dpa-AFX NEWSTICKER (Produktauszug)

10.12.2016

ROUNDUP: Umfrage: Viele Deutsche fürchten Identitätsklau im Internet

DÜSSELDORF (dpa-AFX) - Fast drei Viertel der Deutschen fürchten einer aktuellen Umfrage zufolge, beim Surfen im Internet oder beim Onlineshopping Opfer von Datendieben zu werden. Jeder Dritte wurde sogar bereits Opfer eines Identitätsdiebstahls, bei dem Kriminelle gestohlene persönliche Daten missbrauchten, um etwa Waren zu bestellen oder Spam über gehackte E-Mail-Konten zu versenden. Das geht aus einer aktuellen Umfrage der Beratungsgesellschaft PwC zum Thema "Cyber-Security" hervor.

"In der heutigen digitalen Welt, in der die Nutzung sozialer Netzwerke zum Alltag gehört, wird es für die Kriminellen immer einfacher, eine fremde Identität zu stehlen und missbräuchlich zu verwenden", warnte der PwC-Handelsexperte Gerd Bovensiepen angesichts der Umfrageergebnisse.

Am häufigsten kommt der Umfrage zufolge der Missbrauch von E-Mail-Adressen für den Versand von Spam-Mails vor. Gut jeder fünfte Befragte (21 Prozent) hab dies schon einmal erlebt, berichtete Bovensiepen. Jeder Zwanzigste musste erfahren, dass von Kriminellen unter seinem Namen in Online-Shops eingekauft wurde. Ähnlich viele Befragte klagten, dass in ihrem Namen ein gefälschter Account etwa bei Facebook oder Ebay angelegt wurde.

Mit zunehmender Häufigkeit von Internet-Einkäufen steigt der Umfrage zufolge die Wahrscheinlichkeit, Opfer eines Identitätsdiebstahls zu werden. Knapp jeder Zweite, der regelmäßig mindestens einmal pro Woche im Internet einkauft, war demnach schon einmal betroffen. Knapp 30 Prozent der Opfer erlitten der Umfrage zufolge auch einen finanziellen Schaden. Der kann beträchtlich sein: Im Durchschnitt lag er bei 1366 Euro.

Kein Wunder also, dass die Verbraucher auf Abhilfe sinnen. Neun von zehn Deutschen versuchen, sich mit verschiedenen Maßnahmen beim Online-Shopping zu schützen. Fast zwei Drittel bevorzugen Zahlverfahren, bei denen keine Bank- ode Kreditkartendaten angegeben werden müssen - etwa die Zahlung per Rechnung. Viele kaufen auch verstärkt bei großen und bekannten Anbietern.

Die Unsicherheit bei den Online-Shoppern sitzt dennoch tief. Zwei Drittel der Bundesbürger glauben, dass die Gefahr, beim Online-Shopping Opfer eines Datendiebstahls zu werden, in den letzten Jahren gestiegen ist./rea/DP/zb

10.12.2016

ROUNDUP: Ölkonzerne müssen alte Bohrinseln abbauen - Hohe Kosten

HOUSTON (dpa-AFX) - In den nächsten 25 Jahren müssen rund 2600 Öl- und Gasbohrinseln und ähnliche Objekte auf See abgebaut werden, weil die Anlagen veraltet oder die Felder ausgefördert sind. Die Branche steht deshalb nach Einschätzung der Analysefirma IHS Markit vor einem "perfekten Sturm". Sie sehe sich nicht nur alternden Plattformen gegenüber, sondern auch strengeren Umweltauflagen und einer fragmentierten Dienstleistungsbranche für den Rückbau der Anlagen, die noch in den Kinderschuhen stecke.

Vor rund 60 Jahren begann die Offshore-Förderung von Öl und Gas. Seitdem bauten Ölkonzerne wie Shell , ExxonMobil , Statoil , Total, Chevron und ConocoPhillips ihre Anlagen in immer tieferes Wasser und stießen in unwirtliche Gegenden vor.

Die Rückbaukosten für den Zeitraum von 2010 bis 2040 bezifferte IHS Markit auf rund 210 Milliarden Dollar (knapp 198 Mrd Euro). Die jährlichen Kosten für die fachgerechte Entsorgung würden sich bis 2040 auf mehr als 13 Milliarden Dollar mehr als verfünffachen. Allein im Golf von Mexiko stehen noch mehr als 5000 Öl- und Gasförderstrukturen. Sie werden teilweise versenkt und dienen dann Fischen und anderen Meeresbewohnern als Heimat.

"Während Amerika die meisten Plattformen hat, ist Europa der größte Markt", sagte Grigorij Serscikov, einer der Autoren der Studie. Das liege vor allem daran, dass in der Nordsee weitaus größere Strukturen in sehr viel tieferem Wasser gebaut wurden. Im Golf von Mexiko stehen manche Bohrtürme im flachen Wasser und haben kaum mehr als eine Million Dollar gekostet. Sind sind leicht und schnell abzubauen. In der Nordsee sind dagegen gigantische Bohrinseln und Transportsysteme errichtet worden. Allein die Betonstrukturen der Förderplattformen im Nordsee-Ölfeld Brent wiegen jeweils 300 000 Tonnen. Auch Brent ist ausgefördert und die Anlagen werden abgebaut - ein Projekt für ein Jahrzehnt./egi/DP/zb

10.12.2016

ROUNDUP/ElringKlinger-Chef: 'Brauchen für Elektromobilität einen langen Atem'

DETTINGEN/ERMS (dpa-AFX) - Der Chef des Autozulieferers ElringKlinger rechnet mit einer langsamen Umstellung der Zulieferindustrie durch die Elektromobilität. "Wir brauchen für Elektromobilität einen langen Atem", sagte Firmenchef Stefan Wolf der Deutschen Presse-Agentur. "Für die nächsten drei Jahre erwarte ich noch keinen massiven Hochlauf der Elektromobilität, weil die Fahrzeuge derzeit erst entwickelt werden." Der gesellschaftliche Druck sei zwar immens, so Wolf. Jedoch: "Das Ziel der Grünen, den Verbrennungsmotor ab 2030 zu verbieten, halte ich für unrealistisch."

ElringKlinger hat längst begonnen, sich ein Standbein in der Elektromobilität aufzubauen. Der Bereich macht bislang aber nur zwei Prozent der Umsätze aus und wirft keinen Gewinn ab. "Dass unser Segment "E-Mobility" so klein ist, liegt an den Stückzahlen", sagte Wolf. "Wir erwarten keine bedeutenden Gewinne in den nächsten drei Jahren, aber wir müssen weiter dabei bleiben, um unsere Kompetenz in diesem Bereich zu zeigen." Zuletzt hatte Wolf deshalb die Übernahme eines Spezialisten für Elektro-Antriebsstränge verkündet.

Sollte die Nachfrage anziehen, sei es kein Problem, die Produktionskapazitäten anzupassen, so Wolf. ElringKlinger verfüge über relativ viele Universalmaschinen. "Da spielt es keine Rolle, ob wir darauf Zylinderkopfdichtungen, Spezialdichtungen oder Abschirmteile fertigen."

In der Branche gilt es als gesetzt, dass durch den Wandel zur Elektromobilität Arbeitsplätze verloren gehen: "Der Verbrennungsmotor besteht derzeit vielleicht aus 1700 bis 2400 Teilen. In einer Lithium-Ionen-Batterie sind vielleicht 150 bis 200 Teile enthalten." Außerdem sei die gesamte Batteriefertigung hochautomatisiert. "Das ist ein kompletter Technologiewandel", sagte der ElringKlinger-Chef.

"In 15 Jahren könnten wir mindestens den doppelten Umsatz bei maximal gleicher Mitarbeiterzahl sehen", sagt Wolf. 95 Prozent der Arbeitsplätze hängen vom Verbrennungsmotor ab. Das seien 8000 von 8500 Mitarbeitern. "Wir machen uns vor diesem Hintergrund langfristig Gedanken über Personalplanung." Der demografische Wandel sei ein unterstützender Faktor, aber es brauche intelligente Personalplanung.

Vom Aufbau einer Zellfertigung, den einige Arbeitnehmervertreter gefordert haben, um Arbeitsplätze in Deutschland zu halten, hält Wolf indes nichts. "Eine Zellfertigung in Deutschland aufbauen zu wollen, ist aus meiner Sicht unreflektiert und unrealistisch", sagte er mit Blick auf die Konkurrenz aus Asien und Überkapazitäten am Markt.

Die Hersteller müssten stattdessen ein Batteriemodul entwerfen, das sich absetzt - zum Beispiel, indem es eine Reichweite von 700 Kilometern habe. "Sie differenzieren sich derzeit auch über den Motor", so Wolf. "Wenn sie dieses Merkmal verlieren, ist das Auto schnell beliebig."

ElringKlinger hat eine Kooperation mit einem Zellhersteller aus China geschlossen. "Unser Beitrag wäre es, die Komponenten zu liefern, während unser Partner die Zellchemie einbringt", sagte Wolf. "Mit der Entwicklung eines eigenen Batteriesystems wollen wir aber zeigen, dass wir hier Systemkompetenz besitzen."

Aufhalten lässt sich der Wandel hin zur Elektromobilität nach Einschätzung von Wolf nicht mehr. "Die Hersteller haben nun einen ziemlich geordneten Blick, nachdem anfangs eine hohe Dynamik vorhanden war", sagte er. "Sie haben nun klare Strategien in Bezug auf Elektrofahrzeuge, wann welche in den Markt kommen sollen."

Das Problem wäre es, wenn die Autokäufer verunsichert würden. "Wenn sie 2017 einen Diesel kaufen, den sie fünf Jahre fahren, wissen sie angesichts der Restwertunsicherheit nicht, zu welchem Preis sie ihn dann verkaufen können", so Wolf. "Denn für die Zeit ab 2021 oder 2022 haben die Hersteller ein Feuerwerk an Elektrofahrzeugen angekündigt. Wenn das nicht eintritt, sind die Käufer erst recht verunsichert."/ang/DP/zb

10.12.2016

Alte Öl- und Gasförderanlagen auf See werden zum Kostenrisiko

HOUSTON (dpa-AFX) - In den nächsten 25 Jahren müssen rund 2600 Öl- und Gasbohrinseln und ähnliche Objekte auf See abgebaut werden, weil die Anlagen veraltet oder die Felder ausgefördert sind. Die Branche steht deshalb nach Einschätzung der Analysefirma IHS Markit vor einem "perfekten Sturm". Sie sehe sich nicht nur alternden Anlagen gegenüber, sondern auch strengeren Auflagen und einer fragmentierten Dienstleistungsbranche für den Rückbau der Anlagen, die noch in den Kinderschuhen stecke. Die Rückbaukosten für den Zeitraum von 2010 bis 2040 bezifferte IHS Markit auf rund 210 Milliarden Dollar (knapp 198 Mrd Euro). Die jährlichen Kosten würden sich mehr als verfünffachen./egi/DP/zb

10.12.2016

Merkel beklagt schleppende Umsetzung von Türkei-Flüchtlingspakt

BERLIN (dpa-AFX) - Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat die schleppende Umsetzung des Flüchtlingsabkommens zwischen der EU und der Türkei beklagt. Der Mechanismus, für jeden aus Griechenland in die Türkei zurückgeschickten illegal eingereisten Flüchtling einen Flüchtling aus der Türkei legal nach Europa zu schicken, funktioniere nicht richtig, sagte Merkel in ihrer am Samstag verbreiteten wöchentlichen Videobotschaft. Es sei "noch sehr viel Arbeit zu leisten, um den Schleppern wirklich das Handwerk zu legen", sagte sie auch mit Blick auf die Flüchtlingsbewegungen über das Mittelmeer nach Italien.

Merkel äußerte sich skeptisch über ein baldiges Zustandekommen ähnlicher Abkommen mit Libyen, Tunesien oder Ägypten. Die Gespräche seien noch im Anfangsstadium. "Denn das bedeutet natürlich auch immer, dass wir dann diesen Ländern helfen müssen, weil sie ja selber sehr unter der Flüchtlingsproblematik leiden." In Libyen müsse erst einmal eine stabile Einheitsregierung gebildet werden. "Das dauert alles sehr lange, es ist sehr kompliziert, aber die politischen Bemühungen dürfen nicht nachlassen", betonte die Kanzlerin. Am Mittwoch will sie Angehörige von deutschen Soldaten und Polizisten im Auslandseinsatz treffen.

Nach jüngsten Zahlen der EU-Kommission vom Donnerstag wurden seit Inkrafttreten des Flüchtlingsabkommens am 20. März 2761 syrische Flüchtlinge von der Türkei nach Europa umgesiedelt. 1187 Flüchtlinge wurden von den griechischen Inseln in die Türkei zurückgebracht./as/DP/zb

10.12.2016

Rekordübernahme: Bayer hofft auf Zustimmung der Monsanto-Aktionäre

ST. LOUIS (dpa-AFX) - Bayer will Monsanto schlucken - es wäre die größte Übernahme, die ein deutscher Konzern je im Ausland gestemmt hat. Doch zunächst müssen die Aktionäre des umstrittenen US-Saatgutriesen grünes Licht für den im Herbst angekündigten Verkauf an die Leverkusener geben. Am Dienstag soll die Abstimmung am Konzernsitz in St. Louis (US-Bundesstaat Missouri) stattfinden. Trotz vereinzelten Widerstands gilt die Rückendeckung der Investoren bei Analysten als sicher. Es gibt allerdings noch andere Fallstricke.

Erst Anfang der Woche hatten zwei unabhängige Beratungsgesellschaften die Annahme des Angebots empfohlen. Sowohl die Firma Institutional Shareholder Services (ISS) als auch Glass Lewis hoben den Daumen. Bayer und Monsanto hatten sich im September nach langen Verhandlungen auf einen Kaufpreis von 128 Dollar je Aktie geeinigt, was damals eine Bewertung von 66 Milliarden Dollar ergab. Für die Monsanto-Aktionäre bedeutete das einen satten Aufschlag von 44 Prozent auf den letzten Aktienkurs vor dem ersten schriftlichen Bayer-Angebot.

Dennoch kam der Deal nicht bei allen Investoren gut an. Im November war in Missouri eine erste Klage von Aktionären gegen die Übernahme eingereicht worden. Dem Finanzdienst Bloomberg zufolge werden darin Monsanto-Chef Hugh Grant und anderen Vorständen Interessenkonflikte vorgeworfen. Sie sollen angeblich persönlich stark von der Fusion profitieren und Aktionären Informationen vorenthalten haben, um den Verkauf zu forcieren. Solche Klagen sind in den USA bei Übernahmen allerdings nicht ungewöhnlich. Monsanto wies die Vorwürfe zurück.

Experten sehen die Genehmigung durch die weltweiten Kartellrechtsbehörden als größeres Risiko für den Deal als die Zustimmung der Aktionäre. Wegen der internationalen Ausrichtung der Konzerne müssen Wettbewerbshüter rund um den Globus die Übernahme absegnen. Aufgrund der geballten Marktmacht in einigen Bereichen dürften die Aufseher den Zusammenschluss penibel prüfen. Mit einem Abschluss der Fusion rechnen die Unternehmen nicht vor Ende 2017.

Auch wenn Monsanto-Aktionäre und Aufseher ihren Segen geben sollten - umstritten bleibt die Megaübernahme so oder so. Umweltschützern und Hilfsorganisationen ist sie ein Dorn im Auge. Monsanto steht wegen seiner gentechnisch veränderten Produkte und wegen des Pestizids Glyphosat in der Kritik. Doch auch bei den Bayer-Aktionären löste der finanzielle Kraftakt, für den die Leverkusener einen riesigen Kredit in Anspruch nehmen wollen, keine Freudensprünge aus. Die geplante Übernahme hat den Aktienkurs deutlich sinken lassen./hbr/DP/zb

10.12.2016

Umfrage: Viele Deutsche fürchten Identitätsklau im Internet

DÜSSELDORF (dpa-AFX) - Fast drei Viertel der Deutschen fürchten einer aktuellen Umfrage zufolge, beim Surfen im Internet oder beim Onlineshopping Opfer von Datendieben zu werden. Jeder Dritte wurde sogar bereits Opfer eines Identitätsdiebstahls, bei dem Kriminelle gestohlene persönliche Daten missbrauchten, um etwa Waren zu bestellen oder Spam über gehackte E-Mail-Konten zu versenden. Das geht aus einer aktuellen Umfrage der Beratungsgesellschaft PwC zum Thema "Cyber-Security" hervor.

Am häufigsten kommt demnach der Missbrauch von E-Mail-Adressen für den Versand von Spam-Mails vor. Gut jeder fünfte Befragte (21 Prozent) habe dies schon einmal erlebt, sagte der PwC-Handelsexperte Gerd Bovensiepen. Jeder Zwanzigste musste erfahren, dass von Kriminellen unter seinem Namen in Online-Shops eingekauft wurde. Ähnlich viele Befragte klagten, dass in ihrem Namen ein gefälschter Account etwa bei Facebook oder Ebay angelegt wurde. Zwei Drittel der Bundesbürger glauben, dass die Gefahr, beim Online-Shopping Opfer eines Datendiebstahls zu werden, in den letzten Jahren gestiegen ist./rea/DP/zb

10.12.2016

ElringKlinger-Chef sieht langsame Umstellung auf Elektromobilität

DETTINGEN/ERMS (dpa-AFX) - Der Chef des Autozulieferers ElringKlinger rechnet mit einer langsamen Umstellung der Zulieferindustrie durch die Elektromobilität. "Wir brauchen für Elektromobilität einen langen Atem", sagte Stefan Wolf der Deutschen Presse-Agentur. "Für die nächsten drei Jahre erwarte ich noch keinen massiven Hochlauf der Elektromobilität, weil die Fahrzeuge derzeit erst entwickelt werden." Der gesellschaftliche Druck sei immens, so Wolf. Jedoch: "Das Ziel der Grünen, den Verbrennungsmotor ab 2030 zu verbieten, halte ich für unrealistisch."

ElringKlinger hat längst begonnen, sich ein Standbein in der Elektromobilität aufzubauen. Der Bereich macht bislang nur zwei Prozent der Umsätze aus und wirft keinen Gewinn ab. "Dass unser Segment "E-Mobility" so klein ist, liegt an den Stückzahlen", sagte Wolf. "Wir erwarten keine bedeutenden Gewinne in den nächsten drei Jahren, aber wir müssen weiter dabei bleiben, um unsere Kompetenz in diesem Bereich zu zeigen."/ang/DP/zb

10.12.2016

Versicherer Ergo würde auch in Energie und Infrastruktur investieren

DÜSSELDORF (dpa-AFX) - Der Versicherungskonzern Ergo würde sein Geld künftig auch im Energiesektor anlegen. Das machte der Vorstandsvorsitzende Markus Rieß im Gespräch mit der "Rheinischen Post" (Samstag) deutlich. "Wenn Eon oder ein anderer Anbieter sein Netz verkauft, würden wir uns das gerne ansehen. Nicht umsonst sind in Netzen aller Art schon viele Banken, Versicherungen und Pensionsfonds engagiert", sagte Rieß. Auch andere Bereiche böten sich für Investments an: "Wenn mehr Beteiligung von privaten Investoren an Infrastrukturprojekten möglich wäre, würden wir sofort mitmachen", sagte Rieß.

Die niedrigen Zinsen machen dem zur Munich Re gehörenden Konzern wie anderen Versicherern auch zu schaffen. Dennoch sei die Lebensversicherung nicht tot, sagte Rieß. Sie würde nur anders angeboten - "mit veränderten Garantien oder komplett ohne". Mit einer Lebensversicherung könne Kapital über eine lange Zeit immer noch für eine attraktive Verzinsung gebunden werden. Das Risiko sei deutlich kleiner als Investitionen in Aktien oder Fonds./tsp/DP/zb

09.12.2016

dpa-AFX Überblick: ANALYSTEN-EINSTUFUNGEN der Woche vom 05. bis 09.12.2016

FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Ausgewählte Analysten-Einstufungen im dpa-AFX-Nachrichtendienst der Woche vom 05. bis 09.12.2016

MONTAG

AIRBUS GROUP

FRANKFURT - Die Deutsche Bank hat das Kursziel für Airbus von 75 auf 78 Euro angehoben und die Einstufung auf "Buy" belassen. In der Luftfahrt- und Rüstungsindustrie gebe es derzeit vier Megatrends, darunter eine mögliche Abschwächung im Wachstum des Wartungsmarkts sowie die Stärke des US-Dollars, schrieb Analyst Benjamin Fidler in einer Studie vom Montag. Er rechnet vorerst mit einer vergleichsweise schwächeren Kurstendenz bei kommerziellen Luftfahrtaktien, aber einer stärkeren bei Rüstungswerten. Airbus bleibt unter seinen bevorzugten Werten.

AIXTRON

FRANKFURT - Die Investmentbank Equinet hat die Einstufung für Aixtron nach dem Veto von Barack Obama gegen die geplante Übernahme durch einen chinesischen Investor auf "Neutral" mit einem Kursziel von 4 Euro belassen. Analystin Victoria Kruchevska zeigte sich von der Entscheidung des US-Präsidenten in einer Studie vom Montag nicht überrascht. Sollte der Zukauf dennoch zustande kommen, werde dies wohl nur zu anderen Konditionen und einem niedrigeren Übernahmepreis als die bisher gebotenen 6 Euro je Aktie möglich sein.

NIKE INC

LONDON - Die britische Investmentbank HSBC hat Nike von "Hold" auf "Buy" hochgestuft und das Kursziel von 56 auf 60 US-Dollar angehoben. Die Aktien des US-Sportartikelkonzerns seien in diesem Jahr der schwächste Wert im US-Leitindex Dow Jones Industrial, schrieb Analyst Erwan Rambourg in einer Studie vom Montag. Die Realität sei aber gar nicht so trostlos, wie es der Aktienkurs suggeriere. Mit Blick auf 2017 und darüber hinaus eröffne die vielversprechende Bewertung eine gute Anlagemöglichkeit.

SLM SOLUTIONS

FRANKFURT - Die Deutsche Bank hat das Kursziel für SLM Solutions nach gekappter Umsatzprognose von 41 auf 40 Euro gesenkt und die Einstufung auf "Buy" belassen. Der 3D-Druckerhersteller habe Anfang November bereits betont, dass eine Fachmesse über das Erreichen des Ausblicks entscheiden werde, schrieb Analyst Uwe Schupp in einer Studie vom Montag. Die dort gewonnenen Kunden kämen nun aber für dieses Jahr schlichtweg zu spät. Er blicke optimistisch auf das Jahr 2017, in dem SLM seiner Konkurrenz wieder Marktanteile abnehmen dürfte.

DIENSTAG

BARCLAYS

NEW YORK - Die US-Investmentbank Morgan Stanley hat das Kursziel für Barclays von 190 auf 230 Pence angehoben, aber die Einstufung auf "Equal-weight" belassen. Eine Zunahme der Inflation und höhere Zinsen, Umstrukturierungen, mögliche Abmilderungen bei der Bankenregulierung sowie eine erwartete Konjunkturbelebung dürften 2017 zu einem Schlüsseljahr für europäische Banken machen, schrieb Analystin Magdalena Stoklosa in einer Branchenstudie vom Dienstag. Deshalb sei für den Sektor im kommenden Jahr mit besseren Ergebniskennziffern zu rechnen. Die britische Großbank sei eine Restruktuierungsstory, die wohl Geduld erfordere.

METRO

FRANKFURT - Die Commerzbank hat die Einstufung für Metro AG vor Jahreszahlen und einer Investorenveranstaltung auf "Buy" mit einem Kursziel von 37,50 Euro belassen. Der bevorstehende Kapitalmarkttag sei notwendig, um Marktbefürchtungen zu zerstreuen, der Handelskonzern entfalte nicht sein volles Potenzial, schrieb Analyst Jürgen Elfers in einer Studie vom Dienstag. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2015/16 sollte Metro das Ergebnisziel (bereinigtes Ebit) erreicht haben.

SOCIETE GENERALE

NEW YORK - Die US-Investmentbank Morgan Stanley hat Societe Generale von "Equal-weight" auf "Overweight" hochgestuft und das Kursziel von 43,80 auf 49,20 Euro angehoben. Steigende Inflationszahlen und Zinsen, Umstrukturierungen, regulatorische Effekte sowie eine erwartete Konjunkturbelebung dürften 2017 zu einem Schlüsseljahr für europäische Banken machen, schrieb Analystin Magdalena Stoklosa in einer Branchenstudie vom Dienstag. Deshalb sei für den Sektor mit besseren Ergebniskennziffern zu rechnen. Die Aktie der Societe Generale dürfte die Bewertungslücke zum Sektor schließen können.

VODAFONE

NEW YORK - Die US-Bank JPMorgan hat die Einstufung für Vodafone auf "Overweight" belassen. Die europäischen Telekomwerte hätten sich im laufenden Jahr unterdurchschnittlich entwickelt und seien überverkauft, schrieb Analyst Akhil Dattani in einer Sektorstudie vom Dienstag. Allerdings überwögen die Branchenrisiken weiterhin die sich bessernden Fundamentaldaten.

MITTWOCH

BECHTLE AG

HAMBURG - Das Analysehaus Warburg Research hat Bechtle von "Hold" auf "Buy" hochgestuft und das Kursziel von 100 auf 105 Euro angehoben. Analyst Andreas Wolf begründete das neue Anlagevotum mit der zuletzt deutlichen, aber ungerechtfertigten Korrektur der Aktie. Der IT-Dienstleister habe auch im dritten Quartal Anteile in einem hoch fragmentierten Markt gewonnen, schrieb er in einer Studie vom Mittwoch.

DEUTSCHE BANK AG

FRANKFURT - Die DZ Bank hat die Aktie der Deutschen Bank von "Halten" auf "Verkaufen" abgestuft, den fairen Wert aber von 13,00 auf 14,50 Euro angehoben. Der deutliche Kursanstieg um rund ein Drittel in nur einem Monat und die damit deutlich bessere Kursentwicklung im Vergleich zu den US-Banken sei übertrieben, schrieb Analyst Christian Koch in einer Studie vom Mittwoch. Wegen des aufgehellten gesamtwirtschaftlichen Umfeldes habe er jedoch den fairen Wert hochgesetzt.

JUNGHEINRICH AG

FRANKFURT - Die DZ Bank hat die Jungheinrich-Aktie in ihre "Equity Ideas"-Liste aufgenommen und die Einstufung auf "Kaufen" belassen. Nach einem 20-prozentigen Kursverfall sei die Aktie nun wieder attraktiv bewertet, begründete Analyst Alexander Hauenstein die Aufnahme in der Auswahlliste. Kurzfristig belasteten strategische Autoaufträge die Marge des Gabelstapler-Herstellers, schrieb er in einer Studie vom Mittwoch. Dies dürfte künftig aber höhere Serviceerträge zur Folge haben.

NOVO NORDISK

ZÜRICH - Die Schweizer Großbank UBS hat Novo Nordisk um gleich zwei Stufen von "Sell" auf "Buy" hochgestuft und das Kursziel von 270 auf 350 dänische Kronen angehoben. Der Markt dürfte allmählich das Vertrauen in das Wachstum des dänischen Pharmakonzerns wiedergewinnen, schrieb Analyst Michael Leuchten in einer Studie vom Dienstag. Im besten Fall dürfte Novo 2018 zum Prämienwachstum zurückkehren, wenn der Portfolio-Mix den Gegenwind vom Preisdruck ausgleicht.

DONNERSTAG

CREDIT SUISSE GROUP AG

NEW YORK - Die US-Bank JPMorgan hat Credit Suisse nach dem Investorentag um zwei Stufen von "Underweight" auf "Overweight" hochgestuft und das Kursziel von 13 auf 18 Franken angehoben. Analyst Kian Abouhossein begrüßt in einer Studie vom Donnerstag den Strategiewechsel der Schweizer. Der Fokus liege nun nicht mehr auf der Ertragsentwicklung sondern den Kosten. Der Experte hob seine Gewinnschätzungen vor dem Hintergrund der avisierten Ziele für die beiden kommenden Jahre um 16 und 18 Prozent an.

HAPAG-LLOYD

HAMBURG - Die Privatbank Hauck & Aufhäuser hat Hapag-Lloyd mit "Buy" und einem Kursziel von 30 Euro in die Bewertung aufgenommen. Der Containerschiffahrtssektor erscheine inzwischen reif für eine Erholung, schrieb Analyst Leonhard Bayer in einer Studie vom Donnerstag. Bei Hapag-Lloyd sollten sich die Frachtraten im Jahr 2017 stabilisieren und damit die Profitabilität steigern. Das Papier sei günstig bewertet.

LINDE AG

FRANKFURT - Das Analysehaus Kepler Cheuvreux hat die Einstufung für Linde mit Blick auf die wieder aufgenommenen Gespräche mit Praxair auf "Buy" mit einem Kursziel von 171 Euro belassen. Die Wahrscheinlichkeit steige, dass sich diesmal beide Gasekonzerne auf einen Zusammenschluss einigten, schrieb Analyst Martin Rödiger in einer Studie vom Donnerstag. Aus seiner Sicht könnten die Rahmenbedingungen für das Geschäft noch vor Weihnachten festgezurrt werden. Mit detaillierten Konditionen rechnet Rödiger dann in ein bis zwei Monaten.

SWISS REINSURANCE COMPANY

NEW YORK - Das Analysehaus Jefferies hat Swiss Re von "Hold" auf "Underperform" abgestuft und das Kursziel von 86 auf 78 Franken gesenkt. Das derzeitige Umfeld einer sich belebenden Konjunktur begünstige Versicherer wie die Allianz und Axa, schrieb Analyst Mark Cathcart in einer Branchenstudie vom Donnerstag. Bei der Swiss Re ende indes das laufenden Aktienrückkaufprogramm im Februar - danach dürfte die Unterstützung für die Aktie nachlassen.

FREITAG

CARL ZEISS MEDITEC AG

FRANKFURT - Die Commerzbank hat die Einstufung für Carl Zeiss Meditec nach Zahlen zum Geschäftsjahr 2015/16 auf "Hold" mit einem Kursziel von 36 Euro belassen. Der Umsatz sei etwas niedriger als erwartet ausgefallen, schrieb Analyst Oliver Metzger in einer Studie vom Freitag. Das operative Ergebnis des Medizintechnikherstellers habe die Prognosen getroffen.

EVOTEC

FRANKFURT - Die DZ Bank hat den fairen Wert für Evotec nach der jüngsten Bekanntgabe von Übernahmen und Kooperationsvereinbarungen von 5,50 auf 7,00 Euro angehoben und die Einstufung auf "Kaufen" belassen. Der Nachrichtenfluss bei dem Biotech-Unternehmen sei positiv, schrieb Analyst Heinz Müller in einer Studie vom Freitag. Die Übernahme von Cyprotex sowie Allianzen mit Merck und zuletzt Forge Therapeutics sollten den Geschäftsbereich EVT Execute weiter stärken. Dies habe positive Auswirkungen auf seine Umsatz- und Ergebniserwartungen.

GFK AG

HAMBURG - Die Privatbank Hauck & Aufhäuser hat GfK nach dem Beteiligungsangebot von KKR von "Buy" auf "Sell" abgestuft, aber das Kursziel auf 35 Euro belassen. Angesichts des Aufpreises, den der US-Finanzinvestor verglichen mit seinem Kursziel zu zahlen bereit sei, rate er zur Annahme des Angebots, schrieb Analyst Christian Schwenkenbecher in einer Studie vom Freitag. Es zeige, dass die Aktie des Konsumforschers ganz schön unterbewertet gewesen sei. Die Transaktion bringe aber auch Risiken mit sich - etwa in puncto tiefer gehender Restrukturierungen.

GLENCORE

FRANKFURT - Die Deutsche Bank hat die Einstufung für den Rohstoffkonzern Glencore auf "Hold" mit einem Kursziel von 300 Pence belassen. Der Einstieg beim russischen Ölriesen Rosneft habe zwar nur ein geringes Volumen, zeige aber, dass bei dem Rohstoffkonzern Zukäufe wieder auf der Agenda stünden, schrieb Analystin Anna Mulholland in einer Studie vom Freitag. Sie rechnet mit weiteren Zukäufen.

/she

09.12.2016

ROUNDUP/Aktien New York Schluss: Ungebrochene Kauflust sorgt für weitere Rekorde

NEW YORK (dpa-AFX) - In den New Yorker Aktienmarkt drängen immer mehr Anleger. Der anhaltende Kaufrausch hat die Indizes auch am Freitag wieder zu neuen Rekorden getrieben. Anzeichen von Höhenangst sind nicht auszumachen. Fast mit der Schlussglocke kletterte der Wall-Street-Leitindex Dow Jones bis auf 19 757,74 Punkte und damit so hoch wie nie zuvor. Der Schlussstand lag nur knapp darunter bei 19 756,85 Punkten - ein Gewinn von 0,72 Prozent. Auf Wochensicht bedeutet dies für das weltweit wichtigste Börsenbarometer ein Plus von gut 3 Prozent.

Der breiter gefasste S&P 500 legte um 0,59 Prozent zu auf 2259,53 Punkte und blieb damit knapp unter der im Verlauf erreichten Bestmarke von 2259,80 Zählern. Für den Technologiewerte-Index Nasdaq 100 ging es um 0,76 Prozent auf 4895,90 Stellen nach oben.

US-WIRTSCHAFTSDATEN ÜBERZEUGEN ERNEUT

Im frühen Handel veröffentlichte Konjunkturdaten waren erfreulich ausgefallen. Die Stimmung der US-Verbraucher hatte sich im Dezember deutlich verbessert und den höchsten Stand seit Januar 2015 erreicht. Die von der Universität Michigan erhobenen Daten übertrafen die Erwartungen der Volkswirte. Der starke Anstieg deute an, dass die Stimmungsaufhellung in den USA nach dem Wahlsieg von Donald Trump zum nächsten US-Präsidenten anhalte und die Konsumausgaben in den kommenden Monaten weiterhin in einem gesunden Tempo steigen dürften, hieß es von den Experten von Capital Economics.

Begünstigt wurden die Aktienkurse in New York zudem von erneut gestiegenen Ölpreisen und dem festen US-Dollar. Marktteilnehmer rechnen nun fest damit, dass die US-Notenbank Fed in der kommenden Woche den Leitzins anheben wird.

21ST CENTURY WILL SKY

Unter den Einzelwerten gerieten 21st Century Fox mit Übernahmeplänen für Sky PLC in den Fokus. Medienmogul Rupert Murdoch startet einen neuen Anlauf, sich den britischen Bezahl-TV-Anbieter komplett einzuverleiben. Von Sky hieß es am Freitag, man habe mit Murdochs US-Unterhaltungskonzern 21st Century Fox eine vorläufige Einigung über ein Kaufangebot in Höhe von 10,75 Britischen Pfund pro Aktie in bar erzielt. Damit würde das Unternehmen insgesamt mit etwa 18,5 Milliarden Pfund bewertet. Noch ist der Deal allerdings nicht perfekt. Für die Anteile von 21st Century Fox ging es um 1,50 Prozent nach unten. Die Sky-Aktien waren in London um mehr als 26 Prozent nach oben geschnellt.

Der Getränkehersteller Coca-Cola meldete den Rücktritt von Vorstandschef Muhtar Kent. James Quincey, der bisherige Chef für das operative Tagesgeschäft, übernehme zum 1. Mai 2017 den Spitzenposten, teilte der Dow-Jones-Konzern mit. Coca-Cola-Großaktionär Warren Buffett zeigte sich zufrieden. "Ich kenne James und glaube, dass der Konzern mit seiner Wahl eine kluge Investition in die eigene Zukunft gemacht hat", so der Starinvestor mit. An der Börse wurde die Entscheidung ebenfalls begrüßt. Coca-Cola-Papiere legten an der Dow-Spitze um 2,49 Prozent zu.

GEWINNE IM PHARMASEKTOR

Gleich dahinter erholten sich die Papiere des Pharmaherstellers Pfizer mit plus 2,46 Prozent von ihrer jüngsten Kursschwäche. Die Aktien von Merck & Co gewannen 1,85 Prozent.

Schließlich stand mit Athene Holding noch ein Börsengang auf der Agenda. Der auf Produkte für die Altersvorsorge spezialisierte Versicherer nahm 1,08 Milliarden Dollar bei seinem Debüt ein. Es wurden 27 Millionen Aktien zum Preis von 40 US-Dollar das Stück platziert. Am Ende des Tages kosteten die Anteilsscheine 44,05 Dollar.

Der Euro bewegte sich im US-Handel nur noch wenig von der Stelle. Die Gemeinschaftswährung wurde zuletzt mit 1,0559 US-Dollar gehandelt und damit auf der Höhe des von der Europäischen Zentralbank (EZB) festgesetzten Referenzkurses (Donnerstag: 1,0762) Dollar. Am US-Rentenmarkt sanken richtungsweisende zehnjährige Staatsanleihen um 17/32 Punkte auf 95 28/32 Punkte und rentierten mit 2,47 Prozent./ajx/she

--- Von Achim Jüngling, dpa-AFX ---

09.12.2016

Aktien New York Schluss: Ungebrochene Kauflust sorgt für weitere Rekorde

NEW YORK (dpa-AFX) - In den New Yorker Aktienmarkt drängen immer mehr Anleger. Der anhaltende Kaufrausch hat die Indizes auch am Freitag wieder zu neuen Rekorden getrieben. Anzeichen von Höhenangst sind nicht auszumachen. Fast mit der Schlussglocke kletterte der Wall-Street-Leitindex Dow Jones bis auf 19 757,74 Punkte und damit so hoch wie nie zuvor. Der Schlussstand lag nur knapp darunter bei 19 756,85 Punkten - ein Gewinn von 0,72 Prozent. Auf Wochensicht bedeutet dies für das weltweit wichtigste Börsenbarometer ein Plus von gut 3 Prozent.

Der breiter gefasste S&P 500 legte um 0,59 Prozent zu auf 2259,53 Punkte und blieb damit knapp unter der im Verlauf erreichten Bestmarke von 2259,80 Zählern. Für den Technologiewerte-Index Nasdaq 100 ging es um 0,76 Prozent auf 4895,90 Stellen nach oben./ajx/she

09.12.2016

Aktien New York: Dow steigt über 19700 Punkten

NEW YORK (dpa-AFX) - Die Anleger am US-Aktienmarkt haben auch am Freitag noch keine Anzeichen von Höhenangst erkennen lassen. Der US-Leitindex Dow Jones stieg zuletzt um 0,45 Prozent bis auf 19 704,02 Punkte und damit so hoch wie noch nie in seiner Geschichte. Der breiter gefasste S&P 500 kletterte um 0,40 Prozent auf 2255,18 Punkte, nachdem er kurz davor beim Stand von 2255,39 ebenfalls eine neue Bestmarke erreicht hatte. Für den Technologiewerte-Index Nasdaq 100 ging es um 0,58 Prozent auf 4887,23 Stellen nach oben.

Im frühen Handel veröffentlichte Konjunkturdaten waren erfreulich ausgefallen. Die Stimmung der US-Verbraucher hatte sich im Dezember deutlich aufgehellt und den höchsten Stand seit Januar 2015 erreicht. Die von der Universität Michigan erhobenen Daten übertrafen die Erwartungen der Volkswirte. Der starke Anstieg deute an, dass die Stimmungsaufhellung in den USA nach dem Wahlsieg von Donald Trump zum nächsten US-Präsidenten anhalte und die Konsumausgaben in den kommenden Monaten weiterhin in einem gesunden Tempo steigen dürften, hieß es von den Experten von Capital Economics.

Unter den Einzelwerten gerieten 21st Century Fox mit Übernahmeplänen für Sky PLC in den Fokus. Medienmogul Rupert Murdoch startet einen neuen Anlauf, den britischen Bezahl-TV-Anbieter komplett zu übernehmen. Man habe mit Murdochs US-Unterhaltungskonzern 21st Century Fox eine vorläufige Einigung über ein Kaufangebot in Höhe von 10,75 Britischen Pfund pro Aktie in bar erzielt, teilte Sky am Freitag mit. Damit würde das Unternehmen insgesamt mit etwa 18,5 Milliarden Pfund bewertet. Noch ist der Deal allerdings nicht perfekt.

Die Sky-Aktien waren in London um mehr als 26 Prozent nach oben geschnellt. Für die Anteile von 21st Century Fox war es zunächst ebenfalls nach oben gegangen, zuletzt sackten sie jedoch um mehr als 3 Prozent ab.

Vom Getränkehersteller Coca-Cola kam die Meldung über den Rücktritt von Vorstandschef Muhtar Kent. James Quincey, der bisherige Chef für das operative Tagesgeschäft, übernehme zum 1. Mai 2017 den Spitzenposten, teilte der Dow-Jones-Konzern mit. Coca-Cola-Großaktionär Warren Buffett zeigte sich zufrieden. "Ich kenne James und glaube, dass der Konzern mit seiner Wahl eine kluge Investition in die eigene Zukunft gemacht hat", so der Starinvestor mit. An der Börse wurde die Entscheidung begrüßt. Coca-Cola-Papiere legten an der zweiten Stelle im Dow-Jones-Index um 2,42 Prozent zu.

Ganz vorne erholten sich die Papiere des Pharmaherstellers Pfizer mit plus 2,59 Prozent von ihrer jüngsten Kursschwäche.

Schließlich stand mit Athene Holding noch ein Börsengang auf der Agenda. Der auf Produkte für die Altersvorsorge spezialisierte Versicherer nahm 1,08 Milliarden Dollar bei seinem Debüt ein. Es wurden 27 Millionen Aktien zum Preis von 40 US-Dollar das Stück platziert. Zuletzt wurden die Anteilsscheine mit 44,30 Dollar gehandelt./ajx/she

09.12.2016

KORREKTUR/ROUNDUP/Aktien New York: Schon wieder neue Rekorde

(Korrigiert wird im letzten Satz des letzten Absatzes der Ausgabepreis von Athene Holding. Die Papiere wurden zu 40 US-Dollar das Stück platziert.)

NEW YORK (dpa-AFX) - Die Anleger am US-Aktienmarkt haben auch am Freitag noch keine Anzeichen von Höhenangst erkennen lassen. Der US-Leitindex Dow Jones stieg abermals auf ein Rekordhoch bei 19 671,84 Punkten. Zuletzt gewann das Barometer 0,23 Prozent auf 19 660,05 Punkte. Der breiter gefasste S&P 500 legte um 0,31 Prozent zu auf 2253,17 Zähler. Auch der S&P erreichte kurz davor bei 2255,06 Punkten einen historischen Höchststand. Für den Technologiewerte-Index Nasdaq 100 ging es um 0,61 Prozent auf 4888,64 Punkte nach oben.

Die Stimmung der US-Verbraucher hatte sich im Dezember deutlich aufgehellt und den höchsten Stand seit Januar 2015 erreicht. Die von der Universität Michigan erhobenen Daten übertrafen die Erwartungen der Volkswirte. Der starke Anstieg deute an, dass die Stimmungsaufhellung in den USA nach dem Wahlsieg von Donald Trump zum nächsten US-Präsidenten anhalte und die Konsumausgaben in den kommenden Monaten weiterhin in einem gesunden Tempo steigen dürften, hieß es von den Experten von Capital Economics.

Aus Unternehmenssicht ist die Nachrichtenlage am Freitag recht dünn. Vom Getränkehersteller Coca-Cola kam die Meldung über den Rücktritt von Vorstandschef Muhtar Kent. James Quincey, der bisherige Chef für das operative Tagesgeschäft, übernehme zum 1. Mai 2017 den Spitzenposten, teilte der Dow-Jones-Konzern mit. Coca-Cola-Großaktionär Warren Buffett zeigte sich zufrieden. "Ich kenne James und glaube, dass der Konzern mit seiner Wahl eine kluge Investition in die eigene Zukunft gemacht hat", so der Starinvestor mit. An der Börse wurde die Entscheidung ebenfalls wohlwollend aufgenommen. Coca-Cola-Papiere legten bislang an zweiter Stelle im Dow-Index um 2,51 Prozent zu.

Auf Platz eins erholten sich die Papiere des Pharmaherstellers Pfizer mit plus 2,54 Prozent von ihrer jüngsten Kursschwäche.

Der Online-Spieleanbieter Zynga setzt auf einen Markterfolg seines neuen Smartphone-Spiels "Dawn of Titans". Das Unternehmen war mit Online-Spielen wie die Agrar-Simulation "Farmville" auf der Facebook-Plattform groß geworden. Doch mit der zunehmenden Nutzung von Smartphones für Spiele rissen die Erfolge ab, bis zuletzt tat sich Zynga in dem Geschäft schwer und steckt in roten Zahlen. Vom erhofften Erfolg des neuen Spiels war an der Börse am Freitag nichts zu spüren: Zynga-Aktien verloren bisher rund zweieinhalb Prozent.

Ebenfalls gefragt waren die Aktien von 21st Century Fox, die um rund 4 Prozent zulegten. Der Unterhaltungskonzern von Medienmogul Rupert Murdoch hatte zuvor ein Übernahmeangebot für den Bezahlsender Sky über 10,75 Pence je Aktie vorgelegt.

Schließlich steht mit Athene Holding noch ein Börsengang auf der Agenda. Der auf Produkte für die Altersvorsorge spezialisierte Versicherer nahm rund 1,08 Milliarden Dollar ein. Es wurden 27 Millionen Aktien zum Preis von 40 US-Dollar das Stück platziert./ajx/she

09.12.2016

ROUNDUP/Aktien Frankfurt Schluss: Dax verbucht imposantes Wochenplus

FRANKFURT (dpa-AFX) - Anleger am deutschen Aktienmarkt haben dem Dax am Freitag die gewinnträchtigste Woche des Jahres beschert. Der deutsche Leitindex knüpfte zu Wochenschluss mit einem Aufschlag von 0,22 Prozent und 11 203,63 Punkten an seine imposante Rally der vergangenen vier Tage an, gleichwohl er dabei einen Gang zurückschaltete. Sein Jahreshoch hatte er im Tagesverlauf nochmals auf 11 231 Punkte nach oben geschraubt.

"Eine Handelswoche nach Maß liegt hinter den Börsianern", sagte Gregor Kuhn vom Broker IG Markets. Mit einem satten Aufschlag von rund 6,5 Prozent oder fast 700 Punkten verbuchte der Dax seinen bisher kräftigsten Wochenanstieg in diesem Jahr. Den hartnäckigen Widerstand bei 10 800 und die psychologisch wichtige Marke von 11 000 Punkten hatte er in den vergangenen Tagen spielend genommen. Triebfeder ist die weiterhin lockere Geldpolitik der Europäischen Zentralbank, mit der sie die Krisenherde in der Eurozone eindämmen will.

AUCH INDEXKOLLEGEN LEGEN ZU

Die übrigen, zuletzt weniger dynamischen deutschen Indizes verbuchten am Freitag die größeren Gewinne: Der MDax stieg um 1,02 Prozent auf 21 662,21 Punkte und damit auf den höchsten Stand seit Anfang Oktober. Für den Technologiewerte-Index TecDax ging es gestützt auf Kursgewinne bei Biotech-Werten um 1,17 Prozent auf 1753,27 Punkte nach oben. Von Jahresbestmarken ist er jedoch noch ein gutes Stück entfernt.

Auch der EuroStoxx 50 zeigte sich vor dem Hintergrund der lockeren europäischen Geldpolitik freundlich. Der Leitindex der Eurozone gewann 0,37 Prozent auf 3197,54 Zähler und erreichte den höchsten Stand seit Anfang Januar. Ähnlich wie der Dax hat er im Wochenverlauf ein deutliches Plus von rund 6 Prozent eingefahren.

UMGEKEHRTE TENDENZ BEI DAX-FAVORITEN

Bei den Einzelwerten im Dax drehte sich die Bewegung der vergangenen Tage um: Jüngste Ausreißer nach oben fielen zurück, während die zuletzt weniger gefragten Aktien vorpreschten. Die Gesundheitsfirmen Fresenius und Fresenius Medical Care sowie der Immobilienkonzern Vonovia nahmen mit Aufschlägen zwischen 2,2 und 3,6 Prozent die Spitze ein. Die Anteile von Thyssenkrupp und der Deutschen Bank gaben hingegen um fast 3 Prozent nach.

Nachrichtlich spielte ansonsten die Musik im TecDax. Während die schwergewichtigen Qiagen-Aktien den Index mit plus 3 Prozent stützten, ging es für Evotec sogar um 3,40 Prozent nach oben. Sie profitierten von einer vermeldeten Kooperation mit dem US-Startup Forge Therapeutics. Für Analyst Heinz Müller von der DZ Bank bleibt der Nachrichtenfluss in puncto Allianzen bei Evotec positiv.

KURSRUTSCH BEI SILTRONIC

Aktien von Siltronic dagegen litten sehr deutlich unter schwindendem Übernahmeinteresse aus China. Sie knickten am Ende um mehr als 8 Prozent auf 40,90 Euro ein, weil ein Investoren aus Fernost seine Bemühungen um den Halbleiter-Zulieferer aufgegeben hat. Seit dem im Februar erreichten Zwischentief bei 12 Euro hatten sie kräftig von der Übernahmefantasie profitiert. Mit 46,10 Euro konnten sie sich in der Spitze fast vervierfachen.

Am deutschen Rentenmarkt verharrte die Umlaufrendite bei 0,15 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,24 Prozent auf 141,66 Punkte. Der Euro-Bund-Future legte moderat um 0,17 Prozent auf 161,70 Punkte zu. Der Euro weitete seine jüngsten Verluste aus: Er stand zuletzt bei 1,0542 Dollar. Die EZB hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,0559 (Donnerstag: 1,0762) US-Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,9471 (0,9292) Euro./tih/she

--- Von Timo Hausdorf, dpa-AFX ---

09.12.2016

Aktien Frankfurt Schluss: Dax verbucht imposantes Wochenplus

FRANKFURT (dpa-AFX) - Anleger am deutschen Aktienmarkt haben dem Dax am Freitag die gewinnträchtigste Woche des Jahres beschert. Der deutsche Leitindex knüpfte zu Wochenschluss mit einem Aufschlag von 0,22 Prozent und 11 203,63 Punkten an seine imposante Rally der vergangenen vier Tage an, gleichwohl er dabei einen Gang zurückschaltete. Sein Jahreshoch hatte er im Tagesverlauf nochmals auf 11 231 Punkte nach oben geschraubt.

"Eine Handelswoche nach Maß liegt hinter den Börsianern", sagte Gregor Kuhn vom Broker IG Markets. Mit einem satten Aufschlag von rund 6,5 Prozent oder fast 700 Punkten verbuchte der Dax seinen bisher kräftigsten Wochenanstieg in diesem Jahr. Triebfeder ist die weiterhin lockere Geldpolitik der Europäischen Zentralbank, mit denen sie die Krisenherde in der Eurozone eindämmen will.

Die übrigen, zuletzt weniger dynamischen Indizes verbuchten am Freitag die größeren Gewinne: Der MDax stieg um 1,02 Prozent auf 21 662,21 Punkte und damit auf den höchsten Stand seit Anfang Oktober. Für den Technologiewerte-Index TecDax ging es um 1,17 Prozent auf 1753,27 Punkte nach oben. Von Jahresbestmarken ist er jedoch noch ein gutes Stück entfernt./tih/she

09.12.2016

ROUNDUP/Aktien New York: Schon wieder neue Rekorde

NEW YORK (dpa-AFX) - Die Anleger am US-Aktienmarkt haben auch am Freitag noch keine Anzeichen von Höhenangst erkennen lassen. Der US-Leitindex Dow Jones stieg abermals auf ein Rekordhoch bei 19 671,84 Punkten. Zuletzt gewann das Barometer 0,23 Prozent auf 19 660,05 Punkte. Der breiter gefasste S&P 500 legte um 0,31 Prozent zu auf 2253,17 Zähler. Auch der S&P erreichte kurz davor bei 2255,06 Punkten einen historischen Höchststand. Für den Technologiewerte-Index Nasdaq 100 ging es um 0,61 Prozent auf 4888,64 Punkte nach oben.

Die Stimmung der US-Verbraucher hatte sich im Dezember deutlich aufgehellt und den höchsten Stand seit Januar 2015 erreicht. Die von der Universität Michigan erhobenen Daten übertrafen die Erwartungen der Volkswirte. Der starke Anstieg deute an, dass die Stimmungsaufhellung in den USA nach dem Wahlsieg von Donald Trump zum nächsten US-Präsidenten anhalte und die Konsumausgaben in den kommenden Monaten weiterhin in einem gesunden Tempo steigen dürften, hieß es von den Experten von Capital Economics.

Aus Unternehmenssicht ist die Nachrichtenlage am Freitag recht dünn. Vom Getränkehersteller Coca-Cola kam die Meldung über den Rücktritt von Vorstandschef Muhtar Kent. James Quincey, der bisherige Chef für das operative Tagesgeschäft, übernehme zum 1. Mai 2017 den Spitzenposten, teilte der Dow-Jones-Konzern mit. Coca-Cola-Großaktionär Warren Buffett zeigte sich zufrieden. "Ich kenne James und glaube, dass der Konzern mit seiner Wahl eine kluge Investition in die eigene Zukunft gemacht hat", so der Starinvestor mit. An der Börse wurde die Entscheidung ebenfalls wohlwollend aufgenommen. Coca-Cola-Papiere legten bislang an zweiter Stelle im Dow-Index um 2,51 Prozent zu.

Auf Platz eins erholten sich die Papiere des Pharmaherstellers Pfizer mit plus 2,54 Prozent von ihrer jüngsten Kursschwäche.

Der Online-Spieleanbieter Zynga setzt auf einen Markterfolg seines neuen Smartphone-Spiels "Dawn of Titans". Das Unternehmen war mit Online-Spielen wie die Agrar-Simulation "Farmville" auf der Facebook-Plattform groß geworden. Doch mit der zunehmenden Nutzung von Smartphones für Spiele rissen die Erfolge ab, bis zuletzt tat sich Zynga in dem Geschäft schwer und steckt in roten Zahlen. Vom erhofften Erfolg des neuen Spiels war an der Börse am Freitag nichts zu spüren: Zynga-Aktien verloren bisher rund zweieinhalb Prozent.

Ebenfalls gefragt waren die Aktien von 21st Century Fox, die um rund 4 Prozent zulegten. Der Unterhaltungskonzern von Medienmogul Rupert Murdoch hatte zuvor ein Übernahmeangebot für den Bezahlsender Sky über 10,75 Pence je Aktie vorgelegt.

Schließlich steht mit Athene Holding noch ein Börsengang auf der Agenda. Der auf Produkte für die Altersvorsorge spezialisierte Versicherer nahm Kreisen zufolge 1,08 Milliarden Dollar ein. Es wurden 27 Millionen Aktien zum Preis von 27 US-Dollar das Stück platziert./ajx/she

09.12.2016

Aktien New York: Weitere Gewinne

NEW YORK (dpa-AFX) - Am US-Aktienmarkt hat zum Handelsbeginn am Freitag die gute Laune weiter dominiert. Der US-Leitindex Dow Jones stieg in der ersten Stunde nach der Eröffnung um 0,08 Prozent auf 19 631,30 Punkte. Für den breiter gefassten S&P 500 ging es um 0,19 Prozent auf 2250,52 Punkte nach oben. Der Technologiewerte-Index Nasdaq 100 legte bislang um 0,47 Prozent auf 4882,02 Punkte zu.

Auf das kurz nach Börsenstart veröffentlichte Konsumklima der Universität Michigan hatte der Dow-Index per saldo nur wenig reagiert. Die Stimmung der US-Verbraucher hatte sich im Dezember deutlich aufgehellt und den höchsten Stand seit Januar 2015 erreicht. Die Erwartungen der Volkswirte wurden übertroffen./ajx/stb

09.12.2016

Aktien Frankfurt: Anleger schalten einen Gang zurück nach rasanter Woche

FRANKFURT (dpa-AFX) - Am Ende der wohl gewinnträchtigsten Woche des Jahres haben die Anleger am deutschen Aktienmarkt einen Gang zurückgeschaltet. Der Dax kam nach seinem Durchmarsch an den Vortagen nur noch im Schneckentempo voran. Am Nachmittag lag der Leitindex mit 0,06 Prozent im Plus bei 11 185,96 Punkten. Etwas besser entwickelten sich der MDax der mittelgroßen Konzerne sowie der Technologiewerte-Index TecDax.

Es sei normal, dass die Märkte am Ende einer solche starken Woche Luft holten, erklärte Mike van Dulken vom Broker Accendo Markets. Ein Problem wollte er darin nicht sehen: "Aktien halten sich ziemlich gut."

Auf Wochensicht liegt der deutsche Leitindex satte 6 Prozent im Plus - das ist der kräftigste Anstieg im bisherigen Jahr. Triebfeder ist die weiterhin lockere Geldpolitik der Europäischen Zentralbank, mit denen sie die Krisenherde in der Eurozone eindämmen will. So braucht Italien eine neue Regierung.

NEUES JAHRESHOCH

Am Vortag hatte der Dax dank der anhaltenden Geldflut der EZB erstmals seit einem Jahr die Marke von 11 000 Punkten übersprungen. Am Freitag gelang ihm dann noch ein neues Jahreshoch bei gut 11 213 Punkten, bevor er wieder etwas zurückfiel. "Die Jahresendrally hat in letzter Sekunde doch noch gezündet", sagte Jochen Stanzl vom Broker CMC Markets.

Die Charttechnik-Experten von Index-Radar rechnen ebenfalls grundsätzlich mit steigenden Kursen. Auf kurze Sicht könnten jedoch einige Anleger Kasse machen, warnten sie.

BREITER MARKT IST WEITER IM PLUS

Der MDax der mittelgroßen Werte stieg am Freitag unbeirrt um weitere 0,64 Prozent auf 21 580,54 Punkte; für den Technologiewerte-Index TecDax ging es um 0,61 Prozent auf 1743,57 Punkte hoch.

Der EuroStoxx 50 als Leitindex der Eurozone rückte um 0,13 Prozent auf 3189,82 Punkte vor. Unterstützung kam dabei von der Wall Street, die ihren Rekordlauf der letzten Tage fortsetzen könnte. Marktbewegende Konjunkturdaten gab es nicht.

BANKEN FALLEN - BEWEGUNG IM TECDAX

Im Dax herrschte verkehrte Welt am Freitag: Die Ausreißer der Vortage fielen zurück, während die Nachzügler vorpreschten. Zu letzteren zählten die Gesundheitsfirmen Fresenius und Fresenius Medical Care sowie der Immobilienkonzern Vonovia mit Aufschlägen von bis zu 3 Prozent. Auch die Immobilienwerte in den kleineren Indizes legten teils deutlich zu. Dagegen knickten die Commerzbank , der Industriekonzern Thyssenkrupp sowie die Deutsche Bank um bis zu 3 Prozent ein.

Die Musik spielte allerdings im TecDax, wo die Aktien von Siltronic unter dem Abbruch von Verhandlungen mit chinesischen Investoren litten. Sie knickten zuletzt um 9 Prozent auf 40,705 Euro ein. Allerdings hatte sich der Wert der Papiere zuvor im Jahresverlauf auch verdoppelt und am Vortag bei 46,10 Euro ein Rekordhoch erreicht.

Anleger von SMA Solar wiederum haben am Freitag die Vertragsverlängerung des Vorstandschefs begrüßt mit einem Kursplus von anderthalb Prozent. Die Aktien des Biotechunternehmens Evotec profitierten von einer Kooperation mit dem US-Start-up Forge Therapeutics. Zuletzt betrug das Plus zweieinhalb Prozent. Gute Verkäufe in Asien im abgelaufenen Geschäftsjahr ließen die Aktie des Medizintechnik-Herstellers Carl Zeiss Meditec um anderthalb Prozent steigen./das/fbr

09.12.2016

Aktien New York Ausblick: Dow winkt solider Wochengewinn - Neue Rekorde möglich

NEW YORK (dpa-AFX) - Die Anleger an der Wall Street dürften auch am Freitag zur Eröffnung positive Vorzeichen sehen. Der Broker IG Markets taxierte den Dow Jones Industrial rund eine dreiviertel Stunde vor Börsenstart 0,12 Prozent höher bei 19 638 Punkten.

Am Vortag hatte der US-Leitindex im Verlauf ein Rekordhoch von 19 664 Zählern erreicht und letztlich um 0,33 Prozent zugelegt. Auch der marktbreite S&P 500 sowie der Technologieindex Nasdaq Composite hatten neue Bestmarken verzeichnet. Für den Dow deutet sich damit ein Wochengewinn von rund zweieinhalb Prozent an.

Im frühen Handel könnten neue US-Konjunkturdaten für frische Impulse sorgen. Das Augenmerk der Investoren dürfte sich auf die Bekanntgabe des von der Universität Michigan ermittelten Verbrauchervertrauens für Dezember richten. "Übergeordnet schielen die Marktteilnehmer allerdings auf die Fed-Sitzung kommende Woche. Eine weitere Leitzinsanhebung nach Dezember 2015 gilt als ausgemachte Sache", so Investmentanalyst Clemens Bundschuh von der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW).

Aus Unternehmenssicht ist die Nachrichtenlage am Freitag sehr dünn. Im vorbörslichen Handel verteuerten sich Zynga-Aktien um 1 Prozent. Zynga setzt auf einen Markterfolg seines neuen Smartphone-Spiels "Dawn of Titans". Das Unternehmen war mit Online-Spielen wie die Agrar-Simulation "Farmville" auf der Facebook-Plattform groß geworden. Doch mit der zunehmenden Nutzung von Smartphones für Spiele rissen die Erfolge ab, bis zuletzt tat sich Zynga in dem Geschäft schwer und steckt in roten Zahlen./edh/fbr

10.12.2016

ROUNDUP/Energieminister: Auch Russland will Ölförderung kürzen

WIEN/MOSKAU (dpa-AFX) - Das Ölkartell Opec ist optimistisch, dass sich auch Nicht-Opec-Länder zu einer Kürzung der Ölförderung entschließen werden. "Das ist ein historischer Tag", sagte Opec-Generalsekretär Mohammed Barkindo am Samstag in Wien vor gemeinsamen Beratungen. Er halte es für möglich, dass die Kürzungen sogar die angestrebten 600 000 Barrel am Tag übertreffen werden. Der Einladung der Organisation erdölexportierender Länder (Opec) waren rund ein Dutzend Länder wie Russland, Mexiko, Aserbaidschan und Kasachstan gefolgt.

Ende November hatte das Ölkartell beschlossen, die Förderung zu drosseln, um wieder höhere Preise zu erzielen. Andere Exporteure schlossen sich im Grundsatz an. Russlands Energieminister Alexander Nowak sagte nun vor dem Treffen, Russland werde seine Ölförderung wie mit der Opec vereinbart um täglich 300 000 Barrel senken. "Wir haben unsere Selbstverpflichtung genannt und werden uns an diese Zahlen halten", sagte er laut russischen Agenturen.

Die aus 14 Länder bestehende Opec hatte sich am 30. November auf die erste Kürzung ihrer Ölproduktion seit 2008 geeinigt. Im ersten Halbjahr 2017 sollen pro Tag 1,2 Millionen Barrel (je 159 Liter) weniger gefördert werden als jetzt. Das neue Limit soll bei 32,5 Millionen Barrel täglich liegen. Zugleich hatte sich die Opec mit Russland und anderen Ländern im Grundsatz verständigt, dass auch diese Öl-Förderstaaten etwa 600 000 Barrel am Tag weniger produzieren.

Seit dem Opec-Beschluss ist der Preis für die Nordseesorte Brent um rund 15 Prozent auf fast 55 Dollar gestiegen. Das kann höhere Benzin- und Heizölpreise für die Verbraucher bedeuten. Allerdings erwarten Experten mittelfristig keine weitere deutliche Verteuerung. Selbst mit den Kürzungen - sollten sie überhaupt Bestand haben - sei im ersten Halbjahr zu viel Öl auf dem Markt, so ein Experte des Forschungsunternehmens JBC./mrd/al/fko/DP/zb

10.12.2016

Minister: Russland hält Zusage zu gedrosselter Ölförderung ein

WIEN/MOSKAU (dpa-AFX) - Russland wird seine Ölförderung wie mit der Opec vereinbart um täglich 300 000 Barrel (je 159 Liter) senken. Das sagte der russische Energieminister Alexander Nowak am Samstag in Wien vor Gesprächen mit der Organisation erdölexportierender Länder (Opec). Er rechne damit, dass im Anschluss an das Treffen eine Übereinkunft unterzeichnet werde, sagte er russischen Agenturen zufolge.

Ende November hatte das Ölkartell beschlossen, die Förderung zu drosseln, um wieder höhere Preise zu erzielen. Andere Exporteure schlossen sich im Grundsatz an. "Wir haben unsere Selbstverpflichtung genannt und werden uns an diese Zahlen halten", sagte Nowak. Er rechne damit, dass die Nicht-Opec-Länder in Wien insgesamt eine Kürzung um 600 000 Barrel zusagen.

Die Opec selbst will die Förderung um 1,2 Millionen Barrel am Tag auf 32,5 Millionen Barrel senken./fko/DP/zb

10.12.2016

AUSBLICK: US-Notenbank vor zweiter Zinsanhebung nach Finanzkrise

WASHINGTON/FRANKFURT (dpa-AFX) - Die amerikanische Notenbank Fed steht vor ihrer zweiten Zinsanhebung nach der weltweiten Finanzkrise. Anleger und Analysten gehen fest davon aus, dass die Federal Reserve ihren Leitzins am kommenden Mittwoch (14. Dezember) um 0,25 Prozentpunkte erhöhen wird. Die Fed Funds Rate, wie der Leitzins in den USA genannt wird, würde dann in einer Spanne von 0,5 bis 0,75 Prozent liegen. Das wäre zwar immer noch ein niedriges Zinsniveau, immerhin aber ein halber Prozentpunkt mehr als der faktische Nullzins, den die Fed in der Finanzkrise 2008 eingeführt hatte.

Einen ersten Schritt weg von der Nulllinie vollzog die Fed ziemlich genau vor einem Jahr. Im vergangenen Dezember erhöhte sie ihren Leitzins erstmalig seit der Finanzkrise, die in dem Zusammenbruch der Investmentbank Lehman Brothers ihren Höhepunkt fand. Zum Zeitpunkt der ersten Zinserhöhung schien es so, als würde die Fed in diesem Jahr ganze viermal an der Zinsschraube drehen. Doch daraus wurde nichts: Erst kamen der Fed die weltweiten Börsenturbulenzen zu Jahresbeginn in die Quere, dann folgte eine globale Wachstumsschwäche und das Brexit-Votum der Briten. Schließlich hielt sich die Notenbank im Vorfeld der US-Präsidentschaftswahl zurück. Aus ursprünglich vier erwarteten Zinsschritten dürfte das Jahr damit allenfalls mit einer Zinserhöhung zu Ende gehen.

Dass die Zeichen jetzt wieder auf Zinsanhebung stehen, hat nicht zuletzt Notenbankchefin Janet Yellen klar zu verstehen gegeben. Im November sagte Yellen vor Parlamentariern, ein weiterer Zinsschritt sei "relativ bald" angemessen. Was im herkömmlichen Sprachgebrauch wenig konkret klingt, ist in der oft verklausulierten Sprache von Notenbankern eine deutliche Ansage. Yellen hat allen Grund, einen zweiten Zinsschritt zu wagen: Die US-Wirtschaft läuft im Großen und Ganzen rund, der Arbeitsmarkt ist ausgelastet, und die Inflation zieht langsam an. Die Börsen sehen das ähnlich: Die Wahrscheinlichkeit einer Dezember-Anhebung wird mit 100 Prozent bewertet. Oder in der Sprache der Märkte: Der Zinsschritt ist "eingepreist".

Aus Expertensicht ist es deshalb auch viel interessanter, welchen Kurs die Fed im kommenden Jahr fährt. Hier kommt der künftige US-Präsident Donald Trump ins Spiel: Im Wahlkampf hat Trump starke Steuersenkungen und höhere Staatsausgaben für die teils marode Infrastruktur angekündigt. "Ein kräftiges Gasgeben der Fiskalpolitik würde den Inflationsdruck erhöhen", erklärt Bernd Weidensteiner, USA-Experte von der Commerzbank. Kommt die Inflation zurück, könnte sich die Notenbank gezwungen sehen, ihre Geldpolitik wesentlich rascher zu straffen, als es gegenwärtig erwartet wird. Die Fed selbst geht zurzeit von zwei Zinsanhebungen im kommenden Jahr aus.

Viele Fachleute beschwichtigen jedoch: "Weder ist eine massiv expansive Fiskalpolitik in den nächsten Jahren bereits ausgemachte Sache, noch ist plötzlich eine spürbar höhere Teuerungsrate zu erwarten", sagt Fed-Experte Patrick Franke von der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba). An den Finanzmärkten jedoch sind die Zinsen ebenso deutlich gestiegen wie die Erwartungen an die künftige Geldentwertung. Franke relativiert: "Die Reaktionen an den Finanzmärkten seit der Wahl am 8. November werfen die Frage auf, ob die Anleger nicht von einem Extrem - nie wieder Inflation, ewige Nullzinsen - nun ins andere verfallen."

Angesichts dieses ungewissen Ausblicks dürften die neuen Zinsprognosen der US-Notenbanker auf besonders großes Interesse stoßen. Die Währungshüter geben mehrmals im Jahr nicht nur ihre Einschätzung zum Wirtschaftswachstum, zur Preisentwicklung und zur Arbeitsmarktsituation ab. Auch tragen sie ihre Einschätzung zur künftigen Zinsentwicklung nach außen. Dieses Bild über die Stimmung im geldpolitischen Ausschuss FOMC sorgt regelmäßig für starke Bewegung an den Finanzmärkten. Sollte die Fed beispielsweise ihre Zinsprognosen anheben, weil sie die voraussichtliche Finanzpolitik Trumps berücksichtigt, dürfte insbesondere der US-Dollar profitieren./bgf/jkr/stb

10.12.2016

Bundesbank eröffnet erweitertes Geldmuseum wieder

FRANKFURT (dpa-AFX) - Gut zwei Jahre nach Beginn der Arbeiten eröffnet die Deutsche Bundesbank ihr erweitertes Geldmuseum in Frankfurt wieder. Vom kommenden Samstag (17.12.) an ist die Ausstellung für Besucher zugänglich, wie die Notenbank mitteilte. Tags zuvor dürfen sich geladene Gäste bei einer Feier ein Bild machen.

Auf 1000 Quadratmetern Fläche gibt es Einblicke in die Geschichte des Geldes, die Rolle von Banken und die Aufgaben von Zentralbanken. Neu ist, dass auch eher abstrakte Themen wie Bankenaufsicht und Finanzstabilität ihren Platz in der Ausstellung bekommen haben. Buchstäblich greifbar wird, wie schwer Gold ist: Die Besucher haben die Möglichkeit, einen echten Goldbarren anzufassen.

Das seit 1999 bestehende Museum auf dem Gelände der Bundesbank-Zentrale in Frankfurt war seit dem 1. September 2014 wegen der Umbauarbeiten geschlossen. Auch die Kapazitäten für Vorträge, Workshops und museumspädagogische Angebote wurden nun erweitert./ben/DP/zb

10.12.2016

ITALIEN/Endspurt in Rom: Regierungskrise kurz vor einer Lösung?

ROM (dpa-AFX) - Der Beratungsmarathon von Italiens Staatspräsident mit den politischen Akteuren nach dem Rücktritt von Ministerpräsident Matteo Renzi geht seinem Ende entgegen. Am Samstag (11.00 Uhr) trifft Sergio Mattarella an seinem Amtssitz im Quirinalspalast in Rom unter anderem Vertreter der sozialdemokratischen Regierungspartei PD und der größten Oppositionsparteien. Die politische Krise "wird schnell" gelöst werden, verlautete aus Präsidentenkreisen. Eine Entscheidung am Samstag direkt nach dem Ende der Konsultationen am Abend wurde allerdings ausgeschlossen.

Nach der Schlappe beim Verfassungsreferendum am Sonntag hatte Ministerpräsident Matteo Renzi am Mittwoch offiziell seinen Rücktritt eingereicht. Als wahrscheinlich gilt, dass sich Mattarella für einen Nachfolger entscheidet, der Renzi nahe steht. Am Freitag rückte der bisherige Außenminister Paolo Gentiloni als neuer Favorit in den Fokus, nachdem bislang als aussichtsreichste Anwärter Finanzminister Pier Carlo Padoan und Senatspräsident Pietro Grasso im Gespräch waren. Die Wahl könnte auch auf Renzi selbst fallen.

Neben Vertretern der größten Oppositionspartei im Parlament, der eurokritischen Fünf-Sterne-Bewegung, erwartet der Präsident am Samstagnachmittag auch Ex-Premier Silvio Berlusconi für seine Forza Italia. Ein neuer Regierungschef würde Italien voraussichtlich zu vorgezogenen Wahlen führen. Mattarella könnte das Parlament vorzeitig auflösen, doch müsste zuvor das Wahlrecht für Abgeordnetenhaus und Senat angeglichen werden.

Der Druck auf Staatsoberhaupt, die politische Unsicherheit mit einer raschen Entscheidung einzudämmen, steigt: Die Aktien der italienischen Krisenbank Monte dei Paschi di Siena (MPS) waren am Freitag mehrfach vom Handel ausgesetzt worden. Zuvor hatte es jeweils starke Kursverluste gegeben. Die Bank braucht wegen Verlusten bei der Auslagerung von faulen Krediten in Milliardenhöhe dringend frisches Geld und hatte bei der Europäischen Zentralbank (EZB) eine Fristverlängerung für die Erfüllung des Rettungsplans beantragt. Ein politisch unsicheres Klima würde die Kapitalaufnahme weiter erschweren./lkl/DP/zb

09.12.2016

ROUNDUP 2/Kreise: Monte dei Paschi bekommt von EZB nicht mehr Zeit

(neu: Stellungnahme der Bank, VR-Treffen am 11. Dezember)

ROM (dpa-AFX) - Die angeschlagene italienische Traditionsbank Monte dei Paschi hat laut einem Medienbericht von der Europäischen Zentralbank (EZB) nicht mehr Zeit für die Beschaffung von frischem Kapital bekommen. Dies berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg am Freitag und berief sich dabei auf informierte Quellen. Das Geldhaus hatte bei der EZB eine Verlängerung der Frist für die Erfüllung des Rettungsplans bis zum 20. Januar 2017 beantragt. Laut der Tageszeitung "la Repubblica soll die Bank jetzt Staatshilfe erhalten.

Das Geldinstitut teilte am späten Freitagabend mit, keine Nachricht von der EZB erhalten zu haben. Am 11. Dezember komme zudem der Verwaltungsrat der Bank zusammen.

Der Rettungsplan war im Sommer nach der geglückten Rettung des 1472 gegründeten Instituts gestrickt worden. Vorgesehen ist vor allem die Beschaffung von 5 Milliarden Euro. Damit sollen Verluste bei der Auslagerung von faulen Krediten im Umfang von 28 Milliarden Euro an den Rettungsfonds Atlante abgedeckt werden.

Monte dei Paschi hatte die Verlängerung wegen einer Veränderung der Rahmenbedingungen beantragt. Die Bevölkerung hatte in einem Referendum die vorgeschlagene Verfassungsänderungen am Sonntag abgelehnt. Daraufhin trat Premierminister Matteo Renzi am Mittwochabend zurück. Der Rücktritt könnte eine längere Phase der Unsicherheit für das hoch verschuldete Land einleiten. Dies könnte auch die Kapitalaufnahme von Monte dei Paschi erschweren.

Die Regierung will laut einem Bericht von "la Repubblica" am Wochenende voraussichtlich ein Dekret verabschieden, dass Staatshilfe für die angeschlagene Bank erlauben würde. Monte-Paschi-Chef Marco Morelli und Verwaltungsratsvorsitzender Alessandro Falciai führen demnach derzeit Gespräche mit Finanzminister Pier Carlo Padoan in Rom.

Im Falle eines Scheiterns der Kapitalerhöhung durch Investoren hatte sich die Bank offen gehalten, um Staatshilfe zu bitten. In Brüssel soll die bisherige Regierung schon über entsprechende Möglichkeiten verhandelt haben. Nach europäischen Abwicklungsregeln müssten dann die Gläubiger von Anleihen mit Verlusten rechnen. Das Problem in Italien ist, dass viele Kleinanleger ihre Ersparnisse in diese Papiere gesteckt haben. Zuletzt deutete sich als Kompromiss an, dass kleine Bestände unter 100 000 Euro dabei besonders geschützt werden könnten.

Die Aktien wurde in Mailand vom Handel ausgesetzt. Die Aktie war um elf Prozent gefallen./jsl/bgf/she

09.12.2016

Fährstreiks in Griechenland verlängert - Ausschreitungen in Heraklion

ATHEN (dpa-AFX) - Das Chaos im Fährverkehr in der Ägäis hat am Freitag einen neuen Höhepunkt erreicht. Bauern attackierten im Hafen von Heraklion auf Kreta mit Leuchtkugeln und Feuerwerk die Besatzungen von Fähren, die seit acht Tagen streiken. Die Besatzungen antworteten mit Wasserwerfern. Die Ausschreitungen dauerten mehrere Stunden, wie das Fernsehen zeigte. Die Lage beruhigte sich am Freitagabend, sagten der Deutschen Presse-Agentur Augenzeugen aus Heraklion.

Die Bauern fordern, dass die streikenden Seeleute die Sonderfahrten von Fähren erlauben, damit die Landwirte ihr Gemüse und Obst in Kühllastwagen exportieren können. Die Seeleute haben bislang nur einer Fähre erlaubt, von Kreta nach Piräus zu fahren.

Auf mehreren Inseln sind zudem nach Angaben ihrer Bürgermeister Engpässe bei der Versorgung mit Treibstoffen und Medikamenten registriert worden.

Die Seeleute der Küstenschifffahrt sind seit acht Tagen im Streik. Ihre Gewerkschaft protestiert gegen geplante Steuererhöhungen. Die Seeleute protestierten zudem gegen Rentenkürzungen und die in ihrer Branche weit verbreitete Kurz- und Schwarzarbeit. Ihr Streik soll mindestens bis Sonntagmorgen andauern, teilte ihre Gewerkschaft mit./tt/DP/she

09.12.2016

ITALIEN/Suche nach neuer Regierung in Italien: Konsultationen kurz vor Ende

ROM (dpa-AFX) - Auf der Suche nach einer neuen Regierung in Italien gehen die Konsultationen in die vorerst letzte Runde. Von Samstagmorgen (11.00 Uhr) an will Staatspräsident Sergio Mattarella an seinem Amtssitz im Quirinalspalast in Rom unter anderem die sozialdemokratische Regierungspartei PD und die größten Oppositionsparteien Fünf-Sterne-Bewegung und Forza Italia empfangen.

Nach Beendigung der Konsultationen am Samstagabend und einem Tag Bedenkzeit könnte Mattarella bereits am Montag möglicherweise eine Entscheidung über die 66. italienische Nachkriegsregierung treffen.

Ministerpräsident Matteo Renzi hatte nach seiner Schlappe beim Verfassungsreferendum am Sonntag am Mittwoch offiziell seinen Rücktritt eingereicht. Als mögliche Nachfolger sind unter anderem der bisherige Finanzminister Pier Carlo Padoan, Außenminister Paolo Gentiloni und Senatspräsident Pietro Grasso im Gespräch.

Der neue Regierungschef würde Italien voraussichtlich zu vorgezogenen Wahlen führen. Mattarella könnte das Parlament vorzeitig auflösen, doch müsste zuvor das Wahlrecht für Abgeordnetenhaus und Senat angeglichen werden./lkl/DP/she

09.12.2016

dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR von 17.00 Uhr - 09.12.2016

USA: Michigan-Konsumklima steigt auf höchsten Stand seit Anfang 2015

MICHIGAN - Die Stimmung der US-Verbraucher hat sich im Dezember deutlich aufgehellt. Das Konsumklima der Universität von Michigan stieg um 4,2 Punkte auf 98,0 Zähler, wie die Universität am Freitag mitteilte. Das ist der höchste Stand seit Januar 2015. Volkswirte hatten mit 94,5 Punkten gerechnet.

Deutschland: Exporte steigen weniger als erwartet

WIESBADEN - Die deutschen Exporte haben sich im Oktober schwächer entwickelt als erwartet. Kalender- und saisonbereinigt seien die Ausfuhren gegenüber dem Vormonat um 0,5 Prozent gestiegen, teilte das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden mit. Volkswirte hatten mit einem Anstieg von 0,9 Prozent gerechnet. Im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresmonat fielen die Exporte um 4,1 Prozent.

GESAMT-ROUNDUP: Bundesbank erwartet kräftigeren Aufschwung - Prognose angehoben

FRANKFURT/WIESBADEN - Die Bundesbank sieht die deutsche Wirtschaft trotz gestiegener politischer Unsicherheiten rund um den Globus im Aufwind. "Hauptstütze ist die lebhafte Binnennachfrage, die von der günstigen Arbeitsmarktlage und von steigenden Einkommen der privaten Haushalte profitiert", erläuterte Bundesbankpräsident Jens Weidmann am Freitag die neue Konjunkturprognose der Notenbank.

Japan hält vorerst am Handelspakt TPP fest

TOKIO - Japan hält trotz der Absage des künftigen US-Präsidenten Donald Trump an der geplanten transpazifischen Freihandelszone (TPP) fest. Das nationale Parlament billigte am Freitag das Handels- und Investitionsschutzabkommen, womit der Ratifizierungsprozess in Japan so gut wie abgeschlossen ist.

Höchster Anstieg der Erzeugerpreise in China seit fünf Jahren

PEKING - Die Erzeugerpreise in China sind im November mit 3,3 Prozent so stark wie seit fast fünf Jahren nicht mehr gestiegen. Der unerwartet kräftige Zuwachs im Vergleich zum Vorjahresmonat geht auf deutliche Preissteigerungen bei Kohle, Stahl und Nichteisenmetallen zurück. Es deutet nach Angaben von Analysten vom Freitag darauf hin, dass China dem Deflationsdruck entkommen sei.

Opec will andere Länder bei Förderkürzung ins Boot holen

WIEN - Das Opec-Kartell sucht die Unterstützung der Nicht-Opec-Länder bei seinen Versuchen, den Ölpreis dauerhaft in die Höhe zu treiben. Die Organisation erdölexportierender Länder (Opec) hat für diesen Samstag (10. Dezember) insgesamt 14 Nicht-Opec-Länder zu entsprechenden Beratungen nach Wien eingeladen. Nach bisherigen Informationen wollen allerdings nur einige Staaten kommen, darunter Mexiko, Oman, das zentralasiatische Kasachstan und die Südkaukasus-Republik Aserbaidschan.

ROUNDUP: China fordert Marktwirtschaftsstatus und droht mit Handelsstreit

PEKING/BRÜSSEL - China droht mit Handelsstreitigkeiten, falls die zweitgrößte Volkswirtschaft in Zukunft nicht wie versprochen als Marktwirtschaft behandelt wird. Alle Mitglieder der Welthandelsorganisation (WTO) müssten die Verpflichtungen einhalten, die sie bei Chinas WTO-Beitritt 2001 eingegangen seien, "um zu vermeiden, dass die normale Entwicklung der bilateralen Wirtschafts- und Handelsbeziehungen beeinträchtigt wird", sagte der Sprecher des Handelsministeriums in Peking, Shen Danyang, am Freitag der Deutschen Presse-Agentur. Der Stichtag ist an diesem Sonntag (11. Dezember).

Trump: China wird sich an die Regeln halten

DES MOINES - Der künftige US-Präsident Donald Trump ist überzeugt, dass sich die Beziehungen zu China unter seinem neuen Botschafter für das Land verbessern werden. Terry Branstad - sein Kandidat für den Posten - kenne China und wisse, wie man Ergebnisse erziele, sagte der Republikaner am Donnerstagabend (Ortszeit) bei einer Rede in Des Moines (Iowa). Branstad erschien kurz auf der Bühne. Er ist Gouverneur des Bundesstaates.

Kundenhinweis:

ROUNDUP: Sie lesen im Konjunktur-Überblick eine Zusammenfassung. Zu diesem Thema gibt es mehrere Meldungen auf dem dpa-AFX Nachrichtendienst.

/jkr

09.12.2016

Devisen: Eurokurs gefallen - EZB-Referenzkurs: 1,0559 US-Dollar

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Kurs des Euro ist am Freitag gefallen. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,0559 (Donnerstag: 1,0762) US-Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,9471 (0,9292) Euro.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,83935 (0,84995) britische Pfund, 121,48 (122,61) japanische Yen und 1,0756 (1,0853) Schweizer Franken fest./bgf/jkr

09.12.2016

AKTIE IM FOKUS 2: Bei Siltronic schwindet die Übernahmefantasie

(Neu: Schlusskurs)

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Übernahmehoffnungen vieler Siltronic-Anleger haben am Freitag einen kräftigen Dämpfer erhalten. Chinesische Investoren haben ihre Bemühungen um den Halbleiter-Zulieferer aufgegeben, wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) am Morgen erfuhr. Am Ende mussten die Aktionäre einen Kursrutsch um 8,33 Prozent auf 40,90 Euro verkraften.

Die Nachricht kam für viele Anleger wie ein Schock. In der Spitze waren die Papiere am Freitag sogar um mehr als 12 Prozent eingebrochen und kurzzeitig unter die Marke von 40 Euro gerutscht. Ein Großteil der in dieser Woche erzielten Gewinne wurde damit ausradiert. Erst am Vortag hatten sie nach einem monatelangen rasanten Anstieg ein Rekordhoch bei 46,10 Euro erreicht.

Nach Medienberichten hatte die National Silicon Industry Group (NSIG) eine Mehrheitsbeteiligung an den Münchnern ins Auge gefasst. "Es gibt keine Verhandlungen mehr. Sie sind beendet", sagte am Freitag eine Managerin, die für Investitionsprojekte von NSIG im Ausland zuständig ist, der dpa in Peking. Die Gründe für den Abbruch wollte die Unternehmensvertreterin nicht nennen.

SCHARFE KRITIK AN DEUTSCHER WIRTSCHAFTSPOLITIK

Die Shanghaier Firma NSIG hatte laut der Nachrichtenagentur Bloomberg Mehrheitsaktionär Wacker Chemie kontaktiert, um dessen Anteil von knapp 58 Prozent zu übernehmen. Allerdings seien die Chinesen nicht bereit gewesen, mehr als den aktuellen Marktwert zu zahlen, hieß es Ende vergangener Woche. Für Irritationen sorgt auch der wachsende Widerstand in Deutschland und den USA, Technologie nach China zu verkaufen. So scheiterte erst in dieser Woche der Verkauf des Halbleitermaschinen-Herstellers Aixtron am Widerstand der Behörden.

Das Beispiel Siltronic zeige gut die Auswirkungen der kaum kalkulierbaren deutschen Wirtschaftspolitik, sagte Aktienhändler Andreas Lipkow. In der Vergangenheit sei die Politik mehrfach ein Bremsklotz bei Transaktionen gewesen. "Aus diesem Grund ist es nicht weiter verwunderlich, wenn zunehmend solche Transaktionen abgeblasen werden." Er warnte davor, dass nun "viel heiße Luft" in den Aktien aus dem Maschinenbau und anderen mittelständischen Firmen sei. "Es stand die Phantasie einer chinesischen Kaufwelle bei deutschen Traditionsunternehmen dahinter."

AKTIEN VOM ZWISCHENTIEF FAST VERVIERFACHT

Siltronic stellt sogenannte Wafer her, die Grundlage für Computerchips. Der Chemiekonzern Wacker hatte das Unternehmen im Sommer 2015 abgespalten und zu 30 Euro an die Börse gebracht. Nach einem kurzen Anstieg fiel das Papier angesichts schwächelnder Halbleiter-Geschäfte jedoch sukzessive bis auf gut 12 Euro im Februar dieses Jahres. Im August begann dann die Aufholjagd, nachdem Übernahmespekulationen am Markt aufgekommen waren. Beim Hoch bei 46 Euro hatte sich der Kurs in der Spitze fast vervierfacht./das/jha/tih/she

09.12.2016

ANALYSE-FLASH: Equinet hebt Ziel für Allianz auf 175 Euro - 'Buy'

FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Die Investmentbank Equinet hat das Kursziel für die Allianz nach einer Investorenveranstaltung zur Digitalisierungsstrategie von 160 auf 175 Euro angehoben und die Einstufung auf "Buy" belassen. Die Aussagen des Versicherers hätten ihn positiv überrascht, schrieb Analyst Philipp Häßler in einer Studie vom Freitag. Für die Allianz sprächen zudem die erwarteten Aktienrückkäufe und die attraktive Bewertung./gl/das

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09.12.2016

ANALYSE-FLASH: Morgan Stanley senkt Ziel für FMC auf 90 Euro - 'Overweight'

NEW YORK (dpa-AFX Broker) - Die US-Investmentbank Morgan Stanley hat das Kursziel für Fresenius Medical Care (FMC) von 97 auf 90 Euro gesenkt und die Einstufung auf "Overweight" belassen. Nach dem Kostensenkungsprogramm dürften bei den Aktien des Dialysekonzerns künftig andere Themen in den USA in den Fokus rücken, schrieb Analyst Michael Jüngling in einer Studie vom Freitag. Er verwies auf eine anstehende Steuerreform, Pauschalzahlungen zur Verbesserung der Gesundheitsversorgung (BPCI) sowie neue Versorgungsmodelle für Patienten mit Nierenversagen (ESCO). Das angepasste Kursziel begründete er mit einer angepassten Bewertungsskala./tih/fbr

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09.12.2016

ANALYSE: DZ Bank optimistisch für deutsche Aktien 2017 - Dax 12 000 denkbar

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die DZ Bank hat sich zuversichtlich für die Entwicklung der internationalen Aktienmärkte im kommenden Jahr gezeigt. Besonders optimistisch schätzt das Geldhaus die Kurschancen deutscher Dividendentitel ein. Deshalb erhöht die DZ Bank die Aktienquote in ihrem Musterportfolio von derzeit 25 auf 35 Prozent und traut dem deutschen Aktienindex Dax bis Ende 2017 ein Aufwärtspotenzial von 8 Prozent auf 12 000 Punkte zu.

"Mit der Wahl Donald Trumps wurde an den Aktienmärkten ein imaginärer Schalter umgelegt, der die US-Indizes in einen ausgeprägten 'Alles wird gut'-Modus geführt hat. Diese Welle hat zwischenzeitlich auch die europäischen Aktienmärkte erfasst", schrieb DZ-Bank-Analyst Christian Kahler in einer Studie vom Freitag. Die Ausgangslage für die Aktienmärkte 2017 sieht er als vielversprechend an: Ein stabiler Wirtschaftsausblick, eine beschleunigte Erholung der Schwellenmärkte sowie die immer noch niedrigen Zinsen, mit denen sich Unternehmen günstig finanzieren könnten. Damit bleibe Anlegern auch 2017 keine andere Wahl, als weiter in Aktien zu investieren.

Sollten die ersten Handelstage im Januar eine überdurchschnittliche Kursentwicklung aufweisen, dürften viele Investoren versuchen, auf den Zug aufzuspringen. Dies könnte die Kurse weiter antreiben, glaubt Kahler. "Die Wahrscheinlichkeit dafür, dass sich der aktuelle Aufschwung bis Mitte/Ende Februar fortsetzen wird, beurteilen wir als hoch."

Da politisch ausgelöste Aufschwünge am Aktienmarkt aber selten nachhaltig seien, könnte die aktuelle Hoffnungsrally im Frühjahr 2017 enden, wenn sich die positive Grundstimmung rund um den Amtsantritt Trumps lege und der Alltag in den US-Politikbetrieb einziehe, gab der Analyst zu bedenken. Bis es soweit sei, sollten Anleger aber am laufenden Aktienaufschwung teilnehmen, so Kahler.

Im Vergleich zu ausländischen Aktienindizes räumt der Experte dem Dax im kommenden Jahr höhere Siegchancen ein: Der Dax überzeuge aufgrund seiner zyklischen Ausrichtung und der - im Gegensatz zu anderen Indizes - noch fairen Bewertung. Zudem sollten die Aktien der stark exportorientierten deutschen Unternehmen überproportional vom schwachen Euro profitieren. Perspektivisch sollten Anleger jedoch - im Gegensatz zur aktuell vorherrschenden Marktmeinung - wieder verstärkt defensive Werte wie Nahrungsmittelaktien oder Papiere aus dem Gesundheitssektor in ihre Beobachtungsliste aufnehmen, empfahl Kahler./edh/das

09.12.2016

ANALYSE-FLASH: NordLB senkt Ziel für Alstria Office auf 11,50 Euro - 'Halten'

HANNOVER (dpa-AFX Broker) - Die NordLB hat das Kursziel für Alstria Office von 12,50 auf 11,50 Euro gesenkt, aber die Einstufung auf "Halten" belassen. Die Übernahme des Konkurrenten Deutsche Office habe dem Immobilienkonzern in den ersten neun Monaten des Jahres eine deutliche Umsatz- und Ergebnisverbesserung gebracht, schrieb Analyst Michael Seufert in einer Studie vom Freitag./gl/fbr

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09.12.2016

ANALYSE-FLASH: Morgan Stanley hebt Essilor auf 'Overweight' - Ziel reduziert

NEW YORK (dpa-AFX Broker) - Die US-Investmentbank Morgan Stanley hat Essilor von "Equal-weight" auf "Overweight" hochgestuft, das Kursziel aber von 117 auf 113 Euro gesenkt. Analyst Michael Jüngling begründete das bessere Votum für die Papiere des Brillenglasherstellers in einer Studie vom Freitag mit der Erwartungen einer beschleunigten Umsatzentwicklung. Rückenwind erwartet er dabei wegen des starken US-Dollars und der Aussicht auf Steuersenkungen in den USA. Er nahm zugleich aber kleinere Anpassungen an seinem Bewertungsmodell vor./tih/fbr

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09.12.2016

ANALYSE-FLASH: Commerzbank senkt GFK auf 'Reduce' - Ziel weiter 38 Euro

FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Die Commerzbank hat die Aktien von GfK in Reaktion auf das Beteiligungsangebot von KKR von "Hold" auf "Reduce" abgestuft, aber das Kursziel auf 38 Euro belassen. Die Aktionäre sollten ihre Aktien KKR andienen, schrieb Analystin Sonia Rabussier in einer Studie vom Freitag. Das Angebot des US-Finanzinvestors enthalte eine gute Prämie. Zudem glaube sie nicht, dass der Marktforscher aus eigener Kraft die notwendigen Restrukturierungsschritte schaffe./stk/gl

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09.12.2016

ANALYSE-FLASH: Deutsche Bank senkt Ziel für HeidelbergCement auf 93 Euro - Hold

FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Die Deutsche Bank hat das Kursziel für HeidelbergCement von 95 auf 93 Euro gesenkt und die Einstufung auf "Hold" belassen. Der Ausblick auf ein Wachstum im US-Geschäft bleibe für die Branche der Hauptantreiber, schrieb Analystin Glynis Johnson in einer Branchenstudie vom Freitag. Ihrer Meinung nach sind der französische Konzern Saint-Gobain, die deutsche Firma HeidelbergCement und Wienerberger aus Österreich mit am besten aufgestellt, um von einer möglichen Erholung in Europa zu profitieren./stk/das

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09.12.2016

ANALYSE-FLASH: HSBC startet Deutsche Post mit 'Buy' - Ziel 35,50 Euro

LONDON (dpa-AFX Broker) - Die britische Investmentbank HSBC hat die Deutsche Post mit "Buy" und einem Kursziel von 35,50 Euro in die Bewertung aufgenommen. Die Deutsche Post sei gut aufgestellt, um von den Wachstumstrends im Post- und Paketgeschäft zu profitieren, schreibt Andrew Lobbenberg und sein Team in einer am Freitag veröffentlichten Studie des Instituts. Das Unternehmen habe gegenüber seinen Mitbewerbern deutliche Wettbewerbsvorteile und die Fähigkeit, nachhaltig ein Gewinnwachstum zu generieren./stk/fbr

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09.12.2016

ANALYSE-FLASH: Goldman hebt Ziel für Hapag-Lloyd auf 20,00 Euro - 'Neutral'

NEW YORK (dpa-AFX Broker) - Die US-Investmentbank Goldman Sachs hat das Kursziel für Hapag-Lloyd von 19,90 auf 20,00 Euro angehoben und die Einstufung auf "Neutral" belassen. Die Anpassung des Kursziels sei wegen einer leichten Erhöhung der Gewinnschätzungen erfolgt, schrieb Analyst Patrick Creuset in einer Studie vom Freitag. Beim Konkurrenten Maersk sei indes das Chance-Risiko-Profil attraktiver./stk/gl

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dpa-AFX STIMMUNGSINDIKATOR

Der dpa-AFX-Stimmungsindikator misst das Verhältnis von Hoch- zu Abstufungen der Dax-Werte (Basis: 30-Tage-Durchschnitt). Ein Wert von 50 sagt aus, dass sich Hoch- und Abstufungen die Waage halten. Die Grafik zeigt den Indikator im Verhältnis zur DAX-Kurve.

End-of-Day-DAX-Kursdaten Quelle: vwd GmbH

dpa-AFX Analyser