dpa-AFX NEWSTICKER (Produktauszug)

24.02.2017

VW-Aufseher sprechen über neues Vergütungssystem

WOLFSBURG (dpa-AFX) - Der Aufsichtsrat von Volkswagen kommt am Freitag zu Beratungen über eine Reform des Vergütungssystems für Top-Manager zusammen. Demnach soll künftig der Chef des Vorstands höchstens zehn Millionen Euro Gehalt pro Jahr bekommen, wie die Deutsche Presse-Agentur aus dem Konzern erfahren hatte. Hohe Bezüge sowie Millionen-Abfindungen bei VW hatten zuletzt erneut für Kritik gesorgt. Der über den Abgasskandal gestürzte Ex-VW-Chef Martin Winterkorn hatte in einigen Jahren zudem noch deutlich üppigere Summen als zehn Millionen Euro bekommen.

Mit Ergebnissen der Sitzung wird am Nachmittag gerechnet. Der weltgrößte Autohersteller hatte bereits 2016 angekündigt, sein Vergütungssystem für Führungskräfte ändern zu wollen. Die Initiative dafür hatten das Land Niedersachsen und der Betriebsrat ergriffen, wie weiter zu hören war. Das Land ist VW-Großaktionär und mit zwei Mitgliedern im Aufsichtsrat vertreten. Zuletzt hatte es Kritik auch daran gegeben, weil Christine Hohmann-Dennhardt nach nur gut einem Jahr Arbeit als VW-Vorstand für Integrität und Recht zu ihrem Abschied eine Zahlung von über 12 Millionen Euro erhält.

Außerdem wird erwartet, dass das Unternehmen nach dem Treffen des Kontrollgremiums erste Eckpunkte seiner Bilanz für 2016 vorlegt. 2015 hatte Volkswagen angesichts der immensen Kosten für den Diesel-Skandal den größten Verlust der Konzerngeschichte verzeichnet.

Auch das vergangene Jahr war gekennzeichnet von Kosten für den Skandal: Nach neun Monaten lagen die Sondereinflüsse durch Rechtsverfahren schon bei 2,6 Milliarden Euro - und Finanzanalysten rechnen für das letzte Quartal mit weiteren Belastungen. Ohne Kosten etwa für verschiedene Vergleiche in den USA und Kanada dürfte das Ergebnis vor Zinsen und Steuern jedoch mit 14,8 Milliarden Euro einen Rekordwert erreicht haben, schätzen Analysten. Beim Konzernumsatz wird Volkswagen wohl wie im Vorjahr dank des guten Laufs in China 213 Milliarden Euro erwirtschaftet haben.

Bei der Aufarbeitung der Abgas-Affäre war zuletzt Audi -Chef Rupert Stadler in den Fokus geraten. Ein von Audi entlassener früherer Chefentwickler von Dieselmotoren hatte Vorwürfe gegen ihn erhoben. Der Audi-Chef habe ihm bei seiner Beurlaubung gesagt, "dass alles auf Druck von VW und dem VW-Aufsichtsrat geschehen ist", hatte der Anwalt des Ingenieurs Ulrich Weiß am Dienstag vor dem Arbeitsgericht Heilbronn aus Weiß' Gesprächsprotokoll zitiert.

Audi bestritt, dass Weiß den Inhalt richtig widergegeben habe. "Wir haben auch einen Zeugen dafür", sagte ein Firmensprecher. Der Entwickler geht vor Gericht gegen seine Freistellung im Zuge des Diesel-Skandals vor. VW betont bislang, dass für die Manipulationen nur eine Gruppe weniger Manager unterhalb der Top-Führungsebenen verantwortlich war.

Im September 2015 war zuerst in den USA offiziell bekanntgeworden, dass Volkswagen über Jahre ein Programm zur Manipulation von Diesel-Abgaswerten einsetzte. Neben der Kernmarke VW-Pkw sind Modelle etwa der Töchter Audi, Seat und Skoda davon betroffen.

Stadler, seit 2007 Audi-Chef, ist im Zuge der Affäre zunehmend unter Druck gekommen. Nach dem Beginn des Skandals hatte schließlich auch Audi zugeben müssen, dass in seinen großen Sechszylinder-Dieseln Abgas-Software eingesetzt wurde, die nicht US-Vorschriften entsprach./hoe/DP/zb

24.02.2017

WOCHENVORSCHAU: Termine bis 2. März 2017

FRANKFURT (dpa-AFX) - Wirtschafts- und Finanztermine bis Donnerstag,

den 2. März:

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FREITAG, DEN 24. FEBRUAR 2017

TERMINE MIT ZEITANGABE

07:00 F: Safran Jahreszahlen

07:00 D: BASF Jahreszahlen

07:30 D: Rhön-Klinikum Vorläufige Jahreszahlen

08:00 GB: International Airlines Group (IAG) Jahreszahlen

08:00 GB: Royal Bank of Scotland Group Jahreszahlen

08:45 F: Verbrauchervertrauen 02/17

11:00 I: Geschäftsklimaindex 02/17

11:00 I: Verbrauchervertrauen 02/17

09:30 GB: Standard Chartered Jahreszahlen

12:45 USA: Foot Locker Q4-Zahlen

16:00 USA: Verkauf neuer Häuser 01/17

16:00 USA: Uni Michigan Verbrauchervertrauen 02/17

18:00 F: Arbeitslosenzahlen 01/17

TERMINE OHNE GENAUE ZEITANGABE

D: Volkswagen AR-Sitzung

D: Borussia Dortmund Halbjahreszahlen

GB: Pearson Group Jahreszahlen

DK: Carlsberg Jahreszahlen

EU: S&P Ratingergebnis Ungarn

EU: Moody's Ratingergebnis Österreich, Deutschland, Griechenland,

Litauen

EU: Fitch Ratingergebnis Griechenland

EU: DBRS Ratingergebnis Belgien, Irland

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MONTAG, DEN 27. FEBRUAR 2017

TERMINE MIT ZEITANGABE

07:00 F: Dassault Aviation Umsatz Jahr 2016

09:00 E: Verbraucherpreise 02/17 (vorläufig)

10:00 EU: EZB Geldmenge M3 01/17

11:00 EU: Verbrauchervertrauen 02/17 (endgültig)

11:00 EU: Wirtschaftsvertrauen 02/17

14:30 USA: Auftragseingang langlebige Güter 01/17 (vorläufig)

16:00 USA: Schwebende Hausverkäufe 01/17

SONSTIGE TERMINE

09:00 D: Pk zur Vorstellung der Marktstatistik für den deutschen

Beteiligungskapitalmarkt 2016 und Ausblick auf das Jahr 2017

Mit Ulrike Hinrichs, Geschäftsführendes Vorstandsmitglied des

Bundesverbandes Deutscher Kapitalbeteiligungsgesellschaften (BVK),

sowie den beiden BVK-Vorstandssprechern Joachim von Ribbentrop und

Wilken von Hodenberg.

10:00 B: Treffen der EU-Energieminister

E: Mobilfunk-Messe Mobile World Congress (bis 02.03.), Barcelona

08.30 h Sony Mobile

14.00 h Deutsche Telekom

18.00 h Auftritt Netflix-Chef Reed Hastings

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DIENSTAG, DEN 28. FEBRUAR 2017

TERMINE MIT ZEITANGABE

00:50 J: Industrieproduktion 01/17

06:45 CH: Oerlikon Jahreszahlen

07:00 CH: Georg Fischer Jahreszahlen

07:00 D: Hochtief Jahreszahlen (9.00 h Pk)

07:30 D: Salzgitter Jahreszahlen

07:30 A: Erste Group Bank Jahreszahlen

08:00 NL: Steinhoff Q1-Zahlen

08:45 F: Privater Verbrauch 01/17

08:45 F: Verbraucherpreise 02/17 (vorläufig)

08:45 F: BIP Q4/16 (endgültig)

09:00 A: BIP Q4/16 (endgültig9

10:00 CH: Novartis Hauptversammlung

11:00 I: Verbraucherpreise 02/17 (vorläufig)

14:30 USA: BIP Q4/16 (endgültig)

15:00 USA: Case-Shiller-Index 12/16

15:45 USA: Chicago Einkaufsmanagerindex 02/17

16:00 USA: Verbrauchervertrauen 02/17

TERMINE OHNE GENAUE ZEITANGABE

A: EVN Q1-Zahlen

D: DIW-Konjunkturbarometer

D: SAP Geschäftsbericht 2016

D: RIB Software vorläufige Jahreszahlen

D: ElringKlinger Jahreszahlen

E: ACS Jahreszahlen

SONSTIGE TERMINE

10:30 D: Bilanz-Pk Sparkassen- und Giroverband Hessen-Thüringen, Frankfurt

11:00 LU: EU-Gericht entscheidet über Rechtmäßigkeit europäischer Zölle auf

chinesische Solarpaneele

E: Mobilfunk-Messe Mobile World Congress (bis 02.03.), Barcelona

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MITTWOCH, DEN 1. MÄRZ 2017

TERMINE MIT ZEITANGABE

00:50 USA: Rede von Fed's Bullart in Washington

02:00 CHN: PMI Verarbeitendes Gewerbe und Dienste 02/17

02:45 CHN: Caixin PMI Verarbeitendes Gewerbe 02/17

06:00 CH: Sulzer Jahreszahlen

06:45 CH: Kuehne & Nagel Jahreszahlen

07:00 NL: Ahold Delhaize Jahreszahlen

07:00 D: Klöckner & Co Jahreszahlen

07:30 D: Rheinmetall Jahreszahlen

08:00 D: Zalando Jahreszahlen (9.00 h Call)

08:00 GB: Admiral Jahreszahlen

08:30 F: Areva Jahreszahlen

09:00 D: Verbraucherpreise Sachsen 02/17

09:45 I: PMI Verarbeitendes Gewerbe 02/17

09:50 F: PMI Verarbeitendes Gewerbe 02/17 (endgültig)

09:55 D: PMI Verarbeitendes Gewerbe 02/17 (endgültig)

09:55 D: Arbeitslosenzahlen 02/17

10:00 D: Verbraucherpreise Bayern, Hessen, Brandenburg 02/17

10:00 EU: PMI Verarbeitendes Gewerbe 02/17 (endgültig)

10:00 I: BIP 2016

10:30 D: Verbraucherpreise Nordrhein-Westfalen 02/17

10:30 GB: PMI Verarbeitendes Gewerbe 02/17

11:30 D: Anleihen

Volumen: 3 Mrd EUR

Laufzeit: 10 Jahre

12:00 P: BIP Q4/16 (endgültig)

13:00 USA: Best Buy Q4-Zahlen

14:00 D: Verbraucherpreise 02/17 (vorläufig)

14:30 USA: Private Einkommen und Ausgaben 01/17

15:45 USA: Markit PMI Verarbeitendes Gewerbe 02/17 (endgültig)

16:00 USA: ISM Verarbeitendes Gewerbe 02/17

16:00 USA: Bauausgaben 01/17

16:30 USA: Energieministerium Ölbericht (Woche)

19:00 USA: Rede von Fed's Kaplan in Dallas

20:00 USA: Fed Beige Book

TERMINE OHNE GENAUE ZEITANGABE

D: Nordex Jahreszahlen (endgültig)

F: Suez Environnement Jahreszahlen

F: Eurotunnel Jahreszahlen

I: ENI Jahreszahlen

I: Luxottica Jahreszahlen

IRL: CRH Jahreszahlen

USA: Mylan Q4-Zahlen

USA: Pkw-Absatz 02/17

SONSTIGE TERMINE

11:00 D: BITKOM Pressekonferenz: "3D-Druck für den Hausgebrauch - was

wünschen sich die Bundesbürger?", Berlin

11:30 D: Jahres-Pk des Verbandes der Kunststoffverarbeitenden Industrie

Rückblick auf 2016 und Ausblick auf das laufende Jahr, Frankfurt

D: Fortsetzung der Tarifverhandlungen für die deutsche Textil- und

Modeindustrie. Die IG Metall fordert u.a. mehr Geld für die rund

100 000 Beschäftigten sowie Verbesserungen bei der Altersteilzeit.

GB: Weitere Beratungen im britischen Oberhaus über das Brexit-Gesetz am

späten Nachmittag. Die Beratungen im Parlament sollen am 7. März

abgeschlossen sein.

E: Mobilfunk-Messe Mobile World Congress (bis 02.03.), Barcelona

HINWEIS

KR: Feiertag, Börse geschlossen

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DONNERSTAG, DEN 2. MÄRZ 2017

TERMINE MIT ZEITANGABE

07:00 B: Anheuser-Busch Inbev Q4-Zahlen

07:00 CH: Adecco Q4-Zahlen (11.00 h Call)

07:00 CH: Panalpina Jahreszahlen

07:00 D: Evonik Jahreszahlen (9.30 h Pk)

07:00 D: Kion Jahreszahlen (10.00 h Pk)

07:00 D: Deutsche Telekom Jahreszahlen (10.00 h Pk)

07:00 D: GFT vorläufige Jahreszahlen

07:00 F: LafargeHolcim Jahreszahlen

07:45 CH: BIP Q4/16

07:30 D: Krones vorläufige Jahreszahlen

08:30 D: Continental Jahreszahlen (endgültig)

(9.30 h Call)

09:00 E: BIP Q4/16 (endgültig)

10:00 D: Aurubis Hauptversammlung, Hamburg

11:00 EU: Erzeugerpreise 01/17

11:00 EU: Arbeitslosenzahlen 01/17

11:00 EU: Verbraucherpreise 02/17 (vorab)

13:30 USA: Abercrombie & Fitch Q4-Zahlen

14:30 USA: Erstanträge Arbeitslosenhilfe (Woche)

22:15 USA: Costco Wholesale Q2-Zahlen

TERMINE OHNE GENAUE ZEITANGABE

D: KBA / VdIK / VDA Kfz-Neuzulassungen 02/17

F: Engie Jahreszahlen

I: Geox Jahreszahlen

USA: Autodesk Q4-Zahlen

SONSTIGE TERMINE

08:00 D: Fortsetzung des Untreue-Prozesses gegen einen Ex-SachsenLB-Manager

08:30 D: Pk Deutsches Aktieninstitut zu den Brexit-Verhandlungen und Folgen

für den Kapitalmarkt, Frankfurt

09:30 LU: EuGH urteilt über zulässige Kosten für eine Servicenummer

10:00 D: Pk Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena) zur Studie zur Kostensenkung

durch Speicher und andere Flexibilitätstechnologien bei Energiewende

10:00 D: Pk Reiseverbände zu Ergebnissen und Trends des deutschen Urlaubs-

und Geschäftsreisemarkts 2016 / 2017

10:00 D: LBBW - Jahreszahlen

11:00 D: Jahres-Pk Bundesverband Erdgas, Erdöl und Geoenergie (BVEG)

11:00 D: Jahrespressekonferenz der Debeka-Versicherungsgruppe

11:00 D: Bilanz-Pk der Sparda-Bank Südwest eG

11:00 D: Bilanz-Pressegespräch Motel One Group

11:30 D: Pk von Bitkom und Zentralverband des Deutschen Handwerks zur

Digitalisierung des Handwerks

E: Mobilfunk-Messe Mobile World Congress (bis 02.03.), Barcelona

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Alle Angaben wurden mit größter Sorgfalt recherchiert. Dennoch übernimmt die dpa-AFX Wirtschaftsnachrichten GmbH keine Haftung für die Richtigkeit. Alle Zeitangaben erfolgen in MEZ.

/bwi

24.02.2017

TAGESVORSCHAU: Termine am 24. Februar 2017

FRANKFURT (dpa-AFX) - Wirtschafts- und Finanztermine am Freitag,

den 24. Februar:

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TERMINE MIT ZEITANGABE

07:00 F: Safran Jahreszahlen

07:00 D: BASF Jahreszahlen

07:30 D: Rhön-Klinikum Vorläufige Jahreszahlen

08:00 GB: International Airlines Group (IAG) Jahreszahlen

08:00 GB: Royal Bank of Scotland Group Jahreszahlen

08:45 F: Verbrauchervertrauen 02/17

11:00 I: Geschäftsklimaindex 02/17

11:00 I: Verbrauchervertrauen 02/17

09:30 GB: Standard Chartered Jahreszahlen

12:45 USA: Foot Locker Q4-Zahlen

16:00 USA: Verkauf neuer Häuser 01/17

16:00 USA: Uni Michigan Verbrauchervertrauen 02/17

18:00 F: Arbeitslosenzahlen 01/17

TERMINE OHNE GENAUE ZEITANGABE

D: Volkswagen AR-Sitzung

D: Borussia Dortmund Halbjahreszahlen

GB: Pearson Group Jahreszahlen

DK: Carlsberg Jahreszahlen

EU: S&P Ratingergebnis Ungarn

EU: Moody's Ratingergebnis Österreich, Deutschland, Griechenland,

Litauen

EU: Fitch Ratingergebnis Griechenland

EU: DBRS Ratingergebnis Belgien, Irland°

Alle Angaben wurden mit größter Sorgfalt recherchiert. Dennoch übernimmt die dpa-AFX Wirtschaftsnachrichten GmbH keine Haftung für die Richtigkeit. Alle Zeitangaben erfolgen in MEZ.

/bwi

24.02.2017

ROUNDUP: Streit um Roboterwagen-Technik: Alphabet-Tochter verklagt Uber

MOUNTAIN VIEW (dpa-AFX) - Die Firma Waymo, die hinter den Google -Roboterwagen steckt, wirft dem Fahrdienst-Vermittler Uber in einer Klage den Einsatz gestohlener Technologie vor. Der frühere ranghohe Entwickler Anthony Levandowski, dessen Start-up mit dem Namen Otto von Uber gekauft wurde, habe vertrauliche Informationen mitgenommen. Dabei gehe es unter anderem um die Technik eines Schlüsselelements - der Laser-Radare, die man als rotierende Aufsätze auf den Dächern der Wagen kennt.

Waymo ist eine Schwesterfirma von Google unter dem Dach des Mutterkonzerns Alphabet . Die Klage holt mit Vorwürfen des Bruchs von Geschäftsgeheimnissen, Patentverletzungen und unfairen Wettbewerbs weit aus.

Durch eine möglicherweise versehentlich verschickte "unerwartete E-Mail" von einem Zulieferer sei Waymo darauf aufmerksam geworden, dass die Schaltkreise von Ubers Laser-Radar-System den eigenen sehr ähnlich seien, heißt es. Die Systeme erfassen detailliert die Umgebung und Liefern der Roboterwagen-Software damit die Daten für ihre Entscheidungen.

Eine Untersuchung habe gezeigt, dass Levandowski sechs Wochen vor seinem Rückzug bei der Alphabet-Tochter 14 000 Dateien mit dem Design verschiedener Systeme heruntergeladen habe, erklärte Waymo. Auch mehrere andere Mitarbeiter, die zu Otto wechselten, hätten zuvor vertrauliche Dokumente gespeichert. In der Klage ist von einem "kalkuliertem Diebstahl" die Rede. Eine Reaktion von Uber oder Otto gab es zunächst nicht.

Levandowski, ein in der Branche hoch angesehener früherer Entwickler der Google-Roboterwagen, hatte Otto im vergangenen Jahr gegründet, um an selbstfahrenden Lastwagen zu arbeiten. Wenige Monate später wurde das Start-up für 680 Millionen Dollar von Uber gekauft und Levandowski stieg zum Chef der Roboterwagen-Entwicklung bei dem Fahrdienst-Vermittler auf. Uber-Gründer Travis Kalanick äußerte mehrmals die Überzeugung, seine Firma müsse eigene Technologie für selbstfahrende Autos besitzen, um in Zukunft bestehen zu können.

Der Vorstoß von Waymo sorgt zusätzlich für Aufsehen, weil Alphabet ein wichtiger Investor bei Uber ist. Der Risikokapital-Arm Google Ventures hatte bereits 2013 rund 260 Millionen Dollar in die Fahrdienst-Firma gesteckt. Die Unternehmen entwickelten sich jedoch zuletzt immer mehr zu Rivalen.

Die Klage ist kein Einzelfall in diesem Sektor: Erst vor wenigen Wochen verklagte der Elektroauto-Hersteller Tesla den früheren Chef seines Assistenzsystems Autopilot. Sterling Anderson habe vor seinem Abgang "hunderte Gigabyte" an Daten auf eine Festplatte geladen und mitgenommen, lautet der Vorwurf in der Tesla-Klage. Er wolle die Informationen in einer eigenen Firma nutzen. Tesla verklagte zugleich auch den früheren Chefentwickler der Google-Roboterautos, Chris Urmson, weil er mit Anderson in dem Start-up Aurora zusammenarbeite.

Inmitten des Wettlaufs um die Entwicklung selbstfahrender Autos ist es in der Branche zum Trend geworden, dass sich Spitzenleute wie Levandowski oder Urmson selbstständig machen und Aussicht auf einen Geldregen haben. So kündigte Ford vor knapp zwei Wochen eine Milliardeninvestition in das frische Start-up Argo AI an, das vom ehemaligen Hardware-Chef der Google-Autos, Brian Salesky, und einem der führenden Entwickler von Software für autonomes Fahren bei Uber gegründet wurde./so/DP/stk

24.02.2017

Deutsche Umwelthilfe will schärfere Diesel-Fahrverbote

STUTTGART (dpa-AFX) - Sie hat das Fahrverbot für viele Dieselautos in Stuttgart ausgelöst und ist dennoch nicht zufrieden: Am Freitag (15.00 Uhr) will die Deutsche Umwelthilfe die jüngsten Pläne von Land und Stadt zur Bekämpfung der anhaltend hohen Luftverschmutzung in Stuttgart kommentieren und dabei weitergehende Forderungen stellen. Hauptgeschäftsführer Jürgen Resch kündigte "neue erschreckende Erkenntnisse" zu den Verursachern der besonders hohen Feinstaub- und Stickstoffdioxidwerte in Stuttgart an. Zudem informiert er über den Stand der Klagen für saubere Luft. Sie gelten als Auslöser für die von Land und Stadt angekündigten zeitweisen Fahrverbote für ältere Diesel ab 2018./rob/DP/stk

24.02.2017

Bundesamt: Deutsche tanken weniger E10-Superbenzin

BERLIN (dpa-AFX) - Die deutschen Autofahrer haben im vergangenen Jahr weniger Superbenzin der Sorte E10 getankt. Der Anteil von E10 am gesamten Absatz von Ottokraftstoffen sei von 13,6 Prozent im Jahr 2015 auf 12,6 Prozent gesunken, berichtete die "Bild"-Zeitung (Freitag) unter Berufung auf Zahlen des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle. Nur im Jahr der Einführung, 2011, habe E10 einen noch geringeren Marktanteil gehabt - 10,1 Prozent. E10 enthält bis zu 10 Prozent Bioethanol, das aus Pflanzen hergestellt wird. Alle Tankstellen in Deutschland müssen E10 anbieten, die Bundesregierung erfüllt mit dieser Vorschrift eine EU-Richtlinie, die die Nutzung erneuerbarer Energien fördern soll./brd/DP/stk

24.02.2017

Streit um Roboterwagen-Technik: Alphabet-Tochter verklagt Uber

MOUNTAIN VIEW (dpa-AFX) - Die Firma Waymo, die hinter den Google -Roboterwagen steckt, wirft dem Fahrdienst-Vermittler Uber in einer Klage den Einsatz gestohlener Technologie vor. Der frühere ranghohe Entwickler Anthony Levandowski, dessen Start-up mit dem Namen Otto von Uber gekauft wurde, habe vertrauliche Informationen mitgenommen. Dabei gehe es unter anderem um die Technik eines Schlüsselelements - der Laser-Radare, die man als rotierende Aufsätze auf den Dächern der Wagen kennt.

Waymo ist eine Schwesterfirma von Google unter dem Dach des Mutterkonzerns Alphabet . Die Klage holt mit Vorwürfen des Bruchs von Geschäftsgeheimnissen, Patentverletzungen und unfairen Wettbewerbs weit aus. Durch "eine unerwartete E-Mail" von einem Zulieferer sei Waymo darauf aufmerksam geworden, dass die Schaltkreise von Ubers Lase-Radar-System den eigenen sehr ähnlich seien. Eine Untersuchung habe gezeigt, dass Levandowski sechs Wochen vor seinem Rückzug bei der Alphabet-Tochter 14 000 Datei mit dem Design verschiedener Systeme heruntergeladen habe.

Levandowski, einer der frühen Entwickler der Google-Roboterwagen, hatte Otto im vergangenen Jahr gegründet, um an selbstfahrenden Lastwagen zu arbeiten. Wenige Monate später wurde das Start-up für 680 Millionen Dollar von Uber gekauft und Levandowski wurde zum Chef der Roboterwagen-Entwicklung bei dem Fahrdienst-Vermittler./so/DP/stk

24.02.2017

Pressestimme: 'Handelsblatt' zu Wahlkampf in Frankreich

DÜSSELDORF (dpa-AFX) - "Handelsblatt" zu Wahlkampf in Frankreich:

"In den Umfragen legt die rechtspopulistische Le Pen kontinuierlich zu. Und die Sicherheit weicht, dass sich Frankreich in der Stichwahl schon für die demokratische und pro-europäische Alternative entscheiden wird, egal ob sie nun Francois Fillon von den Konservativen oder Emmanuel Macron als unabhängiger Kandidat heißen wird. Deshalb ist der Schritt des bürgerlichen Politikers Francois Bayrou zu begrüßen, nicht als weiterer Kandidat anzutreten, sondern sich zwei Monate vor der bedeutenden Wahl hinter einen der demokratischen Kandidaten zu stellen. "Ich war immer für Zusammenschlüsse, wenn das Land in Gefahr war", begründet Bayrou zu Recht. Die Rückendeckung Bayrous dürfte Macron spürbar stärken."/yyzz/DP/stb

24.02.2017

Pressestimme: 'Münchner Merkur' zu Vorstandsgehälter

MÜNCHEN (dpa-AFX) - "Münchner Merkur" zu Vorstandsgehälter:

"Gehaltsexzesse, abgehobene Abfindungen und Bonuszahlungen jenseits dessen, was ein Arbeitnehmer in seinem Leben verdienen kann, gehören an den Pranger, keine Frage. Dennoch ist es keine gute Idee, wenn der Gesetzgeber Gehaltsgrenzen vorschreibt. Ganz einfach, weil ihn das nichts angeht - ebenso wenig wie Tarifverhandlungen in der privaten Wirtschaft oder die Bezüge von Popstars. Es ist Sache der Eigentümer eines Unternehmens, festzulegen, was ihnen ihr Vorstand wert ist. Das freilich sollte nicht mehr in den Aufsichtsräten ausgeklüngelt werden, sondern Thema der Hauptversammlung sein, wo auch die Kleinaktionäre (die ja ebenfalls Eigentümer sind) mitreden und vor allem mitentscheiden können."/yyzz/DP/stb

24.02.2017

Pressestimme: 'Frankfurter Rundschau' zu Haushaltsüberschuss

FRANKFURT (dpa-AFX) - "Frankfurter Rundschau" zu Haushaltsüberschuss:

"Deutsche Haushaltspolitik unter Angela Merkel hat bekanntlich ein Vorbild: die "schwäbische Hausfrau". Das war schon unsinnig, als die Etats von Bund, Ländern, Gemeinden und Sozialversicherungen keine Überschüsse aufwiesen. Jetzt, da der staatliche Gesamthaushalt ein Plus von knapp 24 Milliarden Euro aufweist, wird die gefährliche Farce offensichtlich. Tatsächlich ist Sparsamkeit auch für Staaten eine Tugend. Aber nie und nimmer ist es vernünftig, das Sparen so weit zu treiben, dass die Substanz verfällt. Wenn schon schwäbische Hausfrau: Niemals würde sie zusehen, wie ihr Häusle Jahr für Jahr an Wert verliert, weil der Putz bröckelt und der Wind durch die Fenster pfeift. Und der Staat? Weil er nicht investiert, mindert sich Jahr für Jahr der Wert der öffentlichen Güter (Straßen, Schulen und vieles mehr). Wer aus falsch verstandener Sparsamkeit dabei zusieht, tut nichts für folgende Generationen. Und beleidigt jede schwäbische Hausfrau."/yyzz/DP/stb

23.02.2017

ROUNDUP/Aktien New York Schluss: Weitere Rekorde - aber Verluste an der Nasdaq

NEW YORK (dpa-AFX) - Weitere Rekorde an der Wall Street: Dow Jones Industrial , S&P 500 und Nasdaq 100 haben am Donnerstag erneut Höchststände erklommen. Hohe Gewinne gab es für die Anleger bei den meisten Standardwerten allerdings nicht zu bejubeln. Die Technologieaktien gingen nach ihrer jüngsten Rally sogar auf Tauchstation.

Der Leitindex Dow kletterte erstmals in seiner Geschichte über die Marke von 20 800 Punkten. Seine nun zehntägige Gewinnserie baute er um 0,17 Prozent auf 20 810,32 Punkte aus. Insgesamt gewann er dabei fast 3,8 Prozent.

Der breiter gefassten S&P rückte am Donnerstag um 0,04 Prozent auf 2363,81 Punkte vor. Der Technologie-Auswahlindex Nasdaq 100 rutschte dagegen nach einem positiven Start um 0,37 Prozent auf 5332,37 Punkte ab. Er war während der Dow-Serie in der Spitze um rund 3,1 Prozent mit nach oben gerannt.

ANALYSTENKOMMENTARE SETZEN NVIDIA ZU

Schlusslicht im Nasdaq 100 waren Nvidia mit einem Rutsch um 9,3 Prozent. Die Experten von Nomura Instinet halten die Bewertung der Papiere des Herstellers von Grafikprozessoren für nicht gerechtfertigt und stampften ihre Kaufempfehlung ein. Auch die Analysten von BMO Capital Markets stuften den Highflyer ab, der erst Anfang des Monats ein Rekordhoch erreicht hatte.

Für Tesla-Aktien ging es um 6,4 Prozent abwärts. Ein Händler verwies auch hier auf den zuletzt starken Lauf der Papiere sowie auf Spekulationen über eine Kapitalerhöhung des Elektroautobauers. Vorbörslich hatten die Anleger zunächst noch positiv auf die zur Wochenmitte nach Börsenschluss veröffentlichten Geschäftszahlen reagiert.

HP INC SPÜRT ERHOLUNG DES PC-MARKTES

Papiere von HP Inc kletterten indes um 8,6 Prozent nach oben. Der Computerkonzern profitiert nach jahrelanger Talfahrt von der Erholung des PC-Marktes. Im vergangenen Quartal verbuchte die auf Hardware spezialisierte Nachfolgefirma des Computer-Dinos Hewlett-Packard ein Umsatzplus von vier Prozent. Auch der Gewinn hatte im Ende Januar abgeschlossenen ersten Geschäftsquartal zugelegt. Das zweite Nachfolge-Unternehmen von Hewlett-Packard, die auf das Firmenkundengeschäft spezialisierte Firma HPE , legt ihre Bilanz nach Handelsende vor.

Aus Branchensicht gefragt waren Energiewerte im Zuge starker Ölpreise. Exxon Mobil gewannen im Dow 1 Prozent, Chevron 0,6 Prozent.

EURO-ERHOLUNG GERÄT INS STOCKEN

Die Erholung des Eurokurses ist am Donnerstag im New Yorker Handel ins Stocken geraten. Nach einem Tageshoch knapp unter 1,06 US-Dollar war die europäische Gemeinschaftswährung zuletzt nur noch 1,0579 Dollar wert und war damit fast zurück auf Vortagesniveau. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs auf 1,0573 (Mittwoch: 1,0513) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,9458 (0,9512) Euro. US-Anleihen legten etwas zu. Richtungweisende zehnjährige Anleihen stiegen um 9/32 Punkte auf 98 26/32 Punkte. Sie rentierten mit 2,381 Prozent./ag/he

23.02.2017

Aktien New York Schluss: Weitere Rekorde - aber Verluste an der Nasdaq

NEW YORK (dpa-AFX) - Weitere Rekorde an der Wall Street: Dow Jones Industrial , S&P 500 und Nasdaq 100 haben am Donnerstag erneut Höchststände erklommen. Hohe Gewinne gab es für die Anleger bei den meisten Standardwerten allerdings nicht zu bejubeln. Die Technologieaktien gingen nach ihrer jüngsten Rally sogar auf Tauchstation.

Der Leitindex Dow kletterte erstmals in seiner Geschichte über die Marke von 20 800 Punkten. Seine nun zehntägige Gewinnserie baute er um 0,17 Prozent auf 20 810,32 Punkte aus. Insgesamt gewann er dabei fast 3,8 Prozent.

Der breiter gefassten S&P rückte am Donnerstag um 0,04 Prozent auf 2363,81 Punkte vor. Der Technologie-Auswahlindex Nasdaq 100 rutschte dagegen nach einem positiven Start um 0,37 Prozent auf 5332,37 Punkte ab. Er war während der Dow-Serie in der Spitze um rund 3,1 Prozent mit nach oben gerannt./ag/he

23.02.2017

Aktien New York: Dow legt etwas zu - Verluste an der Nasdaq

NEW YORK (dpa-AFX) - Dow Jones Industrial , S&P 500 und Nasdaq 100 haben am Donnerstag abermals Höchststände erklommen. Danach drifteten sie allerdings auseinander: Während die Standardwerte bis zwei Stunden vor Handelsende leichte Gewinne verteidigen konnten, ging es für Technologieaktien mehrheitlich abwärts.

Der Leitindex Dow kletterte erstmals in seiner Geschichte über die Marke von 20 800 Punkten. Zuletzt legte er um 0,17 Prozent auf 20 810,32 Punkte zu. Der breiter gefassten S&P gewann 0,02 Prozent auf 2363,38 Punkte. Der Technologie-Auswahlindex Nasdaq 100 rutschte nach einem positiven Start um 0,44 Prozent auf 5328,63 Punkte ab.

Hier brachen Nvidia um fast 10 Prozent ein. Die Experten von Instinet halten die Bewertung der Papiere des Herstellers von Grafikprozessoren für nicht gerechtfertigt und stampften ihre Kaufempfehlung ein.

Papiere von HP Inc schossen indes um 9,1 Prozent nach oben. Der Computerkonzern profitiert nach jahrelanger Talfahrt von der Erholung des PC-Marktes. Im vergangenen Quartal verbuchte die auf Hardware spezialisierte Nachfolgefirma des Computer-Dinos Hewlett-Packard ein Umsatzplus von vier Prozent. Auch der Gewinn hatte im Ende Januar abgeschlossenen ersten Geschäftsquartal zugelegt. Das zweite Nachfolge-Unternehmen von Hewlett-Packard, die auf das Firmenkundengeschäft spezialisierte Firma HPE , legt ihre Bilanz nach Handelsende vor.

Für Tesla-Aktien ging es um fast 6 Prozent abwärts. Ein Händler verwies auf den zuletzt starken Lauf der Papiere sowie auf Spekulationen über eine Kapitalerhöhung des Elektroautobauers. Vorbörslich hatten die Anleger zunächst noch positiv auf die zur Wochenmitte nach Börsenschluss veröffentlichten Geschäftszahlen reagiert.

Papiere von L Brands brachen gar um knapp 15,5 Prozent ein. Nachfrageschwäche bei Victoria's Secret wurde am Markt als Grund genannt./ag/he

23.02.2017

ROUNDUP/Aktien Frankfurt Schluss: Dax schließt erneut unter 12 000 Punkten

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax hat sich am Donnerstag erneut nicht lange über 12 000 Punkten halten können. Wie tags zuvor schwanden ihm nach dem Anstieg über die viel beachtete Schwelle schnell wieder die Kräfte. Von der immer mühsameren Klettertour der US-Börsen kam kein Rückenwind. Zudem vermiese der erstarkende Euro den Anlegern die Stimmung, schrieb Analyst Jochen Stanzl vom Handelshaus CMC Markets.

Im späten Handel rutschte der deutsche Leitindex etwas ab und schloss 0,42 Prozent tiefer bei 11 947,83 Punkten. Damit endete für ihn eine dreitägige Gewinnsträhne. Nicht besser erging es den anderen Indizes: Der MDax , der die Aktien mittelgroßer Unternehmen repräsentiert, ging 0,08 Prozent schwächer bei 23 593,26 Punkten aus dem Handel, während der Technologiewerte-Index TecDax 0,39 Prozent auf 1912,39 Punkte verlor.

Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 sank um 0,16 Prozent auf 3333,96 Punkte. In Paris und London verabschiedeten sich die nationalen Indizes ebenfalls mit Verlusten. Der New Yorker Leitindex Dow Jones Industrial zeigte sich zum europäischen Börsenschluss prozentual unverändert.

BEI HENKEL UND PROSIEBEN NAHMEN ANLEGER GEWINNE MIT

Am deutschen Aktienmarkt zog erneut die laufende Berichtssaison mit einer Flut von Unternehmenszahlen die Blicke auf sich. Henkel-Aktien gehörten mit minus 0,78 Prozent zu den schwächsten Dax-Mitgliedern. Experten hatten schon mit den historischen Bestmarken gerechnet, die der Konsumgüterhersteller im vergangenen Jahr aufgestellt hatte. Auch die höchste Dividende in der Unternehmensgeschichte hielt die Anleger nicht vom Verkauf der Aktie ab, die zuletzt schon gut gelaufen war. Einige Analysten monierten zudem einen etwas enttäuschenden Ausblick.

Für die Papiere von ProSiebenSat.1 ging es nach der Zahlenvorlage des Medienkonzerns um 0,51 Prozent bergab. Analysten äußerten sich zwar durchaus positiv zu den Jahresresultaten. Doch nach einer fast 30-prozentigen Kurserholung zwischen Ende November und Ende Januar war den Papieren bereits unlängst die Luft ausgegangen.

DÜRR UND AAREAL ENTTÄUSCHEN MIT ZIELEN

Im MDax rutschte der Anlagen- und Maschinenbauers Dürr mit einem Kursverlust von 6,06 Prozent auf den letzten Platz. Das Unternehmen habe die Erwartungen 2016 etwas übertroffen, doch sei der Ausblick für 2017 erneut vorsichtig, schrieb Analyst Peter Rothenaicher von der Baader Bank. Dazu haben auch die Dürr-Aktien einen guten Lauf hinter sich: Seit dem Zwischentief vor knapp einem Jahr stand am Vortag stand ein Plus von mehr als 60 Prozent zu Buche.

Auch beim Gewerbeimmobilienfinanzierer Aareal Bank lasteten zurückhaltende Unternehmensziele auf der Stimmung: Die Papiere verloren 3,38 Prozent.

KURSSPRUNG BEI DIALOG - GESENKTE UMSATZPROGNOSE BEUTELT NORDEX

Bei den Technologieaktien stachen Dialog Semiconductor mit einem Kurssprung von 6,85 Prozent positiv heraus. Der Halbleiterkonzern peilt nach einem schwächeren Jahr 2016 wieder ein ordentliches Umsatzwachstum an. Experten setzen vor allem auf das im Herbst auf den Markt kommende, neue iPhone von Apple : Nach Analystenschätzungen macht Dialog rund 80 Prozent seines Umsatzes mit dem US-Konzern.

Dagegen sackten Nordex-Aktien um 15,83 Prozent ab, nachdem der Windkraftanlagenbauer seine Umsatzprognosen gestutzt hatte. In einzelnen Kernmärkten dürfte sich das Geschäft schwächer entwickeln als gedacht, hieß es zur Begründung.

Im SDax der geringer kapitalisierten Werte brachen Rocket Internet um 13,8 Prozent ein. Die Anleger reagierten geschockt darauf, dass sich die schwedische Beteiligungsgesellschaft Kinnevik von der Hälfte ihrer bisherigen 13,2-prozentigen Beteiligung an dem Start-up-Entwickler trennte.

Am Rentenmarkt verharrte die Umlaufrendite bei 0,01 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,01 Prozent auf 142,98 Punkte. Der Bund-Future gewann 0,32 Prozent auf 165,61 Zähler. Der Euro stieg auf 1,0586 US-Dollar. Zuvor hatte die Europäische Zentralbank (EZB) den Referenzkurs auf 1,0573 (Mittwoch: 1,0513) Dollar festgesetzt./gl/ag

--- Von Gerold Löhle, dpa-AFX ---

23.02.2017

Aktien Frankfurt Schluss: Dax schließt erneut unter 12 000 Punkten

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax hat sich am Donnerstag erneut nicht lange über 12 000 Punkten halten können. Wie tags zuvor schwanden ihm nach dem Anstieg über die viel beachtete Schwelle schnell wieder die Kräfte. Von der immer mühsameren Klettertour der US-Börsen kam kein Rückenwind. Zudem vermiese der erstarkende Euro den Anlegern die Stimmung, schrieb Analyst Jochen Stanzl vom Handelshaus CMC Markets.

Im späten Handel rutschte der deutsche Leitindex etwas ab und schloss 0,42 Prozent tiefer bei 11 947,83 Punkten. Damit endete für ihn eine dreitägige Gewinnsträhne. Nicht besser erging es den anderen Indizes: Der MDax , der die Aktien mittelgroßer Unternehmen repräsentiert, ging 0,08 Prozent schwächer bei 23 593,26 Punkten aus dem Handel, während der Technologiewerte-Index TecDax 0,39 Prozent auf 1912,39 Punkte verlor./gl/ag

23.02.2017

ROUNDUP/Aktien New York: Ruhiger Start trotz weiterer Rekorde

NEW YORK (dpa-AFX) - An der Wall Street haben es die Anleger am Donnerstag ruhig angehen lassen. Gleichwohl schafften es Dow Jones Industrial , S&P 500 und Nasdaq 100 abermals auf neue Höchststände.

Der Leitindex Dow kletterte erstmals in seiner Geschichte über die Marke von 20 800 Punkten. Nach rund einer Dreiviertelstunde Handel lag er aber nur noch mit 0,05 Prozent im Plus bei 20 785,13 Punkten. Unterstützung erhielt er vor allem durch Kursgewinne bei Chevron und Exxon Mobil im Zuge des Ölpreisanstiegs.

Für den breiter gefassten S&P ging es um 0,07 Prozent auf 2361,22 Punkte abwärts. Auch der Technologie-Auswahlindex Nasdaq 100 lag nach höherem Start zuletzt mit 0,37 Prozent im Minus bei 5332,22 Punkten.

Papiere von HP Inc schossen um 6,3 Prozent nach oben. Der Computerkonzern profitiert nach jahrelanger Talfahrt von der Erholung des PC-Marktes . Im vergangenen Quartal verbuchte die auf Hardware spezialisierte Nachfolgefirma des Computer-Dinos Hewlett-Packard ein Umsatzplus von vier Prozent. Auch der Gewinn legte im Ende Januar abgeschlossenen ersten Geschäftsquartal zu. Das zweite Nachfolge-Unternehmen von Hewlett-Packard, die auf das Firmenkundengeschäft spezialisierte Firma HPE , legt ihre Bilanz nach Handelsende vor.

Für die Tesla-Aktien ging es um 5 Prozent abwärts. Ein Händler verwies auf den zuletzt starken Lauf der Papiere sowie auf Spekulationen über eine Kapitalerhöhung des Elektroautobauers. Vorbörslich hatten die Anleger zunächst noch positiv auf die zur Wochenmitte nach Börsenschluss veröffentlichten Geschäftszahlen reagiert.

Papiere von L Brands brachen derweil gar um über 15 Prozent ein. Nachfrageschwäche bei Victoria's Secret wurde am Markt als Grund genannt./ag/stb

23.02.2017

Aktien New York: Ruhiger Start trotz weiterer Rekorde

NEW YORK (dpa-AFX) - An der Wall Street haben es die Anleger am Donnerstag ruhig angehen lassen. Gleichwohl schafften es Dow Jones Industrial , S&P 500 und Nasdaq 100 abermals auf neue Höchststände.

Der Leitindex Dow kletterte erstmals in seiner Geschichte über die Marke von 20 800 Punkten. Nach rund einer halben Stunde Handel lag er mit 0,15 Prozent im Plus bei 20 806,31 Punkten. Auftrieb gaben vor allem Kursgewinne bei Chevron und Exxon Mobil im Zuge des Ölpreisanstiegs.

Für den breiter gefassten S&P ging es um 0,10 Prozent auf 2365,27 Punkte nach oben. Der Technologie-Auswahlindex Nasdaq 100 lag nach höherem Start zuletzt allerdings mit 0,18 Prozent im Minus bei 5342,50 Punkten./ag/stb

23.02.2017

WDH/Aktien New York Ausblick: Rekordjagd hält - Dow über 20800 Punkten erwartet

(Klargestellt wird im letzten Absatz, dass die Zahlen von HP Enterprise rpt HP Enterprise noch ausstehen.)

NEW YORK (dpa-AFX) - An der Wall Street winken auch am Donnerstag Rekorde. Allerdings dürften die Anleger ähnlich wie schon am Vortag das Gaspedal nicht durchdrücken. So taxierte der Broker IG den Dow Jones Industrial eine Dreiviertelstunde vor Handelsbeginn mit 0,14 Prozent im Plus - knapp über der noch nie erreichten Marke von 20 800 Punkten.

Tags zuvor hatte das Protokoll der jüngsten Fed-Sitzung gezeigt, dass viele Notenbanker eine Zinserhöhung "recht bald" für angemessen halten, falls die Wirtschaft auf Kurs bleibt. Ein Marktbeobachter taxierte die Wahrscheinlichkeit für einen Zinsschritt bereits im März auf 50 bis 60 Prozent. Entscheidend sei wohl die Lohnentwicklung im Februar.

Im Fokus bleiben zudem die nächsten Schritte von US-Präsident Donald Trump. Am Donnerstag will er sich mit hochrangigen Unternehmensvertretern treffen, um über die Arbeitsmarktsituation und seine Steuer- und Handelspolitik zu sprechen. Die Bekanntgabe eines neuen Einreise- und Flüchtlingsstopps musste er offenbar aber erneut verschieben. Medienberichten zufolge soll das neue Dekret erst in der kommenden Woche öffentlich werden.

Rückenwind erhält der Aktienmarkt vom gestiegenen Ölpreis, was Anleger als Anzeichen für eine anziehende Nachfrage deuten - und damit als positives Konjunktursignal. Vor den am Nachmittag erwarteten Lagerbestandsdaten gab es am Markt Hinweise darauf, dass die amerikanischen Ölreserven gesunken sein könnten. Ein vorbörslicher Profiteur der höheren Preise für das "schwarze Gold" sind die Aktien von Ölkonzernen: Jene von ExxonMobil wurden ein halbes Prozent höher gehandelt.

Ansonsten standen bei den Einzelwerten vor allem die Tesla-Aktien im Mittelpunkt. Zunächst im Plus erwartet, drehten sie vorbörslich mit mehr als 2 Prozent ins Minus ab. Zunächst hatten die Anleger noch die am Vorabend vorgelegten Geschäftszahlen gewürdigt. Ein Händler verwies dann aber auf den zuletzt starken Lauf der Papiere und Spekulationen über eine Kapitalerhöhung. Auch der angekündigte Abschied von Finanzchef Jason Wheeler wurde am Markt als Belastung angesehen.

Nachdem die Berichtssaison zuletzt auf Hochtouren gelaufen war, gab es an diesem Donnerstag nur Bilanzen von eher kleineren Börsenunternehmen zu verwerten. Für die Papiere von L-Brands ging es vorbörslich um mehr als 13 Prozent in den Keller, weil der Ausblick des für seine Wäschemarke Victoria's Secret bekannten Unternehmens enttäuschte. Nach der Schlussglocke erst werden Resultate zum ersten Quartal von HP Enterprise sowie zum vierten Quartal des Modehändlers Gap erwartet./tih/ag

23.02.2017

Aktien Frankfurt: Dax scheitert erneut an Hürde bei 12 000 Punkten

FRANKFURT (dpa-AFX) - Obwohl die Berichtssaison der Unternehmen in vollem Gange ist, hat der deutsche Aktienmarkt am Donnerstag eine Atempause eingelegt und richtungslos tendiert. Die am Vorabend veröffentlichten geldpolitischen Verlautbarungen der US-Notenbank Fed wurden an den Märkten etwas zurückhaltender interpretiert als bislang. Der Dax konnte sich nur bis zum späten Vormittag über der psychologisch wichtigen Marke von 12 000 Punkten halten. Am Mittwoch hatte der Leitindex dieses Niveau erstmals seit April 2015 überschritten, war zum Handelsschluss jedoch knapp daran gescheitert.

Am Donnerstagnachmittag notierte der Dax 0,13 Prozent tiefer bei 11 983,40 Zählern. Der MDax , der die Aktien mittelgroßer Unternehmen repräsentiert, stieg hingegen um 0,31 Prozent auf 23 686,06 Punkte. Der Technologiewerte-Index TecDax gewann 0,20 Prozent auf 1923,74 Punkte. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 rückte um 0,12 Prozent auf 3343,37 Punkte vor.

Die Fed hält eine Zinsanhebung "recht bald" für angemessen, hieß es in dem am Mittwoch veröffentlichten Protokoll (Minutes) zur jüngsten Sitzung der Währungshüter. Von den befragten Finanzakteuren glauben derzeit aber nur 34 Prozent an eine Leitzinserhöhung auf der nächsten Sitzung am 15. März. "Eine Zinserhöhung im März darf nicht komplett ausgeschlossen werden, scheint aber eher unwahrscheinlich", kommentierte Milan Cutkovic vom Brokerhaus AxiTrader. "Wartet die Zentralbank bis zum Mai, hätte sie neben weiteren Konjunkturdaten auch die Details zu Trumps Wirtschaftsplan und könnte den Effekt auf die Inflation besser einschätzen", so Cutkovic.

HÄNDLER: GEWINNMITNAHMEN BEI HENKEL UND PROSIEBEN

Für Bewegung unter den Einzelwerten sorgten Quartalszahlen, Ausblicke und Dividendenvorschläge vieler Unternehmen. Unter anderem öffneten der Konsumgüterkonzern Henkel und das Medienunternehmen ProSiebenSat.1 ihre Bücher. Die Papiere von Henkel honorierten dabei die guten Jahreszahlen des Persil-Herstellers nicht und waren mit einem Verlust von 1,5 Prozent am Dax-Ende zu finden. Händler sprachen von Gewinnmitnahmen, da das Papier zuletzt gut gelaufen sei. Einige Experten hatten sich zudem einen besseren Ausblick erhofft.

Auch die Titel des Medienkonzerns ProSiebenSat.1 gerieten mit minus 0,8 Prozent unter Druck. Nach einer fast 30-prozentigen Kurserholung zwischen Ende November und Ende Januar war den Papieren bereits unlängst die Luft ausgegangen. Analysten äußerten sich indes durchaus positiv zu den nun vorgelegten Geschäftszahlen.

RALLY BEI DIALOG NACH ZAHLEN - TECDAX-SPITZE

Die Aktien des Anlagen- und Maschinenbauers Dürr fielen nach der Vorlage von Geschäftszahlen um 3,8 Prozent fast ans MDax-Ende. Das Unternehmen habe die Erwartungen 2016 etwas übertroffen, doch sei der Ausblick für 2017 erneut vorsichtig, schrieb Analyst Peter Rothenaicher von der Baader Bank in einem Morgenkommentar. Die Dürr-Aktien haben jedoch einen guten Lauf hinter sich. Bis zum Schluss des Xetra-Hauptgeschäfts am gestrigen Mittwoch hatten sie seit dem Zwischentief vor knapp einem Jahr mehr als 60 Prozent zugelegt.

Die Papiere von Dialog Semiconductor standen nach der Veröffentlichung aktueller Geschäftszahlen mit einem Gewinn von fast 8 Prozent einsam auf Platz eins im TecDax-Tableau. In der Spitze waren die Aktien des Chipherstellers bis auf 52,35 Euro nach oben geschnellt und hatten damit nur noch 1,50 Euro unter dem höchsten Stand seit September 2000 gelegen. Allein in dieser Woche sind die Anteilsscheine damit um rund 15 Prozent gestiegen. Dialog peilt nach einem schwächeren Jahr 2016 wieder ein ordentliches Umsatzwachstum an.

KURSEINBRUCH BEI ROCKET INTERNET - ANTEILSVERKAUF

Ein überraschender Anteilsverkauf durch den Großaktionär Kinnevik versetzte den Aktionären des Start-up-Entwicklers Rocket Internet einen Schlag. Der Großaktionär schleiche sich davon, kommentierten die Autoren des Bernecker-Börsenbriefes "AB Daily". Die Papiere brachen als Schlusslicht im Kleinwerteindex SDax um rund 16 Prozent auf 17,80 Euro ein. Die schwedische Beteiligungsgesellschaft Kinnevik trennte sich von der Hälfte ihrer bisherigen 13,2-prozentigen Beteiligung an Rocket Internet.

Am Rentenmarkt verharrte die Umlaufrendite bei 0,01 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,01 Prozent auf 142,98 Punkte. Der Bund-Future gewann 0,16 Prozent auf 165,35 Zähler. Der Kurs des Euro notierte nur wenig verändert bei 1,0570 US-Dollar. Am Vortag hatte die EZB den Referenzkurs auf 1,0513 Dollar festgesetzt./edh/fbr

--- Von Eduard Holetic, dpa-AFX ---

23.02.2017

Aktien New York Ausblick: Rekordjagd hält an - Dow über 20800 Punkten erwartet

NEW YORK (dpa-AFX) - An der Wall Street winken auch am Donnerstag Rekorde. Allerdings dürften die Anleger ähnlich wie schon am Vortag das Gaspedal nicht durchdrücken. So taxierte der Broker IG den Dow Jones Industrial eine Dreiviertelstunde vor Handelsbeginn mit 0,14 Prozent im Plus - knapp über der noch nie erreichten Marke von 20 800 Punkten.

Tags zuvor hatte das Protokoll der jüngsten Fed-Sitzung gezeigt, dass viele Notenbanker eine Zinserhöhung "recht bald" für angemessen halten, falls die Wirtschaft auf Kurs bleibt. Ein Marktbeobachter taxierte die Wahrscheinlichkeit für einen Zinsschritt bereits im März auf 50 bis 60 Prozent. Entscheidend sei wohl die Lohnentwicklung im Februar.

Im Fokus bleiben zudem die nächsten Schritte von US-Präsident Donald Trump. Am Donnerstag will er sich mit hochrangigen Unternehmensvertretern treffen, um über die Arbeitsmarktsituation und seine Steuer- und Handelspolitik zu sprechen. Die Bekanntgabe eines neuen Einreise- und Flüchtlingsstopps musste er offenbar aber erneut verschieben. Medienberichten zufolge soll das neue Dekret erst in der kommenden Woche öffentlich werden.

Rückenwind erhält der Aktienmarkt vom gestiegenen Ölpreis, was Anleger als Anzeichen für eine anziehende Nachfrage deuten - und damit als positives Konjunktursignal. Vor den am Nachmittag erwarteten Lagerbestandsdaten gab es am Markt Hinweise darauf, dass die amerikanischen Ölreserven gesunken sein könnten. Ein vorbörslicher Profiteur der höheren Preise für das "schwarze Gold" sind die Aktien von Ölkonzernen: Jene von ExxonMobil wurden ein halbes Prozent höher gehandelt.

Ansonsten standen bei den Einzelwerten vor allem die Tesla-Aktien im Mittelpunkt. Zunächst im Plus erwartet, drehten sie vorbörslich mit mehr als 2 Prozent ins Minus ab. Zunächst hatten die Anleger noch die am Vorabend vorgelegten Geschäftszahlen gewürdigt. Ein Händler verwies dann aber auf den zuletzt starken Lauf der Papiere und Spekulationen über eine Kapitalerhöhung. Auch der angekündigte Abschied von Finanzchef Jason Wheeler wurde am Markt als Belastung angesehen.

Nachdem die Berichtssaison zuletzt auf Hochtouren gelaufen war, gab es an diesem Donnerstag nur Bilanzen von eher kleineren Börsenunternehmen zu verwerten. Für die Papiere von L-Brands ging es vorbörslich um mehr als 13 Prozent in den Keller, weil der Ausblick des für seine Wäschemarke Victoria's Secret bekannten Unternehmens enttäuschte. Nach der Schlussglocke erst werden Resultate zum ersten Quartal von Hewlett-Packard sowie zum vierten Quartal des Modehändlers Gap erwartet./tih/ag

24.02.2017

Presse: SPD will schärfere Regeln für Lobbyisten

BERLIN (dpa-AFX) - Die SPD im Bundestag will per Gesetz schärfere Regeln für die Arbeit von Lobbyisten in der Bundespolitik verankern. Zugleich sollen neue Rechenschaftspflichten für das Parteiensponsoring eingeführt werden. Das sieht ein Gesetzentwurf vor, der den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Freitag) vorliegt.

Geplant sind demnach unter anderem die Einrichtung eines Lobbyistenregisters im Bundestag mit Angaben zu Auftraggebern und Einnahmen, ein verbindlicher Verhaltenskodex für Interessenvertreter und die Einsetzung eines Parlaments-Beauftragten analog zum Wehrbeauftragten, der die Lobbyarbeit kontrollieren soll.

Verstöße gegen Vorschriften sollten mit Geldbußen von bis zu 50 000 Euro geahndet werden, heißt es in dem Bericht. Die Bundesregierung solle zudem künftig bei allen Gesetzesvorhaben angeben, welche Lobbyisten und Sachverständigen Einfluss genommen haben.

Die stellvertretende SPD-Fraktionsvize Eva Högl, die den Entwurf erarbeitet hatte, sagte den Zeitungen: "Es ist Zeit für eine neue Offensive. Zumindest Teile des Vorstoßes sollte die Koalition noch vor der Bundestagswahl beschließen."

Anlass der Initiative ist dem Bericht zufolge eigentlich die Sponsoring-Affäre, die eine SPD-eigene Kommunikationsagentur im vergangenen Jahr ausgelöst hatte: Die Agentur bot im Rahmen von sogenannten "Vorwärts"-Gesprächen Treffen mit SPD-Spitzenpolitikern an, für die die Sponsoren mehrere tausend Euro zahlen sollten. Das verstieß zwar nicht gegen geltende Vorschriften, nach öffentlicher Kritik stellte die SPD die Praxis aber Ende November 2016 ein.

Als Konsequenz sollen nun auch Sponsorleistungen in den Rechenschaftsberichten der Parteien mit dem Namen des Sponsors ausgewiesen werden, wie bisher schon Parteispenden./wn/DP/stk

24.02.2017

Linke wirft Regierung Wahltaktik bei Ost-West-Rentenangleichung vor

BERLIN (dpa-AFX) - Die Linken im Bundestag haben der Bundesregierung vorgeworfen, mögliche negative Folgen der Ost-West-Rentenangleichung auf das Rentenniveau aus wahltaktischen Gründen zu verschweigen. Auswirkungen auf das Sicherungsniveau der Rente seien im Gesetzentwurf nicht erstellt worden, "da die Höhe der tatsächlichen Kosten auf längere Sicht in hohem Maße unsicher ist", heißt es in einer der dpa vorliegenden Antwort des Bundessozialministeriums auf eine entsprechende Anfrage der Linken.

Die Ost-Koordinatorin der Linksfraktion, Susanna Karawanskij, kritisierte, die Regierung verschleiere, dass künftige Rentensteigerungen nun wohl geringer ausfallen würden als bisher gedacht.

Die Linken argumentieren, dass das Rentenniveau immer sinke, wenn es Leistungsverbesserungen aus dem Finanztopf der gesetzlichen Rentenversicherung gebe. Diese Effekte könnten aber durchaus prognostiziert werden.

Laut dem bereits vom Bundeskabinett abgesegneten Gesetz zur Rentenangleichung bis 2025 werden die jährlichen Kosten dafür bis zu 3,9 Milliarden Euro betragen. Sie werden aus Beitrags- und Steuermitteln finanziert./bw/DP/stk

23.02.2017

ROUNDUP: US-Heimatschutzminister Kelly schließt Massenabschiebungen aus

MEXIKO-STADT (dpa-AFX) - US-Heimatschutzminister John Kelly hat Massenabschiebungen von illegalen Migranten ausgeschlossen. "Die Abschiebungen werden legal, geordnet und in enger Abstimmung mit Mexiko erfolgen", sagte er am Donnerstag nach einem Treffen mit seinem Kollegen Miguel Ángel Osorio Chong in Mexiko-Stadt. "Unser Fokus liegt auf kriminellen Einwanderern." In den USA leben schätzungsweise 5,8 Millionen Mexikaner ohne Aufenthaltsgenehmigung.

Auch einem Einsatz der Streitkräfte gegen illegale Einwanderer erteilte Kelly eine Absage. Zuvor hatte US-Präsident Donald Trump die Abschiebung von Migranten ohne Aufenthaltserlaubnis als "Militäroperation" bezeichnet.

Im Verhältnis zwischen den USA und Mexiko war zuletzt viel Porzellan zerschlagen worden. Jetzt versuchen beide Seiten, die Wogen zu glätten. "Wir kooperieren bei Handel, Energie und Sicherheit. Gemeinsam wollen wir an unserer Grenze für Recht und Ordnung sorgen", sagte US-Außenminister Rex Tillerson. Aber: "Starke souveräne Nationen haben nun mal von Zeit zu Zeit Meinungsverschiedenheiten."

Seit dem Amtsantritt von Trump sind die Beziehungen zwischen den Vereinigten Staaten und Mexiko äußerst angespannt. Der US-Präsident will Millionen illegaler Einwanderer abschieben, das Nordamerikanische Freihandelsabkommen (Nafta) neu verhandeln und eine Mauer an der Grenze bauen.

"Wir erleben einen komplexen Moment in unseren Beziehungen", sagte der mexikanische Außenminister Luis Videgaray nach den Gesprächen in Mexiko-Stadt. "Einige Äußerungen aus Washington haben für Irritationen in Mexiko gesorgt. Der beste Weg, um die Differenzen zu überwinden, ist der Dialog."

Zuletzt hatte das US-Heimatschutzministerium neue Richtlinien erlassen, die den Kreis der Migranten, die abgeschoben werden können, erheblich erweitern. Außerdem sollen künftig auch illegale Migranten beispielsweise aus Mittelamerika nach Mexiko zurückgeschickt werden können, wenn sie über Mexiko in die Vereinigten Staaten eingereist sind. Videgaray lehnt die Aufnahme von Ausländern aus den USA strikt ab.

"Mexiko hat sich von einem Herkunftsland von Migranten zu einem Transitland entwickelt", sagte Mexikos Außenminister Videgaray. Tatsächlich war die Nettoeinwanderung aus Mexiko in die USA zuletzt negativ. Allerdings reisen viele Mittelamerikaner über Mexiko illegal in die Vereinigten Staaten ein. "Wir müssen die Gründe für Migration bekämpfen", sagte Videgaray.

Tillerson und Kelly wollten sich im Laufe des Donnerstags auch mit dem mexikanischen Präsidenten Enrique Peña Nieto treffen. Die Mexikaner hatten das Treffen mit dem Staatschef vom Ergebnis der Gespräche auf Ministerebene abhängig gemacht./dde/DP/he

23.02.2017

Wahlkampf in Frankreich: Grünen-Kandidat verzichtet für Sozialisten

PARIS (dpa-AFX) - Der französische Grünen-Politiker Yannick Jadot hat seine Präsidentschaftskandidatur zurückgezogen und unterstützt nun den Sozialisten Benoît Hamon. Das gab der Europaabgeordnete Jadot am Donnerstagabend im Sender France 2 bekannt. Hamon will einen klaren Linksruck gegenüber der Politik des derzeitigen Präsidenten François Hollande, der ebenfalls zur Sozialistischen Partei gehört. Zudem vertritt er explizit grüne Positionen.

Die Franzosen wählen ihren neuen Staatschef in zwei Wahlgängen am 23. April und am 7. Mai. In Umfragen lag Hamon zuletzt auf Platz vier, hinter der Rechtspopulistin Marine Le Pen, dem Konservativen François Fillon und dem unabhängigen Bewerber Emmanuel Macron. Um eine Chance auf den Einzug in die entscheidende Stichwahl zu haben, müsste der Sozialist daher noch Boden gutmachen. Er wirbt auch um ein Bündnis mit dem Linkspolitiker Jean-Luc Mélenchon, das bislang aber nicht zustande kam.

Jadot lag in Umfragen zuletzt bei 1 bis 2 Prozent. Mit seiner Entscheidung klärt sich das Kandidatenfeld für die Wahl in zwei Monaten weiter. Erst am Vortag hatte der Zentrumspolitiker François Bayrou verkündet, dass er nicht antreten werde, und sich hinter den unabhängigen Kandidaten Macron gestellt./sku/DP/he

23.02.2017

Mexiko und USA wollen Differenzen im Dialog beilegen

MEXIKO-STADT (dpa-AFX) - Der mexikanische Außenminister Luis Videgaray hat das Treffen mit seinem US-Kollegen Rex Tillerson vorsichtig positiv bewertet. "Wir haben Schritte in die richtige Richtung unternommen", sagte er am Donnerstag. "Der beste Weg, um unsere Differenzen beizulegen, ist der Dialog." Tillerson und US-Heimatschutzminister John Kelly hatten sich zuvor in Mexiko-Stadt mit Videgaray, Innenminister Miguel Ángel Osorio Chong und Finanzminister José Antonio Meade getroffen.

Die Beziehung zwischen den Nachbarn sind seit dem Amtsantritt von US-Präsident Donald Trump äußerst angespannt. Trump will Millionen illegaler Einwanderer abschieben, das Nordamerikanische Freihandelsabkommen (Nafta) neu verhandeln und eine Mauer an der Grenze bauen. Wegen des Streits um die Finanzierung des Megaprojekts war ein geplantes Treffen Trumps mit dem mexikanischen Präsidenten Enrique Peña Nieto geplatzt./dde/DP/he

23.02.2017

Juncker für Europa der verschiedenen Geschwindigkeiten

LOUVAIN-LA-NEUVE (dpa-AFX) - Wie Bundeskanzlerin Angela Merkel wirbt auch EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker für ein Europa der verschiedenen Geschwindigkeiten. Um einen festen Kern könne es verschiedene konzentrische Kreise geben, sagte Juncker am Donnerstag bei einer Veranstaltung im belgischen Louvain-la-Neuve.

Nicht jedes Land werde bei jedem Gemeinschaftsprojekt mitmachen, so etwa bei der verstärkten Zusammenarbeit in Verteidungsfragen oder bei Wissenschaftsprogrammen. "Wem es in der Küche zu heiß wird, der sucht die frische Luft", sagte Juncker. Im "Orbit" könnten auch Großbritannien nach dem Brexit oder die Türkei der EU verbunden bleiben - "oder andere, die davon noch nichts wissen".

Die Kommission wird nach Junckers Worten wahrscheinlich kommende Woche ihr angekündigtes Weißbuch zur Zukunft der EU vorlegen - früher als ursprünglich geplant. Es soll Vorschläge enthalten, wie sich die Gemeinschaft in den nächsten Jahren weiter entwickeln könnte. Doch handelt es sich nach Junckers Worten nicht um eine "Bibel", sondern um eine Grundlage für eine Debatte "ohne Tabus".

Juncker hatte am Mittwochabend in Berlin mit Bundeskanzlerin Merkel gesprochen, die bereits Anfang Februar die Idee eines Europas unterschiedlicher Geschwindigkeiten aufgegriffen hatte. Die EU debattiert seit Monaten, wie sie sich nach dem erwarteten Ausscheiden Großbritanniens neu aufstellen will. Erste Weichen sollen bei der Feier zum 60. Jubiläum der Römischen Verträge am 25. März gestellt werden./vsr/DP/he

23.02.2017

Russland unterliegt im Schweine-Streit erneut gegen EU

GENF (dpa-AFX) - Russlands Importstopp für Schweine aus der EU bleibt illegal. Moskau scheiterte am Donnerstag in der Berufung im Streitschlichtungsausschuss der Welthandelsorganisation (WTO) in Genf.

Russland hatte 2014 eine Einfuhrsperre gegen lebende Schweine und einige Schweineprodukte verhängt, weil in östlichen EU-Ländern die Afrikanische Schweinepest aufgetreten war. Der EU brachen dadurch Exporte im Wert von 1,5 Milliarden Euro weg. Die EU hatte dagegen bei der WTO Beschwerde eingelegt und im August 2016 Recht bekommen.

Der Berufungsausschuss rief Russland nun auf, seine Maßnahmen in Einklang mit seinen WTO-Verpflichtungen zu bringen - heißt, den Importstopp aufzuheben. Eine baldige Wiederaufnahme der Lieferungen ist allerdings nicht in Sicht. Russland hatte als Reaktion auf EU-Sanktionen inzwischen andere Importstopps für Agrarprodukte verfügt, unter die auch Schweine und Schweineprodukte fallen./oe/DP/jsl

23.02.2017

Devisen: Eurokurs gestiegen - EZB-Referenzkurs: 1,0573 US-Dollar

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Kurs des Euro ist am Donnerstag gestiegen. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,0573 (Mittwoch: 1,0513) US-Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,9458 (0,9512) Euro.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,84628 (0,84450) britische Pfund, 119,30 (118,79) japanische Yen und 1,0663 (1,0642) Schweizer Franken fest./yyzz/DP/jsl

23.02.2017

USA: FHFA-Hauspreisindex steigt weniger als erwartet

NEW YORK (dpa-AFX) - In den USA ist der Anstieg der Hauspreise geringer als erwartet ausgefallen. Der FHFA-Hauspreisindex sei im Dezember um 0,4 Prozent zum Vormonat gestiegen, teilte die Federal Housing Finance Agency (FHFA) am Donnerstag in New York mit. Volkswirte hatten mit einem Anstieg um 0,5 Prozent gerechnet. Der Anstieg im November wurde allerdings von 0,5 Prozent auf 0,7 Prozent nach oben revidiert.

Die FHFA ist die Aufsichtsbehörde der in der Finanzkrise verstaatlichten Hypothekenfinanzierer Fannie Mae und Freddie Mac. Bei der Index-Berechnung werden die Verkaufspreise von Häusern verwendet, deren Hypotheken von den Agenturen gekauft oder garantiert worden sind./jsl/jkr/fbr

23.02.2017

US-Regierung wird vorerst keine Entscheidung zum chinesischen Yuan treffen

WASHINGTON (dpa-AFX) - Die US-Regierung wird nach Aussage des neuen Finanzministers Steven Mnuchin vorerst keine Entscheidung zu möglichen Währungsmanipulationen durch China treffen. Vor einem Bericht des Finanzministeriums im April werde es hierzu keine öffentliche Ankündigung gegeben, versicherte Mnuchin am Donnerstag in einem Interview mit der Nachrichtenagentur Bloomberg.

Zuvor hatte US-Präsident Donald Trump den Vorwurf geäußert, China würde die heimische Währung bewusst schwächen, um Vorteile bei den Exportgeschäften zu erzielen. Die Führung in Peking hatte die Vorwürfe zurückgewiesen.

Nahezu zeitgleich äußerte sich Mnuchin auch in einem Interview mit dem Fernsehsender "Fox Business Network". Demnach ist der Finanzminister nicht besorgt über die künftigen Handelsbeziehungen zu Mexiko und sprach mit Blick auf künftige Verhandlungen von einer "Win-Win-Situation". Zuvor hatte Präsident Trump mit Äußerungen zum Bau einer Mauer für massive Verärgerung beim südlichen Nachbarn gesorgt.

Außerdem kündigte Mnuchin im Fernsehinterview eine umfassende Steuerreform an und bekräftigte damit frühere Aussagen von Präsident Donald Trump. Es werde sich um eine "signifikante" Reform handeln, sagte Mnuchin./jkr/jsl/fbr

23.02.2017

AKTIE IM FOKUS 2: Kinnevik-Platzierung verschreckt Rocket-Internet-Aktionäre

(Kursentwicklung aktualisiert)

FRANKFURT (dpa-AFX) - Ein überraschender Anteilsverkauf durch den Großaktionär Kinnevik hat der Stimmung der Aktionäre des Start-up-Entwicklers Rocket Internet am Donnerstag einen Schlag versetzt. Der Großaktionär schleiche sich davon, kommentierten die Autoren des Bernecker-Börsenbriefes "AB Daily". Die Papiere brachen als Schlusslicht im Nebenwerteindex SDax um 13,8 Prozent auf 18,40 Euro ein. Zwischenzeitlich sackten sie mit 17,61 Euro gar auf das Niveau von Anfang Dezember 2016 ab. Die Kursrally seit Mitte Januar bis auf in der Spitze 23,54 Euro ist endgültig Geschichte.

KINNEVIK TRENNT SICH MIT HOHEM ABSCHLAG

Wie die schwedische Beteiligungsgesellschaft Kinnevik am Mittwochabend bekannt gab, trennte sie sich von der Hälfte ihre Beteiligung an Rocket Internet. Die 10,9 Millionen Aktien oder 6,6 Prozent des Grundkapitals seien zu jeweils 19,25 Euro bei institutionellen Investoren platziert worden. Das war ein recht großer Abschlag von rund 10 Prozent auf den Schlusskurs vom Donnerstag. Zudem lag der Preis nahe dem unteren Ende der angestrebten Spanne. So wurden die Papiere laut Händlern zu 19 bis 20 Euro angeboten.

Die Aktien von Rocket Internet stehen seit geraumer Zeit unter Druck. Auf den Börsengang im Herbst 2014 zu einem Ausgabepreis von 42,50 Euro folgte ein kurzer Höhenflug bis auf 60,27 Euro im November desselben Jahres. Anschließend ging es steil nach unten. Im Sommer 2016 fiel der Kurs dann auf 16,355 Euro und damit auf den bisher tiefsten Wert. Seither gelang es den Papieren nicht, sich dauerhaft von der 20-Euro-Marke abzusetzen.

Rocket Internet musste in der Vergangenheit immer wieder die Werte wichtiger Beteiligungen nach unten korrigieren. Dazu zählten Unternehmen wie der Möbelhändler Home 24, der Kochboxen-Lieferant Hellofresh oder die Modegruppe Global Fashion Group./mis/tih/stb/ag/stb

23.02.2017

AKTIE IM FOKUS 2: Bilanz und Ausblick katapultieren Dialog nach oben

(Neu: Überschrift, Kursentwicklung seit Juni 2016, Schlusskurse)

FRANKFURT (dpa-AFX) - Gute Geschäftszahlen und ein ordentlicher Ausblick haben Dialog Semiconductor am Donnerstag einen Kurssprung beschert. Zu Handelsbeginn schoss die Aktie bis auf 52,350 Euro hoch und blieb damit nur anderthalb Euro unter ihrem vieljährigen Hoch aus dem Sommer 2015.

Am Ende behauptete die Aktie ein Plus von 6,85 Prozent auf 50,980 Euro - damit war sie unangefochtener Spitzenreiter im Technologiewerte-Index TecDax . Seit Wochenbeginn steht ein Anstieg von gut 13 Prozent zu Buche und seit dem Zwischentief im vergangenen Juni sogar fast eine Kursverdoppelung.

Dialog peilt nach einem schwächeren Jahr 2016 wieder ein ordentliches Umsatzwachstum an. Bei der Bruttomarge geht der Apple-Lieferant davon aus, den im vierten Quartal 2016 erreichen Wert über das Jahr halten zu können. Der US-Elektronikkonzern Apple hatte mit dem iPhone 7 nach monatelangen Absatzrückgängen ein Rekordquartal zu Weihnachten erzielt und dürfte von dem im Herbst 2017 auf den Markt kommenden iPhone 8 noch mehr verkaufen. Dialog macht nach Analystenschätzungen rund 80 Prozent seines Umsatzes mit Apple - entsprechend optimistisch sind deshalb auch die Aussichten für den deutschen Zulieferer der Amerikaner.

HAUCK: ZAHLEN GUT - AKTIE ABER NICHT BILLIG

Analyst Tim Wunderlich von der Privatbank Hauck & Aufhäuser sprach von einem soliden Zahlenwerk und Ausblick. Das Umsatzziel für das erste Quartal 2017 sei besser als befürchtet ausgefallen. Allerdings sei die Aktie des Chipherstellers bereits recht hoch bewertet, gab er zu bedenken.

Der Dialog-Gewinn (EPS) sei im vierten Quartal höher als vom Markt prognostiziert ausgefallen, sagte DZ-Bank-Analyst Harald Schnitzer. Die Unternehmensziele für das erste Quartal und der Jahresausblick des Halbleiterunternehmens bewegten sich im Rahmen seiner Erwartungen. Schnitzer geht davon aus, dass Dialog im laufenden Jahr von Quartal zu Quartal stetig besser abschneiden wird.

COMMERZBANK: AUSBLICK WIE ERWARTET

Nach Aussage von Commerzbank-Analyst Thomas Becker haben die Resultate zum vierten Quartal sowie die Indikationen für das erste Jahresviertel seine Prognosen und die Konsensschätzungen leicht übertroffen. Der Ausblick auf das Gesamtjahr 2017 entspreche weitgehend den Erwartungen./edh/la/fbr/gl/ag

23.02.2017

AKTIE IM FOKUS 2: Henkel enttäuscht mit Ausblick - Anleger machen Kasse

(Neu: Schlusskurse)

FRANKFURT (dpa-AFX) - Henkel hat am Donnerstag mit seinen Geschäftszahlen nicht beeindrucken können. Experten hatten bereits mit den historischen Bestmarken gerechnet, die der Konsumgüterhersteller im vergangenen Jahr aufgestellt hatte. Auch die rekordhohe Dividende hielt die Anleger nicht vom Verkauf der Aktie ab, die zuletzt schon gut gelaufen war.

Mirco Badocco vom Analysehaus RBC Capital monierte zudem, dass der Ausblick etwas unter den Erwartungen liege. Für 2017 geht Henkel von einem weiter unsicheren Marktumfeld aus. Der Umsatz aus eigener Kraft - also ohne den Einfluss von Zu- und Verkäufen sowie Währungseffekten - soll um 2 bis 4 Prozent zulegen, der um Restrukturierungsaufwendungen bereinigte Gewinn je Aktie um 7 bis 9 Prozent.

KAUM SPIELRAUM FÜR STEIGENDE GEWINNSCHÄTZUNGEN

Die Unternehmensziele ließen kaum Spielraum für steigende Gewinnschätzungen, beklagte Analyst Herbert Sturm von der DZ Bank. Mit Blick auf die jüngste Entwicklung sei daher wohl die Zeit für Gewinnmitnahmen gekommen. Weil die Margendynamik bei Henkel im Jahresverlauf nachlassen und das Ergebniswachstum etwas hinter der Konkurrenz zurückbleiben sollte, seien die Aktien anfällig für Kursrückschläge, ergänzte Pinar Ergun von der Schweizer Großbank UBS.

Zum Handelsende waren die Henkel-Titel mit einem Minus von 0,78 Prozent auf 120,25 Euro einer der größten Verlierer im schwächelnden Dax . Von ihrem Zwischentief Anfang Dezember hatten sie sich davor allerdings um knapp 16 Prozent erholt - am Mittwoch fehlte nur rund ein Euro zum Rekordhoch von 123 Euro aus dem September.

ZAHLEN SEHEN NUR AUF BEREINIGTER BASIS GUT AUS

Zumindest die Erwartungen der meisten Analysten für das vergangene Jahr hatte Henkel weitgehend erfüllt. Christian Weiz von der Baader Bank fand indes auch hier ein Haar in der Suppe. Die bereinigten Jahresresultate seien zwar wie vom Markt erwartet stark ausgefallen, räumte er ein. Doch inklusive Sondereffekten und Restrukturierungsaufwendungen sähen die Zahlen nicht so solide aus.

Gute Geschäfte mit Waschmitteln und mehrere Zukäufe ließen den Umsatz von Henkel 2016 um 3,5 Prozent auf einen neuen Höchstwert von 18,7 Milliarden Euro steigen. Der bereinigte operative Gewinn kletterte im vergangenen Jahr um 8,5 Prozent auf 3,2 Milliarden Euro, was ebenfalls eine historische Bestmarke war./gl/la/fbr/ag

--- Von Gerold Löhle, dpa-AFX ---

23.02.2017

AKTIE IM FOKUS 2: Tesla leiden unter Spekulationen über Kapitalerhöhung

(Aktuelle Kursentwicklung)

NEW YORK (dpa-AFX Broker) - Für die Tesla-Aktien ist es am Donnerstag trotz zunächst positiv aufgenommener Geschäftszahlen deutlich abwärts gegangen. Ein Händler verwies auf den zuletzt starken Lauf der Papiere sowie auf Spekulationen über eine Kapitalerhöhung des Elektroautobauers. In der ersten Dreiviertelstunde des US-Handels sanken sie um 4,85 Prozent auf 260,25 US-Dollar. Im vorbörslichen Handel hatten sie zunächst noch zugelegt.

Dem Analysten Brian Johnson von der britischen Bank Barclays zufolge hätten aber weder die Resultate für das vierte Quartal noch der Ausblick Gründe für Freudensprünge geliefert. Zudem könnte das Unternehmen aufgrund seiner Expansionspläne den Kapitalmarkt anzapfen. Johnson hält eine baldige Kapitalerhöhung im Volumen von 2,5 Milliarden US-Dollar für möglich. Ein Händler sah zudem den angekündigten Abschied von Finanzchef Jason Wheeler als Belastung für die Aktien.

Anleger hatten zuletzt große Hoffnungen auf das "Model 3" von Tesla gesetzt. Hier sieht sich das Unternehmen denn auch auf Kurs, die Produktion des ersten Mittelklasse-Stromers im Juli anlaufen zu lassen. Im September solle das "Model 3" dann in die Serienfertigung gehen, hieß es. Wie groß die Hoffnungen der Investoren sind, zeigt sich auch daran, dass der Kurs seit Jahresbeginn schon um fast 30 Prozent zugelegt hat./mis/edh/zb/ag/stb

23.02.2017

ANALYSE-FLASH: RBC Capital hebt Ziel für Dialog auf 56 Euro - 'Outperform'

NEW YORK (dpa-AFX Broker) - Das Analysehaus RBC Capital hat das Kursziel für Dialog Semiconductor nach Zahlen zum vierten Quartal von 50 auf 56 Euro angehoben und die Einstufung auf "Outperform" belassen. Die Kennziffern hätten den vorläufigen Eckdaten entsprochen, schrieb Analyst Mitch Steves in einer Studie vom Donnerstag. Zudem scheine der Halbleiterhersteller solide ins neue Jahr gestartet zu sein. Der Experte erhöhte seine Umsatz- und Gewinnprognosen (EPS) für 2017 und 2018./edh/la

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23.02.2017

ANALYSE-FLASH: JPMorgan hebt Ziel für Ströer auf 59 Euro - 'Overweight'

NEW YORK (dpa-AFX Broker) - Die US-Bank JPMorgan hat das Kursziel für Ströer nach vorläufigen Zahlen für 2016 von 53 auf 59 Euro angehoben und die Einstufung auf "Overweight" belassen. Der Außenwerbe-Spezialist habe ein solides Zahlenwerk vorgelegt, schrieb Analyst Marcus Diebel in einer Studie vom Donnerstag. Die Aktie sei attraktiv bewertet. Ströer sei einer der größten Profiteure einer sich aufhellenden Konjunktur in Deutschland./ajx/zb

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23.02.2017

ANALYSE-FLASH: Jefferies senkt Ziel für FMC auf 74 Euro - 'Hold'

NEW YORK (dpa-AFX Broker) - Das Analysehaus Jefferies hat das Kursziel für FMC nach Zahlen von 76 auf 74 Euro gesenkt und die Einstufung auf "Hold" belassen. Zwar habe der Ausblick für den Gewinn je Aktie (EPS) die Erwartungen klar verfehlt, doch scheine das Management des Dialyseanbieters den Markt deutlich zuversichtlicher einzuschätzen als der pessimistische Wettbewerber DaVita, schrieb Analyst Chris Cooper in einer Studie vom Donnerstag. Das sei enorm erleichternd./tav/zb

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23.02.2017

ANALYSE-FLASH: Deutsche Bank hebt Ziel für Thyssenkrupp auf 30 Euro - 'Buy'

FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Die Deutsche Bank hat das Kursziel für Thyssenkrupp mit Blick auf den anstehenden Verkauf des brasilianischen Stahlwerks von 26 auf 30 Euro angehoben und die Einstufung auf "Buy" belassen. Der Industriekonzern mache mit der Abgabe des verlustreichen Werks einen großen Schritt nach vorn in Richtung eines stärker auf den Kapitalgütersektor fokussierten Geschäfts, schrieb Analyst Bastian Synagowitz in einer Studie vom Donnerstag. Gleichzeitig würden die Essener damit mehrere Belastungsfaktoren für die Aktie los. Der Experte überarbeitete seine Prognosen./tav/zb

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23.02.2017

ANALYSE: Merrill streicht Kaufvotum für RWE - Kritik an neuer Dividendenpolitik

NEW YORK (dpa-AFX Broker) - Die neue Dividendenpolitik von RWE dürfte dem Energiekonzern nach Einschätzung der US-Investmentbank Merrill Lynch nicht gut bekommen. Die Aktien könnten zur "Wertfalle" für die Anleger werden, warnte Analyst Peter Bisztyga in einer Studie vom Donnerstag.

Daher strich der Experte seine Kaufempfehlung. Mit seinem neuen Votum "Neutral" geht er nun davon aus, dass die Aktie innerhalb von 12 Monaten maximal eine leicht positive Gesamtrendite aus Kursgewinn und Dividende nahe Null abwirft. Das Kursziel senkte er von 16,00 auf 14,90 Euro, liegt damit aber noch fast 12 Prozent über dem aktuellen Bewertungsniveau.

Der Dividendenverzicht für 2016 und die Gewinnausschüttung von 0,50 Euro je Aktie für 2017 als Untergrenze für die Folgejahre deutet für Bisztyga zwar auf eine umsichtige Finanzstrategie hin. Doch seine optimistische Einschätzung der Papiere sei davon ausgegangen, dass eine aggressive Ausschüttungspolitik helfen könnte, den Bewertungsrückstand gegenüber den Anteilsscheinen der Ökostrom-Tochter Innogy zu schließen.

Die ab 2017 geplanten Dividenden-Untergrenze sei zwar höher als vom Markt erwartet, so Bisztyga weiter. Sie resultiere aber in einer deutlich niedrigeren Dividendenrendite, als sie die Innogy-Aktie biete. Damit hätten die Anleger keinen Grund, die Titel des Mutterkonzerns zu kaufen.

Zudem bezweifelt der Experte, dass RWE-Aktionäre künftig auf eine höhere Gewinnbeteiligung hoffen können. Die Dividende dürfte frühestens 2019 über der Untergrenze von 0,50 Euro liegen. Die Aussichten für die Folgejahre seien ungewiss.

Ein deutliches Dividendenwachstum setze sinkende Restrukturierungskosten voraus. Allerdings habe RWE bereits angekündigt, dass diese in naher Zukunft recht hoch ausfallen dürften. Analyst Bisztyga rechnet mit jährlich 200 bis 300 Millionen Euro - dazu kämen jährlich bis zu 450 Millionen Euro für Rückstellungen.

Zumindest könnte ein Sieg im Rechtsstreit um die Atomsteuer RWE bis zu knapp 2 Milliarden Euro einbringen. Allerdings werde dies bereits in der zuletzt guten Kursentwicklung der Aktie teilweise eingepreist, betonte der Experte.

Bei der Kapitalmarktveranstaltung der Düsseldorfer Ende März sollten Kosteneinsparungen, der Umgang mit den vorhandenen Barmitteln und ein Wachstum in ausgewählten Bereichen im Fokus stehen. Das werde für die Anteilseigner aber kaum eine Rolle spielen, so lange dies alles sich nicht in steigenden Dividenden bemerkbar mache./gl/jkr/zb

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23.02.2017

ANALYSE-FLASH: Bernstein senkt Allianz auf 'Market-Perform' - Ziel 165 Euro

NEW YORK (dpa-AFX Broker) - Das US-Analysehaus Bernstein Research hat das Papier der Allianz nach Quartalszahlen von "Outperform" auf "Market-Perform" abgestuft, das Kursziel aber auf 165 Euro belassen. Der Versicherer habe nahezu perfekte Kennziffern veröffentlicht, schrieb Analyst Thomas Seidl in einer am Donnerstag veröffentlichten Studie. Inzwischen sei die Aktie aber fair bewertet, begründete er die Abstufung./ajx/tav

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dpa-AFX STIMMUNGSINDIKATOR

Der dpa-AFX-Stimmungsindikator misst das Verhältnis von Hoch- zu Abstufungen der Dax-Werte (Basis: 30-Tage-Durchschnitt). Ein Wert von 50 sagt aus, dass sich Hoch- und Abstufungen die Waage halten. Die Grafik zeigt den Indikator im Verhältnis zur DAX-Kurve.

End-of-Day-DAX-Kursdaten Quelle: vwd GmbH

dpa-AFX Analyser