dpa-AFX NEWSTICKER (Produktauszug)

21.07.2017

ROUNDUP: Sartorius legt im ersten Halbjahr dank Akquisitionen zu

GÖTTINGEN (dpa-AFX) - Der Pharma- und Laborausrüster Sartorius hat im ersten Halbjahr von seinen jüngsten Zukäufen profitiert und Umsatz und Ergebnis deutlich gesteigert. Dabei zeigte sich vor allem das Laborgeschäft stark. Das lag an der Übernahme von Essen Bioscience im März, wie die im TecDax notierte Gesellschaft am Freitag in Göttingen mitteilte. Die Integration der übernommenen Töchter - neben Essen Bioscience auch das Unternehmen Umetrics - sei "zügig" vorangekommen, erklärte Vorstandsvorsitzender Joachim Kreuzburg.

In einer ersten Reaktion zeigten sich Anleger jedoch enttäuscht: Vorbörslich verlor die Aktie bei Lang & Schwarz fast 3 Prozent an Wert.

Der Umsatz stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 12,6 Prozent auf 704 Millionen Euro. Wechselkursbereinigt betrug das Plus 11,5 Prozent. Dabei wuchs das Laborgeschäft mit 24,1 Prozent auf 193 Millionen Euro deutlich stärker als die Bioprozesssparte, die Einwegprodukte für die Herstellung von Biopharmaprodukten liefert. Deren Umsatz legte um 8,8 Prozent auf 511 Millionen Euro zu. Vor allem das Nordamerikageschäft litt dabei unter einer verhaltenen Nachfrage. Hinzu kamen eingeschränkte Lieferkapazitäten für bestimmte Produkte.

Das um Sonderposten bereinigte operative Ergebnis (Ebitda) des Konzerns wuchs um 13,8 Prozent auf 174,5 Millionen Euro. Unter dem Strich verdiente Sartorius 70,9 Millionen Euro, das waren 13,6 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.

Das Management bekräftigte unterdessen seine Jahresprognose. So erwartet das Unternehmen 2017 ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum von etwa 12 bis 16 Prozent. Die operative Ebitda-Marge soll gegenüber dem Vorjahreswert von 25 Prozent um etwas mehr als einen halben Prozentpunkt steigen. Die Investitionsquote soll etwa 12 bis 15 Prozent erreichen. Kreuzburg erwartet dabei für die zweite Jahreshälfte ein "etwas verbessertes Marktumfeld" in Nordamerika./nas/stw/stb

21.07.2017

Devisen: Euro hält sich über 1,16 US-Dollar

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Euro hat am Freitag seine starken Kursgewinne vom Vortag halten können. Am Morgen wurde die Gemeinschaftswährung weiter stabil über 1,16 US-Dollar gehandelt. Zuletzt stand der Kurs bei 1,1644 Dollar und damit etwa auf dem gleichen Stand wie am Vorabend. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuletzt am Donnerstagnachmittag noch deutlich tiefer auf 1,1485 Dollar festgesetzt.

Am Vortag war der Eurokurs in kurzer Zeit um anderthalb Prozent gestiegen. Zeitweise erreichte er bei 1,1658 Dollar den höchsten Stand seit knapp zwei Jahren, obwohl die EZB nach der Ratssitzung keine Hinweise auf ein Ende ihrer extrem lockeren Geldpolitik geliefert hatte. Experte Dirk Gojny von der National-Bank erklärte die Entwicklung mit einer Kursschwäche des amerikanischen Dollar, verursacht durch das anhaltende Regierungschaos in den USA. Außerdem waren zuletzt US-Konjunkturdaten erneut schwach ausgefallen.

Experte Ric Spooner vom britischen Handelshaus CMC Markets erklärte die aktuelle Euro-Stärke aber auch mit Äußerungen der EZB. Zwar hatte Notenbankchef Mario Draghi am Vortag klar gestellt, dass der EZB-Rat einig gewesen sei, keine Angaben zu einem Zeitpunkt einer möglichen Änderung bei den Wertpapierkäufen zu machen. Nach Einschätzung von Spooner interpretierte der Markt die Aussagen aber auch dahingehend, dass die Notenbank in den kommenden Monaten über Änderungen des Anleihekaufprogramms diskutieren werde und eine Begrenzung der Käufe schon Anfang kommenden Jahres wahrscheinlich sei./jkr/stb

21.07.2017

Philips Lighting rechnet trotz Umsatzschwund weiter mit Wende

EINDHOVEN (dpa-AFX) - Der Leuchtmittelhersteller Philips Lighting bleibt trotz erneutem Umsatzschwund für den Rest des Jahres zuversichtlich. So wollen die Niederländer im Jahresverlauf zu Wachstum zurückkehren, nachdem die Erlöse im abgelaufenen zweiten Quartal wegen der schwachen Lampensparte weiter sanken, wie das Unternehmen am Freitag in Eindhoven mitteilte. Der Erlös fiel im Vergleich mit dem Vorjahreszeitraum auf vergleichbarer Basis um 1,8 Prozent. 1,7 Milliarden Euro Umsatz waren etwas weniger, als Analysten zuvor geschätzt hatten.

Bei der Profitabilität kam der Konkurrent von Osram aber voran und konnte die Marge steigern. Unter dem Strich kletterte der Gewinn um 28 Prozent auf 73 Millionen Euro, auch weil das Unternehmen einen Buchgewinn bei Immobilien erzielte. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Firmenwertabschreibungen (Ebita) zog konzernweit um 8 Prozent auf 174 Millionen Euro an, die entsprechende Marge kletterte von 9,3 auf 10,2 Prozent.

Weil traditionelle Leuchtmittel wie Glühbirnen immer weniger gefragt sind, setzt Philips Lighting verstärkt auf LED-Technik. Die Erlöse aus diesem Bereich legten im zweiten Quartal um 23 Prozent zu, während diejenigen aus dem traditionellen Lampen-Geschäft um ein Fünftel absackten. Während die Erlöse insgesamt in Europa zulegen konnten, gab es auf dem restlichen Weltmarkt ein Minus./men/nas/stb

21.07.2017

Künstliche Intelligenz: Studie ermittelt Sorge um Datensicherheit

MÜNCHEN (dpa-AFX) - In Sachen künstliche Intelligenz steht bei den Menschen in Deutschland vor allem die Sorge um die Datensicherheit im Vordergrund. Das ergab eine Studie von Bitkom Research im Auftrag des IT-Dienstleisters VMware. Demnach gehen sieben von zehn Verbraucher davon aus, dass etwa vollautomatische Dienstleistungen die Sicherheit ihrer persönlichen Daten gefährden. Auch Chatbots, Programme für automatisierte Kommunikation, sehen mit 55 Prozent mehr als die Hälfte der Befragten als ein Sicherheitsrisiko. Dennoch sehen zwei Drittel Vorteile in voll automatisierten Dienstleistungen.

Die Zurückhaltung gegenüber künstlicher Intelligenz in Deutschland könne sich vor allem in der Industrie auch negativ auswirken, warnte VMWare-Chef Pat Gelsinger. Deutschland habe eine starke Fertigungs-Industrie. "Die meisten Automobilhersteller sind hier angesiedelt." Vielen deutschen Unternehmen stünden "enorme Möglichkeiten" offen. Im Bezug auf digitale Transformation sei man hierzulande jedoch sehr konservativ eingestellt. "So manche technische Innovation wird deshalb oft mit viel Verzögerung genutzt."

Auch der erste Geldautomat sei damals erst zögerlich akzeptiert worden, heute sei er aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken, sagte Mathias Schorer, der bei VMWare für das Europa-Geschäft zuständig ist. "Eines Tages wird KI ebenso breite Akzeptanz erfahren wie der Geldautomat."

Künstliche Intelligenz und das Internet der Dinge würden viele Lebensbereiche schon bald revolutionieren und die Art verändern, wie wir einkaufen, Bankgeschäfte erledigen oder wie das Gesundheitssystem künftig gestaltet ist, sagte Schorer. Der Studie zufolge würden die Befragten in diesen Bereichen die Kommunikation mit einer realen Person vorziehen. Unternehmen dürften die Bedenken und Ängste der Menschen dabei nicht ignorieren oder unterschätzen, sagte Schorer./gri/DP/stb

21.07.2017

Ölpreise kaum verändert

SINGAPUR (dpa-AFX) - Die Ölpreise haben sich am Freitag wenig bewegt. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im September kostete zuletzt 49,27 US-Dollar. Das waren drei Cent weniger als am Vortag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel um zwei Cent auf 46,90 Dollar.

Marktbeobachter sprachen von einem impulsarmen Handel. Im Verlauf der Woche hatte ein überraschend starker Rückgang der US-Ölreserven den Ölpreisen Auftrieb verliehen und der Brent-Preis war zeitweise über die Marke von 50 Dollar gestiegen./jkr/stb

21.07.2017

Sartorius legt im ersten Halbjahr dank Akquisitionen zu

GÖTTINGEN (dpa-AFX) - Der Pharma- und Laborausrüster Sartorius hat im ersten Halbjahr von seinen jüngsten Zukäufen profitiert und Umsatz und Ergebnis deutlich gesteigert. Der Umsatz erhöhte sich um 12,6 Prozent auf 704 Millionen Euro, wie das im TecDax notierte Unternehmen am Freitag mitteilte. Dabei zeigte sich vor allem das Laborgeschäft stark, dank der Übernahme von Essen Bioscience im März.

Das bereinigte operative Ergebnis (Ebitda) des Konzerns wuchs um 13,8 Prozent auf 174,5 Millionen Euro. Unter dem Strich verdiente Sartorius 70,9 Millionen Euro, das waren 13,6 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Die Jahresprognose wurde bekräftigt./nas/stb

21.07.2017

Vodafone will E-Bikes vernetzen

DÜSSELDORF (dpa-AFX) - Vodafone will E-Bikes gemeinsam mit der Einkaufsgemeinschaft ZEG vernetzen und damit auch Fahrrad-Dieben das Handwerk legen. Zunächst 4000 elektrische Fahrräder der Marke Zemo habe man mit dem Internet der Dinge verbunden, teilte Vodafone am Freitag mit. Händler könnten sie ab sofort vorbestellen, in die Läden sollen sie Anfang 2018 kommen. "Wir arbeiten mit Hochdruck an der Verbesserung von Diebstahlschutz-Installationen in unseren Fahrrädern und E-Bikes", sagte Georg Honkomp, Vorstandsvorsitzender der ZEG. Mit Vodafone habe man einen starken Kooperations-Partner gefunden. In der ZEG sind rund 1000 Fahrradhändler zusammengeschlossen.

Die E-Bikes tauschen über das Mobilfunknetz permanent Daten mit dem Besitzer aus, der sein Gefährt damit über eine App jederzeit lokalisieren kann. Wird das Fahrrad aus einer zuvor fest definierten Gegend entfernt, setzt es automatisch einen Alarm an den Besitzer ab. Die App soll zudem Informationen wie zurückgelegte Strecke und Durchschnittsgeschwindigkeit ermitteln. Für die Vernetzung wird in den Rahmen eine Sim-Karte von Vodafone fest verbaut.

Der Radhersteller Bulls hatte bereits 2015 ein ähnliches Konzept zusammen mit der Deutschen Telekom angekündigt. Nach Angaben eines Sprechers sollen die "Bulls Connected Bikes" nun von Herbst an verfügbar sein. In den Rädern werde der gesamte Datenverkehr über die Telekom laufen, die Sim-Karte ist ebenfalls fest verbaut./gri/DP/stk

21.07.2017

WOCHENVORSCHAU: Termine bis 27. Juli 2017

FRANKFURT (dpa-AFX) - Wirtschafts- und Finanztermine bis Donnerstag,

den 27. Juli:

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FREITAG, DEN 21. JULI 2017

TERMINE MIT ZEITANGABE

07:00 CH: BB Biotech Halbjahreszahlen

07:00 NL: Philips Lighting Halbjahreszahlen

08:00 GB: Vodafone Q1 Trading Update

08:00 S: SKF Halbjahreszahlen

08:00 S: Svenska Cellulosa Q2-Zahlen

09:00 S: Vattenfall Q2-Zahlen (10.30 h Call)

10:00 EU: EZB Ergebnisse der Konjunkturumfrage

12:30 USA: General Electric Q2-Zahlen

12:55 USA: Colgate-Palmolive Q2-Zahlen

13:00 USA: Schlumberger LTD Q2-Zahlen

TERMINE OHNE GENAUE ZEITANGABE

D: Sartorius Q2-Zahlen

F: Hermes Q2 Umsatz

F: Faurecia Q2-Zahlen

USA: Honeywell International Q2-Zahlen

EU: Fitch Ratingergebnis Dänemark, Spanien, Türkei

EU: S&P Ratingergebnis Tschechien, Griechenland

EU: Moody's Ratingergebnis Dänemark, Estland

EU: DBRS Ratingergebnis Deutschland

SONSTIGE TERMINE

09:30 D: Pk Bitkom und BfV "Wirtschaftsschutz in der digitalen Welt"

Mit Hans-Georg Maaßen, Präsident des BfV. Der Bitkom stellt

Ergebnisse einer Studie zu den Gefahren von Cyberattacken auf die

deutsche Wirtschaft vor

11:00 D: Vierte Verhandlungsrunde im Tarifstreit für rund 100 000

Beschäftigte im Einzelhandel Rheinland-Pfalz

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MONTAG, DEN 24. JULI 2017

TERMINE MIT ZEITANGABE

02:30 J: PMI Verarbeitendes Gewerbe 07/17 (vorläufig)

07:00 NL: Philips Halbjahreszahlen

07:00 CH: Julius Bär Halbjahreszahlen

07:00 IRL: Ryanair Q1-Zahlen

08:00 GB: Reckitt Benckiser Halbjahreszahlen

09:00 F: PMI Verarbeitendes Gewerbe und

Dienste 07/17 (1. Veröffentlichung)

09:30 D: PMI Verarbeitendes Gewerbe und

Dienste 07/17 (1. Veröffentlichung)

10:00 EU: PMI Verarbeitendes Gewerbe und

Dienste 07/17 (1. Veröffentlichung)

12:00 D: Bundesbank Monatsbericht 07/17

12:50 USA: Halliburton Q2-Zahlen

15:45 USA: PMI Verarbeitendes Gewerbe 07/17

16:00 USA: Wiederverkäufe Häuser 06/17

17:45 F: Unibail Rodamco Halbjahreszahlen

18:00 A: ams AG Q2-Zahlen

22:00 USA: Alphabet Q2-Zahlen

TERMINE OHNE GENAUE ZEITANGABE

F: TF1 Halbjahreszahlen

I: Luxottica Halbjahreszahlen

J: Mitsubishi Motor Q1-Zahlen

USA: Hasbro Q2-Zahlen

SONSTIGE TERMINE

09:00 D: Fortsetzung Prozess gegen den ehemaligen Drogeriemarktkönig

Anton Schlecker

10:30 D; Pk Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) zum

"IW-Innovationsatlas 2017 - Wo Deutschlands Ideen entstehen", Berlin

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DIENSTAG, DEN 25. JULI 2017

TERMINE MIT ZEITANGABE

01:50 J: BoJ Sitzungsprotokoll 15./16.6.17

03:00 CH: Logitech Q1-Zahlen (Call 14.30 Uhr)

07:00 CH: Lindt & Sprüngli Halbjahreszahlen

07:00 F: Dassault Systemes Q2-Zahlen

07:00 N: Norsk Hydro Q2-zahlen

07:00 D: Covestro Q2-Zahlen

07:00 NL: Akzo Nobel Q2-Zahlen

07:00 I: Saipem Halbjahreszahlen

07:30 D: Aixtron Q2-Zahlen

07:30 D: Stratec Biomedical Halbjahreszahlen

07:30 NL: Randstad Q2-Zahlen

08:00 EU: Acea Nfz-Neuzulassungen 06/17

08:45 F: Geschäftsklima 07/17

10:00 D: ifo-Geschäftsklima 07717

10:00 D: Drillisch ao Hauptversammlung

12:00 FIN: Outokumpu Q2-Zahlen

12:00 USA: DuPont Q2-Zahlen

12:25 USA: Eli Lilly Q2-Zahlen

12:30 USA: United Technologies Q2-Zahlen

13:30 USA: General Motors Q2-Zahlen

13:30 USA: 3M Q2-Zahlen

13:30 USA: Caterpillar Q2-Zahlen

14:00 USA: McDonald's Q2-Zahlen

15:00 USA: Case-Shiller-Index 05/17

15:00 B: Geschäftsklima 07/17

16:00 USA: Verbrauchervertrauen 07717

17:45 F: Michelin Halbjahreszahlen

18:00 F: Arbeitslosenzahlen 06/17

22:00 USA: AT&T Q2-Zahlen

22:15 USA: AMD Q2-Zahlen

22:30 USA: AT&T Q2-Zahlen

22:30 USA: Texas Instruments Q2-Zahlen

TERMINE OHNE GENAUE ZEITANGABE

A: Telekom Austria Halbjahreszahlen

D: Hochtief Halbjahreszahlen

USA: Juniper Networks Q2-Zahlen

USA: Biogen Q2-Zahlen

SONSTIGE TERMINE

09:00 D: BGH prüft vorzeitige Auflösung hochverzinster Bauspar-Altverträge,

Karlsruhe

09:00 D: BGH verkündet Urteil zu Gebühren beim Online-Banking - Dürfen Banken

für TAN-Nummern per SMS extra kassieren?, Karlsruhe

18:00 D: Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) referiert über die

Herausforderungen für die Verkehrspolitik nach der Bundestagswahl,

München

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MITTWOCH, DEN 26. JULI 2017

TERMINE MIT ZEITANGABE

07:00 CH: Lonza Halbjahreszahlen (14.30 Call)

07:00 D: Klöckner & Co Q2-Zahlen

07:00 D: Kion Halbjahreszahlen

07:00 F: Thales Halbjahreszahlen

07:00 F: LafargeHolcim Q2-Zahlen

07:00 F: Orange Halbjahreszahlen

07:30 D: Telefonica Deutschland Q2-Zahlen

07:30 D: Daimler Q2-Zahlen (8:00 h Call)

07:30 D: Vossloh Q2-Zahlen

07:30 D: Gea Group Q2-Zahlen

07:30 NL: KPN Q2-Zahlen

07:45 F: PSA Group Halbjahreszahlen

08:00 D: Puma Q2-Zahlen (9:30 h Call)

08:00 GB: Sage Group Q3 Trading Update

08:00 E: Gas Natural Halbjahreszahlen

08:45 F: Verbrauchervertrauen 07/17

10:30 GB: BIP Q2/17 (1. Veröffentlichung)

11:00 D: Deutsche Bahn Halbjahres-Pk, Berlin

12:55 USA: Coca-Cola Q2-Zahlen

13:00 USA: State Street Q2-Zahlen

13:00 GB: GlaxoSmithKline Q2-Zahlen

13:00 USA: Ford Motor Q2-Zahlen

13:30 USA: Boeing Q2-Zahlen

16:00 USA: Verkauf neuer Häuser 06/17

16:30 USA: Energieministerium Ölbericht (Woche)

17:45 F: Vallourec Halbjahreszahlen

17:45 F: LVMH Halbjahreszahlen

20:00 USA: Fed Zinsentscheid

22:05 USA: PayPal Q2-Zahlen

22:10 USA: Facebook Q2-Zahlen

TERMINE OHNE GENAUE ZEITANGABE

CH: STMicroelectronics Q2-Zahlen

D: Deutsche Börse Q2-Zahlen

E: Siemens Gamesa Halbjahreszahlen

USA: Xilinx Halbjahreszahlen

USA: Corning Q2-Zahlen

USA: Nasdaq Q2-Zahlen

SONSTIGE TERMINE

09:30 LU: Entscheidung des EuGH über das geplante Fluggastdaten-Abkommen der

EU mit Kanada

11:00 D: Pk Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz und der Kanzlei

Nieding+Barth zum VW-Abgasskandal, Frankfurt

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DONNERSTAG, DEN 27. JULI 2017

TERMINE MIT ZEITANGABE

01:30 ROK: Samsung Q2-Zahlen

06:00 CH: Sulzer Halbjahreszahlen

07:00 CH: Clariant Halbjahreszahlen

07:00 CH: Roche Halbjahreszahlen

07:00 B: Anheusr-Busch Inbev Q2-Zahlen

07:00 D: Takkt Q2-Zahlen

07:00 D: Osram Q3-Zahlen

07:00 D: BASF Q2-Zahlen (9.00 h Call)

07:00 F: Suez Halbjahreszahlen

07:00 F: Capgemini Halbjahreszahlen

07:00 FIN: Nokia Q2-Zahlen

07:00 N: Statoil Q2-Zahlen

07:00 NL: Airbus Group Halbjahreszahlen

07:15 D: Deutsche Bank Q2-Zahlen

07:15 CH: Nestle Halbjahreszahlen

07:30 D: Drägerwerk Q2-Zahlen (endgültig)

07:30 D: Bayer Q2-Zahlen

07:30 F: Accor Halbjahreszahlen

07:30 F: Schneider Electric Halbjahreszahlen

07:30 F: Danone Halbjahreszahlen

07:30 GB: Dialog Semiconductor Q2-Zahlen

07:30 E: Telefonica Q2-Zahlen

08:00 A: Verbund Q2-Zahlen

08:00 F: Total Q2-Zahlen

08:00 GB: Lloyds Banking Group Halbjahreszahlen

08:00 GB: British American Tobacco Halbjahreszahlen

08:00 GB: AstraZeneca Q2-Zahlen

08:00 CH: Glencore Production Report Q2

08:00 GB: Anglo American Halbjahreszahlen

08:00 GB: Shell Q2-Zahlen

08:00 GB: Diageo Jahreszahlen

08:00 GB: Tate & Lyle Q1 Trading Update

08:00 GB: Smith & Nephew Halbjahreszahlen

08:00 GB: Sky Jahreszahlen

08:00 GB: National Express Halbjahreszahlen

08:00 GB: Thomas Cook Q3-Zahlen

08:00 J: Canon Q2-Zahlen

08:00 D: GfK-Konsumklima 08/17

08:45 D: Volkswagen Q2-Zahlen

10:00 EU: Geldmenge M3 06/17

10:00 D: Heidelberger Druckmaschinen Hauptversammlung, Mannheim

12:30 USA: Southwest Airlines Q2-Zahlen

12:30 USA: Boston Scientific Q2-Zahlen

12:45 USA: Dow Chemical Q2-Zahlen

13:00 USA: Altria Q2-Zahlen

13:00 USA: Procter & Gamble Q2-Zahlen

13:00 USA: Raytheon Q2-Zahlen

13:00 USA: Twitter Q2-Zahlen

13:00 TR: Türkische Zentralbank Zinsentscheid

13:20 GB: Fiat Chrysler Automobiles Q2-Zahlen

13:30 USA: Verizon Communications Q2-Zahlen

13:45 USA: UPS Q2-Zahlen

14:00 USA: Mastercard Q2-zahlen

14:00 D: Deutsche Börse Anlalysten- und

Investorenkonferenz

14:30 USA: Erstanträge Arbeitslosenhilfe (Woche)

14:30 USA: Auftragseingang langlebige Güter 06/17

14:30 USA: CFNA-Index 06/17

17:45 F: Kering Halbjahreszahlen

17:50 F: Saint-Gobain Halbjahreszahlen

18:00 I: Enel Q2-Zahlen

18:00 F: L'Oreal Halbjahreszahlen und Umsatz

22:01 USA: Amazon Q2-Zahlen

22:00 USA: Intel Q2-Zahlen

22:04 USA: Starbucks Q2-Zahlen

22:05 USA: Mattel Q2-Zahlen

22:05 NL: Qiagen Q2-Zahlen

TERMINE OHNE GENAUE ZEITANGABE

CDN: Potash Q2-Zahlen

D: DIW Konjunkturbarometer

D: EnBW Halbjahreszahlen

D: DMG Mori Q2-Zahlen

E: Ferrovial Halbjahreszahlen

E: Repsol Q2-Zahlen

F: Casino Halbjahreszahlen

I: Telecom Italia Halbjahreszahlen

I: Banca Generali Halbjahreszahlen

J: Nissan Motor Q1-Zahlen

L: ArcelorMittal Q2-Zahlen

PT: EDP Halbjahreeszahlen

USA: Bristol Myers Squibb Q2-Zahlen

USA: ConocoPhilips Q2-Zahlen

USA: KKR Q2-Zahlen

USA: International Paper Q2-Zahlen

USA: Electronic Arts Q2-Zahlen

USA: Expedia Q2-Zahlen

USA: First Solar Q2-Zahlen

USA: Praxair Q2-Zahlen

SONSTIGE TERMINE

08:30 D: Jahrespressekonferenz des Ost-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft

09:00 D: Pk Bosch Power Tools zu aktuellen Trends bei Gartengeräten, Stuttgart

10:00 D: Versandhändler Amazon und die Lebensmittelkette Feneberg stellen

gemeinsames Projekt vor, München

10:00 D: Bundesumweltministerin Barbara Hendricks besucht im Rahmen ihrer

Sommerreise die VW-Zentrale.

11:00 D: Verband der Internetwirtschaft Eco und Unternehmensberatung Arthur

D. Little veröffentlichen Studie zum "Smart City Markt" in Deutschland

13:00 D: Pk Verein der Kohleimporteure

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/bwi

21.07.2017

TAGESVORSCHAU: Termine am 21. Juli 2017

FRANKFURT (dpa-AFX) - Wirtschafts- und Finanztermine am Freitag,

den 21. Juli:

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TERMINE MIT ZEITANGABE

07:00 CH: BB Biotech Halbjahreszahlen

07:00 NL: Philips Lighting Halbjahreszahlen

08:00 GB: Vodafone Q1 Trading Update

08:00 S: SKF Halbjahreszahlen

08:00 S: Svenska Cellulosa Q2-Zahlen

09:00 S: Vattenfall Q2-Zahlen (10.30 h Call)

10:00 EU: EZB Ergebnisse der Konjunkturumfrage

12:30 USA: General Electric Q2-Zahlen

12:55 USA: Colgate-Palmolive Q2-Zahlen

13:00 USA: Schlumberger LTD Q2-Zahlen

TERMINE OHNE GENAUE ZEITANGABE

D: Sartorius Q2-Zahlen

F: Hermes Q2 Umsatz

F: Faurecia Q2-Zahlen

USA: Honeywell International Q2-Zahlen

EU: Fitch Ratingergebnis Dänemark, Spanien, Türkei

EU: S&P Ratingergebnis Tschechien, Griechenland

EU: Moody's Ratingergebnis Dänemark, Estland

EU: DBRS Ratingergebnis Deutschland

SONSTIGE TERMINE

09:30 D: Pk Bitkom und BfV "Wirtschaftsschutz in der digitalen Welt"

Mit Hans-Georg Maaßen, Präsident des BfV. Der Bitkom stellt

Ergebnisse einer Studie zu den Gefahren von Cyberattacken auf die

deutsche Wirtschaft vor

11:00 D: Vierte Verhandlungsrunde im Tarifstreit für rund 100 000

Beschäftigte im Einzelhandel Rheinland-Pfalz°

Alle Angaben wurden mit größter Sorgfalt recherchiert. Dennoch übernimmt die dpa-AFX Wirtschaftsnachrichten GmbH keine Haftung für die Richtigkeit. Alle Zeitangaben erfolgen in MESZ.

/bwi

21.07.2017

Prozess um Hacker-Angriff auf Telekom-Router beginnt

KÖLN (dpa-AFX) - Rund acht Monate nach einem Cyber-Angriff auf Router der Deutschen Telekom beginnt am Freitag (9.00 Uhr) vor dem Kölner Landgericht der Prozess gegen den mutmaßlichen Hacker. Die Staatsanwaltschaft wirft dem 29-Jährigen versuchte gewerbsmäßige Computersabotage vor.

Laut Anklage soll er Ende November 2016 durch eine gezielte Attacke massenweise "Speedport"-Router lahmgelegt haben. Als Folge waren bei rund 1,25 Millionen Telekom-Kunden teilweise Internet, Telefon und Fernsehen gestört. Das Unternehmen beziffert den entstandenen Schaden auf mehr als zwei Millionen Euro.

Der Strafrahmen liegt nach Angaben des Gerichtssprechers bei einer Freiheitsstrafe zwischen sechs Monaten und zehn Jahren. Für den Prozess sind bislang zwei Verhandlungstage geplant. Das Urteil könnte am 28. Juli gesprochen werden./pa/DP/zb

20.07.2017

ROUNDUP/Aktien New York Schluss: Kaum verändert - Rekorde bei S&P und Nasdaq

NEW YORK (dpa-AFX) - Die Rekordjagd beim S&P 500 und dem Nasdaq 100 hat sich am Donnerstag fortgesetzt. Der Leitindex Dow Jones Industrial hinkte seinen Indexkollegen aber weiter hinterher: mit einer wenig veränderten Tendenz blieb ihm ein Angriff auf seine bisherige Bestmarke bei 21 681 Punkten weiter verwehrt. Er ging mit einem kleinen Minus von 0,13 Prozent auf 21 611,78 Punkte aus dem Handel.

Der marktbreite S&P 500 war am Donnerstag in den ersten Minuten bis auf 2477,62 Punkte gestiegen, bevor ihm dann etwas der Schwung verloren ging. Am Ende notierte er mit einem Abschlag von 0,02 Prozent auf 2473,45 Punkte nahezu unverändert. Der Nasdaq 100 legte ähnlich knapp um 0,09 Prozent auf 5921,22 Zähler zu. Zuvor hatte er seine Bestmarke noch auf 5932,61 Punkte nach oben geschraubt.

BERICHTSSAISON UND KONJUNKTURDATEN

Während die Berichtssaison der Unternehmen in den USA bereits auf Hochtouren läuft, standen auch Konjunkturdaten und Notenbanken im Mittelpunkt - ohne jedoch die Kurse in New York maßgeblich zu beeinflussen. Das Geschäftsklima in der Region Philadelphia hatte sich im Juli stärker als erwartet eingetrübt. Sowohl die Bank of Japan als auch ihre Kollegen von der EZB hielten derweil unbeirrt an ihrer Geldschwemme fest. Der Euro gewann daraufhin gegenüber dem US-Dollar weiter an Stärke.

Für Gesprächsstoff sorgte auch die Ära von Donald Trump, der ein halbes Jahr als US-Präsident im Amt ist. Nachdem auch sein nächster Anlauf für die Gesundheitsreform vor wenigen Tagen gescheitert war, richteten sich die Blicke nun wieder auf die laufenden Ermittlungen in der Russland-Affäre. In Medienberichten hieß es, dass Sonderermittler Robert Mueller eine vertiefte Untersuchung in diesem Fall anstrebt.

QUALCOMM SACKEN AB

Bei den Einzelwerten standen einige Unternehmen im Mittelpunkt, die am Vorabend schon nachbörslich Zahlen vorgelegt hatten. So ging es für American Express im Dow um 0,67 Prozent abwärts. Das Ende einer Partnerschaft mit dem Großhändler Costco hatte dem Kreditkartenanbieter im zweiten Quartal einen Gewinneinbruch eingebrockt.

Unter den Technologiewerten an der Nasdaq sackten Qualcomm um 4,95 Prozent auf den tiefsten Stand seit Anfang Mai ab. Der Chipkonzern erhält wegen des eskalierten Streits mit Apple derzeit keine Lizenzzahlungen von den iPhone-Auftragsfertigern. Das verhagelt ihm weiter die Quartalszahlen.

NIKE NACH ANALYSTENKOMMENTAR AN DOW-SPITZE

Bei den Aktien von T-Mobile US blieb eine positive Reaktion auf gute Resultate für das zweite Quartal und eine angehobene operative Gewinnprognose aus. Sie verloren 1,37 Prozent. Philip Morris dagegen reagierten sehr wohl negativ auf eine gekürzte Gewinnprognose: die Tabaktitel büßten 1,45 Prozent ein.

Gänzlich ohne Zahlen waren im Dow Nike gefragt. Die Titel des Sportartikelherstellers zogen nach einem positiven Kommentar der US-Bank Morgan Stanley um 2,30 Prozent an. Laut Analyst Jay Sole ist es an der Zeit, um bei den Aktien auf dem Tiefpunkt des Zyklus noch zuzugreifen.

EUROKURS ÜBER 1,16 US-DOLLAR

Papiere der Handelskette Home Depot dagegen sackten am Indexende um 4,09 Prozent ab. Sie zeigten sich davon beeindruckt, dass Sears eine Vereinbarung mit Amazon über den Vertrieb von Haushaltsmaschinen der Marke Kenmore getroffen hat. Die Aktien von Sears Holding machten daraufhin einen Satz nach oben um fast 11 Prozent.

Der Eurokurs lag zur Schlussglocke an der Wall Street bei 1,1630 Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuvor noch auf 1,1485 (Mittwoch: 1,1533) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,8707 (0,8671) Euro. Am US-Rentenmarkt stiegen richtungweisende zehnjährige Papiere um 2/32 Punkte auf 101 Punkte und rentierten mit 2,26 Prozent./he/tih/he

20.07.2017

Aktien New York Schluss: Dow kaum verändert - Erneute Rekorde bei S&P und Nasdaq

NEW YORK (dpa-AFX) - Die Rekordjagd beim S&P 500 und dem Nasdaq 100 hat sich am Donnerstag fortgesetzt. Der Leitindex Dow Jones Industrial hinkte seinen Indexkollegen aber weiter hinterher: mit einer wenig veränderten Tendenz blieb ihm ein Angriff auf seine bisherige Bestmarke bei 21 681 Punkten weiter verwehrt. Er ging mit einem kleinen Minus von 0,13 Prozent auf 21 611,78 Punkte aus dem Handel.

Der marktbreite S&P 500 war am Donnerstag in den ersten Minuten bis auf 2477,62 Punkte gestiegen, bevor ihm dann etwas der Schwung verloren ging. Am Ende notierte er mit einem Abschlag von 0,02 Prozent auf 2473,45 Punkte nahezu unverändert. Der Nasdaq 100 legte ähnlich knapp um 0,09 Prozent auf 5921,22 Zähler zu. Zuvor hatte er seine Bestmarke noch auf 5932,61 Punkte nach oben geschraubt./he/tih/he

20.07.2017

Aktien New York: Dow kaum verändert - Erneute Rekorde bei S&P und Nasdaq

NEW YORK (dpa-AFX) - Die Rekordjagd beim S&P 500 und dem Nasdaq 100 hat sich am Donnerstag fortgesetzt. Der Leitindex Dow Jones Industrial hinkte seinen Indexkollegen aber weiter hinterher: mit einer wenig veränderten Tendenz blieb ihm ein Angriff auf seine bisherige Bestmarke bei 21 681 Punkten weiter verwehrt. Er stand zuletzt leicht mit 0,07 Prozent im Minus bei 21 625,62 Punkten.

Der marktbreite S&P 500 war am Donnerstag in den ersten Minuten bis auf 2477,62 Punkte gestiegen, bevor ihm dann etwas der Schwung verloren ging. Zuletzt lag er leicht mit 0,09 Prozent im Plus bei 2476,12 Punkten. Der Nasdaq 100 legte zuletzt ähnlich knapp auf 5921,773 Zähler zu. Zuvor hatte er seine Bestmarke noch auf 5932,611 Punkte nach oben geschraubt.

Während die Berichtssaison der Unternehmen in den USA bereits auf Hochtouren läuft, standen auch Konjunkturdaten und Notenbanken im Mittelpunkt - ohne jedoch die Kurse in New York maßgeblich zu beeinflussen. Das Geschäftsklima in der Region Philadelphia hatte sich im Juli stärker als erwartet eingetrübt. Sowohl die Bank of Japan als auch ihre Kollegen von der EZB hielten derweil unbeirrt an ihrer Geldschwemme fest. Der Euro gewann daraufhin gegenüber dem US-Dollar weiter an Stärke.

Für Gesprächsstoff sorgte auch die Ära von Donald Trump, der ein halbes Jahr als US-Präsident im Amt ist. Nachdem auch sein nächster Anlauf für die Gesundheitsreform vor wenigen Tagen gescheitert war, richteten sich die Blicke nun wieder auf die laufenden Ermittlungen in der Russland-Affäre. In Medienberichten hieß es, dass Sonderermittler Robert Mueller eine vertiefte Untersuchung in diesem Fall anstrebt.

Bei den Einzelwerten standen einige Unternehmen im Mittelpunkt, die am Vorabend schon nachbörslich Zahlen vorgelegt hatten. So ging es für American Express im Dow um 1,21 Prozent abwärts. Das Ende einer Partnerschaft mit dem Großhändler Costco hatte dem Kreditkartenanbieter im zweiten Quartal einen Gewinneinbruch eingebrockt.

Unter den Technologiewerten an der Nasdaq sackten Qualcomm um 4,5 Prozent auf den tiefsten Stand seit Anfang Mai ab. Der Chipkonzern erhält wegen des eskalierten Streits mit Apple derzeit keine Lizenzzahlungen von den iPhone-Auftragsfertigern. Das verhagelt ihm weiter die Quartalszahlen.

Bei den Aktien von T-Mobile US blieb eine positive Reaktion auf gute Resultate für das zweite Quartal und eine angehobene operative Gewinnprognose aus. Sie standen zuletzt leicht mit 0,11 im Minus. Philip Morris dagegen reagierten sehr wohl negativ auf eine gekürzte Gewinnprognose: die Tabaktitel büßten rund 1,6 Prozent ein.

Gänzlich ohne Zahlen waren im Dow Nike gefragt. Titel des Sportartikelherstellers zogen nach einem positiven Kommentar der US-Bank Morgan Stanley um 2,15 Prozent an. Laut Analyst Jay Sole ist es an der Zeit, um bei den Aktien auf dem Tiefpunkt des Zyklus noch zuzugreifen.

Papiere der Handelskette Home Depot dagegen sackten am Indexende um 4 Prozent ab. Sie zeigten sich davon beeindruckt, dass Sears eine Vereinbarung mit Amazon über den Vertrieb von Haushaltsmaschinen der Marke Kenmore getroffen hat. Die Aktien der Sears Holding machten daraufhin einen Satz nach oben um 13 Prozent./tih/he

20.07.2017

WDH/ROUNDUP/Aktien Frankfurt Schluss: Dax nach EZB vom starken Euro gebremst

(Wortfehler im ersten Absatz korrigiert: den Dax)

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der deutsche Aktienmarkt ist am Donnerstag einmal mehr vom starken Euro ausgebremst worden. Nach dem Zinsentscheid der Europäischen Zentralbank (EZB) hatte die Gemeinschaftswährung den Dax seine zuvor erzielten Gewinne gekostet. Er schloss letztlich mit einem kleinen Abschlag von 0,04 Prozent bei 12 447,25 Punkten, während der Euro über der Marke von 1,16 US-Dollar auf den höchsten Stand seit 2015 vorpreschte.

Die EZB beließ den Leitzins auf ihrer Sitzung am Donnerstag auf seinem Rekordtief und gab auch sonst keine Hinweise auf ein Ende ihrer extrem lockeren Geldpolitik. Für einige Experten und Anleger kam es dabei etwas überraschend, dass die Währungshüter selbst am Passus, weiterhin eine Erhöhung ihrer Wertpapierankäufe in Betracht zu ziehen, nichts änderten.

EURO-BULLEN UNTERWEGS

"Mario Draghi hat heute die Euro-Bullen von der Leine gelassen", resümierte vor diesem Hintergrund Marktexperte Jochen Stanzl von CMC Markets. Am Aktienmarkt wird der starke Euro vor allem deshalb nicht gerne gesehen, weil er tendenziell die Exportchancen europäischer Unternehmen schmälert. Erste Anzeichen davon könnten sich schon in der gerade anlaufenden Berichtssaison zeigen.

Auch die weiteren deutschen Indizes konnten ihre zwischenzeitlichen Gewinne am Donnerstag nicht verteidigen: Der Index der mittelgroßen Werte MDax verlor am Ende sogar 0,63 Prozent auf 24 856,88 Punkte Der Technologiewerte-Index TecDax schloss bei 2291,85 Zählern. Dies war ein hauchdünner Abschlag von 0,01 Prozent.

LUFTHANSA AUF TALFAHRT

Eine Welle von Gewinnmitnahmen setzte im Dax vor allem den zuletzt erfolgsverwöhnten Lufthansa-Aktien zu. Sie büßten nach ihrem zur Wochenmitte erreichten Mehrjahreshoch am Indexende mehr als 8 Prozent ein, weil die Luftfahrtbranche in ganz Europa unter Druck stand. Nach der zuletzt starken Kursentwicklung schienen Investoren verstärkt Kasse zu machen, sagte ein Beobachter.

Mit Zahlen im Fokus standen die SAP-Papiere , die am Ende moderat um 0,24 Prozent nachgaben. Anleger hatten ihr Pulver offensichtlich schon am Vortag verschossen, als der Softwarekonzern zu den besten Dax-Werten zählte. Experten zogen ein durchwachsenes Fazit: Lob gab es für den Umsatz, etwas enttäuscht zeigten sie sich aber von den Margen.

TELEKOM LEGEN ZU

Die Deutsche Telekom dagegen profitierte bis zum Schluss von guten Quartalsresultaten und angehobenen Jahreszielen bei T-Mobile US . Die US-Mobilfunktochter habe erneut überzeugt, lobte Analyst Karsten Oblinger von der DZ Bank. Davon angetrieben brachten die T-Aktien einen Aufschlag von 0,58 Prozent über die Ziellinie.

Nach etwas deutlicher nach oben ging es beim Baustoffkonzern HeidelbergCement , dessen Papiere dank eines positiven Analystenkommentars um 0,82 Prozent stiegen. Nach einer Serie von Enttäuschungen glauben die Experten von Barclays nun an einen beruhigenden Zwischenbericht für das zweite Quartal.

HELLA UND KRONES ÜBERZEUGEN - SYMRISE LEIDET UNTER GIVAUDAN-ZAHLEN

Im MDax überzeugte der Autozulieferer Hella mit einem Umsatz- und Ergebnisanstieg im abgelaufenen Geschäftsjahr. Für die Aktien ging es um 3,55 Prozent hoch. Dagegen sanken die Titel des Duftstoffe- und Aromenherstellers Symrise im MDax um 2,29 Prozent. Analyst Michael Schäfer von der Commerzbank sprach von negativen Auswirkungen der enttäuschenden Resultate des schweizerischen Konkurrenten Givaudan .

Unter den Technologietiteln stachen Adva Optical mit einem Kurssturz um mehr als 17 Prozent negativ heraus. Der Telekomausrüster hatte im abgelaufenen Quartal unter dem starken Wettbewerb gelitten und enttäuschte beim Ausblick. Nicht viel besser erging es den Aktionären von Zooplus: die Aktien sackten im SDax um 9,5 Prozent ab. Sie litten unter der unerwartet schwachen Umsatzentwicklung des Onlinehändlers für Haustiefbedarf im ersten Halbjahr.

FTSE BLEIBT GEGEN DEN TREND IM PLUS

Europaweit war das Bild ähnlich wie beim Dax: Der EuroStoxx 50 stand zum Schluss hauchdünn mit 0,02 Prozent und 3499,49 Punkten im Minus. Während der Cac-40 in Frankreich moderat nachgab, behauptete sich der Londoner FTSE 100 bis zuletzt klar mit 0,77 Prozent im Plus. In New York bewegte sich der Dow Jones Industrial zum Handelsschluss in Europa derweil auch im negativen Terrain.

Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite von 0,31 Prozent am Vortag auf 0,32 Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,03 Prozent auf 140,62 Punkte. Der Bund-Future legte um 0,17 Prozent auf 162,08 Punkte zu. Ein Euro kostete zuletzt 1,1639 US-Dollar. Die EZB hatte den Referenzkurs zuvor noch auf 1,1485 (Mittwoch: 1,1533) US-Dollar festgesetzt./tih/he

--- Von Timo Hausdorf, dpa-AFX ---

20.07.2017

ROUNDUP/Aktien Frankfurt Schluss: Dax nach EZB vom starken Euro gebremst

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der deutsche Aktienmarkt ist am Donnerstag einmal mehr vom starken Euro ausgebremst worden. Nach dem Zinsentscheid der Europäischen Zentralbank (EZB) hatte die Gemeinschaftswährung dem Dax seine zuvor erzielten Gewinne gekostet. Er schloss letztlich mit einem kleinen Abschlag von 0,04 Prozent bei 12 447,25 Punkten, während der Euro über der Marke von 1,16 US-Dollar auf den höchsten Stand seit 2015 vorpreschte.

Die EZB beließ den Leitzins auf ihrer Sitzung am Donnerstag auf seinem Rekordtief und gab auch sonst keine Hinweise auf ein Ende ihrer extrem lockeren Geldpolitik. Für einige Experten und Anleger kam es dabei etwas überraschend, dass die Währungshüter selbst am Passus, weiterhin eine Erhöhung ihrer Wertpapierankäufe in Betracht zu ziehen, nichts änderten.

EURO-BULLEN UNTERWEGS

"Mario Draghi hat heute die Euro-Bullen von der Leine gelassen", resümierte vor diesem Hintergrund Marktexperte Jochen Stanzl von CMC Markets. Am Aktienmarkt wird der starke Euro vor allem deshalb nicht gerne gesehen, weil er tendenziell die Exportchancen europäischer Unternehmen schmälert. Erste Anzeichen davon könnten sich schon in der gerade anlaufenden Berichtssaison zeigen.

Auch die weiteren deutschen Indizes konnten ihre zwischenzeitlichen Gewinne am Donnerstag nicht verteidigen: Der Index der mittelgroßen Werte MDax verlor am Ende sogar 0,63 Prozent auf 24 856,88 Punkte Der Technologiewerte-Index TecDax schloss bei 2291,85 Zählern. Dies war ein hauchdünner Abschlag von 0,01 Prozent.

LUFTHANSA AUF TALFAHRT

Eine Welle von Gewinnmitnahmen setzte im Dax vor allem den zuletzt erfolgsverwöhnten Lufthansa-Aktien zu. Sie büßten nach ihrem zur Wochenmitte erreichten Mehrjahreshoch am Indexende mehr als 8 Prozent ein, weil die Luftfahrtbranche in ganz Europa unter Druck stand. Nach der zuletzt starken Kursentwicklung schienen Investoren verstärkt Kasse zu machen, sagte ein Beobachter.

Mit Zahlen im Fokus standen die SAP-Papiere , die am Ende moderat um 0,24 Prozent nachgaben. Anleger hatten ihr Pulver offensichtlich schon am Vortag verschossen, als der Softwarekonzern zu den besten Dax-Werten zählte. Experten zogen ein durchwachsenes Fazit: Lob gab es für den Umsatz, etwas enttäuscht zeigten sie sich aber von den Margen.

TELEKOM LEGEN ZU

Die Deutsche Telekom dagegen profitierte bis zum Schluss von guten Quartalsresultaten und angehobenen Jahreszielen bei T-Mobile US . Die US-Mobilfunktochter habe erneut überzeugt, lobte Analyst Karsten Oblinger von der DZ Bank. Davon angetrieben brachten die T-Aktien einen Aufschlag von 0,58 Prozent über die Ziellinie.

Nach etwas deutlicher nach oben ging es beim Baustoffkonzern HeidelbergCement , dessen Papiere dank eines positiven Analystenkommentars um 0,82 Prozent stiegen. Nach einer Serie von Enttäuschungen glauben die Experten von Barclays nun an einen beruhigenden Zwischenbericht für das zweite Quartal.

HELLA UND KRONES ÜBERZEUGEN - SYMRISE LEIDET UNTER GIVAUDAN-ZAHLEN

Im MDax überzeugte der Autozulieferer Hella mit einem Umsatz- und Ergebnisanstieg im abgelaufenen Geschäftsjahr. Für die Aktien ging es um 3,55 Prozent hoch. Dagegen sanken die Titel des Duftstoffe- und Aromenherstellers Symrise im MDax um 2,29 Prozent. Analyst Michael Schäfer von der Commerzbank sprach von negativen Auswirkungen der enttäuschenden Resultate des schweizerischen Konkurrenten Givaudan .

Unter den Technologietiteln stachen Adva Optical mit einem Kurssturz um mehr als 17 Prozent negativ heraus. Der Telekomausrüster hatte im abgelaufenen Quartal unter dem starken Wettbewerb gelitten und enttäuschte beim Ausblick. Nicht viel besser erging es den Aktionären von Zooplus: die Aktien sackten im SDax um 9,5 Prozent ab. Sie litten unter der unerwartet schwachen Umsatzentwicklung des Onlinehändlers für Haustiefbedarf im ersten Halbjahr.

FTSE BLEIBT GEGEN DEN TREND IM PLUS

Europaweit war das Bild ähnlich wie beim Dax: Der EuroStoxx 50 stand zum Schluss hauchdünn mit 0,02 Prozent und 3499,49 Punkten im Minus. Während der Cac-40 in Frankreich moderat nachgab, behauptete sich der Londoner FTSE 100 bis zuletzt klar mit 0,77 Prozent im Plus. In New York bewegte sich der Dow Jones Industrial zum Handelsschluss in Europa derweil auch im negativen Terrain.

Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite von 0,31 Prozent am Vortag auf 0,32 Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,03 Prozent auf 140,62 Punkte. Der Bund-Future legte um 0,17 Prozent auf 162,08 Punkte zu. Ein Euro kostete zuletzt 1,1639 US-Dollar. Die EZB hatte den Referenzkurs zuvor noch auf 1,1485 (Mittwoch: 1,1533) US-Dollar festgesetzt./tih/he

--- Von Timo Hausdorf, dpa-AFX ---

20.07.2017

Aktien Frankfurt Schluss: Dax nach EZB-Entscheid vom starken Euro gebremst

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der deutsche Aktienmarkt ist am Donnerstag einmal mehr vom starken Euro ausgebremst worden. Nach dem Zinsentscheid der Europäischen Zentralbank (EZB) hatte die Gemeinschaftswährung dem Dax seine zuvor erzielten Gewinne gekostet. Er schloss letztlich mit einem kleinen Abschlag von 0,04 Prozent bei 12 447,25 Punkten, während der Euro über der Marke von 1,16 US-Dollar auf den höchsten Stand seit 2015 vorpreschte.

Die EZB beließ den Leitzins auf ihrer Sitzung am Donnerstag auf seinem Rekordtief und gab auch sonst keine Hinweise auf ein Ende ihrer extrem lockeren Geldpolitik. Für einige Experten und Anleger kam es dabei etwas überraschend, dass die Währungshüter selbst am Passus, weiterhin eine Erhöhung ihrer Wertpapierankäufe in Betracht zu ziehen, nichts änderten. "Mario Draghi hat heute die Euro-Bullen von der Leine gelassen", resümierte Marktexperte Jochen Stanzl von CMC Markets.

Auch die weiteren deutschen Indizes konnten ihre zwischenzeitlichen Gewinne am Donnerstag nicht verteidigen: Der Index der mittelgroßen Werte MDax verlor am Ende sogar 0,63 Prozent auf 24 856,88 Punkte Der Technologiewerte-Index TecDax schloss bei 2291,85 Zählern. Dies war ein hauchdünner Abschlag von 0,01 Prozent./tih/he

20.07.2017

ROUNDUP/Aktien New York: Erneute Rekorde bei S&P und Nasdaq - Dow kaum verändert

NEW YORK (dpa-AFX) - Die Rekordjagd beim S&P 500 und dem Nasdaq 100 hat sich am Donnerstag zum Handelsstart fortgesetzt. Der Leitindex Dow Jones Industrial hinkte seinen Indexkollegen aber weiter hinterher: mit einem wenig veränderten Start blieb ihm ein Angriff auf seine bisherige Bestmarke bei 21 681 Punkten weiter verwehrt. Er stand zuletzt leicht mit 0,08 Prozent im Minus bei 21 623,05 Punkten.

Der marktbreite S&P 500 jedoch stieg in den ersten Minuten bis auf 2477,62 Punkte, bevor er dann den Schwung verlor. Zuletzt lag er so gut wie unverändert bei 2474,15 Punkten. Der Nasdaq 100 stand zuletzt wie der Dow knapp im Minus bei 5913,311 Zählern. Zuvor hatte er seine Bestmarke noch auf 5932,611 Punkte nach oben geschraubt.

Während die Berichtssaison der Unternehmen in den USA bereits auf Hochtouren läuft, standen auch Konjunkturdaten und Notenbanken im Mittelpunkt - ohne jedoch die Kurse maßgeblich zu beeinflussen. Das Geschäftsklima in der Region Philadelphia hatte sich im Juli stärker als erwartet eingetrübt. Sowohl die Bank of Japan als auch ihre Kollegen von der EZB hielten derweil unbeirrt an ihrer Geldschwemme fest.

Bei den Einzelwerten standen einige Unternehmen im Mittelpunkt, die am Vorabend schon nachbörslich Zahlen vorgelegt hatten. Für American Express ging es infolge dessen im Dow um 0,78 Prozent abwärts. Das Ende einer Partnerschaft mit dem Großhändler Costco hatte dem Kreditkartenanbieter im zweiten Quartal einen Gewinneinbruch eingebrockt. Im Tagesverlauf werden außerdem noch Zahlen des Konkurrenten Visa erwartet.

Unter den Technologiewerten an der Nasdaq sackten Qualcomm um 4,5 Prozent auf den tiefsten Stand seit Anfang Mai ab. Der Chipkonzern erhält wegen des eskalierten Streits mit Apple derzeit keine Lizenzzahlungen von den iPhone-Auftragsfertigern. Das hatte ihm weiter die Quartalszahlen verhagelt. Ein Umsatzrückgang und ein Gewinneinbruch waren im dritten Geschäftsquartal die Folge.

Bei den Aktien von T-Mobile US blieb eine vorbörslich erwartete positive Reaktion auf die Resultate für das zweite Quartal aus. Sie zeigten sich trotz übertroffener Erwartungen und einer angehobenen operativen Gewinnprognose kaum verändert. Philip Morris dagegen rutschten infolge einer gekürzten Gewinnprognose um 2,34 Prozent ab. Erst nach Börsenschluss werden am Donnerstag die Zahlen von Ebay und Microsoft erwartet.

Gänzlich ohne Zahlen waren Nike am Donnerstag der mit Abstand beste Dow-Wert. Sie zogen um 2,28 Prozent an, nachdem die US-Bank Morgan Stanley bei dem Sportartikelkonzern zum Übergewichten rät. Laut Analyst Jay Sole ist es an der Zeit, um bei den Aktien auf dem Tiefpunkt des Zyklus noch zuzugreifen./tih/he

20.07.2017

Aktien New York: Erneut Rekorde bei S&P und Nasdaq - Dow kaum verändert

NEW YORK (dpa-AFX) - Die Rekordjagd beim S&P 500 und dem Nasdaq 100 hat sich am Donnerstag zum Handelsstart fortgesetzt. Der Leitindex Dow Jones Industrial hinkte seinen Indexkollegen aber weiter hinterher: mit einem wenig veränderten Start blieb ihm ein Angriff auf seine bisherige Bestmarke bei 21 681 Punkten weiter verwehrt. Er stand zuletzt knapp mit 0,03 Prozent im Minus bei 21 634,21 Punkten.

Der marktbreite S&P 500 stieg in den ersten Minuten bis auf 2477,62 Punkte, bevor er dann den Schwung verlor. Zuletzt legte er nur noch leicht um 0,09 Prozent auf 2476,04 Punkte zu - ähnlich wie der Nasdaq 100 mit zuletzt 5922,487 Zählern. Zuvor hatte er seine Bestmarke noch auf 5932,611 Punkte nach oben geschraubt.

Während die Berichtssaison der Unternehmen in den USA bereits auf Hochtouren läuft, standen auch Konjunkturdaten und Notenbanken im Mittelpunkt - ohne jedoch die Kurse maßgeblich zu beeinflussen. Das Geschäftsklima in der Region Philadelphia hatte sich im Juli stärker als erwartet eingetrübt. Sowohl die Bank of Japan als auch ihre Kollegen von der EZB hielten derweil unbeirrt an ihrer Geldschwemme fest./tih/he

20.07.2017

Aktien Frankfurt: Dax reagiert nur kurz positiv auf EZB-Aussagen

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax hat am Donnerstag nicht nachhaltig positiv auf geldpolitische Aussagen der Europäischen Zentralbank (EZB) reagiert. Daneben stand die angelaufene Berichtssaison der Unternehmen mit einer Flut von Geschäftszahlen im Fokus.

Der deutsche Leitindex baute seine Gewinne nach den EZB-Aussagen nur kurzzeitig aus, bevor er wieder auf sein vorheriges Niveau zurückfiel - zuletzt stand er noch 0,46 Prozent höher bei 12 509,13 Punkten. Er hatte sich bereits zur Wochenmitte mit einem knappen Plus etwas stabilisiert. Davor war es im Sog des deutlich gestiegenen Eurokurses , der tendenziell die Exportchancen europäischer Unternehmen schmälert, drei Tage in Folge bergab gegangen.

Wie weithin erwartet beließ die EZB den Leitzins auf ihrer Sitzung am Donnerstag auf seinem Rekordtief. Auch am Passus, weiterhin eine mögliche Erhöhung des milliardenschweren Wertpapier-Kaufprogramm in Betracht zu ziehen, änderten die Währungshüter nichts - entgegen den Erwartungen einiger Experten und Anleger.

EXPERTEN UNEINS ÜBER WEITEREN EZB-KURS

Dies zeigt nach Einschätzung der Helaba-Experten, das es die EZB mit der geldpolitischen Wende nicht eilig hat. Ähnlich äußerte sich Carsten Brzeski, Chefvolkswirt von ING-Diba. Dagegen warnte Ökonom Jack Allen von Capital Economics davor, zu viel in die EZB-Aussagen hineinzuinterpretieren. Die Währungshüter müssten nicht zwingend den genannten Passus zu den Wertpapierkäufen streichen, bevor sie ihre Geldpolitik strafften - EZB-Präsident Mario Draghi dürfte Hinweise geben, dass auf der September-Sitzung eine entsprechende Entscheidung fallen werde.

Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 gewann am Donnerstagnachmittag 0,30 Prozent auf 3510,94 Punkte. Weniger gut als die großen Indizes schlugen sich die deutschen Nebenwerte-Indizes: Der MDax der mittelgroßen Unternehmen verlor 0,13 Prozent auf 24 980,51 Punkte, während der Technologiewerte-Index TecDax um 0,19 Prozent auf 2287,78 Zähler sank.

TELEKOM PROFITIERT VON ZAHLEN DER US-TOCHTER

Die Deutsche Telekom profitierte von guten Quartalsresultaten und angehobenen Jahreszielen von T-Mobile US : Mit plus 1,69 Prozent gehörten die T-Aktien zu den größten Gewinnern im Dax. Die US-Mobilfunktochter habe erneut überzeugt, lobte Analyst Karsten Oblinger von der DZ Bank.

Dem Baustoffkonzern HeidelbergCement bescherten ein positiver Analystenkommentar Kursgewinne von 1,77 Prozent, womit die Aktien einen der vorderen Plätze im Leitindex belegten.

SAP UNTER DRUCK - LUFTHANSA ZOLLT KURSRALLY TRIBUT

SAP-Papiere verloren indes 0,77 Prozent. Der Softwarekonzern äußerte sich zwar dank des starken Umsatzanstiegs im zweiten Quartal etwas optimistischer zum erwarteten Jahresumsatz und kündigte den Rückkauf eigener Aktien an. Das um Sonderposten bereinigte Betriebsergebnis stieg allerdings schwächer als erwartet. Ein Börsianer sprach von insgesamt durchwachsenen Zahlen - die Profitabilität und das Cloud-Geschäft hätten besser ausfallen können.

Lufthansa-Titel büßten nach ihrem zur Wochenmitte erreichten Mehrjahreshoch am Indexende 6,24 Prozent ein. In ganz Europa stand die Luftfahrtbranche unter Druck. Nach der zuletzt starken Kursentwicklung schienen Investoren verstärkt Kasse zu machen, sagte ein Beobachter.

HELLA UND KRONES ÜBERZEUGEN - SYMRISE LEIDET UNTER GIVAUDAN-ZAHLEN

Im MDax überzeugte der Autozulieferer Hella mit einem Umsatz- und Ergebnisanstieg im abgelaufenen Geschäftsjahr 2016/17. Insbesondere in der zweiten Hälfte (Ende Mai) habe sich das Umsatzwachstum durch zahlreiche neue Produktionsanläufe wie erwartet stark beschleunigt. Für die Aktien ging es um 2,42 Prozent hoch.

Bei Krones sorgten die Quartalsresultate für ein Kursplus von 2,11 Prozent. Zwar hat die Geschäftsdynamik des Getränkeabfüllanlagen-Herstellers wie erwartet etwas nachgelassen. Doch Umsatz und die Gewinne fielen höher aus als vor einem Jahr und übertrafen die Analystenschätzungen. Auch der Auftragseingang fiel einem Händler zufolge besser als erwartet aus.

Dagegen sanken die Titel des Duftstoffe- und Aromenherstellers Symrise um 2,14 Prozent. Analyst Michael Schäfer von der Commerzbank sprach von negativen Auswirkungen der enttäuschenden Resultate des Schweizer Konkurrenten Givaudan .

ADVA ENTTÄUSCHT: AKTIE STÜRZT AB

Unter den Technologietiteln stachen Adva Optical mit einem Kurssturz von 16 Prozent negativ heraus. Der Telekomausrüster blieb im abgelaufenen Quartal wegen des starken Wettbewerbs bei Umsatz und Gewinn hinter den Erwartungen zurück. Laut Börsianern enttäuschte aber vor allem der Ausblick.

Im SDax der geringer kapitalisierten Werte büßten Zooplus-Aktien fast 10 Prozent ein. Sie litten unter der unerwartet schwachen Umsatzentwicklung des Onlinehändlers für Haustiefbedarf im ersten Halbjahr. Unternehmenschef Cornelius Patt sprach von einem "sehr wettbewerbsintensiven Marktumfeld".

Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite von 0,31 Prozent am Vortag auf 0,32 Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,03 Prozent auf 140,62 Punkte. Der Bund-Future verlor 0,12 Prozent auf 161,61 Punkte. Der Euro stieg auf 1,1564 US-Dollar. Die EZB hatte den Referenzkurs am Mittwoch auf 1,1533 (Dienstag: 1,1555) festgesetzt./gl/fbr

--- Von Gerold Löhle, dpa-AFX ---

20.07.2017

Aktien New York Ausblick: Freundlich - Dow jetzt auch wieder auf Rekordkurs

NEW YORK (dpa-AFX) - Der Wall Street könnte am Donnerstag ein Handelstag mit möglicherweise neuen Rekorden bevorstehen. Der Dow Jones Industrial könnte es dabei seinen Indexkollegen nachmachen, die schon am Vortag neue Bestmarken erreichten. Eine dreiviertel Stunde vor dem Auftakt wurde der US-Leitindex vom Broker IG knapp mit 0,12 Prozent im Plus taxiert bei 21 667 Punkten. Damit würden ihm nur noch wenige Punkte zu seinem bisherigen Rekordstand bei 21 681 Zählern fehlen.

Der S&P 500 sowie der Nasdaq 100 hatten am Mittwoch schon ihre höchsten Stände erreicht, die sie nun mit einem freundlichen Start womöglich nochmals übertreffen können. Der marktbreite S&P-Index war Tags zuvor mit 2473,83 Punkten auf seinem Rekord aus dem Handel gegangen, während der Auswahlindex der Technologiewerte in der Spitze bei 5922 Punkten lag - und letztlich nur knapp darunter schloss.

Aktuelle US-Wirtschaftsdaten waren dem US-Markt am Donnerstag zunächst keine Stütze. Das Geschäftsklima in der Region Philadelphia hatte sich etwa im Juli stärker als erwartet eingetrübt. Im Mittelpunkt standen aber vielmehr die Notenbanken - wenn auch dieses Mal außerhalb der USA. Sowohl die Bank of Japan als auch ihre Kollegen von der EZB halten vorerst unbeirrt an ihrer Geldschwemme fest. Von Seiten der europäischen Währungshüter gab es dabei auch keine Hinweise auf eine Kursänderung.

Bei den Einzelwerten dürften einige Unternehmen im Mittelpunkt stehen, die am Vorabend nachbörslich Zahlen vorgelegt haben. Die Aktien von T-Mobile US gewannen vorbörslich fast 4 Prozent. Die Telekom-Tochter hatte mit ihrem Zahlenwerk für das zweite Quartal die Erwartungen übertroffen und ihre operative Gewinnprognose angehoben. Schon länger im Fokus stehen die Papiere auch wegen einer möglichen Rolle bei der erwarteten Branchenkonsolidierung in den USA.

Für die Papiere von American Express ging es dagegen vorbörslich um 1,5 Prozent abwärts. Das Ende einer Partnerschaft mit dem US-Großhändler Costco hat dem Kreditkartenanbieter im zweiten Quartal einen Gewinneinbruch eingebrockt. Im Tagesverlauf werden außerdem noch Zahlen des Konkurrenten Visa erwartet. Beide Aktien gehören zu den 30 Standardwerten im Leitindex Dow Jones Industrial.

Unter den Technologiewerten an der Nasdaq bahnt sich nach Zahlen außerdem ein 2-prozentiges Minus bei Qualcomm an. Dass der Chipkonzern wegen des eskalierten Streits mit Apple derzeit keine Lizenzzahlungen von den iPhone-Auftragsfertigern erhält, verhagelt ihm weiter die Quartalszahlen. Ein Umsatzrückgang und ein Gewinneinbruch waren im dritten Geschäftsquartal die Folge.

Von Philip Morris gab es kurz vor dem Börsenstart aktuelle Zahlen, die bei Anleger zunächst ebenfalls nicht gut ankommen. Vorbörslich jedenfalls ging es für die Papiere des Tabakkonzerns um fast 3 Prozent abwärts. Erst nach Börsenschluss werden am Donnerstag die Zahlen von Ebay und Microsoft erwartet.

Auch einige Analystenstimmen wirkten sich vorbörslich kursbewegend aus. Nike stiegen um 2,5 Prozent, nachdem die US-Bank Morgan Stanley mittlerweile zum Übergewichten der Papiere des Sportartikelkonzerns rät. Pfizer dagegen gaben um 0,8 Prozent nach: die Credit Suisse schätzt die Pharmaaktien nur noch mit "neutral" ein./tih/fbr

21.07.2017

ROUNDUP 3: IWF beharrt auf Schuldenerleichterung für Griechenland

(Pläne für einen griechischen Probe-Marktgang im 5. und 6. Absatz)

WASHINGTON (dpa-AFX) - Der Internationale Währungsfonds (IWF) steht zu seiner angekündigten Milliardenspritze für Griechenland, knüpft diese aber an Bedingungen. Die IWF-Beschlussgremien stimmten am Donnerstag (Ortszeit) in Washington dem Vorschlag von Fonds-Chefin Christine Lagarde im Grundsatz zu, Griechenland mit einem Kredit von weiteren 1,6 Milliarden Euro zu unterstützen. Dieser sei jedoch an die Bereitschaft der europäischen Griechenland-Gläubiger geknüpft, dem Land Schuldenerleichterungen zu gewähren.

Eine zeitliche Begrenzung, innerhalb der eine Einigung erzielt werden muss, gebe es nicht, sagte die Leiterin der IWF-Griechenland-Mission, Delia Velculescu. Sie zeigte sich zuversichtlich, dass Einigkeit erreicht werden könne. Radikale Maßnahmen wie ein Schuldenschnitt seien dazu aus Sicht des IWF nicht notwendig. "Griechenland ist nicht in der Lage, die Nachhaltigkeit seiner Schulden zu erreichen und braucht Erleichterungen seiner europäischen Geldgeber", sagte IWF-Chefin Lagarde.

Es sei mit den Europäern vereinbart worden, dass Griechenland bis zum Jahr 2020 einen Primärüberschuss von 3,5 Prozent des Bruttoinlandsproduktes erwirtschaften solle, betonte Velculescu. Danach solle diese Zielsetzung aber so schnell wie möglich auf 1,5 Prozent zurückgefahren werden.

INVESTITIONSKLIMA BLEIBT HAUPTPROBLEM

"Es muss Raum geschaffen werden für bessere Sozialleistungen, um öffentliche Investitionen zu stimulieren und Steuern zu senken, um Wachstum zu unterstützen", sagte Lagarde. Das Investitionsklima bleibe das Hauptproblem bei der wirtschaftlichen Erholung des Landes. Laut IWF geht es ferner darum, die griechischen Banken zu stabilisieren, die noch immer auf einer außerordentlich großen Zahl fauler Kredite säßen.

Griechenland war zuletzt 2014 in der Lage, sich frisches Geld am freien Markt zu besorgen. Jüngste Gerüchte über neue Versuche, Staatsanleihen an die Märkte zu bringen, haben sich zunächst nicht bestätigt. "Wir werden nicht Kredite aufnehmen als Selbstzweck", sagte ein hoher Regierungsvertreter der Deutschen Presse-Agentur.

GRIECHENLAND VOR ANLEIHEN-BEGEBUNG?

Gerüchte machten die Runde in Athen, wonach die Regierung noch auf eine Bewertung der Ratingagentur S&P am späten Freitagabend warte, um mehreren Banken den Auftrag zu geben, das sogenannte Buch der Angebote zu öffnen. Dies könnte Anfang der nächsten Woche geschehen, berichteten übereinstimmend griechische Finanzportale. Athen wolle angeblich versuchen, sich etwa zwei Milliarden Euro für fünf Jahre zu leihen. Die Regierung wollte das weder bestätigen noch dementieren.

Der IWF hatte zuletzt wiederholt die Sparanstrengungen der Regierung in Athen gelobt. Die hohen Schulden und die damit verbundenen Zins- und Tilgungslasten drohten aber das griechische Wachstum abzuwürgen, argumentiert der Weltwährungsfonds.

GRÜNES LICHT VOM ESM - USA KRITISCH

Der Europäische Rettungsmechanismus ESM hatte bereits am 7. Juli grünes Licht für eine weitere Zahlung in Höhe von 7,7 Milliarden Euro gegeben. Der Großteil ist zur Tilgung fälliger Altschulden vorgesehen. Zuvor hatte auch der Haushaltsausschuss des Bundestages grünes Licht gegeben. Damit erhöht sich die Kreditsumme des ESM an Griechenland auf 180 Milliarden Euro.

IWF-Chefin Christine Lagarde hatte bereits im Vorfeld angekündigt, sie werde dem Beschlussgremium eine Beteiligung an den Griechenland-Hilfen trotz Unklarheiten bei der Schuldentragfähigkeit "im Grundsatz" empfehlen. Die Beteiligung des IWF ist laut einem Bundestagsbeschluss auch Voraussetzung für deutsche Beiträge. Der IWF kämpft seit längeren mit den europäischen Geldgebern um Schuldenerleichterungen für Griechenland. Deutschland lehnt dies weitgehend ab.

Vor allem die USA als größter Anteilseigner des IWF haben den Fonds zur Zurückhaltung in der Griechenland-Frage gedrängt. In den Vereinigten Staaten wird die Unterstützung des Landes aus internationalen Mitteln äußerst kritisch gesehen./dm/tt/DP/stk

21.07.2017

ROUNDUP: Bundesregierung einig gegenüber Türkei - Rüstungsgeschäfte auf Eis?

BERLIN (dpa-AFX) - Unbeeindruckt von Protesten der Türkei demonstriert die Bundesregierung Einigkeit in ihrem neuen scharfen Kurs gegenüber Ankara. Die von Außenminister Sigmar Gabriel (SPD) verkündeten Maßnahmen seien "absolut notwendig", sagte Kanzleramtschef Peter Altmaier (CDU) der "Bild am Sonntag". Das Verhalten der Türkei sei inakzeptabel. "Wir haben eine Schutzpflicht für unsere Bürger und Unternehmen", sagte Altmaier mit Blick auf die von Gabriel verkündete Neuausrichtung der Türkei-Politik. Ankara müsse erkennen, dass die Bundesregierung "einig und geschlossen" sei.

Als Reaktion auf die Verhaftung des Menschenrechtlers Peter Steudtner und anderer Deutscher hat das Auswärtige Amt am Donnerstag die Reisehinweise für die Türkei verschärft. Zusätzlich kündigte Außenminister Gabriel an, dass die staatliche Absicherung von Türkei-Geschäften der deutschen Wirtschaft durch sogenannte Hermes-Bürgschaften auf den Prüfstand gestellt wird.

Laut "Bild"-Zeitung (Freitag) hat die Bundesregierung auch geplante und bereits bestehende Rüstungsprojekte mit der Türkei vorläufig auf Eis gelegt. Nähere Einzelheiten wurden nicht genannt. Bisher galt die Lieferung von Rüstungsgütern im Rahmen der Nato-Mitgliedschaft der Türkei als weitgehend unproblematisch.

Die türkische Regierung warf der Bundesregierung "Erpressung" vor. Als Hauptgrund für die "ernsthafte Vertrauenskrise" nannte das Außenministerium in Ankara die "Doppelmoral" der Bundesregierung im Umgang mit der Türkei. Während die Bundesregierung Terroristen der Gülen-Bewegung und der kurdischen Untergrundorganisation PKK gewähren lasse, fordere sie die Freilassung von Terrorverdächtigen in der Türkei.

Der Sprecher von Präsident Recep Tayyip Erdogan, Ibrahim Kalin, warf der Bundesregierung im Fall des inhaftierten deutschen Menschenrechtlers Peter Steudtner versuchte Einflussnahme auf die türkische Justiz vor.

Angesichts der Inhaftierungen von Menschenrechtlern und Journalisten in der Türkei zog Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) einen Vergleich mit der DDR. "Die Türkei verhaftet inzwischen willkürlich und hält konsularische Mindeststandards nicht ein. Das erinnert mich daran, wie es früher in der DDR war", sagte Schäuble der "Bild"-Zeitung (Freitag). "Wer dort gereist ist, dem war klar: Wenn Dir jetzt etwas passiert, kann Dir keiner helfen." Justizminister Heiko Maas (SPD) sagte der Zeitung: "Klar ist: Wer in die Türkei reist, verbringt seinen Urlaub leider nicht in einem Rechtsstaat."

Auch nach Einschätzung des Deutschen Richterbundes können die in der Türkei inhaftierten Deutschen kaum auf rechtsstaatliche Verfahren und eine unabhängige Prüfung der gegen sie erhobenen Vorwürfe hoffen. "In der türkischen Justiz herrscht ein Klima der Angst", sagte der Geschäftsführer des Richterbundes, Sven Rebhahn, der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Freitag).

Richter und Staatsanwälte seien zu Tausenden wegen vermeintlicher Nähe zur Gülen-Bewegung entlassen und inhaftiert worden. Die Stellen seien im Schnellverfahren nach einer Schmalspurausbildung durch regierungsnahe Juristen nachbesetzt worden. Anwälte, die Inhaftierte verteidigten, müssten selbst mit dem Vorwurf der Terrorhilfe rechnen und stünden mit einem Bein im Gefängnis.

Erdogan macht den im US-Exil lebenden Prediger Fethullah Gülen für den Putschversuch von Teilen des türkischen Militärs vor einem Jahr verantwortlich. Unter dem von Erdogan ausgerufenen Ausnahmezustand wurden seither Zehntausende angebliche Gülen-Anhänger in Untersuchungshaft gesperrt, zahlreiche Medien geschlossen und mehr als 100 000 Staatsbedienstete entlassen oder suspendiert.

SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz warf der türkischen Regierung vor, "rote Linien" überschritten zu haben. Er glaube, "dass wir dieser Willkür, die in der Türkei herrscht, nicht mehr tatenlos zusehen können", sagte er am Donnerstagabend am Rande eines Besuchs beim französischen Präsidenten Emmanuel Macron in Paris. Schulz forderte dazu auf, die Verhandlungen zur Ausweitung der Zollunion mit der Türkei zu unterbrechen und europäische Finanzhilfen in Frage zu stellen. "Wenn die Türkei zu Europa gehören will, muss sie europäische Standards respektieren."/bi/DP/stk

21.07.2017

ROUNDUP 2: IWF beharrt auf Schuldenerleichterung für Griechenland

WASHINGTON (dpa-AFX) - Der Internationale Währungsfonds (IWF) steht zu seiner angekündigten Milliardenspritze für Griechenland, knüpft diese aber an Bedingungen. Die IMF-Beschlussgremien stimmten am Donnerstag (Ortszeit) in Washington dem Vorschlag von Fonds-Chefin Christine Lagarde im Grundsatz zu, Griechenland mit einem Kredit von weiteren 1,6 Milliarden Euro zu unterstützen. Dieser sei jedoch an die Bereitschaft der europäischen Griechenland-Gläubiger geknüpft, dem Land Schuldenerleichterungen zu gewähren.

Eine zeitliche Begrenzung, innerhalb der eine Einigung erzielt werden muss, gebe es nicht, sagte die Leiterin der IWF-Griechenland-Mission, Delia Velculescu. Sie zeigte sich zuversichtlich, dass Einigkeit erreicht werden könne. Radikale Maßnahmen wie ein Schuldenschnitt seien dazu aus Sicht des IWF nicht notwendig. "Griechenland ist nicht in der Lage, die Nachhaltigkeit seiner Schulden zu erreichen und braucht Erleichterungen seiner europäischen Geldgeber", sagte IWF-Chefin Lagarde.

Es sei mit den Europäern vereinbart worden, dass Griechenland bis zum Jahr 2020 einen Primärüberschuss von 3,5 Prozent des Bruttoinlandsproduktes erwirtschaften solle, betonte Velculescu. Danach solle diese Zielsetzung aber so schnell wie möglich auf 1,5 Prozent zurückgefahren werden.

INVESTITIONSKLIMA BLEIBT HAUPTPROBLEM

"Es muss Raum geschaffen werden für bessere Sozialleistungen, um öffentliche Investitionen zu stimulieren und Steuern zu senken, um Wachstum zu unterstützen", sagte Lagarde. Das Investitionsklima bleibe das Hauptproblem bei der wirtschaftlichen Erholung des Landes. Laut IWF geht es ferner darum, die griechischen Banken zu stabilisieren, die noch immer auf einer außerordentlich großen Zahl fauler Kredite säßen.

Griechenland war zuletzt 2014 in der Lage, sich frisches Geld am freien Markt zu besorgen. Jüngste Gerüchte über neue Versuche, Staatsanleihen an die Märkte zu bringen, haben sich zunächst nicht bestätigt. Der IWF lobte zuletzt wiederholt die Sparanstrengungen der Regierung in Athen. Die hohen Schulden und die damit verbundenen Zins- und Tilgungslasten drohten aber das griechische Wachstum abzuwürgen, argumentiert der Weltwährungsfonds.

GRÜNES LICHT VOM ESM - USA KRITISCH

Der Europäische Rettungsmechanismus ESM hatte bereits am 7. Juli grünes Licht für eine weitere Zahlung in Höhe von 7,7 Milliarden Euro gegeben. Der Großteil ist zur Tilgung fälliger Altschulden vorgesehen. Zuvor hatte auch der Haushaltsausschuss des Bundestages grünes Licht gegeben. Damit erhöht sich die Kreditsumme des ESM an Griechenland auf 180 Milliarden Euro.

IWF-Chefin Christine Lagarde hatte bereits im Vorfeld angekündigt, sie werde dem Beschlussgremium eine Beteiligung an den Griechenland-Hilfen trotz Unklarheiten bei der Schuldentragfähigkeit "im Grundsatz" empfehlen. Die Beteiligung des IWF ist laut einem Bundestagsbeschluss auch Voraussetzung für deutsche Beiträge. Der IWF kämpft seit längeren mit den europäischen Geldgebern um Schuldenerleichterungen für Griechenland. Deutschland lehnt dies weitgehend ab.

Vor allem die USA als größter Anteilseigner des IWF haben den Fonds zur Zurückhaltung in der Griechenland-Frage gedrängt. In den Vereinigten Staaten wird die Unterstützung des Landes aus internationalen Mitteln äußerst kritisch gesehen./dm/DP/stk

21.07.2017

DIW-Expertin: USA betreiben Energiepolitik auf Kosten Europas

BERLIN (dpa-AFX) - Die Energiemarktexpertin Claudia Kemfert sieht hinter den geplanten Sanktionen der USA gegen Russlands Öl- und Gaslieferungen nach Westeuropa wirtschaftsegoistische und machtpolitische Motive. "Es herrscht ein Krieg um fossile Energie", sagte die Expertin des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) der "Passauer Neuen Presse" (PNP, Freitag). "Es geht um Wirtschaftsinteressen der USA zu Lasten von Europa und Russland."

Die USA haben den eigenen Gasexport zur Priorität erklärt, um die heimische Wirtschaft und die eigene Außenpolitik zu stärken. Dazu gehören die Ablehnung der Gasleitung Nordstream 2, durch die russisches Gas nach Westeuropa fließen soll, sowie mit der russischen Ukrainepolitik begründete Sanktionen gegen russische Energiekonzerne. Bundesaußenminister Sigmar Gabriel hatte im Juni neue Sanktionspläne des US-Senats gegen Russland mit den Worten kommentiert: "Es kann nicht sein, dass die Sanktionen jetzt dazu missbraucht werden, russisches Gas zu verdrängen, um amerikanisch verkaufen zu können."

Unmittelbare Folgen der Sanktionen für die deutsche Energieversorgung sieht die Professorin Kemfert nicht. Es gebe genügend Gas, ausreichende Leitungskapazitäten und Flüssiggasterminals. Die protektionistische US-Politik vermindere zwar die wirtschaftlichen Chancen Deutschlands. Mit konsequentem Verzicht auf fossile Energien könne Deutschland aber geopolitische Konflikte sowie Schäden für die Wirtschaft vermeiden. Dabei böten Energie- und Verkehrswende auch Chancen, zumal die USA sich aus dem Wettbewerb um nachhaltige Zukunftsmärkte verabschiedeten./hn/DP/stk

21.07.2017

Studie: Bürokratie macht Existenzgründern das Leben schwer

FRANKFURT (dpa-AFX) - Bürokratie ist aus Sicht von Unternehmensgründern in Deutschland die größte Belastung, allerdings nicht der wichtigste Grund für ein Scheitern der Pläne. Das geht aus einer Studie der staatlichen Förderbank KfW hervor, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Danach nimmt jeder dritte Existenzgründer administrative Regelungen und Pflichten als Schwierigkeiten wahr - und wendet nach eigenen Schätzungen etwa 10 Prozent der wöchentlichen Arbeitszeit für die Bewältigung auf.

"Bürokratie kostet Gründer zwar Zeit und Nerven, deshalb werden aber kaum Gründungsprojekte abgebrochen oder Gründungspläne in der Schublade gelassen", sagte KfW-Chefvolkswirt Jörg Zeuner. Die größte Hürde in der Planungsphase seien finanzielle Risiken. Projekte würden vor allem wegen attraktiver Jobalternativen oder unbefriedigender Ertragslage wieder abgebrochen, nicht wegen Bürokratie.

Besonders häufig bemängeln Gründer den Angaben zufolge die Komplexität der Besteuerung sowie den Aufwand für Anmeldungen und Registrierungen, zum Beispiel für den Eintrag ins Handelsregister beim Amtsgericht oder Meldungen beim Finanzamt. Häufig wünschen sie sich gebündelte und möglichst digitale Behördenkontakte.

"Behördengänge ließen sich durch Online-Angebote vermeiden, Meldepflichten könnten automatisiert abgewickelt werden. Für den großen Wurf wären aber bundesweite Mindeststandards und eine einheitliche IT-Infrastruktur notwendig", mahnte Zeuner.

Als weitere Schwierigkeiten nannten Gründer familiären Belastungen, die Akquise von Aufträgen sowie konjunkturelle und finanzielle Risiken der Selbstständigkeit./mar/DP/stk

21.07.2017

ROUNDUP: IWF will Griechenland mit weiterer Milliardenspritze helfen

WASHINGTON (dpa-AFX) - Der Internationale Währungsfonds (IWF) will das schuldengeplagte Griechenland mit weiteren 1,6 Milliarden Euro unterstützen. Die IWF-Gremien einigten sich bei ihrer Sitzung am Donnerstag "im Grundsatz" auf die Zahlung, die jedoch noch an Bedingungen geknüpft werden kann.

Im Vorfeld war durchgesickert, dass der IWF seine Beteiligung an weiteren Finanzhilfen für Griechenland an eine Schuldenobergrenze knüpfen könnte. Ob es dazu kam, war zunächst nicht bekannt. Mit einer solchen Bedingung würden Griechenland und seine europäischen Geldgeber gezwungen, den Schuldenberg von derzeit 320 Milliarden Euro zunächst abzubauen, ehe das Land mit eigener Anleihenvergabe an die Kapitalmärkte zurückkehren kann.

GRÜNES LICHT VOM EUROPÄISCHEN RETTUNGSMECHANISMUS ESM

Griechenland hatte sich zuletzt 2014 frisches Geld am freien Markt besorgt. Der IWF lobte zuletzt wiederholt die Sparanstrengungen der Regierung in Athen. Die hohen Schulden und die damit verbundenen Zins- und Tilgungslasten drohten aber das griechische Wachstum abzuwürgen, argumentiert der Weltwährungsfonds.

Der Europäische Rettungsmechanismus ESM hatte bereits am 7. Juli grünes Licht für eine weitere Zahlung in Höhe von 7,7 Milliarden Euro gegeben. Der Großteil ist zur Tilgung fälliger Altschulden vorgesehen. Zuvor hatte auch der Haushaltsausschuss des Bundestages grünes Licht gegeben. Damit erhöht sich die Kreditsumme des ESM an Griechenland auf 180 Milliarden Euro.

BETEILIGUNG DES IWF VORAUSSETZUNG FÜR DEUTSCHE BEITRÄGE

IWF-Chefin Christine Lagarde hatte zuvor erklärt, sie werde dem Beschlussgremium eine Beteiligung an den Griechenland-Hilfen trotz Unklarheiten bei der Schuldentragfähigkeit "im Grundsatz" empfehlen. Die Beteiligung des IWF ist laut einem Bundestagsbeschluss Voraussetzung auch für deutsche Beiträge. Der IWF kämpft seit längeren mit den europäischen Geldgebern um Schuldenerleichterungen für Griechenland. Deutschland lehnt dies weitgehend ab.

Vor allem die USA als größter Anteilseigner des IWF haben den Fonds zur Zurückhaltung in der Griechenland-Frage gedrängt. In den Vereinigten Staaten wird die Unterstützung des Landes aus internationalen Mitteln äußerst kritisch gesehen./dm/DP/stk

21.07.2017

IWF will Griechenland mit weiteren 1,6 Milliarden Euro unterstützen

WASHINGTON (dpa-AFX) - Der Internationale Währungsfonds (IWF) will Griechenland mit einer weiteren Finanzspritze in Höhe von rund 1,6 Milliarden Euro unter die Arme greifen. Die IWF-Gremien erzielten bei ihrer Sitzung am Donnerstag "im Grundsatz" Übereinstimmung über die Zahlung, die jedoch noch an Bedingungen geknüpft werden kann./dm/DP/stk

20.07.2017

Katar ändert Anti-Terror-Gesetze

KAIRO (dpa-AFX) - Mit einer Änderung seiner Anti-Terror-Gesetze ist das Golf-Emirat Katar am Donnerstag anscheinend einen Schritt auf seine arabischen Kritiker zugegangen. Der Emir Tamim bin Hamad Al-Thani habe in einem Dekret Definitionen zum Thema Terrorismus geliefert, berichtete die landeseigene Nachrichtenagentur QNA. Darunter seien die Begriffe Terrorist, Verbrechen, Terrorakt und terroristische Vereinigung, Einfrieren von Mitteln und Finanzierung von Terrorismus.

Am 5. Juni hatten Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate, Bahrain und Ägypten ihre Beziehungen zu Katar abgebrochen und eine Art Quarantäne über das kleine, reiche Emirat verhängt. Dabei warfen sie Katar die Finanzierung von Terroristen vor.

Anstoß hatten die sunnitischen Katar-Kritiker an einer positiven Erklärung Katars zum schiitischen Nachbarn Iran genommen, die nach Katars Angaben allerdings der Agentur QNA von Hackern untergeschoben worden war. Am Donnerstag erklärte Katar, die Hacker hätten von den Emiraten aus gehandelt./wh/DP/he

20.07.2017

Theresa May bei britischen Wählern immer unbeliebter

LONDON (dpa-AFX) - Die britische Premierministerin Theresa May verliert weiter Rückhalt bei den Wählern, wird aber für kompetenter gehalten als der Oppositionsführer Jeremy Corbyn. Das ergab eine am Donnerstag vom konservativen Blatt "Evening Standard" veröffentlichte repräsentative Umfrage des Instituts Ipsos MORI.

Danach erklärten sich nur noch 34 Prozent der 1071 Befragten mit Mays Politik zufrieden; 59 Prozent waren unzufrieden. Von den Jungwählern waren sogar nur 27 Prozent mit May einverstanden. Noch nie sei ein Premierminister so schnell nach der Wahl so unpopulär gewesen, erklärte der Ipsos-MORI-Experte Gideon Skinner. May hatte die Parlamentswahl am 8. Juni knapp gewonnen.

Auf die Frage, ob May oder der Labour-Chef Corbyn der bessere Regierungschef seien, stimmten allerdings 46 Prozent für die konservative Amtsinhaberin und nur 38 Prozent für den linken Sozialdemokraten. Mays Konservative Partei liegt in der Wählergunst mit 41 Prozent dabei um einen Punkt knapp hinter Labour mit 42 Prozent; die Liberaldemokraten kämen auf neun Prozent./bs/DP/he

20.07.2017

ROUNDUP: Emirat Kuwait weist iranische Diplomaten aus

KUWAIT-STADT (dpa-AFX) - Der Iran muss auf Anordnung Kuwaits 15 seiner 19 Diplomaten aus dem Emirat abziehen. Sie müssten binnen 45 Tagen das Land verlassen, verlautete aus dipomatischen Kreisen in Kuwait. Die Nachrichtenagentur Kuna berichtete am Donnerstag, die iranische Kulturmission und andere Büros müssten geschlossen werden. Die Maßnahme stehe in Verbindung mit der Aufdeckung einer Terrorzelle.

Das iranische Außenministerium bestellte in einer ersten Reaktion den kuwaitischen Geschäftsträger ein. Das berichtete die Nachrichtenagentur IRNA. Die iranischen Medien vermuten Teherans Erzfeind Saudi-Arabien hinter dem Schritt Kuwaits.

Die Entscheidung kommt inmitten der Golf-Krise um Katar. Saudi-Arabien, Bahrain, die Vereinigten Arabischen Emirate und Ägypten hatten Anfang Juni alle diplomatischen Kontakte zu dem Emirat abgebrochen. Sie werfen Katar die Unterstützung von Terrorgruppen und zu enge Kontakte zum Iran vor. Kuwait vermittelt in dem Konflikt.

Die kuwaitschen Behörden hatten 2015 erklärt, eine Terrorgruppe mit Verbindungen zum schiitischen Iran und der von Teheran finanzierten libanesischen Schiitenmiliz Hisbollah aufgedeckt zu haben. Mehrere Angeklagte wurden deswegen zu Haftstrafen verurteilt. Der Iran ist vor allem für das sunnitische Saudi-Arabien ein Erzrivale./jku/DP/zb

21.07.2017

ANALYSE-FLASH: Kepler Cheuvreux hebt Krones auf 'Hold' und Ziel auf 101 Euro

FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Das Analysehaus Kepler Cheuvreux hat Krones nach Zahlen für das zweite Quartal von "Reduce" auf "Hold" hochgestuft und das Kursziel von 90 auf 101 Euro angehoben. Der Hersteller von Getränkeabfüllanlagen habe beim Umsatz und Auftragseingang erneut stärker abgeschnitten als gedacht, schrieb Analyst Hans-Joachim Heimbürger in einer Studie vom Freitag. Der Experte sieht die Profitabilität zwar immer noch als unbefriedigend an, hob aber seine Gewinnerwartungen für 2018 und 2019 etwas an. Er lobte auch die Expansion der globalen Stellung von Krones./mis/la

Datum der Analyse: 21.07.2017

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21.07.2017

DAX-FLASH: Starker Euro dürfte Dax weiter bremsen

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der starke Eurokurs scheint auch am Freitag auf der Laune der Anleger am deutschen Aktienmarkt zu lasten. Der Broker IG taxierte den Dax rund zwei Stunden vor Handelsbeginn 0,02 Prozent tiefer auf 12 445 Punkte. Am Vortag war ein Erholungsversuch des deutschen Leitindex im Sog einer weiter anziehenden Gemeinschaftswährung verpufft.

Der Euro stieg nach geldpolitischen Aussagen des EZB-Präsidenten Mario Draghi deutlich. Die Äußerungen enthielten zwar wenig Neues, vermochten es aber nicht, die Investoren mit Blick auf eine eventuelle leichte geldpolitische Straffung in der Zukunft zu beruhigen. Die Blicke der Anleger bleiben daher vor dem Wochenende vor allem auf den Eurokurs gerichtet. Größere Impulse durch Konjunkturnachrichten sind allerdings nicht in Sicht. Die Agenda ist hier überschaubar./mis/fbr

20.07.2017

AKTIE IM FOKUS 2: SAP etwas leichter nach Vortagsgewinnen und gemischten Zahlen

(neu: Schlusskurs, Commerzbank-Zielsenkung)

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Zahlen des Softwarekonzerns SAP sind am Donnerstag gemischt aufgenommen worden. Entsprechend dünn fiel auch das Interesse an den Papieren aus, die am Ende moderat um 0,24 Prozent auf 91,11 Euro nachgaben. Anleger hatten ihr Pulver mit Blick auf den Quartalsbericht offensichtlich schon verschossen: Mit einem Aufschlag von rund 1,7 Prozent hatten die Papiere am Vortag zu den besten Dax-Werten gezählt.

Ein Händler sprach von einem durchwachsenen Abschneiden im zweiten Quartal. Zwar habe der Softwaregigant beim Umsatz gut abgeschnitten und den Erlösausblick für das Gesamtjahr angehoben, die Profitabilität hätte aber in seinen Augen besser ausfallen können. Die operative Marge war im zweiten Quartal gegenüber dem starken Vorjahreswert um 1,7 Prozentpunkte auf 27,2 Prozent abgesackt. Das um Sonderposten bereinigte Betriebsergebnis fiel etwas schwächer aus als von Analysten erwartet.

CLOUD ENTTÄUSCHT TROTZ HOHER INVESTITIONEN

Wie DZ-Bank-Experte Harald Schnitzer vor diesem Hintergrund betonte, steht das Umsatzwachstum bei SAP mit hohen Investitionen im Zusammenhang, die wiederum zu Lasten der Marge gehen. Unter anderem investiert SAP derzeit weiter viel in Rechenzentren, um Kunden passgerechte Lösungen in der Cloud anbieten zu können - einem wichtigen Wachstumsmarkt.

Thomas Becker von der Commerzbank sieht aber ausgerechnet dort eine weitere Schwachstelle im aktuellen Zahlenwerk: "Im Geschäft mit Cloud-basierten Angeboten hätte der Softwarekonzern besser abschneiden können", kommentierte der Experte. Die Erlöse hätten hier mit 932 Millionen Euro etwas unter den Marktschätzungen gelegen, während der Umsatz mit klassischer Software diese leicht übertroffen habe.

GEGENWIND DURCH EUROKURS ERWARTET

Außerdem blicken Fachleute wegen des stärkeren Euro nicht gerade optimistisch voraus, was die zukünftige Gewinnentwicklung von SAP betrifft. Die Gemeinschaftswährung befindet sich seit Jahresbeginn im Aufwind und erreichte zuletzt zum US-Dollar ihren höchsten Stand seit mehr als einem Jahr. SAP selbst befürchtet nun vorläufigen Gegenwind durch die Euro-Stärke. In Modell des Commerzbank-Experten Becker trug dies auch zu einer kleinen Kurszielkorrektur bei: Er sieht den fairen Wert nun bei 99 statt zuvor 100 Euro.

Durch die zögerliche Kursentwicklung bleibt die Aktie von SAP - wie schon im ganzen Juli - weiterhin in einer engen Spanne zwischen 89 und 92 Euro gefangen. Allerdings hatte sie zuvor auch über Monate hinweg zugelegt: seit Anfang Dezember 2016 um fast 20 Prozent. Sie liegt damit gleichauf mit dem Dax, der seither vor allem von der weiterhin lockeren Geldpolitik angetrieben wurde./tih/men/stb/tih/he

20.07.2017

AKTIEN IM FOKUS 2: Lufthansa am Dax-Ende - Luftfahrtwerte unter Druck

(neu: Schlusskurse)

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Aktien von Fluggesellschaften sind am Donnerstag stark unter Druck geraten. Die Papiere der Lufthansa fielen nach anfänglichen Gewinnen zum Handelsschluss um 8,56 auf 19,06 Euro. Bei den Aktien des Billigfliegers Easyjet , der am Morgen Geschäftszahlen vorgelegt hatte, das gleiche Bild: Nach einen positiven Start ging es um knapp 6 Prozent nach unten, obwohl die Gesellschaft trotz der Turbulenzen rund um den Brexit mit mehr Gewinn rechnet als zuletzt. Der Branchenindex Stoxx Europe 600 Travel & Leisure war mit minus 1,52 Prozent einer der größten Verlierer im Branchentableau.

Händler fanden zunächst keine eindeutigen Treiber. Nach den zuletzt starken Kursentwicklungen schienen Investoren verstärkt Kasse zu machen, sagte einer von ihnen. Er hält den Beginn einer Sektorrotation für möglich. Damit ist gemeint, dass vor allem Großanleger ihr Engagement in einer Branche zurückfahren und dafür stärker in einer anderen investieren.

Mit Blick auf die Lufthansa sei Verkaufsdruck bereits am Wochenbeginn aufgekommen, erklärte Marktexperte Andreas Lipkow. Dies sei lediglich durch die zwischenzeitlich etwas stabilere Marktlage unterbrochen worden. Anleger nähmen nach dem starken Lauf nun erst einmal Gewinne mit, was angesichts des anstehenden "Sommerlochs" durchaus nachvollziehbar sei.

Die Lufthansa-Aktien waren zur Wochenmitte bei 21,225 Euro auf den höchsten Stand seit Oktober 2007 gestiegen. Erst zu Wochenbeginn hatte die Airline sich optimistischer zur Geschäftsentwicklung geäußert und ihr Gewinnziel angehoben. Die Geschäfte laufen indes schon eine Weile wieder besser, was sich auch im Aktienkurs widerspiegelt. Mit einem Plus von rund 65 Prozent führen die Anteilscheine den Dax mit Blick auf den bisherigen Jahresverlauf an./mis/stw/fbr/he

20.07.2017

AKTIE IM FOKUS 2: Adva erschüttert mit Ausblick das Vertrauen der Anleger

(neu: Schlusskurse)

FRANKFURT (dpa-AFX) - Vielen Aktionären des Telekomausrüsters Adva Optical ist am Donnerstag nach der Vorlage von Geschäftszahlen der Geduldsfaden gerissen. Wie schon bei der Veröffentlichung der Resultate für das erste Quartal Ende April sorgte insbesondere der Geschäftsausblick für eine herbe Enttäuschung. Die bereits seit einigen Monaten unter Druck stehenden Aktien brachen bis auf 7,265 Euro ein. Weniger hatten sie zuletzt Anfang Dezember gekostet. Zum Handelsschluss waren sie mit einem Minus von noch 17,35 Prozent auf 7,377 Euro abgeschlagenes Schlusslicht im nahezu unveränderten Technologiewerte-Index TecDax .

Dem Analysten Mirko Maier von der Landesbank Baden-Württemberg zufolge liegt vor allem der Ausblick für das dritte Quartal deutlich unter den Erwartungen. Hier rechnet Adva mit einem Umsatz zwischen 120 Millionen und 130 (Vorjahr: 159) Millionen Euro.

GROSSKUNDE HÄLT SICH ZURÜCK

Mit Blick auf das abgelaufene zweite Quartal verwies der Konzern unter anderem auf eine weiterhin schwache Nachfrage eines der wichtigsten Großkunden aus dem Bereich von Internet-Inhalte-Anbietern (ICP). Die Zurückhaltung des Kunden scheine sich wohl auch im Rest des Jahres nicht wirklich zu bessern, schrieb Analyst Maier mit Blick auf die Prognosen von Adva. Durch die recht hohe Abhängigkeit von wenigen wichtigen Abnehmern könne es immer wieder zu solchen Schwankungen bei der Geschäftsentwicklung kommen. Aktuell zeige sich die Kehrseite der Medaille.

Der TecDax-Konzern ringt zudem mit einem harten Preiswettbewerb. Bei der operativen Marge rechnet Adva im begonnenen dritten Jahresviertel mit einem Wert zwischen zwei und fünf Prozent und damit ebenfalls unter dem Vorjahreswert von 5,2 Prozent und auch unter dem Wert des zweiten Quartals.

STARKE KURSSCHWANKUNGEN

Die stark schwankende Geschäftsentwicklung hinterlässt auch beim Aktienkurs ihre Spuren: Nach einer deutlichen Kurserholung zwischen Anfang Dezember und Ende April mit einem Anstieg um bis zu rund 63 Prozent stehen die Aktien seit geraumer Zeit wieder unter Druck. Mit Blick auf den bisherigen Jahresverlauf zählen sie nun mit einem leichten Minus zu den wenigen Verlierern im TecDax, der um mehr als 26 Prozent stieg.

Das Mehrjahreshoch knapp über 12 Euro von Ende 2015 ist nun in noch weitere Ferne gerückt. Allerdings waren die Adva-Papiere Anfang 2015 auch noch für weniger als 3 Euro zu haben. Dann aber nahm die Geschäftsentwicklung Schwung auf. Das Unternehmen hatte unter anderem von der Nachfrage nach Rechenzentrums- sowie Übertragungstechnik profitiert./mis/men/stb/he

20.07.2017

INDEX-FLASH: Starker Euro zieht Dax und EuroStoxx ins Minus

FRANKFURT/PARIS (dpa-AFX) - Ein anziehender Euro hat den Aktienmärkten in Europa am Donnerstagnachmittag ihre zuvor erzielten Gewinne gekostet. Zeitweise mit bis zu 1 Prozent im Plus liegend, rutschte der Dax im Eiltempo ins Minus ab, als die Gemeinschaftswährung am Nachmittag an Fahrt gewann und wieder mehr als 1,16 US-Dollar kostete. Der Dax lag zuletzt mit 0,17 Prozent im Minus bei 12430,52 Punkten. Mit ihm tauchte auch der EuroStoxx in die Verlustzone ab. Zuletzt verlor der Leitindex der Eurozone 0,18 Prozent auf 3493,83 Zähler.

Nach dem Zinsentscheid der Europäischen Zentralbank (EZB) war es am Aktien- und Devisenmarkt zunächst ruhig geblieben. Die Währungshüter sehen weiterhin keinen Grund für einen schnellen Ausstieg aus der ultralockeren Geldpolitik. Am Donnerstag entschieden sie, die Leitzinsen und das milliardenschwere Wertpapierkaufprogramm unverändert beizubehalten. Letztlich sorgte dies für Rückenwind beim Euro: zuletzt wurden 1,1630 US-Dollar für die Gemeinschaftswährung bezahlt. Sie erreichte so den höchsten Stand seit August 2015./tih/he

20.07.2017

AKTIE IM FOKUS: Sixt setzten Rekordlauf nach Prognoseerhöhung fort

FRANKFURT (dpa-AFX) - Ein optimistischerer Ausblick hat die Stammaktien des Autovermieters Sixt am Donnerstag auf ein Rekordhoch getrieben. Die im Kleinwerteindex SDax gelisteten Papiere kletterten am Nachmittag bis auf 59,06 Euro, bevor die Gewinne wieder etwas schmolzen. Zuletzt notierten sie noch 2,37 Prozent im Plus bei 58,30 Euro.

Der operative Umsatz dürfte 2017 im Vergleich zum Vorjahreswert von 2,12 Milliarden Euro nun solide wachsen, wie das Unternehmen mitteilte. Bisher wurde von einem leichten Anstieg ausgegangen. Beim Vorsteuerergebnis wird jetzt mit einem deutlichen Anstieg nach einem Vorjahreswert von 218,3 Millionen Euro gerechnet. Bisher wurde maximal ein leichter Zuwachs angepeilt.

Sixt begründete den gestiegenen Optimismus mit der guten Geschäftsentwicklung im ersten Halbjahr sowie dem Start des dritten Quartals. So war der Gewinn vor Steuern in den ersten sechs Monaten des Jahres auf Basis vorläufiger Zahlen um mehr als ein Fünftel auf knapp über 100 (Vorjahr: 81,9) Millionen Euro gestiegen. Treiber seien vor allem gute Geschäfte mit der Autovermietung im Ausland, insbesondere in Frankreich und den USA gewesen.

Gänzlich überraschend kommt die Prognoseerhöhung allerdings nicht. Früher in der laufenden Woche hatte die Commerzbank-Analystin Sabrina Taneja in einer Studie auf gute Buchungsentwicklungen hingewiesen und steigende Unternehmensprognosen für möglich gehalten. Sie hatte die Aktien von "Hold" auf "Buy" hochgestuft und das Kursziel von 55 auf 65 Euro angehoben.

Nach dem jüngsten Kurssprung haben die Sixt-Stämme mit einem Plus von mehr als 14 Prozent mit Blick auf den bisherigen Jahresverlauf nun fast zum SDax aufgeschlossen. Für den ging es bislang um etwas mehr als 17 Prozent nach oben. Langfristig gehört das Papier seit einiger Zeit zu den Lieblingen der Investoren. In den vergangenen zehn Jahren legte die Aktie um rund 170 Prozent zu und gehört damit zu den stärksten Werten im SDax./mis/zb/he

20.07.2017

AKTIE IM FOKUS: Hella steigen nach Zahlen Richtung Rekordhoch

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Aktien des Autozulieferers Hella haben am Donnerstag nach der Vorlage von Zahlen mit einem Plus von 3,55 Prozent auf 47,00 Euro Kurs auf ihr Rekordhoch genommen. Der Bestmarke von 48,50 Euro aus dem März 2017 hatten sich die Papiere bereits im Juni bis auf rund 2 Prozent genähert. 2016 war der Kurs zwischenzeitlich noch Richtung 27 Euro gefallen.

Der MDax -Konzern hatte im abgelaufenen Geschäftsjahr 2016/17 bei Umsatz und Ergebnis zugelegt und bei der Gewinnentwicklung besser abgeschnitten als von Experten erwartet. Die eigenen Ziele übertraf Hella hier auch./mis/he

20.07.2017

ANALYSE-FLASH: JPMorgan hebt Ziel für Adidas auf 185 Euro - 'Neutral'

NEW YORK (dpa-AFX Broker) - Die US-Bank JPMorgan hat das Kursziel für Adidas vor Quartalszahlen von 175 auf 185 Euro angehoben und die Einstufung auf "Neutral" belassen. Das zweite Quartal dürfte erneut gut verlaufen sein, schrieb Analystin Chiara Battistini in einer Studie vom Donnerstag. Der Umsatz mit Produkten der Marke Adidas dürfte währungsbreinigt um 15 Prozent gestiegen sein. Vor allem auf den Märkten Nordamerika und China dürfte der Lifestyle-Konzern gut abgeschnitten haben./bek/la

Datum der Analyse: 20.07.2017

20.07.2017

ANALYSE-FLASH: Hauck & Aufhäuser senkt Ziel für Zalando auf 48 Euro - 'Buy'

HAMBURG (dpa-AFX Broker) - Die Privatbank Hauck & Aufhäuser hat das Kursziel für Zalando von 50 auf 48 Euro gesenkt, die Einstufung aber auf "Buy" belassen. Der Ausverkauf der Aktie nach den schwächer als erwartet ausgefallenen Quartalszahlen sei nicht gerechtfertigt, schrieb Analyst Christian Salis in einer Studie vom Donnerstag. Die Wachstumsstory des Online-Modehändlers sei vollständig intakt. In der jüngsten Kurskonsolidierung sieht er daher eine attraktive Kaufgelegenheit./ajx/la

Datum der Analyse: 20.07.2017

dpa-AFX STIMMUNGSINDIKATOR

Der dpa-AFX-Stimmungsindikator misst das Verhältnis von Hoch- zu Abstufungen der Dax-Werte (Basis: 30-Tage-Durchschnitt). Ein Wert von 50 sagt aus, dass sich Hoch- und Abstufungen die Waage halten. Die Grafik zeigt den Indikator im Verhältnis zur DAX-Kurve.

End-of-Day-DAX-Kursdaten Quelle: vwd GmbH

dpa-AFX Analyser