dpa-AFX NEWSTICKER (Produktauszug)

18.01.2018

American Express meldet ersten Quartalsverlust seit 26 Jahren

NEW YORK (dpa-AFX) - Eine milliardenschwere Abschreibung aufgrund der US-Steuerreform hat dem Kreditkarten-Riesen American Express den ersten Quartalsverlust seit über einem Vierteljahrhundert eingebrockt. In den drei Monaten bis Ende Dezember fiel unter dem Strich ein Minus von 1,2 Milliarden Dollar (1,0 Mrd Euro) an, wie der Visa-Rivale am Donnerstag nach US-Börsenschluss mitteilte. Im entsprechenden Vorjahreszeitraum hatte American Express noch 825 Millionen Dollar verdient.

Eine einmalige Sonderbelastung in Höhe von 2,6 Milliarden Dollar wegen der neuen Steuergesetze drückte das Ergebnis nun ins Minus. Die Reform senkt die Unternehmenssteuern zwar stark, wovon Konzerne auf längere Sicht profitieren. Zunächst werden aber oft hohe Summen abgeschrieben, weil auch steuerlich absetzbare Beträge sinken und eine Sonderabgabe auf im Ausland geparktes Vermögen anfällt.

Die Erlöse steigerte American Express im Schlussquartal um rund zehn Prozent auf 8,8 Milliarden Dollar. Insgesamt übertrafen die Zahlen die Erwartungen der Analysten. Anleger reagierten dennoch enttäuscht und ließen den Aktienkurs nachbörslich um knapp drei Prozent sinken. Der Grund dürfte an der Ankündigung liegen, dass das aktuelle Aktienrückkaufprogramm im ersten Halbjahr 2018 gestoppt wird.

Im gesamten abgelaufenen Geschäftsjahr 2017 sank der Gewinn um 49 Prozent auf 2,7 Milliarden Dollar. Die Erlöse legten um vier Prozent auf 33,5 Milliarden Dollar zu. American Express ist neben Visa und Mastercard einer der drei großen Kreditkarten-Anbieter weltweit. Anders als die Konkurrenten vergibt die Firma auch den eigentlichen Kredit und streicht so neben Gebühren auch Zinseinkünfte ein./hbr/DP/he

18.01.2018

Steuerreform brockt IBM Verlust ein - aber erstes Umsatzplus seit 2012

Armonk (dpa) - Eine hohe Sonderbelastung wegen der US-Steuerreform hat das IT-Urgestein IBM im vierten Quartal in die roten Zahlen gedrückt. Dennoch gelang dem Konzern zum Jahresende - insbesondere dank boomender Cloud-Dienste - das erste Umsatzplus seit 2012. Unter dem Strich fiel ein Verlust von 1,1 Milliarden Dollar (0,9 Mrd Euro) an, wie IBM am Donnerstag nach US-Börsenschluss mitteilte.

Im entsprechenden Vorjahreszeitraum hatte der Konzern noch 4,5 Milliarden Dollar verdient. Grund für den extremen Rückgang war eine Abschreibung in Höhe von 5,5 Milliarden Dollar aufgrund der neuen US-Steuergesetze. Dabei handelt es sich jedoch um eine rein bilanzielle Anpassung, die das laufende Geschäft nicht berührt. Hier lief es zuletzt besser - die Erlöse stiegen um knapp vier Prozent auf 22,5 Milliarden Dollar.

Damit konnte IBM den ersten Umsatzanstieg seit 23 Quartalen verbuchen. Der Konzern bemüht sich schon lange, die Schwäche im Computer-Kerngeschäft mit moderneren IT-Dienstleistungen wie Cloud-Services, Daten-Analyse, künstlicher Intelligenz und Sicherheits-Software zu kompensieren. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2017 sank der Gewinn um 52 Prozent auf unter dem Strich 5,8 Milliarden Dollar. Die Erlöse fielen um ein Prozent auf 79,1 Milliarden Dollar./hbr/DP/he

18.01.2018

Media-Saturn-Mutter Ceconomy will trotz Gewinnrückgang Jahresziele erreichen

DÜSSELDORF (dpa-AFX) - Der Elektronikhändler Ceconomy hält trotz eines holprigen Starts in das neue Geschäftsjahr an seinen Prognosen fest. Im ersten Quartal sank der Gewinn vor Zinsen und Steuern von 308 Millionen Euro im entsprechenden Vorjahreszeitraum auf 260 Millionen Euro, wie das Unternehmen am späten Donnerstagabend mitteilte. Als Gründe nannte die Media-Markt- und Saturn-Mutter Umsatzverlagerungen in den wettbewerbsintensiveren November, ungünstige Effekte in Italien und durch den Aufbau der Ceconomy AG Holding bedingte Kosten. Die Erlöse stiegen den Angaben zufolge hingegen währungs- und portfoliobereinigt um 1,3 Prozent auf 6,935 Milliarden Euro.

Anleger zeigten sich enttäuscht. Im nachbörslichen Handel sackte der Ceconomy-Kurs in einer ersten Reaktion um knapp 2 Prozent ab./he

18.01.2018

dpa-AFX Überblick: Ausgewählte ANALYSTEN-EINSTUFUNGEN vom 18.01.2018

Goldman hebt Infineon auf 'Buy' - Ziel hoch auf 29 Euro

NEW YORK - Die US-Investmentbank Goldman Sachs hat Infineon von "Neutral" auf "Buy" hochgestuft und das Kursziel von 21,80 auf 29,00 Euro angehoben. Analyst Alexander Duval hob in einer am Donnerstag vorliegenden Studie seine Schätzungen für den Chiphersteller an und liegt damit deutlich über den durchschnittlichen Marktprognosen. Infineon profitiere von den Chancen im stark wachsenden Halbleitergeschäft für die Autoindustrie. Angesichts des herausragenden Wachstums sollte Infineon im Vergleich mit anderen europäischen Technologiewerten mit einem Aufschlag bewertet werden. Der Experte sieht den Dax-Konzern zudem als einen strategischen Übernahmekandidaten.

RBC Capital senkt Eon auf 'Sector Perform' und Ziel auf 10 Euro

NEW YORK - Das Analysehaus RBC Capital hat Eon von "Outperform" auf "Sector Perform" abgestuft und das Kursziel von 10,75 auf 10,00 Euro gesenkt. Analyst John Musk begründete das neue Kursziel mit seinen um 5 bis 10 Prozent reduzierten Ergebnisprognosen (EPS) für die kommenden Jahre. Auch die Konsensschätzungen für den Energiekonzern dürften sinken, schrieb er in einer am Donnerstag vorliegenden Studie. Sein neues Anlagevotum rechtfertigte der Experte mit dem Hinweis, dass die Aktie mittlerweile angemessen bewertet sei.

RBC Capital hebt Innogy auf 'Sector Perform' - Ziel 34 Euro

NEW YORK - Das Analysehaus RBC Capital hat Innogy von "Underperform" auf "Sector Perform" hochgestuft, das Kursziel aber von 37,50 auf 34,00 Euro gesenkt. Die RWE-Ökostromtochter habe mit einer Gewinnwarnung einen schlechten Jahresabschluss gehabt, schrieb Analyst John Musk in einer am Donnerstag vorliegenden Branchenstudie. Auch deshalb bleibe er bei seiner weniger positiven Einschätzung der Aktie. Nach dem Kurseinbruch in Reaktion auf die reduzierten Unternehmensziele sei das Papier aber mittlerweile angemessen bewertet, rechtfertigte der Experte sein neues Anlagevotum.

Kepler Cheuvreux hebt Deutsche Rohstoff auf 'Buy' - Ziel 31 Euro

FRANKFURT - Das Analysehaus Kepler Cheuvreux hat Deutsche Rohstoff von "Hold" auf "Buy" hochgestuft und das Kursziel von 20 auf 31 Euro angehoben. Das neue Votum basiere auf den US-Steuersenkungen und ihrem neuen Ölpreis-Szenario, schrieb Analystin Lea Saenz de Cabezon in einer am Donnerstag vorliegenden Studie. Die Deutsche Rohstoff dürfte in den nächsten Jahren von einer starken Öl- und Gasproduktion profitieren.

Warburg Research startet Schaeffler mit 'Buy' - Ziel 19 Euro

HAMBURG - Das Analysehaus Warburg Research hat Schaeffler mit "Buy" und einem Kursziel von 19 Euro in die Bewertung aufgenommen. Das Automobilgeschäft des Zulieferers könne in diesem und auch in den kommenden Jahren stärker wachsen als die weltweite Pkw-Produktion, schrieb Analyst Marc-Rene Tonn in einer am Donnerstag vorliegenden Studie. Die Trendwende zur E-Mobilität stelle allerdings eine Herausforderung dar, da sie erhöhte Ausgaben für Forschung und Entwicklung nach sich ziehen dürfte. Dies weiderum könne auf die Margen drücken.

JPMorgan setzt HeidelbergCement auf 'Top Underweight'-Liste

NEW YORK - Die US-Bank JPMorgan hat die Aktie von HeidelbergCement der Liste ihrer "Top Underweight"-Empfehlungen hinzugefügt. Das Kursziel lautet 84 Euro, wie aus einer am Donnerstag vorliegenden Studie hervorgeht. Begründet wurde der Schritt mit einer überhöhten Bewertung und zu hohen Markterwartungen für den Zementkonzern.

Independent hebt Ziel für Siemens auf 126 Euro - 'Halten'

FRANKFURT - Das Analysehaus Independent Research hat das Kursziel für Siemens nach einer Investorenveranstaltung zur Medizintechnik-Sparte von 124 auf 126 Euro angehoben und die Einstufung auf "Halten" belassen. Mit dem geplanten Börsengang von Healthineers wandele sich der Elektrotechnikkonzern immer mehr zu einer Holding, schrieb Analyst Sven Diermeier in einer am Donnerstag vorliegenden Studie. Dies erhöhe die Transparenz und die Flexibilität der Münchener.

Goldman hebt Ziel für SAP auf 121 Euro - 'Conviction Buy List'

NEW YORK - Die US-Investmentbank Goldman Sachs hat das Kursziel für SAP von 112 auf 121 Euro angehoben und die Aktie des Softwarekonzerns auf der "Conviction Buy List" belassen. Sein neues Kursziel basiere nun auf den Schätzungen für 2019, schrieb Analyst Mohammed Moawalla in einer am Donnerstag vorliegenden Studie. Der Produktzyklus der Datenbank-Software S4 Hana befinde sich erst am Anfang. Auch für den europäischen Technologiesektor insgesamt ist der Experte für 2018 positiv gestimmt.

Goldman hebt Ziel für Software AG auf 39 Euro - 'Sell'

NEW YORK - Die US-Investmentbank Goldman Sachs hat das Kursziel für Software AG von 36 auf 39 Euro angehoben, die Einstufung aber auf "Sell" belassen. Sein neues Kursziel basiere nun auf den Schätzungen für 2019, schrieb Analyst Mohammed Moawalla in einer am Donnerstag vorliegenden Studie. Für die Software AG sieht der Experte Gefahren für das Umsatzwachstum. Der europäische Technologiesektor insgesamt dürfte sich nach seiner Ansicht in diesem Jahr aber überdurchschnittlich entwickeln.

KUNDENHINWEIS: Sie lesen eine Auswahl der Analysten-Umstufungen von dpa-AFX

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18.01.2018

Deutsche Bahn: Fernverkehr rollt am Freitag nach und nach wieder an

BERLIN (dpa-AFX) - Nach der Zwangspause wegen des Orkans "Friederike" soll der Fernverkehr der Deutschen Bahn am Freitagmorgen wieder anrollen. Jedoch sind in einigen Regionen weiter Einschränkungen zu erwarten. Insbesondere in Nordrhein-Westfalen und in Niedersachsen seien noch wichtige Strecken gesperrt, teilte die Bahn am Donnerstagabend mit.

"Im Süden Deutschlands verkehren bereits ab dem Morgen die Züge weitgehend normal", hieß es in der Mitteilung aus Berlin weiter. "Im Norden Deutschlands starten die Züge, sobald weitere Strecken von Schäden befreit und freigegeben wurden. Wir erwarten, dass bereits im Laufe des Vormittags alle Metropolen Deutschlands - mit Einschränkungen - wieder mit dem Fernverkehr erreichbar sein werden. Für das Wochenende erwarten wir einen weitgehend normalen Verkehr."

Wegen der Auswirkungen des Sturms "Friederike" hatte die Deutsche Bahn erstmals seit dem Orkan "Kyrill" im Jahr 2007 den Betrieb auf ihrem gesamten Fernverkehrsnetz eingestellt./bok/DP/he

18.01.2018

US-Anleihen: Zehnjährige Rendite weiter über 2,6 Prozent

NEW YORK (dpa-AFX) - Der Zinsauftrieb am US-Kapitalmarkt hält an. Am Donnerstag stieg die Rendite für zehnjährige Staatsanleihen erstmals seit März 2017 über die Marke von 2,6 Prozent. Auch außerhalb der Vereinigten Staaten zogen die Marktzinsen weiter an. Triebfeder dieser Entwicklung ist in erster Linie die Erwartung einer fortgesetzten Zinswende durch die US-Notenbank Fed, während andere große Zentralbanken ihre Geldpolitik bald weniger locker ausgestalten dürften.

Getrieben werden die Zinsen auch durch die weltweit robuste Wirtschaftsentwicklung. In den USA sorgt die Steuerreform für Wachstumsphantasie. Am Donnerstag fielen amerikanische Konjunkturdaten jedoch durchwachsen aus. Überzeugen konnten allein neue Daten vom Arbeitsmarkt. So waren die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe auf den tiefsten Stand seit 1973 gefallen. Das ist ein weiteres Zeichen für einen auf Vollbeschäftigung zusteuernden Jobmarkt.

Zweijährige Anleihen stagnierten bei 99 22/32 Punkten. Sie rentierten mit 2,039 Prozent. Fünfjährige Anleihen verharrten bei 98 22/32 Punkten. Ihre Rendite betrug 2,408 Prozent. Richtungweisende zehnjährige Papiere fielen um 5/32 Punkte auf 96 28/32 Punkte. Sie rentierten mit 2,611 Prozent. Longbonds mit einer Laufzeit von dreißig Jahren büßten 21/32 Punkte auf 97 6/32 Punkte ein. Ihre Rendite betrug 2,890 Prozent./la/he

18.01.2018

Devisen: Eurokurs notiert klar über 1,22 US-Dollar

NEW YORK (dpa-AFX) - Der Kurs des Euro hat sich am Donnerstag im US-Handel deutlich über 1,22 US-Dollar gehalten. Zuletzt wurde die Gemeinschaftswährung bei 1,2242 US-Dollar gehandelt. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,2235 (Mittwoch: 1,2203) Dollar festgesetzt. Der Dollar hatte damit 0,8173 (0,8195) Euro gekostet.

Marktbeobachter sprachen von einer Gegenbewegung. Am Vortag hatten noch erste Sorgen von Notenbankern der EZB über mögliche Folgen eines zu starken Euro belastet. Zudem wurden Spekulationen über eine rasche geldpolitische Wende im Euroraum gedämpft. Im asiatischen Handel war der Kurs der Gemeinschaftswährung noch über 1,23 Dollar gestiegen und damit auf den höchsten Stand seit Ende 2014./la/he

18.01.2018

Grüne Woche eröffnet - Agrarminister wirbt für Veränderungen

BERLIN (dpa-AFX) - Der geschäftsführende Bundesagarminister Christian Schmidt (CSU) hat für mehr Umwelt- und Tierschutz bei der Produktion von Lebensmitteln geworben. "Wir brauchen eine ökonomisch tragfähige und ökologisch nachhaltige Landwirtschaft. Und zwar hier in Deutschland", sagte er am Donnerstagabend bei der Eröffnung der Ernährungsmesse Grüne Woche in Berlin. Es gelte, in die Zukunft der Landwirtschaft zu investieren. "Nicht, um den Status quo einfach zu erhalten, sondern damit wir uns verändern."

Für den Fall einer neuen Bundesregierung von Union und SPD solle etwa ein Tierwohl-Label für Fleisch aus besserer Tierhaltung eingeführt werden. Die Artenvielfalt müsse stärker gefördert werden, unter anderem durch mehr Flächen für Bienen und "einen geringeren und zielgenaueren Einsatz von Pflanzenschutzmitteln".

Die Internationale Grüne Woche beginnt an diesem Freitag. An den zehn Messetagen präsentieren 1660 Aussteller aus 66 Ländern Produkte aus Landwirtschaft, Ernährung und Gartenbau. Diesjähriges Partnerland ist Bulgarien. Erwartet werden 400 000 Besucher./sam/DP/he

18.01.2018

Verband Pro Bahn: Einstellung des Fernverkehrs 'etwas übertrieben'

BERLIN (dpa-AFX) - Der Fahrgastverband Pro Bahn hat den sturmbedingten bundesweiten Stopp des Fernverkehrs der Deutschen Bahn kritisiert. "Vorsicht ist natürlich immer eine gute Sache, aber man kann auch übervorsichtig sein", sagte der Pro-Bahn-Ehrenvorsitzende Karl-Peter Naumann am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. "Gleich gar nichts zu tun, das erscheint uns doch etwas übertrieben." Dort, wo der Wind schwächer sei und keine Bäume an den Gleisen stünden, müsse der Betrieb nicht eingestellt werden.

Die Nutzung sogenannter Aufenthaltszüge in den Bahnhöfen sei zwar besser, als unterwegs zu stranden. "Aber wenn ich weiß, dass die Strecke noch frei ist, sollte ich versuchen, die Leute noch nach Hause zu bringen. Das kann man mit reduzierter Geschwindigkeit machen." Der Bahn-Stillstand in ganz Deutschland sei "undifferenziert", sagte Naumann weiter. "Man muss dort den Verkehr einstellen, wo es nicht geht und wo Gefahr droht. Und wenn die Gefahr nicht überall droht, dann muss man auch den Verkehr nicht überall einstellen."

Die Deutsche Bahn reagierte mit Unverständnis auf die Kritik. "Sicherheit geht vor", sagte eine Bahn-Sprecherin am Abend./cwe/DP/he

18.01.2018

GESAMT-ROUNDUP: Mehrere Tote bei Orkan - Bahn stellt Fernverkehr ein

BERLIN (dpa-AFX) - Der schwerste Orkan seit mehr als zehn Jahren in Deutschland hat am Donnerstag mehrere Menschen das Leben gekostet und den gesamten Fernverkehr der Bahn lahmgelegt. Züge würden aus Sicherheitsgründen nicht mehr losfahren, sagte ein Bahnsprecher am Nachmittag in Berlin. Vielerorts wurde zeitweise Windstärke 12 und mehr gemessen.

Im Sturm "Friederike" kamen bis zum Abend bundesweit mindestens vier Menschen ums Leben. In einigen Bundesländern fiel der Schulunterricht aus. Auch mehrere Flughäfen strichen aus Sicherheitsgründen Flüge. Im Norden machte zudem regional Schneeglätte Autofahrern zu schaffen.

Das Tief, das von Westen her über Deutschland fegte, ist laut Deutschem Wetterdienst (DWD) der schwerste Sturm seit dem Jahr 2007. Auf dem Brocken seien in der Spitze Orkanböen von 203 Stundenkilometer gemessen worden. "Damit haben wir elf Jahre nach Kyrill wieder einen Orkan der Königsklasse", sagte DWD-Sturmexperte Andreas Friedrich.

Im Tiefland wurden ebenfalls hohe Spitzen-Windgeschwindigkeiten erreichte. So stellte der DWD fast 138 km/h im thüringischen Gera fest, 134 Kilometer pro Stunde wurden im nordhessischen Frankenberg erreicht. Im Westen Deutschlands wurde am Nachmittag jedoch die Orkanwarnung wieder aufgehoben, nachdem der Sturm durchgezogen war.

Auf einem Campingplatz am Niederrhein bei Emmerich wurde ein 59-Jähriger von einem Baum erschlagen. Er sei sofort tot gewesen. In einer Sturmböe verlor im westfälischen Lippstadt ein Mann (68) bei einem Verkehrsunfall sein Leben. Der Transporterfahrer hatte im Orkan die Kontrolle über sein Fahrzeug verloren und war in den Gegenverkehr geraten. Ein Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr starb bei einem Sturmeinsatz im sauerländischen Sundern. In Bad Salzungen in Thüringen wurde ein Feuerwehrmann von einem umstürzenden Baum getötet. Sein Kollege wurde schwer verletzt.

Bei einem Unfall inmitten der Sturmböen kam im Süden Brandenburgs ein Lastwagenfahrer ums Leben. Das Fahrzeug war auf der Autobahn 13 (Berlin-Dresden) bei Ortrand nahe der Grenze von Brandenburg zu Sachsen in die Mittelleitplanke geprallt und umgestürzt. Noch unklar war am Abend, ob es einen direkten Zusammenhang mit dem Sturm gab.

Die Deutsche Bahn verteidigte ihre Entscheidung, vorsorglich den Fernverkehr in ganz Deutschland einzustellen. "Das ist eine notwendige Sicherheitsmaßnahmen, weil die Störungen durch den Sturm doch so gravierend sind, dass wir Fernzüge schlichtweg nicht mehr durchbekommen", sagte Bahnsprecher Achim Stauß am Nachmittag der Deutschen Presse-Agentur.

Er fügte hinzu: "Es wäre fahrlässig, die Züge irgendwo, wo man noch fahren kann, noch fahren zu lassen und dann bleiben Hunderte Fahrgäste auf irgendeinem Bahnhof oder schlimmstenfalls auf freier Strecke hängen. Diese Situation müssen wir vermeiden und deshalb diese harte Entscheidung, den Fernverkehr komplett in Deutschland einzustellen." In zehn Fernbahnhöfen richtete die Bahn sogenannte Aufenthaltszüge ein, in denen gestrandete Reisende zur Not auch übernachten können.

Der Fahrgastverband Pro Bahn reagierte mit Kritik. Der Aufenthalt in Hotelzügen sei zwar besser, als unterwegs zu stranden, sagte der Pro-Bahn-Ehrenvorsitzende Karl-Peter Naumann. "Aber wenn ich weiß, dass die Strecke noch frei ist, sollte ich versuchen, die Leute noch nach Hause zu bringen. Das kann man mit reduzierter Geschwindigkeit machen."

Etwa 250 Reisende saßen längere Zeit in einem ICE in Südniedersachsen fest, der in einen umgestürzten Baum gefahren war. Die Passagiere sollten auf freier Strecke über Stege in einen anderen Zug umsteigen, der auf dem benachbarten Gleis halten soll. Der ICE war auf dem Weg von Hamburg nach Stuttgart gewesen.

In Pößneck (Thüringen) wurde das Dach einer Schule abgerissen, in der sich noch Kinder befanden. Nach Angaben des Landratsamtes Saale-Orla-Kreis blieben bei dem Vorfall am Nachmittag alle Schüler unverletzt. Das Dach des Grundschulgebäudes landete auf dem Schulhof.

Vielerorts wurden Schulen ebenso geschlossen wie Zoos und einige Museen. Allein in Nordrhein-Westfalen mussten Feuerwehr- und Rettungsdienste laut Innenministerium bis zum Nachmittag zu mindestens 7000 Einsätzen ausrücken, Straßen freiräumen, Bäume beseitigen und Gebäude sowie demolierte Oberleitungen sichern.

Probleme bereiteten vor allem die zahllosen entwurzelten Bäume. Behörden warnten auch vor herabstürzenden Dachziegeln. In Gladbeck im Ruhrgebiet wurde ein Kindergarten geräumt, weil eine Dachkuppel abzustürzen drohte. Der Möbelmarkt Ikea in Kaarst bei Düsseldorf wurde wegen Schäden an der Fassade geräumt.

Donnerstag war exakt der 11. Jahrestag von "Kyrill". "Friederike" schlage "Kyrill", was die heftigste Böe angehe, hieß es. "Vor exakt 11 Jahren gab es 202 km/h auf dem Wendelstein", erinnerte der DWD auf Twitter. Jörg Kachelmanns Meteorologenteam betonte dagegen auf Twitter: "An einigen Stationen wurden zwar heute höhere Werte als bei "Kyrill" gemessen, aber von der Fläche war "Kyrill" ein ganz anderes Kaliber."

Auch in Deutschlands Nachbarländern wütete der heftige Sturm. In Belgien wurde eine Frau von einem Baum erschlagen. Zwei Menschen starben auch in den Niederlanden wegen umstürzender Bäume. Dort wurden auf Autobahnen und Fernstraßen durch den Sturm mehr als 60 Lastwagen umgeweht./bok/nau/DP/she

18.01.2018

ROUNDUP/Aktien New York Schluss: Dow schwächelt - Sorge um 'Shutdown'

NEW YORK (dpa-AFX) - Die Anleger an der Wall Street haben nach der jüngsten Rekordjagd einen Gang zurückgeschaltet. Der US-Leitindex Dow Jones Industrial hatte zwar zu Handelsbeginn am Donnerstag eine Bestmarke bei gut 26 153 Punkten erreicht, drehte dann aber schnell ins Minus. Die Investoren blickten etwas besorgt nach Washington: Einen Tag vor Fristablauf hat sich dort die Diskussion um einen möglichen Regierungs-Stillstand ("Government Shutdown") zugespitzt. Ein Erfolg für die Versuche der regierenden Republikaner, kurz vor Schluss noch eine Übergangslösung für zunächst vier Wochen hinzubekommen, erschien zuletzt immer fraglicher.

Der Dow verlor am Ende 0,37 Prozent auf 26 017,81 Punkte. Der breiter gefasste S&P 500 gab um 0,16 Prozent auf 2798,03 Punkte nach. Für den Auswahlindex der Technologiewerte, den Nasdaq 100 , ging es hingegen um 0,02 Prozent auf 6811,38 Punkte nach oben.

Konjunkturdaten fielen derweil widersprüchlich aus. So hatte sich das Geschäftsklima in der Region Philadelphia im Januar überraschend stark eingetrübt. Auch die Baubeginne waren unerwartet deutlich zurückgegangen. Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe war hingegen in der vergangenen Woche überraschend stark gesunken.

Aus Branchensicht standen wie schon zur Wochenmitte Banken mit ihren jüngsten Quartalszahlen im Fokus. So übertraf Morgan Stanley die Erwartungen der Analysten deutlich. Insbesondere die florierende Vermögensverwaltung hatte die Erträge anschwellen lassen. Die Papiere legten um knapp 1 Prozent zu.

Dagegen sackten die Aktien der Bank of New York Mellon um mehr als 4 Prozent ab, obwohl deren bereinigte Quartalszahlen die durchschnittlichen Analystenschätzungen insgesamt getroffen hatten. Den Anlegern stieß jedoch negativ auf, dass die sich aus der US-Steuerreform ergebenden zusätzlichen Gewinne nicht an die Aktionäre ausgeschüttet werden. Vielmehr sollen zunächst die Mitarbeiter bedacht und der Rest in das operative Geschäft gesteckt werden.

Die Papiere von Alcoa knickten gar um 7 Prozent ein. Der Aluminiumhersteller hatte angesichts gestiegener Kosten für Energie und Rohstoffe einen überraschend niedrigen Gewinn verbucht.

In einem ansonsten nachrichtenarmen Umfeld sorgten zudem Analystenkommentare für Bewegung. So zählten die Anteilscheine des Einzelhandelskonzerns Wal-Mart mit einem Plus von 1,56 Prozent zu den Favoriten im Dow. Der private Konsum in den USA habe die jahrelange Phase niedrigen Wachstums zum Jahresschluss beendet, schrieb Analyst Matthew Fassler von der Investmentbank Goldman Sachs. Der konjunkturelle Rückenwind für den privaten Verbrauch nehme zu, zuletzt noch angefacht von der US-Steuerreform.

An der Dow-Spitze knüpften die Aktien von UnitedHealth an ihre jüngste Rekordfahrt an und legten um rund 2 Prozent zu. Der Krankenversicherer hatte am Dienstag wegen der Steuerreform in seinem Heimatland das Gewinnziel für das laufende Jahr kräftig erhöht.

Dem gegenüber zollten die Anteilscheine des Flugzeugbauers Boeing ihrer jüngsten Rally Tribut und fielen um rund 3 Prozent. Die Aktien von General Electric wurden weiter gemieden und verloren am Dow-Ende 3,34 Prozent. Mittlerweile notieren sie wieder auf dem Niveau von Ende 2011. Der Industriekonzern leidet unter seinem Altgeschäft mit nordamerikanischen Lebens- und Krankenversicherungen.

Am US-Rentenmarkt verloren richtungweisende zehnjährige Staatsanleihen 7/32 Punkte auf 96 27/32 Punkte. Ihre Rendite stieg entsprechend auf 2,616 Prozent. Börsianer begründeten dies unter anderem mit der weltweit robusten Wirtschaftsentwicklung. Der Euro hielt sich über 1,22 US-Dollar und kostete zuletzt 1,2240 Dollar. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,2235 (Mittwoch: 1,2203) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,8173 (0,8195) Euro./la/he

--- Von Lutz Alexander, dpa-AFX ---

18.01.2018

Aktien New York Schluss: Dow schwächelt nach Rekordhoch - Sorge um 'Shutdown'

NEW YORK (dpa-AFX) - Die Anleger an der Wall Street haben nach der jüngsten Rekordjagd einen Gang zurückgeschaltet. Der US-Leitindex Dow Jones Industrial hatte zwar zu Handelsbeginn am Donnerstag eine Bestmarke bei gut 26 153 Punkten erreicht, drehte dann aber schnell ins Minus. Die Investoren blickten etwas besorgt nach Washington: Einen Tag vor Fristablauf hat sich dort die Diskussion um einen möglichen Regierungs-Stillstand ("Government Shutdown") zugespitzt. Ein Erfolg für die Versuche der regierenden Republikaner, kurz vor Schluss noch eine Übergangslösung für zunächst vier Wochen hinzubekommen, erschien zuletzt immer fraglicher.

Der Dow verlor am Ende 0,37 Prozent auf 26 017,81 Punkte. Der breiter gefasste S&P 500 gab um 0,16 Prozent auf 2798,03 Punkte nach. Für den Auswahlindex der Technologiewerte, den Nasdaq 100 , ging es hingegen um 0,02 Prozent auf 6811,38 Punkte nach oben./la/he

18.01.2018

Aktien New York: Wenig Bewegung - Dow kommt vom Rekordhoch zurück

NEW YORK (dpa-AFX) - Die Anleger an der Wall Street haben sich nach dem jüngsten Höhenflug eine Verschnaufpause gegönnt. Der US-Leitindex Dow Jones Industrial erreichte zwar zu Handelsbeginn am Donnerstag eine Bestmarke bei gut 26 153 Punkten, drehte dann aber ins Minus. Zuletzt fiel das Börsenbarometer um 0,30 Prozent auf 26 036,71 Punkte.

Der breiter gefasste S&P 500 gab um 0,08 Prozent auf 2800,35 Punkte nach. Für den Auswahlindex der Technologiewerte, den Nasdaq 100 , ging es um 0,14 Prozent auf 6819,52 Punkte nach oben.

Neue US-Konjunkturdaten lieferten kaum Impulse. So hatte sich das Geschäftsklima in der Region Philadelphia im Januar überraschend stark eingetrübt. Auch die Baubeginne waren unerwartet deutlich zurückgegangen. Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe war hingegen in der vergangenen Woche überraschend stark gesunken.

Aus Branchensicht standen wie schon zur Wochenmitte Banken mit ihren jüngsten Quartalszahlen im Fokus. So übertraf Morgan Stanley die Erwartungen der Analysten deutlich. Insbesondere die florierende Vermögensverwaltung hatte die Erträge anschwellen lassen. Für die Papiere ging es um 0,58 Prozent nach oben.

Dagegen sackten die Aktien der Bank of New York Mellon um knapp 5 Prozent ab, obwohl deren bereinigte Quartalszahlen die durchschnittlichen Analystenschätzungen insgesamt getroffen hatten. Den Anlegern stieß jedoch negativ auf, dass die sich aus der US-Steuerreform ergebenden zusätzlichen Gewinne nicht an die Aktionäre ausgeschüttet werden. Vielmehr sollen zunächst die Mitarbeiter bedacht und der Rest in das operative Geschäft gesteckt werden.

In einem ansonsten nachrichtenarmen Umfeld sorgten zudem Analystenkommentare für Bewegung. So zählten die Anteilscheine von Wal-Mart mit einem Plus von mehr als 1 Prozent zu den Favoriten im Dow. Der private Konsum in den USA habe die jahrelange Phase niedrigen Wachstums zum Jahresschluss beendet, schrieb Analyst Matthew Fassler von der US-Investmentbank Goldman Sachs. Der konjunkturelle Rückenwind für den privaten Verbrauch nehme zu, zuletzt noch angefacht von der US-Steuerreform.

Die Papiere von Symantec verloren rund 0,5 Prozent. Zuvor hatte sich das Analysehaus Jefferies skeptisch zu den Anteilscheinen des Anbieters von Sicherheitssoftware geäußert./la/he

18.01.2018

ROUNDUP/Aktien Frankfurt Schluss: Dax legt zu - Rekorde für MDax und SDax

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax hat am Donnerstag mit Kursgewinnen dem weiter hohen Eurokurs sowie der schwächelnden Wall Street getrotzt. Die deutschen Nebenwerte-Indizes MDax und SDax schafften es im Handelsverlauf sogar auf Rekordstände. Als Kursstütze erwiesen sich starke Konjunkturdaten aus China - das bevölkerungsreichste Land der Welt ist ein wichtiger Absatzmarkt für die exportstarken deutschen Unternehmen.

Zum Börsenschluss gewann der Leitindex Dax 0,74 Prozent auf 13 281,43 Punkte. Der MDax der mittelgroßen Unternehmen erklomm mit 27 214,87 Punkten eine Bestmarke, bevor er sich 0,59 Prozent im Plus bei 27 208,79 Punkten aus dem Handel verabschiedete. Gleiches galt für den SDax, der nach einem Rekordwert mit einem Kursanstieg von 0,33 Prozent bei 12 402,79 Zählern schloss.

Für den Technologiewerte-Index TecDax ging es um deutliche 1,42 Prozent auf 2683,59 Punkte bergauf - ihm halfen saftige Kursgewinne der Indexmitglieder S&T, Jenoptik und Medigene .

Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 beendete den Handel mit einem Plus von 0,23 Prozent bei 3620,91 Punkten. In Paris ging es minimal nach oben, während die Kurse in London etwas nachgaben. Der US-Leitindex Dow Jones Industrial stand zum europäischen Börsenschluss moderat in der Verlustzone, nachdem er zum Auftakt noch eine Bestmarke erreicht hatte.

Der Euro kostete zuletzt 1,2239 US-Dollar, womit er unter der am Vortag geknackten 1,23-Dollar-Schwelle blieb. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs auf 1,2235 (Mittwoch: 1,2203) US-Dollar festgesetzt; der Dollar kostete damit 0,8173 (0,8195) Euro. Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite von 0,36 Prozent am Vortag auf 0,39 Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,13 Prozent auf 139,81 Punkte. Der Bund-Future verlor 0,06 Prozent auf 160,60 Punkte.

Im Dax profitierten die Aktien des Chemiekonzerns BASF mit plus 2,75 Prozent von starken vorläufigen Zahlen für das vergangene Jahr. Die Ludwigshafener hätten 2017 ein deutlich besseres Ergebnis erzielt als erwartet, bestätigte Stefan de Schutter von Alpha Wertpapierhandel entsprechende Unternehmensaussagen. Warburg-Analyst Oliver Schwarz glaubt zudem, dass der Konzern nun seine Dividende erhöhen könnte.

Mangels weiterer Unternehmensnachrichten bewegten ansonsten vor allem Analystenkommentare. Dax-Spitzenreiter waren die Papiere des Halbleiterkonzerns Infineon , die um 5,55 Prozent zulegten. Sie profitierten von Kaufempfehlungen der US-Bank Goldman Sachs sowie der französischen Bank Societe Generale. Nach den rekordhohen Umsätzen der Branche erwarten beide Häuser wegen des guten Konjunkturumfeldes 2018 weiteres Wachstum und lobten vor allem das starke Geschäft mit der Autobranche.

Im MDax gehörte K+S mit einem Kursplus von 4,15 Prozent auf 22,35 Euro zu den Favoriten der Anleger. Hier sieht Mainfirst kurzfristig Chancen und erhöhte das Kursziel auf 23 Euro. Die Kali-Produzenten profitierten in einem engen Markt weiter von einer hohen Nachfrage, hieß es. Bis ins späte zweite Quartal wird daher mit einem positiven Branchenumfeld gerechnet.

Um 1,23 Prozent legten die Papiere von Kion zu. Europas größter Gabelstaplerhersteller hatte mit EP Equipment, einem chinesischen Hersteller von leichten Lagertechnikgeräten, eine weltweite strategische Partnerschaft vereinbart. Der Konzern will eine Minderheit an EP erwerben und die Transaktion wenn möglich im Laufe des Jahres abschließen.

Die Aktien von Airbus gewannen 0,96 Prozent auf 90,46 Euro - bei 92,56 Euro hatten sie ein Rekordhoch erreicht. Auftrieb gab eine Order der Fluggesellschaft Emirates für den Airbus A380 mit einem zweistelligen Milliardenvolumen in US-Dollar.

Spitzenreiter im MDax war aber Steinhoff - die Aktien schlossen nach heftigen Kursschwankungen mit einem Plus von gut 5 Prozent. Der in einem Bilanzskandal steckende und schwer angeschlagene Möbelkonzern gibt kurzfristig Entwarnung. Die Gruppe sehe sich gegenwärtig in der Lage, fällige Zinsen auf Schulden zu bezahlen, hieß es. Gleichzeitig geht aber das Ringen um frisches Geld weiter - ein benötigter Kredit ist nur zu einem Teil gesichert.

Im TecDax standen die Titel der österreichischen S&T mit einem Kurssprung von 10,33 Prozent auf 21,68 Euro im Fokus. Die Privatbank Hauck & Aufhäuser äußerte sich positiv zu den am Vortag veröffentlichten Eckdaten des Technologiekonzerns - diese bestätigten die gute Positionierung im Wachstumsbereich "Internet der Dinge". Zuvor hatten Zahlen und Ausblick die Anleger nicht überzeugen können. Die Papiere des Biotech-Konzerns Medigene und des Technologie-Unternehmens Jenoptik schafften auch ohne neue Nachrichten Kursgewinne von jeweils mehr als 6 Prozent und knüpften damit an ihre jüngst gute Entwicklung an./gl/he

--- Von Gerold Löhle, dpa-AFX ---

18.01.2018

Aktien Frankfurt Schluss: Dax legt zu - Rekorde für MDax und SDax

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax hat am Donnerstag mit Kursgewinnen dem weiter hohen Eurokurs sowie der schwächelnden Wall Street getrotzt. Die deutschen Nebenwerte-Indizes MDax und SDax schafften es im Handelsverlauf sogar auf Rekordstände. Als Kursstütze erwiesen sich starke Konjunkturdaten aus China - das bevölkerungsreichste Land der Welt ist ein wichtiger Absatzmarkt für die exportstarken deutschen Unternehmen.

Zum Börsenschluss gewann der Leitindex Dax 0,74 Prozent auf 13 281,43 Punkte. Der MDax der mittelgroßen Unternehmen erklomm mit 27 214,87 Punkten eine Bestmarke, bevor er sich 0,59 Prozent im Plus bei 27 208,79 Punkten aus dem Handel verabschiedete. Gleiches galt für den SDax, der nach einem Rekordwert mit einem Kursanstieg von 0,33 Prozent bei 12 402,79 Zählern schloss.

Für den Technologiewerte-Index TecDax ging es um deutliche 1,42 Prozent auf 2683,59 Punkte bergauf - ihm halfen saftige Kursgewinne der Indexmitglieder S&T, Jenoptik und Medigene ./gl/he

18.01.2018

ROUNDUP/Aktien New York: Dow kommt etwas vom Rekordhoch zurück

NEW YORK (dpa-AFX) - Die Anleger an der Wall Street haben sich nach dem jüngsten Höhenflug eine Verschnaufpause gegönnt. Der US-Leitindex Dow Jones Industrial erreichte zwar zu Handelsbeginn am Donnerstag eine Bestmarke bei gut 26 153 Punkten, drehte dann aber ins Minus. Zuletzt fiel das Börsenbarometer um 0,21 Prozent auf 26 061,47 Punkte.

Der breiter gefasste S&P 500 gab um 0,09 Prozent auf 2800,00 Punkte nach. Für den Auswahlindex der Technologiewerte, den Nasdaq 100 , ging es um 0,01 Prozent auf 6809,69 Punkte nach unten.

Neue US-Konjunkturdaten lieferten kaum Impulse. So hatte sich das Geschäftsklima in der Region Philadelphia im Januar überraschend stark eingetrübt. Auch die Baubeginne waren unerwartet deutlich zurückgegangen. Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe war hingegen in der vergangenen Woche überraschend stark gesunken.

Aus Branchensicht standen wie schon zur Wochenmitte Banken mit ihren jüngsten Quartalszahlen im Fokus. So übertraf Morgan Stanley die Erwartungen der Analysten deutlich. Insbesondere die florierende Vermögensverwaltung hatte die Erträge anschwellen lassen. Für die Papiere ging es etwas nach oben.

Dagegen sackten die Aktien der Bank of New York Mellon um rund 5 Prozent ab, obwohl deren bereinigte Quartalszahlen die durchschnittlichen Analystenschätzungen insgesamt getroffen hatten. Den Anlegern stieß jedoch negativ auf, dass die sich aus der US-Steuerreform ergebenden zusätzlichen Gewinne nicht an die Aktionäre ausgeschüttet werden. Vielmehr sollen zunächst die Mitarbeiter bedacht und der Rest in das operative Geschäft gesteckt werden.

In einem ansonsten nachrichtenarmen Umfeld sorgten zudem Analystenkommentare für Bewegung. So zählten die Anteilscheine von Wal-Mart mit einem Plus von mehr als 1 Prozent zu den Favoriten im Dow. Der private Konsum in den USA habe die jahrelange Phase niedrigen Wachstums zum Jahresschluss beendet, schrieb Analyst Matthew Fassler von der US-Investmentbank Goldman Sachs. Der konjunkturelle Rückenwind für den privaten Verbrauch nehme zu, zuletzt noch angefacht von der US-Steuerreform.

Die Papiere von Symantec verloren knapp 2 Prozent. Zuvor hatte sich das Analysehaus Jefferies skeptisch zu den Anteilscheinen des Anbieters von Sicherheitssoftware geäußert./la/he

18.01.2018

Aktien New York: Dow steigt mühsam auf Rekordhoch

NEW YORK (dpa-AFX) - Der Dow Jones Industrial hat sich am Donnerstag nur mit Mühe auf ein weiteres Rekordhoch geschleppt. Der US-Leitindex erreichte bereits zu Handelsbeginn eine Bestmarke bei gut 26 153 Punkten, bevor er minimal ins Minus drehte. Auch die anderen wichtigen Indizes bewegten sich zuletzt kaum vom Fleck.

Der Dow verharrte nahezu bei 26 115,06 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 legte um 0,01 Prozent auf 2802,95 Punkte zu und für den Auswahlindex der Technologiewerte, den Nasdaq 100 , ging es um 0,09 Prozent auf 6804,14 Punkte nach unten.

Neue US-Konjunkturdaten lieferten kaum Impulse. So hatte sich das Geschäftsklima in der Region Philadelphia im Januar überraschend stark eingetrübt. Auch die Baubeginne waren unerwartet deutlich zurückgegangen. Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe war hingegen in der vergangenen Woche überraschend stark gesunken./la/he

18.01.2018

Aktien Frankfurt: Dax moderat im Plus - MDax klettert auf Rekordhoch

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax hat am Donnerstag wieder etwas Auftrieb erhalten. Der MDax stieg sogar auf ein Rekordhoch. Unterstützt wurde die freundliche Börsenstimmung von der fortgesetzten Rally der US-Börsen am Vortag, von besser als erwartet ausgefallenen Wirtschaftsdaten aus China und auch vom Eurokurs . Die Gemeinschaftswährung hatte sich am Vorabend wieder deutlich vom zuvor erreichten Dreijahreshoch bei über 1,23 US-Dollar entfernt. Ein stärkerer Euro gilt als potenzieller Belastungsfaktor für die exportstarken deutschen Unternehmen.

Der deutsche Leitindex gewann bis zum Nachmittag 0,34 Prozent auf 13 228,51 Punkte. Nach seinem beeindruckenden Jahresstart befindet er sich momentan auf Richtungssuche. Der Index der 50 mittelgroßen Unternehmen übertraf hingegen seinen Ende November erreichten Höchststand und legte zuletzt um 0,41 Prozent auf 27 159,91 Punkte zu. Der Technologie-Index TecDax rückte um 0,64 Prozent auf 2662,94 Punkte vor. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 kam dagegen mit plus 0,09 Prozent kaum vom Fleck.

"Während der Dax seit gut acht Wochen im Winterschlaf liegt und innerhalb einer engen Bandbreite von 400 Punkten schwankt, was gerade mal 3 Prozent entspricht, markieren in den USA Dow und S&P nahezu täglich neue Höchststände", kommentierte Markus Stillger, Geschäftsführer von der Anlageberatungsgesellschaft MB Fund Advisory. Im gleichen Zeitraum legten die wichtigsten US-Indizes damit deutlich zweistellig zu. Zwar trage der feste Euro seinen Teil dazu bei, das rechtfertigt seiner Ansicht nach aber nicht, dass US-Aktien in den letzten 30 Jahren ohne Berücksichtigung von Dividenden exakt die gleiche Wertsteigerung aufweisen wie deutsche Aktien mit Dividenden-Berücksichtigung.

Da es hierzulande kaum Unternehmensnachrichten gab, bewegten vor allem Analystenkommentare. Im Dax stachen die Papiere von Infineon heraus, die an der Index-Spitze um 5,5 Prozent zulegten. Sie profitierten von gleich zwei sehr positiven Studien. So stufte Goldman Sachs die Aktie von "Neutral" auf "Buy" hoch und hob das Kursziel auf 29 Euro. Die französische Großbank Societe Generale nahm die Aktie des Münchener Chipherstellers mit "Buy" und einem Kursziel von gleichfalls 29 Euro in die Bewertung auf. Nach den rekordhohen Umsätzen der Branche erwarten beide wegen des guten Konjunkturumfeldes 2018 weiteres Wachstum und lobten vor allem das starke Autosegment.

Mit plus 4,6 Prozent nahmen die Aktien von K+S im MDax die Spitze ein. Hier sieht die Mainfirst kurzfristig Chancen und stockte das Kursziel auf. Die Kali-Produzenten profitierten in einem engen Markt weiter von einer hohen Nachfrage, hieß es. Bis ins späte zweite Quartal wird daher mit einem positiven Branchenumfeld gerechnet. Die Aktien von Airbus folgten an zweiter Stelle und legten 2,5 Prozent zu. Zeitweise erreichten sie bei 92,56 Euro ein neues Rekordhoch. Auftrieb gab eine Order der Fluggesellschaft Emirates für den Airbus A380 mit einem zweistelligen Milliardenvolumen in US-Dollar.

Um 0,59 Prozent legten zudem die Papiere von Kion zu. Europas größter Gabelstaplerhersteller vereinbarte mit EP Equipment, einem chinesischen Hersteller von leichten Lagertechnikgeräten, eine weltweite strategische Partnerschaft. Der Konzern will eine Minderheit an EP erwerben und die Transaktion wenn möglich im Laufe des Jahres abschließen.

Im TecDax rückten im Handelsverlauf die Anteile der österreichischen S&T in den Fokus, die nach ihren tags zuvor veröffentlichten vorläufigen Quartalszahlen und Aussagen zum neuen Jahr um 7,7 Prozent hochsprangen und den höchsten Stand seit August 2003 erreichten. Am Mittwoch hatten sie noch 1,3 Prozent eingebüßt. Die Privatbank Hauck & Aufhäuser äußerte sich nun positiv und sieht die Eckdaten des Technologiekonzerns als Bestätigung für deren gute Positionierung im Wachstumsbereich "Internet der Dinge". Auch Warburg Research sieht das IoT als stärksten Wachstumstreiber und hob das Kursziel an. Die Aktie wird jedoch als fair bewertet angesehen.

Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite von 0,36 Prozent am Vortag auf 0,39 Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,13 Prozent auf 139,81 Punkte. Der Bund Future sank um 0,11 Prozent auf 160,51 Punkte. Der Euro wurde am Nachmittag mit 1,2240 Dollar gehandelt. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs tags zuvor auf 1,2203 (Dienstag: 1,2230) Dollar festgesetzt./ck/jha/

--- Von Claudia Müller, dpa-AFX ---

18.01.2018

Aktien New York Ausblick: Dow nimmt Auszeit nach Rekordjagd

NEW YORK (dpa-AFX) - Die Anleger an den US-Aktienmärkten dürften sich nach dem jüngsten Höhenflug am Donnerstag eine Atempause gönnen. Neue US-Konjunkturdaten lieferten vorbörslich kaum Impulse. So hat sich das Geschäftsklima in der Region Philadelphia im Januar überraschend stark eingetrübt. Auch die Baubeginne fielen unerwartet deutlich zurück. Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe sank überraschend stark in der vergangenen Woche.

Der Broker IG taxierte den Dow Jones Industrial rund eine dreiviertel Stunde vor Handelsstart 0,04 Prozent höher bei 26 124 Punkten. Am Mittwoch hatte der US-Leitindex einmal mehr ein Rekordhoch bei 26 130 Zählern erreicht und erstmals über 26 000 Punkten geschlossen.

Unter den Einzelwerten sollten die Aktien von Morgan Stanley im Mittelpunkt des Anlegerinteresses stehen. Im vierten Quartal fiel der Gewinn der Investmentbank um 59 Prozent. Wegen der US-Steuerreform musste eine einmalige Belastung in Höhe von 1,2 Milliarden Dollar verbucht werden. Die Steuerreform hatte bereits die anderen großen US-Banken wie Goldman Sachs , JPMorgan , Bank of America und vor allem die Citigroup im Schlussquartal belastet.

Das um diesen Einmaleffekt bereinigte Ergebnis von Morgan Stanley stieg aber kräftig. Insbesondere die florierende Vermögensverwaltung ließ die Erträge im vierten Quartal um rund fünf Prozent anschwellen. Insgesamt übertrafen die Zahlen die Erwartungen der Analysten deutlich. Die Morgan-Stanley-Titel gewannen vorbörslich 0,8 Prozent an Wert.

Dagegen sackten die Aktien der Bank Of New York Mellon vorbörslich um 4,8 Prozent ab, obwohl deren bereinigte Quartalszahlen die durchschnittlichen Analystenschätzungen insgesamt getroffen hatten. Den Anlegern stieß jedoch negativ auf, dass die sich aus der US-Steuerreform ergebenden zusätzlichen Gewinne nicht an die Aktionäre ausgeschüttet werden. Vielmehr sollen zunächst die Mitarbeiter beglückt und der Rest in das operative Geschäft gesteckt werden.

Die Papiere von Symantec verbilligten sich im vorbörslichen Handel um 4 Prozent. Zuvor hatte das Analysehaus Jefferies die Anteilsscheine des Anbieters von Sicherheitssoftware auf "Underperform" abgestuft.

Auch die Titel von Comcast kamen nach einer Analystenstudie mit minus 1,2 Prozent unter die Räder. Das japanische Analysehaus Nomura hatte die Aktien des Kabelnetzbetreibers und Telekomkonzerns auf "Neutral" herabgestuft./edh/jha/

18.01.2018

Aktien Frankfurt: US-Rally vom Vortag und Euro-Entwicklung sorgen für Auftrieb

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die fortgesetzte Rally an der Wall Street hat dem Dax am Donnerstag wieder etwas Auftrieb gegeben. Der MDax stieg sogar auf ein Rekordhoch. Unterstützt wurden die freundliche Börsenstimmung auch vom aktuell schwächeren Euro . Dieser hatte sich am Vorabend wieder deutlich vom zuvor erreichten Dreijahreshoch bei über 1,23 US-Dollar entfernt und pendelt nun um die Marke von 1,22 Dollar. Ein stärkerer Euro gilt als potenzieller Belastungsfaktor für die exportstarken deutschen Unternehmen.

Der deutsche Leitindex gewann bis zur Mittagszeit 0,41 Prozent auf 13 237,87 Punkte. Nach seinem beeindruckenden Jahresstart befindet er sich momentan weiterhin auf Richtungssuche. Der Index der 50 mittelgroßen Unternehmen übertraf hingegen seinen Ende November erreichten Höchststand und legte zuletzt dann um 0,36 Prozent auf 27 146,91 Punkte zu. Der Technologie-Index TecDax rückte um 0,64 Prozent auf 2662,99 Punkte vor. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 kam dagegen mit plus 0,15 Prozent nur mühsam vom Fleck.

Positiv wirkten zudem Wirtschaftsdaten aus China: So wuchs die Wirtschaft des Landes im vierten Quartal 2017 etwas stärker als von Analysten erwartet. Auch die Daten zur chinesischen Industrieproduktion im Dezember fielen überraschend besser aus. Am Nachmittag könnten neue Immobiliendaten aus den USA sowie der Philadelphia-Fed-Index die Börsen beschäftigen.

Derweil geht es hierzulande eher ruhig zu, denn Unternehmensnachrichten gibt es kaum. Vielmehr bewegen vor allem Analystenkommentare die Gemüter. Im Dax stachen die Papiere von Infineon heraus, die an der Index-Spitze um knapp 4 Prozent zulegten. Sie profitierten von gleich zwei sehr positiven Analystenkommentaren.

So hat die US-Investmentbank Goldman Sachs die Aktien von "Neutral" auf "Buy" hochgestuft und das Kursziel auf 29 Euro angehoben. Die französische Großbank Societe Generale meldete sich ebenfalls zu Wort und nahm die Aktie des Münchener Chipherstellers mit "Buy" und einem Kursziel von gleichfalls 29 Euro in die Bewertung auf. Nach den rekordhohen Umsätzen der Branche erwarten beide wegen des guten Konjunkturumfelds 2018 weiteres Wachstum und hoben vor allem das starke Autosegment hervor.

Um etwas mehr als 4 Prozent ging es auch für die Aktien von K+S im MDax nach oben. Hier sieht die Mainfirst kurzfristig Chancen auf Kursgewinne und stockte das Kursziel auf. Die Kali-Produzenten profitierten in einem engen Markt weiter von einer hohen Nachfrage, hieß es. Bis ins späte zweite Quartal wird daher mit einem positiven Branchenumfeld gerechnet.

Die Aktien von Airbus folgten an zweiter Stelle und legten um knapp 2 Prozent zu. Zeitweise gelang es ihnen, ihr jüngstes Rekordhoch mit 91,87 Euro um einen Cent zu überbieten. Auftrieb gab eine Order der Fluggesellschaft Emirates für den Airbus A380 mit einem zweistelligen Milliardenvolumen in US-Dollar. Angesichts einer zwischenzeitlich sehr verhaltenen Nachfrage nach dem riesigen Flugzeug bedeutet der Auftrag faktisch die Rettung für das Modell, über dessen Produktionsstopp seit Monaten spekuliert worden war.

Um 0,64 Prozent legten zudem die Papiere von Kion zu. Europas größter Gabelstaplerhersteller vereinbarte mit EP Equipment, einem chinesischen Hersteller von leichten Lagertechnikgeräten, eine weltweite strategische Partnerschaft. Daher will der Konzern nun eine Minderheit an EP erwerben und die Transaktion wenn möglich im Laufe des Jahres abschließen./ck

--- Von Claudia Müller, dpa-AFX ---

18.01.2018

ROUNDUP 2: Krise um Regierungs-'Shutdown' in Washington spitzt sich zu

(neu: Freedom-Caucus im 5. Absatz, Hintergrund zu Mauerfinanzierung im 6. Absatz)

WASHINGTON (dpa-AFX) - Einen Tag vor Fristablauf hat sich in Washington die Diskussion um einen möglichen Regierungs-Stillstand zugespitzt. Ein Erfolg für die Versuche der regierenden Republikaner, kurz vor Schluss noch eine Übergangslösung für zunächst vier Wochen hinzubekommen, erschien am Donnerstag immer fraglicher.

Im Falle eines Stillstandes würde der Öffentliche Dienst in den USA in Teilen zum Erliegen kommen. Ämter und Behörden blieben geschlossen, aber auch etwa bundeseigene Museen oder andere Freizeiteinrichtungen. In besonders wichtigen Einrichtungen, etwa bei der Grenzkontrolle oder beim Militär, bliebe der Betrieb jedoch aufrechterhalten. Das Pentagon würde nur die zivilen Mitarbeiter nach Hause schicken.

Zwei demokratische Senatoren, Mark Warner und Tim Kaine, schlugen unterdessen vor, unter allen Umständen eine langfristige Lösung hinzubekommen. Die Parlamentarier beider Parteien müssten solange tagen, bis eine Lösung gefunden sei. "Dies wäre der vierte vorläufige Haushalt im laufenden Wirtschaftsjahr", heißt es in einer Stellungnahme der beiden Politiker. Ständige Übergangslösungen bedeuteten nur eine größere Unsicherheit.

US-Präsident Donald Trump empfahl via Twitter, eine zwischen Republikanern und Demokraten vereinbarte Regelung zur Fortführung eines umstrittenen Programms zur Kindergesundheit (CHIP) nicht Teil einer Übergangslösung werden zu lassen. Sie müsse langfristig angelegt sein. Führende Republikaner wiesen ihren Chef anschließend darauf hin, dass dies bereits Teil der Vereinbarung sei.

Wenig später gab das Weiße Haus ein Statement des stellvertretenden Regierungssprechers Raj Shah heraus. Der Präsident stehe hinter dem Vorschlag der Republikaner. Allerdings ist der Vorschlag auch in den eigenen Reihen umstritten. Der erzkonservative Freedom Caucus will unter anderem größere Sicherheiten für die Finanzierung des Militärs.

Trump selbst war einer der Urheber der Krise. Der Präsident hatte mit seinem unbedingten Festhalten an seiner Forderung, Dollar-Milliarden für einen Mauerbau an der Grenze zu Mexiko bereitzustellen, Kompromisse mit den Demokraten erschwert.

Trump sagte am Rande eines Besuches im Pentagon, Leidtragender eines möglichen Regierungsstillstands sei vor allem das Militär und dieses werde derzeit dringender gebraucht als jemals zuvor. "Der Präsident möchte sicherstellen, dass unsere Streitkräfte und unsere Nationale Sicherheit finanziert sind", hieß es ergänzend vom Weißen Haus. Dies dürfe von den Demokraten nicht ausgenutzt werden.

Auch der republikanische Vorsitzende des US-Repräsentantenhauses, Paul Ryan, warnte die Demokraten davor, ihre Machtposition auszunutzen und im Senat gegen eine Übergangslösung zu stimmen. "Unserem Militär droht eine ernsthafte Verschlechterung der Einsatzfähigkeit", sagte Ryan.

Der Präsident will am Wochenende in seinem Domizil Mar-a-Lago in Florida den ersten Jahrestag seiner Amtseinführung (20. Januar) begehen. Möglicherweise könnte ein "Shutdown" sogar diese Pläne durchkreuzen. Während sich seine Regierung wegen einer Zahlungsunfähigkeit in der Krise befindet, könnte der Präsident wohl nicht ohne größere Kritik das Weiße Haus verlassen./dm/DP/he

18.01.2018

IWF-Chefin Lagarde: Deutschland muss in langfristiges Wachstum investieren

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Chefin des Internationalen Währungsfonds (IWF), Christine Lagarde, hat Deutschland zur langfristigen Sicherung des Wachstums zu mehr Investitionen aufgefordert. "Deutschland kann es sich leisten, mehr Geld auszugeben", sagte Lagarde am Donnerstag auf einer Fachkonferenz in Frankfurt.

Zwar befinde sich die deutsche Wirtschaft derzeit in einer Boomphase. Aber: "Jetzt, wo noch die Sonne über dem Dach scheint, muss sich das Land und die gesamte EU für die nächste Krise winterfest machen", sagte Lagarde. Dabei müsse man auch die Konkurrenz aus China und Teilen der USA im Blick behalten, wo Investitionen in neue Technologien und saubere Energiegewinnungsverfahren derzeit massiv hochgefahren würden.

Wichtig sei vor allem, dass das Geld im Inland ausgegeben werde. Neben den Innovationen spiele auch das Lohnwachstum eine wichtige Rolle, das zuletzt zwar etwas gestiegen sei, aber immer noch Luft nach oben habe./kro/tos

18.01.2018

ROUNDUP: Krise um Regierungs-'Shutdown' in Washington spitzt sich zu

WASHINGTON (dpa-AFX) - Einen Tag vor Fristablauf hat sich in Washington die Diskussion um einen möglichen Regierungs-Stillstand zugespitzt. Ein Erfolg für die Versuche der regierenden Republikaner, kurz vor Schluss noch eine Übergangslösung für zunächst vier Wochen hinzubekommen, erschien am Donnerstag immer fraglicher.

Im Falle eines Stillstandes würde der Öffentliche Dienst in den USA in Teilen zum Erliegen kommen. Ämter und Behörden blieben geschlossen, aber auch etwa bundeseigene Museen oder andere Freizeiteinrichtungen. In besonders wichtigen Einrichtungen, etwa bei der Grenzkontrolle oder beim Militär, bliebe der Betrieb jedoch aufrechterhalten. Das Pentagon würde nur die zivilen Mitarbeiter nach Hause schicken.

Zwei demokratische Senatoren, Mark Warner und Tim Kaine, schlugen unterdessen vor, unter allen Umständen eine langfristige Lösung hinzubekommen. Die Parlamentarier beider Parteien müssten solange tagen, bis eine Lösung gefunden sei. "Dies wäre der vierte vorläufige Haushalt im laufenden Wirtschaftsjahr", heißt es in einer Stellungnahme der beiden Politiker. Ständige Übergangslösungen bedeuteten nur eine größere Unsicherheit.

US-Präsident Donald Trump empfahl via Twitter, eine zwischen Republikanern und Demokraten vereinbarte Regelung zur Fortführung eines umstrittenen Programms zur Kindergesundheit (CHIP) nicht Teil einer Übergangslösung werden zu lassen. Sie müsse langfristig angelegt sein. Führende Republikaner wiesen ihren Chef anschließend darauf hin, dass dies bereits Teil der Vereinbarung sei.

Wenig später gab das Weiße Haus ein Statement des stellvertretenden Regierungssprechers Raj Shah heraus. Der Präsident stehe hinter dem Vorschlag der Republikaner.

Trump sagte am Rande eines Besuches im Pentagon, Leidtragender eines möglichen Regierungsstillstands sei vor allem das Militär und dieses werde derzeit dringender gebraucht als jemals zuvor. "Der Präsident möchte sicherstellen, dass unsere Streitkräfte und unsere Nationale Sicherheit finanziert sind", hieß es ergänzend vom Weißen Haus. Dies dürfe von den Demokraten nicht ausgenutzt werden.

Auch der republikanische Vorsitzende des US-Repräsentantenhauses, Paul Ryan, warnte die Demokraten davor, ihre Machtposition auszunutzen und im Senat gegen eine Übergangslösung zu stimmen. "Unserem Militär droht eine ernsthafte Verschlechterung der Einsatzfähigkeit", sagte Ryan.

Der Präsident will am Wochenende in seinem Domizil Mar-a-Lago in Florida den ersten Jahrestag seiner Amtseinführung (20. Januar) begehen. Möglicherweise könnte ein "Shutdown" sogar diese Pläne durchkreuzen. Während sich seine Regierung wegen einer Zahlungsunfähigkeit in der Krise befindet, könnte der Präsident wohl nicht ohne größere Kritik das Weiße Haus verlassen./dm/DP/she

18.01.2018

ROUNDUP: Berlin und Paris wollen Digitalwährung Bitcoin kontrollieren

PARIS (dpa-AFX) - Deutschland und Frankreich wollen die Digitalwährung Bitcoin stärker kontrollieren. Geplant seien gemeinsame Vorschläge zur Regulierung, sagte der französische Wirtschafts- und Finanzminister Bruno Le Maire am Donnerstag in Paris nach einem Treffen mit dem geschäftsführenden Bundesfinanzminister Peter Altmaier (CDU).

Die gemeinsamen Vorschläge sollen für das Treffen großer Industrie- und Schwellenländer (G20) im März in Argentinien vorliegen. Altmaier sagte, es gebe eine Verantwortung gegenüber den Bürgern, Risiken über eine Regulierung zu vermindern. "Das ist etwas ganz Neues", sagte Altmaier mit Blick auf die Krypto-Währung.

Bitcoins kommen vor allem bei Zahlungen im Internet zum Einsatz und sind wegen geringer Kontrolle und großer Schwankungen umstritten.

Le Maire bekräftigte, dass die beiden Länder bis zum Juni Vorschläge zur Reform der Eurozone mit 19 Staaten machen werden. Das betreffe die Vollendung der europäischen Bankenunion und der Kapitalmarktunion. Berlin und Paris wollten zudem Vorschläge zur Angleichung im Steuerbereich machen. "Wir müssen jetzt handeln", sagte Le Maire.

Altmaier äußerte sich im Hinblick auf den Zeitplan zuversichtlich. In Deutschland laufe zwar noch die Regierungsbildung. Aber: "Wir sind zuversichtlich, dass dies sehr wahrscheinlich vor oder nach Ostern geschafft ist", sagte er.

Berlin und Paris sprechen zudem über die Besteuerung von Internet-Giganten, sagte Le Maire. Man warte dazu auf Vorschläge der Brüsseler EU-Kommission. Der mächtige Ressortchef zeigte sich auch beunruhigt über die Unternehmensteuerreform in den USA - darüber wolle er am Rande des Weltwirtschaftsforums in der kommenden Woche in Davos sprechen. "Wir sind überzeugt, dass wir das europäische Modell verteidigen müssen", sagte Altmaier in diesem Zusammenhang.

Frankreichs Staatspräsident Emmanuel Macron hatte im vergangenen Jahr weitgehende Vorschläge zur Reform der Eurozone gemacht, so forderte er unter anderem einen Eurozonenhaushalt und einen Euro-Finanzminister. Le Maire versicherte, dass sein Land schon seit dem vergangenen Jahr die Maastrichter Schuldengrenze von drei Prozent der Wirtschaftsleistung einhalte. Zuvor hatte Frankreich als Schuldensünder lange Jahre über dieser Marke gelegen./cb/DP/tos

18.01.2018

Europäische Investitionsbank will kleine Unternehmen stärker fördern

BRÜSSEL (dpa-AFX) - Die Europäische Investitionsbank (EIB) will in den kommenden Jahren Kleinunternehmen in Europa stärker fördern. Bis Ende 2020 solle deren Anteil im Rahmen der EU-Investitionsinitiative Efsi von 26 auf 40 Prozent steigen, sagte EIB-Präsident Werner Hoyer am Donnerstag in Brüssel. Die Bank verwaltet den Europäischen Fonds für strategische Investitionen (Efsi). Mit diesem Prestigeprojekt der EU-Kommission von Jean-Claude Juncker sollen bis Ende 2020 über Garantien Investitionen in Höhe von rund 500 Milliarden Euro angestoßen werden.

2017 stellte die EIB-Gruppe für kleine und mittlere Unternehmen Finanzierungen in Höhe von 29,6 Milliarden Euro bereit, insgesamt kam sie auf rund 78 Milliarden Euro. Neben den Ausgaben für die Kleinunternehmen floss ein Großteil der Mittel in Infrastruktur- und Umweltprojekte sowie Innovationen. Die EIB gehört den 28 EU-Mitgliedstaaten.

Hoyer bekräftigte zudem die EIB-Ziele zur Bekämpfung des Klimawandels und sowie von Migrationsursachen. Von 2016 bis 2020 wolle die Bank 100 Milliarden Euro für den Klimaschutz bereitstellen. Die Lebensbedingungen in den südlichen Nachbarländern der EU und auf dem Westbalkan sollen zudem durch Investitionen von sechs Milliarden Euro verbessert werden. Ein Großteil der Mittel soll in die Schaffung von Arbeitsplätzen in kleinen und mittleren Unternehmen fließen.

Sorgen bereitet dem ehemaligen FDP-Politiker Hoyer, der 2018 seine zweite sechsjährige Amtszeit an der Spitze der EIB beginnt, vor allem der Brexit. Großbritannien gehört mit 16 Prozent des Kapitals neben Deutschland, Italien und Frankreich zu den stärksten Anteilseignern der Bank. "Der Brexit ist die schlimmste Entscheidung, die 2016 getroffen wurde", sagte Hoyer. "Es ist schmerzhaft für Bürger auf beiden Seiten des Kanals." Mit dem Austritt aus der EU im März 2019 verliert Großbritannien voraussichtlich auch die Mitgliedschaft in der EIB. Die Gespräche über die Trennungsmodalitäten laufen derzeit./elm/DP/she

18.01.2018

Frankfurt nimmt über 1,7 Milliarden Euro Gewerbesteuer ein

FRANKFURT (dpa-AFX) - Frankfurt hat im vergangenen Jahr 1,74 Milliarden Euro an Gewerbesteuer eingenommen. Damit hat Hessens Metropole ihren eigenen Rekord von 2016 nur um rund 70 Millionen Euro verfehlt. Dies teilte Stadtkämmerer Uwe Becker (CDU) am Donnerstag im städtischen Pressedienst mit.

Frankfurt gilt als die Großstadt in Deutschland mit den höchsten Gewerbesteuereinnahmen pro Einwohner. In seiner ursprünglichen Planung hatte Becker jedoch für 2017 noch rund 1,85 Milliarden Euro veranschlagt.

Die Herausforderungen der kommenden Jahre seien nur mit einer umsichtigen Politik zu bewältigen, sagte Becker, der eine Erhöhung der Hebesätze für die Gewerbesteuer ablehnte. Der Kämmerer und Bürgermeister hatte Ende vergangenen Jahres einen Sparkurs angekündigt. Trotz der hohen Einnahmen rechnet Frankfurt für 2017 und 2018 mit Millionendefiziten./tom/DP/she

18.01.2018

dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR von 17.00 Uhr - 18.01.2018

ROUNDUP 3: Chinas Wirtschaft zieht an - aber Sorgen wegen Trump

PEKING - Chinas Wirtschaft hat im abgelaufenen Jahr Stärke gezeigt: Wie das Pekinger Statistikamt am Donnerstag mitteilte, wuchs die zweitgrößte Volkswirtschaft 2017 im Jahresvergleich um 6,9 Prozent, womit das Wachstum erstmals seit 2010 wieder anzog.

ROUNDUP/USA: Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe auf tiefstem Stand seit 45 Jahren

WASHINGTON - In den USA entwickelt sich der Arbeitsmarkt immer robuster: Wie das US-Arbeitsministerium am Donnerstag mitteilte, fiel die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in der vergangenen Woche auf den niedrigsten Stand seit 45 Jahren. Demnach habe es einen Rückgang um 41 000 auf 220 000 geben. Ein ähnlich niedriger Wert war zuletzt 1973 ermittelt worden. Der Rückgang war außerdem der stärkste seit Dezember 2008.

USA: Philly-Fed-Index trübt sich überraschend stark ein

PHILADELPHIA - In den USA hat sich das Geschäftsklima in der Region Philadelphia zum Jahresauftakt überraschend stark eingetrübt. Der Indikator der regionalen Notenbank (Philly-Fed-Index) fiel im Januar auf 22,2 Punkte von 27,9 Punkten im Vormonat, wie die regionale Zentralbank am Donnerstag mitteilte. Analysten hatten hingegen nur mit einem Rückgang auf 25,0 Punkte gerechnet.

USA: Baubeginne fallen deutlich

WASHINGTON - Die US-Bauwirtschaft hat sich im Dezember schwach entwickelt. Die Zahl der neu begonnenen Bauten fiel deutlich, während die Genehmigungen für Neubauten faktisch stagnierten. Dies geht aus Zahlen des Handelsministeriums vom Donnerstag hervor.

Krise um Regierungs-'Shutdown' in Washington spitzt sich zu

WASHINGTON - Einen Tag vor Fristablauf hat sich in Washington die Diskussion um einen möglichen Regierungs-Stillstand zugespitzt. Ein Erfolg für die Versuche der regierenden Republikaner, kurz vor Schluss noch eine Übergangslösung für zunächst vier Wochen hinzubekommen, erschien am Donnerstag immer fraglicher.

Berlin und Paris wollen Digitalwährung Bitcoin regulieren

PARIS - Deutschland und Frankreich wollen die umstrittene Digitalwährung Bitcoin stärker kontrollieren. Geplant seien gemeinsame Vorschläge zur Regulierung, sagte der französische Wirtschafts- und Finanzminister Bruno Le Maire am Donnerstag in Paris nach einem Treffen mit dem geschäftsführenden Bundesfinanzminister Peter Altmaier (CDU).

ROUNDUP 2: Britisches Unterhaus verabschiedet EU-Austrittsgesetz

LONDON - Kein Ende der Zitterpartie: Das umstrittene EU-Austrittsgesetz muss nach der Verabschiedung im britischen Unterhaus noch weitere hohe Hürden im Parlament überwinden. Denn das Gesetz kommt jetzt in das mehrheitlich EU-freundliche Oberhaus - Änderungsanträge der Lords sind damit wahrscheinlich.

Bundesbank-Chef Weidmann: Deutscher Export-Überschuss kein Problem

FRANKFURT - Bundesbank-Präsident Jens Weidmann hält den Überschuss in der deutschen Leistungsbilanz nach wie vor für unproblematisch. "Weder sind Defizite noch Überschüsse per se schlecht", sagte Weidmann am Donnerstag auf einer Fachkonferenz in Frankfurt. Tatsächlich könne beides rationale Gründe haben.

Weitere US-Strafzölle für China

WASHINGTON - Im sich zuspitzenden Handelsstreit mit China hat die US-Regierung weitere Strafzölle verhängt. Künftig sollen bestimmte Edelstahlprodukte aus China mit einem Strafzoll von 174 Prozent belegt werden, wie Handelsminister Wilbur Ross in Washington mitteilte. Auf bestimmte Polyester-Produkte sollen Importeure künftig mehr als 40 Prozent bezahlen. Die Produkte würden mit regelwidrigen staatlichen Subventionen auf den Markt gebracht.

EU verschärft Sanktionen gegen Venezuela

BRÜSSEL - Die Europäische Union verschärft die Sanktionen gegen Venezuela. Vertreter der Mitgliedstaaten einigten sich am Donnerstag in Brüssel darauf, gegen sieben Vertraute des sozialistischen Präsidenten Nicolás Maduro EU-Einreiseverbote und Vermögenssperren zu verhängen. Darunter seien unter anderem Innenminister Néstor Reverol, Geheimdienstchef Gustavo González López sowie der Vizechef der Sozialistischen Partei, Diosdado Cabello, hieß es aus Diplomatenkreisen.

US-Notenbank sieht US-Wirtschaft 2018 weiter auf gutem Weg

WASHINGTON - Die US-Wirtschaft dürfte sich den amerikanischen Währungshütern zufolge weiterhin gut entwickeln. In fast allen Distrikten sei zuletzt ein moderates bis mäßiges Wachstum verzeichnet worden, hieß es in dem am Mittwoch veröffentlichten Konjunkturbericht der US-Notenbank Fed ("Beige Book"). Die meisten befragten Unternehmen bleiben demnach für das laufende Jahr optimistisch.

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ROUNDUP: Sie lesen im Konjunktur-Überblick eine Zusammenfassung. Zu diesem Thema gibt es mehrere Meldungen auf dem dpa-AFX Nachrichtendienst.

/tos

18.01.2018

Krise um Regierungs-'Shutdown' in Washington spitzt sich zu

WASHINGTON (dpa-AFX) - Einen Tag vor Fristablauf hat sich in Washington die Diskussion um einen möglichen Regierungs-Stillstand zugespitzt. Ein Erfolg für die Versuche der regierenden Republikaner, kurz vor Schluss noch eine Übergangslösung für zunächst vier Wochen hinzubekommen, erschien am Donnerstag immer fraglicher.

US-Präsident Donald Trump empfahl via Twitter, eine zwischen Republikanern und Demokraten vereinbarte Regelung zur Fortführung eines umstrittenen Programms zur Kindergesundheit (CHIP) nicht Teil einer Übergangslösung werden zu lassen.

Sollten die Republikaner im Kongress dem folgen, würde der Anreiz für eine Zustimmung der Demokraten sinken, deren Stimmen im Senat gebraucht werden. Hardliner bei den Demokraten halten einen "Shutdown" ohnehin für die bessere Variante, um Trump vorführen zu können.

Der Präsident will am Wochenende in seinem Domizil Mar-a-Lago in Florida den ersten Jahrestag seiner Amtseinführung (20. Januar) begehen. Möglicherweise könnte ein "Shutdown" sogar diese Pläne durchkreuzen. Während sich seine Regierung wegen einer Zahlungsunfähigkeit in der Krise befindet, könnte der Präsident wohl nicht ohne größere Kritik das Weiße Haus verlassen./dm/DP/she

18.01.2018

Berlin und Paris wollen Digitalwährung Bitcoin regulieren

PARIS (dpa-AFX) - Deutschland und Frankreich wollen die umstrittene Digitalwährung Bitcoin stärker kontrollieren. Geplant seien gemeinsame Vorschläge zur Regulierung, sagte der französische Wirtschafts- und Finanzminister Bruno Le Maire am Donnerstag in Paris nach einem Treffen mit dem geschäftsführenden Bundesfinanzminister Peter Altmaier (CDU).

Die gemeinsamen Vorschläge sollen für das Treffen großer Industrie- und Schwellenländer (G20) im März in Argentinien vorliegen. Altmaier sagte, es gebe eine Verantwortung gegenüber den Bürgern, Risiken über eine Regulierung zu vermindern.

Bitcoins kommen vor allem bei Zahlungen im Internet zum Einsatz und sind wegen geringer Kontrolle und großer Schwankungen umstritten.

Die Ressortchefs bekräftigten, dass die beiden Länder in den kommenden Monaten Vorschläge zur Reform der Eurozone mit 19 Staaten machen werden. Das betreffe die Vollendung der europäischen Bankenunion und der Kapitalmarktunion. Berlin und Paris wollten zudem Vorschläge zur Angleichung im Steuerbereich machen.

Altmaier äußerte sich im Hinblick auf den Zeitplan zuversichtlich. In Deutschland laufe zwar noch die Regierungsbildung. Aber: "Wir sind zuversichtlich, dass dies sehr wahrscheinlich vor oder nach Ostern geschafft ist", sagte er./cb/DP/jkr

18.01.2018

KORREKTUR/Bundesbank-Chef Weidmann: Deutscher Export-Überschuss kein Problem

(Korrigiert wurde im letzten Absatz, 1. Satz der Status von Emmanuel Macron. Dieser ist französischer Präsident.)

FRANKFURT (dpa-AFX) - Bundesbank-Präsident Jens Weidmann hält den Überschuss in der deutschen Leistungsbilanz nach wie vor für unproblematisch. "Weder sind Defizite noch Überschüsse per se schlecht", sagte Weidmann am Donnerstag auf einer Fachkonferenz in Frankfurt. Tatsächlich könne beides rationale Gründe haben.

So habe Deutschland auch schon andere Zeiten erlebt - etwa in den Jahren nach der Wiedervereinigung, als die inländische Nachfrage und der Kapitalbedarf besonders hoch waren. Damals sei die Leistungsbilanz für längere Zeit negativ gewesen. Der derzeitige Überschuss dagegen sei angebracht, auch um Folgen der demographischen Entwicklung abzufedern. Über die kommenden Jahrzehnte sei in Deutschland mit einem vergleichsweise schwachen Wachstum zu rechnen. Daher sei es richtig, von der Dynamik andernorts zu profitieren.

Zudem tragen laut dem Bundesbank-Chef zum aktuellen Plus auch die niedrigen Öl- und Rohstoffpreise sowie der trotz des jüngsten Anstiegs noch immer relativ schwache Euro bei. Der Überschuss sei auch auf die sehr lockere Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) zurückzuführen, sofern sie Auswirkungen auf den Wechselkurs habe.

Deutschland wird immer wieder dafür kritisiert, ausländische Märkte mit seinen Waren zu überschwemmen - etwa von US-Präsident Donald Trump oder zuletzt auch vom französischen Präsidenten Emmanuel Macron. IWF-Chefin Christine Lagarde hat die Bundesregierung wiederholt aufgefordert, zusätzliche Einnahmen in die Infrastruktur zu investieren. Damit würden die Wirtschaft angekurbelt und Ungleichgewichte in Europa reduziert, so das Argument./kro/tos/bgf/jha/he

18.01.2018

AKTIE IM FOKUS 2: BASF erfreut die Anleger mit überraschend guten Zahlen

(neu: Warburg, Schlusskurse)

FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Die Aktien des Chemiekonzerns BASF haben am Donnerstag dank starker Geschäftszahlen zur Aufholjagd angesetzt. Die Papiere gewannen bis zum Handelsschluss 2,75 Prozent auf 96,15 Euro und waren damit hinter Infineon der zweitbeste Wert im freundlichen Dax . Zwischenzeitlich waren die Anteilscheine sogar um gut 3,5 Prozent in die Höhe gesprungen.

BASF hatte 2017 beim Gewinn einen kräftigen Sprung nach vorn gemacht. Die Ludwigshafener hätten im vergangenen Jahr ein deutlich besseres Ergebnis erzielt als von Analysten erwartet, bestätigte Stefan de Schutter von Alpha Wertpapierhandel entsprechende Unternehmensaussagen. Dies gelte insbesondere für die Chemieaktivitäten und das Ölgeschäft.

Laut Analyst Oliver Schwarz von Warburg Research hat BASF "sehr positiv überrascht". Als Antrieb hätten sich sowohl das Geschäft mit Basischemikalien, aber unerwartet auch das starke Abschneiden der Agrarchemiesparte in Lateinamerika erwiesen, schrieb der Experte. Auf Basis dessen kann sich Schwarz vorstellen, dass die Ludwigshafener nun womöglich eine überraschend hohe Dividende ausschütten. Der Experte rät weiter zum Kauf der Papiere mit einem Kursziel von 111 Euro.

Auf Sicht von 12 Monaten haben die BASF-Aktien dank des Sprungs am Donnerstag ein Plus von rund 8 Prozent geschafft. Der Dax hingegen hat in diesem Zeitraum allerdings einen Gewinn von 14,50 Prozent erzielt./la/he

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18.01.2018

AKTIE IM FOKUS: BASF profitieren von starken Eckdaten für 2017

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Aktien des Chemiekonzerns BASF haben am Donnerstag dank starker Geschäftszahlen ihr Kursplus deutlich ausgebaut. Nach einem Sprung bis auf 96,86 Euro stand zuletzt noch ein Kursanstieg von 2,31 Prozent auf 95,74 Euro zu Buche, was für einen der vorderen Plätze im Dax reichte. Die Ludwigshafener hätten im vergangenen Jahr ein deutlich besseres Ergebnis erzielt als von Analysten erwartet, bestätigte Stefan de Schutter von Alpha Wertpapierhandel entsprechende Unternehmensaussagen. Dies gelte insbesondere für die Chemieaktivitäten und das Ölgeschäft.

Den veröffentlichten Eckdaten zufolge war das um Sondereinflüsse bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) 2017 um 32 Prozent auf 8,3 Milliarden Euro gestiegen. Grund dafür waren bessere Margen und höhere Verkaufsmengen bei Basischemikalien. Auch im Geschäft mit Öl und Gas hatte der Konzern zugelegt. Nach Steuern und Anteilen Dritter hatte BASF rund 6,1 Milliarden Euro und damit die Hälfte mehr als im Vorjahr verdient./gl/he

18.01.2018

KORREKTUR/AKTIE IM FOKUS: S&T erreichen Hoch seit 2003 - H&A lobt Zahlen

(Korrigiert werden die Angaben zum Höchststand. Die Aktie erreichte das höchste Niveau seit August 2003 rpt 2003.)

FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Nach positiven Reaktionen auf vorläufige Geschäftszahlen vom Vortag sind die Aktien von S&T am Donnerstag mit 21,20 Euro auf den höchsten Stand seit August 2003 geklettert. Die Papiere des IT-Unternehmens lagen dabei am Nachmittag mit 7,9 Prozent im Plus.

Analyst Tim Wunderlich von Hauck & Aufhäuser sah die Eckdaten des Unternehmens als Bestätigung für deren gute Positionierung und Ausführung im Wachstumsbereich des Internet-der-Dinge. Auch der erste Ausblick auf das laufende Jahr sei stark, so der Experte.

Er traut den Papieren auch nach ihrem guten Lauf mit gut einem Viertel Wertzuwachs seit Mitte Dezember mit seinem Kursziel von 23 Euro noch etwas mehr zu./ag/jha/

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18.01.2018

AKTIE IM FOKUS: S&T kratzen am Rekordhoch - Hauck & Aufhäuser lobt Zahlen

FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Nach positiven Rekationen auf vorläufige Geschäftszahlen vom Vortag sind die Aktien von S&T am Donnerstag um 6,5 Prozent auf 20,92 Euro geklettert. Die Papiere des IT-Unternehmens lagen damit nur noch 4 Cent unter ihrem jüngsten Rekordhoch.

Analyst Analyst Tim Wunderlich von Hauck & Aufhäuser sah die Eckdaten des Unternehmens als Bestätigung für deren gute Positionierung und Ausführung im Wachstumsbereich des Internet-der-Dinge. Auch der erste Ausblick auf das laufende Jahr sei stark, so der Experte.

Er traut den Papieren auch nach ihrem guten Lauf mit gut einem Viertel Wertzuwachs seit Mitte Dezember mit seinem Kursziel von 23 Euro noch etwas mehr zu./ag/jha/

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18.01.2018

ANALYSEN: Infineon verdient laut Goldman und SocGen deutliche Kursprämie - 'Buy'

NEW YORK/PARIS (dpa-AFX) - Immer mehr Analysten sind für die Aktie des Münchener Chipherstellers Infineon optimistisch. Gleich zwei Banken sprachen Kaufempfehlungen aus: Die US-Investmentbank Goldman Sachs hob die Aktie am Donnerstag von "Neutral" auf "Buy" und das Kursziel von 21,80 auf 29,00 Euro. Die französische Großbank Societe Generale (SocGen) nahm die Bewertung der Aktie am späten Mittwochabend mit "Buy" auf und nannte ebenfalls ein Kursziel von 29 Euro. Beide Banken signalisieren damit über den heutigen Kurssprung hinaus noch ein Potenzial von rund 17 Prozent. Laut dpa-AFX-Statistik sind nun 12 Analysten positiv für Infineon, 5 neutral und 2 negativ.

In ihren aktuell veröffentlichten Studien lobten sowohl Goldman-Analyst Alexander Duval als auch Aleksander Peterc von der SocGen die starke Geschäftsentwicklung von Infineon im vergangenen Jahr und erwarten dank positiver Wirtschaftsaussichten eine Fortsetzung im laufenden Jahr.

"Der Anteil an Chipelementen von Infineon sollte vor dem Hintergrund der ausgeprägten Ausrichtung des Unternehmens auf das rasant wachsende Autosegment, auf Fahrerassistenzsysteme und Elektrofahrzeuge zunehmen", schrieb der Goldman-Experte. Peterc von der SocGen schrieb: "Infineon gibt Vollgas in einem Marktumfeld, wo sich die Endmärkte auf breiter Grundlage erholen, und wird wahrscheinlich dank der Investitionen in die 300 mm-Wafer-Technologie in Dresden seine Margen ausweiten können."

Dank der starken Margen und solider Wachstumstreiber sieht der SocGen-Experte ebenso wie sein Kollege von Goldman Sachs daher weiter Luft nach oben. Angesichts des herausragenden Wachstums sollte Infineon im Vergleich mit anderen europäischen Technologiewerten mit einem Aufschlag bewertet werden, schrieb er und betonte, dass seine Schätzungen für Infineon nun deutlich über den durchschnittlichen Marktprognosen lägen. Zudem sieht Duval den Dax -Konzern als strategischen Übernahmekandidaten, weshalb er aus diesem Grund eine zusätzliche 30-prozentige Prämie in sein Bewertungsmodell eingearbeitet hat.

Während Goldman Sachs für mit "Buy" eingestufte Aktien im Vergleich zu den anderen von der Bank beobachteten Branchenunternehmen mit einem hohen Renditepotenzial rechnet, ist die SocGen konkreter. Sie rechnet gemäß der Einstufung "Buy" auf Sicht von zwölf Monaten einen absoluten Gewinn (Kursentwicklung + Dividende) von mindestens 15 Prozent./ck/ag/jha/

Analysierende Institute Goldman Sachs und Societe Generale S.A.

18.01.2018

AKTIE IM FOKUS: Medigene holen sich Gewinne zurück - Übernahmefantasie bleibt

FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Medigene-Aktien haben am Donnerstagmittag mit plus 3,5 Prozent auf 14,07 Euro zu den TecDax-Favoriten gehört. Tags zuvor waren die Papiere des Spezialisten für Immuntherapien gegen Krebs schon einmal auf dieses Niveau geklettert, bevor letztlich Gewinnmitnahmen eingesetzt hatten.

Im Bereich Immunonkologie sorgen seit einiger Zeit Übernahmen für Fantasie. Neue Nahrung erhielt sie am Mittwoch vom Bericht über einen Vorstoß des Biotechkonzerns Celgene in Richtung Juno Therapeutics. Deren Papiere schossen tags zuvor um über die Hälfte nach oben. In der Krebsimmuntherapie gehe es aktuell nicht um Bewertungen, sondern um strategische Preise, erklärte Börsenbriefautor Hans Bernecker./ag/jha/

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18.01.2018

AKTIE IM FOKUS: Aufträge aus Dubai treiben Airbus-Aktie auf Rekordhoch

FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Die Aktie von Airbus hat ihr jüngstes Rekordhoch am Donnerstag mit 91,87 Euro um einen Cent überboten. Auftrieb gab eine Order der Fluggesellschaft Emirates für den Airbus A380 mit einem zweistelligen Milliardenvolumen in US-Dollar. Von dem Kursgewinn von in der Spitze 2,5 Prozent blieben zuletzt noch 1,7 Prozent.

Angesichts einer zwischenzeitlich sehr verhaltenen Nachfrage nach dem riesigen Flugzeug bedeutet der Auftrag faktisch die Rettung für das Modell, über dessen Produktionsstopp seit Monaten öffentlich spekuliert worden war./ag/jha/

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18.01.2018

AKTIE IM FOKUS: Jenoptik steigen über 30-Euro-Hürde - Hoch seit 2001

FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Jenoptik-Aktien haben sich am Donnerstag im Chart über der 30-Euro-Hürde freigeschwommen und den höchsten Stand seit Februar 2001 erreicht. Zuletzt lagen sie mit plus 5,8 Prozent bei 30,66 Euro an der TecDax-Spitze.

Die Aktie hat inzwischen fast alle Kursziele der im dpa-AFX Analyser gelisteten Experten hinter sich gelassen. Nur Malte Schaumann von Warburg liegt mit 31 Euro aus seiner Studie von Mitte Dezember noch knapp über dem nun erreichten Niveau./ag/jha/

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18.01.2018

ANALYSE-FLASH: Oddo BHF startet Zalando mit 'Reduce' - Ziel 30 Euro

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Investmentbank Oddo BHF hat Zalando mit "Reduce" und einem Kursziel von 30 Euro in die Bewertung aufgenommen. Um mittelfristig hohes Umsatzwachstum beizubehalten, werde das Internet-Modehaus Margen opfern und größere Risiken mit Blick auf nicht-zahlende Kunden eingehen müssen, schrieb Analyst Alexander Rummler in einer am Donnerstag vorliegenden Studie. Denn Zalando müsse wohl mehr Kunden die Möglichkeit anbieten, erst nach der Lieferung zu bezahlen. Zudem sei der MDax-Konzern zunehmender Konkurrenz durch Amazon ausgesetzt./ajx/tih

Datum der Analyse: 18.01.2018

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18.01.2018

AKTIE IM FOKUS: Biotest fallen - Bernecker sieht wegen Übernahme noch Chancen

FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Biotest-Aktien haben am Donnerstag im SDax leicht nachgegeben. Tags zuvor waren die Papiere des Spezialisten für Plasmaprotein-Produkte mit einem Kurssprung von in der Spitze 25 Prozent auf 23,35 Euro in den Fokus geraten. Auslöser wäre eine Meldung aus informierten Kreisen, dass der chinesische Investor Creat Group mit seinem Übernahmevorstoß voran kommt. Letztlich gaben die Biotest-Papiere aber knapp die Hälfte ihrer Gewinne ab und schlossen bei 21,25 Euro.

Börsenbriefautor Hans Bernecker riet den Anlegern in seinem Morgenkommentar, am Ball zu bleiben. Mit der endgültigen Genehmigung seien in den im SDax gelisteten Vorzügen 24 bis 25 Euro drin, so Bernecker.

Im November hatte der zuständige Ausschuss der US-Regierung zur Kontrolle von Auslandsinvestitionen Kritik am bisherigen Antrag von Creat geäußert und damit die Anteilscheine von Biotest unter Druck gesetzt. Am Vortag hieß es nun, dass der chinesische Investor offenbar die Kontrolle über das US-Geschäft aufgeben und so die Zustimmung der Amerikaner erreichen wolle./ag/das

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dpa-AFX STIMMUNGSINDIKATOR

Der dpa-AFX-Stimmungsindikator misst das Verhältnis von Hoch- zu Abstufungen der Dax-Werte (Basis: 30-Tage-Durchschnitt). Ein Wert von 50 sagt aus, dass sich Hoch- und Abstufungen die Waage halten. Die Grafik zeigt den Indikator im Verhältnis zur DAX-Kurve.

End-of-Day-DAX-Kursdaten Quelle: vwd GmbH

dpa-AFX Analyser