dpa-AFX NEWSTICKER (Produktauszug)

20.11.2017

Auch Frankfurt scheitert bei Vergabe von EU-Behörden

BRÜSSEL (dpa-AFX) - Deutschland ist mit seinen Bewerbungen um den Sitz einer weiteren EU-Behörde gescheitert. Nach der Kandidatur von Bonn für die Arzneimittelagentur EMA fiel auch die von Frankfurt am Main für den Standort der Bankenaufsicht EBA durch, wie Diplomaten am Montagabend nach der ersten Runde einer geheimen Wahl berichteten.

Die für die Bewertung und Überwachung von Arzneimitteln zuständige EMA ist wie die europäische Bankenaufsichtsbehörde EBA derzeit in London beheimatet. Beide Behörden sollen wegen des geplanten EU-Austritts Großbritanniens so schnell wie möglich in eines der 27 bleibenden EU-Länder umgesiedelt werden.

Im Rennen um den EMA-Standort setzte sich am Montagnachmittag Amsterdam durch. Beim EBA-Standort sollte noch am Montagabend in einer Stichwahl eine Entscheidung zwischen Dublin und Paris fallen.

Gegen Deutschland sprach unter anderem, dass es mit der Europäischen Agentur für Flugsicherheit (EASA) in Köln und der Europäischen Aufsichtsbehörde für das Versicherungswesen und die betriebliche Altersversorgung (EIOPA) in Frankfurt bereits zwei EU-Organe beherbergt. Zudem wurde an der Bonner Bewerbung kritisiert, dass die EMA in Übergangsräume ziehen sollte. Bei Frankfurt wurde angemerkt, dass keine Mietfreiheit für die Behörde garantiert wurde./aha/DP/jha

20.11.2017

Umfrage: Mehrheit wünscht sich Neuwahl

BERLIN (dpa-AFX) - Nach dem Abbruch der Jamaika-Gespräche ist die Mehrheit der Bürger nach einer aktuellen Umfrage für Neuwahlen. In einer Forsa-Umfrage für das RTL/n-tv-"Trendbarometer" sprachen sich 45 Prozent der Wahlberechtigten für erneute Wahlen aus, wie die Mediengruppe RTL am Montag mitteilte. 27 Prozent hätten gern wieder eine große Koalition, 24 Prozent sind für eine Minderheitsregierung.

Käme es jetzt zu Neuwahlen, würden sich die Deutschen aber kaum anders entscheiden als bei der Bundestagswahl vor zwei Monaten. Das größte Plus würden die Grünen erzielen: CDU/CSU kämen laut Forsa auf 31 Prozent (bei der Wahl: 33), die SPD würde 21 Prozent schaffen (20,5), die FDP 10 Prozent (10,7) und die Grünen 12 Prozent (8,9). Die Linke käme auf 9 Prozent (9,2) und die AfD auf 12 Prozent (12,6).

Mehr als die Hälfte der Bundesbürger (53 Prozent) hat kein Verständnis für die Entscheidung der FDP, die Sondierungen abzubrechen. 43 Prozent können das nachvollziehen. Rückendeckung für den Abbruch bekommt die FDP besonders von den Anhängern der AfD (80 Prozent) und von den eigenen Anhängern (64 Prozent).

Knapp die Hälfte der Wahlberechtigten (49 Prozent) meint, dass im Fall von Neuwahlen Angela Merkel wieder als Kanzlerkandidatin der Union antreten solle. Bei den CDU-Anhängern sind 85 Prozent dieser Meinung, bei der CSU 69 Prozent.

Und wer soll bei der SPD antreten? Nur 29 Prozent der Wahlberechtigten findet der Umfrage zufolge, Parteichef Martin Schulz sollte es nochmal machen, aber 53 Prozent der SPD-Anhänger sind dieser Meinung.

In Sachen CSU sind sich die Bürger recht einig: 70 Prozent meinen, dass Horst Seehofer seine Ämter als CSU-Vorsitzender und bayerischer Ministerpräsident zur Verfügung stellen sollte. Von den CDU-Anhängern sprachen sich 73 Prozent, von den CSU-Wählern 64 Prozent dafür aus./hot/DP/jha

20.11.2017

ROUNDUP: Amsterdam macht Rennen um EU-Arzneimittelagentur - Bonn chancenlos

BRÜSSEL (dpa-AFX) - Die frühere Bundeshauptstadt Bonn hat sich im Rennen um den künftigen Sitz der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) nicht durchsetzen können. Die deutsche Bewerbung um den Standort schied am Montag bereits in der ersten Runde einer geheimen EU-Abstimmung in Brüssel chancenlos aus. In einer Stichwahl kam es schließlich zu einem Unentschieden zwischen Mailand und Amsterdam. Die Entscheidung fiel daraufhin per Losverfahren für die niederländische Hauptstadt.

Bonns Oberbürgermeister Ashok Sridharan (CDU) äußerte seine Enttäuschung, sah aber auch positive Effekte der Bewerbung um die für die Bewertung und Überwachung von Arzneimitteln in der EU zuständige Behörde. "Auf jeden Fall haben wir mit der Bewerbung Bonn als attraktiven Standort für internationale Einrichtungen auch auf europäischer Ebene in Erinnerung rufen können", erklärte Sridharan in einer Mitteilung.

Nach der Zukunft der Arzneimittelagentur EMA sollte am Montagabend in Brüssel auch die der europäischen Bankenaufsichtsbehörde EBA geklärt werden. Beide Behörden sollen wegen des geplanten EU-Austritts Großbritanniens so schnell wie möglich in eines der 27 verbleibenden EU-Länder umgesiedelt werden.

Für den EBA-Standort hat Deutschland Frankfurt am Main als Kandidatenstadt ins Rennen geschickt. Der Bankenmetropole wurden in Brüssel durchaus Chancen eingeräumt.

Die Sitze von EU-Behörden sind sehr begehrt. Wer den Zuschlag erhält, kann auf hohe Zusatzeinnahmen hoffen. Die EMA und die EBA richten jährlich Hunderte Konferenzen und Veranstaltungen mit Experten aus aller Welt aus. In London sorgten beide Agenturen zuletzt pro Jahr für rund 39 000 zusätzliche Hotelübernachtungen.

Hinzu kommt, dass auch die meisten hoch qualifizierten Mitarbeiter umziehen dürften. Die EMA beschäftigte zuletzt immerhin rund 900 Menschen, die Bankenaufsicht EBA kam auf knapp 200.

Für die Wahl des EMA-Sitzes hatten 19 EU-Staaten Bewerbungsunterlagen eingereicht, zur Abstimmung stellten sich letztlich 16. Frankfurt am Main konkurrierte mit sieben Städten um den künftigen Standort der EBA, die sich um Wahrung der Finanzstabilität und das ordnungsgemäße Funktionieren des Bankensektors kümmert.

Kritiker hatten vor der Wahl gewarnt, das das an den Eurovision Song Contest erinnernde Wahlverfahren Überraschungssieger produzieren könnte. Es sah nämlich vor, dass in der ersten Wahlrunde alle 27 abstimmenden EU-Staaten drei Punkte an ihren Favoriten sowie zwei Punkte an ihre Nummer zwei und einen Punkt an ihre Nummer drei vergeben mussten. Dies konnte zum raschen Ausscheiden von guten Standorten führen, weil sich in der ersten Wahlrunde vermutlich viele Bewerberländer selbst die drei Punkte gaben und daneben scheinbar unqualifizierte Mitbewerber bedachten, um die Konkurrenz zu schwächen.

Diplomaten zufolge versuchten Ländervertreter seit längerem, sich über Deals und Versprechen die Stimmen anderer Länder zu sichern. So soll Deutschland unter anderem eine Wahlabsprache mit Griechenland getroffen haben, dem mit Athen bessere Aussichten für die EMA-Bewerbung eingeräumt wurden als Bonn.

Offiziell sollten bei der Wahl nur sechs Kriterien eine Rolle spielen. Dazu gehören unter anderem die Arbeitsbedingungen, die Verkehrsanbindung, die bisherige Zahl der EU-Agenturen und die Möglichkeit eines schnellen und problemlosen Umzugs.

Der bei der Wahl für Deutschland abstimmende Europastaatsminister Michael Roth (SPD) sagte zur Wahl, die Bundesregierung habe mit Bonn und Frankfurt am Main "zwei sehr gute Vorschläge" unterbreitet. Letztendlich sei es aber nur wichtig, dass geeignete Kandidaten gewinnen. "Es muss gewährleistet sein, dass nach der Verlagerung der beiden Agenturen deren Arbeit sofort und uneingeschränkt am neuen Standort fortgesetzt werden kann", sagte er./aha/DP/jha

20.11.2017

EU-Arzneimittelagentur zieht nach Amsterdam - Bonn chancenlos

BRÜSSEL (dpa-AFX) - Die wegen des Brexits aus London wegziehende EU-Arzneimittelagentur (EMA) wird nach Amsterdam umziehen. Die niederländische Bewerbung um den Standort setzte sich am Montag in einem EU-internen Abstimmungsverfahren gegen die italienische Bewerberstadt Mailand durch. Die Entscheidung fiel nach einem Unentschieden in der Stichwahl per Los. Die deutsche Kandidatur Bonn schied chancenlos bereits in der ersten Wahlrunde aus.

Nach der Zukunft der EMA, die für Bewertung und Überwachung von Arzneimitteln in der EU zuständig ist, sollte am Montagabend in Brüssel auch die der europäischen Bankenaufsichtsbehörde EBA geklärt werden. Beide Behörden sollen wegen des geplanten EU-Austritts Großbritanniens so schnell wie möglich in eines der 27 verbleibenden EU-Länder umgesiedelt werden. Für den EBA-Standort hat Deutschland Frankfurt am Main als Kandidatenstadt ins Rennen geschickt. Der Bankenmetropole wurden in Brüssel durchaus Chancen eingeräumt.

Die Sitze von EU-Behörden sind unter den EU-Staaten begehrt. Wer den Zuschlag erhält, kann auf erhebliche Zusatzeinnahmen hoffen. Die EMA und die EBA richten jährlich Hunderte Konferenzen und Veranstaltungen mit Experten aus aller Welt aus. In London sorgten beide Agenturen zuletzt pro Jahr für rund 39 000 zusätzliche Hotelübernachtungen./aha/DP/jha

20.11.2017

US-Bundesstaat Nebraska gibt grünes Licht für Öl-Pipeline

AMHERST/LINCOLN (dpa-AFX) - Der US-Bundesstaat Nebraska hat grünes Licht für den Bau einer umstrittenen Öl-Pipeline gegeben, die Betreiber aber zu einer alternativen Route verpflichtet. Die Leitung soll die bisherige Keystone-Pipeline erweitern. Ihre Verlegung ist ein Teilsieg für seit Jahren protestierende Anwohner wie Farmer, Umweltschützer und Ureinwohner.

Das Unternehmen TransCanada hat damit die letzte Regulierungshürde genommen, aber gerichtliche Verfahren könnten das 8-Milliarden-Projekt weiter verzögern. Die Entscheidung vom Montag kann angefochten werden.

Die Keystone-Pipeline ist Teil eines etwa 4300 Kilometer langen Systems, durch das aus Teersand gewonnenes Öl aus der kanadischen Provinz Alberta nach Oklahoma und Illinois in den USA transportiert wird. Die jetzt von Nebraska geplante Keystone XL soll zwei Punkte auf der bisherigen Keystone-Route verbinden und damit das System ergänzen.

Die Entscheidung fiel nur wenige Tage nach einem aufsehenerregenden Pipeline-Leck an anderer Stelle. Dieses Leck war den Gegnern dieser Leitungen Beleg für ihre Gefährlichkeit.

US-Präsident Barack Obama hatte den Bau seinerzeit wegen Umweltbedenken untersagt. Sein Nachfolger Donald Trump hob diese Entscheidung auf.

Sollte der Bau der Keystone XL beginnen, ist mit Protesten zu rechnen./ki/DP/jha

20.11.2017

ROUNDUP 2: Bonn verliert Wahl um Sitz der EU-Arzneimittelagentur

(neu: mehr Details und Hintergrund)

FRANKFURT/BRÜSSEL (dpa-AFX) - Die frühere Bundeshauptstadt Bonn wird nicht Sitz der Europäischen Arzneimittelagentur EMA. Die deutsche Bewerbung um den Standort schied am Montag bereits in der ersten Runde einer geheimen EU-Abstimmung in Brüssel mit nur drei Punkten aus. In die zweite Wahlrunde schafften es Mailand mit 25 Punkten sowie Amsterdam und Kopenhagen mit je 20 Punkten. Sie dauerte am späten Nachmittag noch an.

Bonns Oberbürgermeister Ashok Sridharan (CDU) äußerte seine Enttäuschung, sieht aber auch positive Effekte der Bewerbung. "Auf jeden Fall haben wir mit der Bewerbung Bonn als attraktiven Standort für internationale Einrichtungen auch auf europäischer Ebene in Erinnerung rufen können", erklärte Sridharan in einer Mitteilung.

Nach der Zukunft der Arzneimittelagentur EMA sollte am Montagabend in Brüssel auch die der europäischen Bankenaufsichtsbehörde EBA geklärt werden. Beide Behörden sollen wegen des geplanten EU-Austritts Großbritanniens so schnell wie möglich in eines der 27 verbleibenden EU-Länder umgesiedelt werden.

Für den EBA-Standort hat Deutschland Frankfurt am Main als Kandidatenstadt ins Rennen geschickt. Der Bankenmetropole wurden in Brüssel durchaus Chancen eingeräumt.

Die Sitze von EU-Behörden sind sehr begehrt. Wer den Zuschlag erhält, kann auf hohe Zusatzeinnahmen hoffen. Die EMA und die EBA richten jährlich Hunderte Konferenzen und Veranstaltungen mit Experten aus aller Welt aus. In London sorgten beide Agenturen zuletzt pro Jahr für rund 39 000 zusätzliche Hotelübernachtungen.

Hinzu kommt, dass auch die meisten hoch qualifizierten Mitarbeiter umziehen dürften. Die EMA beschäftigte zuletzt immerhin rund 900 Menschen, die Bankenaufsicht EBA kam auf knapp 200.

Für die Wahl des EMA-Sitzes hatten 19 EU-Staaten Bewerbungsunterlagen eingereicht, zur Abstimmung stellten sich letztlich 16. Frankfurt am Main konkurrierte mit sieben Städten um den künftigen Standort der EBA, die sich um Wahrung der Finanzstabilität und das ordnungsgemäße Funktionieren des Bankensektors kümmert.

Kritiker hatten vor der Wahl gewarnt, das das an den Eurovision Song Contest erinnernde Wahlverfahren Überraschungssieger produzieren könnte. Es sah nämlich vor, dass in der ersten Wahlrunde alle 27 abstimmenden EU-Staaten drei Punkte an ihren Favoriten sowie zwei Punkte an ihre Nummer zwei und einen Punkt an ihre Nummer drei vergeben mussten. Dies konnte zum raschen Ausscheiden von guten Standorten führen, weil sich in der ersten Wahlrunde vermutlich viele Bewerberländer selbst die drei Punkte gaben und daneben scheinbar unqualifizierte Mitbewerber bedachten, um die Konkurrenz zu schwächen.

Diplomaten zufolge versuchten Ländervertreter seit längerem, sich über Deals und Versprechen die Stimmen anderer Länder zu sichern. So soll Deutschland unter anderem eine Wahlabsprache mit Griechenland getroffen haben, dem mit Athen bessere Aussichten für die EMA-Bewerbung eingeräumt wurden als Bonn.

Offiziell sollten bei der Wahl nur sechs Kriterien eine Rolle spielen. Dazu gehören unter anderem die Arbeitsbedingungen, die Verkehrsanbindung, die bisherige Zahl der EU-Agenturen und die Möglichkeit eines schnellen und problemlosen Umzugs.

Der bei der Wahl für Deutschland abstimmende Europastaatsminister Michael Roth (SPD) sagte zur Wahl, die Bundesregierung habe mit Bonn und Frankfurt am Main "zwei sehr gute Vorschläge" unterbreitet. Letztendlich sei es aber nur wichtig, dass geeignete Kandidaten gewinnen. "Es muss gewährleistet sein, dass nach der Verlagerung der beiden Agenturen deren Arbeit sofort und uneingeschränkt am neuen Standort fortgesetzt werden kann", sagte er./aha/DP/jha

20.11.2017

Estland: EU-Behörden müssen nach Umzug sofort arbeitsfähig sein

TALLINN (dpa-AFX) - Bei den Abstimmungen über den neuen Standort von zwei bislang in London beheimateten EU-Agenturen ist für das derzeitige EU-Vorsitzland Estland bedeutend, wie schnell diese ihre Arbeit fortsetzen können. "Für Estland war es wichtig, dass die Agenturen am Tag des EU-Austritts von Großbritannien am neuen Standort sofort mit ihrer Tätigkeit beginnen können", sagte eine Sprecherin des Außenamts in Tallinn der Agentur BNS. Für welche Städte sich der Baltenstaat entschieden hat, wollte sie nicht verraten.

Vertreter der EU-Staaten wollten am Montag in Brüssel in einer geheimen Wahl darüber abstimmen, wohin die Standorte der Arzneimittelagentur EMA und der Bankenaufsichtsbehörde EBA verlegt werden. Beide Behörden sollen wegen des geplanten EU-Austritts Großbritanniens so schnell wie möglich in eines der 27 verbleibenden EU-Länder umgesiedelt werden.

Estland hat sich um keine der beiden Agenturen beworben. In Deutschland bewarb sich Bonn um den Sitz der EMA und Frankfurt am Main um den Standort der EBA./awe/DP/jha

20.11.2017

Ölpreise weiten Kursverluste aus

NEW YORK/LONDON (dpa-AFX) - Die Ölpreise haben am Montag anfängliche Kursverluste ausgeweitet. Am späten Nachmittag kostete ein Barrel (je 159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Januar 61,78 US-Dollar. Das waren 95 Cent weniger als am Freitag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Lieferung im Januar fiel um 78 Cent auf 55,77 Dollar.

Belastet wurden die Ölpreise durch die Kursgewinne des US-Dollar, der gegenüber allen wichtigen Währungen zulegte. Ein stärkerer Dollar macht Rohöl für Anleger in anderen Währungsräumen teurer. Marktbeobachter sprachen von einer Gegenbewegung, nachdem die Ölpreise am Freitag noch stark gestiegen waren. Der Ölminister von Saudi-Arabien, Khalid Al-Falih, hatte sich für eine Verlängerung der Förderkürzung auf dem kommenden Treffen der Organisation erdölexportierender Länder (Opec) ausgesprochen.

Am Ölmarkt rückt das Treffen des Ölkartells Opec Ende November immer stärker in den Blick. Es gilt als fraglich, ob die mit anderen Produzenten wie Russland vereinbarte Fördergrenze bereits dann verlängert wird. Russland erklärt sich dazu zwar grundsätzlich bereit, scheint aber lieber noch etwas warten zu wollen. Die Vereinbarung zur Deckelung der Erdölförderung läuft noch bis Ende März 2018./jsl/he

20.11.2017

ROUNDUP: Bonn verliert in Wahl um Sitz der EU-Arzneimittelagentur

BRÜSSEL/BONN (dpa-AFX) - Die frühere Bundeshauptstadt Bonn wird nicht Sitz der Europäischen Arzneimittelagentur EMA. Die deutsche Bewerbung um den Standort schied am Montag bereits in der ersten Runde einer geheimen EU-Abstimmung in Brüssel aus. In die zweiten Wahlrunde schafften es Mailand, Amsterdam und Kopenhagen. Sie dauerte am späten Nachmittag noch an.

Bonns Oberbürgermeister Ashok Sridharan (CDU) äußerte seine Enttäuschung, sieht aber auch positive Effekte der Bewerbung. "Auf jeden Fall haben wir mit der Bewerbung Bonn als attraktiven Standort für internationale Einrichtungen auch auf europäischer Ebene in Erinnerung rufen können", erklärte Sridharan in einer Mitteilung.

Nach der Zukunft der Arzneimittelagentur EMA sollte am Montagabend in Brüssel auch die der europäischen Bankenaufsichtsbehörde EBA geklärt werden. Beide Behörden sollen wegen des geplanten EU-Austritts Großbritanniens so schnell wie möglich in eines der 27 verbleibenden EU-Länder umgesiedelt werden.

Für den EBA-Standort hat Deutschland Frankfurt am Main als Kandidatenstadt ins Rennen geschickt. Der Bankenmetropole wurden in Brüssel durchaus Chancen eingeräumt.

Die Sitze von EU-Behörden sind sehr begehrt. Wer den Zuschlag erhält, kann auf hohe Zusatzeinnahmen hoffen. Die EMA und die EBA richten jährlich Hunderte Konferenzen und Veranstaltungen mit Experten aus aller Welt aus. In London sorgten beide Agenturen zuletzt pro Jahr für rund 39 000 zusätzliche Hotelübernachtungen./aha/vd/DP/jha

20.11.2017

WOCHENVORSCHAU: Termine bis 4. Dezember 2017

FRANKFURT (dpa-AFX) - Wirtschafts- und Finanztermine bis Montag,

den 4. Dezember:

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DIENSTAG, DEN 21. NOVEMBER 2017

TERMINE UNTERNEHMEN

07:30 D: Vapiano Q3-Zahlen (11:00 h Call)

08:00 D: Helaba Q3-Zahlen

(11:00 h Call mit CFO)

08:00 GB: Easyjet Jahreszahlen

08:00 GB: Kingfisher Q3 Trading Update

08:00 IRL: CRH Q3 Trading Update

09:30 D: Uniper Pk zum Ergebnis der Prüfung des Übernahmeangebotes von Fortum

22:05 USA: Hewlett Packard Enterprises Q4-Zahlen

22:05 USA: HP Inc Q4-Zahlen

TERMINE UNTERNEHMEN OHNE ZEITANGABE

D: Rheinmetall Capital Markets Day

(bis 22.11.17)

D: Innogy Investor Day

D: Münchener Rück Investor Day

I: Enel Capital Markets Day

GB: Sage Jahreszahlen

GB: Standard Chartered Investor Day

N: Novo Nordisk Capital Markets Day

USA: Analog Devices Q4-Zahlen

USA: Medtronic Q2-Zahlen

USA: Salesforce.com Q3-Zahlen

USA: Dollar Tree Q3-Zahlen

TERMINE KONJUNKTUR

05:30 J: All Industry Activity Index 09/17

10:00 E: Handelsbilanz 09/17

14:00 HU: Zentralbank Zinsentscheid

14:30 USA: CFNA-Index 10/17

16:00 USA: Wiederverkäufe Häuser 10/17

SONSTIGE TERMINE

09:30 D: Aviation Symposium auf der Messe Hypermotion, Frankfurt

mit Airline-Vertretern von Eurowings, Air Berlin, Lufthansa und

Tuifly

09:30 D: 5. Denkanstoß der ING-DiBa zu Trends und Perspektiven des

Immobilienmarktes sowie zu Entwicklungen auf dem Bankenmarkt

u.a. mit Peer Steinbrück, Bundesminister a.D., Mainz

12:00 D: DIW Vorstellung des Jahresgutachtens 2017/2018 des

Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen

Entwicklung (SVR), Berlin

D: 9. VDI-Tagung "Der Fahrer im 21. Jahrhundert 2017" (bis 22.11.),

Braunschweig

Erörtert wird, woran Ingenieure und Psychologen aus

Automobilindustrie, Forschung und Entwicklung in diesem Bereich

aktuell arbeiten

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MITTWOCH, DEN 22. NOVEMBER 2017

TERMINE UNTERNEHMEN

08:00 GB: Thomas Cook Jahreszahlen

10:00 D: TLG Immobilien ao Hauptversammlung

10:00 E: Endesa Update Strategieplan

TERMINE UNTERNEHMEN OHNE ZEITANGABE

D: Thyssenkrupp AR-Sitzung

D: Rheinmetall Capital Markets Day

(bis 22.11.17)

D: Talanx Capital Markets Day

(bis 23.11.17)

D: CTS Eventim Q3-Zahlen

D: Tele Columbus Q3-Zahlen

D: Varta Q3-Zahlen

GB: Royal Unibrew Q3-Zahlen

USA: Deere & Co Q4-Zahlen

TERMINE KONJUNKTUR

11:30 D: Anleihe

Laufzeit: 30 Jahre

Volumen: 1 Mrd EUR

12:00 EU: EU-Kommission präsentiert voraussichtlich Konjunktur-Gutachten

für 2018

13:30 GB: Britischer Finanzminister Philip Hammond legt Zahlen zum Haushalt vor

14:30 EU: Erstanträge Arbeitslosenhilfe (Woche)

14:30 USA: Auftragseingang langlebiger Güter 10/17 (vorläufig)

14:30 USA: Uni Michigan Verbrauchervertrauen 11/17 (endgültig)

16:00 EU: Verbrauchervertrauen 11/17 (vorab)

16:30 USA: Energieministerium Ölbericht (Woche)

20:00 USA: FOMC Sitzungsprotokoll 1.11.17

SONSTIGE TERMINE

10:00 D: Pk Deutsche Bank: Kapitalmarktausblick 2018 mit Ulrich Stephan,

Chef-Anlagestratege für Privat- und Firmenkunden der Deutschen Bank,

und Stefan Schneider, Chief German Economist Deutsche Bank Research

10:30 D: Jahres-Pk Bundesverband Deutscher Leasing-Unternehmen (BDL), Ffm.

12:00 D: Jahres-Konferenz der Europäischen Versicherungsaufsicht Eiopa, Ffm.

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DONNERSTAG, DEN 23. NOVEMBER 2017

TERMINE UNTERNEHMEN

07:00 D: Thyssenkrupp Jahreszahlen (10.00 h Pk)

07:30 D: KWS Saat Q1-Zahlen

07:30 F: Remy Cointreau Halbjahreszahlen

08:00 D: Deutsche Beteiligungs AG Jahreszahlen

08:00 GB: Centrica Q3 Trading Update

08:00 EU: Acea Neuzulassungen von Nutzfahrzeugen 10/17

TERMINE UNTERNEHMEN OHNE ZEITANGABE

A: CA Immo Q3-Zahlen

A: Schoeller-Bleckmann Q3-Zahlen

D: Jenoptik Capital Markets Day

GB: HSBC Healthcare Conference u.a. mit Qiagen, Novo Nordisk

S: Alfa Laval Capital Markets Day

TERMINE KONJUNKTUR

00:01 D: Bundesfinanzministerium Monatsbericht 11/17

08:00 D: BIP Q3/17 (endgültig)

08:00 D: Im- und Exporte Q3/17

08:45 F: Geschäftsklima 11/17

09:00 F: PMI Verarbeitendes Gewerbe und

Dienste 11/17 (1. Veröffentlichung)

09:30 D: PMI Verarbeitendes Gewerbe und

Dienste 11/17 (1. Veröffentlichung)

10:00 EU: PMI Verarbeitendes Gewerbe und

Dienste 11/17 (1. Veröffentlichung)

10:30 GB: BIP Q3/17 (endgültig)

15:00 B: Geschäftsklima 11/17

SONSTIGE TERMINE

09:00 D: Präsentation des Sondergutachtens des Sachverständigenrates für

Umweltfragen zum Klimaschutz im Verkehrssektor, Berlin

11:00 D: Kolloquium des Instituts für Bank- und Finanzgeschichte: "Wege zu

einem stabilen Finanzsystem" auf Einladung der Deutschen Bundesbank,

u.a. mit den Bundesbank-Vorständen Carl-Ludwig Thiele und

Andreas Dombret, Frankfurt

12:00 D: Kundgebung der Gewerkschaft IG Metall wegen geplanter Stahlfusion

von Thyssenkrupp und Tata, Andernach

D: "Euroconstruct"-Konferenz zur Baukonjunktur in Europa

mit Beteiligung ifo-Institut, München

HINWEIS

J/ USA: Feiertag, Börse geschlossen

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FREITAG, DEN 24. NOVEMBER 2017

TERMINE KONJUNKTUR

10:00 D: ifo-Geschäftsklima 11/17

15:45 USA: Markit PMI Verarbeitendes Gewerbe 11/17 (1. Veröffentlichung)

15:45 USA: Markit PMI Dienste 11/17 (1. Veröffentlichung)

18:00 F: Arbeitslosenzahlen 10/17

USA: Verkürzter Handel bis 19.00 Uhr / Anleihenmarkt bis 20.00 Uhr

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MONTAG, DEN 27. NOVEMBER 2017

TERMINE UNTERNEHMEN

07:00 L: Stabilus Bilanz-Pk

07:30 D: Delivery Hero Q3-Zahlen

11:00 D: Borussia Dortmund Hauptversammlung, Dortmund

TERMINE UNTERNEHMEN OHNE ZEITANGABE

D: Deutsche Börse Eigenkapitalforum (bis 29.11.17), Frankfurt

L: Aroundtown Q3-Zahlen

TERMINE KONJUNKTUR

10:00 I: Verbrauchervertrauen 11/17

16:00 USA: Verkauf neuer Häuser 10/17

SONSTIGE TERMINE

13:00 D: Veranstaltung "Durchsetzung des Verbraucherrechts - Initiativen aus

Brüssel und Berlin" der Europäischen Kommission und der

Verbraucherzentrale Bundesverband

EU: Treffen der EU-Außenminister, Brüssel

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DIENSTAG, DEN 28. NOVEMBER 2017

TERMINE UNTERNEHMEN OHNE ZEITANGABE

A: Immofinanz Q3-Zahlen

D: Deutsche Börse Eigenkapitalforum (bis 29.11.17), Frankfurt

GB: Shell Investor Day

TERMINE KONJUNKTUR

08:00 GB: Bank von England legt Ergebnis der Stresstests britischer Banken vor

08:45 F: Verbrauchervertrauen 11/17

09:00 E: Einzelhandelsumsatz 10/17

10:00 EU: Geldmenge M3 10/17

11:00 EU: OECD Wirtschaftsausblick

13:00 D: GfK Verbrauchervertrauen 12/17 und Pk zum Weihnachtsgeschäft 2017

14:30 USA: Lagerbestände Großhandel 10/17

15:00 USA: FHFA-Index 09/17

15:15 USA: Fed-Präsident von New York, Dudley, hält Rede in New York

16:00 USA: Verbrauchervertrauen 11/17

SONSTIGE TERMINE

09:00 F: Europäischer Pressetag des Stahlkonzerns ArcelorMittal, Paris

Mit Konzern-Finanzchef und Europachef Aditya Mittal

10:00 D: DZ Bank Research Pressegespräch zum "Ausblick 2018", Frankfurt

11:00 D: Pressekonferenz der Spielwarenbranche, Nürnberg

Zu der Veranstaltung laden unter anderem der Deutsche Verband der

Spielwarenindustrie und der Bundesverband des

Spielwaren-Einzelhandels ein.

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MITTWOCH, DEN 29. NOVEMBER 2017

TERMINE UNTERNEHMEN

10:00 D: Singulus ao Hauptversammlung, Frankfurt

TERMINE UNTERNEHMEN OHNE ZEITANGABE

A: Vienna Insurance Q3-Zahlen

A: Kapsch TrafficCom AG Halbjahreszahlen

D: Siemens Geschäftsbericht 2017

D: NordLB 9Monatszahlen

D: Deutsche Börse Eigenkapitalforum (bis 29.11.17), Frankfurt

GB: GlaxoSmithKline Investor Day

TERMINE KONJUNKTUR

08:45 F: BIP Q3/17 (2. Veröffentlichung)

08:45 F: Privater Verbrauch 10/17

09:00 D: Verbraucherpreise 11/17 Sachsen

09:00 E: Verbraucherpreise 11/17 (vorläufig)

10:00 D: Verbraucherpreise 11/17 Brandenburg, Hessen, Bayern

10:30 D: Verbraucherpreise 11/17 Nordrhein-Westfalen

11:00 EU: Wirtschaftsvertrauen 11/17

11:00 EU: Konjunkturklima 11/17

11:30 D: Anleihe

Volumen: 3 Mrd EUR

Laufzeit: 5 Jahre

14:00 D: Verbraucherpreise 11/17 (vorläufig)

14:30 USA: BIP Q3/17 (2. Schätzung)

14:30 USA: Privater Konsum Q3/17 (2. Schätzung)

16:00 USA: Schwebende Hausverkäufe 10/17

16:30 USA: Energieministerium Ölbericht (Woche)

20:00 USA: Fed Beige Book

D: DIW-Konjunkturbarometer

D: Pk Bundesbank zu Finanzstabilitätsbericht 2017, Frankfurt

SONSTIGE TERMINE

10:00 D: Pk Julius Bär "Ausblick auf die Finanzmärkte erstes Halbjahr 2018"

D: 71. Deutscher Betriebswirtschafter-Tag 2017 (bis 30.11.)

zum Thema: Cross-Border M&A, Düsseldorf

EU: Plenarsitzung des Europäischen Parlaments (bis 30.11.), Brüssel

11:30 D: Amazon Logistikzentrum gibt im Rahmen eines Photo und Video Days

einen Rückblick auf die Entwicklungen der letzten fünf Jahre

Außerdem geht es beim Internet-Versandhändler um die Vorbereitungen

auf die Weihnachtssaison mit knapp 1400 festangestellten

Mitarbeitern und bis zu 500 Saisonkräften, Pforzheim

12:00 D: Diskussionsveranstaltung Pro Generika zur Gesundheitspolitik und zur

Arzneimittelversorgung, Berlin

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DONNERSTAG, DEN 30. NOVEMBER 2017

TERMINE UNTERNEHMEN

07:30 A: Strabag 9Monatszahlen

08:00 D: Rocket Internet Q3-Zahlen/CMD

08:00 GB: Go-Ahead Trading Update

14:00 NL: AkzoNobel ao Hauptversammlung

TERMINE UNTERNEHMEN OHNE ZEITANGABE

CH: Credit Suisse Investor Day, London

D: Capital Stage Q3-Zahlen

N: Norsk Hydro Capital Markets Day

USA: Lbrands Umsatz 11/17

USA: General Motors Business Update und

Investor Meeting

TERMINE KONJUNKTUR

00:50 J: Industrieproduktion 10/17 (vorläufig)

01:01 GB: GfK-Verbrauchervertrauen 11/17

02:00 CHN: PMI Verarbeitendes Gewerbe und Dienste 11/17

06:00 J: Wohnungsbaubeginne 10/17

07:45 CH: BIP Q3/17

08:45 F: Verbraucherpreise 11/17 (vorläufig)

09:00 A: BIP Q3/17 (endgültig)

09:55 D: Arbeitslosenzahlen 11/17

10:00 PL: BIP Q3/17 (endgültig)

10:00 I: Arbeitslosenquote 10/17 (vorläufig)

11:00 EU: Arbeitslosenquote 10/17

11:00 I: Verbraucherpreise 11/17 (vorläufig)

11:00 EU: Verbraucherpreise 11/17

12:00 P: BIP Q3/17 (endgültig)

14:30 USA: Erstanträge Arbeitslosenhilfe (Woche)

14:30 USA: Persönliche Einkommen und Ausgaben 10/17

15:00 B: BIP Q3/17 (endgültig)

15:45 USA: Chicago Einkaufsmanagerindex 11/17

SONSTIGE TERMINE

D: Vertreter der G20-Länder und OECD-Staaten beraten über Wege aus der

weltweiten Krise der Stahlbranche, Berlin

10:00 A: Halbjahrestreffen der Organisation erdölexportierender Länder (Opec)

Voraussichtlich wird das Öl-Kartell eine weitere Verlängerung des

Produktionslimits beschließen.

11:00 D: Prozess im Streit um einen Apothekenautomaten des

Arzneimittel-Versandhändlers DocMorris im Neckar-Odenwald-Kreis

12:00 D: OLG Hamm entscheidet über Beweisaufnahme im Fall der Klage des

peruanischen Landwirts Saúl Lliuya gegen RWE, Hamm

17:00 D: Eröffnung des ersten InvestChile Büros in und für Europa, Frankfurt

Chile hat in diesem Jahr begonnen, InvestChile-Büros in Asien,

Europa und Nordamerika zu eröffnen, um den Investitionsstandort

Chile zu fördern.

18:45 D: "Handelsblatt"-Forum Nutzfahrzeuge (bis 01.12.) mit VW-Vorstand

Andreas Renschler, Pariser Bürgermeisterin Anne Hidalgo, München

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FREITAG, DEN 1. DEZEMBER 2017

TERMINE UNTERNEHMEN OHNE ZEITANGABE

USA: Kfz-Absatz 11/17

TERMINE KONJUNKTUR

00:30 J: Arbeitslosenquote 10/17

00:30 J: Verbraucherpreise 10/17, Tokio 11/17

01:30 J: Nikkei PMI Verarbeitendes Gewerbe 11/17 (endgültig)

02:45 CHN: Caixin PMI Verarbeitendes Gewerbe 11/17

09:15 E: PMI Verarbeitendes Gewerbe 11/17

09:45 I: PMI Verarbeitendes Gewerbe 11/17

09:50 F: PMI Verarbeitendes Gewerbe 11/17 (endgültig)

09:55 D: PMI Verarbeitendes Gewerbe 11/17 (endgültig)

10:00 GR: PMI Verarbeitendes Gewerbe 11/17

10:00 EU: PMI Verarbeitendes Gewerbe 11/17 (endgültig)

10:00 I: BIP Q3/17 (endgültig)

10:30 GB: PMI Verarbeitendes Gewerbe 11/17

15:45 USA: Markit PMI Verarbeitendes Gewerbe 11/17 (endgültig)

16:00 USA: ISM-Index Verarbeitendes Gewerbe 11/17

16:00 USA: Bauausgaben 10/17

TERMINE KONJUNKTUR OHNE ZEITANGABE

EU: S&P Ratingergebnis Bulgarien, Irland

EU: Moody's Ratingergebnis Schweden

EU: Fitch Ratingergebnis Belgien, Bulgarien

EU: DBRS Ratingergebnis Zypern

SONSTIGE TERMINE

09:00 D: "Handelsblatt"-Forum Nutzfahrzeuge mit VDA-Präsident Matthias

Wissmann, MAN-Chef Joachim Drees, Mercedes-Lkw-Chef Stefan Buchner,

Iveco-Präsident Pierre Lahutte, Volvo-Vorstand Lars Stenqvist,

Scania-Chef Henrik Henriksson,

Bundesverband-Güterverkehr-Hauptgeschäftsführer Dirk Engelhardt,

DB-Schenker-Vorstand Ewald Kaiser, UPS-Deutschland-Direktor Frank

Sportolari u.a.

D: Tuningmesse "Essen Motor Show" (bis 10.12.)

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MONTAG, DEN 4. DEZEMBER 2017

TERMINE UNTERNEHMEN

D: VDMA Auftragseingang 10/17

TERMINE UNTERNEHMEN OHNE ZEITANGABE

D: KBA / VdIK / VDA - Pkw-Neuzulassungen 11/17

USA: UBS Global Media and Communications Conference in New York u.a. mit

T-Mobile US, Sprint, Telefonica Deutschland

TERMINE KONJUNKTUR

09:00 E: Arbeitslosenzahlen 11/17

10:30 EU: Sentix Investorenvertrauen 12/17

11:00 EU: Erzeugerpreise 10/17

11:00 GR: BIP Q3/17 (endgültig)

16:00 USA: Auftragseingang Industrie 10/17

16:00 USA: Auftragseingang langlebige Güter 10/17

SONSTIGE TERMINE

13:00 D: Pk "Wege aus der Dieselkrise - neue Kraftstoffe,

Abgasnachbehandlung, realistische Einschätzung des

Gesundheitsrisikos" der Fuels Joint Research Group (FJRG), Berlin

D: Internet-Konferenz TechCrunch Disrupt Berlin (bis 05.12.)

unter anderem mit Volkswagen-Manager Ole Harms, der die

Mobilitäts-Marke Moia verantwortet

B: Treffen der Eurogruppe, Belgien

B: Treffen der EU-Minister für Telekommunikation, Belgien

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Alle Angaben wurden mit größter Sorgfalt recherchiert. Dennoch übernimmt die dpa-AFX Wirtschaftsnachrichten GmbH keine Haftung für die Richtigkeit. Alle Zeitangaben erfolgen in MEZ.

/bwi

20.11.2017

ROUNDUP/Aktien Frankfurt Schluss: Gewinne - Anleger haken Jamaika-Aus schnell ab

FRANKFURT (dpa-AFX) - Ungeachtet der gescheiterten Sondierungsgespräche über eine Jamaika-Koalition hat der Dax am Montag einen neuen Erholungsversuch gestartet. Er schloss wieder deutlich über der psychologisch wichtigen Marke von 13 000 Punkten. Der Rückzug der FDP von den Verhandlungen mit CDU, CSU und Grünen hatte zum Börsenstart zunächst verunsichert. Doch "politische Börsen haben kurze Beine", zitierte Marktexperte Daniel Saurenz von Feingold Research eine alte Börsenregel und behielt damit recht.

Mit einem Plus von 0,50 Prozent auf 13 058,66 Punkten beendete der deutsche Leitindex den Handel, nachdem der am vergangenen Donnerstag gestartete erste Erholungsversuch gescheitert war. Am Freitag hatte der Dax gleich wieder schwächer geschlossen und ein Wochenminus von rund einem Prozent eingefahren. Der MDax legte am Montag um 0,48 Prozent auf 26 567,65 Zähler zu. Der TecDax stieg um 1,24 Prozent auf 2543,60 Punkte.

Die Auswirkungen einer Hängepartie in Berlin blieben für den Dax und auch den Euro begrenzt, da das Wachstum hierzulande stark sei und der geldpolitisch über der Eurozone gespannte Rettungsschirm auch Deutschland schütze, argumentierte Marktanalyst Jochen Stanzl von CMC Markets. "Damit verlieren zumindest für den Moment mögliche Neuwahlen im Frühjahr etwas ihren Schrecken." Und auch Saurenz betonte: Die für den Aktienmarkt wichtigere Politik werde derzeit von der Europäischen Zentralbank (EZB) mit ihren weiterhin offenen Geldschleusen gemacht.

Europaweit zeigten sich die Börsen ebenfalls freundlich: Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 beendete den Tag mit einem Plus von 0,39 Prozent bei 3561,41 Punkten und auch in Paris und London wurden Gewinne verzeichnet. An der New Yorker Wall Street stieg der Dow Jones Industrial zum europäischen Handelsschluss um 0,39 Prozent, während die Nasdaq-Börsen kaum von der Stelle kamen. Der Eurokurs gab nach und kostete am Abend 1,1739 US-Dollar. Die EZB hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,1781 (Freitag: 1,1795) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,8488 (0,8478) Euro.

Unter den einzelnen Aktien gab es an diesem Tag einige, mit denen Anleger gutes Geld verdienen konnten: Zum Spitzenwert im Dax mauserten sich die VW-Vorzüge mit einem Zugewinn von 4,19 Prozent. Der Autobauer hatte mit neuen Finanz- und Dividendenzielen überzeugt. Wie aus einer Präsentation für Analysten hervorgeht, will der Konzern profitabler werden und in den nächsten fünf Jahren die Ausschüttungsquote erhöhen.

Bei ProSiebenSat.1 sorgte ein Potpourri an Nachrichten für einen Kurssprung um 3,22 Prozent. Offensichtlich schürte es Hoffnungen unter den Anlegern, dass der langjährige Chef Thomas Ebeling den Medienkonzern im kommenden Jahr vorzeitig verlassen wird. Außerdem wurden die Aktien von einer Kaufempfehlung der Commerzbank und vagen Spekulationen auf eine Übernahme gestützt. Die Analysten von Liberum hatten ins Spiel gebracht, dass der US-Medienkonzern NBCUniversal an einem Kauf interessiert sein könnte.

Bei RWE bewirkte unter anderem das Aus für Jamaika ein Kursplus von 2,75 Prozent, nachdem die Aktien zuletzt deutlich unter Sorgen über eine mögliche rasche Stilllegung von Kohlekraftwerken gelitten hatten. Positiv wirkten zudem ein Kommentar von Goldman Sachs und Medienberichte über die Zukunft der Ökostromtochter Innogy . Demnach soll RWE weiter über einen Verkauf von Anteilen nachdenken. Die Innogy-Aktien stiegen um 1,08 Prozent.

Ansonsten bewegten vor allem Analystenkommentare einige Einzelwerte. K+S waren im MDax mit 2,56 Prozent größter Gewinner. Nach zuletzt sieben Verlusttagen starteten sie einen Erholungsversuch. Das Analysehaus Bernstein sieht mittlerweile eine gute Einstiegsgelegenheit und stufte die Papiere des Dünger- und Salzherstellers auf "Outperform" hoch.

Am MDax-Ende verloren die Anteile der Norma Group nach einer Studie der Bank HSBC minus 1,30 Prozent. Die Experten von HSBC gaben ihre Kaufempfehlung für die Papiere des Autozulieferers auf und sehen nach jüngsten Kursgewinnen nur noch begrenzt Aufwärtspotenzial. Nordex büßten im TecDax als Schlusslicht 4,08 Prozent ein, nachdem sich Goldman Sachs in Erwartung eines weiteren Geschäftsabschwungs negativ geäußert hatte.

Am Rentenmarkt fiel die Umlaufrendite von 0,20 Prozent am Freitag auf 0,18 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,07 Prozent auf 141,56 Punkte. Der Bund Future legte um 0,05 Prozent auf 162,92 Zähler zu./ck/he

--- Von Claudia Müller, dpa-AFX ---

20.11.2017

Aktien Frankfurt Schluss: Gewinne - Anleger haken Jamaika-Aus schnell ab

FRANKFURT (dpa-AFX) - Ungeachtet der gescheiterten Sondierungsgespräche über eine Jamaika-Koalition hat der Dax am Montag einen neuen Erholungsversuch gestartet. Er schloss wieder deutlich über der psychologisch wichtigen Marke von 13 000 Punkten. Der Rückzug der FDP von den Verhandlungen mit CDU, CSU und Grünen hatte zum Börsenstart zunächst verunsichert. Doch "politische Börsen haben kurze Beine", zitierte Marktexperte Daniel Saurenz von Feingold Research eine alte Börsenregel und behielt damit recht.

Mit einem Plus von 0,50 Prozent auf 13 058,66 Punkten beendete der deutsche Leitindex den Handel, nachdem der am vergangenen Donnerstag gestartete erste Erholungsversuch gescheitert war. Am Freitag hatte der Dax gleich wieder schwächer geschlossen und ein Wochenminus von rund einem Prozent eingefahren. Der MDax legte am Montag um 0,48 Prozent auf 26 567,65 Zähler zu. Der TecDax stieg um 1,24 Prozent auf 2543,60 Punkte.

Die Auswirkungen einer Hängepartie in Berlin blieben für den Dax und auch den Euro begrenzt, da das Wachstum hierzulande stark sei und der geldpolitisch über der Eurozone gespannte Rettungsschirm auch Deutschland schütze, argumentierte Marktanalyst Jochen Stanzl von CMC Markets. "Damit verlieren zumindest für den Moment mögliche Neuwahlen im Frühjahr etwas ihren Schrecken."/ck/he

20.11.2017

ROUNDUP/Aktien New York: Freundlicher Auftakt - Milliarden-Übernahme im Fokus

NEW YORK (dpa-AFX) - Mit einer sanften Erholung ist die Wall Street in die verkürzte Thanksgiving-Woche gestartet. Positive Impulse kamen von unerwartet starken US-Konjunkturdaten. So war der Sammelindex der wirtschaftlichen Frühindikatoren im Oktober überraschend deutlich gestiegen. Auf Unternehmensseite stand eine weitere mögliche Milliarden-Übernahme in der US-Halbleiterbranche im Mittelpunkt des Interesses.

Der Dow Jones Industrial notierte am Montag zuletzt 0,34 Prozent höher bei 23 438,06 Punkten, nachdem er am Freitag gut 0,4 Prozent verloren hatte und die vergangene Woche mit einem Minus von knapp 0,3 Prozent beendet hatte. Für den marktbreiten S&P 500 ging es am Montag um 0,08 Prozent auf 2580,95 Zähler aufwärts. Der Technologiewerte-Index Nasdaq 100 sank um 0,05 Prozent auf 6311,22 Punkte.

Die Aktien des Chipherstellers Cavium schnellten um 7,2 Prozent auf 81,28 US-Dollar empor, nachdem Konkurrent Marvell Technology eine 6 Milliarden Dollar schwere Kaufofferte vorgelegt hatte. Cavium-Aktionäre sollen für jedes ihrer Papiere 40 Dollar in bar erhalten sowie Aktien von Marvell. Von den Verwaltungsräten beider Konzerne gab es bereits grünes Licht für das Vorhaben. Die Marvell-Titel stiegen um 0,4 Prozent.

Mit einer solchen Fusion würde den Chipgrößen Intel und Broadcom ein gewichtiger Gegenspieler erwachsen. Zuletzt hatte Broadcom ein - inklusive Schuldenübernahme - 130 Milliarden Dollar schweres Angebot für den Chipkonzern Qualcomm vorgelegt, welches dieser aber ablehnt.

Auch einige Qualcomm-Großaktionäre sind mit der aktuellen Offerte von 70 Dollar je Aktie unzufrieden. Wie der Finanzdienst Bloomberg berichtet, verlangen sie mindestens 10 Dollar mehr. Qualcomm wiederum strebt die Übernahme des niederländischen Chipspezialisten NXP an. Die Papiere von Broadcom und Qualcomm zeigten sich davon aber völlig unbeeindruckt und notierten zuletzt jeweils kaum verändert.

Klares Schlusslicht im Dow waren Merck & Co , die um 2,5 Prozent auf den tiefsten Stand seit rund anderthalb Jahren absackten. Händler verwiesen zur Begründung auf sehr gute Studiendaten des Wettbewerbers Roche für ein Lungenkrebsmittel, was die Aussichten für die konkurrierenden Merck-Medikamente verschlechtere. Die Titel von Merck & Co haben damit in den vergangenen vier Wochen bereits mehr als 15 Prozent an Wert eingebüßt./edh/he

20.11.2017

Aktien New York: Freundlicher Auftakt - Milliarden-Übernahme im Fokus

NEW YORK (dpa-AFX) - Mit einer sanften Erholung ist die Wall Street in die verkürzte Thanksgiving-Woche gestartet. Positive Impulse kamen von unerwartet starken US-Konjunkturdaten. So war der Sammelindex der wirtschaftlichen Frühindikatoren im Oktober überraschend deutlich gestiegen. Auf Unternehmensseite stand eine weitere mögliche Milliarden-Übernahme in der US-Halbleiterbranche im Mittelpunkt des Interesses.

Der Dow Jones Industrial notierte im frühen Montagshandel 0,32 Prozent höher bei 23 431,91 Punkten, nachdem er am Freitag gut 0,4 Prozent verloren hatte und die vergangene Woche mit einem Minus von knapp 0,3 Prozent beendet hatte. Für den marktbreiten S&P 500 ging es am Montag um 0,06 Prozent auf 2580,51 Zähler aufwärts. Der Technologiewerte-Index Nasdaq 100 legte um 0,04 Prozent auf 6317,10 Punkte zu./edh/he

20.11.2017

Aktien New York Ausblick: Wenig Bewegung - Milliarden-Übernahme im Fokus

NEW YORK (dpa-AFX) - Der Wall Street winkt am Montag ein wenig bewegter Auftakt der neuen Woche. Außer einer möglichen weiteren Milliarden-Übernahme in der US-Halbleiterbranche zeichneten sich zunächst keine kursbewegenden Unternehmensnachrichten ab. Für etwas Bewegung könnten kurz nach Handelsbeginn noch Frühindikatoren zur heimischen Wirtschaftsentwicklung sorgen.

Gut eine Dreiviertelstunde vor dem Startschuss taxierte der Broker IG den Leitindex Dow Jones Industrial 0,06 Prozent höher bei 23 373 Punkten. Der technologielastigen Auswahlindex Nasdaq 100 dürfte ebenfalls ein knappes Plus schaffen. Vor dem Wochenende hatten beide Indizes etwas nachgegeben.

Die Aktien des Chipherstellers Cavium zogen am Montag vorbörslich um 9,48 Prozent auf 83,02 US-Dollar an, nachdem Konkurrent Marvell Technology eine 6 Milliarden Dollar schwere Kaufofferte vorgelegt hatte. Cavium-Aktionäre sollen für jedes ihrer Papiere 40 Dollar in bar erhalten sowie Aktien von Marvell, wie Marvell mitteilte. Die Marvell-Titel stiegen vor dem Handelsstart um 4,19 Prozent.

Mit einer solchen Fusion würde den Chipgrößen Intel und Broadcom ein gewichtiger Gegenspieler erwachsen. Zuletzt hatte Broadcom ein 130 Milliarden Dollar schweres Angebot für den Chipkonzern Qualcomm vorgelegt, welches dieser aber ablehnt. Qualcomm wiederum strebt die Übernahme des niederländischen Chipspezialisten NXP an./gl/jha/

20.11.2017

Aktien Frankfurt: Dax schafft es ins Plus - Anleger haken Jamaika-Aus schnell ab

FRANKFURT (dpa-AFX) - Das Scheitern der Sondierungsgespräche über eine Jamaika-Koalition hat den deutschen Aktienmarkt am Montag nur kurzzeitig belastet. Der Rückzug der FDP von den Verhandlungen mit CDU, CSU und Grünen sorgte zu Handelsbeginn für Unsicherheit, die aber schnell verflog. Zuletzt stand der Dax denn auch moderat mit 0,29 Prozent im Plus bei 13 031,91 Punkten. Er schwang sich damit wieder knapp über die seit Tagen umkämpfte Marke von 13 000 Punkten.

"Politische Börsen haben kurze Beine", bemühte Daniel Saurenz von Feingold Research eine alte Börsenregel, die auch dieses Mal wieder greife. Die für den Aktienmarkt wichtigere Politik werde derzeit von der Europäischen Zentralbank (EZB) mit ihren weiterhin offenen Geldschleusen gemacht. Ein Händler fügte hinzu, dass ein Scheitern von Jamaika vermutlich besser sei als viele Kompromisse von Parteien, deren Standpunkte sehr weit auseinander liegen. Eine Regierungsbildung gilt nun als äußerst schwierig, auch Neuwahlen werden nicht ausgeschlossen.

Mit dem Dax stabilisierten sich auch seine Indexkollegen. Der MDax stand knapp mit 0,13 Prozent im Plus bei 26 475,89 Punkten, während der TecDax um 0,62 Prozent auf 2527,95 Zähler stieg. Auch der EuroStoxx 50 bewegte sich letztlich im Plus. Der Euro konnte sich etwas von seiner anfänglichen Schwäche erholen.

Auf Unternehmensseite gab es einige Aktien, mit denen Anleger am Montag gutes Geld verdienen konnten. Zum Spitzenwert im Dax mauserten sich die VW-Aktien mit einem Zugewinn von fast 5 Prozent. Der Autobauer hat die Investoren mit neuen Finanz- und Dividendenzielen überzeugt. Wie aus einer Präsentation für Analysten hervorgeht, will der Konzern profitabler werden und in den nächsten fünf Jahren die Ausschüttungsquote erhöhen.

Bei ProSiebenSat.1 sorgte ein Potpourri an Nachrichten für einen Kurssprung um etwa 3 Prozent. Offensichtlich macht es den Anlegern neue Hoffnung, dass der langjährige Chef Thomas Ebeling den Medienkonzern im kommenden Jahr vorzeitig verlassen wird. Außerdem wurden die Aktien gestützt von einer Kaufempfehlung der Commerzbank und vagen Spekulationen auf eine Übernahme. Die Analysten von Liberum hatten ins Spiel gebracht, dass der US-Medienkonzern NBCUniversal an einem Kauf interessiert sein könnte.

Bei RWE machte sich das Aus für Jamaika mit einem Anstieg um 2,72 Prozent bemerkbar, nachdem die Aktien zuletzt deutlich unter den Sorgen vor einer restriktiveren Kohleverstromung gelitten hatten. Hinzu kamen ein positiver Analystenkommentar von Goldman Sachs und Medienberichte über die Zukunft der Ökostromtochter Innogy als weitere Kurstreiber. Demnach soll RWE weiter über einen Verkauf von Anteilen nachdenken. Innogy-Aktien verhalf dies auch um etwa 1 Prozent nach oben.

Ansonsten bewegten vor allem Analystenkommentare einige Einzelwerte. K+S waren im MDax mit gut 3 Prozent unter den größten Gewinnern. Nach zuletzt sieben Verlusttagen starteten sie einen Erholungsversuch. Die Experten des Analysehauses Bernstein hatten den Titeln mit "Outperform" ein positives Votum ausgesprochen. Jeremy Redenius sieht eine gute Einstiegsgelegenheit gekommen.

Auf der anderen Seite des MDax waren Norma Group nach einer Expertenstimme mit minus 2 Prozent der größte Verlierer. Die Experten von HSBC hatten ihre bisherige Kaufempfehlung für die Papiere des Verbindungstechnik-Herstellers aufgegeben. Nach einer Neubewertung der Aktien sieht Jörg-Andre Finke nur noch begrenztes Aufwärtspotenzial.

Nordex büßten im TecDax als Schlusslicht rund 4 Prozent ein. Hier lastete Angst vor weiterem Geschäftsabschwung auf den Aktien - ausgelöst von Goldman-Analyst Manuel Losa, der dem Hersteller von Windkraftanlagen in seiner Branche eine schlechte Marktposition attestiert. Mit einem Kursziel von nur noch 5 Euro sieht er deutliches Abwärtspotenzial gegenüber dem aktuellen Kurs von knapp über 7 Euro./tih/jha/

--- Von Timo Hausdorf, dpa-AFX ---

20.11.2017

Aktien Frankfurt: Dax dreht ins Plus - Anleger haken Jamaika-Aus schnell ab

FRANKFURT (dpa-AFX) - Das Scheitern der Sondierungsgespräche über eine Jamaika-Koalition hat den deutschen Aktienmarkt am Montag nur kurzzeitig belastet. Der Dax konnte frühe Verluste wegen der davon ausgehenden Verunsicherung aufholen und stand zuletzt sogar mit 0,19 Prozent im Plus bei 13 018,20 Punkten. Er schwang sich damit wieder knapp über die seit Tagen umkämpfte Marke von 13 000 Punkten.

Die FDP hatte am späten Sonntagabend die Verhandlungen mit CDU, CSU und Grünen überraschend platzen gelassen. "Die politische Unsicherheit ist so ausgeprägt wie selten zuvor in der Geschichte der Bundesrepublik", schrieb daraufhin Chefökonom Jörg Krämer von der Commerzbank in einer ersten Einschätzung. Eine Regierungsbildung gilt nun als äußerst schwierig, auch Neuwahlen werden von Experten nicht ausgeschlossen.

"Zwar sorgt das Scheitern von Jamaika für Unsicherheit, doch ist das vermutlich besser als zu viele Kompromisse der Parteien, deren Standpunkte sehr weit auseinander liegen", sagte daraufhin aber ein Händler. Marktexperte Daniel Saurenz von Feingold Research ging am Morgen bereits davon aus, dass die Märkte recht schnell zur Tagesordnung übergehen werden.

Auch die übrigen Indexkollegen des Dax stabilisierten sich. Der MDax stieg zuletzt um 0,11 Prozent auf 26 469,05 Zähler, während der TecDax sogar um knapp ein halbes Prozent auf 2524,58 Punkte stieg. Auch für den EuroStoxx 50 war das Vorzeichen nach schwächerem Start zuletzt positiv. Der Euro neigte zeitweise zur Schwäche, konnte sich aber ebenso wieder erholen.

Auf Unternehmensseite gab es einige Aktien, mit denen Anleger am Montag gutes Geld verdienen konnten. Zum Spitzenwert im Dax mauserten sich ProSiebenSat.1 mit einem Kurssprung von fast 4,5 Prozent. Offensichtlich macht es den Anlegern neue Hoffnung, dass der langjährige Chef Thomas Ebeling den Medienkonzern im kommenden Jahr vorzeitig verlassen wird. Außerdem wurden sie gestützt von einer Kaufempfehlung der Commerzbank und erwachten Übernahmespekulationen. Die Analysten von Liberum hatten ins Spiel gebracht, dass der US-Medienkonzern NBCUniversal an einem Kauf interessiert sein könnte.

Zweitbester Dax-Wert wurde zuletzt die VW-Aktie mit einem Zugewinn von etwa 3,5 Prozent. Der Autobauer hat die Investoren am Vormittag mit Aussagen zur angepeilten Gewinn- und Dividendenentwicklung überzeugt. Wie aus einer Präsentation für Analysten hervorgeht, will der Konzern profitabler werden und die Dividenden-Ausschüttungsquote binnen fünf Jahren steigern.

Auch bei RWE machte sich ein Potpourri an Nachrichten positiv bemerkbar: Sie stiegen zuletzt um fast 3 Prozent, nachdem sie zuletzt deutlich darunter gelitten hatten, dass eine Jamaika-Koalition restriktiver bei der Kohleverstromung vorgehen könnte. Auch hier kamen mit einem positiven Analystenkommentar von Goldman Sachs und Medienberichten über die Zukunft der Ökostromtochter Innogy weitere Kurstreiber hinzu. Demnach soll RWE weiter über einen Verkauf von Anteilen nachdenken. Innogy-Aktien verzeichneten daraufhin ein Plus von etwa 1 Prozent.

Ansonsten bewegten vor allem Analystenkommentare einige Einzelwerte. K+S waren im MDax mit knapp 3 Prozent der größte Gewinner. Nach zuletzt sieben Verlusttagen starteten sie einen Erholungsversuch, nachdem die Experten des Analysehauses Bernstein den Titeln mit "Outperform" ein positives Votum aussprachen. Jeremy Redenius sieht eine gute Einstiegsgelegenheit gekommen.

Nach einer Expertenstimme waren Norma Group im MDax jedoch mit minus 2 Prozent abgeschlagen der größte Verlierer. HSBC hatte seine bisherige Kaufempfehlung für die Papiere des Verbindungstechnik-Herstellers aufgegeben. Nach einer Neubewertung der Aktien sieht Jörg-Andre Finke nur noch begrenztes Aufwärtspotenzial.

Nordex büßten im TecDax als Schlusslicht rund 3,3 Prozent ein. Der Hersteller von Windturbinen sei in der Branche am schlechtesten positioniert, schrieb Goldman-Analyst Manuel Losa in einer Studie. Er senkte das Kursziel für die von ihm zum Verkauf empfohlenen Papiere von 8 auf nur noch 5 Euro, was deutlich unter dem aktuellen Kurs von knapp über 7 Euro liegt./tih/jha/

20.11.2017

DAX-FLASH: Dax schüttelt Enttäuschung über Jamaika-Aus weitgehend ab

FRANKFURT (dpa-AFX) - Das Aus der Sondierungsgespräche über eine Jamaika-Koalition hat die Anleger am deutschen Aktienmarkt am Montag kaum verunsichert. Der Dax machte seine anfänglichen Verluste am Vormittag wett und pendelte zuletzt um seinen Freitagsschluss bei 12 993 Zählern. Zuvor war er bis auf 12 926 Punkte gefallen.

Laut Marktexperten Daniel Saurenz von Feingold Research sollte das Jamaika-Aus denn auch nicht überbewertet werden. Er geht davon aus, dass die Märkte schnell zur Tagesordnung übergehen und das heißt: es sollte dank der anhaltenden Geldflut der EZB weiter nach oben gehen.

"Zwar sorgt das Scheitern von Jamaika für Unsicherheit, doch ist das vermutlich besser als zu viele Kompromisse der Parteien, deren Standpunkte sehr weit auseinander liegen", sagte ein Händler./mis/stk/

20.11.2017

ROUNDUP/Aktien Frankfurt Eröffnung: Ende der Jamaika-Gespräche belastet den Dax

FRANKFURT (dpa-AFX) - Das Scheitern der Jamaika-Verhandlungen hat den deutschen Aktienmarkt am Montag leicht im Minus gehalten. Nach deutlich schwächerem Start gelang es dem Dax aber, sein in den ersten Minuten deutlicheres Minus auf 0,20 Prozent und 12 967,42 Punkte zu reduzieren. Der deutsche Leitindex knüpfte damit aber an seine jüngste Schwächeperiode an. Seit seiner Bestmarke bei 13 525 Punkten vor knapp zwei Wochen ist er bereits um mehr als 4 Prozent gefallen. Die 13 000-Punkte-Marke muss er vorerst von unten betrachten.

Die FDP hatte am späten Sonntagabend die Verhandlungen mit CDU, CSU und Grünen überraschend platzen gelassen. "Die politische Unsicherheit ist so ausgeprägt wie selten zuvor in der Geschichte der Bundesrepublik", schrieb daraufhin Chefökonom Jörg Krämer von der Commerzbank in einem ersten Kommentar. Eine Regierungsbildung gilt nun als äußerst schwierig, auch Neuwahlen werden von Experten nicht ausgeschlossen.

Die leicht negative Tendenz zeigte sich zu Wochenbeginn auch bei den Indexkollegen des Dax. Der MDax gab um 0,16 Prozent auf 26 397,41 Zähler nach und der TecDax fiel um 0,52 Prozent auf 2499,43 Punkte. Auch für den EuroStoxx 50 war das Vorzeichen leicht negativ. Der Euro neigte zeitweise zur Schwäche, konnte sich aber wieder davon erholen.

Auf Unternehmensseite gab es aber einige zuletzt abgestrafte Aktien, mit denen Anleger am Montagmorgen gutes Geld verdienen konnten. Die Blicke waren vor allem auf den Energiesektor gerichtet, wo ein Potpourri an Nachrichten die Aktien von RWE um 4,40 Prozent anspringen ließ. Zuletzt hatten sie noch deutlich unter der Aussicht gelitten, dass eine Jamaika-Koalition restriktiver bei der Kohleverstromung vorgehen könnte.

RWE profitierten dabei außerdem von einem positiven Analystenkommentar von Goldman Sachs und Medienberichten über die Zukunft der Ökostromtochter Innogy . Demnach soll RWE weiter über einen Verkauf von Anteilen nachdenken. Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtete, wurde im Zuge dessen mit dem italienischen Energiekonzern Enel gesprochen. Innogy-Aktien verzeichneten daraufhin ein Plus von etwa 1,3 Prozent.

Aus dem Dax legten ProSiebenSat.1 mehr als 2 Prozent zu. Offensichtlich macht es den Anlegern neue Hoffnung, dass der langjährige Chef Thomas Ebeling den Medienkonzern im kommenden Jahr vorzeitig verlassen wird. Außerdem hatte die Commerzbank den Papieren eine Kaufempfehlung ausgesprochen und es erwachten vage Übernahmespekulationen. Die Analysten von Liberum hatten ins Spiel gebracht, dass der US-Medienkonzern NBCUniversal an einem Kauf interessiert sein könnte.

Ansonsten bewegten vor allem Analystenkommentare einige Einzelwerte. Gegen den schwachen Markttrend waren K+S im MDax mit knapp 2,7 Prozent der größte Gewinner. Nach zuletzt sieben Verlusttagen starteten sie einen Erholungsversuch, nachdem die Experten des Analysehauses Bernstein den Titeln mit "Outperform" ein positives Votum aussprachen. Jeremy Redenius sieht eine gute Einstiegsgelegenheit gekommen.

Nach einer Expertenstimme waren Norma Group im MDax jedoch mit minus 3,64 Prozent abgeschlagen der größte Verlierer. HSBC hatte seine bisherige Kaufempfehlung für die Papiere des Verbindungstechnik-Herstellers aufgegeben. Nach einer Neubewertung der Aktien sieht Jörg-Andre Finke nur noch begrenztes Aufwärtspotenzial.

Nordex büßten im TecDax als Schlusslicht sogar fast 5 Prozent ein. Der Hersteller von Windturbinen sei in der Branche am schlechtesten positioniert, schrieb Analyst Manuel Losa in einer Studie. Er senkte das Kursziel für die von ihm zum Verkauf empfohlenen Papiere von 8 auf nur noch 5 Euro, was deutlich unter dem aktuellen Kurs von knapp über 7 Euro liegt./tih/stk

20.11.2017

Aktien Frankfurt Eröffnung: Ende der Jamaika-Gespräche belastet den Dax

FRANKFURT (dpa-AFX) - Das Scheitern der Jamaika-Verhandlungen hat den deutschen Aktienmarkt am Montag auf Talfahrt gehalten. Nach deutlich schwächerem Start gelang es dem Dax aber schon in den ersten Minuten, sein Minus auf 0,21 Prozent und 12 965,96 Punkte zu reduzieren. Er knüpfte damit aber an seine jüngste Schwächeperiode an. Seit seiner Bestmarke bei 13 525 Punkten vor knapp zwei Wochen ist er bereits um mehr als 4 Prozent gefallen. Die 13 000-Punkte-Marke muss der deutsche Leitindex vorerst von unten betrachten.

Die FDP hatte am späten Sonntagabend die Verhandlungen mit CDU, CSU und Grünen überraschend platzen gelassen. "Die politische Unsicherheit ist so ausgeprägt wie selten zuvor in der Geschichte der Bundesrepublik", schrieb daraufhin Chefökonom Jörg Krämer von der Commerzbank in einem ersten Kommentar.

Der MDax gab am Montag um 0,16 Prozent auf 26 397,41 Zähler nach und der TecDax fiel um 0,52 Prozent auf 2499,43 Punkte. Auch für den EuroStoxx 50 war das Vorzeichen leicht negativ, während sich der Euro ebenfalls schwach zeigte./tih/stk

20.11.2017

GESAMT-ROUNDUP 3/Jamaika-Aus: Merkel will im Fall einer Neuwahl wieder antreten

(neu: Aussagen von Bundeskanzlerin Merkel und mehr Hintergrund)

BERLIN (dpa-AFX) - Nach dem Scheitern der Jamaika-Sondierungen sieht Bundeskanzlerin Angela Merkel keinen Anlass für einen Rückzug. Falls es zu Neuwahlen kommen sollte, sei sie bereit, ihre Partei erneut in den Wahlkampf zu führen, sagte die CDU-Vorsitzende am Montagabend in einem ARD-"Brennpunkt". Eine Minderheitsregierung, "die von Stimmen aus der AfD abhängig wäre", schloss sie aus. In so einem Fall wären Neuwahlen der bessere Weg, sagte Merkel. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier rief die Parteien eindringlich zu einem neuen Anlauf für eine Regierungsbildung auf. Die SPD bekräftigte aber ihr Nein zu einer großen Koalition. Wie es nun weitergeht, ist völlig offen.

Die FDP hatte die Jamaika-Sondierungen mit Union und Grünen am späten Sonntagabend überraschend abgebrochen und Merkel damit in die schwerste Krise ihrer zwölfjährigen Amtszeit gestürzt. Gleichwohl versicherte die Kanzlerin am Montag, sie habe in dieser Situation nicht an Rücktritt gedacht: "Nein, das stand nicht im Raum. Ich glaube, Deutschland braucht nun Stabilität", sagte sie in der ZDF-Sendung "Was nun, Frau Merkel?".

Auf die Frage, ob sie persönlich in den Gesprächen mit CSU, FDP und Grünen Fehler gemacht habe, antwortete Merkel mit Nein. "Ich habe das getan, was ich konnte, und wie gesagt, wir waren auch wirklich vorangekommen." Merkel ließ erkennen, dass die Frage einer großen Koalition für sie noch nicht ganz abgehakt ist. Ob sie auf die SPD noch einmal zugehen werde, hänge von dem Ergebnis der geplanten Gespräche zwischen Steinmeier und der SPD ab. "Ich bin zu Gesprächen natürlich bereit", betonte sie.

Merkel sagte, Steinmeier habe nun das Heft des Handelns in der Hand. Sie hatte das Staatsoberhaupt am Montagmittag getroffen, um über die schwierige Situation zu reden. Dem Bundespräsidenten kommt in dieser in der Geschichte der Bundesrepublik bisher einmaligen Lage eine Schlüsselrolle zu. Er muss dem Bundestag einen Kandidaten für die Kanzlerwahl vorschlagen. Denkbar wäre eine Minderheitsregierung unter Führung Merkels, etwa mit Grünen oder der FDP. Merkel bräuchte dann aber bei Abstimmungen einige Dutzend Stimmen aus anderen Fraktionen.

Weiteres Szenario: eine erneute Bundestagswahl. Der Weg dorthin ist verfassungsrechtlich aber nicht einfach. Denn eine Neuwahl wäre erst nach einer Kanzlerwahl möglich. Steinmeier müsste zunächst jemanden für das Amt des Kanzlers vorschlagen. Wäre dies Merkel und würde sie im dritten Wahlgang nur mit relativer und nicht mit absoluter Mehrheit gewählt, könnte der Bundespräsident sie zur Kanzlerin einer Minderheitsregierung ernennen - er könnte aber auch den Bundestag auflösen. Innerhalb von 60 Tagen müsste es dann eine Neuwahl geben.

Die Variante einer erneuten Wahl sieht Steinmeier zunächst nicht. Er sagte, die Parteien hätten sich bei der Bundestagswahl um die Verantwortung für Deutschland beworben - "eine Verantwortung, die man auch nach der Vorstellung des Grundgesetzes nicht einfach an die Wählerinnen und Wähler zurückgeben kann". Alle in den Bundestag gewählten Parteien seien dem Gemeinwohl verpflichtet. "Sie dienen unserem Land." Er erwarte von allen Gesprächsbereitschaft, um eine Regierungsbildung in absehbarer Zeit möglich zu machen. "Wer sich in Wahlen um politische Verantwortung bewirbt, der darf sich nicht drücken, wenn man sie in den Händen hält." Alle Beteiligten sollten "noch einmal innehalten und ihre Haltung überdenken".

Steinmeier kündigte an, er werde in den kommenden Tagen Gespräche mit den Vorsitzenden aller an den bisherigen Sondierungen beteiligten Parteien führen, aber auch "mit den Vorsitzenden von Parteien, bei denen programmatische Schnittmengen eine Regierungsbildung nicht ausschließen". Damit dürfte die SPD gemeint sein, die eine weitere große Koalition bislang strikt ausschließt.

In der CDU setzt man darauf, dass der frühere SPD-Außenminister Steinmeier Einfluss auf SPD-Chef Martin Schulz nehmen könnte, um ihn doch noch zu Gesprächen mit Merkel über die Bildung einer weiteren großen Koalition zu bewegen. Schulz schloss das am Montag jedoch erneut aus. "Wir werden nicht in eine große Koalition eintreten", sagte Schulz nach einem entsprechenden Votum der Parteiführung. Seine Partei scheue Neuwahlen nicht, sondern halte diese für den richtigen Weg. Eine Minderheitsregierung dagegen sei nicht praktikabel.

Auch die CSU sieht eine Minderheitsregierung im Bund skeptisch, wie Parteichef Horst Seehofer in einer Telefonschalte des CSU-Präsidiums deutlich machte. CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt sagte in Berlin, Deutschland sei auf eine stabile Regierung angewiesen, eine Minderheitsregierung könne "maximal für einen Übergang möglich sein".

Die Unions-Parteien wollen in den nächsten Tagen über das weitere Vorgehen beraten. Seehofer begrüßte Merkels Ankündigung, die Union im Fall von Neuwahlen erneut in den Wahlkampf zu führen und sagte der dpa, die CDU-Chefin habe seine Unterstützung und die seiner Partei.

Nach dpa-Informationen schließt Merkel auch nicht aus, nochmals mit der FDP ins Gespräch zu kommen. Dies hänge aber davon ab, welches Ergebnis die Unterredungen des Bundespräsidenten hätten.

Zu der Frage, ob die FDP sich vorstellen könne, Partner einer Minderheitsregierung zu werden, wollte sich FDP-Chef Christian Lindner am Montag nicht äußern. Die Verantwortung zur Regierungsbildung liege nun bei Union und SPD.

Die Grünen zeigten sich dagegen weiter offen für Verhandlungen. "Wenn es zu weiteren Gesprächen kommt, sind wir gesprächsbereit, um in wichtigen Dingen was für dieses Land voranzubringen", sagte Fraktionschef Anton Hofreiter./jac/tl/hoe/rm/bk/tb/abc/DP/jha

20.11.2017

Trump: Nordkorea kommt zurück auf Terrorliste

WASHINGTON (dpa-AFX) - Die USA setzen Nordkorea wieder auf ihre Liste von Terror-Unterstützerstaaten. Das kündigte US-Präsident Donald Trump am Montag in Washington an. Nordkorea stand zwei Jahrzehnte lang auf dieser US-Terrorliste. 2008 wurde es im Zuge der Atomverhandlungen von der US-Regierung unter George W. Bush gestrichen. Auf der Liste stehen derzeit noch der Iran, der Sudan, Syrien und Kuba. Für diese Länder werden US-Entwicklungshilfe, Rüstungsexporte und bestimmte finanzielle Transaktionen beschränkt./ki/DP/jha

20.11.2017

Seehofer: Merkel hat meine und unsere Unterstützung

MÜNCHEN (dpa-AFX) - Der CSU-Vorsitzende Horst Seehofer hat die Ankündigung von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) begrüßt, die Union im Falle von Neuwahlen erneut in den Wahlkampf zu führen. Merkel habe in den vergangenen Wochen die Positionen der CSU zuverlässig unterstützt, auch in der Zuwanderungsfrage, sagte Seehofer am Montagabend der Deutschen Presse-Agentur in München und betonte: "Daher hat sie meine und unsere Unterstützung."

Merkel hatte in einem ARD-"Brennpunkt" erklärt, ihre Partei in Neuwahlen führen zu wollen, falls es dazu kommen sollte. Sie sei "eine Frau, die Verantwortung hat und auch bereit ist, weiter Verantwortung zu übernehmen", sagte sie.

In der Hochphase der Flüchtlingskrise hatten sich Merkel und Seehofer monatelang über den richtigen Kurs gestritten. Erst im Februar hatten dann beide wieder den Schulterschluss geübt. Zu einer endgültigen Verständigung zwischen CDU und CSU in der Sache kam es aber erst nach der Bundestagswahl, bei der vor allem die CSU massiv verloren hatte./ctt/had/DP/jha

20.11.2017

Merkel würde CDU erneut in Wahlkampf führen - sieht keine Fehler

BERLIN (dpa-AFX) - Die CDU-Vorsitzende Angela Merkel sieht nach dem Scheitern der Jamaika-Sondierungen keinen Anlass für einen Rückzug. Falls es zu Neuwahlen kommen sollte, sei sie bereit, ihre Partei erneut in den Wahlkampf zu führen, sagte die geschäftsführende Bundeskanzlerin am Montag in einem ARD-"Brennpunkt" in Berlin. Sie sei "eine Frau, die Verantwortung hat und auch bereit ist, weiter Verantwortung zu übernehmen".

In der ZDF-Sendung "Was nun, Frau Merkel?" erklärte die Kanzlerin, sie habe nach dem Abbruch der Gespräche nicht an Rücktritt gedacht. "Nein, das stand nicht im Raum. Ich glaube, Deutschland braucht nun Stabilität."

Die CDU-Chefin erläuterte in der ARD, sie sei im Wahlkampf oft gefragt worden, ob sie für eine weitere Legislaturperiode zur Verfügung stehen werde. Sie habe dies damals mit "Ja" beantwortet. Wenn sie jetzt nach zwei Monaten einen Rückzieher machen würde, wäre das dann schon sehr "komisch".

Auf die Frage, ob sie persönlich in den Gesprächen mit CSU, FDP und Grünen Fehler gemacht habe, antwortete sie: "Nein". Merkel erklärte weiter: "Ich habe das getan, was ich konnte, und wie gesagt, wir waren auch wirklich vorangekommen."

Sie ließ erkennen, dass das Thema große Koalition für sie noch nicht ganz abgehakt ist. Sie sagte, ob sie auf die SPD noch einmal zugehen werde, hänge von dem Ergebnis der geplanten Gespräche zwischen Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und der SPD ab. "Ich bin zu Gesprächen natürlich bereit", fügte sie hinzu.

Die Möglichkeit einer Minderheitsregierung, "die von Stimmen aus der AfD abhängig wäre", schloss sie dagegen aus. In so einem Fall wären Neuwahlen dann der bessere Weg.

Merkel sagte, sie habe mit Steinmeier nach dem Ende der Sondierungen ein sehr gutes Gespräch geführt. Er habe jetzt das Heft des Handelns in der Hand./abc/hoe/DP/jha

20.11.2017

dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR von 17.00 Uhr - 20.11.2017

GESAMT-ROUNDUP 2/Jamaika-Aus: Steinmeier für neuen Anlauf zu Regierungsbildung

BERLIN - Nach dem Scheitern der Jamaika-Sondierungen hat Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier die Parteien zu einem erneuten Anlauf für eine Regierungsbildung aufgerufen. "Wer sich in Wahlen um politische Verantwortung bewirbt, der darf sich nicht drücken, wenn man sie in den Händen hält", sagte Steinmeier am Montag nach einem Treffen mit der geschäftsführenden Kanzlerin Angela Merkel (CDU) in Berlin. Alle Beteiligten sollten "noch einmal innehalten und ihre Haltung überdenken". Die SPD lehnt den Eintritt in eine große Koalition auch nach dem Jamaika-Aus ab. Sollten die Sozialdemokraten dabei bleiben, gäbe es noch zwei Optionen: eine Minderheitsregierung unter Unions-Führung oder eine Neuwahl.

USA: Frühindikatoren steigen überraschend stark

WASHINGTON - In den USA ist der Sammelindex der wirtschaftlichen Frühindikatoren im Oktober stärker als erwartet gestiegen. Er habe um 1,2 Prozent zum Vormonat zugelegt, teilte das private Forschungsinstitut Conference Board am Montag in Washington mit. Volkswirte hatten nur einen Zuwachs um 0,8 Prozent erwartet.

Asselborn: Deutschland kann sich Instabilität nicht leisten

BRÜSSEL - Nach der gescheiterten Jamaika-Sondierung hofft der luxemburgische Außenminister Jean Asselborn auf baldige klare Verhältnisse in Berlin. "Deutschland ist das letzte Land, das es sich leisten kann, in Regierungsinstabilität zu verfallen", sagte er der Zeitung "Die Welt" (Dienstag). "Seine Rolle in der Welt und in Europa verbietet dies." Es bestehe "schon genug Nervösität und Ungewissheit im politischen Weltgeschehen".

Rekordjagd treibt Bitcoin auf Rekordhoch deutlich über 8000 US-Dollar

FRANKFURT - Die Rekordjagd beim Bitcoin geht ungebremst weiter. Am Montagnachmittag erreichte der Kurs der Digitalwährung an wichtigen Handelsbörsen wie zum Beispiel Bitstamp oder Coinbase einen Höchststand bei 8231 Dollar. Seit Beginn des Jahres ist der Wert der Digitalwährung um etwa 800 Prozent gestiegen. Während der Bitcoin von einem Rekordhoch zum nächsten springt, sehen Experten eine gefährliche Marktübertreibung und warnen vor den Folgen einer platzenden Preisblase.

Helaba-Chefvolkswirtin: Trendwende bei der Inflation ist da

FRANKFURT - Die Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) sieht wieder steigende Inflationsraten. "Die Trendwende bei der Inflation ist da, es hat aber niemand gemerkt", sagte Chefvolkswirtin Gertrud Traud am Montag in Frankfurt. Sie widersprach damit EZB-Präsident Mario Draghi, der zuletzt eine "unerwünscht niedrige" Teuerung in der Eurozone konstatierte. "Davon kann keine Rede sein."

OECD warnt vor Verschärfung des Fachkräftemangels in Großbritannien

PARIS - Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hat in Großbritannien eine Verbesserung der beruflichen Ausbildung angemahnt. Obwohl es im Vereinigten Königreich einen starken Aufschwung mit einer rekordhohen Beschäftigung gebe, bleibe die Produktivität der britischen Arbeitnehmer nach wie vor schwach, hieß es in einem am Montag veröffentlichten Bericht der OECD zur Lage auf dem britischen Arbeitsmarkt. Im Zuge des Brexits könnte sich der Mangel an Fachkräften in der britischen Wirtschaft weiter verstärken.

EU-Kommission sieht Machtvakuum in Berlin nicht als Risiko für Europa

BRÜSSEL - Die EU-Kommission von Jean-Claude Juncker sieht in dem Scheitern der Sondierungen für ein Jamaika-Bündnis kein Risiko für Europa. "Hier in der Kommission sind wir zuversichtlich (...), dass Stabilität und Kontinuität gewährleistet sein werden", sagte der Sprecher des Kommissionspräsidenten am Montag in Brüssel. Das deutsche Grundgesetz biete dafür die Basis.

Brexit-Verhandlungen: Deutschland fordert klares Signal von Briten

BRÜSSEL - Die Bundesregierung hat von Großbritannien ein "klares Signal für die Brexit-Verhandlungen" gefordert. "Die Briten müssen jetzt endlich in die Puschen kommen. Wir brauchen jetzt endlich Klarheit", sagte Europastaatsminister Michael Roth am Montag am Rande eines EU-Ministertreffens zum Thema in Brüssel. Derzeit sehe er "noch keine Chance", dass beim EU-Gipfel im Dezember die zweite Verhandlungsphase gestartet werden könne.

ROUNDUP/Ökonomen: Jamaika-Pleite bringt Wirtschaft nicht in die Bredouille

FRANKFURT/BERLIN - Die boomende deutsche Wirtschaft wird vom Scheitern der Jamaika-Gespräche nach Einschätzung von Experten vorerst nicht ausgebremst. Allerdings stellen sich die Unternehmen in Europas größter Volkswirtschaft auf eine längere Phase der Unsicherheit ein. Wirtschaftsverbände mahnten am Montag, Deutschland brauche mehr als eine geschäftsführende Regierung, um wichtige Themen wie zum Beispiel Digitalisierung oder die Reform Europas anzugehen.

Helaba-Chefvolkswirtin: Jamaika-Scheitern könnte Investitionen belasten

FRANKFURT - Das Scheitern der Jamaika-Verhandlungen könnte nach Einschätzung der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) die Unternehmensinvestitionen in Deutschland belasten. "Es droht jetzt eine längere Phase der wirtschaftspolitischen Unsicherheit", sagte Chefvolkswirtin Gertrud Traud am Montag in Frankfurt. Den Unternehmen fehle es so an Planungssicherheit.

Macron zu Deutschland: 'Kein Interesse, dass sich das verkrampft'

PARIS - Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat sich besorgt über das Scheitern der Jamaika-Sondierungsgespräche in Deutschland geäußert. "Es ist nicht in unserem Interesse, dass sich das verkrampft", sagte er am Montag bei einem Treffen mit dem Chef der konservativen französischen Republikaner-Partei im Élyséepalast, wie eine Aufnahme des Senders BFMTV zeigte.

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ROUNDUP: Sie lesen im Konjunktur-Überblick eine Zusammenfassung. Zu diesem Thema gibt es mehrere Meldungen auf dem dpa-AFX Nachrichtendienst.

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20.11.2017

GESAMT-ROUNDUP 2/Jamaika-Aus: Steinmeier für neuen Anlauf zu Regierungsbildung

(neu: mehr Details und Hintergrund)

BERLIN (dpa-AFX) - Nach dem Scheitern der Jamaika-Sondierungen hat Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier die Parteien zu einem erneuten Anlauf für eine Regierungsbildung aufgerufen. "Wer sich in Wahlen um politische Verantwortung bewirbt, der darf sich nicht drücken, wenn man sie in den Händen hält", sagte Steinmeier am Montag nach einem Treffen mit der geschäftsführenden Kanzlerin Angela Merkel (CDU) in Berlin. Alle Beteiligten sollten "noch einmal innehalten und ihre Haltung überdenken". Die SPD lehnt den Eintritt in eine große Koalition auch nach dem Jamaika-Aus ab. Sollten die Sozialdemokraten dabei bleiben, gäbe es noch zwei Optionen: eine Minderheitsregierung unter Unions-Führung oder eine Neuwahl.

Die FDP hatte die Jamaika-Sondierungen mit Union und Grünen am späten Sonntagabend überraschend abgebrochen und Merkel damit in die schwerste Krise ihrer zwölfjährigen Amtszeit gestürzt.

Dem Bundespräsidenten kommt in dieser heiklen und in der Geschichte der Bundesrepublik bisher einmaligen Lage eine Schlüsselrolle zu. Er muss dem Bundestag einen Kandidaten für die Kanzlerwahl vorschlagen. Denkbar wäre eine Minderheitsregierung unter Führung Merkels, etwa mit den Grünen oder der FDP. Merkel bräuchte dann aber bei Abstimmungen einige Dutzend Stimmen aus anderen Fraktionen.

Weiteres Szenario: Eine erneute Bundestagswahl. Der Weg dorthin ist verfassungsrechtlich aber nicht einfach. Denn eine Neuwahl wäre erst nach einer Kanzlerwahl möglich. Steinmeier müsste zunächst jemanden für das Amt des Kanzlers vorschlagen. Wäre dies Merkel und würde sie im dritten Wahlgang nur mit relativer und nicht mit absoluter Mehrheit gewählt, könnte der Bundespräsident sie zur Kanzlerin einer Minderheitsregierung ernennen - er könnte aber auch den Bundestag auflösen. Innerhalb von 60 Tagen müsste es dann eine Neuwahl geben.

Die Variante einer erneuten Wahl sieht Steinmeier zunächst nicht. Die Parteien hätten sich bei der Bundestagswahl um die Verantwortung für Deutschland beworben, "eine Verantwortung, die man auch nach der Vorstellung des Grundgesetzes nicht einfach an die Wählerinnen und Wähler zurückgeben kann". Er rief mit deutlichen Worten zu einem neuen Anlauf der Regierungsbildung auf. Alle in den Bundestag gewählten Parteien seien dem Gemeinwohl verpflichtet. "Sie dienen unserem Land", betonte er. "Ich erwarte von allen Gesprächsbereitschaft, um eine Regierungsbildung in absehbarer Zeit möglich zu machen." Der Auftrag der Wähler bestehe weiter.

Steinmeier kündigte an, er werde in den kommenden Tagen Gespräche mit den Vorsitzenden aller an den bisherigen Sondierungen beteiligten Parteien führen, aber auch "mit den Vorsitzenden von Parteien, bei denen programmatische Schnittmengen eine Regierungsbildung nicht ausschließen". Damit dürfte die SPD gemeint sein, die eine weitere große Koalition bislang strikt ausschließt.

In der CDU setzt man darauf, dass der frühere SPD-Außenminister Steinmeier Einfluss auf SPD-Chef Martin Schulz nehmen könnte, um ihn doch noch zu Gesprächen mit Merkel über die Bildung einer erneuten großen Koalition zu bewegen. Schulz schloss das am Montag jedoch erneut aus. "Wir werden nicht in eine große Koalition eintreten", sagte Schulz nach einem entsprechenden Votum der Parteiführung. Seine Partei scheue Neuwahlen nicht, sondern halte diese für den richtigen Weg. Eine Minderheitsregierung dagegen sei nicht praktikabel.

Auch die CSU steht einer möglichen Minderheitsregierung im Bund skeptisch gegenüber. Dies machte Parteichef Horst Seehofer in einer Telefonschalte des CSU-Präsidiums deutlich, wie die dpa in München aus Teilnehmerkreisen erfuhr. CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt rechnet mit einer Neuwahl. Deutschland sei auf eine stabile Regierung angewiesen, "und deswegen kann eine Minderheitsregierung maximal für einen Übergang möglich sein", sagte Dobrindt in Berlin.

Die Unions-Parteien wollen in den nächsten Tagen bei verschiedenen Treffen über das weitere Vorgehen beraten. Nach dpa-Informationen schließt Merkel auch nicht aus, nochmals mit der FDP ins Gespräch zu kommen. Dies hänge aber davon ab, welches Ergebnis die Unterredungen des Bundespräsidenten hätten.

Zu der Frage, ob die FDP sich vorstellen könne, Partner einer Minderheitsregierung zu werden, wollte sich FDP-Chef Christian Lindner am Montag nicht äußern. Die Verantwortung zur Regierungsbildung liege nun bei Union und SPD.

Die Grünen zeigten sich dagegen weiter gesprächsbereit. Fraktionschef Anton Hofreiter sagte, Steinmeier habe recht damit, dass alle Parteien verantwortungsvoll mit dem Wahlergebnis umgehen müssten. "Wenn es zu weiteren Gesprächen kommt, sind wir gesprächsbereit, um in wichtigen Dingen was für dieses Land voranzubringen." Ob etwa eine Minderheitsregierung sinnvoll sei, werde man sehen.

Das Scheitern der Regierungsbildung in Deutschland entfacht Besorgnis bei einigen europäische Partnern. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron sagte: "Es ist nicht in unserem Interesse, dass sich das verkrampft." Macron setzt sich für eine Reform der EU ein und ist dazu auf eine stabile Regierung in Deutschland angewiesen. Der niederländische Außenminister Halbe Zijlstra sagte in Brüssel: "Deutschland ist ein sehr wichtiges Land in Europa und deshalb wird es nun sehr schwer, wichtige Entscheidungen in Brüssel zu treffen."/jac/tl/hoe/rm/bk/tb/DP/jha

20.11.2017

USA: Frühindikatoren steigen überraschend stark

WASHINGTON (dpa-AFX) - In den USA ist der Sammelindex der wirtschaftlichen Frühindikatoren im Oktober stärker als erwartet gestiegen. Er habe um 1,2 Prozent zum Vormonat zugelegt, teilte das private Forschungsinstitut Conference Board am Montag in Washington mit. Volkswirte hatten nur einen Zuwachs um 0,8 Prozent erwartet.

Im September war der Indikator außerdem besser als bisher gedacht ausgefallen. Das Conference Board revidierte den Wert nach oben und meldete für den Vormonat einen Zuwachs um 0,1 Prozent, nachdem zuvor ein Rückgang um 0,2 Prozent ermittelt worden war.

Der Sammelindex setzt sich aus zehn Frühindikatoren zusammen. Dazu zählen unter anderem die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe, die Neuaufträge in der Industrie, das Verbrauchervertrauen und die Baugenehmigungen./jkr/jsl/he

20.11.2017

Rekordjagd treibt Bitcoin auf Rekordhoch deutlich über 8000 US-Dollar

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Rekordjagd beim Bitcoin geht ungebremst weiter. Am Montagnachmittag erreichte der Kurs der Digitalwährung an wichtigen Handelsbörsen wie zum Beispiel Bitstamp oder Coinbase einen Höchststand bei 8231 Dollar. Seit Beginn des Jahres ist der Wert der Digitalwährung um etwa 800 Prozent gestiegen. Während der Bitcoin von einem Rekordhoch zum nächsten springt, sehen Experten eine gefährliche Marktübertreibung und warnen vor den Folgen einer platzenden Preisblase.

Der Höhenflug sei massiv, sagte Experte Luke Hickmore vom Vermögensverwalter Aberdeen Standard Investments in London. Nach Einschätzung von Marktbeobachtern wird der Bitcoin weiterhin von der Aussicht angetrieben, dass die Digitalwährung künftig an der weltgrößten Terminbörse für Finanzderivate CME in Chicago gehandelt werden kann.

Es sei unklar, wann die Blase platzen werde, sagte Hickmore. Allerdings werde es dann "eine Menge an Schmerzen auslösen". Obwohl Experten das Ende der Spekulationsblase erwarten, hat der Bitcoin zuletzt an Bedeutung gewonnen und kann an den Finanzmärkten nicht mehr ignoriert werden.

Der Bitcoin ist der bekannteste Vertreter von Digitalwährungen, oder auch Kryptowährungen genannt. Anders als herkömmliche Währungen werden sie nicht von Zentralbanken und Regierungen kontrolliert. Befürworter schätzen die Freiheit und Anonymität, Kritiker warnen vor Missbrauch etwa zur Finanzierung krimineller Handlungen. Wegen extrem starken Kursschwankungen sehen Skeptiker Bitcoins nicht als Währung an, sondern sprechen von einem reinen Spekulationsobjekt./jkr/jsl/he

20.11.2017

Helaba-Chefvolkswirtin: Trendwende bei der Inflation ist da

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) sieht wieder steigende Inflationsraten. "Die Trendwende bei der Inflation ist da, es hat aber niemand gemerkt", sagte Chefvolkswirtin Gertrud Traud am Montag in Frankfurt. Sie widersprach damit EZB-Präsident Mario Draghi, der zuletzt eine "unerwünscht niedrige" Teuerung in der Eurozone konstatierte. "Davon kann keine Rede sein."

Bislang sei der Anstieg der Inflation vor allem auf höhere Energiepreise zurückzuführen, sagte Traud. Im kommenden Jahr rechnet die Expertin aber auch mit höheren Kernraten. Bei der Kernrate werden schwankungsanfällige Energie- und Lebensmittelpreise herausgerechnet. In der Eurozone und in Deutschland dürfte sich die Inflationsrate wieder in Richtung von zwei Prozent bewegen. Die EZB strebt eine Inflationsrate von knapp zwei Prozent an. In den USA sollte sie nach Einschätzung der Expertin wieder über zwei Prozent steigen. Die US-Notenbank dürfte daher mit ihren Leitzinsanhebungen fortfahren.

Die Europäische Zentralbank (EZB) wird nach Einschätzung von Traud aber nur verzögert auf die steigende Inflation reagieren. Die Notenbank hatte zuletzt ihre Anleihekäufe bis Herbst 2018 verlängert. "Ich erwarte, dass Draghi den Zinshebel noch selbst umlegen und kurz vor dem Ende seiner Amtszeit den Leitzins anheben wird, bevor er ab November 2019 in den Ruhestand geht." Den Einlagenzins dürfte die EZB bereits im Frühjahr 2019 von minus 0,4 auf minus 0,2 Prozent anheben. Im Laufe des Jahres sollte sie dann der Leitzins von Null auf 0,25 Prozent anheben.

Beim Wirtschaftswachstum erwartet Traut in der Eurozone und Deutschland eine Abschwächung. "Mit einer Rate von zwei Prozent werden die Eurozone und Deutschland aber weiter kräftig wachsen, und die Arbeitslosigkeit wird weiter sinken", sagte die Ökonomin. Die Unterschiede in der Eurozone zwischen Ländern die Reformen umgesetzt haben und Ländern ohne eine Reformagenda, blieben jedoch groß. So dürfte Spanien im Jahr 2018 mit 2,8 Prozent wachsen und Italien mit lediglich 1,5 Prozent.

An den Aktienmärkten sieht Traud angesichts der bereits sehr guten Stimmung Rückschlagpotenzial: "Aktienanleger haben bereits zu viele Vorschusslorbeeren verteilt und sind ausgesprochen sorglos gewesen". So sei das Kurs-Gewinn-Verhältnis bereits hoch. Auch bei Staatsanleihen gebe es angesichts der höheren Inflation Abwärtsgefahren bei den Kursen. Die Rendite für zehnjährige Staatsanleihen dürfte 2018 laut Traud bis auf ein Prozent ansteigen./jsl/jkr/oca

20.11.2017

ROUNDUP: Steinmeier ruft Parteien zu neuem Versuch der Regierungsbildung auf

BERLIN (dpa-AFX) - Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat die Parteien nach dem Scheitern der Jamaika-Sondierungen aufgerufen, sich erneut um eine Regierungsbildung zu bemühen. "Wer sich in Wahlen um politische Verantwortung bewirbt, der darf sich nicht drücken, wenn man sie in den Händen hält", sagte Steinmeier am Montag nach einem Treffen mit Kanzlerin und CDU-Chefin Angela Merkel im Schloss Bellevue in Berlin. "Das ist der Moment, in dem alle Beteiligten noch einmal innehalten und ihre Haltung überdenken sollten", mahnte er.

Alle in den Bundestag gewählten Parteien seien dem Gemeinwohl verpflichtet. "Sie dienen unserem Land", betonte das Staatsoberhaupt. "Ich erwarte von allen Gesprächsbereitschaft, um eine Regierungsbildung in absehbarer Zeit möglich zu machen."

Die Bildung einer Regierung sei immer ein schwieriger Prozess. Der Auftrag zur Regierungsbildung sei aber ein hoher und vielleicht der höchste Auftrag der Wähler an die Parteien in einer Demokratie. "Und dieser Auftrag bleibt." Die Parteien hätten sich bei der Bundestagswahl um die Verantwortung für Deutschland beworben - "eine Verantwortung, die man auch nach der Vorstellung des Grundgesetzes nicht einfach an die Wählerinnen und Wähler zurückgeben kann". Die Option einer Neuwahl erwähnte Steinmeier ausdrücklich nicht.

Die Sondierungsgespräche von Union, FDP und Grünen für eine mögliche Jamaika-Koalition waren am Sonntag gescheitert, die FDP hatte die Gespräche überraschend abgebrochen. Zwei Monate nach der Wahl steht Deutschland damit vor unübersichtlichen politischen Verhältnissen. Steinmeier sagte: "Wir stehen jetzt vor einer Situation, die es in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland, also seit immerhin fast 70 Jahren, noch nicht gegeben hat."

Er werde in den kommenden Tagen Gespräche mit den Vorsitzenden aller an den bisherigen Sondierungen beteiligten Parteien führen - also auch mit den Chefs von CSU, FDP und Grünen. Er werde aber auch Gespräche führen "mit den Vorsitzenden von Parteien, bei denen programmatische Schnittmengen eine Regierungsbildung nicht ausschließen". Damit dürfte die SPD gemeint sein, die eine weitere große Koalition strikt ausschließt./jac/bk/tl/DP/jha

20.11.2017

AKTIE IM FOKUS: Talanx steigt nach Kurzfrist-Kaufempfehlung der Deutschen Bank

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Talanx -Aktie hat am Montagnachmittag Auftrieb durch ein positives Urteil der Deutschen Bank erhalten. Es legte zuletzt um 0,40 Prozent auf 34,090 Euro zu, nachdem zuvor noch Verluste verbucht worden waren. Das Papier des im MDax notierten Versicherers zählt nun auch zu den kurzfristigen Trading-Empfehlungen der Deutschen Bank.

Der Markt vernachlässige die Fortschritte von Talanx in der Restrukturierung des deutschen Privatkundengeschäfts und zudem auch das Volumenwachstum im internationalen Privatkundengeschäft, etwa in Polen und Brasilien, schrieb Analyst Frank Kopfinger am Montag. Er verwies dabei auf die Kursverluste der Aktie nach den Quartalszahlen sowie auf den bevorstehenden Kapitalmarkttag am 23. November als möglichen Kurstreiber.

Ergänzend fügte er an, dass die Industriesparten von Talanx - wie die der Tochter Hannover Rück - von Preisverbesserungen im Jahr 2018 profitieren dürften. Das langfristige Anlageurteil der Deutschen Bank für die Talanx-Aktie lautet ebenfalls "Buy". Das Kursziel beträgt 40 Euro./ck/he

20.11.2017

ANALYSE/Goldman: Positives bei RWE wird übersehen - 'Conviction Buy List'

NEW YORK (dpa-AFX) - Die US-Investmentbank Goldman Sachs sieht die Aktien des Energieunternehmens RWE nach den jüngsten Kursverlusten als klare Kaufgelegenheit. Der wegen Sorgen über ein unmittelbar bevorstehendes Aus der RWE-Kohlekraftwerke erfolgte Kurseinbruch sei übertrieben gewesen, schrieb Analyst Alberto Gandolfi in einer am Montag vorliegenden Studie.

Er nahm daher das RWE-Papier in die "Conviction Buy List" auf und unterstrich so seine weiterhin geltende Kaufempfehlung. Zugleich hob er das Kursziel von 26,50 auf 27,60 Euro an und sieht entsprechend noch ein Kurspotenzial von aktuell 38 Prozent für die Aktie.

Eine Stilllegung der Kohlekraftwerke ist seines Erachtens inzwischen zwar negativ eingepreist worden, daraus resultierende positive Faktoren auf das Verhältnis zwischen Angebot und Nachfrage allerdings nicht.

Dabei verwies er auf eine mögliche Kompensation aufgrund früher als vorhergesehener Abschaltungen, und dass die daraus resultierende Verknappung des Angebots zu steigenden Strompreisen führen dürfte. Künftige Kurstreiber für die RWE-Aktie seien zudem ein möglicher Verkauf der Ökostrom-Tochter Innogy sowie ein Rückgang der Verbindlichkeiten für die Entsorgung nuklearer Altlasten durch ein künftiges Ende der Niedrigzinspolitik.

Die Investmentbank Goldman Sachs rechnet für Aktien, die sie mit "Buy" eingestuft hat, mit einem hohen Renditepotenzial im Vergleich zum aktuellen Kursniveau sowie im Vergleich zu den anderen von ihr beobachteten Unternehmen derselben Branche./ck/jsl/jha/

Analysierendes Institut Goldman Sachs.

20.11.2017

AKTIE IM FOKUS: Lufthansa steigen auf Rekordhoch - SocGen sieht Potenzial

FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Die Aktien der Lufthansa haben ihre Rally am Montag nach einem positiven Analystenkommentar mit einem Sprung um 2,49 Prozent auf 28,835 Euro fortgesetzt. Mehr hatten die Papiere der Fluggesellschaft noch nie gekostet. Angetrieben von gut laufenden Geschäften in einem verbesserten Luftfahrtumfeld und der Übernahme von Teilen von Air Berlin haben die Aktien im bisherigen Jahresverlauf schon rund 135 Prozent gewonnen. Damit sind sie unangefochtener Spitzenreiter im Dax .

Die Fluggesellschaft profitiere vom verbesserten Branchenumfeld, hatten am Montagmorgen die Analysten der französische Großbank Societe Generale (SocGen) geschrieben. Sie rechnen mit weiteren Kursgewinnen und hoben das Ziel von 24 auf 33 Euro an. Entsprechend empfehlen sie weiterhin den Kauf der Aktien./mis/jha/

20.11.2017

AKTIE IM FOKUS: SLM Solutions auf neuem Rekordhoch

FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Die Aktien des 3D-Druckerherstellers SLM Solutions haben haben am Montag ihren Rekordlauf fortgesetzt. Sie stiegen am frühen Nachmittag bis auf 44,705 Euro und kosteten zuletzt im moderat steigenden TecDax 44,60 Euro, was ein Plus von 2,29 Prozent bedeutete.

Nachdem es im August 2017 zur Halbjahresbilanz und wegen Sorgen über die Jahresziele zeitweise um fast 14 Prozent abwärts gegangen war, setzte im weiteren Monatsverlauf die Erholungsbewegung ein. Der Kurszuwachs bis heute liegt bei rund einem Drittel. Besonders deutlich allerdings geht es dabei seit Anfang diesen Monats aufwärts mit einem Plus von knapp 26 Prozent. Mehrere Großaufträge waren der Auslöser gewesen./ck/oca

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dpa-AFX Broker - die Trader News von dpa-AFX

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20.11.2017

AKTIE IM FOKUS: VW im Aufwind nach Aussagen zu Finanz- und Dividendenzielen

FRANKFURT (dpa-AFX) - Volkswagen (VW) hat die Investoren am Montagvormittag mit neuen Finanz- und Dividendenzielen überzeugt. Die Vorzugsaktien des Wolfsburger Autobauers schnellten zuletzt im moderat steigenden Dax um 3,65 Prozent auf 164,55 Euro nach oben. Analyst Jose Asumendi von JPMorgan sprach in einer ersten Schnelleinschätzung am Montag von zuversichtlichen mittelfristigen Aussagen.

Wie Volkswagen in einer online gestellten Präsentation mitteilte, will der Konzern nun den Umsatz bis zum Jahr 2020 um mehr als 25 Prozent steigern. Zuvor war auf einer Investorenveranstaltung im März dieses Jahres von mehr als 20 Prozent die Rede gewesen. Auch der Vorsteuergewinn soll höher ausfallen: Nun wird bis 2020 ein Plus von mindestens 30 Prozent erwartet. Zuvor war das Wachstum bei mindestens einem Viertel gesehen worden.

Positiv dürfte bei den Aktionären aber laut Marktbeobachtern auch angekommen sein, dass sich VW im selben Atemzug optimistisch zur Dividende äußerte. VW will in den nächsten fünf Jahren die Ausschüttungsquote gemessen am Überschuss auf 30 Prozent steigern. 2016 lag sie den Angaben zufolge bei 20 Prozent. Asumendi rechnet damit, dass dies bei Investoren wieder für mehr Vertrauen sorgt. Vertrauen, dass in den vergangenen Jahren vor allem wegen der langwierigen Aufarbeitung der Abgasmanipulationen verloren ging.

Als besonders erfreulich wertete Asumendi auch Aussagen zu den Forschungs- und Entwicklungsausgaben vom Freitag: Um den tiefgreifenden Wandel der Branche zu meistern, will VW mehr Geld in die Megatrends der Branche investieren als bislang erwartet. In die Entwicklung von E-Autos, autonomes Fahren, neue Mobilitätsdienste und Digitalisierung sollen von 2018 bis 2022 mehr als 34 Milliarden Euro fließen./tih/ck/oca

20.11.2017

AKTIE IM FOKUS: Angst vor weiterem Geschäftsabschwung belastet Nordex

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Furcht vor weiter schlecht laufenden Geschäften hat die Aktionäre des Herstellers von Windkraftanlagen Nordex am Montag einmal mehr umgetrieben. Eine vorübergehende, aber deutliche Abkühlung der indischen und deutschen Windturbinenmärkte habe zu Preisdruck geführt, was die Gewinne der Hersteller im Jahr 2018 belasten dürfte, schrieb Analyst Manuel Losa von der US-Investmentbank Goldman Sachs in einer Branchenstudie. Nordex sei zudem im Vergleich zur Konkurrenz schlechter positioniert. Das Unternehmen habe unter anderem Größennachteile.

Nordex-Aktien knickten bis zum Mittag um 3,35 Prozent auf 7,346 Euro ein. Die Kursstabilisierung der vergangenen Tage könnte damit wieder gefährdet werden. Erst in der vergangenen Woche hatte die Aktie knapp über 7 Euro den tiefsten Stand seit August 2013 erreicht.

Vor dem Hintergrund des schwierigen Branchenumfeldes senkte Analyst Losa seine Schätzungen und in der Folge das Kursziel von 8 auf 5 Euro. Wegen der Kursrisiken rät er weiter zum Verkauf der Aktien.

Erst Mitte November hatte Nordex seinen Geschäftsausblick abermals gesenkt. Die Talfahrt der Aktien hatte daraufhin erneut Fahrt aufgenommen. Im bisherigen Jahresverlauf haben sie rund 64 Prozent eingebüßt - seit dem Mehrjahreshoch Ende 2015 summiert sich das Minus auf fast vier Fünftel./mis/gl/jha/

20.11.2017

AKTIE IM FOKUS 2: RWE profitieren von Jamaika-Aus und Spekulationen über Innogy

(neu: mehr Analysten-Stimmen und Aktienkurs)

FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Das Aus der Jamaika-Sondierungsgespräche hat am Montag die Ängste der Aktionäre des Kraftwerksbetreibers RWE vor einer strengeren Klimapolitik gemildert. Rückenwind lieferten zum Wochenstart zudem Spekulationen über einen Verkauf der Ökostrom-Tochter Innogy sowie eine Empfehlung der US-Investmentbank Goldman Sachs. Analyst Alberto Gandolfi hält die jüngsten Kursverluste für übertrieben.

Die RWE-Aktien erholten sich am Montagvormittag als einer der Favoriten im etwas festeren Dax um 3,42 Prozent auf 20,115 Euro. Sie hatten erst vor anderthalb Wochen bei 23,315 Euro ein Mehrjahreshoch erreicht, anschließend hatten aber politische Diskussionen über eine mögliche Abschaltung alter Kohlemeiler die Stimmung belastet. In der Spitze hatten sie seither fast 17 Prozent verloren.

In den Aktienkurs von RWE scheine nach den Verlusten bereits eine Schließung der Kohlekraftwerke des Konzerns eingepreist zu sein, erklärte daraufhin Analyst Gandolfi von Goldman Sachs. Positive Faktoren wie ein wahrscheinlicher Anstieg der Strompreise blieben hingegen außen vor. Der Experte hob das Kursziel von 26,50 auf 27,60 Euro an und setzte die Papiere auf die "Conviction Buy"-Liste. Er ist also besonders überzeugt von seiner unveränderten Kaufempfehlung.

Mit Blick auf die Ökostrom-Tochter Innogy denkt RWE weiter über einen Verkauf oder Teilverkauf nach und hat mit dem italienischen Energiekonzern Enel gesprochen, wie die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf mit der Sache vertraute Personen berichtete. Zuletzt hielt RWE noch rund 77 Prozent der Innogy-Anteile. Für die Innogy-Anteilsscheine ging es daraufhin zum Wochenstart um etwa 1 Prozent auf 39,70 Euro nach oben.

RWE hatte als Reaktion auf den eingeleiteten Atomausstieg sein Zukunftsgeschäft mit Netzen, Vertrieb und Ökostrom in Innogy gebündelt und im Herbst 2016 an die Börse gebracht. Bei RWE selbst verblieben die Kohle-, Gas- und Atomkraftwerke sowie der Großhandel mit Strom.

Neben der Aussicht auf wieder besser laufende Geschäfte hatten in den vergangenen Monaten auch Spekulationen über die Zukunft von Innogy die RWE-Aktien angetrieben. Im Jahresverlauf zählen sie mit einem Plus von rund 68 Prozent zu den Favoriten im Dax. Allerdings hatten sie jahrelang unter schwachen Strompreisen auch durch die Energiewende sowie dem Atomausstieg Deutschlands gelitten. Zum Vergleich: Vor dem Umdenken der Politik in Sachen Atomkraft infolge der Nuklearkatastrophe von Fukushima hatten sie mehr als 50 Euro gekostet./mis/tih/jha/

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20.11.2017

ANALYSE: Bernstein sieht bei K+S einen guten Einstiegszeitpunkt gekommen

NEW YORK (dpa-AFX) - Die Aktien des Dünger- und Salzproduzenten K+S bieten nach Einschätzung des Analysehauses Bernstein Research nach der zuletzt schwachen Kursentwicklung eine attraktive Gelegenheit. Die Kalipreise zögen an und die neue Konzernstruktur dürfte den MDax-Konzern voranbringen, schrieb Analyst Jeremy Redenius in seiner Studie. Er stufte die Papiere von "Market-Perform" auf "Outperform" hoch und hob das Kursziel deutlich von 20 auf 28 Euro an. Beim aktuellen Stand von 19,63 Euro sieht er damit ein Kurspotenzial von mehr als 40 Prozent. Am vergangenen Freitag waren die Aktien bei knapp unter 19 Euro auf den tiefsten Stand seit einem Jahr gefallen.

Die fundamentale Preisentwicklung bei Kalisalz habe mit einem jüngsten Anstieg offensichtlich "die Kurve gekriegt", erklärte Redenius. Außerdem verspricht er sich eine positive Wirkung durch die anlaufende Produktion im neuen Kaliwerk Bethune in der kanadischen Provinz Saskatchewan. Diese dürfte zum bedeutenden Wertetreiber werden - ein Effekt, der laut Redenius am Markt noch unterschätzt werde.

Die Neuausrichtung der Konzernstruktur dürfte zudem dazu beitragen, die operative Effizienz zu steigern. Investoren dürfte sie dabei helfen, stabile Erträge besser von volatilen unterscheiden zu können. K+S will sich innerhalb seiner neuen Strategie künftig auf die vier Kundensegmente Agrar, Industrie, Konsumenten und Auftausalz für Kommunen konzentrieren.

Zu guter Letzt sei die Kreditsituation von K+S komfortabel genug, fuhr der Experte fort. Angesichts der zur Verfügung stehenden Kreditlinien müsste der Kalipreis in Brasilien schon deutlich fallen, um diese zu erschöpfen.

Entsprechend der neuen Einstufung erwarten die Analysten, dass die Kursentwicklung der Aktie in den kommenden zwölf Monaten um mehr als 15 Prozentpunkte über der Entwicklung des MSCI Pan Europe Index liegen wird./tih/mis/oca

Analysierendes Institut Sanford C. Bernstein.

20.11.2017

WDH/AKTIE IM FOKUS: Ebeling-Abschied und Übernahmegerücht stützen ProSiebenSat.1

(Richtig gestellt wird, dass es sich um Sondierungsgespräche handelte, die den Gesamtmarkt beeinflussten. Außerdem wurde im Leadsatz beim Nachnamen von Thomas Ebeling ein Buchstabe ergänzt.)

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der vorzeitige Abschied von Konzernchef Thomas Ebeling und vage Übernahmespekulationen haben am Montag den Aktien von ProSiebenSat.1 neues Leben eingehaucht. In einem schwachen, vom Ende der Sondierungsgespräche in Deutschland geprägten Marktumfeld rückten sie um 3,34 Prozent auf 26,14 Euro vor und waren so der zweitbeste Dax-Wert . Zuletzt wegen der Krisenlage abgestraft, starteten sie einen Erholungsversuch. Im bisherigen Jahresverlauf haben die Papiere mehr als 30 Prozent verloren und damit im Dax die rote Laterne inne.

Laut Mitteilung hat sich Ebeling mit dem Unternehmen einvernehmlich darauf verständigt, nach der Bilanzpressekonferenz am 22. Februar 2018 zu gehen. Ganz überraschend kommt der Schritt nicht: In den Medien war zuvor schon über Gegenwind im Aufsichtsrat berichtet worden. Händler sahen die Meldung aber dennoch als ausreichend für ein Anspringen der Aktien an, da sie einen positiven Stimmungstreiber nötig gehabt hätten. Anleger machen sich nun offensichtlich etwas Hoffnung, dass ein neuer Chef das Unternehmen aus der Krise führt.

Zusätzlich gestützt wurde der Kurs von Übernahmespekulationen, die Liberum-Analystin Annick Maas in den Markt brachte. Ihrer Einschätzung nach könnte ProSiebenSat.1 nach den deutlichen Kursverlusten der vergangenen Monate zu einem Übernahmeziel werden. Sie verwies dabei auf das US-Fernsehnetzwerk NBCUniversal als möglichen Kandidaten. Der vorzeitige Rücktritt von Ebeling könnte einen solchen Deal nun auch wahrscheinlicher machen, fügte sie hinzu.

Zu guter Letzt kam am Montag noch eine Analystenstimme der Commerzbank als positiver Kurstreiber hinzu. Die Aktie des Medienkonzerns sei definitiv noch einen Blick wert, schrieb Analystin Sonia Rabussier am Montag in einer Studie. Sie sprach der Aktie nun eine Kaufempfehlung aus und begründete dies damit, dass die negative Kursreaktion nach der jüngsten Prognosesenkung übertrieben ausgefallen sei. Vor wenigen Tagen hatten das schwache TV-Werbegeschäft, hohe Programmkosten und verschobene Produktionen den Konzern zur Korrektur der Finanzziele bewogen.

ProSiebenSat.1 ist nicht nur in diesem Jahr auf Talfahrt. Seit dem Rekordhoch vor zwei Jahren oberhalb von 50 Euro geht es mehr oder weniger stetig bergab. Mittlerweile sind die Papiere nur noch die Hälfte wert. Vor gut einer Woche hatten sie bei 24,50 Euro ihren tiefsten Stand seit dem Jahr 2013 erreicht. Als wichtigster Grund dafür gelten die Herausforderungen, denen der Konzern in seinem angestammten TV-Geschäft ausgesetzt ist - zum Beispiel mit wachsender Konkurrenz durch Streaming-Plattformen wie Netflix./tih/bgf/oca/jha/

20.11.2017

AKTIE IM FOKUS: VW will Ausschüttungsquote erhöhen - Aktienkurs steigt

FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Der Autobauer Volkswagen hat die Investoren am Montagvormittag mit Aussagen zur langfristig angepeilten Gewinn- und Dividendenentwicklung überzeugt. Die im Dax notierten Vorzugsaktien schnellten auf zuletzt 162,65 Euro nach oben. Das waren 3,09 Prozent mehr als zum Handelsschluss am Freitag.

VW will binnen fünf Jahren die Dividenden-Ausschüttungsquote gemessen am Überschuss auf 30 Prozent steigern, wie aus einer Präsentation für Analysten hervorgeht. 2016 lag sie den Angaben zufolge bei 20 Prozent. Zudem will der Konzern profitabler werden: Vor Sondereffekten sollen beim operativen Ergebnis 2025 vom Umsatz 7 bis 8 Prozent hängen bleiben. Im laufenden Jahr 2017 werden hier 6 bis 7 Prozent angepeilt./mis/oca

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dpa-AFX STIMMUNGSINDIKATOR

Der dpa-AFX-Stimmungsindikator misst das Verhältnis von Hoch- zu Abstufungen der Dax-Werte (Basis: 30-Tage-Durchschnitt). Ein Wert von 50 sagt aus, dass sich Hoch- und Abstufungen die Waage halten. Die Grafik zeigt den Indikator im Verhältnis zur DAX-Kurve.

End-of-Day-DAX-Kursdaten Quelle: vwd GmbH

dpa-AFX Analyser