraktives Chance/Risko-Verhältnis. Mit Snap setze man auf steigende Margen.

Allerdings gab es zu Wochenbeginn auch mahnende Stimmen. Eine Investition in die Aktien sei risikoreich, meinte zum Beispiel Goldman-Sachs-Analyst Heath Terry. Dafür sei das Potenzial für Kursgewinne auch entsprechend hoch. Terry verwies auf die kontinuierlichen Innovationen des Unternehmens.

Snap war am 2. März an die Börse gegangen, als die Euphorie am US-Aktienmarkt einen vorläufigen Höhepunkt erreicht hatte. Dank der hohen Nachfrage hatte der erste Kurs mit 24 US-Dollar um 41 Prozent über dem Ausgabepreis von 17 Dollar gelegen. Am zweiten Börsentag dann waren die Aktien bis auf 29,44 Dollar in die Höhe geschnellt, bevor die Begeisterung der Anleger spürbar nachließ. Mitte März waren die Anteilsscheine zeitweise auf bis zu 18,90 Dollar abgesackt.

Snap war zum Börsendebüt insgesamt rund 24 Milliarden Dollar wert gewesen. Es war der größte US-Börsengang, seit die chinesische Handelsplattform Alibaba 2014 ihre Aktien in New York platziert hatte. Aktuell ist Snap rund 27,3 Milliarden Dollar schwer.

Snapchat wurde vor allem bei jungen Nutzern populär mit Fotos, die nach dem Ansehen von alleine wieder verschwinden. Inzwischen wird die App auch stärker für Kommunikation genutzt und zu einer Plattform für Medieninhalte ausgebaut.

Ob aber Snap an der Vorherrschaft von Facebook rütteln kann, muss sich erst zeigen. Zuletzt geriet das Nutzerwachstum ins Stocken. Snap hatte im vergangenen Jahr über 500 Millionen Dollar verloren und damit mehr Verlust als Umsatz gemacht.

Insgesamt werde der Wettbewerb bei den sozialen Medien zunehmend schärfer, meinte Analyst Douglas Anmuth von JPMorgan. Zudem gebe es für Snap noch viel zu tun, um die aktuell hohe Bewertung der Aktien zu rechtfertigen./la/ajx/stb

27.03.2017

ANALYSE-FLASH: Barclays belässt Freenet auf 'Underweight' - Ziel 23 Euro

LONDON (dpa-AFX) - Die britische Investmentbank Barclays hat die Einstufung für Freenet auf "Underweight" mit einem Kursziel von 23 Euro belassen. Nach der Bilanzsaison und Analystenveranstaltungen in der Mobilfunkbranche habe er seine Schätzungen überarbeitet, schrieb Analyst Maurice Patrick in einer Studie vom Montag. Eine enorme Erholung des Marktes sei aber nicht nicht in Sicht angesichts voraussichtlich anhaltender Marktanteilsgewinne durch Drillisch im Jahr 2017, den Wachstumsbestrebungen von United Internet und der Dominanz von Freenet im Serviceprovidergeschäft./tav/zb

27.03.2017

ANALYSE-FLASH: Baader Bank belässt Nemetschek auf 'Buy' - Ziel 54 Euro

MÜNCHEN (dpa-AFX) - Die Baader Bank hat die Einstufung für Nemetschek auf "Buy" mit einem Kursziel von 54 Euro belassen. Die jüngste Ifo-Architektenumfrage lasse darauf schließen, dass der Bausoftware-Hersteller auf dem deutschen Kernmarkt vom positiven Nachfrageumfeld profitiere und die Wachstumsdynamik des Unternehmens weiterhin vorteilhaft sein dürfte, schrieb Analyst Knut Woller in einer Studie vom Montag./tav/ajx

27.03.2017

ANALYSE-FLASH: DZ Bank hebt Aurubis auf 'Equity Long Ideas'-Liste

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die DZ Bank hat die Aktie von Aurubis auf ihre "Equity Long Ideas"-Empfehlungslise gesetzt. "Wir sehen das Unternehmen auf einem guten Weg die Jahresziele zu erreichen", schrieb Analyst Dirk Schlamp in einer Studie vom Montag. Nach einem schwachen Jahresstart dürfte sich der Kupferkonzern im zweiten Quartal deutlich verbessern. Den fairen Wert hatte der Experte am Freitag auf 70 Euro angehoben./ag/zb/

27.03.2017

AKTIE IM FOKUS: Infineon verliert weniger als Dax dank Analystenlob

FRANKFURT (dpa-AFX) - Positive Kommentare zu den jüngst angehobenen Unternehmenszielen haben Infineon am Montag im schwachen Marktumfeld gestützt. Etliche Analysten schraubten ihre Kursziele für die Aktien des Halbleiterkonzerns nach oben und bestätigten ihre Kaufempfehlungen.

Zuletzt hielten sich die Infineon-Titel mit einem Minus von 0,32 Prozent auf 18,645 Euro besser als der Dax , der um 0,85 Prozent nachgab. Am Freitag hatten sie dank des neuen Ausblicks um über 9 Prozent zugelegt und erstmals seit dem Jahr 2002 wieder die Marke von 18 Euro übersprungen. Unter anderem wegen des schwachen Euro ist Infineon für das laufende zweite Geschäftsquartal sowie das Geschäftsjahr optimistischer als zuvor gestimmt.

Mit am meisten traut derzeit Johannes Schaller von der Deutschen Bank der Aktie zu: Sein neues Kursziel von 22,50 Euro räumt ihr ein sattes Aufwärtspotenzial von mehr als einem Fünftel ein. Erstmals seit Jahren habe das Unternehmen positive vorläufige Zahlen veröffentlicht, lobte der Analyst. Entscheidend sei aber, dass die Entwicklung wichtiger Herstellungsverfahren der neuen Generation und Produkte - etwa die Produktion von Chips auf 300-Millimeter-Dünnwafern und Chips auf Basis von Siliziumkarbid - schneller als erwartet vonstatten gehe.

Derweil hob sein Kollege Sandeep Deshpande von der US-Bank JPMorgan die neuen Margenziele positiv hervor und erhöhte das Kursziel auf 21,50 Euro. Amit Harchandani vom Konkurrenten Citigroup geht nun dank einer wohl weiter guten Nachfrage auch für die beiden kommenden Geschäftsjahre von einem besseren Verlauf aus als bisher und schraubte das Kursziel auf 21,50 Euro hoch.

Für Thomas Becker von der Commerzbank unterschätzen die Anleger die Marktstellung von Infineon im Bereich autonome Fahrerassistenzsysteme, Hybrid- und Elektrofahrzeuge sowie Leistungselektronik im Allgemeinen. Er traut der Aktie nun einen Anstieg bis auf 22 Euro zu.

Unverändert pessimistisch ist dagegen Analyst Francois Meunier von der US-Investmentbank Morgan Stanley. Selbst unter Berücksichtigung der neuen Prognose werde die Infineon-Aktie mit einem zu hohen Aufschlag auf ihren fairen Wert gehandelt, monierte der Experte. Er sehe die Entwicklung der Märkte für den Chiphersteller deutlich pessimistischer. Daher blieb er bei seiner "Underweight"-Empfehlung mit einem Kursziel von 9,50 Euro./gl/mis/fbr

27.03.2017

ANALYSE/Merrill Lynch bleibt für Lufthansa skeptisch

NEW YORK (dpa-AFX) - Merrill Lynch bleibt für die Lufthansa skeptisch. Analyst Mark Manduca hält das Preisniveau der größten deutschen Fluggesellschaft strukturell für nicht wettbewerbsfähig. Langfristig werde es die Lufthansa nach wie vor schwer haben, von den Ticketpreisen zu profitieren, vor allem weil Deutschland noch immer als das Epizentrum der Überkapazitätsprobleme in Europa erscheine, hieß es in einer Studie vom Montag.

Substanzielle Kosteneinsparungen bei der Lufthansa seien eine Illusion, so der Analyst weiter. Die jüngsten Einsparungen seien vor allem durch erhebliches Kapazitätswachstum und weniger durch Kostenkürzungsinitiativen unterstrichen worden.

Die Aktienkurse europäischer Fluggesellschaften mit Langstreckengeschäft wie Air France-KLM , IAG und auch Lufthansa hätten sich im ersten Quartal zwar deutlich besser entwickelt als jene von Kurzstrecken-Airlines, doch inzwischen dürften die Kurse zu weit nach oben gelaufen sein.

Das Kursziel für Lufthansa hob der Experte von 8,10 auf 9,00 Euro an, beließ die Einstufung aber auf "Underperform". Die Lufthansa-Aktie sehe günstig bewertet aus, doch dies sei ein Trugschluss.

Gemäß der Einstufung "Underperform" schätzt Merrill Lynch die Aktie als einen der am wenigsten attraktiven Werte in dem Beobachtungsuniversum ein./ajx/fbr

Analysierendes Institut Merrill Lynch & Co.

27.03.2017

ANALYSE-FLASH: Commerzbank hebt Ziel für Infineon auf 22 Euro - 'Buy'

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Commerzbank hat das Kursziel für Infineon nach Quartalszahlen und mit Blick auf die neuen Unternehmensziele von 20 auf 22 Euro angehoben und die Einstufung auf "Buy" belassen. Die Marktstellung des Chipherstellers im Bereich autonome Fahrerassistenzsysteme, Hybrid- und Elektrofahrzeuge sowie Leistungselektronik im Allgemeinen werde unterschätzt, schrieb Analyst Thomas Becker in einer Studie vom Montag. Sie bildeten dank der guten Endmärkte die Basis für weitere Gewinne./tav/zb

27.03.2017

ANALYSE-FLASH: Deutsche Bank senkt Ziel für Rational auf 490 Euro - 'Buy'

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Deutsche Bank hat das Kursziel für Rational nach endgültigen Zahlen von 500 auf 490 Euro gesenkt, aber die Einstufung auf "Buy" belassen. Das Wachstumsausblick des Großküchengeräteherstellers sei zwar ermutigend, doch nötige Investitionen drückten auf die Profitabilität, schrieb Analystin Franziska Eckersberger in einer Studie vom Montag. Sie senkte daher ihre Gewinn- und Margenschätzungen./ck/tav

27.03.2017

ANALYSE-FLASH: Merrill Lynch hebt Ziel für Lufthansa auf 9 Euro - 'Underperform'

NEW YORK (dpa-AFX) - Merrill Lynch hat das Kursziel für Lufthansa von 8,10 auf 9,00 Euro angehoben, aber die Einstufung auf "Underperform" belassen. Die Aktienkurse europäischer Fluggesellschaften mit Langstreckengeschäft wie Air France-KLM, IAG und Lufthansa hätten sich im ersten Quartal deutlich besser entwickelt als die von Kurzstrecken-Airlines, schrieb Analyst Mark Manduca in einer Branchenstudie am Montag. Inzwischen dürften die Kurse zu weit nach oben gelaufen sein. Das Preisniveau der größten deutschen Fluggesellschaft hält Manduca strukturell gesehen für nicht wettbewerbsfähig und substanzielle Kosteneinsparungen für eine Illusion./ck/ajx

27.03.2017

ANALYSE-FLASH: Warburg Research hebt Salzgitter auf 'Hold' und Ziel auf 33 Euro

HAMBURG (dpa-AFX Broker) - Das Analysehaus Warburg Research hat die Aktien der Salzgitter AG aus Bewertugsgründen von "Sell" auf "Hold" hochgestuf. Analyst Björn Voss hob das Kursziel nach den Zahlen für 2016 des Stahlkochers von 31 auf 33 Euro an und sieht nun nur noch begrenzte Kursrisiken. Das schrieb er in einer Studie vom Montag./mis/zb

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dpa-AFX STIMMUNGSINDIKATOR

Der dpa-AFX-Stimmungsindikator misst das Verhältnis von Hoch- zu Abstufungen der Dax-Werte (Basis: 30-Tage-Durchschnitt). Ein Wert von 50 sagt aus, dass sich Hoch- und Abstufungen die Waage halten. Die Grafik zeigt den Indikator im Verhältnis zur DAX-Kurve.

End-of-Day-DAX-Kursdaten Quelle: vwd GmbH

dpa-AFX Analyser