dpa-AFX NEWSTICKER (Produktauszug)

22.08.2017

dpa-AFX Überblick: Ausgewählte ANALYSTEN-EINSTUFUNGEN vom 22.08.2017

DZ Bank senkt Volkswagen-Vorzüge auf 'Verkaufen'

FRANKFURT - Die DZ Bank hat die Vorzugsaktien von Volkswagen von "Halten" auf "Verkaufen" abgestuft und den fairen Wert von 137 auf 108 Euro gesenkt. Auch wenn die aktuelle Bewertung des Autobauers günstig erscheine, werde die Stimmung durch die anhaltende Abgasdiskussion getrübt, schrieb Analyst Michael Punzet in einer Studie vom Dienstag.

Hauck & Aufhäuser senkt Bertrandt auf 'Sell' und Ziel auf 58 EUR

HAMBURG - Die Privatbank Hauck & Aufhäuser hat Bertrandt von "Hold" auf "Sell" abgestuft und das Kursziel von 90 auf 58 Euro gesenkt. Die Autoentwicklung werde immer mehr zu einem Standardprodukt, was auf die Preise drücke, schrieb Analyst Christian Glowa in einer am Dienstag veröffentlichten Studie des Instituts. Vor diesem Hintergrund sei die Jahresprognose des Entwicklungsdienstleister für die Autoindustrie zu optimistisch. Wann sich die Lage bessere, sei noch nicht absehbar. Um profitabel zu bleiben, müsse Bertrandt bestimmte Arbeiten langfristig in Niedriglohnländer verlagern.

DZ Bank hebt Drägerwerk auf 'Halten' und fairen Wert auf 88 Euro

FRANKFURT - Die DZ Bank hat Drägerwerk nach Zahlen von "Verkaufen" auf "Halten" hochgestuft und den fairen Wert von 84 auf 88 Euro angehoben. Wie schon im ersten Quartal habe der Medizin- und Sicherheitstechnikanbieter auch im zweiten ein gemischtes Bild gezeigt, schrieb Analyst Sven Kürten in einer Studie vom Dienstag. Die Auftragseingänge seien dabei der positive Aspekt gewesen. Die bestätigte, sehr breite Jahresprognose dürfte zu erreichen sein.

Warburg senkt Stabilus auf 'Hold' - Hebt Ziel auf 75 Euro

HAMBURG - Das Analysehaus Warburg Research hat Stabilus von "Buy" auf "Hold" abgestuft, das Kursziel aber von 70 auf 75 Euro angehoben. Der Autozulieferer habe gute Zukunftsperspektiven, aber die Aktie sei inzwischen teuer, schrieb Analyst Alexander Wahl in einer Studie vom Dienstag.

Goldman senkt Ziel für Continental AG auf 232 Euro - 'Buy'

NEW YORK - Die US-Investmentbank Goldman Sachs hat das Kursziel für die Aktie des Reifenherstellers und Autozulieferers Continental von 235 auf 232 Euro gesenkt, die Einstufung aber auf "Buy" belassen. Ein stärkerer Gegenwind von der Rohstoffseite als zunächst gedacht sei der Grund für das neue Kursziel, schrieb Analyst Stefan Burgstaller in einer am Dienstag veröffentlichten Studie.

Davy hebt Ziel für Lufthansa auf 25 Euro - 'Outperform'

DUBLIN - Davy hat das Kursziel für Lufthansa von 20 auf 25 Euro angehoben und die Einstufung auf "Outperform" belassen. Dank guter Preistrends für Airlines und der anhaltenden Volumenstärke in den wichtigsten Logistikmärkten zähle der Transportsektor in diesem Jahr bislang zu den stärksten in Europa, schrieb Analyst Stephen Furlong in einer Branchenstudie vom Dienstag. Die hohe Dynamik dürfte für den Rest des Jahres anhalten. Jedoch sollten Anleger nun zum Teil Gewinne einstreichen. Seine Favoriten im Sektor sind derzeit Lufthansa, Ryanair, Kuehne + Nagel und Deutsche Post.

Davy hebt Ziel für Deutsche Post auf 40 Euro - 'Outperform'

DUBLIN - Davy hat das Kursziel für Deutsche Post von 36 auf 40 Euro angehoben und die Einstufung auf "Outperform" belassen. Dank guter Preistrends für Airlines und der anhaltenden Volumenstärke in den wichtigsten Logistikmärkten zähle der Transportsektor in diesem Jahr bislang zu den stärksten in Europa, schrieb Analyst Stephen Furlong in einer Branchenstudie vom Dienstag. Die hohe Dynamik dürfte für den Rest des Jahres anhalten. Jedoch sollten Anleger nun zum Teil Gewinne einstreichen. Seine Favoriten im Sektor sind derzeit Lufthansa, Ryanair, Kuehne + Nagel und Deutsche Post.

NordLB senkt Ziel für ProSiebenSat.1 auf 42 Euro - 'Kaufen'

HANNOVER - Die NordLB hat das Kursziel für ProSiebenSat.1 von 46 auf 42 Euro gesenkt, die Einstufung aber auf "Kaufen" belassen. Der Medienkonzern habe trotz der angekündigten schwächeren Entwicklung im deutschen Fernseh-Werbemarkt auch im zweiten Quartal den erfreulichen Geschäftsverlauf fortgesetzt, schrieb Analyst Holger Fechner in einer Studie vom Dienstag. Für das Gesamtjahr werde aber eher ein Wachstum am unteren Ende der Prognosespanne erwartet.

Commerzbank senkt Ziel für Zooplus auf 170 Euro - 'Hold'

FRANKFURT - Die Commerzbank hat das Kursziel für Zooplus nach Zahlen zum zweiten Quartal von 180 auf 170 Euro gesenkt und die Einstufung auf "Hold" belassen. Der Wettbewerb sei offenkundig hart und der Online-Händler für Haustiebedarf nicht Willens, mit den Rabattaktionen der Wettbewerber mitzuhalten, schrieb Analyst Andreas Riemann in einer Studie vom Dienstag.

KUNDENHINWEIS: Sie lesen eine Auswahl der Analysten-Umstufungen von dpa-AFX

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22.08.2017

US-Anleihen: Kursverluste

NEW YORK (dpa-AFX) - Die Kurse von US-Staatsanleihen sind am Dienstag gefallen, während die Renditen in allen Laufzeiten stiegen. Im späteren Handelsverlauf weiteten allerdings nur die lang laufenden Bonds ihre Verluste aus.

Die Risikoneigung habe wieder zugenommen, kommentierten mehrere Marktexperten und verwiesen auf die steigenden US-Börsen. Als sicher geltende Anleihen waren daher weniger gefragt.

Zweijährige Anleihen fielen um 1/32 Punkte auf 100 3/32 Punkte und rentierten mit 1,322 Prozent. Fünfjährige Anleihen sanken um 5/32 Punkte auf 100 13/32 Punkte. Sie rentierten mit 1,787 Prozent. Richtungweisende zehnjährige Anleihen fielen um 10/32 Punkte auf 100 9/32 Punkte und rentierten mit 2,217 Prozent. Longbonds mit einer Laufzeit von dreißig Jahren gaben um 18/32 Punkte auf 99 5/32 Punkte nach. Ihre Rendite betrug 2,791 Prozent./ck/he

22.08.2017

Devisen: Euro gibt im US-Handel weiter nach

NEW YORK (dpa-AFX) - Der Kurs des Euro ist am Dienstag im US-Handel weiter abgesackt. Nachdem er bereits an den asiatischen Börsen wieder unter 1,18 US-Dollar gefallen war, gab er im weiteren Handelsverlauf seine Vortagesgewinne letztlich wieder komplett ab. Rund eine Stunde vor der Schlussglocke an der Wall Street wurde die europäische Gemeinschaftswährung zu 1,1752 Dollar gehandelt. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs auf 1,1771 (Montag: 1,1761) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,8495 (0,8503) Euro.

"Dem Devisenmarkt fehlt derzeit eine klare Richtung", sagte Stephan Rieke, Devisenexperte bei der BHF-Bank. Etwas belastet worden sei der Eurokurs durch enttäuschende Wirtschaftsdaten aus Deutschland. Die Konjunkturerwartungen des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) waren im August stärker gefallen als erwartet./ck/he

22.08.2017

Umweltministerium stellt Analyse zum Dieselgipfel vor

BERLIN (dpa-AFX) - Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) erklärt an diesem Mittwoch (11.00 Uhr), wie die Beschlüsse des Dieselgipfels sich auf Autoabgase und die Luft in den Städten auswirken werden. Anfang August hat die Autobranche Software-Updates für neuere Diesel und Umtauschprämien für ältere Modelle zugesagt. Reicht das, um Fahrverbote in Städten zu verhindern, in denen die Belastung mit gesundheitsschädlichen Stickoxiden höher ist als erlaubt? Oder müssen die Konzerne doch auch an die Bauteile der Motoren ran? Die Modellrechnung der Bundesregierung präsentiert Hendricks gemeinsam mit der Chefin des Umweltbundesamts (UBA), Maria Krautzberger./ted/DP/stb

22.08.2017

Köln wird zur Spielwiese: Gamescom öffnet für alle Besucher

KÖLN (dpa-AFX) - Nach einem ersten Tag für das Fachpublikum öffnet die Computer- und Videospielmesse Gamescom in Köln am Mittwoch für alle Besucher. Die Hallen dürften sich rasch füllen - bis zum Samstag werden rund 350 000 Spielefans erwartet. Sie sollten allerdings auch etwas Geduld mitbringen, denn die Warteschlangen bei den populärsten Spielen und Publishern sind legendär. Während der Messe sind in NRW allein 50 Sonderzüge im Einsatz, um den Besucherstrom zu bewältigen.

Motto der Gamescom, die als eine der wichtigsten Leistungsschauen der Video- und Computerspielbranche weltweit gilt, ist "Einfach zusammen spielen". Im Wahljahr 2017 spielt aber auch die Politik eine große Rolle. Am Dienstag war die Messe erstmals von Bundeskanzlerin Angela Merkel eröffnet worden./idt/DP/stb

22.08.2017

Jenoptik baut Automobilgeschäft in USA aus

JENA (dpa-AFX) - Der Technologiekonzern Jenoptik baut sein Geschäft mit Automatisierungstechnik für die Autoindustrie in den USA aus. Die US-Firma Five Lakes Automation in Novi (Michigan) sei komplett übernommen worden, teilte die Jenoptik AG am Dienstag in Jena mit. Die 2013 gegründete Firma plane Fertigungslinien und setze die Projekte bei Kunden in der Autoindustrie und bei deren Zulieferern um.

In Kombination mit der eigenen Lasertechnik erwartet Jenoptik von der Übernahme Wachstumspotenzial. Das Jenaer Unternehmen hatte in diesem Mai in Rochester Hills in den USA einen neuen Standort bezogen, in den 14 Millionen Euro investiert wurden. Dort fertigen nach eigenen Angaben 110 Mitarbeiter Mess- und Lasertechnik für die US-Autoindustrie./ro/DP/stb

22.08.2017

Österreich beschließt Maßnahmenpaket nach Diesel-Gipfel

WIEN (dpa-AFX) - Knapp drei Wochen nach dem Diesel-Gipfel in Deutschland hat sich auch Österreichs Regierung mit Vetretern mehrerer Autohersteller auf eine Reihe von Sofort-Maßnahmen für betroffene Fahrzeuge verständigt. Mehr als 600 000 Diesel-Fahrzeuge sollen Software-Updates bekommen, wie Verkehrsminister Jörg Leichtfried am Dienstag in Wien sagte. Darunter seien rund 350 000 Autos von VW , die nach dem Skandal um Abgasmanipulationen verpflichtend Nachrüstungen durchführen müssen. Für die freiwilligen Software-Updates werde es Belohnungen für Fahrer geben. Zusätzlich würden sogenannte Öko-Prämien eingeführt. Fahrer, die auf ein umweltfreundlicheres Auto umsteigen, können demnach bis zu 10 000 Euro bekommen.

Das Maßnahmen-Paket sei der Auftakt für eine breite Umweltstrategie, sagte Leichtfried. "Ich will den Verkehr sauber und leistbar machen. Dafür müssen alle an einem Strang ziehen." Teure und aufwendige Umbauten an Motoren wurden nicht vereinbart. "Ich mache keinen Hehl daraus, dass ich technische Nachrüstungen für notwendig halte, um langfristig mit den Schadstoffen runterzukommen", sagte Leichtfried. Er wolle Anreize schaffen, damit ab 2030 nur noch emissionsfreie Fahrzeuge neu zugelassen werden.

Bei dem heftig diskutierten deutschen Diesel-Gipfel Anfang August in Berlin hatten die Autokonzerne neue Abgas-Software für rund 5,3 Millionen Autos zugesagt. Damit soll der Ausstoß des Atemgiftes Stickoxid verringert und drohende Fahrverbote in Städten verhindert werden./saw/DP/stb

22.08.2017

Deutsche Anleihen: Leichte Kursverluste - Südeuropa unter Druck

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Kurse deutscher Bundesanleihen sind am Dienstag leicht gefallen. Der richtungweisende Euro-Bund-Future sank bis zum späten Nachmittag um 0,05 Prozent auf 164,44 Punkte. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen lag kaum verändert bei 0,40 Prozent. Deutlicher unter Druck standen einige Anleihen aus Südeuropa, allen voran italienische Papiere. Griechische Staatsanleihen legten dagegen zu.

Händler neigen laut Experten wieder etwas mehr zum Risiko. Dies zeigten auch die Kursgewinne an den Aktienmärkten. Als sicher empfundene Anleihen seien daher weniger gefragt. Beobachter verwiesen jedoch auf den weiter schwelenden Konflikt zwischen den USA und Nordkorea, der rasch wieder zu einem Stimmungsumschwung führen könnte.

Konjunkturdaten spielten kaum eine Rolle. Die Konjunkturerwartungen des Mannheimer ZEW-Instituts für Deutschland hatten im August zum dritten Mal in Folge und stärker als erwartet nachgegeben. Die aktuelle Lage war von den befragten Finanzexperten aber nach wie vor als sehr gut bewertet worden. Der entsprechende Indikator hatte sich von bereits hohem Niveau aus verbessert. Auch enttäuschende Daten vom US-Häusermarkt stützten die Anleihen kaum.

Im Zentrum des Interesses steht bereits seit einigen Tagen die von Donnerstag bis Samstag stattfindende Notenbanker-Konferenz im amerikanischen Jackson Hole. "Dabei ist völlig unklar, ob Notenbanker das Forum nutzen, um geldpolitische Signale auszusenden", hieß es in einem Kommentar der Helaba. Teilnehmen werden unter anderem die Vorsitzende der US-Notenbank, Janet Yellen, und der Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB), Mario Draghi./jsl/bgf/he

22.08.2017

ROUNDUP 2: Bahn will Rheintalbahn nach Reparatur ab 7. Oktober wieder befahren

(Neu: Mehr Details)

KARLSRUHE/RASTATT (dpa-AFX) - Die für den Personen- und Güterverkehr wichtige Nord-Süd-Hauptstrecke Rheintalbahn soll voraussichtlich erst am 7. Oktober wieder freigegeben werden. Das teilten die Deutsche Bahn und die Arbeitsgemeinschaft Tunnel Rastatt (ARGE) am Dienstag in Karlsruhe mit. Damit müssen weiterhin bis zu 200 Güterzüge täglich sowie viele Fernverkehrszüge weiträumig umgeleitet werden. Autoindustrie und Logistikbranche halten die Folgen für überschaubar. Für Bahnreisende ist die längere Sperrung der Trasse aus Sicht des Fahrgastverbandes Pro Bahn indes eine Katastrophe.

Am 12. August hatte sich in der Tunnelbaustelle im baden-württembergischen Rastatt ein Betonsegment in der Röhre verschoben, die im Grundwasser nur knapp fünf Meter unter den Gleisen der Rheintalbahn hindurchführt. Wasser und Erdreich drangen ein. Die Gleise darüber senkten sich ab. Die Bahn stoppte den Zugverkehr. Wie es zu dem Schaden kommen konnte, ist weiterhin unklar. Die Vereisung des Bodens zur Stabilisierung war nach Angaben der Baufirmen intakt.

Nun wird ein 150 Meter langer Tunnelabschnitt mit rund 10 000 Kubikmetern Beton gefüllt. Dann soll eine 120 Meter lange und einen Meter dicke Betonplatte gegossen werden, auf der dann neue Gleise verlegt werden. Die Verfüllung der beschädigten Tunnelröhre soll bis Freitag abgeschlossen sein.

Dabei wird auch die 18 Millionen Euro teure Tunnelbohrmaschine einbetoniert. Sie steckt rund 40 Meter vor dem geplanten Ende der Röhre fest. Alleine der Bau der Bodenplatte werde drei Wochen dauern. "Wir sind überzeugt, dass dieser Zeitplan eingehalten wird", sagte der Bahnvorstand für Großprojekte, Dirk Rompf. Zu den zu erwartenden Kosten der Havarie machte er keine Angaben.

Die deutsche Autobranche sieht sich kaum betroffen. "Wir haben keine Meldung über Probleme vorliegen", sagte ein Sprecher des Verbands der Automobilindustrie (VDA). "Die Masse der Transporte von Zuliefern geht über die Straße", außerdem seien die Logistiker flexibel. Auch die Logistikbranche erwartet keine Engpässe. Die Auswirkungen auf die Lieferströme seien "nicht so dramatisch", sagte der Sprecher des Bundesverbands Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik (BME), Frank Rösch. Pro-Bahn-Sprecher Karl-Peter Naumann sagte: "Jetzt erwarten wir von der Bahn, dass sie den Ersatzverkehr so gut wie möglich organisiert und mit geschickten Fahrplänen Personen und Güter vernünftig transportiert."

Auf der Rheintalbahn fahren normalerweise bis zu 200 Güterzüge am Tag, außerdem zahlreiche Fern- und Nahverkehrszüge. Für den Personenverkehr zwischen Rastatt und Baden-Baden verkehren seitdem Busse. Der Güterverkehr staute sich nach der Havarie zwischen Rotterdam und Genua.

Die Bahn leitete die Züge nach und nach auf anderen Strecken durch Baden-Württemberg (Alb-Neckar-Bahn und Gäubahn) und Bayern sowie Frankreich um. Der Stau von Zügen befand sich zehn Tage nach der Havarie nach Angaben von DB Cargo auf niedrigem Niveau. "Uns ist sehr bewusst, dass die nächsten Wochen erhebliche Herausforderungen bieten für die Eisenbahnverkehrsunternehmen", sagte Rompf. Aber: "Die Nachfrage müsste bewältigbar sein." Vertreter der Logistikbranche berichteten von einer verstärkten Nachfrage nach Transporten auf dem Rhein und per Lastwagen.

Die Bewohner von vier direkt an der Schadenstelle gelegenen Häusern, dürfen nach Rompfs Angaben wahrscheinlich am Wochenende zurückkehren, wenn der Tunnel mit Beton gefüllt ist. Sie mussten die Gebäude aus Sicherheitsgründen verlassen. Die Familien erhalten nach Angaben der Bahn finanzielle Unterstützung.

Die Deutsche Bahn baut seit Jahren die Rheintalbahn als Teil des europäischen Hochgeschwindigkeitsnetzes aus. Seit dem vergangenen Jahr werden zwei knapp 4300 Meter lange Tunnelröhren unter der Stadt Rastatt gebohrt. Für die ARGE sagte Klaus Pöllath, es gebe technische Lösungen, um eine einbetonierte und unbenutzbar gewordene Tunnelbohrmaschine wieder zu bergen. Zur Frage, wie und wann die Röhre fertiggestellt werden kann, gab es keine Auskunft.

Die Deutsche Bahn war bereits in den Tagen nach dem Schaden aus der Politik und von den betroffenen Kommunen scharf kritisiert worden. Das Bauvorhaben sei zu risikoreich, es habe kein Ausweichkonzept gegeben und es sei zu spät informiert worden. "Die Deutsche Bahn muss sich auch fragen lassen, ob sie bei der Tunnelbaustelle in Rastatt angesichts der Bedeutung der Strecke nicht ein zu hohes Risiko eingegangen ist", teilte Landesverkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) mit. "Auf diese Fragen erwarte ich von den Verantwortlichen schlüssige Antworten."/moe/DP/stb

22.08.2017

WOCHENVORSCHAU: Termine bis 29. August 2017

FRANKFURT (dpa-AFX) - Wirtschafts- und Finanztermine bis Dienstag,

den 29. August:

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MITTWOCH, DEN 23. AUGUST 2017

TERMINE MIT ZEITANGABE

08:00 J: Maschinenwerkzeugaufträge 07/17 (endgültig)

09:00 F: PMI Verarbeitendes Gewerbe

und Dienste 08/17 (vorläufig)

09:30 D: PMI Verarbeitendes Gewerbe

und Dienste 08/17 (vorläufig)

10:00 EU: PMI Verarbeitendes Gewerbe

und Dienste 08/17 (vorläufig)

11:30 D: Anleihen

Laufzeit: 10 Jahre

Volumen: 3 Mrd EUR

15:45 USA: Markit PMI Verarbeitendes Gewerbe

und Dienste 08/17 (vorläufig)

16:00 USA: Verkauf neuer Häuser 07/17

16:00 EU: Verbrauchervertrauen 08/17 (vorab)

16:30 USA: Energieministerium Ölbericht (Woche)

22:05 USA: Hewlett Packard Q3-Zahlen

TERMINE OHNE GENAUE ZEITANGABE

A: CA Immo Halbjahreszahlen

A: Lenzing Halbjahreszahlen

A: Uniqa Q2-Zahlen

CH: Emmi Halbjahreszahlen

SONSTIGE TERMINE

09:00 D: 6. Lindauer Tagung der Wirtschaftswissenschaften (bis 26.08.)

Zu der Tagung kommen nach Angaben der Veranstalter 18

Nobelpreisträger und 350 Nachwuchsökonomen aus 66 Ländern nach

Lindau. Eröffnet wird die Veranstaltung durch EZB-Präsident Mario

Draghi.

10:00 D: OLG Düsseldorf verhandelt über Untersagungsverfügung des

Bundeskartellamts in Sachen Kaiser's Tengelmann-Übernahme durch

Edeka. Auch wenn der Verkauf von Kaiser's Tengelmann an Edeka

inzwischen längst erfolgt ist, der Rechtsstreit um die Zulässigkeit

des Kartellamts-Vetos geht weiter.

11:00 D: Pk des Verbands der Chemischen Industrie (VCI) zu Forschung,

Entwicklung und Innovation in der deutschen chemischen Industrie,

Frankfurt

11:00 D: Pk Deutsche Bundesbank zum Stand der Verlagerung ihrer Goldreserven

mit Vorstandsmitglied Carl-Ludwig

11:00 D: Widerrufsrecht beim Online-Shopping beschäftigt BGH: Muss der

Händler eine Matratze ohne Schutzfolie zurücknehmen?, Karlsruhe

13:30 D: Beginn Zivilprozess vor dem OLG Nürnberg im Zusammenhang mit der

Diesel-Affäre. Die Besitzerin eines VW hat das Autohaus in Ansbach

verklagt, bei dem sie den Wagen gekauft hat. Das Landgericht Ansbach

hatte die Klage in der Vorinstanz aus formalen Gründen abgewiesen,

Nürnberg

D: Gamescom (bis 26.08.) - Fach- und Publikumsmesse für interaktive

Unterhaltungselektronik, vor allem Video- und Computerspiele, Köln

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DONNERSTAG, DEN 24. AUGUST 2017

TERMINE MIT ZEITANGABE

02:30 J: Nikkei PMI Verarbeitendes Gewerbe 08/17 (vorläufig)

08:00 A: EVN Q3-Zahlen

08:00 A: Schoeller-Bleckmann Halbjahreszahlen

08:00 IRL: CRH Halbjahreszahlen

08:45 F: Geschäftsklima 08/17

09:00 E: BIP Q2/17 (endgültig)

10:30 GB: BIP Q2/17 (1. Veröffentlichung)

11:00 D: Dekabank Halbjahreszahlen

13:00 USA: Abercrombie & Fitch Q2-Zahlen

14:30 USA: Erstanträge Arbeitslosenhilfe (Woche)

16:00 USA: Verkauf bestehender Häuser 07/17

15:00 B: Geschäftsklima 08/17

18:00 F: Arbeitslosenzahlen 07/17

TERMINE OHNE GENAUE ZEITANGABE

A: Wolford Jahreszahlen (endgültig)

D: Tele Columbus Q2-Zahlen

D: CTS Eventim Halbjahreszahlen

D: Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) Halbjahreszahlen

USA: Fed Economic Policy Symposium Jackson Hole (bis 26.8.17) u.a.

mit Bundesbankpräsident Weidmann und EZB-Vorstandsmitglied Coeure

USA: Broadcom Q3-Zahlen

SONSTIGE TERMINE

09:30 D: Pressegespräch Bankenverband zu Positionen der privaten Banken zur

Bundestagswahl u.a. mit Hauptgeschäftsführer Michael Kemmer, Berlin

11:00 D: Pk Elektronikmesse IFA zu Branchentrends und Produktneuheiten, Berlin

D: Gamescom (bis 26.08.) - Fach- und Publikumsmesse für interaktive

Unterhaltungselektronik, vor allem Video- und Computerspiele, Köln

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FREITAG, DEN 25. AUGUST 2017

TERMINE MIT ZEITANGABE

01:30 J: Verbraucherpreise 07/17, Tokio 08/17

08:00 D: BIP Q2/17 (endgültig)

08:00 D: Maastricht-Quote Halbjahr 2017

08:45 F: Verbrauchervertrauen 08/17

09:00 A: Industrieproduktion 06/17

10:00 D: ifo-Geschäftsklima 08/17

14:30 USA: Auftragseingang langlebige Güter 07/17

16:00 USA: Rede von Fed-Chefin Yellen auf dem Fed Economic Policy

Symposium in Jackson Hole

21:00 USA: Rede von EZB-Präsident Draghi auf dem Fed Economic Policy

Symposium in Jackson Hole

TERMINE OHNE GENAUE ZEITANGABE

EU: Fitch Ratingergebnis Litauen, Slowenien

EU: S&P Ratingergebnis Ungarn

SONSTIGE TERMINE

15:00 D: Taufe für Ausflugsschiff "MS Innogy" auf dem Baldeneysee mit

Methanol und Brennstoffzelle. Technik und Name des Schiffs kommen

von der RWE-Ökostromtochter Innogy.

D: Gamescom (bis 26.08.) - Fach- und Publikumsmesse für interaktive

Unterhaltungselektronik, vor allem Video- und Computerspiele, Köln

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MONTAG, DEN 28. AUGUST 2017

TERMINE MIT ZEITANGABE

10:00 EU: EZB Geldmenge M3 07/17

12:00 D: LBBW Halbjahreszahlen

SONSTIGE TERMINE

EU: Brexit-Verhandlungen zwischen Großbritannien und der

Europäischen Union, Brüssel

12:00 D: PK der Schuh- und Lederwarenindustrie zu aktuellen Zahlen der Branche

F: Vierer-Gipfel Frankreichs, Deutschlands, Italiens und Spaniens zu

Flüchtlingspolitik und EU

Der französische Präsident Emmanuel Macron hat Kanzlerin Angela

Merkel, den italienischen Regierungschef Paolo Gentiloni und den

spanischen Ministerpräsidenten Mariono Rajoy zu dem Treffen ins

Schloss von Versailles eingeladen.

HINWEIS

GB: Feiertag, Börse geschlossen

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DIENSTAG, DEN 29. AUGUST 2017

RMINE MIT ZEITANGABE

07:30 D: VTG Q2-Zahlen (endgültig)

08:00 D: GfK-Konsumklima 09/17

08:00 D: Hapag-Lloyd Halbjahreszahlen

08:45 F: BIP Q2/17 (endgültig)

08:45 F: Privater Verbrauch 07/17

15:00 USA: Case-Shiller-Index 06/17

16:00 USA: Verbrauchervertrauen 08/17

TERMINE OHNE GENAUE ZEITANGABE

A: Immofinanz Halbjahreszahlen

D: Vapiano Halbjahreszahlen

D: Ewe Halbjahreszahlen

SONSTIGE TERMINE

11:00 D: Halbjahres-Pk Ostdeutscher Sparkassenverband (OSV) zur

Zwischenbilanz 2017, Berlin

11:00 D: Eurobike Branchengespräch und Neuheiten-Rundgang, Friedrichshafen

Die Branche präsentiert Marktzahlen und spricht über aktuelle und

kommende Trends.

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Alle Angaben wurden mit größter Sorgfalt recherchiert. Dennoch übernimmt die dpa-AFX Wirtschaftsnachrichten GmbH keine Haftung für die Richtigkeit. Alle Zeitangaben erfolgen in MESZ.

/bwi

22.08.2017

Aktien New York: Der Mut kehrt allmählich an die US-Börsen zurück

NEW YORK (dpa-AFX) - Nach den Kursverlusten an den US-Börsen in der vergangenen Woche und der Stagnation zu Wochenbeginn sind die Anleger am Dienstag wieder mutiger geworden. "Der Risikoappetit steigt wieder langsam, auch wenn die geopolitischen Spannungen erneut jederzeit die Oberhand gewinnen könnten, kommentierte Marktexperte Craig Erlam vom Devisenhändler Oanda mit Blick auf den Konflikt zwischen Nordkorea und den USA.

Der Dow Jones Industrial rückte rund zwei Stunden vor Handelsschluss um 0,75 Prozent auf 21 866,62 Punkte vor. Für den breiter aufgestellten S&P 500 ging es um 0,82 Prozent auf 2448,34 Punkte hoch. Der technologielastige Nasdaq 100 stieg um 1,33 Prozent auf 5863,55 Punkte.

Im Verlauf der Vorwoche waren die Kurse in New York unter Druck geraten und der Dow Jones auf den niedrigsten Stand seit vier Wochen gesunken. Neben dem Nordkorea-Konflikt hatte auch das Polit-Chaos in der US-Regierung die Investoren verunsichert.

Nach dem Beginn eines gemeinsamen Militärmanövers der USA mit Südkorea verschärfte Nordkorea an diesem Dienstag nun seine Tonlage. Ein Sprecher der im Grenzort Panmunjom stationierten Einheit der nordkoreanischen Volksarmee drohte wegen der Übungen im Nachbarland mit "schonungsloser Vergeltung und Bestrafung". Wie die Maßnahmen aussehen sollen, blieb zugleich unklar. Der Befehlshaber des Pazifikkommandos der USA, Harry Harris, hingegen betonte, wie wichtig eine diplomatische Lösung in dem Konflikt sei.

Unter den Einzelwerten zählten die Aktien von Apple nach den jüngsten Kursverlusten zu den größten Gewinnern im Dow mit einem Plus von 1,55 Prozent. Defensiv eingestufte Aktien wie die von Verizon zählten indes zu den Schlusslichtern. Sie bewegten sich zuletzt nur minimal nach oben. Die ebenfalls an der New Yorker Börse gelisteten Snap -Titel erholten sich um 6,00 Prozent und machten damit ihre Verluste vom Vortag fast wieder wett.

An der Nasdaq stiegen die beiden Aktiengattungen A (mit Stimmrechten) und C (ohne Stimmrechte) der Google -Mutter Alphabet um etwa 2 Prozent. Der IT-Konzern hatte die neue Version seines Mobilsystems Android veröffentlicht. Nach N wie Nougat in der Version 7 benennt der Internet-Riese das aktuelle Betriebssystem mit dem Codenamen Oreo für den Buchstaben O. Es bietet einige Neuerungen wie individuelle Benachrichtigungen und eine stromsparende App-Bremse.

Die Papiere des auf Kupfer spezialisierten Bergwerkskonzerns Freeport-McMoran stiegen um 2,72 Prozent. Die fortgesetzte Rally des Kupferpreises gab Auftrieb. Dieser kletterte an diesem Dienstag auf den höchsten Stand seit November 2014. Der Vorstandschef des chilenischen Kupferproduzenten Antofagasta , Ivan Arriagada, prognostizierte in einem TV-Interview zudem weiter steigende Preise.

Um etwas mehr als 13 Prozent ging es hingegen für die Papiere des Parfüm- und Kosmetikkonzerns Coty nach vorgelegten Quartalszahlen abwärts. Der aus eigener Kraft erwirtschaftete Umsatz war im vierten Geschäftsquartal gesunken.

Die Salesforce-Aktien gewannen 1,00 Prozent. Der Software-Dienstleister und SAP -Wettbewerber veröffentlicht später seine Quartalszahlen. Einige am Markt erwarten, dass Salesforce die Marktprognosen übertreffen wird./ck/he

22.08.2017

ROUNDUP/Aktien Frankfurt Schluss: Schnäppchenjäger sorgen für Kursgewinne

FRANKFURT (dpa-AFX) - Das Auf und Ab am deutschen Aktienmarkt ist am Dienstag weitergegangen. Der Dax stieg um 1,35 Prozent auf 12 229,34 Punkte, nachdem er zum Wochenbeginn noch nachgegeben hatte. zu den Gewinnern zählten vor allem solche Aktien, die wie Fresenius , FMC , BASF und Bayer zuletzt überdurchschnittlich stark nachgegeben hatten. Der Analyst David Madden von CMC Markets sprach denn auch von "Schnäppchenjägern", die wieder an den Markt zurückgekehrt seien.

Der MDax legte um 0,99 Prozent auf 24 945,54 Punkte zu und der Technologiewerte-Index TecDax gewann 1,3 Prozent auf 2274,71 Zähler. Der Eurozone-Leitindex EuroStoxx50 schloss 0,94 Prozent höher auf 3455,59 Punkte.

Etwas Rückenwind erhielten die Kurse auch vom wieder schwächeren Euro. Sein Kurs fiel auf 1,1766 US-Dollar. Am Montag war die Gemeinschaftswährung noch auf über 1,18 Dollar gestiegen, was die Aktienmärkte belastet hatte.

ZEW-INDEX ENTTÄUSCHT - UND LÄSST AKTIEN KALT

Die Wirtschaftserwartungen deutscher Finanzexperten hatten sich im August überraschend eingetrübt: Der Konjunkturindikator des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) war um 7,5 Punkte auf 10,0 Zähler gefallen. Bankvolkswirte hatten nur einen Rückgang auf 15,0 Punkte erwartet. An der Börse dämpfte dies am Dienstag jedoch nicht den Appetit der Investoren auf Aktien.

Das Marktinteresse richtet sich nun verstärkt auf das Notenbanker-Treffen im US-amerikanischen Jackson Hole. An der Konferenz, die am Donnerstag beginnt, nehmen sowohl EZB-Präsident Mario Draghi als auch die Vorsitzende der US-Notenbank Fed, Janet Yellen, teil. "Die Märkte sind erpicht darauf zu erfahren, ob höhere Zinsen in einem inflationsarmen und von hohen Schulden geprägten Umfeld notwendig oder überhaupt möglich sind", kommentierte Börsenexperte Jochen Stanzl von CMC Markets.

AURUBIS SETZEN SICH AN MDAX-SPITZE

Unter den Einzelwerten standen Aurubis mit einem Gewinn von 3,8 Prozent an der MDax-Spitze im Fokus. Zuvor war der Kupferpreis in London auf den höchsten Stand seit November 2014 gestiegen. Die Papiere des Stahlkonzerns Salzgitter , der mit 25 Prozent an Aurubis beteiligt ist, legten um 2,4 Prozent zu.

Aktien von Stada stiegen nach der geglückten Übernahme durch die Investoren Bain Capital und Cinven den dritten Tag in Folge auf ein Rekordhoch. Die Papiere des Arzneimittelhersteller legten um 1,9 Prozent auf 76,71 Euro zu und kosten damit weit deutlich mehr als die von den Investoren gebotenen 66,25 Euro je Aktie. Händler begründeten dies mit einem fortdauernden Eindecken zuvor leer verkaufter Stada-Aktien.

Im TecDax stachen die Papiere von Aixtron mit einem Gewinn von 5,4 Prozent heraus. Zuvor hatte die Baader Bank das Kursziel für die Papiere des Ausrüsters für die Halbleiterindustrie von 5,50 auf 7,25 Euro angehoben. Drägerwerk stiegen um 3,5 Prozent, nachdem die DZ Bank die Aktien des Herstellers von Medizintechnik von "Verkaufen" auf "Halten" hochgestuft hatte.

HAPAG-LLOYD STEIGEN AUF REKORDHOCH

Auch die Anteilscheine von Hapag-Lloyd profitierten von einer positiven Analystenstudie und gewannen 4,7 Prozent. Zwischenzeitlich hatten sie ein Rekordhoch bei 37,92 Euro erklommen. Das Bankhaus Metzler betrachtet die Papiere der Container-Reederei im Branchenvergleich als erheblich unterbewertet.

Die Papiere von Zooplus verloren nach der Vorlage von Geschäftszahlen 3,9 Prozent. Die Commerzbank hatte das Kursziel für die Aktien des Online-Händlers für Tierbedarf von 180 auf 170 Euro gesenkt und dies mit einem harten Wettbewerb begründet.

Die Aktien von Bertrandt sackten um 6,3 Prozent auf 69 Euro und damit auf den tiefsten Stand seit 2012 ab. Hintergrund waren skeptische Analystenkommentare vom Investmenthaus Mainfirst und von der Privatbank Hauck & Aufhäuser zu dem Entwicklungsdienstleister für die Autoindustrie.

EUROKURS FÄLLT WIEDER UNTER 1,18 US-DOLLAR

Am Rentenmarkt verharrte die Umlaufrendite bei 0,17 Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,01 Prozent auf 141,48 Punkte. Der Bund-Future gab am frühen Abend um 0,05 Prozent auf 164,44 Punkte nach. Für einen Euro wurden 1,1768 US-Dollar gezahlt. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,1771 (Montag: 1,1761) US-Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,8495 (0,8503) Euro./bek/he

--- Von Benjamin Krieger, dpa-AFX ---

22.08.2017

Aktien Frankfurt Schluss: Schnäppchenjäger sorgen für Kursgewinne

FRANKFURT (dpa-AFX) - Das Auf und Ab am deutschen Aktienmarkt ist am Dienstag weitergegangen. Der Dax stieg um 1,35 Prozent auf 12 229,34 Punkte, nachdem er zum Wochenbeginn noch nachgegeben hatte. zu den Gewinnern zählten vor allem solche Aktien, die wie Fresenius , FMC , BASF und Bayer zuletzt überdurchschnittlich stark nachgegeben hatten. Der Analyst David Madden von CMC Markets sprach denn auch von "Schnäppchenjägern", die wieder an den Markt zurückgekehrt seien.

Der MDax legte um 0,99 Prozent auf 24 945,54 Punkte zu und der Technologiewerte-Index TecDax gewann 1,3 Prozent auf 2274,71 Zähler. Etwas Rückenwind erhielten die Kurse auch vom wieder schwächeren Euro. Sein Kurs fiel auf 1,1766 US-Dollar. Am Montag war die Gemeinschaftswährung noch auf über 1,18 Dollar gestiegen, was die Aktienmärkte belastet hatte./bek/he

22.08.2017

ROUNDUP/Aktien New York: Vorsichtig kehrt der Mut an die US-Börsen zurück

NEW YORK (dpa-AFX) - Nach den Kursverlusten an den US-Börsen in der vergangenen Woche und der Stagnation zu Wochenbeginn sind die Anleger am Dienstag wieder mutiger geworden. "Der Risikoappetit steigt wieder langsam, auch wenn die geopolitischen Spannungen erneut jederzeit die Oberhand gewinnen könnten, kommentierte Marktexperte Craig Erlam vom Devisenhändler Oanda mit Blick auf den Konflikt zwischen Nordkorea und den USA.

Der Dow Jones Industrial gewann im frühen Handel 0,54 Prozent auf 21 821,44 Punkte. Für den breiter aufgestellten S&P 500 ging es um 0,60 Prozent auf 2442,86 Punkte hoch. Der technologielastige Nasdaq 100 stieg um 1,05 Prozent auf 5847,47 Punkte.

Im Verlauf der Vorwoche waren die Kurse in New York unter Druck geraten und der Dow Jones auf den niedrigsten Stand seit vier Wochen gesunken. Neben dem Nordkorea-Konflikt hatte auch das Polit-Chaos in der US-Regierung die Investoren verunsichert.

Nach dem Beginn eines gemeinsamen Militärmanövers der USA mit Südkorea verschärfte Nordkorea an diesem Dienstag nun seine Tonlage. Ein Sprecher der im Grenzort Panmunjom stationierten Einheit der nordkoreanischen Volksarmee drohte wegen der Übungen im Nachbarland mit "schonungsloser Vergeltung und Bestrafung". Wie die Maßnahmen aussehen sollen, blieb zugleich unklar. Der Befehlshaber des Pazifikkommandos der USA, Harry Harris, hingegen betonte, wie wichtig eine diplomatische Lösung in dem Konflikt sei.

Unter den Einzelwerten zählten die Aktien von Apple nach den jüngsten Kursverlusten zu den größten Gewinnern im Dow mit einem Plus von 1,49 Prozent. Defensiv eingestufte Aktien wie die von Verizon oder Johnson & Johnson bildeten indes mit moderaten Verlusten die Schlusslichter.

An der Nasdaq stiegen die beiden Aktiengattungen A (mit Stimmrechten) und C (ohne Stimmrechte) der Google-Mutter Alphabet jeweils um 1,30 Prozent. Der IT-Konzern hat die neue Version seines Mobilsystems Android veröffentlicht. Nach N wie Nougat in der Version 7 benennt der Internet-Riese das aktuelle Betriebssystem mit dem Codenamen Oreo für den Buchstaben O. Es bietet einige Neuerungen wie individuelle Benachrichtigungen und eine stromsparende App-Bremse.

Die Papiere des auf Kupfer spezialisierten Bergwerkskonzerns Freeport-McMoran stiegen um 4,62 Prozent. Die fortgesetzte Rally des Kupferpreises gab Auftrieb. Dieser kletterte an diesem Dienstag auf den höchsten Stand seit November 2014. Der Vorstandschef des chilenischen Kupferproduzenten Antofagasta , Ivan Arriagada, prognostizierte in einem TV-Interview zudem weiter steigende Preise.

Die Papiere des Parfüm- und Kosmetikkonzerns Coty brachen nach der Vorlage von Quartalszahlen um etwas mehr als 11 Prozent ein. Der aus eigener Kraft erwirtschaftete Umsatz war im vierten Geschäftsquartal um 3 Prozent zurückgegangen. Die Salesforce-Aktien gewannen 0,78 Prozent. Der Software-Dienstleister und SAP -Wettbewerber veröffentlicht später seine Quartalszahlen. Einige am Markt erwarten, dass Salesforce die Marktprognosen übertreffen wird./ck/he

22.08.2017

Aktien New York: Vorsichtig kehrt der Mut an die US-Börsen zurück

NEW YORK (dpa-AFX) - Nach den Kursverlusten an den US-Börsen in der vergangenen Woche und der Stagnation zu Wochenbeginn sind die Anleger am Dienstag wieder mutiger geworden. "Der Risikoappetit steigt wieder langsam, auch wenn die geopolitischen Spannungen erneut jederzeit die Oberhand gewinnen könnten, kommentierte Marktexperte Craig Erlam vom Devisenhändler Oanda mit Blick auf den Konflikt zwischen Nordkorea und den USA.

Der Dow Jones Industrial gewann im frühen Handel 0,51 Prozent auf 21 813,62 Punkte. Für den breiter aufgestellten S&P 500 ging es um 0,55 Prozent auf 2441,84 Punkte hoch. Der technologielastige Nasdaq 100 stieg um 0,87 Prozent auf 5836,97 Punkte.

Im Verlauf der Vorwoche waren die Kurse in New York unter Druck geraten und der Dow Jones auf den niedrigsten Stand seit vier Wochen gesunken. Neben dem Nordkorea-Konflikt hatte auch das Polit-Chaos in der US-Regierung die Investoren verunsichert.

Nach dem Beginn eines gemeinsamen Militärmanövers der USA mit Südkorea verschärfte Nordkorea an diesem Dienstag seine Tonlage. Ein Sprecher der im Grenzort Panmunjom stationierten Einheit der nordkoreanischen Volksarmee drohte wegen der Übungen im Nachbarland mit "schonungsloser Vergeltung und Bestrafung". Wie die Maßnahmen aussehen sollen, blieb zugleich unklar. Der Befehlshaber des Pazifikkommandos der USA, Harry Harris, hingegen betonte, wie wichtig eine diplomatische Lösung in dem Konflikt sei./ck/he

22.08.2017

Aktien Frankfurt: Dax steigt trotz schwachem ZEW-Index über 12 200 Punkte

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der deutsche Aktienmarkt hat sich am Dienstag auch von enttäuschenden Konjunkturdaten nicht in seinem Vorwärtsdrang bremsen lassen. Als kursstützend erwies sich dabei der nachgebende Eurokurs, der bis zum Mittag wieder klar unter die Marke von 1,18 US-Dollar zurückgefallen war. Am frühen Nachmittag stieg der Dax kurzfristig sogar über 12 200 Punkte. Zuletzt gewann der deutsche Leitindex 1,07 Prozent auf 12 195,12 Punkte, nachdem er am Vortag gut 0,8 Prozent eingebüßt hatte.

Für den MDax , der die Aktien mittelgroßer deutscher Unternehmen abdeckt, ging es am Dienstag um 0,70 Prozent auf 24 873,91 Punkte aufwärts. Der Technologiewerte-Index TecDax rückte um 0,88 Prozent auf 2265,38 Zähler vor. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 gewann rund 0,74 Prozent.

ZEW-INDEX ENTTÄUSCHT

Die Wirtschaftserwartungen deutscher Finanzexperten haben sich im August überraschend kräftig eingetrübt: Der Konjunkturindikator des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) fiel um 7,5 Punkte auf 10,0 Zähler. Bankvolkswirte hatten nur einen Rückgang auf 15,0 Punkte erwartet. Dies war der dritte Dämpfer in Folge. Im Mai hatte der Indikator noch bei 20,6 Punkten den höchsten Stand seit August 2015 erreicht. Seitdem ist er im Sinkflug.

Nachdem die politischen Querelen in Washington sowie der Konflikt zwischen den USA und Nordkorea zunächst etwas in den Hintergrund gerückt sind, richtet sich das Marktinteresse verstärkt auf das Notenbanker-Treffen im US-amerikanischen Jackson Hole. An der Konferenz, die an diesem Donnerstag beginnt, nehmen sowohl EZB-Chef Mario Draghi als auch die Chefin der US-Notenbank Fed, Janet Yellen, teil. "Die Märkte sind erpicht darauf zu erfahren, ob höhere Zinsen in einem inflationsarmen und von hohen Schulden geprägten Umfeld notwendig oder überhaupt möglich sind", kommentierte Börsenexperte Jochen Stanzl von CMC Markets.

AURUBIS SEHR FEST AN MDAX-SPITZE

Unter den Einzelwerten standen Aurubis mit einem Gewinn von 2,7 Prozent an der MDax-Spitze im Fokus. Zuvor war der Kupferpreis in London um 1,5 Prozent auf den höchsten Stand seit November 2014 gestiegen. Die Papiere des Stahlkonzerns Salzgitter, der mit 25 Prozent an Aurubis beteiligt ist, legten um 2,3 Prozent zu. Am 1. August war der Kurs der Hamburger Kupferschmelze mit 77,84 Euro auf ein Rekordhoch gestiegen. Anschließend hatte er wieder nachgegeben und war vorübergehend unter 70 Euro gefallen.

Schlusslicht im MDax waren die Anteilsscheine von Ströer mit einem Minus von 0,4 Prozent. Ein Händler sprach von fortgesetzten Gewinnmitnahmen nach dem Zwischenhoch in der vergangenen Woche. In der ersten August-Hälfte hatte der Werbevermarkter die Anleger mit seinen Geschäftszahlen für das zweite Quartal überzeugt. Dem Aktienkurs hatte das zusätzlichen Schwung verliehen. Seit Ende 2016 haben die Papiere um rund ein Drittel zugelegt, was einen Platz unter den Top Ten im Index der mittelgroßen Werte bedeutet. Der MDax stieg im gleichen Zeitraum um rund 12 Prozent.

AIXTRON UND HAPAG-LLOYD DANK ANALYSTENSTUDIEN GEFRAGT

Im TecDax stachen die Papiere von Aixtron mit einem Gewinn von 3,8 Prozent heraus. Zuvor hatte die Baader Bank das Kursziel für die Papiere des auf die Halbleiterindustrie spezialisierten Maschinenbauers von 5,50 auf 7,25 Euro angehoben. Analyst Günther Hollfelder lobte die Fokussierung des Unternehmens auf das Kerngeschäft. Dies werde die Profitabilität von Aixtron deutlich steigern.

Auch die Anteilsscheine von Hapag-Lloyd profitierten von einer positiven Analystenstudie und verteuerten sich um 5,1 Prozent. Zwischenzeitlich hatten sie ein Rekordhoch bei 37,855 Euro erklommen. Das Bankhaus Metzler betrachtet die Papiere der Container-Reederei im Branchenvergleich als erheblich unterbewertet.

ZOOPLUS ENTTÄUSCHT MIT ZAHLEN

Die Papiere von Zooplus gerieten nach der Vorlage von Geschäftszahlen mit minus 2,0 Prozent unter Druck. Laut Commerzbank-Analyst Andreas Riemann verfehlte der Online-Händler für Haustierbedarf die Gewinnerwartungen im zweiten Quartal. Im bisherigen Jahresverlauf summiert sich das Plus aber noch immer auf rund ein Drittel.

Die Aktien von Bertrandt sackten bis auf 69,55 Euro ab und erreichten damit den tiefsten Stand seit 2012. Zuletzt gaben die Papiere des Entwicklungsdienstleisters für die Autoindustrie um 5,2 Prozent auf 69,77 Euro nach. Hintergrund waren skeptische Analystenkommentare vom Investmenthaus Mainfirst und der Privatbank Hauck & Aufhäuser.

Am Rentenmarkt verharrte die Umlaufrendite bei 0,17 Prozent. Der Rentenindex Rex sank um 0,01 Prozent auf 141,48 Punkte. Der Bund-Future fiel zuletzt um 0,16 Prozent auf 164,24 Punkte. Für den Euro wurden 1,1758 US-Dollar gezahlt. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Vortag auf 1,1761 Dollar festgesetzt./edh/fbr

--- Von Eduard Holetic, dpa-AFX ---

22.08.2017

Aktien New York Ausblick: Anleger werden ein wenig mutiger

NEW YORK (dpa-AFX) - Nach der Stagnation zum Wochenbeginn an der Wall Street dürften Anleger am Dienstag dort wieder etwas mutiger agieren. Der Broker IG taxierte den Dow Jones Index rund eine Stunde vor Handelsbeginn 0,31 Prozent höher auf 21 772 Punkte. "Händler neigen heute Morgen wieder mehr zum Risiko", schrieb David Madden von CMC Markets - auch wenn der Konflikt zwischen Nordkorea und den USA unverändert im Hintergrund schwele.

Craig Erlam vom Broker Oanda hält die Stimmung an den Märkten nach wie vor für "sehr fragil" angesichts der jüngsten geopolitischen Spannungen. So könne der Konflikt zwischen Nordkorea und den USA jederzeit wieder eskalieren und Anleger erneut in sichere Anlagehäfen treiben, schrieb der Analyst.

Ende vergangener Woche waren die Kurse in New York unter Druck geraten und der Dow Jones auf den niedrigsten Stand seit vier Wochen gesunken. Vom Rekordhoch bei 22 179 Punkten ist der US-Leitindex mittlerweile um mehr als 2 Prozent zurückgefallen. Neben dem Nordkoreakonflikt hatte auch das Polit-Chaos in der US-Regierung die Investoren verunsichert.

Der Google-Mutter-Konzern Alphabet hat die neue Version seines Mobilsystems Android veröffentlicht. Nach N wie Nougat in der Version 7 benennt der Internet-Riese das aktuelle Betriebssystem mit dem Codenamen Oreo für den Buchstaben O. Es bietet einige Neuerungen wie individuelle Benachrichtigungen und eine stromsparende App-Bremse. Vorbörslich legten Alphabet leicht zu.

Papiere des auf Kupfer spezialisierten Bergwerkskonzerns Freeport-McMoran stiegen vorbörslich um 1,1 Prozent. Sie könnten vom immer weiter zulegenden Kupferpreis profitieren. Dieser kletterte am Dienstag auf den höchsten Stand seit November 2014. Der Vorstandschef des chilenischen Kupferproduzenten Antofagasta, Ivan Arriagada, prognostizierte in einem TV-Interview einen weiter zulegenden Kupferpreis.

Papiere des Parfüm- und Kosmetikkonzerns Coty fielen vor dem Börsenstart um 4,4 Prozent. Der aus eigener Kraft erwirtschaftete Umsatz ist im vierten Geschäftsquartal um 3 Prozent zurückgegangen. Ein Blick könnte zudem die Salesforce-Aktie wert sein. Der Software-Dienstleister, der auch als Wettbewerber von SAP gilt, veröffentlicht am Abend Quartalszahlen. Vorbörslich legten Salesforce leicht zu./bek/stb

22.08.2017

Aktien Frankfurt: Dax erholt sich trotz trüber Konjunkturdaten

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der deutsche Aktienmarkt hat sich am Dienstag etwas von seinen jüngsten Verlusten erholt. Auf die Bekanntgabe enttäuschender Konjunkturdaten am Morgen reagierten die Kurse nur leicht negativ. Der Dax notierte am späten Vormittag 0,58 Prozent höher bei 12 135,64 Punkten, nachdem er am Vortag um gut 0,8 Prozent gefallen war.

Zuletzt hatten geopolitische Spannungen rund um Nordkorea, das Polit-Chaos im Weißen Haus und der starke Euro dem deutschen Aktienmarkt zugesetzt. Der Dax sei derzeit "zwischen orientierungslos und schwach," schrieben die Experten des Börsenstatistik-Magazins Index Radar. Eine Unterstützung sehen sie um die 12 100 Punkte. In diesem Bereich hatte der Dax sich zuletzt bereits mehrfach wieder gefangen.

Milan Cutkovic, Marktanalyst AxiTrader, sieht kurzfristig keine Besserung der aktuellen Lage und hält einen erneuten Test der wichtigen Unterstützung bei 12 000 Punkten für wahrscheinlich. "Sollte der Index diese Marke klar nach unten durchbrechen, könnte es zu einer Korrektur bis auf mindestens 11 700 Punkte kommen", erklärte Cutkovic.

ZEW-INDEX ENTTÄUSCHT

Für den MDax , der die Aktien mittelgroßer deutscher Unternehmen abdeckt, ging es am Dienstag um 0,49 Prozent auf 24 821,37 Punkte aufwärts. Der Technologiewerte-Index TecDax rückte um 0,55 Prozent auf 2257,83 Zähler vor. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 gewann rund 0,4 Prozent.

Dabei haben sich die Wirtschaftserwartungen deutscher Finanzexperten im August überraschend kräftig eingetrübt: Der Konjunkturindikator des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) fiel um 7,5 Punkte auf 10,0 Zähler. Bankvolkswirte hatten nur einen Rückgang auf 15,0 Punkte erwartet. Dies war der dritte Dämpfer in Folge. Im Mai hatte der Indikator noch bei 20,6 Punkten den höchsten Stand seit August 2015 erreicht. Seitdem ist er im Sinkflug.

AIXTRON UND HAPAG-LLOYD DANK ANALYSTENSTUDIEN GEFRAGT

Unter den Einzelwerten stachen die Papiere von Aixtron an der TecDax-Spitze mit einem Gewinn von 2,6 Prozent heraus. Zuvor hatte die Baader Bank das Kursziel für die Papiere des auf die Halbleiterindustrie spezialisierten Maschinenbauers von 5,50 auf 7,25 Euro angehoben. Analyst Günther Hollfelder lobte die Fokussierung des Unternehmens auf das Kerngeschäft. Dies werde die Profitabilität von Aixtron deutlich steigern.

Auch die Anteilsscheine von Hapag-Lloyd profitierten von einer positiven Analystenstudie und verteuerten sich um 3,3 Prozent. Zwischenzeitlich hatten sie ein Rekordhoch bei 37,675 Euro erklommen. Das Bankhaus Metzler betrachtet die Papiere der Container-Reederei im Branchenvergleich als erheblich unterbewertet.

ZOOPLUS ENTTÄUSCHT MIT ZAHLEN

Die Papiere von Zooplus gerieten nach der Vorlage von Geschäftszahlen mit minus 1,7 Prozent unter Druck. Laut Commerzbank-Analyst Andreas Riemann verfehlte der Online-Händler für Haustierbedarf die Gewinnerwartungen im zweiten Quartal. Im bisherigen Jahresverlauf summiert sich das Plus aber noch immer auf rund ein Drittel.

Die Aktien von Bertrandt sackten bis auf 71,22 Euro ab und erreichten damit den tiefsten Stand seit 2012. Zuletzt gaben die Papiere des Entwicklungsdienstleisters für die Autoindustrie um 3 Prozent auf 71,40 Euro nach. Hintergrund waren skeptische Analystenkommentare vom Investmenthaus Mainfirst und der Privatbank Hauck & Aufhäuser./edh/das

--- Von Eduard Holetic, dpa-AFX ---

22.08.2017

ROUNDUP/Aktien Frankfurt Eröffnung: Dax wagt neuen Anlauf über 12 100 Punkte

FRANKFURT (dpa-AFX) - Dank positiver Vorgaben aus Asien haben am Dienstag die Börsenbullen am deutschen Aktienmarkt im frühen Handel die Kontrolle übernommen. Händler warnten allerdings vor einem Dämpfer am Vormittag, denn der ZEW-Index der Konjunkturerwartungen für Deutschland wird allgemein rückläufig erwartet.

Der Dax stieg im frühen Handel um 0,58 Prozent auf 12 135,65 Punkte, nachdem er am Vortag um gut 0,8 Prozent gefallen war. Für den MDax , der die Aktien mittelgroßer deutscher Unternehmen abdeckt, ging es am Dienstag um 0,48 Prozent auf 24 819,71 Punkte aufwärts. Der Technologiewerte-Index TecDax rückte um 0,49 Prozent auf 2256,53 Zähler vor. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 gewann rund 0,5 Prozent.

EXPERTEN: DAX ORIENTIERUNGSLOS

Zuletzt hatten geopolitische Spannungen rund um Nordkorea, das Polit-Chaos im Weißen Haus und der starke Euro dem deutschen Aktienmarkt zugesetzt. Der Dax sei derzeit "zwischen orientierungslos und schwach," schrieben die Experten des Börsenstatistik-Magazins Index Radar. Eine Unterstützung sehen sie um die 12 100 Punkte. In diesem Bereich hatte der Dax sich zuletzt bereits mehrfach wieder gefangen.

Milan Cutkovic, Marktanalyst AxiTrader, sieht kurzfristig keine Besserung der aktuellen Lage und hält einen erneuten Test der wichtigen Unterstützung bei 12 000 Punkten für wahrscheinlich. "Sollte der Index diese Marke klar nach unten durchbrechen, könnte es zu einer Korrektur bis auf mindestens 11 700 Punkte kommen", erklärte Cutkovic.

AIXTRON UND HAPAG-LLOYD DANK ANALYSTENSTUDIEN GEFRAGT

Unter den Einzelwerten stachen die Papiere von Aixtron an der TecDax-Spitze mit einem Gewinn von mehr als 3 Prozent heraus. Zuvor hatte die Baader Bank das Kursziel für die Papiere des auf die Halbleiterindustrie spezialisierten Maschinenbauers von 5,50 auf 7,25 Euro angehoben. Analyst Günther Hollfelder lobte die Fokussierung des Unternehmens auf das Kerngeschäft. Dies werde die Profitabilität von Aixtron deutlich steigern.

Auch die Anteilsscheine von Hapag-Lloyd profitierten von einer positiven Analystenstudie und verteuerten sich um rund 4 Prozent. Zwischenzeitlich erklommen sie ein Rekordhoch bei 37,675 Euro. Das Bankhaus Metzler hatte die Aktien der Container-Reederei von "Hold" auf "Buy" hochgestuft.

ZOOPLUS ENTTÄUSCHT MIT ZAHLEN

Die Aktien von Airbus legten um ein halbes Prozent zu. Die Analysten des Bankhauses Lampe nahmen die Titel des Luftfahrt- und Rüstungskonzerns in ihre "Alpha List" besonders aussichtsreicher Aktien auf. Händler verwiesen zudem auf Spekulationen, wonach die im EuroStoxx 50 vertretenen Anteilsscheine des Flugzeugbauers zusätzlich auch in den währungsgemischten Leitindex Stoxx Europe 50 aufrücken könnten. Wichtig sind Index-Veränderungen vor allem für Fonds, die bestimmte Indizes exakt abbilden. Sie müssen dann die aufrückenden Aktien nachkaufen. Deshalb entwickeln sich Index-Aufsteiger in aller Regel überdurchschnittlich.

Die Papiere von Zooplus gerieten nach der Vorlage von Geschäftszahlen mit minus 2 Prozent unter Druck. Laut Commerzbank-Analyst Andreas Riemann verfehlte der Online-Händler für Haustierbedarf die Gewinnerwartungen im zweiten Quartal. Damit erscheine auch der Umsatzausblick für 2017 mittlerweile ambitioniert. Im Mai war die Aktie bis auf ein Rekordhoch bei knapp über 200 Euro gestiegen. Seither ging es um rund 19 Prozent nach unten. Im bisherigen Jahresverlauf summiert sich das Plus aber noch immer auf rund ein Drittel./edh

22.08.2017

Aktien Frankfurt Eröffnung: Dax wagt neuen Anlauf über 12 100 Punkte

FRANKFURT (dpa-AFX) - Dank positiver Vorgaben aus Asien haben am Dienstag die Börsenbullen am deutschen Aktienmarkt im frühen Handel die Kontrolle übernommen. Händler warnen allerdings vor einem Dämpfer am Vormittag, denn der ZEW-Index der Konjunkturerwartungen für Deutschland wird allgemein rückläufig erwartet.

Der Dax stieg in den ersten Handelsminuten um 0,74 Prozent auf 12 154,91 Punkte, nachdem er am Vortag um gut 0,8 Prozent gefallen war. Für den MDax , der die Aktien mittelgroßer deutscher Unternehmen abdeckt, ging es am Dienstagmorgen um 0,65 Prozent auf 24 862,58 Punkte aufwärts. Der Technologiewerte-Index TecDax rückte um 0,81 Prozent auf 2263,75 Zähler vor. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 gewann 0,7 Prozent./edh/das

22.08.2017

Frankfurt will zwei Euro Tourismusabgabe erheben

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die in Frankfurt von 2018 an geplante Tourismusabgabe soll zwei Euro betragen. Das hat Stadtkämmerer Uwe Becker am Dienstag laut Mitteilung vorgeschlagen. Der Magistrat soll dies im September beschließen. "Frankfurt ist als Reiseziel attraktiv. Wir wollen den Standort als Touristenmagnet mit Hilfe des Tourismusbeitrages weiter stärken und unterstützen", betonte der CDU-Politiker. Die zwei Euro sollen bei privaten Reisen pro Kopf und Übernachtung bezahlt werden. Die Abgabe sei zweckgebunden, der Tourismus profitiere daher direkt.

Die Landesregierung hatte die Voraussetzungen für die neue Einnahmequelle geschaffen. Die Abgabe dürfen nur Kommunen verlangen, die sich als "Touristenorte" anerkennen lassen. Bedingung dafür ist, dass die Kommunen in der Regel jährlich doppelt so viele Übernachtungen haben wie Einwohner. Außerdem müssen sie sich durch ihre landschaftliche Lage, Kultureinrichtungen, Messen oder Angebote zur Naherholung auszeichnen.

Frankfurt hatte seien Urkunde als "Touristenort" Anfang Juni als erste hessische Kommune vom Wirtschaftsministerium erhalten. Rund 8,8 Millionen Übernachtungen verzeichneten die Beherbergungsbetriebe der Stadt 2016, etwa ein Viertel davon gilt als nicht-geschäftlich bedingt./irs/DP/stb

22.08.2017

ROUNDUP 3: Krankenkassen-Reserven steigen auf 17,5 Milliarden

(Neu: dritter Absatz "FAZ" mit weiteren Zahlen)

BERLIN (dpa-AFX) - Rekordbeschäftigung und gute Konjunktur füllen die Kassen der gesetzlichen Krankenversicherung und dürften die Mitglieder vorerst vor Beitragserhöhungen verschonen. Die Kassen erwirtschafteten nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur in der ersten Hälfte 2017 einen Überschuss von 1,4 Milliarden Euro. Das ergibt sich aus den Vorabmeldungen der Kassen. Damit wurde der Überschuss von 612 Millionen Euro aus dem ersten Quartal nochmals mehr als verdoppelt.

Die Finanzreserven der gesetzlichen Krankenkassen sind damit bis Mitte des Jahres auf rund 17,5 Milliarden Euro gestiegen. Nach dem ersten Quartal 2017 lagen sie noch bei 16,7 Milliarden Euro. Somit wurde im ersten Halbjahr 2017 fast schon der Überschuss des Gesamtjahres 2016 von 1,62 Milliarden Euro erreicht. Im Gesundheitsfonds, über den die Gelder an die einzelnen Kassen verteilt werden, befanden sich Ende 2016 rund 9,1 Milliarden Euro.

Wie die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (Mittwoch) berichtete, konnten die Orts- und Ersatzkassen ihre Überschüsse um je rund 300 Millionen Euro auf 456 und 650 Millionen Euro ausweiten. Auch bei den kleineren Kassenarten geht der Trend demnach nach oben. Die Betriebskrankenkassen weiteten ihr Plus um das Fünffache auf 111 Millionen Euro aus, ebenso die Innungskrankenkassen, die auf 93 Millionen Euro kamen. Die Knappschaft nannte 101 Millionen Euro nach 58 Millionen Euro Ende März.

Die günstige Einnahmenentwicklung bei den Kassen dürfte dafür sorgen, dass die Beiträge für die Mitglieder der gesetzlichen Krankenkassen im kommenden Jahr stabil bleiben. Denn zu der guten Konjunktur und der Rekordbeschäftigung kommt noch eine Sonderzuweisung von 1,5 Milliarden Euro aus dem Geldpolster des Gesundheitsfonds, die Gesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) den Kassen im Wahljahr 2017 zugesichert hatte. Aber auch die Zuwanderer spielen eine Rolle. Wegen hunderttausender neuer Versicherter verzeichnen die Kassen einen neuen Mitgliederrekord und eine Trendwende gegen das Älterwerden der Versicherten.

Das Einnahmenplus kommt jedoch nicht bei allen Kassenarten im gleichen Maße an. Viele Kassen sehen in den Zahlen eine weitere Bestätigung dafür, dass das derzeitige Finanzverteilsystem über den sogenannten Risikostrukturausgleich nicht für einen gerechten Wettbewerb sorge. Die Zuteilungen erfolgen vor allem nach Krankheitsschwere und -häufigkeit der Versicherten. Begünstigt würden vor allem die Allgemeinen Ortskrankenkassen (AOKen), so die Kritik. Gröhe will bis Herbst einen Reformbedarf prüfen.

Fachleute gehen davon aus, dass die gute Finanzlage der Sozialkassen auch noch in der nächsten Legislaturperiode anhält. Danach werde sie wegen der älter werdenden Bevölkerung und der damit einhergehenden sinkenden Zahl von Menschen im erwerbsfähigen Alter schlechter./rm/DP/stb

22.08.2017

Zeitungen: Flüchtlinge finden zunehmend Arbeit im Südwesten

STUTTGART (dpa-AFX) - Flüchtlinge im Südwesten finden nach einem Zeitungsbericht zunehmend Arbeit. Ende 2016 hätten rund 24 300 Menschen aus den acht häufigsten Herkunftsländern einen Job gehabt, davon seien 17 650 sozialversicherungspflichtig und 6650 geringfügig beschäftigt gewesen. Die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnisse sei damit gegenüber dem Vorjahr um 5400 gestiegen. Das berichten die "Stuttgarter Zeitung" und die "Stuttgarter Nachrichten" (Mittwoch) auf der Grundlage von Zahlen der Bundesagentur für Arbeit und des Landeswirtschaftsministeriums.

Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU) sagte: "Wir unternehmen bereits enorme Anstrengungen zur Integration von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt, die wir aber noch intensivieren müssen." Der Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Region Stuttgart, Thomas Hoefling, sagte, die Integration komme auch im regionalen Handwerk gut voran. "Sie braucht aber ihre Zeit." Allein bei den Handwerksbetrieben in der Region Stuttgart seien derzeit 232 junge Flüchtlinge in Ausbildung, dreimal mehr als vor Jahresfrist./bg/DP/stb

22.08.2017

Wegen Nordkorea-Unterstützung: US-Sanktionen gegen Moskau und Peking

WASHINGTON (dpa-AFX) - Vor dem Hintergrund des Konflikts mit Nordkorea haben die USA Sanktionen gegen 16 russische und chinesische Einrichtungen verhängt. Das Finanzministerium erklärte am Dienstag, sie würden beschuldigt, indirekt Nordkoreas nukleares und ballistisches Raketenprogramm unterstützt zu haben.

"Es ist inakzeptabel, dass Firmen und Einzelpersonen in Russland, China und anderswo Nordkorea helfen, Einkommen zu generieren, mit dem Massenvernichtungswaffen hergestellt werden und die Region destabilisiert wird", erklärte US-Finanzminister Steven Mnuchin. Die Maßnahmen bewegten sich im Rahmen der kürzlich ausgesprochenen UN-Sanktionen.

Die US-Sanktionen frieren das Guthaben der Betroffenen in den USA ein. Außerdem verbieten sie amerikanischen Unternehmen und Individuen, mit ihnen Handel zu treiben./ki/aw/DP/stb

22.08.2017

ROUNDUP 2/Studie: Jeder Vierte findet soziale Gerechtigkeit wichtigstes Thema

(Neu: Mehr Details)

BERLIN (dpa-AFX) - Soziale Gerechtigkeit ist einer Studie zufolge für ein Viertel der Bundesbürger das wichtigste Thema bei Wahlentscheidung am 24. September. Mehr als drei Viertel (79 Prozent) finden, dass es hierzulande an sozialer Gerechtigkeit mangelt, wie aus einer Umfrage des Instituts YouGov hervorgeht. Am stärksten treibt das Thema die Wähler von Sozialdemokraten und Linkspartei um: 45 Prozent der Linken- und 29 Prozent der SPD-Wähler schreiben der sozialen Gerechtigkeit die höchste Relevanz zu. Unter dem Motto "Zeit für mehr Gerechtigkeit" hat die SPD das Thema ins Zentrum ihres Wahlkampfs gestellt.

"Für die Bürgerinnen und Bürger betrifft soziale Gerechtigkeit unterschiedliche Themen und ist sehr vielschichtig", sagte der Bielefelder Soziologe Stefan Liebig. Vor allem gleiche Chancen und faire Bedingungen seien dabei wichtig.

Laut der Umfrage finden vor allem Nicht-Wähler das Thema am wichtigsten (33 Prozent). Diese Gruppe kennzeichne, dass sie sich wirtschaftlich benachteiligt fühle und es ihr schlechter gehe als den meisten Menschen in Deutschland. Insgesamt stünden bei der Wahlentscheidung Alters- und Gesundheitsversorgung sowie der Schutz vor Verbrechen und Terror aber noch vor dem Thema sozialer Gerechtigkeit, ergab die Studie weiter.

Knapp 80 Prozent der Befragten meinen demzufolge also, dass es in Deutschland an sozialer Gerechtigkeit mangelt, und 40 Prozent finden sogar, dass Deutschland "ein sehr großes Problem in diesem Bereich hat". Gleichzeitig stimmten 60 Prozent der Aussage zu, es gehe in Deutschland insgesamt eher gerecht zu. Dies sähen vor allem Wähler von CDU/CSU, Grünen, FDP und mit Einschränkungen der SPD so. Wähler der Linken und der AfD sowie vor allem Nicht-Wähler schätzen die Lage mehrheitlich schlechter ein.

Gerechtigkeitsprobleme sähen die Befragten vor allem bei Themen wie Renten, Einkommensunterschieden sowie der Verteilung von Vermögen allgemein. Für 92 Prozent der Befragten bedeutet soziale Gerechtigkeit, gleiche Startbedingungen und -chancen zu haben. 88 Prozent verstehen darunter, dass insbesondere den Schwächsten geholfen wird. Ebenfalls 88 Prozent der Befragten finden es gerecht, wenn Menschen, die mehr leisten, auch mehr verdienen.

Die Befragten halten beim Thema soziale Gerechtigkeit ihre jeweils ohnehin favorisierte Partei am kompetentesten. Bei SPD-Wählern sind es 93 Prozent, bei Unions-Wählern 83 Prozent. Nicht-Wähler empfänden dagegen kaum eine Partei als sozial kompetent. Die Politik von SPD und CDU/CSU bewerteten in dieser Gruppe nur jeweils 14 Prozent als sozial gerecht. Es sei also fraglich, ob die SPD mit dem Thema soziale Gerechtigkeit "anderen Parteien Wähler abnehmen oder Nicht-Wähler mobilisieren kann. Insgesamt muss es alle Parteien alarmieren, dass sie Nicht-Wähler bei diesem Thema kaum erreichen", so Holger Geißler von YouGov Deutschland./rm/bw/DP/stb

22.08.2017

dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR von 17.00 Uhr - 22.08.2017

ROUNDUP: Dämpfer bei ZEW-Konjunkturerwartungen - Abgasskandal belastet

MANNHEIM - Die Konjunkturerwartungen deutscher Finanzexperten haben sich im August überraschend kräftig eingetrübt. Der Konjunkturindikator des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) fiel um 7,5 Punkte auf 10,0 Zähler, wie das ZEW am Dienstag in Mannheim mitteilte. Nach Einschätzung der ZEW-Experten sorgte unter anderem der Skandal in der deutschen Automobilbranche für den Stimmungsdämpfer.

USA: FHFA-Hauspreisindex steigt nur schwach

NEW YORK - In den USA sind die Hauspreise im Juni deutlich schwächer gestiegen als erwartet. Der FHFA-Hauspreisindex erhöhte sich um 0,1 Prozent zum Vormonat, wie die Federal Housing Finance Agency (FHFA) am Dienstag in New York mitteilte. Das ist der schwächste Anstieg seit November 2013. Volkswirte hatten mit einen Zuwachs von 0,5 Prozent gerechnet. Im Mai war der Indikator um revidiert 0,3 Prozent (zuvor 0,4 Prozent) gestiegen.

ROUNDUP: Krankenkassen-Reserven steigen auf 17,5 Milliarden

BERLIN - Rekordbeschäftigung und gute Konjunktur füllen die Kassen der gesetzlichen Krankenversicherung und dürften die Mitglieder vorerst vor Beitragserhöhungen verschonen. Die Kassen erwirtschafteten nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur in der ersten Hälfte 2017 einen Überschuss von 1,4 Milliarden Euro. Das ergibt sich aus den Vorabmeldungen der Kassen. Damit wurde der Überschuss von 612 Millionen Euro aus dem ersten Quartal nochmals mehr als verdoppelt.

ROUNDUP/Brexit: London will grenzüberschreitende Zivilklagen umfassend regeln

LONDON - Großbritannien strebt eine "tiefe und umfassende" Zusammenarbeit mit der EU bei grenzüberschreitenden Zivilprozessen nach dem Brexit an. Innerhalb der Europäischen Union sind solche Rechtsfälle geregelt. Dies entfällt aber für das Vereinigte Königreich, wenn es sich im März 2019 von der EU trennt. Neue Regelungen, die sich stark an der bisherigen Praxis orientieren, sollen Privatpersonen und Geschäftsleuten auch künftig Sicherheit geben, teilte das Brexit-Ministerium am Dienstag in London mit.

Macron wirbt auf 'Europa-Tournee' für strengere Regeln gegen Dumping

PARIS - Frankreichs Präsident Emmanuel Macron geht auf europapolitische Werbetour. Von diesem Mittwoch an will er bei einer dreitägigen Reise nach Österreich, Rumänien und Bulgarien seine Forderungen gegen Sozialdumping in der EU voranbringen, wie französische Medien unter Berufung auf Élyséekreise berichteten. Ein heikles Thema - nicht nur, weil es in manchen östlichen EU-Staaten Widerstand gegen schärfere Regeln für ausländische Arbeitnehmer gibt. Sondern auch, weil es für Macron innenpolitisch brisant ist.

ROUNDUP/Patientenschützer: Wahlkämpfer haben Pflege zu wenig im Blick

BERLIN - Die Deutsche Stiftung Patientenschutz hat den Parteien im Bundestag vorgeworfen, sich im Wahlkampf zu wenig mit dem Thema Pflege auseinanderzusetzen. Dabei sei das Thema für viele Menschen in Deutschland wahlentscheidend, sagte Stiftungsvorstand Eugen Brysch der Deutschen Presse-Agentur. So fehlten konkrete Verbesserungen für den bundeseinheitlichen Pflegepersonalschlüssel ebenso wie für die finanzielle Unterstützung pflegender Angehöriger. Diese Themen müssten sofort nach der Wahl angegangen werden.

Japan will Militäretat wegen Nordkorea erhöhen

TOKIO - Japan will wegen der Bedrohung durch Nordkorea seine Verteidigungsausgaben weiter erhöhen und die Raketenabwehr ausbauen. Wie die japanische Nachrichtenagentur Kyodo am Dienstag berichtete, wolle das Verteidigungsministerium einen Rekordetat von rund 5,3 Billionen Yen (41,3 Milliarden Euro) für das kommende Haushaltsjahr beantragen. Das wäre ein Anstieg zum Vorjahr von 2,5 Prozent.

Forscher: Jede dritte Stelle wird über persönliche Kontakte besetzt

NÜRNBERG - Mit "Vitamin B" zum Job: Die meisten Stellen werden einer aktuellen Studie zufolge über persönliche Kontakte besetzt - und nicht etwa über Anzeigen oder die Vermittlung der Bundesagentur für Arbeit (BA). Knapp jede dritte Neueinstellung ging auf persönliche Kontakte zurück, wie das Nürnberger Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) am Dienstag mitteilte. Bei Kleinbetrieben betrage der Anteil 47 Prozent. Jede fünfte Stelle sei erfolgreich durch Gesuche in Internet-Jobbörsen besetzt worden.

Karlsruhe stärkt Rechte von Hartz-IV-Empfängern vor Gericht

Geklagt hatte ein Mann, der nur reduzierte Leistungen bekommen hatte, weil das Jobcenter davon ausgegangen war, dass er sich den Haushalt mit einer anderen Person teilte. Seinen Eilantrag auf höhere Bezüge für Alleinstehende lehnte das Landessozialgericht ab. Da noch keine Räumungsklage erhoben sei, drohe dem Mann keine Obdachlosigkeit.

ROUNDUP/Studie: Soziale Gerechtigkeit für ein Viertel wichtigstes Wahlthema

BERLIN - Soziale Gerechtigkeit ist einer Studie zufolge für ein Viertel der Deutschen das wichtigste Thema bei der Stimmabgabe zur Bundestagswahl. Mehr als drei Viertel (79 Prozent) finden, dass es hierzulande an sozialer Gerechtigkeit mangelt, wie aus einer Umfrage des Instituts YouGov hervorgeht. Die höchste Relevanz schreiben bei der anstehenden Wahlentscheidung 45 Prozent der Linken- und 29 Prozent der SPD-Wähler der sozialen Gerechtigkeit zu.

Trump stoppt Untersuchung zu Gesundheitsgefahren durch Kohleabbau

WASHINGTON - Das Weiße Haus hat eine Untersuchung über Gesundheitsgefährdungen beim Kohleabbau über Tage gestoppt. Das bestätigte eine Sprecherin des US-Innenministeriums am Montag in Washington. Die Untersuchung, in Auftrag gegeben noch unter Präsident Barack Obama, sollte dem Verdacht nachgehen, dass Anwohner in der Nähe von Kohleabbau-Gebieten bestimmten Gesundheitsrisiken ausgesetzt sind. Die Forschungsarbeiten sollen unverzüglich eingestellt werden. Es gehe darum, keine Steuergelder zu verschwenden.

Kundenhinweis: ROUNDUP: Sie lesen im Konjunktur-Überblick eine Zusammenfassung. Zu diesem Thema gibt es mehrere Meldungen auf dem dpa-AFX Nachrichtendienst.

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22.08.2017

WDH/ Devisen: Eurokurs gestiegen - EZB-Referenzkurs: 1,1771 US-Dollar

(In der Klammer im zweiten Satz muss es Montag heißen.)

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Kurs des Euro ist am Dienstag gestiegen. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,1771 (Montag: 1,1761) US-Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8495 (0,8503) Euro.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,91713 (0,91318) britische Pfund, 128,73 (128,17) japanische Yen und 1,1364 (1,1362) Schweizer Franken fest./yyzz/DP/jsl

22.08.2017

ROUNDUP: Krankenkassen-Reserven steigen auf 17,5 Milliarden

BERLIN (dpa-AFX) - Rekordbeschäftigung und gute Konjunktur füllen die Kassen der gesetzlichen Krankenversicherung und dürften die Mitglieder vorerst vor Beitragserhöhungen verschonen. Die Kassen erwirtschafteten nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur in der ersten Hälfte 2017 einen Überschuss von 1,4 Milliarden Euro. Das ergibt sich aus den Vorabmeldungen der Kassen. Damit wurde der Überschuss von 612 Millionen Euro aus dem ersten Quartal nochmals mehr als verdoppelt.

Die Finanzreserven der gesetzlichen Krankenkassen sind damit bis Mitte des Jahres auf rund 17,5 Milliarden Euro gestiegen. Nach dem ersten Quartal 2017 lagen sie noch bei 16,7 Milliarden Euro. Somit wurde im ersten Halbjahr 2017 fast schon der Überschuss des Gesamtjahres 2016 von 1,62 Milliarden Euro erreicht.

Im Gesundheitsfonds, über den die Gelder an die einzelnen Kassen verteilt werden, befanden sich Ende 2016 rund 9,1 Milliarden Euro.

Die günstige Einnahmenentwicklung bei den Kassen dürfte dafür sorgen, dass die Beiträge für die Mitglieder der gesetzlichen Krankenkassen im kommenden Jahr stabil bleiben. Denn zu der guten Konjunktur und der Rekordbeschäftigung kommt noch eine Sonderzuweisung von 1,5 Milliarden Euro aus dem Geldpolster des Gesundheitsfonds, die Gesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) den Kassen im Wahljahr 2017 zugesichert hatte. Aber auch die Zuwanderer spielen eine Rolle. Wegen hunderttausender neuer Versicherter verzeichnen die Kassen einen neuen Mitgliederrekord und eine Trendwende gegen das Älterwerden der Versicherten.

Das Einnahmenplus kommt jedoch nicht bei allen Kassenarten im gleichen Maße an. Viele Kassen sehen in den Zahlen eine weitere Bestätigung dafür, dass das derzeitige Finanzverteilsystem über den sogenannten Risikostrukturausgleich nicht für einen gerechten Wettbewerb sorge. Die Zuteilungen erfolgen vor allem nach Krankheitsschwere und -häufigkeit der Versicherten. Begünstigt würden vor allem die Allgemeinen Ortskrankenkassen (AOKen), so die Kritik. Gröhe will bis Herbst einen Reformbedarf prüfen.

Fachleute gehen davon aus, dass die gute Finanzlage der Sozialkassen auch noch in der nächsten Legislaturperiode anhält. Danach werde sie wegen der älter werdenden Bevölkerung und der damit einhergehenden sinkenden Zahl von Menschen im erwerbsfähigen Alter schlechter./rm/DP/stb

22.08.2017

ROUNDUP/Brexit: London will grenzüberschreitende Zivilklagen umfassend regeln

LONDON (dpa-AFX) - Großbritannien strebt eine "tiefe und umfassende" Zusammenarbeit mit der EU bei grenzüberschreitenden Zivilprozessen nach dem Brexit an. Innerhalb der Europäischen Union sind solche Rechtsfälle geregelt. Dies entfällt aber für das Vereinigte Königreich, wenn es sich im März 2019 von der EU trennt. Neue Regelungen, die sich stark an der bisherigen Praxis orientieren, sollen Privatpersonen und Geschäftsleuten auch künftig Sicherheit geben, teilte das Brexit-Ministerium am Dienstag in London mit.

Mehr Menschen als je zuvor "leben ihr Leben jenseits der Grenze", sagte der britische Justizminister David Lidington dem Sender BBC. Mit neuen Regelungen müsse auch in Zukunft Bürokratie vermieden werden, etwa "wenn sich eine deutsche Frau von einem Briten scheiden lässt". Für länderübergreifende Sorgerechtsstreits um Kinder und bei Verbraucherklagen nach Online-Bestellungen im Ausland seien klare Zuständigkeiten ebenfalls notwendig, erläuterte der Minister.

Am Mittwoch will sich das Ministerium zum Europäischen Gerichtshof äußern. Premierministerin Theresa May hatte bereits vor Monaten angekündigt, dass sich ihr Land nicht länger diesem Gericht unterwerfen will. Am Donnerstag sollen Vorschläge zum Datenschutz präsentiert werden. Die bisher vorgestellten Papiere bezeichnete die oppositionelle Labour-Partei als "vage und unverbindlich". Sie sollten nur verschleiern, dass es keinen echten Fortschritt gebe.

Am vergangenen Montag hatte das Brexit-Ministerium ein Positionspapier zum künftigen Handel mit der EU vorgestellt. Alle derzeit in der Staatengemeinschaft erhältlichen britischen Waren sollen nach dem Willen Londons auch nach dem Brexit auf dem EU-Markt zu kaufen sein. Umgekehrt soll das genauso gelten. Dienstleistungen, die mit dem Handel von Waren verknüpft seien, dürften ebenfalls keinen Einschränkungen unterliegen, hieß es weiter./si/DP/stb

22.08.2017

Devisen: Eurokurs gestiegen - EZB-Referenzkurs: 1,1771 US-Dollar

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Kurs des Euro ist am Dienstag gestiegen. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,1771 (Dienstag: 1,1761) US-Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8495 (0,8503) Euro.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,91713 (0,91318) britische Pfund, 128,73 (128,17) japanische Yen und 1,1364 (1,1362) Schweizer Franken fest./yyzz/DP/jsl

22.08.2017

AKTIE IM FOKUS: Tesco auf Platz eins im FTSE-100 nach starkem Wachstum

FRANKFURT (dpa-AFX) - Aktien von Tesco haben sich am Dienstag mit einem Plus von 3,3 Prozent an die Spitze des FTSE-100-Index gesetzte. Monatlichen Erhebungen der Marktforscher Kantar Worldpanel und Nielsen zufolge hat der Lebensmittelhändler beim Absatz zuletzt stark abgeschnitten. Der Aktienkurs erlebte daraufhin den größten Tagesgewinn in mehr als einem Monat.

Von den vier "Großen" der Branche - Tesco, Morrisons, Sainsbury's und Asda - sei Tesco am stärksten gewachsen, schrieb das Researchhaus Shore Capital Markets in einer Branchenstudie. Der Analyst Bruno Monteyne von Bernstein rechnet damit, dass sich die Stärke von Tesco auch in den künftigen Quartalsberichten widerspiegelt./bek/he

22.08.2017

AKTIE IM FOKUS: Audis Sparpläne und Preisdruck machen Bertrandt zu schaffen

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Ingenieurdienstleister Bertrandt hat nach Einschätzung von Analysten weiterhin mit Gegenwind durch den Wandel bei wichtigen Kunden in der Autoindustrie zu kämpfen. Die Experten der Privatbank Hauck & Aufhäuser und des Investmenthauses Mainfirst sehen den Konzern durch den Wandel etwa beim wichtigen Kunden Audi weiterhin mit einem schwierigen Geschäftsumfeld konfrontiert.

Beide stufen die Aktien nun negativ ein. Die Papiere des im Kleinwerteindex SDax notierten Unternehmens fielen daraufhin bis auf 68,80 Euro und damit auf den tiefsten Stand seit 2012. Am frühen Nachmittag büßten sie als Schlusslicht 6,45 Prozent auf 68,85 Euro ein.

Schon länger kämpft Bertrandt mit den Veränderungen in der Autobranche. Audi als einer der wichtigsten Kunden hatte angekündigt, im Forschungs- und Entwicklungsbereich künftig effizienter arbeiten zu wollen. Durch die so hausintern frei werdende Arbeitskraft von Ingenieuren soll dann mehr Entwicklungsarbeit intern statt extern erledigt werden.

Eine fehlende Auslastung durch die Neuaufstellung der wichtigen Kunden Volkswagen und Audi könnte mit für eine enttäuschende Geschäftsentwicklung im dritten Quartal sorgen, erklärte Analyst Christian Glowa von Hauck & Aufhäuser. Zudem verwies er auf fortgesetzten Preisdruck durch Überkapazitäten in der Branche. Er stufte die Aktien in einer Studie von "Hold" auf "Sell" herab und reduzierte das Kursziel von 90 auf 58 Euro. Mainfirst-Experte Florian Treisch vom Investmenthaus Mainfirst senkte die Bewertung auf "Underperform" und kürzte das Ziel von 85 auf 65 Euro.

Zudem werde die Autoentwicklung immer mehr zu einem Standardprodukt, was laut Glowa auf die Preise drückt. Langfristig müsse das Unternehmen bestimmte Arbeiten in Niedriglohnländer verlagern, um profitabel zu bleiben, lautete seine Schlussfolgerung. Er hält die Jahresziele des Unternehmens vor diesem Hintergrund für ambitioniert.

Erst im Mai hatte Bertrandt sein Jahresumsatzziel nach dem ersten Geschäftshalbjahr 2016/17 deutlich gekappt und damit auch dem Wandel in der Automobilindustrie allgemein Rechnung tragen müssen.

Auch Mainfirst-Experte Treisch blickt skeptisch auf die aktuellen Jahresziele von Bertrandt. Der Mittelpunkt der Prognose für die operative Gewinnmarge (Ebit-Marge) setze einige Verbesserungen sowie keine größeren geschäftlichen Rückschläge mehr voraus - abgesehen von einem schwachen Geschäft mit der Marke VW . Nun kämen aber noch die Audi-Pläne hinzu. Daher dürfte auch das kommende Geschäftsjahr 2017/18 noch ein Übergangsjahr werden. Mittelfristig sieht Treisch aber eine generelle Erholung des Marktes, von der dann auch Bertrandt profitieren dürfte. Die Preise dürften sich dann wieder etwas erholen, erklärte er.

Infolge der Probleme der jüngeren Vergangenheit stehen die Bertrandt-Papiere schon länger unter Druck. Seit ihrem Rekordhoch im Frühjahr 2015 hat sich der Kurs halbiert. Im bisherigen Jahresverlauf sind sie mit einem Minus von rund 27,7 Prozent das Schlusslicht im SDax./hossme/mis/das

22.08.2017

ANALYSE/DZ Bank: Dieselgate und Kartellverdacht dürften weiter auf VW lasten

FRANKFURT (dpa-AFX) - Anleger sollten sich laut der DZ Bank nicht von der auf den ersten Blick niedrigen Bewertung der Vorzugsaktien von Volkswagen verlocken lassen. Die anhaltende Abgasdiskussion belaste die Stimmung der Investoren nachhaltig, begründete Analyst Michael Punzet seine nun negative Einschätzung der Aktien in einer Studie vom Dienstag. Er stufte die Papiere von "Halten" auf "Verkaufen" ab und senkte den fairen Wert von 137 auf 108 Euro. Er liegt damit rund 15 Prozent unter dem aktuellen Kursniveau.

Die Ergebnisse des jüngsten "Dieselgipfels" dürften nicht ausreichen, um die Stimmung nachhaltig aufzuhellen, erklärte der Experte. Ob sie genug seien, um Fahrverbote zu verhindern, dürfte zudem letztendlich von Gerichten entschieden werden. Auch entwickele sich "Diesel" zum Wahlkampfthema.

Punzet berücksichtigt die angeschlagene Anlegerstimmung in seinem Bewertungsmodell nun mit einem größeren Risikoabschlag. Gleiches gilt für den Kartellverdacht gegen Autobauer, der unlängst aufkam.

Mit der Einstufung "Verkaufen" gehen die Analysten der DZ Bank davon aus, dass die Aktie in den kommenden zwölf Monaten um mehr als fünf Prozent fallen wird./mis/bek/stb

Analysierendes Institut DZ Bank

22.08.2017

ANALYSE-FLASH: Goldman senkt Ziel für Continental AG auf 232 Euro - 'Buy'

NEW YORK (dpa-AFX) - Die US-Investmentbank Goldman Sachs hat das Kursziel für die Aktie des Reifenherstellers und Autozulieferers Continental von 235 auf 232 Euro gesenkt, die Einstufung aber auf "Buy" belassen. Ein stärkerer Gegenwind von der Rohstoffseite als zunächst gedacht sei der Grund für das neue Kursziel, schrieb Analyst Stefan Burgstaller in einer am Dienstag veröffentlichten Studie./ajx/gl

Datum der Analyse: 22.08.2017

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22.08.2017

ANALYSE-FLASH: NordLB hebt Ziel für VTG AG auf 45 Euro - 'Halten'

HANNOVER (dpa-AFX) - Die NordLB hat das Kursziel für VTG nach Eckdaten für das zweite Quartal und einer Prognoseanpassung von 32 auf 45 Euro angehoben, die Einstufung aber auf "Halten" belassen. Auch wenn das Ergebnis (Ebitda) des Schienenlogistikers und Waggonvermieters zum Jahresende möglicherweise unter die bisherigen Erwartungen rutschen könnte, seien die Auslöser dafür überwiegend positiv, schrieb Analyst Wolfgang Donie in einer Studie vom Dienstag. Die Nacco-Übernahme rechtfertige eine höhere Bewertung der Aktie./ajx/gl

Datum der Analyse: 22.08.2017

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22.08.2017

ANALYSE-FLASH: Morgan Stanley belässt Fiat Chrysler auf 'Overweight'

NEW YORK (dpa-AFX) - Die US-Investmentbank Morgan Stanley hat die Einstufung für Fiat Chrysler anlässlich der Spekulationen um einen Verkauf der Marke Jeep auf "Overweight" mit einem Kursziel von 14 Euro belassen. Jeep allein sei rund ein Drittel mehr wert als der gesamte Automobilkonzern derzeit an der Börse gehandelt werde, schrieb Analyst Adam Jonas in einer Studie vom Dienstag./edh/ajx

Datum der Analyse: 22.08.2017

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22.08.2017

ANALYSE-FLASH: Morgan Stanley belässt BHP Billiton auf 'Overweight'

NEW YORK (dpa-AFX) - Die US-Investmentbank Morgan Stanley hat BHP Billiton nach Zahlen zum Geschäftsjahr 2016/17 auf "Overweight" mit einem Kursziel von 1410 Pence belassen. Die Kennziffern des Bergbaukonzerns seien recht schwach ausgefallen, schrieb Analyst Menno Sanderse in einer Studie vom Dienstag. Der geplante Verkauf des US-Schieferölgeschäfts werde aber die Ergebnisqualität steigern./edh/gl

Datum der Analyse: 22.08.2017

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22.08.2017

ANALYSE-FLASH: Commerzbank belässt Zooplus auf 'Hold' - Ziel 180 Euro

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Commerzbank hat Zooplus nach weiteren Zahlen für das zweite Quartal auf "Hold" mit einem Kursziel von 180 Euro belassen. Der nun vom Internethändler für Tierbedarf veröffentlichte Vorsteuergewinn sei schwächer als von ihm erwartet ausgefallen, schrieb Analyst Andreas Riemann in einer Studie vom Dienstag. Den Quartalsumsatz hatte Zooplus bereits im Juli berichtet. Der bestätigte Jahresausblick für das Umsatzwachstum erscheint Riemann nun ambitioniert. Der Vorsteuergewinn dürfte eher am unteren ende der Zielspanne liegen, was Abwärtspotenzial für seine und die Konsensschätzungen beinhalte./ajx/gl

Datum der Analyse: 22.08.2017

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22.08.2017

ANALYSE-FLASH: Baader Bank hebt Ziel für Aixtron auf 7,25 Euro - 'Hold'

MÜNCHEN (dpa-AFX) - Die Baader Bank hat das Kursziel für Aixtron nach Zahlen von 5,50 auf 7,25 Euro angehoben, die Einstufung aber auf "Hold" belassen. Der Fokus auf das Kerngeschäft steigere die Profitabilität des Spezialmaschinenbauers deutlich, schrieb Analyst Günther Hollfelder in einer Studie vom Dienstag./ajx/gl

Datum der Analyse: 22.08.2017

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22.08.2017

ANALYSE-FLASH: Warburg senkt Stabilus auf 'Hold' - Hebt Ziel auf 75 Euro

HAMBURG (dpa-AFX) - Das Analysehaus Warburg Research hat Stabilus von "Buy" auf "Hold" abgestuft, das Kursziel aber von 70 auf 75 Euro angehoben. Der Autozulieferer habe gute Zukunftsperspektiven, aber die Aktie sei inzwischen teuer, schrieb Analyst Alexander Wahl in einer Studie vom Dienstag./ajx/gl

Datum der Analyse: 22.08.2017

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dpa-AFX STIMMUNGSINDIKATOR

Der dpa-AFX-Stimmungsindikator misst das Verhältnis von Hoch- zu Abstufungen der Dax-Werte (Basis: 30-Tage-Durchschnitt). Ein Wert von 50 sagt aus, dass sich Hoch- und Abstufungen die Waage halten. Die Grafik zeigt den Indikator im Verhältnis zur DAX-Kurve.

End-of-Day-DAX-Kursdaten Quelle: vwd GmbH

dpa-AFX Analyser