dpa-AFX NEWSTICKER (Produktauszug)

26.05.2017

Maas: Interne Löschkriterien bei Facebook 'völlig willkürlich'

HAMBURG (dpa-AFX) - Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) hat vor dem Hintergrund der Enthüllungen von Facebooks internen Anweisungen im Umgang mit Hass- und Gewaltinhalten mehr Transparenz gefordert. "Meine Vorbehalte haben sich leider bestätigt: Die Kriterien wirken teilweise völlig willkürlich und widersprüchlich", sagte er dem "Spiegel". Sein eigener Gesetzentwurf gegen Hasskriminalität orientiere sich dagegen "klar am Strafrecht".

Der britische "Guardian" hatte Anfang der Woche interne Anweisungen an Facebook -Mitarbeiter veröffentlicht. "Und dass diese Informationen nur durch ein Leak öffentlich wurden, zeigt überdeutlich, dass wir die sozialen Netzwerke endlich zu mehr Transparenz verpflichten müssen", sagte Maas. Aus den vom "Guardian" geleakten Unterlagen geht hervor, dass Facebook zum Beispiel nur "glaubhafte" Morddrohungen und Kindesmisshandlung oder Tierquälerei unter bestimmten Bedingungen löschen will. "Kein Wunder, dass Facebook die eigenen Vorgaben bislang geheim hält und es auch keinem Externen ermöglicht, sich vor Ort bei den Entscheidern ein Bild zu machen."

Im Gespräch mit dem Nachrichtenmagazin verteidigte der Justizminister seinen umstrittenen Gesetzentwurf gegen Hasskriminalität im Netz, der Löschpflichten bei strafbaren Inhalten und hohe Geldbußen bei Zuwiderhandlung vorsieht. Viele Kritiker befürchten, dass die Rechtsdurchsetzung privatisiert und die Selbstzensur befeuert wird. Das Gesetz, das noch in dieser Wahlperiode beschlossen werden soll, werde die strafrechtliche Ahndung nicht ersetzen, betonte Maas. "Es soll die Verantwortung der Netzbetreiber für ihre Angebote stärken."/gri/DP/she

26.05.2017

Deutsche Anleihen legen zu

FRANKFURT (dpa-AFX) - Deutsche Staatsanleihen haben am Freitag ihre Kursgewinne aus dem frühen Handel ausgeweitet. Der richtungweisende Euro-Bund-Future legte bis zum späten Nachmittag um 0,22 Prozent auf 161,71 Prozent zu. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe fiel auf 0,33 Prozent.

Eine zumeist trübe Stimmung an den europäischen Aktienmärkten habe den Festverzinslichen Auftrieb verliehen, hieß es von Marktbeobachtern. Außerdem hätten enttäuschende Konjunkturdaten aus Italien gestützt. Die Unternehmensstimmung war im Mai überraschend gesunken. Zudem war das italienische Verbrauchervertrauen stärker gesunken als erwartet.

Besser als erwartet ausgefallene Konjunkturdaten aus den USA konnten die Kurse am deutschen Rentenmarkt am Nachmittag nur zeitweise etwas bremsen. Im ersten Quartal war die US-Wirtschaft auf das Jahr hochgerechnet um 1,2 Prozent zum Vorquartal gewachsen, wie das Handelsministeriums nach einer zweiten Schätzung mitteilte. In einer ersten Erhebung war nur ein Wachstum um 0,7 Prozent ermittelt worden./jkr/he

26.05.2017

BMW ruft über 45 000 Wagen wegen defekter Türen zurück

Washington (dpa) - BMW muss in den USA mehr als 45 000 Autos reparieren, weil die Gefahr besteht, dass sich die Türen während der Fahrt öffnen. Der Rückruf bezieht sich auf ältere Fahrzeuge der 7er Serie, betroffen sind die Modelljahrgänge 2005 bis 2008, wie die US-Verkehrsaufsicht NHTSA am Freitag mitteilte. Ein Defekt am Verschluss könne dazu führen, dass die Türen nicht vollständig verriegeln und unter Druck durch Körperkontakt oder holprige Straßenoberflächen aufspringen. In den Dokumenten der Behörde ist nicht die Rede von Unfällen oder Verletzungen im Zusammenhang mit dem Problem. BMW arbeite noch an einer Lösung zur Behebung der Mängel./hbr/DP/he

26.05.2017

WOCHENVORSCHAU: Termine bis 2. Juni 2017

FRANKFURT (dpa-AFX) - Wirtschafts- und Finanztermine bis Freitag,

den 2. Juni:

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MONTAG, DEN 29. MAI 2017

TERMINE MIT ZEITANGABE

02:16 USA: Rede von Fed's Williams in Singapur

09:00 E: Einzelhandelsumsatz 04/17

10:00 EU: Geldmenge M3 04/17

10:00 D: Hannover Finanz Jahres-Pk, Hannover

10:30 D: Hornbach-Gruppe Bilanz-Pk, Neustadt a.d.W.

10:30 D: Hapag-Lloyd Hauptversammlung, Hamburg

11:00 D: Regenbogen AG Hauptversammlung, Kiel

15:00 EU: Rede von EZB-Chef Draghi in Brüssel

17:00 EU: Rede von EZB-Chef Draghi in seiner Funktion als ESRB-Chef in Brüssel

TERMINE OHNE GENAUE ZEITANGABE

I: UniCredit ao Hauptversammlung

SONSTIGE TERMINE

09:15 D: Jahreskonferenz des Rates für Nachhaltige Entwicklung

u.a mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), Bundesumweltministerin

Barbara Hendricks (SPD) und Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU)

09:15 D: Fortsetzung des Untreueprozesses gegen Thomas Middelhoff und sechs

ehemalige Arcandor-Aufsichtsratsmitglieder

09:30 D: Treffen der EU-Industrieminister

Themen u.a.: neues System zur Zulassung von Automodellen und

Marktüberwachung

10:00 D: Workshop des Bundeswirtschaftsministeriums "Industrie 4.0 - Die

Windbranche in der neuen Energiewelt", Berlin

14:00 D: Jahreskongress der Bundessteuerberaterkammer

u.a. mit Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) und Bayerns

Finanzminister Markus Söder (CSU)

D: The Think 20 Summit Berlin 2017- Global Solutions - Global Economic

Symposium (GES) (bis 31.05.), Berlin

Organisatoren sind das Institut für Weltwirtschaft an der

Universität Kiel, die Deutsche Zentralbibliothek für

Wirtschaftswissenschaften und das Ministerium für Wissenschaft,

Wirtschaft und Verkehr Schleswig-Holstein.

RU: Besuch des russischen Präsidenten Wladimir Putin in Frankreich

B: Treffen des EU-Ministerrates für Wettbewerbsfähigkeit (bis 30.05.)

HINWEIS

GB / CHN / USA: Feiertag, Börsen geschlossen

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DIENSTAG, DEN 30. MAI 2017

TERMINE MIT ZEITANGABE

07:00 IRL: Ryanair Jahreszahlen

08:45 F: Verbrauchervertrauen 05/17

08:45 F: Konsumausgaben 04/17

08:45 F: BIP Q1/17 (vorläufig)

09:00 CH KOF Konjunkturbarometer

09:00 D: Verbraucherpreise Sachsen 05/17

09:00 E: Verbraucherpreise 05/17 (vorläufig)

09:00 D: Nordex Hauptversammlung, Rostock

10:00 D: Verbraucherpreise Hessen, Bayern,

Brandenburg 05/17

10:00 I: Erzeugerpreise 04/17

10:00 D: Porsche Automobil Holding Hauptversammlung, Stuttgart

10:00 D: Wacker Neuson Hauptversammlung, München

10:00 D: Carl Zeiss Meditec Hauptversammlung, Jena

10:00 D: Deutsche Pfandbriefbank Hauptversammlung, München

10:30 D: Verbraucherpreise Nordrhein-Westfalen 05/17

11:00 EU: Geschäftsklima 05/17

11:00 EU: Wirtschaftsvertrauen 05/17

11:00 EU: Verbrauchervertrauen 05/17 (endgültig)

13:00 D: RIB Software Hauptversammlung, Stuttgart

14:00 NL: ABN Amro Hauptversammlung

14:00 D: Verbraucherpreise 05/17 (vorläufig)

14:30 USA: Persönliche Einkommen und Ausgaben 04/17

15:00 USA: Case-Shiller-Index 03/17

16:00 USA: Verbrauchervertrauen 05/17

19:00 USA: Rede von Fed's Brainard in New York

TERMINE OHNE GENAUE ZEITANGABE

D: NordLB Q1-Zahlen

CH: Novartis Investor Meeting (bis 31.5.)

SONSTIGE TERMINE

10:30 D: Pk Visa Deutschland zu Jahreszahlen und neuen Entwicklungen des

Kreditkartenanbieters u.a. für das Bezahlen im Internet

mit dem Visa-Chef für Zentraleuropa, Albrecht Kiel, Frankfurt

10:30 D: Auftakt der Breitband-, Kabel- und Stallit-Messe "ANGA COM"

(bis 1. Juni) mit Eröffnungsdiskussion

Moderiert von Fernsehjournalist Claus Strunz, u.a. mit Anke

Schäferkordt (Mediengruppe RTL), Hannes Ametsreiter (Vodafone), Niek

Jan van Damme (Telekom), Carsten Schmidt (Sky) und Lutz Schüler

(Unitymedia), Köln

13:30 D: Indisch-deutsches Wirtschaftspanel "Indo-German Business Summit

2017" Bundesverband der Deutschen Industrie zur

Wirtschaftszusammenarbeit

+ Eröffnungsstatements Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und

Indiens Premierminister Narendra Modi

17:00 D: Veranstaltung des Instituts für Finanzen und Steuern mit Rede von

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) zum Steuersystem, Berlin

D: Jahres-Pk des Autozulieferers Webasto, München

D: Intersolar (bis 02.06.) - Fachkonferenz und -messe für Solartechnik

HINWEIS:

CHN: Feiertag, Börse geschlossen

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MITTWOCH, DEN 31. MAI 2017

TERMINE MIT ZEITANGABE

01:01 GB: GfK Verbrauchervertrauen 05/17

01:50 J: Industrieproduktion 04/17

03:00 CHN: PMI Verarbeitendes Gewerbe und Dienste 05/17

07:15 D: Bertrandt Halbjahreszahlen

07:30 A: Strabag Q1-Zahlen (10.00 h Call)

07:30 D: Metro Q2-Zahlen (Call 10.00 h)

08:00 D: Rocket Internet Q1-Zahlen

08:00 D: Einzelhandelsumsatz 04717

08:45 F: Verbraucherpreise 05/17 (vorläufig)

09:00 A: BIP Q2/17 (2. Veröffentlichung)

09:55 D: Arbeitslosenzahlen 05/17

10:00 PL: BIP Q1/17 (2. Veröffentlichung)

10:00 D: Deutsche Telekom Hauptversammlung, Köln

10:00 D: Aareal Bank Hauptversammlung, Wiesbaden

10:00 D: SÜSS MicroTec Hauptversammlung, München

10:00 L: Senvion Hauptversammlung, Luxemburg

10:00 D: Kuka Hauptversammlung, Augsburg

10:00 D: Zalando Hauptversammlung, Berlin

10:00 D: GFT Hauptversammlung, Stuttgart

10:00 D: Zooplus Hauptversammlung, München

10:00 D: Cewe Stiftung Hauptversammlung, Oldenburg

11:00 D: Tom Tailor Hauptversammlung, Hamburg

11:00 EU: Arbeitslosenzahlen 04/17

11:00 EU: Verbraucherpreise 05/17 (vorab)

11:00 I: Verbraucherpreise 05/17 (vorab)

12:00 P: BIP Q1/17 (2. Veröffentlichung)

15:00 B: BIP Q1/17 (2. Veröffentlichung)

15:45 USA: Chicago Einkaufsmanagerindex 05717

20:00 USA: Fed Beige Book

22:05 USA: Hewlett Packard Enterprise Q2-zahlen

TERMINE OHNE GENAUE ZEITANGABE

D: DIW-Konjunkturbarometer

D: Capital Stage Q1-Zahlen

SONSTIGE TERMINE

10:00 D: Neue Modelle der internationalen Zusammenarbeit- Veranstaltung des

Civilizations Research Institute (DOC)

Es soll ein transnationales Infrastrukturnetzwerk geschaffen werden,

dass Asien, Afrika und Europa miteinander verbindet, um einen

zusammenhängenden Wirtschaftsraum für mehr als 60 Länder zu schaffen.

(DOC Research Institute), Berlin

12:00 B: EU-Antibetrugsbehörde Olaf stellt Jahresbericht 2016 vor

12:00 B: EU-Kommission stellt Ideen zur Reform der Eurozone vor.

EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker hat in einem Weißbuch

fünf Szenarien für die Zukunft der EU entwickelt.

15:30 D: Pk ifo-Institut zum Thema "Wirtschaftliche Ungleichheit: Empirischer

Befund und wirtschaftliche Konsequenzen" u.a. mit ifo-Präsident

Clemens Fuest, Dresden

EU: EU-Haushaltskommissar Günther Oettinger präsentiert ersten Entwurf

für den EU-Haushalt 2018

D: Chinas Ministerpräsident Li Keqiang in Berlin (bis 01.06.)

17:30 h Emfang mit militärischen Ehren durch Bundeskanzlerin

Angela Merkel

D: Dritte Tarifrunde im Einzelhandel

Im Einzelhandel arbeiten in Baden-Württemberg den Angaben zufolge

490 000 Menschen. Die Positionen der Arbeitgeber und der

Gewerkschaft Verdi liegen noch weit auseinander. Verdi fordert ein

Plus von 6 Prozent für die Löhne und Gehälter, die Arbeitgeber

bieten nur ein Plus von zunächst 1,5 Prozent.

D: "Facebook Loft" mit Workshops für Journalisten zu Produkten von

Facebook (u.a. auch Instagram) (bis 01.06.), Köln

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DONNERSTAG, DEN 1. JUNI 2017

TERMINE MIT ZEITANGABE

01:30 USA: Rede von Fed's Williams in Seoul

03:45 CHN: Caixin PMI Verarbeitendes Gewerbe 05/17

07:45 CH: BIP Q1/17

07:30 A: Voestalpine Jahreszahlen

09:45 I: PMI Verarbeitendes Gewerbe 05/17

09:50 F: PMI Verarbeitendes Gewerbe 05/17 (2. Veröffentlichung)

09:55 D: PMI Verarbeitendes Gewerbe 05/17 (2. Veröffentlichung)

10:00 EU: PMI Verarbeitendes Gewerbe 05/17 (2. Veröffentlichung)

10:00 D: VDMA Auftragseingang 04/17

10:00 D: Bechtle Hauptversammlung, Heilbronn

10:00 D: Nemetschek Hauptversammlung, München

10:00 A: Voestalpine Bilanz-Pk, Wien

10:00 D: Salzgitter Hauptversammlung, Braunschweig

10:00 D: Wüstenrot & Württembergische Hauptversammlung, Ludwigsburg

10:00 D: Freenet Hauptversammlung, Hamburg

10:00 D: LPKF Hauptversammlung, Hannover

10:00 I: BIP Q1/17 (2. Veröffentlichung)

10:30 GB: PMI Verarbeitendes Gewerbe 05/17

11:30 D: Fielmann Hauptversammlung, Hamburg

14:15 USA: ADP-Arbeitsmarktbericht 05717

14:30 USA: Erstanträge Arbeitslosenhilfe (Woche)

15:45 USA: Markit PMI Verarbeitendes Gewerbe 05/17 (2. Veröffentlichung)

15:30 F: Orange Hauptversammlung

16:00 USA: ISM-Index Verarbeitendes Gewerbe 05/17

16:00 USA: Bauausgaben 04/17

17:00 USA: Energieministerium Ölbericht (Woche)

TERMINE OHNE GENAUE ZEITANGABE

USA: Broadcom Q2-Zahlen

USA: Pkw-Absatz 05/17

SONSTIGE TERMINE

10:30 D: Pressegespräch Logistikverband BGL zu Schadensersatzforderungen

gegen das von der EU festgestellte Preis-Kartell von LKW-Herstellern

CHN: Abschluss Chinas Ministerpräsident Li Keqiang in Berlin

09:30 Gespräch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit Li

10:00 Vertragsunterzeichnungen anschließend Pk Merkel und Li

D: Deutscher Immobilientag 3.0 des Immobilienverbandes IVD (bis 02.06.)

Mit Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries und

Bundesbauministerin Barbara Hendricks (beide SPD

D: Europäische Biomethan-Konferenz der Deutschen Energie-Agentur (dena)

u.a. zur Förderung erneuerbarer Energien, Entwicklungen im

internationalen Handel von Biomethan und Technologieentwicklungen

RU: Internationales Wirtschaftsforum St. Petersburg "SPIEF" (bis 03.06.)

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FREITAG, DEN 2. JUNI 2017

TERMINE MIT ZEITANGABE

10:00 D: R. Stahl Hauptversammlung, Neuenstein

10:00 D: Rocket Internet Hauptversammlung, Berlin

10:00 D: windeln.de Hauptversammlung, München

10:00 D: Deutsche Wohnen Hauptversammlung, Frankfurt

11:00 D: OVB Holding Hauptversammlung, Köln

11:00 D: SLM Solutions Hauptversammlung, Lübeck

11:00 EU: Erzeugerpreise 04/17

11:00 GR: BIP Q1/17 (2. Veröffentlichung)

14:30 USA: Arbeitsmarktbericht 05717

14:30 USA: Handelsbilanz 04/17

TERMINE OHNE GENAUE ZEITANGABE

D: KBA / VdIk / VDA - Pkw-Neuzulassungen 05/17

EU: S&P Ratingergebnis Bulgarien, Irland

EU: Moody's Ratingergebnis Finnland, Großbritannien

EU: Fitch Ratingergebnis Bulgarien

EU: DBRS Ratingergebnis Zypern

SONSTIGE TERMINE

RU: Internationales Wirtschaftsforum St. Petersburg "SPIEF" (bis 03.06.)

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Alle Angaben wurden mit größter Sorgfalt recherchiert. Dennoch übernimmt die dpa-AFX Wirtschaftsnachrichten GmbH keine Haftung für die Richtigkeit. Alle Zeitangaben erfolgen in MESZ.

/bwi

26.05.2017

TAGESVORSCHAU: Termine am 29. Mai 2017

FRANKFURT (dpa-AFX) - Wirtschafts- und Finanztermine am Montag,

den 29. Mai:

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TERMINE MIT ZEITANGABE

02:16 USA: Rede von Fed's Williams in Singapur

09:00 E: Einzelhandelsumsatz 04/17

10:00 EU: Geldmenge M3 04/17

10:00 D: Hannover Finanz Jahres-Pk, Hannover

10:30 D: Hornbach-Gruppe Bilanz-Pk, Neustadt a.d.W.

10:30 D: Hapag-Lloyd Hauptversammlung, Hamburg

11:00 D: Regenbogen AG Hauptversammlung, Kiel

15:00 EU: Rede von EZB-Chef Draghi in Brüssel

17:00 EU: Rede von EZB-Chef Draghi in seiner Funktion als ESRB-Chef in Brüssel

TERMINE OHNE GENAUE ZEITANGABE

I: UniCredit ao Hauptversammlung

SONSTIGE TERMINE

09:15 D: Jahreskonferenz des Rates für Nachhaltige Entwicklung

u.a mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), Bundesumweltministerin

Barbara Hendricks (SPD) und Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU)

09:15 D: Fortsetzung des Untreueprozesses gegen Thomas Middelhoff und sechs

ehemalige Arcandor-Aufsichtsratsmitglieder

09:30 D: Treffen der EU-Industrieminister

Themen u.a.: neues System zur Zulassung von Automodellen und

Marktüberwachung

10:00 D: Workshop des Bundeswirtschaftsministeriums "Industrie 4.0 - Die

Windbranche in der neuen Energiewelt", Berlin

14:00 D: Jahreskongress der Bundessteuerberaterkammer

u.a. mit Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) und Bayerns

Finanzminister Markus Söder (CSU)

D: The Think 20 Summit Berlin 2017- Global Solutions - Global Economic

Symposium (GES) (bis 31.05.), Berlin

Organisatoren sind das Institut für Weltwirtschaft an der

Universität Kiel, die Deutsche Zentralbibliothek für

Wirtschaftswissenschaften und das Ministerium für Wissenschaft,

Wirtschaft und Verkehr Schleswig-Holstein.

RU: Besuch des russischen Präsidenten Wladimir Putin in Frankreich

B: Treffen des EU-Ministerrates für Wettbewerbsfähigkeit (bis 30.05.)

HINWEIS

GB / CHN / USA: Feiertag, Börsen geschlossen°

Alle Angaben wurden mit größter Sorgfalt recherchiert. Dennoch übernimmt die dpa-AFX Wirtschaftsnachrichten GmbH keine Haftung für die Richtigkeit. Alle Zeitangaben erfolgen in MESZ.

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26.05.2017

Ölpreise kaum verändert

NEW YORK/LONDON (dpa-AFX) - Die Ölpreise haben sich am Freitag wenig bewegt. Nur zeitweise kam es im Tagesverlauf zu einer leichten Erholung, nachdem sie am Vortag deutlich gefallen waren. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent stand am späten Nachmittag bei 51,49 US-Dollar. Das waren drei Cent mehr als am Vortag. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) legte um elf Cent auf 49,01 Dollar zu.

Marktbeobachter sprachen von einem eher impulsarmen Handel zum Wochenschluss. Am Donnerstag waren die Ölpreise noch stark unter Druck geraten, obwohl die Ölminister der Organisation erdölexportierender Länder (Opec) ein seit Januar geltendes Produktionslimit um neun Monate bis zum März 2018 verlängert hatten. Mit der Maßnahme sollen die Ölpreise gestützt werden.

"Die Opec liefert und sorgt doch für Enttäuschung", kommentierten Rohstoffexperten der Commerzbank die Reaktion am Ölmarkt. Einige Anleger hätten offenbar noch mit etwas mehr gerechnet. Die Commerzbank-Experten sprachen von einer "gesteigerten Erwartungshaltung im Vorfeld der Opec-Sitzung./jkr/he

26.05.2017

Wirtschaftsminister Lies: Chinesen genehmigen E-Auto-Projekt von VW

HANNOVER/PEKING (dpa-AFX) - Das von Volkswagen mit dem chinesischen Hersteller Anhui Jianghuai Automobile (JAC) geplante Joint-Venture für Elektroautos hat nach Angaben des Landes Niedersachsen eine wichtige Hürde genommen. Die zuständige chinesische Behörde habe das Projekt genehmigt, teilte das Wirtschaftsministerium am Rande einer China-Reise von Landesminister Olaf Lies (SPD) am Freitag mit. Den Angaben zufolge wollen der chinesische Autobauer und VW gemeinsam 700 Millionen Euro investieren, um günstige Elektroautos zu produzieren.

Jianghuai zählt zu den größten Herstellern von mit Strom betriebenen Autos in China. Volkswagen betreibt in der Volksrepublik - dem inzwischen größten Automarkt der Welt - bereits Gemeinschaftsunternehmen mit den Autobauern First Automotive Works (FAW) und Shanghai Automotive (SAIC).

China gilt als größter Wachstumsmarkt für Elektroautos. Lies sitzt zusammen mit dem niedersächsischen Ministerpräsidenten Stephan Weil (ebenfalls SPD) im Aufsichtsrat von Volkswagen, das Land ist der zweitgrößte Anteilseigner des Konzerns aus Wolfsburg./dhe/DP/she

26.05.2017

ROUNDUP: G7-Pläne für Flüchtlingskrise scheitern am Widerstand der USA

TAORMINA (dpa-AFX) - Die Blockade der USA hat einen umfassenden Plan von Gastgeber Italien und anderen G7-Länder für eine bessere Bewältigung der Flüchtlingskrise zu Fall gebracht. Wie die Deutsche Presse-Agentur am Freitag auf dem Gipfel der sieben großen Industrienationen im italienischen Taormina auf Sizilien erfuhr, bestanden die US-Unterhändler darauf, stattdessen nur zwei Paragrafen in die Abschlusserklärung aufzunehmen, die Grenzsicherung und Sicherheitsaspekte hervorheben. Entwicklungsorganisationen übten scharfe Kritik und warnten davor, den harten Text so aufzunehmen.

G7-Präsident Italien hatte eigentlich eine Erklärung zu den positiven Aspekten und Chancen der Zuwanderung gemeinsam mit den G7-Partnern verabschieden wollen. Dabei sollte es auch um Rechte von Flüchtlingen und Schutz vor Ausbeutung gehen. Es war neben einer ebenfalls schon gescheiterten Initiative zur Ernährungssicherheit der zweite Kernpunkt der Präsidentschaft Italiens, das den Gipfelort in Sizilien gewählt hatte, weil dort die meisten Flüchtlinge ankommen.

Im Entwurf der Abschlusserklärung zu den Flüchtlingen, der der dpa vorliegt, heißt es auf Wunsch der USA unter anderem: "Wir bestätigen die souveränen Rechte der Staaten, ihre Grenzen zu kontrollieren und klare Grenzen für die Zuwanderung zu setzen." Wie geschildert wurde, hätten die USA bisher auch keinerlei Verhandlungsbereitschaft gezeigt. "Nimm es oder sonst machen wir nichts", hätten die US-Unterhändler gesagt, schilderten informierte Kreise.

"Das ist Erpressung", sagte Jörn Kalinski von der Entwicklungsorganisation Oxfam. "Das ist Trampel-Trump." Es sei kontraproduktiv und führe "in eine Sackgasse von Hass, Ablehnung und Abgrenzung". Friederike Röder von ONE warnte davor, die beiden Paragrafen so aufzunehmen. "Wenn dieser kurzsichtige und repressive Text bestätigt wird, könnten die G7 ihre Glaubwürdigkeit als globale Führer verlieren." Sie hoffe, dass die G7 ein anderes Erbe wählen, "als Mauern um sich herum hochzuziehen". Angesichts alternder Gesellschaften der G7 sei Zuwanderung im eigenen Interesse.

Italienische Regierungskreise berichteten aber, dass die umstrittene Passage der USA doch in die Abschlusserklärung aufgenommen werde, und sprachen sogar noch von einem "guten Kompromiss". "Sie sollten sich schämen", sagte die Vertreterin einer Entwicklungsorganisation. "Vielleicht ist es ihnen lieber, etwas drin zu haben als gar nichts."

Schon auf dem Nato-Gipfel am Donnerstag in Brüssel hatte Trump das Verteidigungsbündnis aufgefordert, sich auch um die Bekämpfung der Zuwanderung zu kümmern, was Irritationen der Bündnispartner ausgelöst hatte. Mit seiner Blockade brüskiert der US-Präsident den Gastgeber Italien. Der italienische Entwurf für die ursprünglich mehrseitige Erklärung spricht sich für einen neuen, positiven Ansatz im Umgang mit Flüchtlingen und mehr Möglichkeiten für legale Zuwanderung aus.

"Wir sind uns bewusst, dass es mehr Frauen, Männer und Kinder als je zuvor gibt, die vor Konflikten, Katastrophen flüchten oder nach neuen Gelegenheiten suchen", hieß es in dem abgelehnten Papier, das der dpa vorliegt. "Gut verwaltete Zuwanderung und Flüchtlingssysteme sind notwendig, um öffentliches Vertrauen wiederherzustellen und den Bürgern zu versichern, dass Unterstützung an jene fließt, die es wirklich brauchen."

Das Flüchtlingsproblem steht auch an diesem Samstag bei dem Treffen der G7-Führer mit Vertretern afrikanischer Staaten - Tunesien, Niger, Nigeria, Kenia und Äthiopien - auf der Tagesordnung. Rund 50 000 Flüchtlinge haben dieses Jahr die gefährliche Reise von Nordafrika in oft untauglichen Booten nach Italien gemacht. Mehr als 1300 sind dabei nach Schätzungen ums Leben gekommen./lw/DP/she

26.05.2017

Devisen: Eurokurs gibt nach - US-Wirtschaft wächst stärker als gedacht

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Kurs des Euro ist am Freitag nach besser als erwartet ausgefallenen US-Konjunkturdaten gefallen. Die europäische Gemeinschaftswährung wurde am Nachmittag bei 1,1180 US-Dollar gehandelt. Am Morgen hatte der Kurs noch bei über 1,12 Dollar gelegen. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,1196 (Donnerstag: 1,1214) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8932 (0,8917) Euro.

Am Nachmittag verliehen Daten zum Wirtschaftswachstum in den USA dem Dollar Auftrieb und der Eurokurs fiel im Gegenzug bis auf ein Tagestief bei 1,1161 Dollar. Die US-Wirtschaft war besser ins Jahr gestartet als bisher gedacht. Im ersten Quartal war die größte Volkswirtschaft der Welt auf das Jahr hochgerechnet um 1,2 Prozent zum Vorquartal gewachsen, wie das Handelsministeriums in Washington nach einer zweiten Schätzung mitteilte. In einer ersten Erhebung war nur ein Wachstum um 0,7 Prozent ermittelt worden.

Zuvor hätten enttäuschende Konjunkturdaten aus Italien die Gemeinschaftswährung gebremst, hieß es von Marktbeobachtern. In der drittgrößten Volkswirtschaft der Eurozone hatte sich die Stimmung in den Unternehmen und das Konsumklima im Mai jeweils eingetrübt.

Deutlich gefallen ist das britische Pfund. Händler verwiesen auf eine neue Umfrage zu den anstehenden Parlamentswahlen. Demnach hat die oppositionelle linke Labour-Partei deutlich aufgeholt. Zuletzt hatte sich der anstehende Brexit außerdem negativ in den britischen Konjunkturdaten niedergeschlagen. Seit der vergangenen Nacht verlor das Pfund zum Euro etwa 0,8 Prozent an Wert.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,87190 (0,86528) britische Pfund, 124,38 (125,33) japanische Yen und 1,0888 (1,0904) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde in London am Nachmittag mit 1265,05 (1256,95) Dollar gefixt. Ein Kilogramm Gold kostete 36 577,00 (36 097,00) Euro./jkr/he

26.05.2017

Razzia wegen Dieselskandals: Kanzlei von VW scheitert vor Gericht

KARLSRUHE (dpa-AFX) - Das Bundesverfassungsgericht hat den Eilantrag einer vom VW -Konzern beauftragten Rechtsanwaltskanzlei im Zusammenhang mit dem Dieselskandal abgelehnt. Hintergrund ist die Durchsuchung der Kanzlei Jones Day durch die Münchner Staatsanwaltschaft im März. (2 BvQ 27/17)

Die Anwälte waren von VW nach dem Auffliegen von Manipulationen im September 2015 mit internen Ermittlungen beauftragt worden. Der Autobauer lehnt einen ausführlichen Bericht zu Ermittlungsergebnissen der Anwaltskanzlei weiter ab. Das stößt auch bei VW-Aktionären auf deutliche Kritik.

Bei der Durchsuchung, gegen die VW Beschwerde eingelegt hatte, hatte die Staatsanwaltschaft Unterlagen beschlagnahmt. Eine Beschwerde gegen den Durchsuchungsbeschluss des Amtsgerichts hatte das Landgericht München als unbegründet verworfen. Mit dem Antrag auf eine einstweilige Anordnung wollte Jones Day jetzt unter anderem erreichen, dass die Unterlagen bis zur Entscheidung über eine Verfassungsbeschwerde nicht ausgewertet werden.

Die Antragsteller hätten nicht alle Möglichkeiten des fachgerichtlichen Eilrechtsschutzes ausgeschöpft, begründeten die Verfassungsrichter ihre Ablehnung. Die Voraussetzung für den Erlass einer einstweiligen Anordnung liege nicht vor.

Die Staatsanwaltschaft München II will herausfinden, wer an der manipulierten Abgas-Software bei Audi -Dieselmotoren und an den falschen Versprechen gegenüber Autokäufern in den USA beteiligt war. Sie hat deshalb ein Ermittlungsverfahren gegen Unbekannt wegen des Verdachts des Betruges und der strafbaren Werbung eingeleitet./moe/DP/she

26.05.2017

ROUNDUP/Aktien Frankfurt Schluss: Dax geht etwas schwächer ins Wochenende

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax hat sich am Freitag mit leichten Verlusten in das Wochenende verabschiedet. Gute Wachstumszahlen aus der US-Wirtschaft halfen ihm, sein Minus am Nachmittag etwas einzudämmen. Am Brückentag nach Christi Himmelfahrt bedeuteten 12 602,18 Punkte am Ende nur noch einen kleinen Abschlag von 0,15 Prozent. Nach dem Auf und Ab der vergangenen Tage hat er im Wochenverlauf um 0,3 Prozent nachgegeben.

Der Leitindex blieb damit weiter in seiner engen Spanne, die nun schon den siebten Handelstag in Folge Bestand hat. "Die Hürde von 12 700 Punkten erwies sich bislang als zu hoch. Das Kaufinteresse bei 12 500 Punkten wiederum bleibt stark", sagte Analyst Milan Cutkovic vom Handelshaus AxiTrader.

Die anderen deutschen Aktienindizes wollten sich zu Wochenschluss nicht auf eine eindeutige Richtung einlassen. Während der MDax der mittelgroßen Unternehmen am Freitag um 0,38 Prozent auf 25 208,33 Zähler zulegte, schloss der Technologiewerte-Index TecDax 0,02 Prozent tiefer bei 2275,43 Punkten.

TRUMP-AUSSAGEN BELASTEN AUTOBAUER

Unternehmensnachrichten waren Mangelware. In einem europaweit freundlichen Branchenumfeld gehörten ProSiebenSat.1-Aktien im Dax mit 0,90 Prozent zu den größten Gewinnern. Börsianer begründeten dies mit einer allgemein verbesserten Stimmung für Medienwerte. Deutsche Bank und Commerzbank hingegen belegten mit Verlusten von bis zu 2,14 Prozent die letzten Indexplätze.

Autobauer waren laut Dirk Rogowski von Veritas Investment im "Schwitzkasten" von Donald Trump, der sich vor dem G7-Gipfel in Sizilien über den deutschen Handelsüberschuss beschwert hatte. Der "Spiegel" zitierte den US-Präsidenten mit den Worten: "Schauen Sie sich die Millionen von Autos an, die sie in den USA verkaufen. Fürchterlich. Wir werden das stoppen." BMW verloren daraufhin rund 1 Prozent, für VW und Daimler ging es jeweils um etwa 0,6 Prozent abwärts.

Pünktlich zum anlaufenden Übernahmeangebot für Drillisch erreichten die Aktien von United Internet am Freitag erstmals seit Januar 2016 wieder kurz die Marke von 49 Euro. Angetrieben von dem Plan, mit Drillisch eine starke vierte Kraft am deutschen Aktienmarkt aufzubauen, war der Internet- und Telekomkonzern so zeitweise wieder 10 Milliarden Euro wert. Dann ging den Papieren aber die Luft aus: Zuletzt stand ein Minus von einem halben Prozent auf 48,38 Euro auf der Kurstafel.

MANZ SACKEN AB: KEIN ANGEBOT AUS CHINA

Bei einigen Nebenwerten waren Rekorde ein Thema: So bei den Aktien von CTS Eventim , die angetrieben von Analystenlob um 2,34 Prozent stiegen und im Tagesverlauf erstmals mehr als 38 Euro kosteten. Im TecDax ging die Rally bei den Titeln des Bausoftware-Herstellers Nemetschek mit plus 1,78 Prozent weiter. Sie erreichten zwischenzeitlich erstmals die Marke von 70 Euro. Im SDax zogen Hypoport um fast 6 Prozent an. Ein Händler begründete die Bestmarke bei 128 Euro mit "anhaltend guter Stimmung".

Bei Manz erhielt die Übernahmefantasie einiger Aktionäre einen Dämpfer, was die Anteilscheine des Maschinenbauers um knapp 2 Prozent absacken ließ. Bekannt wurde, dass es kein Pflichtangebot aus China geben wird: Shanghai Electric nahm die Option auf eine Stimmbindungsvereinbarung mit dem Hauptaktionär Dieter Manz nicht wahr.

EURO IM RÜCKWÄRTSGANG

Auch beim EuroStoxx war die Tendenz am Freitag leichter - wenn auch im Tagesverlauf ähnlich erholt wie beim Dax. Der Leitindex der Eurozone schloss 0,15 Prozent tiefer bei 3579,02 Punkten. Der CAC 40 hingegen schloss kaum verändert. In London profitierte der 0,4 Prozent festere FTSE 100 mit einem Rekordhoch vom schwachen Pfund. In New York war der Leitindex Dow Jones Industrial kaum verändert in den Freitag gestartet.

Am Rentenmarkt fiel die Umlaufrendite von 0,17 Prozent am Vortag auf 0,15 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,09 Prozent auf 141,71 Punkte. Der Bund-Future gewann 0,27 Prozent auf 161,79 Punkte. Der Euro sank auf 1,1169 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,1196 (Donnerstag: 1,1214) Dollar festgesetzt./tih/he

--- Von Timo Hausdorf, dpa-AFX ---

26.05.2017

WDH/Aktien Frankfurt Schluss: Dax geht etwas schwächer ins Wochenende

(Im 2. Absatz, 1. Satz wurde ein Buchstabendreher bereinigt.)

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax hat sich am Freitag mit leichten Verlusten in das Wochenende verabschiedet. Gute Wachstumszahlen aus der US-Wirtschaft halfen ihm, sein Minus am Nachmittag etwas einzudämmen. Am Brückentag nach Christi Himmelfahrt bedeuteten 12 602,18 Punkte am Ende nur noch einen kleinen Abschlag von 0,15 Prozent. Nach dem Auf und Ab der vergangenen Tage hat er im Wochenverlauf um 0,3 Prozent nachgegeben.

Der Leitindex blieb damit weiter in seiner engen Spanne, die nun schon den siebten Handelstag in Folge Bestand hat. "Die Hürde von 12 700 Punkten erwies sich bislang als zu hoch. Das Kaufinteresse bei 12 500 Punkten wiederum bleibt stark", sagte Analyst Milan Cutkovic vom Handelshaus AxiTrader.

Die anderen deutschen Aktienindizes wollten sich zu Wochenschluss nicht auf eine eindeutige Richtung einlassen. Während der MDax der mittelgroßen Unternehmen um 0,38 Prozent auf 25 208,33 Zähler zulegte, schloss der Technologiewerte-Index TecDax 0,02 Prozent tiefer bei 2275,43 Punkten./tih/he

26.05.2017

Aktien Frankfurt Schluss: Dax geht etwas schwächer ins Wochenende

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax hat sich am Freitag mit leichten Verlusten in das Wochenende verabschiedet. Gute Wachstumszahlen aus der US-Wirtschaft halfen ihm, sein Minus am Nachmittag etwas einzudämmen. Am Brückentag nach Christi Himmelfahrt bedeuteten 12 602,18 Punkte am Ende nur noch einen kleinen Abschlag von 0,15 Prozent. Nach dem Auf und Ab der vergangenen Tage hat er im Wochenverlauf um 0,3 Prozent nachgegeben.

Der Leitindex blieb damit weiter in seiner engen Spanne, die nun schon den sietben Handelstag in Folge Bestand hat. "Die Hürde von 12 700 Punkten erwies sich bislang als zu hoch. Das Kaufinteresse bei 12 500 Punkten wiederum bleibt stark", sagte Analyst Milan Cutkovic vom Handelshaus AxiTrader.

Die anderen deutschen Aktienindizes wollten sich zu Wochenschluss nicht auf eine eindeutige Richtung einlassen. Während der MDax der mittelgroßen Unternehmen um 0,38 Prozent auf 25 208,33 Zähler zulegte, schloss der Technologiewerte-Index TecDax 0,02 Prozent tiefer bei 2275,43 Punkten./tih/he

26.05.2017

ROUNDUP/Aktien New York: Zurückhaltung nach Rekordlauf

NEW YORK (dpa-AFX) - Die Wall Street hat nach der jüngsten Rekordrally erst einmal eine Pause eingelegt. Der Dow Jones Industrial gab am Freitag nach sechs freundlichen Handelstagen um 0,07 Prozent auf 21 068,37 Punkte nach. Der US-Leitindex steuert dabei auf ein Wochenplus von gut 1 Prozent zu. Die Anfang März geknackte Rekordmarke von 21 169 Punkten bleibt weiterhin in greifbarer Nähe.

Der marktbreite S&P-500-Index bewegte sich am Freitag bei 2414,98 Punkten kaum vom Fleck. Am Donnerstag hatte er noch bei 2418,71 Punkten einen Höchststand erreicht.

Auch an der Technologiebörse Nasdaq war tags zuvor die Rally weitergegangen. Nun stand der Nasdaq 100 lediglich 0,13 Prozent höher bei 5785,81 Punkten. Am Montag findet dann wegen eines Feiertages kein Handel an der Wall Street statt.

Derweil war die US-Wirtschaft nicht ganz so schwach wie bislang gedacht in das Jahr gestartet. Das Bruttoinlandsprodukt hatte im ersten Quartal laut einer zweiten Schätzung um auf das Jahr hochgerechnet 1,2 Prozent zum Vorquartal zugelegt. Die erste Erhebung hatte einen Zuwachs um 0,7 Prozent ergeben, für die zweite Schätzung hatten Volkswirte ein Wachstum von 0,9 Prozent erwartet. Analyst Ulrich Wortberg von der Landesbank Helaba äußerte sich dennoch skeptisch: "Das Wachstum in den ersten drei Monaten des Jahres ist enttäuschend und dem vergleichsweise schwachen Konsumzuwachs geschuldet."

Unten den Einzelwerten stärkte der Paketdienst United Parcel Service (UPS) mit einem Gemeinschaftsunternehmen sein Geschäft in China. Dafür investiert UPS ebenso wie die chinesische Gesellschaft S.F. Holding fünf Millionen US-Dollar für einen 50-Prozentanteil. Mit dem Schritt wollen sich die Amerikaner den Zugriff auf 13 000 Service-Stellen in China sichern und sich so eine stärkere Basis in China verschaffen. Derzeit haben die Amerikaner rund 6400 Mitarbeiter dort. Die Aktie stieg um gut 1 Prozent.

Unter den großen Technologiewerten bleib die Frage spannend, ob demnächst nun die Amazon-Aktie oder die A-Aktie der Google-Mutter Alphabet zuerst den Sprung über die Marke von 1000 Dollar schaffen wird. Aktuell haben die Anteilscheine des Online-Händlers Amazon die Nase leicht vorn: Sie hatten im Handelsverlauf am Donnerstag die runde Marke um nur 1 Dollar verfehlt. Zuletzt lagen sie 0,45 Prozent im Plus bei 997,88 Dollar. Die A-Aktien von Alphabet legten ebenfalls etwas zu und kosteten zuletzt 994,61 Dollar./la/he

26.05.2017

Aktien New York: Zurückhaltung nach Rekordlauf

NEW YORK (dpa-AFX) - Die Wall Street hat nach der jüngsten Rekordrally erst einmal eine Pause eingelegt. Der Dow Jones Industrial gab am Freitag nach sechs freundlichen Handelstagen um 0,09 Prozent auf 21 064,39 Punkte nach. Der US-Leitindex steuert dabei auf ein Wochenplus von gut 1 Prozent zu. Die Anfang März geknackte Rekordmarke von 21 169 Punkten bleibt weiterhin in greifbarer Nähe.

Der marktbreite S&P-500-Index fiel am Freitag um 0,07 Prozent auf 2413,49 Punkte. Am Donnerstag hatte er noch bei 2418,71 Punkten einen Höchststand erreicht.

Auch an der Technologiebörse Nasdaq war tags zuvor die Rally weitergegangen. Nun stand der Nasdaq 100 lediglich 0,01 Prozent höher bei 5778,75 Punkten./la/he

26.05.2017

WDH/WOCHENAUSBLICK: Tauziehen dürfte weiter gehen - Trump und US-Daten im Blick

(technische Wiederholung)

FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach einem lange Zeit steilen Kursanstieg und einer zuletzt eher lustlosen Phase warten Anleger am europäischen Aktienmarkt in der neuen Woche auf frische Impulse - und eine Befreiung aus der Lethargie. Experten wie Milan Cutkovic vom Brokerhaus AxiTrader blicken dabei aber eher skeptisch nach vorn: "Das Tauziehen zwischen Bullen und Bären dürfte andauern", schrieb der Marktanalyst am Freitag. Er geht davon aus, dass eine weitere Konsolidierung beim Dax wahrscheinlich ist.

Damit droht sich der lustlose Handel der vergangenen Tage fortzusetzen. Seit dem Mitte Mai erreichten Rekord bei 12 841 Punkten sind den Anlegern zuletzt die Gründe für einen weiteren Anstieg des Leitindex verloren gegangen. Vielmehr verleiteten die jüngsten Skandale um US-Präsident Donald Trump sowie der erstarkte Euro die Anleger vereinzelt zu Gewinnmitnahmen. Laut dem Börsenstatistik-Magazin Index-Radar ist die Gefahr einer richtigen Korrektur unbekannten Ausmaßes zuletzt gestiegen. "Die Grundtendenz ist nach wie vor positiv, doch im Kleinen bröckelt die schöne Fassade leicht", schrieben sie.

AUSSICHTEN LANGFRISTIG WEITER POSITIV

In den Augen der Charttechniker wäre es für kurzfristig orientierte Trader ein neuer Impuls, wenn der Index aus seiner jüngsten Spanne zwischen 12 480 und 12 710 Punkten ausbrechen würde. In diesem Bereich sprang der Dax zuletzt über Tage hin und her, ohne letztlich eine klare Richtung einzuschlagen. Für längerfristig orientierte Investoren sehen die Index-Radar-Experten derzeit aber keinen Handlungsbedarf. "Allenfalls an teilweise Gewinnmitnahmen ist zu denken", betonten sie mit Blick auf die saisonal eher schwachen Sommermonate.

Mit Blick auf die Agenda dürfte es zu Wochenbeginn mit Feiertagen in den USA und Großbritannien eher ruhig los gehen. Im Laufe der Woche könnte dann aber Donald Trump den Aktienmarkt wieder stärker beschäftigen. Um den US-Präsidenten und seine hausgemachten Skandale war zuletzt etwas Ruhe eingekehrt, da er sich auf seiner ersten dienstlichen Auslandsreise befand. Nach seinen Besuchen in Nahost, Rom und Brüssel sowie der G7-Konferenz wird er aber am Wochenende nach Washington zurückkehren.

TRUMP-POLITIK AUF DEM PRÜFSTAND

Wegen Trump und seiner Politik will Dirk Rogowski, Geschäftsführer der Veritas Investment GmbH, in der neuen Woche verstärkt auf Konjunkturdaten aus den USA achten. "Die Einkaufsmanager-Indizes werden zeigen, ob sich die Wirtschaft von ihm emanzipieren kann", sagte der Experte. Der ISM-Stimmungsindikator für die Industrie steht am Donnerstag auf der Agenda. Nach jüngsten Anzeichen, wonach der Effekt der Trump-Versprechen schon verpufft sein könnte, geht die Postbank nicht davon aus, dass sich der Rückgang aus den Vormonaten im Mai fortgesetzt hat. Die Experten rechnen mit einem Anstieg des ISM um 0,7 auf 55,5 Punkte.

Sehr kritisch dürften Anleger auch auf den kommenden Freitag blicken, wenn die aktuellen Arbeitsmarktdaten aus den USA veröffentlicht werden - nicht nur wegen Trump, sondern auch wegen der Geldpolitik. Nach Einschätzung der Postbank sollten dann die letzten Zweifel an einer Leitzinserhöhung im Juni beseitigt werden, denn die Experten rechnen mit einem Stellenplus von 170 000 und einer Arbeitslosenquote von "sehr niedrigen" 4,4 Prozent. Die Währungshüter der amerikanischen Notenbank Fed hatten sich zuletzt schon für eine "baldige" Straffung ausgesprochen. Vor der letzten Zinserhöhung im März hatten sie die Märkte ähnlich vorbereitet.

ETLICHE HAUPTVERSAMMLUNGEN

Auf der Unternehmensseite richten sich die Blicke nunmehr voll auf die Hochphase der Hauptversammlungen, nachdem die Berichtssaison weitgehend ausgelaufen ist. Mit der Startup-Schmiede Rocket Internet , dem Ingenieur-Dienstleister Bertrandt und dem Handelskonzern Metro stehen am Mittwoch nur noch einige Nachzügler mit Quartals- oder Halbjahreszahlen an. Die Agenda der Aktionärstreffen ist dagegen in der neuen Woche prall gefüllt: Bei Hapag-Lloyd zum Beispiel dürfte am Montag die besiegelte Fusion mit der Reederei UASC im Blickfeld stehen.

Zu den weiteren Höhepunkten unter den Hauptversammlungen zählen dann im Wochenverlauf der angeschlagene Windkraft-Anlagenbauer Nordex am Dienstag, die Deutsche Telekom und Zalando am Mittwoch sowie Salzgitter , Freenet und Fielmann am Donnerstag. Sofern welche fließen, werden dann auch Dividenden den Markt beschäftigen. Diese werden meist am Tag nach der Hauptversammlung ausgeschüttet, was dann stets auch die Kurse beeinflusst, weil sie darum bereinigt werden ("Handel ex Dividende")./tih/gl/he

--- Von Timo Hausdorf, dpa-AFX ---

26.05.2017

WOCHENAUSBLICK: Tauziehen dürfte weiter gehen - Trump und US-Daten im Blick

FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach einem lange Zeit steilen Kursanstieg und einer zuletzt eher lustlosen Phase warten Anleger am europäischen Aktienmarkt in der neuen Woche auf frische Impulse - und eine Befreiung aus der Lethargie. Experten wie Milan Cutkovic vom Brokerhaus AxiTrader blicken dabei aber eher skeptisch nach vorn: "Das Tauziehen zwischen Bullen und Bären dürfte andauern", schrieb der Marktanalyst am Freitag. Er geht davon aus, dass eine weitere Konsolidierung beim Dax wahrscheinlich ist.

Damit droht sich der lustlose Handel der vergangenen Tage fortzusetzen. Seit dem Mitte Mai erreichten Rekord bei 12 841 Punkten sind den Anlegern zuletzt die Gründe für einen weiteren Anstieg des Leitindex verloren gegangen. Vielmehr verleiteten die jüngsten Skandale um US-Präsident Donald Trump sowie der erstarkte Euro die Anleger vereinzelt zu Gewinnmitnahmen. Laut dem Börsenstatistik-Magazin Index-Radar ist die Gefahr einer richtigen Korrektur unbekannten Ausmaßes zuletzt gestiegen. "Die Grundtendenz ist nach wie vor positiv, doch im Kleinen bröckelt die schöne Fassade leicht", schrieben sie.

AUSSICHTEN LANGFRISTIG WEITER POSITIV

In den Augen der Charttechniker wäre es für kurzfristig orientierte Trader ein neuer Impuls, wenn der Index aus seiner jüngsten Spanne zwischen 12 480 und 12 710 Punkten ausbrechen würde. In diesem Bereich sprang der Dax zuletzt über Tage hin und her, ohne letztlich eine klare Richtung einzuschlagen. Für längerfristig orientierte Investoren sehen die Index-Radar-Experten derzeit aber keinen Handlungsbedarf. "Allenfalls an teilweise Gewinnmitnahmen ist zu denken", betonten sie mit Blick auf die saisonal eher schwachen Sommermonate.

Mit Blick auf die Agenda dürfte es zu Wochenbeginn mit Feiertagen in den USA und Großbritannien eher ruhig los gehen. Im Laufe der Woche könnte dann aber Donald Trump den Aktienmarkt wieder stärker beschäftigen. Um den US-Präsidenten und seine hausgemachten Skandale war zuletzt etwas Ruhe eingekehrt, da er sich auf seiner ersten dienstlichen Auslandsreise befand. Nach seinen Besuchen in Nahost, Rom und Brüssel sowie der G7-Konferenz wird er aber am Wochenende nach Washington zurückkehren.

TRUMP-POLITIK AUF DEM PRÜFSTAND

Wegen Trump und seiner Politik will Dirk Rogowski, Geschäftsführer der Veritas Investment GmbH, in der neuen Woche verstärkt auf Konjunkturdaten aus den USA achten. "Die Einkaufsmanager-Indizes werden zeigen, ob sich die Wirtschaft von ihm emanzipieren kann", sagte der Experte. Der ISM-Stimmungsindikator für die Industrie steht am Donnerstag auf der Agenda. Nach jüngsten Anzeichen, wonach der Effekt der Trump-Versprechen schon verpufft sein könnte, geht die Postbank nicht davon aus, dass sich der Rückgang aus den Vormonaten im Mai fortgesetzt hat. Die Experten rechnen mit einem Anstieg des ISM um 0,7 auf 55,5 Punkte.

Sehr kritisch dürften Anleger auch auf den kommenden Freitag blicken, wenn die aktuellen Arbeitsmarktdaten aus den USA veröffentlicht werden - nicht nur wegen Trump, sondern auch wegen der Geldpolitik. Nach Einschätzung der Postbank sollten dann die letzten Zweifel an einer Leitzinserhöhung im Juni beseitigt werden, denn die Experten rechnen mit einem Stellenplus von 170 000 und einer Arbeitslosenquote von "sehr niedrigen" 4,4 Prozent. Die Währungshüter der amerikanischen Notenbank Fed hatten sich zuletzt schon für eine "baldige" Straffung ausgesprochen. Vor der letzten Zinserhöhung im März hatten sie die Märkte ähnlich vorbereitet.

ETLICHE HAUPTVERSAMMLUNGEN

Auf der Unternehmensseite richten sich die Blicke nunmehr voll auf die Hochphase der Hauptversammlungen, nachdem die Berichtssaison weitgehend ausgelaufen ist. Mit der Startup-Schmiede Rocket Internet , dem Ingenieur-Dienstleister Bertrandt und dem Handelskonzern Metro stehen am Mittwoch nur noch einige Nachzügler mit Quartals- oder Halbjahreszahlen an. Die Agenda der Aktionärstreffen ist dagegen in der neuen Woche prall gefüllt: Bei Hapag-Lloyd zum Beispiel dürfte am Montag die besiegelte Fusion mit der Reederei UASC im Blickfeld stehen.

Zu den weiteren Höhepunkten unter den Hauptversammlungen zählen dann im Wochenverlauf der angeschlagene Windkraft-Anlagenbauer Nordex am Dienstag, die Deutsche Telekom und Zalando am Mittwoch sowie Salzgitter , Freenet und Fielmann am Donnerstag. Sofern welche fließen, werden dann auch Dividenden den Markt beschäftigen. Diese werden meist am Tag nach der Hauptversammlung ausgeschüttet, was dann stets auch die Kurse beeinflusst, weil sie darum bereinigt werden ("Handel ex Dividende")./tih/gl/he

--- Von Timo Hausdorf, dpa-AFX ---

26.05.2017

Aktien New York Ausblick: Nach Rekordlauf Zurückhaltung erwartet

NEW YORK (dpa-AFX) - Die US-Börsen dürften sich am Freitag nach der Rekordrally erst einmal wieder eine Pause gönnen. Der Dow Jones Industrial wird nach sechs freundlichen Handelstagen mit einem minimalen Verlust erwartet. Der Broker IG taxierte den US-Leitindex rund eine Dreiviertelstunde vor Handelsbeginn 0,10 Prozent tiefer bei 21 063 Punkten, womit der Dow auf ein Wochenplus von 1,2 Prozent zusteuert. Die Anfang März geknackte Rekordmarke von 21 169 Punkten bleibt weiterhin in greifbarer Nähe.

An der Technologiebörse Nasdaq war tags zuvor die Rally weitergegangen: Der Nasdaq Composite und der Nasdaq 100 erreichten neue Höchststände. Ebenfalls auf einen neuen Rekordstand war es für den marktbreiten S&P-500-Index gegangen.

Die bereits tags zuvor auf Talfahrt gegangenen Ölpreise schwankten am Freitag im Handelsverlauf zwischen Gewinnen und Verlusten und gaben zuletzt wieder nach. Der Preis von aktuell 48,52 US-Dollar für ein Barrel der US-Sorte WTI dürfte entsprechend ebenfalls die Laune der Anleger etwas drücken. Der Blick auf die just veröffentlichten Konjunkturdaten zeigte, dass die US-Wirtschaft nicht ganz so schwach wie bislang gedacht in das Jahr gestartet war.

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) legte im ersten Quartal laut einer zweiten Schätzung um annualisiert 1,2 Prozent zum Vorquartal zu. Die erste Erhebung hatte einen Zuwachs um 0,7 Prozent ergeben, für die zweite Schätzung hatten Volkswirte ein Wachstum von 0,9 Prozent erwartet. Zudem sanken die Aufträge für langlebige Güter im April weniger als erwartet.

Nachrichten zu Einzelwerten waren indes dünn gesät. Der Paketdienst United Parcel Service (UPS) stärkt mit einem Gemeinschaftsunternehmen sein Geschäft in China. Dafür investiert UPS ebenso wie die chinesische Gesellschaft S.F. Holding fünf Millionen US-Dollar für einen 50-Prozentanteil. Mit dem Schritt wollen sich die Amerikaner den Zugriff auf 13 000 Service-Stellen in China sichern und sich so eine stärkere Basis in China verschaffen. Derzeit hat UPS rund 6400 Mitarbeiter dort. Vorbörslich reagierte die Aktie allerdings nicht auf diese Nachricht.

Vorbörslich unbewegt waren auch die Aktien der Ölgesellschaft Chevron , die von der Bank Exane BNP Paribas auf "Underperform" abgestuft worden sind.

Unter den großen Technologiewerten dürften die Anleger zugleich weiter verfolgen, ob demnächst nun die Amazon-Aktie oder die A-Aktie der Google-Mutter Alphabet zuerst den Sprung über die Marke von 1000 Dollar schaffen wird. Aktuell haben die Anteilscheine des Online-Händlers Amazon die Nase leicht vorn: Sie hatten im Handelsverlauf am Donnerstag die runde Marke um nur 1 Dollar verfehlt und hatten letztlich mit einem Plus von gut 1 Prozent auf 993,38 Dollar geschlossen. Die A-Aktie von Alphabet stand bei knapp 992 Dollar. Vorbörslich gaben beide nun allerdings moderat nach./ck/fbr

26.05.2017

Aktien Frankfurt: Dax gibt nach - 'Tauziehen zwischen Bullen und Bären'

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax hat am Freitag nachgegeben. Gute Daten zum US-Wirtschaftswachstum im ersten Quartal halfen ihm allerdings, sein Minus etwas einzudämmen. Börsianern zufolge war der Handel ähnlich dünn wie am gestrigen Feiertag Christi Himmelfahrt.

Am Nachmittag stand der deutsche Leitindex 0,35 Prozent tiefer bei 12 577,73 Punkten. Damit setzte er die lustlose Entwicklung der vergangenen Tage fort. Auf Wochensicht zeichnet sich ein Verlust von knapp einem halben Prozent für das Börsenbarometer ab, das seit dem Rekordhoch vor anderthalb Wochen und dem anschließenden Rücksetzer kaum mehr von der Stelle gekommen ist.

DAX HÄNGT ZWISCHEN 12 500 und 12 700 PUNKTEN FEST

"Kurzfristig scheint eine weitere Konsolidierung wahrscheinlich", erwartet Analyst Milan Cutkovic vom Handelshaus AxiTrader. "Die Hürde von 12 700 Punkten erwies sich bislang als zu hoch. Das Kaufinteresse vor der Unterstützung bei 12 500 Punkten wiederum bleibt stark. Das Tauziehen zwischen Bullen und Bären dürfte daher andauern." Am späteren Nachmittag sollten sich die Blicke der Anleger noch auf die von der US-Universität Michigan ermittelte Konsumstimmung richten.

Die anderen deutschen Aktienindizes hielten sich vor dem Wochenende nur wenig besser: Der MDax der mittelgroßen Unternehmen gewann 0,02 Prozent auf 25 117,78 Zähler, während der Technologiewerte-Index TecDax um 0,17 Prozent auf 2271,95 Punkte sank. Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 ging es um 0,51 Prozent auf 3566,19 Punkte bergab.

TRUMP-AUSSAGEN BELASTEN AUTOBAUER

Unternehmensnachrichten waren Mangelware. Bei den Aktien der deutschen Autobauer drückten abermals negative Äußerungen von US-Präsident Donald Trump etwas auf die Stimmung: BMW verloren 1,24 Prozent, und für Volkswagen und Daimler ging es um je knapp 1 Prozent bergab.

EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker bestätigte Medienberichte, wonach Trump sich über den deutschen Handelsüberschuss beschwert hatte. Allerdings sei das von Trump in keiner Weise aggressiv vorgetragen worden. Der "Spiegel" zitierte Trump laut Teilnehmern weiter mit den Worten: "Schauen Sie sich die Millionen von Autos an, die sie in den USA verkaufen. Fürchterlich. Wir werden das stoppen."

Die wegen der geplanten Drillisch-Übernahme stark gestiegenen Aktien von United Internet kosteten erstmals seit Januar 2016 mehr als 49 Euro - damit brachte es der Internet- und Telekomkonzern auf einen Börsenwert von rund 10 Milliarden Euro. Zuletzt stand allerdings ein Minus von 0,58 Prozent auf 48,365 Euro zu Buche. Drillisch gaben um über 1 Prozent nach. Das nun vorgelegte Angebot für das Mobilfunkunternehmen ist Teil einer größeren Transaktion, mit der United-Internet-Chef Ralph Dommermuth eine starke vierte Kraft im deutschen Markt neben den Netzbetreibern Deutsche Telekom, Vodafone und Telefonica Deutschland schmieden will.

MANZ SACKEN AB: KEIN ANGEBOT VON SHANGHAI ELECTRIC

Derweil erhielt die Übernahmefantasie einiger Aktionäre des Maschinenbauers Manz einen Dämpfer, was die Anteilsscheine um knapp 2 Prozent absacken ließ. Die chinesische Shanghai Electric wird kein Pflichtangebot vorlegen. Der Konzern nahm die Option auf eine Stimmbindungsvereinbarung mit dem Hauptaktionär und Vorstandsvorsitzenden Dieter Manz nicht wahr. Shanghai Electric werde weiterhin 19,67 Prozent an Manz halten, hieß es. Gründer Manz bleibt mit 24,66 Prozent Hauptaktionär.

Am Rentenmarkt fiel die Umlaufrendite von 0,17 Prozent am Vortag auf 0,15 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,09 Prozent auf 141,71 Punkte. Der Bund-Future gewann 0,25 Prozent auf 161,76 Punkte. Der Euro sank auf 1,1183 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Donnerstag auf 1,1214 Dollar festgesetzt und der Dollar damit 0,8917 Euro gekostet./gl/fbr

--- Von Gerold Löhle, dpa-AFX ---

26.05.2017

Aktien Frankfurt: Dax gibt nach - 'Tauziehen zwischen Bullen und Bären'

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax hat am Freitag etwas nachgegeben. Um die Mittagszeit stand der deutsche Leitindex 0,40 Prozent tiefer bei 12 571,62 Punkten. Damit winkt ihm eine Fortsetzung seiner zuletzt lustlosen Entwicklung. Auf Wochensicht zeichnet sich ein Verlust von rund einem halben Prozent für das Börsenbarometer ab, das seit dem Rekordhoch vor anderthalb Wochen und dem anschließenden Rücksetzer kaum mehr von der Stelle gekommen ist.

"Kurzfristig scheint eine weitere Konsolidierung wahrscheinlich", erwartet Analyst Milan Cutkovic vom Handelshaus AxiTrader. "Die Hürde von 12 700 Punkten erwies sich bislang als zu hoch. Das Kaufinteresse vor der Unterstützung bei 12 500 Punkten wiederum bleibt stark. Das Tauziehen zwischen Bullen und Bären dürfte daher andauern."

WARTEN AUF US-DATEN

Die anderen deutschen Aktienindizes hielten sich vor dem Wochenende nur wenig besser: Der MDax der mittelgroßen Unternehmen verlor 0,08 Prozent auf 25 092,72 Zähler und der Technologiewerte-Index TecDax sank um 0,13 Prozent auf 2273,02 Punkte. Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 ging es um 0,69 Prozent auf 3559,77 Punkte bergab.

Als Stimmungsbremse erwiesen sich durchwachsene Konjunkturdaten aus Japan, die auch den dortigen Aktienmarkt belasteten. Der Preisauftrieb in der weltweit drittgrößten Volkswirtschaft blieb trotz einer leichten Besserung in den vergangenen Monaten schwach. Am Nachmittag sollten sich die Blicke der Anleger auf Daten aus den USA zum Wirtschaftswachstum sowie der von der Universität Michigan ermittelten Konsumstimmung richten.

TRUMP-AUSSAGEN BELASTEN AUTOBAUER

Unternehmensnachrichten waren zunächst Mangelware. Bei den Aktien der deutschen Autobauer drückten abermals negative Äußerungen von US-Präsident Donald Trump etwas auf die Stimmung: BMW verloren 1,42 Prozent, und für Volkswagen und Daimler ging es jeweils um knapp 1 Prozent bergab.

EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker bestätigte Medienberichte, wonach Trump sich über den deutschen Handelsüberschuss beschwert hatte. Allerdings sei das von Trump in keiner Weise aggressiv vorgetragen worden. Der "Spiegel" zitierte Trump laut Teilnehmern weiter mit den Worten: "Schauen Sie sich die Millionen von Autos an, die sie in den USA verkaufen. Fürchterlich. Wir werden das stoppen."

Die wegen der geplanten Drillisch-Übernahme stark gestiegenen Aktien von United Internet kosteten erstmals seit Januar 2016 mehr als 49 Euro - damit brachte es der Internet- und Telekomkonzern auf einen Börsenwert von rund 10 Milliarden Euro. Zuletzt stand allerdings ein Minus von 0,31 Prozent auf 48,495 Euro zu Buche. Auch Drillisch gaben moderat nach. Das nun vorgelegte Angebot für das Mobilfunkunternehmen ist Teil einer größeren Transaktion, mit der United-Internet-Chef Ralph Dommermuth eine starke vierte Kraft im deutschen Markt neben den Netzbetreibern Deutsche Telekom, Vodafone und Telefonica Deutschland schmieden will.

MANZ SACKEN AB: KEIN ANGEBOT VON SHANGHAI ELECTRIC

Derweil erhielt die Übernahmefantasie einiger Aktionäre des Maschinenbauers Manz einen Dämpfer, was die Aktien um rund 3 Prozent absacken ließ. Die chinesische Shanghai Electric wird kein Pflichtangebot vorlegen. Der Konzern nahm die Option auf eine Stimmbindungsvereinbarung mit dem Hauptaktionär und Vorstandsvorsitzenden Dieter Manz nicht wahr. Shanghai Electric werde weiterhin 19,67 Prozent an Manz halten, hieß es. Gründer Manz bleibt mit 24,66 Prozent Hauptaktionär./gl/fbr

--- Von Gerold Löhle, dpa-AFX ---

26.05.2017

ROUNDUP/Trump: Habe kein Problem mit den Deutschen, aber mit ihrem Handel

TAORMINA (dpa-AFX) - US-Präsident Donald Trump hat mit neuer Kritik an den deutschen Handelsüberschüssen für erhebliche Irritationen gesorgt. Vor dem G7-Gipfel in Taormina auf Sizilien hatte sich Trump vor der EU-Spitze mit den Worten "very bad" über die hohen Exportüberschüsse Deutschlands beschwert. In deutschen Medien wurde dies mit "sehr böse" oder "sehr schlecht" übersetzt.

EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker bestätigte vor dem G7-Gipfel am Freitag in Taormina die Kritik Trumps und gab indirekt wieder, dass die Worte "bad, very bad" gefallen seien. Allerdings sei das von Trump in keiner Weise aggressiv vorgetragen worden.

Juncker sprach von übertriebener Darstellung. Er sei "kein Spezialist im Englischen", sagte der Kommissionspräsident und fügte hinzu: ""Bad" heißt nicht böse, schlecht reicht." Juncker fügte hinzu: "Er hat nicht gesagt, die Deutschen benehmen sich schlecht. Er hat gesagt, wir haben ein Problem." Trump hatte sich bereits mehrfach über den Handelsüberschuss beklagt.

Nach Angaben seines Wirtschaftsberaters sowie Pressesprechers hat Trump kein Problem mit den Deutschen, sehr wohl aber mit dem Handelsüberschuss. Wirtschaftsberater Gary Cohn sagte am Freitag vor Reportern, dass in der Diskussion mit der EU-Spitze in Brüssel über den deutschen Handelsüberschuss mit den USA die Worte "very bad" über Deutschland gefallen seien. Laut Cohn sagte Trump: "Ich habe kein Problem mit Deutschland, ich habe ein Problem mit dem deutschen Handel." Trump habe auch auf seine deutschen Wurzeln verwiesen.

Trumps Pressesprecher Sean Spicer sagte vor Journalisten, Trump habe großen Respekt vor Deutschland. Berichte, der US-Präsident habe von "schlechten Deutschen" gesprochen, seien falsch. Trump habe aber das "Ungleichgewicht" in den deutsch-amerikanischen Handelsbeziehungen als "unfair" bezeichnet.

EU-Ratspräsident Donald Tusk wollte die Äußerung Trumps gar nicht kommentieren. "Ich will nicht Teil dieser neuen politischen Kultur des ständigen Durchsickerns sein", sagte er. "Die heutige Diplomatie benötigt professionelle Klempner statt indiskreter Diplomaten."

Trump soll bei seiner Kritik erneut die deutschen Autobauer als Beispiel genannt haben. Der "Spiegel" zitierte Trump laut Teilnehmern mit den Worten: "Schauen Sie sich die Millionen von Autos an, die sie in den USA verkaufen. Fürchterlich. Wir werden das stoppen." Die Äußerungen drückten die Aktien deutscher Autobauer. BMW verloren 1,24 Prozent, für Volkswagen und Daimler ging es um je knapp 1 Prozent abwärts./sl/mfi/lw/du/vsr/DP/she

26.05.2017

GESAMT-ROUNDUP2/Trump spaltet G7 - Konfrontation bei Handel, Klima, Flüchtlingen

(neu: Details, Aufmachung)

TAORMINA (dpa-AFX) - US-Präsident Donald Trump blockiert die Gruppe der sieben führenden westlichen Industrienationen (G7). Auf dem G7-Gipfel in Taormina auf Sizilien zeigte sich am Freitag große Uneinigkeit mit den USA über Freihandel, Klimaschutz und in der Flüchtlingskrise.

Trump brüskierte den Gastgeber Italien mit seinem Widerstand gegen einen umfassenden Plan zur Bewältigung der Flüchtlingskrise. Zuvor hatte er die exportstarken Deutschen kritisiert, indem er deren Handelsüberschuss "bad, very bad" (schlecht, sehr schlecht) nannte.

TREFFEN DROHT DEBAKEL ZU WERDEN

Durch die Blockade Trumps steuerte das zweitägige Treffen auf ein Debakel zu. Der Widerstand der neuen US-Regierung gegen gemeinsame Lösungsansätze verhinderte früher mögliche Kompromisse. Kritiker beklagten, dass Trump die Funktion der jährlichen Treffen der Staats- und Regierungschefs untergrabe.

Nach dem Nato-Gipfel in Brüssel, wo schon schwere Differenzen zu Tage getreten waren, blieb der US-Präsident auch in Italien auf Konfrontationskurs. Kritiker sprachen von "Trampel-Trump".

Einigkeit gab es lediglich im Anti-Terrorkampf. Kurz nach dem verheerenden Attentat von Manchester einigten sie sich darauf, dass sich die Innenminister treffen sollen. Zudem rufen die G7 soziale Netzwerke auf, ihre Anstrengungen gegen den Missbrauch des Internets zu erhöhen.

KRITIK AN DEUTSCHEN HANDELSÜBERSCHÜSSEN

Vor dem Gipfel hatte Trump schon scharfe Kritik an den deutschen Handelsüberschüssen geübt. In Gesprächen in Brüssel hatte er die Deutschen - je nach Übersetzung - als "sehr böse" oder "sehr schlecht" ("very bad") kritisiert. In Taormina bestätigte Juncker, dass sich Trump beschwert habe. Allerdings sei das von Trump in keiner Weise aggressiv vorgetragen worden, sondern in konstruktiver Atmosphäre. ""Bad" heißt nicht böse", sagte Juncker und nannte entsprechende Medienberichte übertrieben.

Offen ist, ob sich die G7 nach den zweitägigen Beratungen in ihrem Abschlussdokument - wie in der Vergangenheit - klar für freien Handel und gegen Protektionismus aussprechen. Bisher hat die neue US-Regierung auch im Kreis der großen Industrie- und Schwellenländer (G20) ein Bekenntnis blockiert. Trumps Wirtschaftsberater Gary Cohn sagte vor dem Gipfel: "Wir werden eine sehr kontroverse Debatte über den Handel haben und wir werden darüber reden, was frei und offen bedeutet." Es gehe um faire Spielregeln.

TUSK RECHNET MIT HARTEN DEBATTEN

Tusk rechnete mit harten Debatten. "Es besteht kein Zweifel daran, dass dies der schwierigste G7-Gipfel in Jahren sein wird." Auch andere Beobachter sprachen von einem "Tiefpunkt" in der Geschichte der G7 und warnten vor einem "Reinfall" des Treffens.

In Taormina erwarteten die G7-Partner auch Aufschluss über die Position Trumps zum Pariser Klimaschutzabkommen, in dem sich die Staatengemeinschaft verpflichtet, den Ausstoß von Treibhausgasen zu verringern. Trump erwägt einem Ausstieg aus dem Abkommen. Der US-Präsident empfinde es als "ungerecht" und schädlich für die Wirtschaftsentwicklung der USA, sagte Cohn: "Wir müssen Vorschriften loswerden, die Wachstum behindern." Die anderen G7-Staaten Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Japan, Italien und Kanada warnen eindringlich vor einem Ausstieg der USA.

Außer Trump sind auch Frankreichs Präsident Emmanuel Macron, die britische Premierministerin Theresa May und der italienische Ministerpräsident Paolo Gentiloni neu in der Runde, in der Merkel die Dienstälteste ist. Ebenfalls dabei sind die Premiers von Kanada und Japan, Justin Trudeau und Shinzo Abe. Merkel wird von ihrem Ehemann, Joachim Sauer, begleitet. Wegen der Terrorlage in Großbritannien wollte May schon am Freitagabend wieder abreisen.

Für den zweiten Gipfeltag ist ein Treffen mit Vertretern mehrerer afrikanischer Ländern geplant. G7-Gastgeber Italien will dann über Migration und den Kampf gegen Hungersnöte reden. Aktivisten hatten eindringlich an die G7 appelliert, mehr Geld für den UN-Hilfsappell zur Verfügung zu stellen./lw/du/mfi/sl/DP/she

26.05.2017

GESAMT-ROUNDUP: Alle gegen Trump - Kirchentag mit Kritik an US-Politik

BERLIN (dpa-AFX) - Kritik an den USA und ein weiteres Zeichen der Annäherung zwischen Katholiken und Protestanten: Nach dem umjubelten Auftritt von Barack Obama und Kanzlerin Angela Merkel (CDU) auf dem Kirchentag hat Außenminister Sigmar Gabriel (SPD) am Tag darauf die US-Politik unter Präsident Donald Trump kritisiert. Dabei wies er am Freitag dessen Forderung nach Erhöhung der deutschen Militärausgaben auf zwei Prozent der Wirtschaftsleistung zurück.

"Was sich ändern muss in Europa und in der Welt, ist, dass wir endlich auch wieder über Abrüstung, Denuklearisierung und Rüstungskontrolle reden müssen", sagte Gabriel und erhielt dafür viel Applaus. "Es wird keine Stabilität und keinen Frieden nur durch Militär geben, sondern durch Entwicklungshilfe, Krisenprävention."

Für Beifall sorgte auf dem Protestanten-Treffen auch der Auftritt des obersten deutschen Katholiken: Der Münchner Kardinal Reinhard Marx bekräftigte 500 Jahre nach Beginn der Reformation den Willen zur ökumenischen Annäherung der beiden Kirchen in Deutschland. "Wollen wir zusammengehen? Wir wollen es!", sagte Marx bei einer Begegnung mit dem EKD-Ratsvorsitzenden Heinrich Bedford-Strohm.

Beide Seiten müssten sich zuvor der eigenen Schuld für die Trennung stellen, fügte Marx hinzu. "Wir dürfen nichts überspringen." Bedford-Strohm mahnte ebenfalls zur Vorsicht. "Eine zu euphorische Wiedervereinigung wäre fragil."

Am Freitag wurde auch eine Personalie bekannt: Der renommierte Journalist Hans Leyendecker wird Präsident des kommenden Evangelischen Kirchentages 2019 in Dortmund. "Eines der Ziele des Kirchentages ist klar: Welt und Kirche näher zu bringen", kündigte der 67-Jährige an, der für seine Arbeit vor allem beim "Spiegel" und der "Süddeutschen Zeitung" vielfach ausgezeichnet wurde.

Auch SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz nahm sich auf dem Kirchentag US-Präsident Trump vor und verurteilte dessen aggressiven Umgang mit Deutschland und Europa. "Solch eine demütigende Behandlung ist zurückzuweisen, so etwas braucht man nicht zu akzeptieren." Der Umgang Trumps mit demokratisch gewählten Bündnispartnern auf dem Nato-Gipfel in Brüssel am Donnerstag sei nicht hinzunehmen.

Trump hatte in Brüssel für einen Eklat gesorgt: Er warf der Mehrzahl der Nato-Mitgliedsstaaten unzureichendes militärisches Engagement vor. Die mangelnde Beteiligung vieler Staaten sei "nicht fair" gegenüber den amerikanischen Steuerzahlern.

Am Vortag hatten Obama und Merkel vor rund 70 000 Zuhörern am Brandenburger Tor über die Zukunft der Demokratie gesprochen. Der frühere US-Präsident hatte dabei seinen Nachfolger nicht namentlich genannt, sich aber gegen Nationalismus und Populismus ausgesprochen.

Während eines Bittgottesdienstes für Frieden in der Gedächtniskirche mit Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) seilten sich am Freitag zwei Aktivistinnen von einer Empore ab. Gemeinsam mit Mitstreitern wandten sie sich lautstark gegen Kriegseinsätze und die "Verstrickung der Kirche mit der Bundeswehr".

Zur Halbzeit zeigten sich die Kirchentags-Organisatoren zufrieden: Über die gut 106 000 Dauergäste hinaus seien bereits 30 000 Tageskarten verkauft worden. Erwartet werden zu dem Christentreffen bis Sonntag rund 140 000 Teilnehmer, beim Abschlussgottesdienst in Wittenberg am Sonntag wird mit etwa 100 000 Gläubigen gerechnet.

Der Kirchentag erinnert in diesem Jahr an die von Martin Luther (1483-1546) mit seinen Thesen gegen den Ablasshandel angestoßene Reformation. Das Treffen geht am Sonntag in Wittenberg mit einem Gottesdienst unter freiem Himmel zu Ende./ee/DP/she

26.05.2017

dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR von 17.00 Uhr - 26.05.2017

ROUNDUP: US-Wirtschaft startet besser ins Jahr als bisher gedacht

WASHINGTON - Die US-Wirtschaft ist nicht ganz so schwach in das Jahr gestartet wie bisher gedacht. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) habe im ersten Quartal um auf das Jahr hochgerechnet 1,2 Prozent zum Vorquartal zugelegt, teilte das Handelsministeriums am Freitag in Washington nach einer zweiten Schätzung mit. In einer ersten Erhebung war nur ein Wachstum um 0,7 Prozent ermittelt worden. Volkswirte hatten für die zweite Schätzung 0,9 Prozent erwartet. Am Devisenmarkt profitierte der US-Dollar von den Daten.

USA: Aufträge für langlebige Güter sinken weniger als erwartet

WASHINGTON - In den USA sind die Aufträge für langlebige Güter im April weniger als erwartet gesunken. Die Aufträge seien um 0,7 Prozent zum Vormonat gefallen, teilte das US-Handelsministerium am Freitag in Washington mit. Volkswirte hatten mit einem Rückgang um 1,5 Prozent gerechnet. Zudem wurde auch der Anstieg im Vormonat deutlich nach oben revidiert.

USA: Michigan-Konsumklima hellt sich weniger auf als erwartet

MICHIGAN - Die Stimmung der US-Verbraucher hat sich im Mai den dritten Monat in Folge verbessert. Das Konsumklima der Universität von Michigan sei um 0,1 Punkte auf 97,1 Punkte gestiegen, teilte die Universität am Freitag nach einer zweiten Erhebung mit. Nach einer ersten Schätzung war zunächst ein stärkerer Anstieg für Mai auf 97,7 Punkte gemeldet worden. Volkswirte hatten 97,5 Punkte erwartet. Im April hatte der Indexwert bei 97,0 Punkten gelegen.

Trump: Habe kein Problem mit den Deutschen, aber mit ihrem Handel

TAORMINA - US-Präsident Donald Trump hat nach Angaben seines Wirtschaftsberaters sowie seines Pressesprechers kein Problem mit den Deutschen, sehr wohl aber mit dem deutschen Handelsüberschuss.

ROUNDUP 2/Konfrontation mit Trump: G7-Gipfel beginnt mit harten Debatten

TAORMINA - Soviel Uneinigkeit war selten: Schwere Differenzen mit US-Präsident Donald Trump über Handel und Klimaschutz überschatten den Gipfel der sieben großen Industrienationen (G7) in Italien. Seine drastischen Vorwürfe gegen die exportstarken Deutschen, die - je nach Übersetzung - "sehr böse" oder "sehr schlecht" (very bad) seien, sorgten für schwere Irritationen auf deutscher Seite. Die Staats- und Regierungschefs kamen am Freitag in Taormina auf Sizilien zusammen, um zunächst über internationale Krisen und später über die Weltkonjunktur sowie Freihandel und Klimaschutz zu diskutieren.

ROUNDUP: Weiter schwache Inflation in Japan - Regierungsziel in weiter Ferne

TOKIO - In Japan bleibt der Preisauftrieb trotz einer leichten Besserung schwach. Im April seien die Verbraucherpreise ohne frische Lebensmittel im Jahresvergleich landesweit um 0,3 Prozent gestiegen, teilte das nationale Statistikbüro am Freitag in Tokio mit. Damit sind die Verbraucherpreise in dieser Abgrenzung, die bei den Währungshütern des Landes besonders im Fokus steht, das vierte Mal in Folge gestiegen.

Italien: Unternehmensstimmung überraschend gefallen

ROM - Die Stimmung in den italienischen Unternehmen hat sich im Mai überraschend eingetrübt. Der Indikator für das Unternehmensvertrauen sei um 0,8 Punkte auf 106,9 Zähler gefallen, teilte die Statistikbehörde Istat am Freitag in Rom mit. Volkswirte hatten hingegen einen Anstieg auf 108,0 Punkte erwartet. Im April hatte der Indikator noch mit revidierten 107,7 Punkten den höchsten Stand seit Dezember 2007 erreicht.

China erwägt Einführung von antizyklischen Faktor beim Yuan-Fixing

PEKING - Die Notenbank Chinas will die Regeln für die tägliche Festsetzung des Yuan-Kurses ändern. Es solle ein "antizyklischer Faktor" bei der Festlegung des Mittelkurses eingeführt werden, teilte die chinesische Regierung am Freitag in Peking mit. So sollen erratische Kursausschläge und Herdenverhalten am Devisenmarkt vermieden werden.

Kundenhinweis:

ROUNDUP: Sie lesen im Konjunktur-Überblick eine Zusammenfassung. Zu diesem Thema gibt es mehrere Meldungen auf dem dpa-AFX Nachrichtendienst.

/jkr

26.05.2017

GESAMT-ROUNDUP: G7-Gipfel droht Debakel - Trump auf Konfrontationskurs

TAORMINA (dpa-AFX) - Die G7-Gruppe der führenden Industrieländer kämpft angesichts schwerer Differenzen mit den USA um den Zusammenhalt des westlichen Bündnisses. Beim G7-Gipfel der Staats- und Regierungschefs in Taormina auf Sizilien blieb US-Präsident Donald Trump auf Konfrontationskurs zu den anderen sechs Staaten.

In der besonders umstrittenen Klima- und Handelspolitik zeichnete sich zu Beginn des Treffens am Freitag keine gemeinsame Linie ab. Wegen der anhaltenden Blockade der Trump-Administration scheiterte Gastgeber Italien auch mit dem Vorstoß für einen umfassenden Plan zur Bewältigung der Flüchtlingskrise. Einigkeit wurde zumindest im Anti-Terrorkampf erwartet. EU-Ratspräsident Donald Tusk und Kommissionschef Jean-Claude Juncker mahnten zum Auftakt des Gipeltreffens den Westen zur Einheit.

SCHARFE KRITIK AN HANDELSÜBERSCHÜSSEN

Vor dem Gipfel hatte Trump erneut scharfe Kritik an den deutschen Handelsüberschüssen geübt. In Gesprächen in Brüssel hatte er die Deutschen - je nach Übersetzung - als "sehr böse" oder "sehr schlecht" ("very bad") kritisiert. In Taormina bestätigte Juncker, dass sich Trump beschwert habe. Allerdings sei das von Trump in keiner Weise aggressiv vorgetragen worden, sondern in konstruktiver Atmosphäre. ""Bad" heißt nicht böse", sagte Juncker und nannte entsprechende Medienberichte übertrieben.

Offen ist, ob sich die G7 nach den zweitägigen Beratungen in ihrem Abschlussdokument - wie in der Vergangenheit - klar für freien Handel und gegen Protektionismus aussprechen. Bisher hat die neue US-Regierung auch im Kreis der großen Industrie- und Schwellenländer (G20) ein Bekenntnis blockiert. Trumps Wirtschaftsberater Gary Cohn sagte vor dem Gipfel: "Wir werden eine sehr kontroverse Debatte über den Handel haben und wir werden darüber reden, was frei und offen bedeutet." Es gehe um faire Spielregeln.

Tusk rechnete mit harten Debatten. "Es besteht kein Zweifel daran, dass dies der schwierigste G7-Gipfel in Jahren sein wird." Auch andere Beobachter sprachen von einem "Tiefpunkt" in der Geschichte der G7 und warnten vor einem "Reinfall".

KLIMASCHUTZABKOMMEN

In Taormina erwarteten die G7-Partner auch Aufschluss über die Position Trumps zum Pariser Klimaschutzabkommen, in dem sich die Staatengemeinschaft verpflichtet, den Ausstoß von Treibhausgasen zu verringern. Trump hatte mit einem Ausstieg aus dem Abkommen gedroht. Der US-Präsident empfinde es als "ungerecht" und schädlich für die Wirtschaftsentwicklung der USA, sagte Cohn: "Wir müssen Vorschriften loswerden, die Wachstum behindern." Die anderen G7-Staaten Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Japan, Italien und Kanada warnen vor einem solchen Schritt.

Außer Trump sind auch Frankreichs Präsident Emmanuel Macron, die britische Premierministerin Theresa May und der italienische Ministerpräsident Paolo Gentiloni neu in der Runde, in der Merkel die Dienstälteste ist. Ebenfalls dabei sind die Premiers von Kanada und Japan, Justin Trudeau und Shinzo Abe. Merkel wird von ihrem Ehemann, Joachim Sauer, begleitet. Wegen der Terrorlage in Großbritannien wollte May schon am Freitagabend wieder abreisen.

Für den zweiten Gipfeltag ist ein Treffen mit Vertretern mehrerer afrikanischer Ländern geplant. G7-Gastgeber Italien will dann über Migration und den Kampf gegen Hungersnöte reden./lw/du/mfi/sl/DP/she

26.05.2017

USA: Michigan-Konsumklima hellt sich weniger auf als erwartet

MICHIGAN (dpa-AFX) - Die Stimmung der US-Verbraucher hat sich im Mai den dritten Monat in Folge verbessert. Das Konsumklima der Universität von Michigan sei um 0,1 Punkte auf 97,1 Punkte gestiegen, teilte die Universität am Freitag nach einer zweiten Erhebung mit. Nach einer ersten Schätzung war zunächst ein stärkerer Anstieg für Mai auf 97,7 Punkte gemeldet worden. Volkswirte hatten 97,5 Punkte erwartet. Im April hatte der Indexwert bei 97,0 Punkten gelegen.

Der Index der Universität Michigan gilt als Indikator für das Kaufverhalten der US-Verbraucher. Er basiert auf einer telefonischen Umfrage unter rund 500 Haushalten. Abgefragt werden die finanzielle und wirtschaftliche Lagebeurteilung sowie die entsprechenden Erwartungen.

Die Daten im Überblick:

^ Mai Prognose April März

Konsumklima 97,1 97,5 97,0 96,9°

(in Punkten)

/jkr/he

26.05.2017

Laschet und Lindner wollen NRW von Belgiens 'Bröckelreaktoren' lösen

DÜSSELDORF (dpa-AFX) - CDU und FDP in Nordrhein-Westfalen wollen die finanzielle Beteiligung des Landes an den belgischen Pannen-Reaktoren Tihange und Doel beenden. Das teilten die Parteichefs von CDU und FDP, Armin Laschet und Christian Lindner, am Freitag in Düsseldorf für den Fall mit, dass ihre laufenden Koalitionsverhandlungen erfolgreich abgeschlossen werden. NRW ist indirekt über seinen Pensionsfonds an den wegen häufiger Zwischenfälle gefürchteten Kernkraftwerken beteiligt.

"Die umstrittenen Bröckelreaktoren Tihange und Doel sind ein regelrechtes Sicherheits- und Gesundheitsrisiko für ganz Nordrhein-Westfalen", kritisierte der mögliche künftige Ministerpräsident Laschet. "Wir hoffen, dass Rot-Grün keine dauerhaften Verpflichtungen eingegangen ist, damit wir dieses zweifelhafte Engagement schnellstmöglich stoppen können." Lindner forderte die scheidende rot-grüne Landesregierung auf, ihr Engagement detailliert offenzulegen./beg/DP/she

26.05.2017

Trump: Habe kein Problem mit den Deutschen, aber mit ihrem Handel

TAORMINA (dpa-AFX) - US-Präsident Donald Trump hat nach Angaben seines Wirtschaftsberaters sowie seines Pressesprechers kein Problem mit den Deutschen, sehr wohl aber mit dem deutschen Handelsüberschuss.

Beim G7-Gipfel in Taormina auf Sizilien bestätigte Gary Cohn am Freitag vor Reportern, dass in der Diskussion mit der EU-Spitze in Brüssel über den deutschen Handelsüberschuss mit den USA die Worte "very bad" über Deutschland gefallen seien. In deutschen Medien wurde dies mit "sehr böse" oder "sehr schlecht" übersetzt.

Laut Cohn sagte Trump: "Ich habe kein Problem mit Deutschland, ich habe ein Problem mit dem deutschen Handel." Trump habe auch auf seine deutschen Wurzeln verwiesen. Das von "Spiegel" und "Süddeutsche Zeitung" berichtete Zitat hatte auf deutscher Seite für schwere Irritationen gesorgt.

Pressesprecher Sean Spicer sagte vor Journalisten, Trump habe großen Respekt vor Deutschland. Berichte, der US-Präsident habe von "schlechten Deutschen" gesprochen, seien falsch. Trump habe aber das "Ungleichgewicht" in den deutsch-amerikanischen Handelsbeziehungen als "unfair" bezeichnet./lw/du/DP/she

26.05.2017

Kreise/USA blockieren: G7-Plan für Flüchtlingskrise gescheitert

TAORMINA (dpa-AFX) - Auf Druck der USA haben Gastgeber Italien und andere G7-Länder umfassende Pläne für eine bessere Bewältigung der Flüchtlingskrise zurückziehen müssen. Wie die Deutsche Presse-Agentur am Freitag am Rande des Gipfels der sieben großen Industrienationen in Taormina auf Sizilien erfuhr, bestanden die US-Unterhändler darauf, stattdessen nur zwei Paragrafen in die Abschlusserklärung aufzunehmen, die Grenzsicherung und Sicherheitsaspekte hervorheben.

Gastgeber Italien hatte dagegen eine Erklärung zu den positiven Aspekten und Chancen der Zuwanderung gemeinsam mit den G7-Partnern verabschieden wollen. Dabei sollte es auch um Rechte von Flüchtlingen und Schutz vor Ausbeutung gehen. Es war neben einer ebenfalls schon gescheiterten Initiative zur Ernährungssicherheit der zweite Kernpunkt der G7-Präsidentschaft Italiens, das besonders von dem Flüchtlingsproblem betroffen ist./lw/DP/she

26.05.2017

ROUNDUP: US-Wirtschaft startet besser ins Jahr als bisher gedacht

WASHINGTON (dpa-AFX) - Die US-Wirtschaft ist nicht ganz so schwach in das Jahr gestartet wie bisher gedacht. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) habe im ersten Quartal um auf das Jahr hochgerechnet 1,2 Prozent zum Vorquartal zugelegt, teilte das Handelsministeriums am Freitag in Washington nach einer zweiten Schätzung mit. In einer ersten Erhebung war nur ein Wachstum um 0,7 Prozent ermittelt worden. Volkswirte hatten für die zweite Schätzung 0,9 Prozent erwartet. Am Devisenmarkt profitierte der US-Dollar von den Daten.

Trotz der Aufwärtsrevision hat die größte Volkswirtschaft der Welt in den ersten drei Monaten des Jahres deutlich an Schwung verloren. Im Schlussquartal 2016 war die amerikanische Wirtschaft noch um 2,1 Prozent gewachsen. Seit einigen Jahren ist zum Jahresauftakt ein vergleichsweise schwaches Wachstum in den USA zu beobachten. In den Folgequartalen zeigte sich regelmäßig ein spürbares Anziehen der Konjunktur.

EXPERTE: PRIVATER KONSUM BREMSTE

Trotz Aufwärtsrevision bleibe das amerikanische Wachstum in den ersten drei Monaten enttäuschend, kommentierte Experte Ulrich Wortberg von der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba). Seiner Einschätzung nach liegt die Ursache unter anderem bei einem vergleichsweise schwachen Konsum. Der private Verbrauch zählt traditionell zu den stärksten Triebfedern der amerikanischen Wirtschaft.

Außerdem habe sich die Entwicklung der Lagerbestände bremsend auf die Konjunktur ausgewirkt. Experte Wortberg sprach von einem "negativen Lagerbeitrag". Allerdings ließen jüngste Frühindikatoren wieder auf eine stärkere konjunkturelle Dynamik in den USA hoffen, sagte Wortberg weiter.

EUROKURS VERLIERT NACH DATEN

Wachstumszahlen werden in den USA auf ein Jahr hochgerechnet. Die annualisierten Raten geben an, wie stark die Wirtschaft wachsen würde, wenn das Tempo ein Jahr lang gehalten würde. In Europa wird auf diese Annualisierung verzichtet. Deshalb sind die europäischen Wachstumsraten geringer und nicht unmittelbar mit amerikanischen Werten vergleichbar.

Am Devisenmarkt gaben die Daten dem Dollar Auftrieb. Der Eurokurs fiel im Gegenzug auf ein Tagestief bei 1,1161 Dollar. An der Frankfurter Börse reduzierte der DAX seine Kursverluste./jkr/jsl/he

26.05.2017

AKTIE IM FOKUS: BVB-Aktien im Aufwind vor Pokalfinale

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Aktien von Borussia Dortmund haben am Freitag mit Kursgewinnen auf das bevorstehende Pokalfinale gegen Eintracht Frankfurt reagiert. Zuletzt kletterten sie um 1,80 Prozent auf 6,281 Euro und standen so unmittelbar vor ihrem höchsten Stand seit gut einem Jahr. Diesen hatten sie vor wenigen Tagen bei 6,30 Euro erreicht, nachdem am vergangenen Wochenende die sichere Qualifikation für die Champions League erreicht wurde.

Ein Händler verwies darauf, dass der DFB-Pokal die letzte Chance sei, um in diesem Jahr in letzter Sekunde noch einen Titel zu holen. Dieser sei nötig, um wichtige Spieler bei Laune zu halten und an den Verein zu binden. Er verwies dabei vor allem auf den Torschützenkönig der abgelaufenen Bundesliga-Saison, Pierre-Emerick Aubameyang, um den es weiter Wechselgerüchte gibt. Eine dann zu erwartende hohe Ablöse sei zwar denkbar positiv für die Aktionäre. Mit Blick auf die neue Saison sorge dies aber nicht gerade für Stabilität./tih/he

26.05.2017

ANALYSE-FLASH: Deutsche Bank belässt Aixtron auf 'Buy' - Ziel 8 Euro

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Deutsche Bank hat Aixtron nach der Ankündigung des Verkaufs von US-Aktivitäten auf "Buy" mit einem Kursziel von 8 Euro belassen. Die Veräußerung des verlustbringenden Randgeschäfts mit Anlagen zur Fertigung von Speicherchips an die südkoreanische Eugene Technology zeige den Willen des LED- und Chipindustrieausrüsters, wieder profitabel zu werden, schrieb Analyst Uwe Schupp in einer Studie vom Freitag. Die Neubewertung der Aktien dürfte gerade erst begonnen haben. Die nächsten Kurstreiber seien die Zahlen für das zweite Quartal, mögliche Partnerschaften für das kleine Graphen-Geschäft sowie eine Lösung für das OLED-Projekt./mis/gl

26.05.2017

ANALYSE-FLASH: DZ Bank hebt fairen Wert für Rhön-Klinikum an - 'Verkaufen'

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die DZ Bank hat den fairen Wert für Rhön-Klinikum nach einer Einigung mit dem Land Hessen über die Finanzierung des Universitätsklinikums Gießen Marburg von 20,00 auf 21,50 Euro angehoben. Die Einstufung lautet der Studie vom Freitag zufolge aber weiterhin "Verkaufen". Analyst Sven Kürten hob seine Prognose für das diesjährige operative Ergebnis (Ebitda) an. Er liegt damit nun knapp unter dem oberen Ende der nach dem ersten Quartal präzisierten Unternehmensprognosespanne. Regulatorische Aspekte und die Restrukturierung dürften die Gewinne des Klinikbetreibers aber auf kurze Sicht weiter belasten, begründete er das Verkaufsvotum./mis/gl

26.05.2017

AKTIE IM FOKUS: Anleger greifen bei Xing auf Rekordniveau weiter zu

FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Xing-Aktien haben ihre Rekordjagd am Freitag mit dem Sprung auf eine neue Bestmarke bei 236,30 Euro fortgesetzt. Sie stiegen am frühen Nachmittag noch um 2,84 Prozent auf 235,70 Euro.

Im aktuellen Jahresverlauf haben sie bereits mehr als 35 Prozent zugelegt. Das bedeutet einen Platz unter den Top 10 im Technologiewerte-Index TecDax .

Die Geschäfte des Online-Karrierportals profitieren schon eine Weile von der guten Konjunktur in Deutschland, die Unternehmen die Suche nach Fachkräften erschwert.

Zudem hatte die Burda-Tochter die Anleger und Investoren mit einer Sonderdividende erfreut. Insgesamt hatte der Konzern Mitte Mai 2,97 Euro je Aktie ausgeschüttet./mis/zb

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26.05.2017

ANALYSE-FLASH: Jefferies startet Lanxess mit 'Hold' - Ziel 69 Euro

NEW YORK (dpa-AFX) - Das Analysehaus Jefferies hat Lanxess mit "Hold" und einem Kursziel von 69 Euro in die Bewertung aufgenommen. Das sich verbessernde Geschäftsportfolio des Chemiekonzerns erscheine bereits in den Kurs eingepreist, schrieb Analyst Laurence Alexander in einer Studie vom Freitag. Das Risiko stecke nun in der Integration etwa von Chemtura. Mit einem Einstieg in die Aktien in sechs bis zwölf Monaten könnten Anleger diesen Risiken vermutlich aus dem Weg gehen. Anschließend hätten sie immer noch ausreichend Zeit, um vom Umbau des Konzerns zu profitieren./mis/zb

26.05.2017

ANALYSE-FLASH: UBS belässt Safran auf 'Sell' - Ziel 69 Euro

ZÜRICH (dpa-AFX) - Die Schweizer Großbank UBS hat Safran nach dem reduzierten Übernahmeangebot für den Flugzeugsitze-Hersteller Zodiac auf "Sell" mit einem Kursziel von 69 Euro belassen. Das neue Gebot des Flugzeugausrüsters und Rüstungskonzerns liege nun rund 15 Prozent unter dem alten und sei konservativer mit Blick auf die Margen von Zodiac, schrieb Analystin Celine Fornaro in einer Studie vom Freitag./ck/mis

26.05.2017

ANALYSE-FLASH: DZ nimmt Grammer mit 'Halten' wieder auf - Fairer Wert 50 Euro

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die DZ Bank hat Grammer mit "Halten" und einem fairen Wert von 50 Euro wieder in die Bewertung aufgenommen. Dass die umstrittene Investorenfamilie Hastor auf der Hauptversammlung die beantragte Absetzung des gesamten Vorstands und die Neubesetzung des Aufsichtsrats nicht durchsetzen konnte, sei ein Etappensieg für den Autozulieferer, schrieb Analyst Michael Punzet in einer Studie vom Freitag. Dennoch bleibe die Unsicherheit hoch, was die Unternehmensentwicklung und insbesondere den Auftragseingang in den kommenden Quartalen belasten könnte./gl/mis

26.05.2017

ANALYSE-FLASH: Goldman senkt Ziel für Schneider Electric leicht - Conviction Buy

NEW YORK (dpa-AFX) - Die US-Investmentbank Goldman Sachs hat das Kursziel für Schneider Electric nach einer Anpassung der Schätzungen an die jüngsten Wechselkursveränderungen von 86 auf 85 Euro gesenkt. Analystin Daniela Costa beließ die Papiere aber auf der "Conviction Buy List". Der Elektrotechnikkonzern zähle zu den Unternehmen im Investitionsgüterbereich, für die die aktuellen Investitionstrends in der Wirtschaft positiv seien, schrieb sie in einer Branchenstudie vom Freitag./mis/ck

26.05.2017

ANALYSE-FLASH: NordLB senkt Leoni auf 'Verkaufen' und Ziel auf 44 Euro

HANNOVER (dpa-AFX) - Die NordLB hat Leoni nach der Vorlage von Quartalszahlen aus Bewertungsgründen von "Kaufen" auf "Verkaufen" abgestuft und das Kursziel von 45 auf 44 Euro gesenkt. Der Aktienkurs des Autozulieferers habe sich seit dem Tief Mitte vergangenen Jahres mehr als verdoppelt und sei deutlich über sein bisheriges Kursziel gestiegen, schrieb Analyst Frank Schwope in einer Studie vom Freitag. Diese Entwicklung inzwischen aber etwas übertrieben. Auf dem gegenwärtigen Niveau rate er daher zu Gewinnmitnahmen./gl/ck

26.05.2017

AKTIEN-IM FOKUS: Bankenwerte schwächeln - Anleger nach gutem Lauf vorsichtig

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die bis Mitte Mai gut gelaufenen Aktien der Commerzbank und der Deutschen Bank haben am Freitag weiter nachgegeben. Commerzbank-Papiere fielen gegen Mittag um 2,24 Prozent auf 9,314 Euro. Für die Anteile der Deutschen Bank ging es um 2,43 Prozent auf 16,44 Euro nach unten.

Die Branche schwächelte europaweit: Der Stoxx Europe 600 Banks zählte mit minus 1,32 Prozent zu den größten Verlierern im Branchentableau. Allerdings hatte er seit dem Mehrjahrestief vergangenen Juli bis Anfang Mai diesen Jahres in der Spitze um mehr als 64 Prozent zugelegt.

Neben unternehmensspezifischen Faktoren wie etwa der Beilegung teurer Rechtsstreitigkeiten durch die Deutsche Bank hatten auch Branchenthemen für Rückenwind gesorgt. Das sich abzeichnende Ende der Politik des ultra-billigen Notenbankgeldes machte den Anlegern etwa Hoffnung auf wieder profitablere klassische Bankgeschäfte. Beim klassischen Einlagen- und Kreditgeschäft macht das Niedrigzinsumfeld den Instituten schon lange zu schaffen./mis/stb

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dpa-AFX STIMMUNGSINDIKATOR

Der dpa-AFX-Stimmungsindikator misst das Verhältnis von Hoch- zu Abstufungen der Dax-Werte (Basis: 30-Tage-Durchschnitt). Ein Wert von 50 sagt aus, dass sich Hoch- und Abstufungen die Waage halten. Die Grafik zeigt den Indikator im Verhältnis zur DAX-Kurve.

End-of-Day-DAX-Kursdaten Quelle: vwd GmbH

dpa-AFX Analyser