dpa-AFX NEWSTICKER (Produktauszug)

27.04.2017

ROUNDUP: Protest gegen Praxair-Fusion bei Linde

MÜNCHEN (dpa-AFX) - Bei einem Aktionstag bei Linde wollen Gewerkschaften und Betriebsräte am Donnerstag mit den Beschäftigten des Gasekonzerns gegen die Fusion mit dem US-Konzern Praxair protestieren. Sie befürchten einen Stellenabbau und die Aushöhlung der Mitbestimmung. Linde-Aufsichtsratschef Wolfgang Reitzle will die Fusion möglichst noch vor der Hauptversammlung am 10. Mai über die Bühne bringen.

Die Gewerkschaften IG Metall und IG BCE und der europäische Betriebsrat von Linde haben die Beschäftigten an 31 Standorten zu dem Aktionstag aufgerufen. Die größte Kundgebung soll vor der Linde-Zentrale nahe dem Münchner Marienplatz stattfinden. Dort wollen

der bayerische IG-Metall-Chef Jürgen Wechsler und mehrere Betriebsräte sprechen. Es werden mehrere hundert Teilnehmer erwartet, darunter auch Delegationen aus dem größten Linde-Werk Pullach.

Keine Aktion ist bei Linde in Dresden geplant. Linde wollte den Standort mit rund 500 Mitarbeitern bereits schließen, hat aber für den Fall einer Fusion mit Praxair eine Standort- und Beschäftigungsgarantie für alle 8000 Mitarbeiter in Deutschland gegeben. Weltweit beschäftigt Linde knapp 60 000 Mitarbeiter.

Reitzle und Vorstandschef Aldo Belloni wollen Linde mit dem US-Konkurrenten Praxair zum größten Gasekonzern der Welt verschmelzen. Die Spitze des neuen Konzerns würde in den USA, die Holding in Dublin angesiedelt. Die Fusion soll nach den Plänen der Konzernvorstände jährlich eine Milliarde Euro an Synergien bringen.

Gewerkschaften und Betriebsrat befürchten aber den Verlust von Tausenden Arbeitsplätzen bei Linde in Deutschland und Europa, weil drei Viertel der Synergien zu Lasten der Beschäftigten hier gingen. Außerdem würde die Mitbestimmung ausgehöhlt, weil die Holding in Dublin und die Konzernspitze in den USA angesiedelt würde.

Reitzle und Belloni möchten den Fusionsvertrag dem Aufsichtsrat möglichst rasch zur Entscheidung vorlegen. Eine bereits für den 3. Mai geplante Aufsichtsratssitzung wurde allerdings abgesagt.

Sollte die Arbeitnehmerseite im Aufsichtsrat geschlossen gegen die Fusion stimmen - also einschließlich der Stimme des Dresdner Betriebsratschefs Frank Sonntag -, würde Reitzle den Zusammenschluss mit seiner zweiten Stimme als Aufsichtsratschef durchsetzen, hatte er bereits angekündigt. Eine so gewaltige Veränderung gegen den geschlossenen Widerstand der Arbeitnehmerseite wäre aber in der deutschen Wirtschaft sehr ungewöhnlich. Doch Sonntag steckt in der Zwickmühle. Er war am Mittwoch in Pullach und wollte sich auf/rol/DP/zb

27.04.2017

WOCHENVORSCHAU: Termine bis 3. Mai 2017

FRANKFURT (dpa-AFX) - Wirtschafts- und Finanztermine bis Mittwoch,

den 3. Mai:

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DONNERSTAG, DEN 27. April 2017

TERMINE MIT ZEITANGABE

01:40 ROK: Samsung Q1-Zahlen

06:30 F: Hermes Q1 Umsatz

07:00 CH: Roche Q1 Umsatz

07:00 CH: Clariant Q1 Umsatz und EBITDA

07:00 D: Deutsche Bank Q1-Zahlen

07:00 D: Siltronic Q1-Zahlen

07:00 D: Kion Q1-Zahlen

07:00 D: Kuka Q1-Zahlen

07:00 D: Adva Optical Q1-Zahlen

07:00 D: BASF Q1-Zahlen

07:00 D: Takkt Q1-Zahlen

07:00 D: Kuka Q1-Zahlen (Call 8.00 h)

07:00 FIN: Nokia Q1-Zahlen

07:00 NL: Airbus Q1-Zahlen

07:00 S: Nordea Q1-Zahlen

07:15 D: Wacker Chemie Q1-Zahlen

07:30 A: Strabag Geschäftsbericht 2016

07:30 F: Orange Q1-Zahlen

07:30 D: Vossloh Q1-Zahlen

07:30 D: Fielmann Q1-Zahlen (Pk 11.00 h)

07:30 D: Lufthansa Q1-Zahlen (Call 9.15 h)

07:30 D: Bayer Q1-Zahlen

08:00 D: Beiersdorf Q1 Umsatz (Call 10.30 h)

08:00 F: Total Q1-Zahlen

08:00 FIN: Fortum Q1-Zahlen

08:00 GB: Lloyds Banking Group Q1 Interim Statement

08:00 GB: AstraZeneca Q1-Zahlen

08:00 S: SKF Q1-Zahlen

08:00 S: Svenska Cellulosa Q1-Zahlen

08:00 D: GfK-Konsumklimaindikator 05/17

09:00 E: Arbeitslosenquote Q1/17

09:00 J: Nintendo Jahreszahlen

09:00 D: Verbraucherpreise Sachsen 04/17

09:00 E: Verbraucherpreise 04/17 (vorläufig)

10:00 D: Verbraucherpreise Bayern, Brandenburg, Hessen 04/17

10:00 I: Verbrauchervertrauen 04/17

10:00 D: RWE Hauptversammlung, Essen

10:00 D: Gerry Weber Hauptversammlung

10:30 D: Verbraucherpreise Nordrhein-Westfalen 04/17

11:00 EU: Wirtschaftsvertrauen 04/17

11:00 EU: Verbrauchervertrauen 04/17 (endgültig)

11:00 D: dm Drogeriemarkt Q2-Zahlen

12:00 FIN: Outokumpu Q1-Zhalen

12:30 USA: Southwest Airlines Q1-Zahlen

12:30 USA: Boston Scientific Q1-Zahlen

12:45 USA: Dow Chemical Q1-Zahlen

12:55 USA: Under Armour Q1-Zahlen

13:00 USA: Ford Motor Co Q1-Zahlen

13:00 USA: Comcast Q1-Zahlen

13:00 USA: Raytheon Q1-Zahlen

13:45 USA: UPS Q1-Zahlen

13:45 EU: EZB Zinsentscheid (14.30 h Pk)

14:00 D: Verbraucherpreise 04/17 (vorläufig)

14:00 D: Deutsche Börse Analysten Telefonkonferenz

14:30 USA: Lagerbestände Großhandel 03/17 (vorläufig)

14:30 USA: Auftragseingang langlebige Güter 03/17 (vorläufig)

14:30 USA: Erstanträge Arbeitslosenhilfe (Woche)

15:45 USA: Schwebende Hausverkäufe 03/17

17:50 F: Vinci Q1 Umsatz

22:00 USA: Intel Q1-Zahlen

22:00 USA: Alphabet Q1-Zahlen

22:01 USA: Amazon Q1-Zahlen

22:04 USA: Starbucks Q2-Zahlen

22:09 USA: Microsoft Q3-Zahlen

TERMINE OHNE GENAUE ZEITANGABE

CH: STMicroelectronics Q1-Zahlen

CDN: Potash Q1-Zahlen

D: Krones Q1-Zahlen (Call 14.00 h)

D: DMG Mori Q1-Zahlen

D: Takkt Q1-Zahlen

D: PSI Q1-Zahlen

D: Va-Q-Tec Jahreszahlen

E: BBVA Q1-Zahlen

F: TF1 Q1-Zahlen

F: Renault Q1 Umsatz

I: Generali Hauptversammlung

I: Intesa Sanpaolo Hauptversammlung

IRL: CRH Hauptversammlung

J: BoJ Zinsentscheid

S: Riksbank Zinsentscheid

S: SEB Q1-Zahlen

USA: American Airlines Group Q1-Zahlen

USA: Expedia Q1-Zahlen

USA: GoPro Q1-Zahlen

USA: AbbVie Q1-Zahlen

USA: Praxair Q1-Zahlen

SONSTIGE TERMINE

09:00 D: Darf eine deutsche Airline den Flugpreis in fremder Währung angeben?

- BGH verkündet Entscheidung nach Klage von Verbraucherschützern

09:30 LU: Urteil Europäischer Gerichtshof zu Arbeitsverträgen bei deutschen

Asklepsios-Kliniken

09:30 D: Euroforum Nutzfahrzeug-Trends - Digitalisierung und Logistik

mit MAN-Chef Joachim Drees, Mercedes-Manager Volker Mornhinweg,

Robert-Bosch-Manager Christian Zimmermann, BPW-Chef Markus Schell,

Arthur D.Little-Unternehmensberater Roman Mathyssek, München

10:00 D: Eurogruppenchef Dijsselbloem im Europaparlament zu Griechenland

10:00 D: Pk American Chamber of Commerce in Germany und Unternehmensberatung

Roland Berger zu Ergebnissen des XIV. AmCham Germany Business

Barometer. Die Studie "Wirtschaftsstandort Deutschland - Wie

US-Investoren Situation und Perspektiven einschätzen" beleuchtet in

diesem Jahr zwei Topthemen: die Bundestagswahl 2017 und die neue

US-Administration. Berlin

10:00 D: Konferenz Friedrich-Ebert-Stiftung, Deutscher Gewerkschaftsbund

(DGB) und Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK)

zur Entwicklung der Weltwirtschaft und den wirtschaftspolitischen

Herausforderungen für Deutschland, Berlin

10:00 D: Pk Commerzbank zum Umbruch im Mittelstand: In fünf Jahren werden

zwei Drittel der Unternehmen eine neue Führungsspitze haben.

11:45 D: Aktionstag von Gewerkschaften und Linde-Betriebsrat zum Protest

gegen die geplante Linde-Praxair-Fusion

Aktionen sind an 29 Standorten geplant. Die größte Aktion findet ab

11.45 Uhr vor der Zentrale der Linde AG in München statt, wo Jürgen

Wechsler (Bezirksleiter IG Metall Bayern) zu den Beschäftigten

sprechen will.

12:00 D: EU-Kommission entscheidet über Vertragsverletzungsverfahren gegen

EU-Staaten

13:00 D: Daimler muss sich wegen angeblich irreführender Werbung vor Gericht

verantworten

14:00 EU: Europäischer Autoverband Acea informiert über Erwartungen zum Brexit

EU: Ministertreffen zur Vorbereitung des Brexit-Sondergipfels

Die Staats- und Regierungschefs wollen am 29. April die Leitlinien

für die EU-Austrittsverhandlungen mit Großbritannien festlegen.

EU-Ratspräsident Donald Tusk hat bereits einen Entwurf vorgelegt.

CHN: Automesse in Shanghai (bis 27.4.17)

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FREITAG, DEN 28. April 2017

TERMINE MIT ZEITANGABE

01:50 J: Industrieproduktion 03/17

06:45 CH: UBS Q1-Zahlen

07:00 D: Fuchs Petrolub Q1-Zahlen

07:00 D: Nemetschek Q1-Zahlen

07:30 D: Air Berlin Jahreszahlen

07:30 F: BIP Q1/17 (1. Veröffentlichung)

07:30 D: RIB Software Q1-Zahlen

07:30 D: Linde Q1-Zahlen

07:30 F: Sanofi Q1-Zahlen

08:00 A: Palfinger Q1-Zahlen

08:00 D: Einzelhandelsumsatz 03/17

08:00 D: MTU Q1-Zahlen

08:00 GB: Barclays Q1-Zahlen

08:00 GB: Royal Bank of Scotland Q1-Zahlen

08:00 J: Sony Jahreszahlen

08:00 S: Electrolux Q1-Zahlen

08:30 D: Continental Q1-Eckdaten und HV 10.00 h

08:45 F: Verbraucherpreise 04/17 (vorläufig)

08:45 F: Konsumausgaben 03/17

09:00 CH: KOF Konjunkturbarometer

09:00 E: Einzelhandelsumsatz 03/17

09:00 A: BIP Q1/17 (1. Veröffentlichung)

09:00 E: BIP Q1/17 (1. Veröffentlichung)

10:00 D: Bayer Hauptversammlung, Bonn

10:00 D: Deutsche Post Hauptversammlung, Bochum

10:00 D: Merck KGaA Hauptversammlung, Frankfurt

10:00 EU: Geldmenge M3 03/17

10:30 GB: BIP Q1/17 (1. Veröffentlichung)

10:30 CH: Credit Suisse Hauptversammlung, Zürich

11:00 I: Verbraucherpreise 04/17 (vorläufig)

11:00 EU: Verbraucherpreise 04/17 (vorab)

12:55 USA: Colgate-Palmolive Q1-Zahlen

13:30 USA: General Motors Q1-Zahlen

14:00 PL: Verbraucherpreise 04/17 (vorläufig)

14:00 USA: Exxon Q1-Zahlen

14:30 USA: Chevron Q1-Zahlen

14:30 USA: Arbeitskosten Q1/17

14:30 USA: BIP Q1/17 (1. Veröffentlichung)

15:00 B: BIP Q1/17 (1. Veröffentlichung)

15:45 USA: Privater Konsum Q1/17 (vorläufig)

15:45 USA: Chicago PMI 04/17

16:00 USA: Uni Michigan Verbrauchervertrauen 04/17

20:30 USA: Rede von Fed's Harker in Washington

TERMINE OHNE GENAUE ZEITANGABE

EU: S&P Ratingergebnis Deutschland, Großbritannien

EU: Fitch Ratingergebnis Litauen, Niederlande

D: Deutsche Euroshop Geschäftsbericht 2016

D: WCM Geschäftsbericht 2016

D: Alno Jahreszahlen

E: CaixaBank Q1-Zahlen

F: Zodiac Halbjahreszahlen

FIN: Finnair Q1-Zahlen

USA: Weyerhaeuser Q1-Zahlen

USA: Goodyear Tire Q1-Zahlen

SONSTIGE TERMINE

USA: Donald Trump hält Rede bei der Waffenlobby-Organisation NRA

Die politisch mächtige National Rifle Association hat Trump im

Wahlkampf unterstützt. Trump will vor dem NRA-Institute for

Legislative Action sprechen, als erster US-Präsident seit Ronald

Reagan.

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SAMSTAG, DEN 29. APRIL 2017

TERMINE OHNE GENAUE ZEITANGABE

EU: EU-Sondergipfel zum Brexit, Brüssel

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MONTAG, DEN 1. MAI 2017

TERMINE MIT ZEITANGABE

02:30 J: Nikkei PMI Verarbeitendes Gewerbe 04/17 (endgültig)

14:30 USA: Private Einkommen und Ausgaben 03/17

15:45 USA: Markit PMI Verarbeitendes Gewerbe 04/17

16:00 USA: Bauausgaben 03/17

22:15 USA: AMD Q1-Zahlen

HINWEIS

A / B / CHN / CH / FIN / F / D / HK / IRL / I / LU / NL / N / P / RU /

E / S / SK /

GB: Feiertag, Börsen geschlossen

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DIENSTAG, DEN 2. MAI 2017

TERMINE MIT ZEITANGABE

01:50 J: BoJ Sitzungsprotokoll 15.716.3.2017

02:30 J: Nikkei PMI Dienste 04/17

03:45 CHN: Caixin PMI Verarbeitendes Gewerbe 04/17

07:00 CH: Geberit Q1-Zahlen

07:00 NL: DSM Q1-Zahlen

07:30 D: Tom Tailor Q1-Zahlen

07:30 D: Pfeiffer Vacuum Q1-Zahlen

08:00 GB: BP Q1-Zahlen

09:15 E: PMI Verarbeitendes Gewerbe 04/17

09:45 I: PMI Verarbeitendes Gewerbe 04/17

09:50 F: PMI Verarbeitendes Gewerbe 04/17 (endgültig)

09:55 D: PMI Verarbeitendes Gewerbe 04/17 (endgültig)

10:00 EU: PMI Verarbeitendes Gewerbe 04/17 (endgültig)

10:30 GB: PMI Verarbeitendes Gewerbe 04/17

11:00 EU: Arbeitslosenzahlen 03/17

12:45 USA: Pfizer Q1-Zahlen

12:45 USA: Merck & Co Q1-Zahlen

13:00 GB: Shire Pharmaceuticals Q1-Zahlen

13:00 USA: Altria Group Q1-Zahlen

14:00 USA: Mastercard Q1-Zahlen

22:00 USA: Mondelez International Q1-Zahlen

22:30 USA: Apple Q2-Zahlen

TERMINE OHNE GENAUE ZEITANGABE

D: bet-at-home.com Q1-Zahlen

LU: ADO Properties Hauptversammlung

USA: First Solar Q1-Zahlen

USA: Conoco Phillips Q1-Zahlen

USA: Pkw-Absatz 04/17

SONSTIGE TERMINE

14:00 D: Gipfel der Business20 (B20) des offiziellen G20-Wirtschaftsdialogs

(bis 03.05.) u.a. mit Bundeskanzlerin Angela Merkel,

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (beide CDU), dem

Generaldirektor der Welthandelsorganisation (WTO), Roberto Azevêdo

und dem Generalsekretär der Konferenz der Vereinten Nationen für

Handel und Entwicklung (UNCTAD), Mukhisa Kituyi, Berlin

RU: Bundeskanzlerin Angela Merkel beim russischen Präsidenten Wladimir

Putin

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MITTWOCH, DEN 3. MAI 2017

TERMINE MIT ZEITANGABE

07:00 D: FMC Q1-Zahlen

07:00 D: Fresenius Q1-Zahlen

07:00 D: Grenke Q1-Zahlen

07:00 D: Morphosys Q1-Zahlen

07:00 D: Rational Q1-Zahlen (10.00 h HV)

07:00 D: Osram Licht Q2-Zahlen

07:00 F: BNP Paribas Q1-Zahlen

07:00 F: LafargeHolcim Q1-Zahlen (16.00 h HV)

07:00 F: Thales Q1 Umsatz

07:00 B: Solvay Q1-Zahlen

07:15 CH: Swisscom Q1-Zahlen

07:30 D: Hugo Boss Q1-Zahlen

07:30 D: Xing Q1-Zahlen

07:30 D: Jungheinrich Q1-Zahlen

07:30 DK: Novo Nordisk Q1-Zahlen

08:00 GB: Sainsbury Jahreszahlen

08:00 GB: Imperial Brands Halbjahreszahlen

09:55 D: Arbeitslosenzahlen 04/17

10:00 D: VDMA Auftragseingang 03/17

10:00 D: Allianz Hauptversammlung

10:00 D: Commerzbank Hauptversammlung

10:00 D: Covestro Hauptversammlung

11:00 EU: BIP Q1/17 (1. Veröffentlichung)

11:00 EU: Erzeugerpreise 03/17

11:30 D: Anleihe

Laufzeit: 10 Jahre

Volumen: 3 Mrd EUR

13:30 USA: Sprint Q4-Zahlen

13:30 USA: Intercontinental Exchange Q1-Zahlen

14:15 USA: ADP-Beschäftigung 04/17

15:45 USA: Markit PMI Dienste 04/17 (endgültig)

15:30 CH: Panalpina Hauptversammlung, Basel

16:00 USA: ISM-Index Dienste 04/17

16:30 USA: Energieministerium Ölbericht (Woche)

20:00 USA: FOMC Zinsbeschluss

22:00 USA: Facebook Q1-Zahlen

22:05 NL: Qiagen Q1-Zahlen

22:05 USA: Tesla Motors Q1-Zahlen

TERMINE OHNE GENAUE ZEITANGABE

D: VDA / VdiK / KBA - Pkw-Neuzulassungen 04/17

D: Washtec Q1-Zahlen

D: Volkswagen Q1-Zahlen (endgültig)

D: Intershop Q1-Zahlen

D: Freenet Q1-Zahlen

I: Telecom Italia Q1-Zahlen

I: Leonardo Finmeccanica Q1-Zahlen

USA: Time Warner Q1-Zahlen

USA: Delphi Automotive Q1-Zahlen

USA: NXP Semiconductor Q1-Zahlen

USA: Kraft Heinz Q1-Zahlen

USA: American International Group Q1-Zahlen

USA: Transocean Q1-Zahlen

USA: Fitbit Q1-Zahlen

SONSTIGE TERMINE

10.30 D: Pk Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen (BFW) zu

deutschem Immobilienmarkt mit BFW-Vizepräsident Frank Vierkötter und

bulwiengesa-Vorstand Andreas Schulten, Berlin

11:00 D: Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) stellt neue

Briefmarkenserie "Für den Sport 2017" und Sondermünze "«50 Jahre

Sporthilfe" vor

11:55 D: Demonstration von Stahlarbeitern gegen Abbaupläne in der Stahlsparte

von Thyssenkrupp

EU: EZB Ratssitzung ohne Zinsbeschluss

RU: Kremlchef Wladimir Putin empfängt den türkischen Präsidenten Recep

Tayyip Erdogan in Sotschi

USA: US-Präsident Donald Trump empfängt Palästinenserpräsident Mahmud

Abbas im Weißen Haus

HINWEIS

J / KR / HK: Feiertag, Börsen geschlossen

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Alle Angaben wurden mit größter Sorgfalt recherchiert. Dennoch übernimmt die dpa-AFX Wirtschaftsnachrichten GmbH keine Haftung für die Richtigkeit. Alle Zeitangaben erfolgen in MESZ.

/bwi

27.04.2017

TAGESVORSCHAU: Termine am 27. April 2017

FRANKFURT (dpa-AFX) - Wirtschafts- und Finanztermine am Donnerstag,

den 27. April:

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TERMINE MIT ZEITANGABE

01:40 ROK: Samsung Q1-Zahlen

06:30 F: Hermes Q1 Umsatz

07:00 CH: Roche Q1 Umsatz

07:00 CH: Clariant Q1 Umsatz und EBITDA

07:00 D: Deutsche Bank Q1-Zahlen

07:00 D: Siltronic Q1-Zahlen

07:00 D: Kion Q1-Zahlen

07:00 D: Kuka Q1-Zahlen

07:00 D: Adva Optical Q1-Zahlen

07:00 D: BASF Q1-Zahlen

07:00 D: Takkt Q1-Zahlen

07:00 D: Kuka Q1-Zahlen (Call 8.00 h)

07:00 FIN: Nokia Q1-Zahlen

07:00 NL: Airbus Q1-Zahlen

07:00 S: Nordea Q1-Zahlen

07:15 D: Wacker Chemie Q1-Zahlen

07:30 A: Strabag Geschäftsbericht 2016

07:30 F: Orange Q1-Zahlen

07:30 D: Vossloh Q1-Zahlen

07:30 D: Fielmann Q1-Zahlen (Pk 11.00 h)

07:30 D: Lufthansa Q1-Zahlen (Call 9.15 h)

07:30 D: Bayer Q1-Zahlen

08:00 D: Beiersdorf Q1 Umsatz (Call 10.30 h)

08:00 F: Total Q1-Zahlen

08:00 FIN: Fortum Q1-Zahlen

08:00 GB: Lloyds Banking Group Q1 Interim Statement

08:00 GB: AstraZeneca Q1-Zahlen

08:00 S: SKF Q1-Zahlen

08:00 S: Svenska Cellulosa Q1-Zahlen

08:00 D: GfK-Konsumklimaindikator 05/17

09:00 E: Arbeitslosenquote Q1/17

09:00 J: Nintendo Jahreszahlen

09:00 D: Verbraucherpreise Sachsen 04/17

09:00 E: Verbraucherpreise 04/17 (vorläufig)

10:00 D: Verbraucherpreise Bayern, Brandenburg, Hessen 04/17

10:00 I: Verbrauchervertrauen 04/17

10:00 D: RWE Hauptversammlung, Essen

10:00 D: Gerry Weber Hauptversammlung

10:30 D: Verbraucherpreise Nordrhein-Westfalen 04/17

11:00 EU: Wirtschaftsvertrauen 04/17

11:00 EU: Verbrauchervertrauen 04/17 (endgültig)

11:00 D: dm Drogeriemarkt Q2-Zahlen

12:00 FIN: Outokumpu Q1-Zhalen

12:30 USA: Southwest Airlines Q1-Zahlen

12:30 USA: Boston Scientific Q1-Zahlen

12:45 USA: Dow Chemical Q1-Zahlen

12:55 USA: Under Armour Q1-Zahlen

13:00 USA: Ford Motor Co Q1-Zahlen

13:00 USA: Comcast Q1-Zahlen

13:00 USA: Raytheon Q1-Zahlen

13:45 USA: UPS Q1-Zahlen

13:45 EU: EZB Zinsentscheid (14.30 h Pk)

14:00 D: Verbraucherpreise 04/17 (vorläufig)

14:00 D: Deutsche Börse Analysten Telefonkonferenz

14:30 USA: Lagerbestände Großhandel 03/17 (vorläufig)

14:30 USA: Auftragseingang langlebige Güter 03/17 (vorläufig)

14:30 USA: Erstanträge Arbeitslosenhilfe (Woche)

15:45 USA: Schwebende Hausverkäufe 03/17

17:50 F: Vinci Q1 Umsatz

22:00 USA: Intel Q1-Zahlen

22:00 USA: Alphabet Q1-Zahlen

22:01 USA: Amazon Q1-Zahlen

22:04 USA: Starbucks Q2-Zahlen

22:09 USA: Microsoft Q3-Zahlen

TERMINE OHNE GENAUE ZEITANGABE

CH: STMicroelectronics Q1-Zahlen

CDN: Potash Q1-Zahlen

D: Krones Q1-Zahlen (Call 14.00 h)

D: DMG Mori Q1-Zahlen

D: Takkt Q1-Zahlen

D: PSI Q1-Zahlen

D: Va-Q-Tec Jahreszahlen

E: BBVA Q1-Zahlen

F: TF1 Q1-Zahlen

F: Renault Q1 Umsatz

I: Generali Hauptversammlung

I: Intesa Sanpaolo Hauptversammlung

IRL: CRH Hauptversammlung

J: BoJ Zinsentscheid

S: Riksbank Zinsentscheid

S: SEB Q1-Zahlen

USA: American Airlines Group Q1-Zahlen

USA: Expedia Q1-Zahlen

USA: GoPro Q1-Zahlen

USA: AbbVie Q1-Zahlen

USA: Praxair Q1-Zahlen

SONSTIGE TERMINE

09:00 D: Darf eine deutsche Airline den Flugpreis in fremder Währung angeben?

- BGH verkündet Entscheidung nach Klage von Verbraucherschützern

09:30 LU: Urteil Europäischer Gerichtshof zu Arbeitsverträgen bei deutschen

Asklepsios-Kliniken

09:30 D: Euroforum Nutzfahrzeug-Trends - Digitalisierung und Logistik

mit MAN-Chef Joachim Drees, Mercedes-Manager Volker Mornhinweg,

Robert-Bosch-Manager Christian Zimmermann, BPW-Chef Markus Schell,

Arthur D.Little-Unternehmensberater Roman Mathyssek, München

10:00 D: Eurogruppenchef Dijsselbloem im Europaparlament zu Griechenland

10:00 D: Pk American Chamber of Commerce in Germany und Unternehmensberatung

Roland Berger zu Ergebnissen des XIV. AmCham Germany Business

Barometer. Die Studie "Wirtschaftsstandort Deutschland - Wie

US-Investoren Situation und Perspektiven einschätzen" beleuchtet in

diesem Jahr zwei Topthemen: die Bundestagswahl 2017 und die neue

US-Administration. Berlin

10:00 D: Konferenz Friedrich-Ebert-Stiftung, Deutscher Gewerkschaftsbund

(DGB) und Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK)

zur Entwicklung der Weltwirtschaft und den wirtschaftspolitischen

Herausforderungen für Deutschland, Berlin

10:00 D: Pk Commerzbank zum Umbruch im Mittelstand: In fünf Jahren werden

zwei Drittel der Unternehmen eine neue Führungsspitze haben.

11:45 D: Aktionstag von Gewerkschaften und Linde-Betriebsrat zum Protest

gegen die geplante Linde-Praxair-Fusion

Aktionen sind an 29 Standorten geplant. Die größte Aktion findet ab

11.45 Uhr vor der Zentrale der Linde AG in München statt, wo Jürgen

Wechsler (Bezirksleiter IG Metall Bayern) zu den Beschäftigten

sprechen will.

12:00 D: EU-Kommission entscheidet über Vertragsverletzungsverfahren gegen

EU-Staaten

13:00 D: Daimler muss sich wegen angeblich irreführender Werbung vor Gericht

verantworten

14:00 EU: Europäischer Autoverband Acea informiert über Erwartungen zum Brexit

EU: Ministertreffen zur Vorbereitung des Brexit-Sondergipfels

Die Staats- und Regierungschefs wollen am 29. April die Leitlinien

für die EU-Austrittsverhandlungen mit Großbritannien festlegen.

EU-Ratspräsident Donald Tusk hat bereits einen Entwurf vorgelegt.

CHN: Automesse in Shanghai (bis 27.4.17)°

Alle Angaben wurden mit größter Sorgfalt recherchiert. Dennoch übernimmt die dpa-AFX Wirtschaftsnachrichten GmbH keine Haftung für die Richtigkeit. Alle Zeitangaben erfolgen in MESZ.

/bwi

27.04.2017

Montgomery will Reserve für wichtige Medikamente

BERLIN (dpa-AFX) - Ärztepräsident Frank Ulrich Montgomery hat wegen Lieferschwierigkeiten bei einem Narkosemittel für wichtige Medikamente in Deutschland eine Reserve gefordert. "Es kann nicht sein, dass ein hoch industrialisiertes Land wie Deutschland die Gesundheitsversorgung der Bevölkerung nicht sicherstellen kann", sagte Montgomery der "Bild"-Zeitung (Donnerstag).

Seit Monaten gibt es Nachschubprobleme bei Narkose-Präparaten mit dem Wirkstoff Remifentanil. Er wird vor allem bei ambulanten Operationen und Kindern eingesetzt. Dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte sind die Probleme bekannt - an diesem Donnerstag sind weitere Gespräche angeberaumt.

Montgomery sagte der "Bild"-Zeitung weiter, die Grundstoffe wichtiger Medikamente würden häufig nur noch von wenigen Firmen zumeist in China oder Indien hergestellt. Diese Abhängigkeit von wenigen Produktionsstandorten sei nicht gesund. "Deswegen muss die Bundesregierung darauf drängen, dass ein internationales Kataster über Arzneimittel aufgebaut wird. Wir müssen wissen, welche Medikamente wo und wie produziert werden." Es müsse "mehr als einen Produzenten" geben. Für wichtige Arzneimittel sei eine nationale Medikamenten-Reserve nötig./ia/DP/zb

27.04.2017

Oldenburger Energieversorger EWE stellt Bilanz vor

OLDENBURG (dpa-AFX) - Der von einer Führungskrise angeschlagene Oldenburger Energiekonzern EWE stellt am Donnerstag (11.00 Uhr) seinen Geschäftsbericht 2016 vor. Nach vorläufigen Zahlen wurde ein Gewinn von knapp 333 Millionen Euro erwirtschaftet. Neben der Bilanz und einem Ausblick werden Aussagen zu den Korruptionsvorwürfen gegen die Konzerntochter EWE Netz erwartet. Dem Aufsichtsrat liegt dazu ein erster Zwischenbericht vor. Gesprächsthema wird auch die Entlassung des Vorstandschefs Matthias Brückmann sein. Er musste sein Amt im Februar aufgeben und klagt nun dagegen. Derzeit sind drei von fünf EWE-Vorstandsposten unbesetzt./hho/DP/zb

27.04.2017

Angeblicher Abgas-Schwindel - Umwelthilfe klagt gegen Daimler

STUTTGART (dpa-AFX) - Der Autobauer Daimler muss sich am Donnerstag (13.00 Uhr) wegen angeblich irreführender Werbung für Dieselmotoren vor Gericht verantworten. Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) wirft dem Hersteller vor, Verbraucher mit Werbung über saubere Dieselmotoren der C-Klasse in die Irre geführt zu haben. Dabei geht es unter anderem um die Aussage, dass die Stickoxid-Emissionen durch die Abgas-Nachbehandlung um bis zu 90 Prozent reduziert werden könnten. Daimler weist den Vorwurf der Verbrauchertäuschung zurück (Az.: 34 O 21/16 KFH).

Bekäme die Umwelthilfe Recht, müsste Daimler die Aussage zurücknehmen. Vor einigen Jahren setzte die Umwelthilfe eine einstweilige Verfügung gegen Werbung für die damals neue S-Klasse durch. Für das fragliche Mercedes-Modell hatte die DUH schon im Februar 2016 einen Entzug der Typgenehmigung des Modells beim Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) gefordert. Das KBA hatte den Wagen bei seiner Nachprüfung im April 2016 allerdings nicht beanstandet./ang/DP/he

27.04.2017

RWE will Dividende streichen - Debatte bei Hauptversammlung

ESSEN (dpa-AFX) - Der Energieriese RWE will nach einem Jahr mit tiefroten Zahlen und der Aufteilung des Konzerns die Dividende für 2016 streichen. Dafür bittet Konzernchef Rolf Martin Schmitz bei der ersten RWE-Hauptversammlung in der neuen Firmenstruktur am Donnerstag (10.00 Uhr) um die Zustimmung der Aktionäre. RWE hatte das Netz-, Vertriebs- und Ökostromgeschäft abgespalten und im Herbst 2016 unter dem neuen Namen Innogy an die Börse gebracht. Am Rande des Aktionärstreffens sind Proteste von Umweltschützern gegen den CO2-Ausstoß der RWE-Kohlekraftwerke angekündigt. RWE gilt als größter CO2-Emittent in Europa./rs/DP/tos

27.04.2017

Protest gegen Praxair-Fusion bei Linde

MÜNCHEN (dpa-AFX) - Gewerkschaften und Betriebsräte wollen bei einem Aktionstag bei Linde am Donnerstag zusammen mit den Beschäftigten des Gasekonzerns gegen die Fusion mit dem US-Konzern Praxair protestieren. Sie befürchten einen Stellenabbau und die Aushöhlung der Mitbestimmung. Linde-Aufsichtsratschef Wolfgang Reitzle will die Fusion möglichst noch vor der Hauptversammlung am 10. Mai über die Bühne bringen.

Die Gewerkschaften IG Metall und IG BCE und der europäische Betriebsrat von Linde haben die Beschäftigten an 31 Standorten zu dem Aktionstag aufgerufen. Die größte Kundgebung soll vor der Linde-Zentrale nahe dem Münchner Marienplatz stattfinden. Dort wollen der bayerische IG-Metall-Chef Jürgen Wechsler und mehrere Betriebsräte sprechen. Es werden mehrere hundert Teilnehmer erwartet, darunter auch Delegationen aus dem größten Linde-Werk Pullach./rol/DP/tos

27.04.2017

Fielmann stellt neue Geschäftszahlen vor

HAMBURG (dpa-AFX) - Günther Fielmann , Gründer und Chef der gleichnamigen Optiker-Kette, stellt am Donnerstag (11.00 Uhr) die Geschäftszahlen seines Unternehmens für das erste Quartal vor. Auch der Rückblick auf 2016 und die kommenden Aktivitäten von Fielmann stehen auf der Tagesordnung. Im Vorjahr hat das Unternehmen mit acht Millionen verkauften Brillen und einer Umsatzsteigerung um 2,9 Prozent auf 1,34 Milliarden Euro abermals Rekordwerte vorgelegt. Die Dividende steigt von 1,75 auf 1,80 Euro je Aktie.

Günther Fielmann hat seinen Vorstandsvertrag gerade um drei Jahr verlängert und wird bis zum 80. Lebensjahr an der Spitze der Aktiengesellschaft stehen. Dann soll sein Sohn Marc übernehmen./egi/DP/tos

27.04.2017

Volkswagens Fahrdienst-Hoffnung Gett kauft New Yorker Rivalen Juno

NEW YORK (dpa-AFX) - Der von Volkswagen mitfinanzierte Uber-Konkurrent Gett hat den kleineren Wettbewerber Juno aus New York geschluckt. Der Kaufpreis liegt bei 200 Millionen Dollar (184 Mio Euro), wie eine Gett-Sprecherin am Mittwoch (Ortszeit) auf Nachfrage bestätigte. Zuvor hatten die Tech-Website "TechCrunch" und "Capital" über den Deal berichtet.

Juno war 2016 mit einer Taxiersatz-App in New York gestartet. Die Firma versucht sich als freundlicher und fairer Gegenentwurf zum umstrittenen Branchenführer Uber zu vermarkten, der den US-Markt klar dominiert. Gett rüstet sich durch den Juno-Zukauf für den Wettkampf mit dem Rivalen Lyft um den zweiten Platz im US-Fahrdienst-Geschäft.

Volkswagen ist über seine Digitalmarke Moia an Gett beteiligt und setzt große Hoffnungen auf das Start-up, das bislang in rund 100 Städten weltweit vertreten ist. Im vergangenen Jahr steckte der deutsche Autoriese 300 Millionen Euro in die Firma aus Israel. Gett soll ein zentraler Baustein des Geschäftsbereichs für Mobilitätsdienste werden, mit dem VW große Pläne hat./hbr/DP/zb

26.04.2017

ROUNDUP/Aktien New York Schluss: Wenig Konkretes zu Steuerplänen trübt die Laune

NEW YORK (dpa-AFX) - Wenig konkrete Aussagen von US-Finanzminister Steven Mnuchin zur geplanten Steuerreform haben die Stimmung der Anleger im späten Mittwochshandel gedämpft. "Nach dem ganzen Hype, den es zuvor wegen der Steuerpläne gegeben habe, seien die Ankündigungen nicht ausreichend gewesen, um die Märkte weiter deutlich nach oben zu treiben", kommentierte Marktanalyst Neil Wilson vom Handelshaus ETX Capital.

Der Leitindex Dow Jones Industrial schloss 0,10 Prozent tiefer bei 20 975,09 Punkten, nachdem er vor der Pressekonferenz mit Mnuchin am Abend (MESZ) noch bis auf 21 070,90 Punkte gestiegen war. Bereits vor dem Börsenstart am Mittwoch hatte Mnuchin die "größte Steuersenkung" und die "größte Steuerreform" in der Geschichte der USA angekündigt, mit sinkenden Unternehmenssteuern von 35 auf 15 Prozent.

Der marktbreite S&P-500-Index gab um 0,05 Prozent auf 2387,45 Punkte nach. Die Technologie-Börsen Nasdaq Composite und Nasdaq 100 stiegen zunächst auf Höchststände, notierten zum Handelsende aber prozentual unverändert bei 6025,23 Punkten beziehungsweise 0,13 Prozent tiefer bei 5541,09 Punkten.

ERNEUT VIELE QUARTALSZAHLEN

Neben den Steuerplänen beschäftigen sich die Anleger zur Wochenmitte erneut mit einer Menge an Geschäftszahlen großer US-Konzerne. So gewannen die Anteile von United Technologies als einer der besten Werte im Dow-Index 1,14 Prozent. Der Mischkonzern war mit steigenden Erlösen und Gewinnen ins neue Jahr gestartet. Die Erwartungen der Analysten konnte United Technologies bei allen Kennzahlen übertreffen. Die Geschäftsziele für die Jahre 2017 und 2020 wurden bestätigt.

Für die Titel von Procter & Gamble ging es am Dow-Ende indes um 2,51 Prozent nach unten. Umstrukturierungskosten und der starke Dollar hatten den weltgrößten Konsumgüterkonzern im dritten Geschäftsquartal belastet. Nettogewinn und Umsatz waren schwächer ausgefallen als am Markt erwartet.

Weniger Ärger mit großen Flugzeugtypen und eine Steuergutschrift hatten dem Flugzeugbauer und Rüstungskonzern Boeing zum Jahresstart ein dickes Gewinnplus von 19 Prozent beschert. Damit schnitt Boeing besser ab als von Analysten erwartet. Zudem schraubte Konzernchef Dennis Muilenburg die Gewinnerwartungen für 2017 herauf. Vom Umsatz zeigten sich Marktbeobachter wegen der auf ein Dreijahrestief gesunkenen Flugzeugauslieferungen allerdings enttäuscht. Die Boeing-Papiere verloren 0,98 Prozent.

TWITTER SCHNELLEN HOCH

Für Aufsehen sorgten die seit langem schwächelnden Twitter-Aktien. Dieses Mal schossen sie allerdings um 7,91 Prozent hoch. Der Kurznachrichtendienst hatte im ersten Quartal deutlich mehr Nutzer gewonnen. Bei den Finanzen setzt sich die Durststrecke dagegen fort: Twitter setzte 8 Prozent weniger um und blieb in den roten Zahlen, konnte den Verlust aber mit 62 Millionen Dollar um rund ein Viertel reduzieren.

Die Papiere von Fiat Chrysler (FCA)

Der US-Dollar geriet während der Pressekonferenz zu den Steuerplänen unter Druck. Im Gegenzug stieg der Euro auf über 1,09 Dollar. Zuletzt wurde die europäische Gemeinschaftswährung mit 1,0905 Dollar gehandelt. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs auf 1,0893 (Dienstag: 1,0891) US-Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,9180 (0,9182) Euro. Richtungweisende zehnjährige US-Staatsanleihen gewannen 8/32 Punkte auf 99 17/32 Punkte. Sie rentierten mit 2,30 Prozent./ajx/he

--- Von Achim Jüngling, dpa-AFX ---

26.04.2017

Aktien New York Schluss: Wenig Konkretes zur Steuerreform dämpft die Stimmung

NEW YORK (dpa-AFX) - Wenig konkrete Aussagen von US-Finanzminister Steven Mnuchin zur geplanten Steuerreform haben die Stimmung der Anleger im späten Mittwochshandel gedämpft. "Nach dem ganzen Hype, den es zuvor wegen der Steuerpläne gegeben habe, seien die Ankündigungen nicht ausreichend gewesen, um die Märkte weiter deutlich nach oben zu treiben", kommentierte Marktanalyst Neil Wilson vom Handelshaus ETX Capital.

Der Leitindex Dow Jones Industrial schloss 0,10 Prozent tiefer bei 20 975,09 Punkten, nachdem er vor der Pressekonferenz mit Mnuchin am Abend (MESZ) noch bis auf 21 070,90 Punkte gestiegen war. Bereits vor dem Börsenstart am Mittwoch hatte Mnuchin die "größte Steuersenkung" und die "größte Steuerreform" in der Geschichte der USA angekündigt, mit sinkenden Unternehmenssteuern von 35 auf 15 Prozent.

Der marktbreite S&P-500-Index gab um 0,05 Prozent auf 2387,45 Punkte nach. Die Technologie-Börsen Nasdaq Composite und Nasdaq 100 stiegen zunächst auf Höchststände, notierten zum Handelsende aber prozentual unverändert bei 6025,23 Punkten beziehungsweise 0,13 Prozent tiefer bei 5541,09 Punkten./ajx/he

26.04.2017

Aktien New York: Überwiegend im Plus - Aussagen zur Steuerreform wenig konkret

NEW YORK (dpa-AFX) - Die Indizes am New Yorker Aktienmarkt haben am Mittwoch nach der Pressekonferenz zur US-Steuerreform ihre Gewinne überwiegend verteidigt. US-Finanzminister Steven Mnuchin hatte bereits vor dem Börsenstart die "größte Steuersenkung" und die "größte Steuerreform" in der Geschichte der USA angekündigt. Die Aussagen aus der vor wenigen Minuten beendeten Pressekonferenz dazu enthielten aber nur wenig Konkretes.

Der Dow Jones Industrial rückte zuletzt um 0,14 Prozent auf 21 024,55 Punkte vor, nachdem er am Vortag erstmals seit gut sechs Wochen wieder über die runde Marke von 21 000 Punkten gestiegen war. Neben den Steuerplänen beschäftigen sich die Anleger zur Wochenmitte erneut mit einer Menge an Geschäftszahlen großer US-Konzerne.

Der marktbreite S&P-500-Index stand zuletzt 0,15 Prozent höher bei 2392,29 Punkten. Die Technologie-Börsen Nasdaq Composite und Nasdaq 100 stiegen auf Bestmarken, notierten zuletzt aber nur noch mit plus 0,04 Prozent bei 6028,18 Punkten beziehungsweise minus 0,06 Prozent bei 5544,97 Punkten.

Die US-Regierung will mit der geplanten Steuerreform die heimische Wirtschaft ankurbeln und die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen erhöhen. Die Unternehmenssteuern sollen massiv gesenkt werden, und zwar von 35 auf 15 Prozent. Entlastungen seien auch für die US-Bürger geplant. Die Umsetzung der Vorhaben dürfte aber Monate in Anspruch nehmen.

Unter den Einzelwerten sorgten die seit langem schwächelnden Twitter-Aktien für Aufsehen. Dieses Mal schossen sie allerdings um mehr als 9 Prozent nach oben. Der Kurznachrichtendienst hatte im ersten Quartal deutlich mehr Nutzer gewonnen. Bei den Finanzen setzt sich die Durststrecke dagegen fort: Twitter setzte 8 Prozent weniger um und blieb in den roten Zahlen, konnte den Verlust aber mit 62 Millionen Dollar um rund ein Viertel reduzieren.

Die Papiere von Fiat Chrysler (FCA)

An der Spitze im Dow-Index gewannen die Anteile von United Technologies gut 1,8 Prozent. Der Mischkonzern war mit steigenden Erlösen und Gewinnen ins neue Jahr gestartet. Die Erwartungen der Analysten konnte United Technologies bei allen Kennzahlen übertreffen. Die Geschäftsziele für die Jahre 2017 und 2020 wurden bestätigt.

Weniger Ärger mit großen Flugzeugtypen und eine Steuergutschrift hatten dem Flugzeugbauer und Rüstungskonzern Boeing zum Jahresstart ein dickes Gewinnplus von 19 Prozent beschert. Damit schnitt Boeing besser ab als von Analysten erwartet. Zudem schraubte Konzernchef Dennis Muilenburg die Gewinnerwartungen für 2017 herauf. Vom Umsatz zeigten sich Marktbeobachter wegen der auf ein Dreijahrestief gesunkenen Flugzeugauslieferungen allerdings enttäuscht. Die Boeing-Papiere verloren etwas mehr als 1 Prozent.

Für die Titel von Procter & Gamble ging es am Dow-Ende um knapp 2 Prozent nach unten. Umstrukturierungskosten und der starke Dollar hatten den weltgrößten Konsumgüterkonzern im dritten Geschäftsquartal belastet. Nettogewinn und Umsatz waren schwächer ausgefallen als am Markt erwartet gewesen./ajx/he

26.04.2017

ROUNDUP/Aktien Frankfurt Schluss: Dax kaum verändert - Rekord aber leicht erhöht

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die jüngste Euphorie der Anleger ist am Mittwoch bei deutschen Aktien weiter abgeflacht. Zwar setzte sich die Rekordjagd beim Dax fort, aber nur mit sehr zögerlichem Tempo. So konnte der deutsche Leitindex seine Bestmarke im späten Handel knapp auf 12 486,29 Punkte steigern. Einen ansonsten orientierungslosen Tag beendete er aber nur hauchdünn im Plus. Am Ende stand er 0,05 Prozent höher bei 12 472,80 Punkten.

Börsianern zufolge warteten Anleger gespannt auf eine "große Ankündigung" von US-Präsident Donald Trump, von der sie sich die lang ersehnten Details zu seinen Steuerplänen versprechen. Medienberichten zufolge wird er am Abend eine Senkung der Unternehmenssteuern von 35 auf 15 Prozent bekanntgeben. Eine umstrittene Grenzsteuer, die deutsche Exporte verteuern würde, soll demnach aber vorerst keine Rolle spielen.

Auch den mittelgroßen Werten fehlte es vor diesem Hintergrund an Schwung. Im Schlepptau des Dax erreichte der MDax zwar ein Rekordhoch bei 24 664,31 Punkten. Letztlich kam er aber mit einem knappen Plus von 0,10 Prozent und 24 639,69 Zähler ebenfalls kaum von der Stelle. Schwungvoller ging es jedoch bei den Technologiewerten im TecDax zu. Er schloss 0,84 Prozent höher bei 2083,85 Punkten.

DAIMLER MIT ZAHLEN IM FOKUS

Im Zuge der Berichtssaison waren die Blicke auf Daimler gerichtet. Dass der Autobauer nach einem starken Auftakt nun deutlich optimistischer auf das laufende Jahr blickt, überraschte die Anleger nach den bereits bekannten Eckdaten nicht. Die Papiere retteten sich letztlich knapp mit 0,20 Prozent über die Gewinnschwelle. Deutlicher um 1,40 Prozent nach oben ging es hingegen für Linde nach guten Zahlen des französischen Wettbewerbers Air Liquide .

Nicht gefragt waren hingegen die Eon-Akien , die in einem europaweit schwachen Versorgerumfeld etwas mehr als 1 Prozent verloren. Noch deutlicher war die Talfahrt bei Innogy , die im MDax nach einem negativen Analystenkommentar um fast 2 Prozent fielen. Wegen einer möglichen Begrenzung der Strompreise im Privatkundengeschäft rechnet HSBC bei der Ökostromtochter von RWE mit Ungemach in Großbritannien.

ÜBERNAHMEANGEBOT: EPIGENOMICS SCHIESSEN HOCH

Im MDax ging es außerdem für CTS Eventim und Jungheinrich um jeweils rund 2,6 Prozent nach unten. Titel des Ticket-Vermarkters CTS litten darunter, dass ein Großaktionär in größerem Umfang Aktien platzierte. Bei den Papieren des Gabelstaplerherstellers Jungheinrich sieht das Analysehaus Warburg nach einem steilen Anstieg nun kein Kurspotenzial mehr.

Im SDax stiegen die Papiere des Stahlhändlers Klöckner & Co nach besser als erwartet ausgefallenen Quartalszahlen und Aussagen zur weiteren Geschäftsentwicklung um 1,5 Prozent. Außerhalb der Dax-Familie sprangen Anteile an Epigenomics um knapp 44 Prozent auf 7,12 Euro hoch. Die Offerte eines chinesischen Investors trieb die Papiere des Biotech-Unternehmens auf den höchsten Stand seit drei Jahren.

EUROSTOXX KNAPP IM MINUS

Das Umfeld am Aktienmarkt zeigte sich zur Wochenmitte auch international zögerlich. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 schloss im Gegensatz zum Dax mit einem kleinen Abschlag. Das Warten auf Trump ließ außerdem die Börsen in New York mehr oder weniger stagnieren. Der US-Leitindex Dow Jones Industrial stand zuletzt denkbar knapp im Plus.

Am Rentenmarkt lag die Umlaufrendite wie am Vortag bei 0,16 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,02 Prozent auf 141,60 Punkte. Der Bund Future erholte sich mit plus 0,34 Prozent und 161,25 Punkten etwa von seinen jüngsten Verlusten. Der Euro fiel auf 1,0868 US-Dollar, nachdem er am Morgen noch bis auf 1,0951 Dollar gestiegen war. Den Referenzkurs hatte die Europäische Zentralbank (EZB) auf 1,0893 (Dienstag: 1,0891) US-Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,9180 (0,9182) Euro./tih/he

--- Von Timo Hausdorf, dpa-AFX ---

26.04.2017

Aktien Frankfurt Schluss: Dax kaum verändert - Bestmarke leicht ausgebaut

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die jüngste Euphorie der Anleger ist am Mittwoch bei deutschen Aktien weiter abgeflacht. Zwar setzte sich die Rekordjagd beim Dax fort, aber nur mit sehr zögerlichem Tempo. So konnte der deutsche Leitindex seine Bestmarke im späten Handel zwar knapp auf 12 486,29 Punkte steigern. Einen ansonsten orientierungslosen Tag beendete er aber nur hauchdünn im Plus. Am Ende stand er 0,05 Prozent höher bei 12 472,80 Punkten.

Börsianern zufolge warteten Anleger gespannt auf eine "große Ankündigung" von US-Präsident Donald Trump, von der sie sich die lang ersehnten Details zu seinen Steuerplänen versprechen.

Auch den mittelgroßen Werten fehlte es vor diesem Hintergrund an Schwung. Im Schlepptau des Dax erreichte der MDax zwar ein Rekordhoch bei 24 664,31 Punkten. Letztlich kam er aber mit einem knappen Plus von 0,10 Prozent und 24 639,69 Zähler ebenfalls kaum von der Stelle. Schwungvoller ging es jedoch bei den Technologiewerten im TecDax zu. Er schloss 0,84 Prozent höher bei 2083,85 Punkten./tih/he

26.04.2017

ROUNDUP/Aktien New York: Knappes Plus vor den Details zur Steuerreform

NEW YORK (dpa-AFX) - Vor der Ankündigung der Details zur US-Steuerreform haben am Mittwoch die Anleger am New Yorker Aktienmarkt erst einmal Vorsicht walten lassen. Die Kursaufschläge hielten sich bislang in Grenzen. So rückte der Leitindex Dow Jones Industrial um 0,13 Prozent auf 21 023,78 Punkte vor, nachdem er am Vortag erstmals seit gut sechs Wochen wieder über die runde Marke von 21 000 Punkten gestiegen war. Neben den Steuerplänen beschäftigen sich die Anleger zur Wochenmitte erneut mit einer Menge an Geschäftszahlen großer US-Konzerne.

Der marktbreite S&P-500-Index stand zuletzt 0,17 Prozent höher bei 2392,73 Punkten. Die Technologie-Börsen Nasdaq Composite und Nasdaq 100 stiegen zunächst auf Bestmarken, notierten zuletzt aber mit plus 0,01 Prozent auf 6026,26 Punkten beziehungsweise minus 0,01 Prozent auf 5547,77 Punkten so gut wie unverändert.

US-Finanzminister Steven Mnuchin hatte bereits vor dem Börsenstart am Mittwoch die "größte Steuersenkung" und die "größte Steuerreform" in der Geschichte der USA angekündigt. Damit solle die US-Wirtschaft angekurbelt und die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen erhöht werden, sagte er in Washington bei einer Veranstaltung der politischen Webseite "The Hill". Die Unternehmenssteuern sollen massiv gesenkt werden, und zwar von 35 auf 15 Prozent. Entlastungen seien auch für die US-Bürger geplant. Mit weiteren Details zur Steuerreform ist im Tagesverlauf (19 Uhr 30 MESZ) zu rechnen. Die Umsetzung der Vorhaben aber dürfte Monate in Anspruch nehmen.

Unter den Einzelwerten sorgten die seit langem schwächelnden Twitter-Aktien für Aufsehen. Dieses Mal schossen sie allerdings um mehr als 10 Prozent nach oben. Der Kurznachrichtendienst hatte im ersten Quartal deutlich mehr Nutzer gewonnen. Bei den Finanzen setzt sich die Durststrecke dagegen fort: Twitter setzte 8 Prozent weniger um und blieb in den roten Zahlen, konnte den Verlust aber mit 62 Millionen Dollar um rund ein Viertel reduzieren.

Weniger Ärger mit großen Flugzeugtypen und eine Steuergutschrift hatten dem Flugzeugbauer und Rüstungskonzern Boeing zum Jahresstart ein dickes Gewinnplus von 19 Prozent beschert. Damit schnitt Boeing besser ab als von Analysten erwartet. Zudem schraubte Konzernchef Dennis Muilenburg die Gewinnerwartungen für 2017 herauf. Den Boeing-Papieren half dies alle nichts: Sie verloren rund eineinhalb Prozent.

Für die Titel von Procter & Gamble ging es am Dow-Ende um gut 2 Prozent runter. Umstrukturierungskosten und der starke Dollar hatten den weltgrößten Konsumgüterkonzern im dritten Geschäftsquartal belastet. Nettogewinn und Umsatz waren schwächer als am Markt erwartet gewesen.

An der Spitze im Dow-Index setzten die Aktien von Caterpillar ihren Höhenflug mit plus 1,20 Prozent fort. Goldman Sachs hatte das Kursziel von 120 auf 128 US-Dollar erhöht. Die Papiere stehe weiter auf der "Conviction Buy List" der Bank. Seine Zuversicht nehme zu, dass das Gewinnwachstum des Baumaschinenherstellers mittelfristig stark steige, schrieb Analyst Jerry Revich in einer aktuellen Studie.

Der US-Mischkonzern United Technologies war mit steigenden Erlösen und Gewinnen ins neue Jahr gestartet. Die Erwartungen der Analysten konnte United Technologies bei allen Kennzahlen übertreffen. Die Geschäftsziele für die Jahre 2017 und 2020 wurden bestätigt. Die Aktien kletterten um etwas mehr als ein halbes Prozent hoch.

Nach Vorlage von Quartalszahlen verloren die Anteile des Getränkeherstellers PepsiCo etwas mehr als 1 Prozent. Für die Papiere von Fiat Chrysler (FCA)

26.04.2017

Aktien New York: Gewinne halten sich vor den Details zur Steuerreform in Grenzen

NEW YORK (dpa-AFX) - Vor der Ankündigung der Details zur US-Steuerreform haben am Mittwoch die Anleger am New Yorker Aktienmarkt erst einmal Vorsicht walten lassen. Die Kursaufschläge hielten sich im frühen Handel in Grenzen. So rückte der Leitindex Dow Jones Industrial um 0,16 Prozent auf 21 030,14 Punkte vor, nachdem er am Vortag erstmals seit gut sechs Wochen wieder über die runde Marke von 21 000 Punkten gestiegen war. Neben den Steuerplänen beschäftigen sich die Anleger zur Wochenmitte erneut mit einer Menge an Geschäftszahlen großer US-Konzerne.

Der marktbreite S&P-500-Index stand zuletzt 0,12 Prozent höher bei 2391,59 Punkten. Die Technologie-Börsen Nasdaq Composite und Nasdaq 100 stiegen zunächst auf Bestmarken, standen zuletzt aber mit plus 0,05 Prozent auf 6028,37 Punkten beziehungsweise 0,06 Prozent auf 5551,79 Punkten nur unwesentlich höher.

US-Finanzminister Steven Mnuchin hatte bereits vor dem Börsenstart am Mittwoch die "größte Steuersenkung" und die "größte Steuerreform" in der Geschichte der USA angekündigt. Damit solle die US-Wirtschaft angekurbelt und die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen erhöht werden, sagte er in Washington bei einer Veranstaltung der politischen Webseite "The Hill". Die Unternehmenssteuern sollen massiv gesenkt werden, und zwar von 35 auf 15 Prozent. Entlastungen seien auch für die US-Bürger geplant. Mit weiteren Details zur Steuerreform ist am Abend (19 Uhr 30 MESZ) zu rechnen. Die Umsetzung der Vorhaben aber dürfte Monate in Anspruch nehmen./ajx/he

26.04.2017

Aktien Frankfurt: Dax und MDax seit Montagsrally wie festgefahren

FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach der Euphorie zum Wochenstart über die erste Etappe der Wahl in Frankreich herrscht am Mittwoch unter den deutschen Anlegern Zurückhaltung. Nach ihrem Rekordlauf zeigten sich Dax und MDax kaum bewegt. Bis zum Nachmittag sank der Leitindex um 0,10 Prozent auf 12 455,19 Punkte. Tags zuvor hatte er in Mini-Schrittchen bei 12 482 Zählern eine weitere Bestmarke erreicht. Vorausgegangen war ein Befreiungsschlag am Montag, mit dem der Erfolg von Emmanuel Macron im ersten Wahlgang als Ja zu einem weiterhin EU-treuen Frankreich gefeiert wurde.

Der MDax, der am Dienstag bis auf 24 634 Punkte geklettert war, sank nun um 0,06 Prozent auf 24 600,94 Punkte. Der Technologie-Index TecDax legte zugleich um 0,59 Prozent auf 2078,59 Zähler zu. Der EuroStoxx 50 gab unterdessen moderat nach.

GESPANNTES WARTEN AUF TRUMPS STEUERPLÄNE

Neuer Auftrieb für die Märkte könnte nun von den Steuerplänen des US-Präsidenten kommen. In Washington soll es an diesem Mittwoch laut Donald Trump eine "große Ankündigung" geben. Unklar ist jedoch noch, wann genau Trump die Pläne vorlegt und welchen Umfang diese haben werden. Experten warnen zudem vor Enttäuschungen, sobald es an die Umsetzung gehen werde.

Im Zuge der Berichtssaison stand Daimler im Fokus. Nach einem starken Auftakt - die wichtigsten Eckzahlen waren bereits kommuniziert worden - blickt der Autobauer nun deutlich optimistischer auf das laufende Jahr. Die Aussagen seien aber nicht allzu überraschend gekommen, hieß es am Markt. Die Papiere reagierten denn auch mit einem Kursabschlag von 0,39 Prozent.

Im SDax stiegen die Papiere des Stahlhändlers Klöckner & Co nach besser als erwartet ausgefallenen Quartalszahlen und Aussagen zur weiteren Geschäftsentwicklung zuletzt um 1,63 Prozent.

ÜBERNAHMEANGEBOT: EPIGENOMICS SCHIESSEN HOCH

Im MDax zählten die Anteilsscheine von CTS Eventim mit minus 3,22 Prozent zu den schwächsten Werten. Die KPS Stiftung hatte in größerem Umfang Aktien des Ticket-Vermarkters platziert. Außerhalb der Dax-Familie sprangen die Anteilsscheine von Epigenomics um knapp 44 Prozent auf 7,11 Euro hoch. Eine chinesische Beteiligungsgesellschaft will das Biotechnologieunternehmen übernehmen.

Abgesehen von Unternehmensnachrichten bewegten zudem Analystenkommentare: Unter anderem büßten die Aktien des Ökostrom-Unternehmens Innogy 1,76 Prozent ein, nachdem sie von der britischen Bank HSBC auf "Reduce" abgestuft wurden. Jungheinrich gaben sogar um 3,33 Prozent nach. Sie litten darunter, dass das Analysehaus Warburg Research die Papiere des Gabelstapler-Produzenten nach den jüngsten Kursgewinnen nicht mehr länger zum Kauf empfiehlt.

Am Rentenmarkt lag die Umlaufrendite wie am Vortag bei 0,16 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,02 Prozent auf 141,60 Punkte. Der Bund Future rückte zugleich um 0,25 Prozent auf 161,11 Punkte vor. Der Euro fiel auf 1,0894 US-Dollar, nachdem er am Morgen noch bis auf 1,0951 Dollar gestiegen war. Am Dienstag hatte die Europäische Zentralbank den Referenzkurs auf 1,0891 (Montag: 1,0848) Dollar festgesetzt./ck/ag

--- Von Claudia Müller, dpa-AFX ---

26.04.2017

Aktien New York Ausblick: Zurückhaltung vor Trumps Steuerreform

NEW YORK (dpa-AFX) - Die Unsicherheit vor den für Mittwoch angekündigten Steuerplänen von US-Präsident Donald Trump dürfte die Anleger an der Wall Street am Mittwoch zunächst in der Defensive halten. Der Broker IG taxierte den Dow Jones Industrial eine Dreiviertelstunde vor Handelsbeginn 0,10 Prozent im Plus bei 21 018 Punkten. Am Dienstag hatte der US-Leitindex - beflügelt von starken Unternehmenszahlen - um mehr als 1 Prozent zugelegt und damit in dieser Woche bereits über 2 Prozent hinzugewonnen.

Trump hatte am Montag eine "große Ankündigung" zur Steuerreform für diesen Mittwoch in Aussicht gestellt. Steuersenkungen für US-Bürger sowie Unternehmen waren eines von Trumps zentralen Wahlversprechen. Die Umsetzung einer solchen Steuerreform dürfte Monate in Anspruch nehmen. Denn auch wenn beide Kammern des Kongresses und das Weiße Haus von Republikanern geführt werden, sind die Interessen in wichtigen Feldern verschieden.

Unter den Einzelwerten dürften die seit langem schwächelnden Twitter-Aktien für Aufsehen sorgen. Im vorbörslichen Handel schossen sie um mehr als 10 Prozent nach oben. Der Kurznachrichtendienst hat im ersten Quartal deutlich mehr Nutzer gewonnen. Bei den Finanzen setzt sich die Durststrecke dagegen fort: Twitter setzte 8 Prozent weniger um und blieb in den roten Zahlen, konnte den Verlust aber mit 62 Millionen Dollar um rund ein Viertel reduzieren.

Weniger Ärger mit großen Flugzeugtypen und eine Steuergutschrift haben dem Luftfahrt- und Rüstungskonzern Boeing zum Jahresstart ein dickes Gewinnplus von 19 Prozent beschert. Damit schnitt Boeing besser ab als von Analysten erwartet. Zudem schraubte Konzernchef Dennis Muilenburg seine Gewinnerwartungen für 2017 herauf. Dennoch konnten die Boeing-Papiere vorbörslich nicht davon profitieren und notierten zuletzt 1,5 Prozent im Minus.

Auch für die Titel von Procter & Gamble ging es vorbörslich mit minus 0,8 Prozent bergab. Umstrukturierungskosten und der starke Dollar haben den weltgrößten Konsumgüterkonzern im dritten Geschäftsquartal belastet. Der Nettogewinn sank um 8 Prozent und der Umsatz um 1 Prozent, was unter den Durchschnittsprognosen des Marktes lag. Die Jahresprognosen bekräftigte P&G. Das Unternehmen geht weiter von einem organischen Umsatzplus von 2 bis 3 Prozent aus. Das Ergebnis je Aktie soll um bis zu 50 Prozent zulegen.

Der US-Mischkonzern United Technologies ist mit steigenden Erlösen und Gewinnen ins neue Jahr gegangen. Der Umsatz legte im ersten Quartal um 3 Prozent zu. Der bereinigte Gewinn je Aktie wuchs um 1 Prozent. Die Erwartungen der Analysten konnte United Technologies bei allen Kennzahlen übertreffen. Die Geschäftsziele für die Jahre 2017 und 2020 wurden bestätigt. Die Aktien verteuerten sich vorbörslich um 0,8 Prozent./edh/stb

26.04.2017

Aktien Frankfurt: Dax und MDax stehen nach Rekordlauf nahezu still

FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach der Euphorie zum Wochenstart über die erste Etappe der Wahl in Frankreich herrscht am Mittwoch unter den deutschen Anlegern Zurückhaltung. Nach ihrem Rekordlauf zeigten sich Dax und MDax kaum bewegt. Bis zur Mittagszeit sank der Leitindex um 0,05 Prozent auf 12 461,34 Punkte. Tags zuvor hatte er bei 12 482 Zählern eine Bestmarke erreicht. Vorausgegangen war ein Befreiungsschlag am Montag, mit dem der Erfolg von Emmanuel Macron im ersten Wahlgang als Ja zu einem weiterhin EU-treuen Frankreich gefeiert wurde.

Der MDax, der am Dienstag bis auf 24 634 Punkte geklettert war, sank nun um 0,03 Prozent auf 24 608,68 Punkte. Der Technologie-Index TecDax legte zugleich um 0,23 Prozent auf 2071,30 Zähler zu. Der EuroStoxx 50 verlor unterdessen leicht.

AUSSICHT FÜR DEN EURO MASSIV VERBESSERT

Am Devisenmarkt gab der Euro nach einem Anstieg bis auf 1,095 US-Dollar wieder etwas nach. Die Aussichten für den Kurs der Gemeinschaftswährung hätten sich mit dem Wahlergebnis aber "massiv verbessert", kommentierte Analyst Ulrich Wortberg von der Helaba. Der japanische Yen hingegen, der in unsicheren Zeiten als vergleichsweise sicherer Hafen Zulauf findet, gab zugleich weiter nach.

Neuer Auftrieb für die Märkte könnte nun von den Steuerplänen des US-Präsidenten kommen. In Washington soll es an diesem Mittwoch laut Donald Trump eine "große Ankündigung" geben. Unklar ist jedoch noch, wann genau Trump die Pläne vorlegt und welchen Umfang diese haben werden. Experten warnen zudem vor Enttäuschungen, sobald es an die Umsetzung gehen werde.

DAIMLER REISST ANLEGER NICHT VOM HOCKER

Im Zuge der Berichtssaison stand Daimler im Fokus. Nach einem starken Auftakt - die wichtigsten Eckzahlen waren bereits kommuniziert worden - blickt der Autobauer nun deutlich optimistischer auf das laufende Jahr. Die Aussagen seien aber nicht allzu überraschend gekommen, hieß es am Markt. Die Papiere reagierten denn auch mit einem Kursabschlag von 0,44 Prozent.

Die Aktien der Deutschen Bank waren Spitzenwert im Dax mit plus 1,45 Prozent. Die Stimmung in der Branche ist optimistisch, nachdem die Schweizer Großbank Credit Suisse zum Jahresauftakt ergebnisseitig positiv überraschte.

Im SDax pendelten die Papiere des Stahlhändlers Klöckner & Co nach besser als erwartet ausgefallenen Quartalszahlen und Aussagen zur weiteren Geschäftsentwicklung zwischen Gewinnen und Verlusten. Zuletzt stiegen sie um 1,73 Prozent. Sorgen bereitet, dass KlöCo stark von der Entwicklung der Stahlpreise abhängt. Das erste Quartal könnte daher laut der Commerzbank daher womöglich auch bereits das beste im Gesamtjahr von KlöCo gewesen sein.

ÜBERNAHMEANGEBOT: EPIGENOMICS SCHIESSEN HOCH

Im MDax zählten die Anteilsscheine von CTS Eventim mit minus 2,70 Prozent zu den schwächsten Werten. Die KPS Stiftung hatte in größerem Umfang Aktien des Ticket-Vermarkters platziert. Außerhalb der Dax-Familie sprangen die Anteilsscheine von Epigenomics um knapp 44 Prozent auf 7,109 Euro hoch. Die Beteiligungsgesellschaft CFIC will das Biotechnologieunternehmen für rund 171 Millionen Euro oder 7,52 Euro je Aktie übernehmen.

Abgesehen von Unternehmensnachrichten bewegten zudem Analystenkommentare: Unter anderem büßten die Aktien des Ökostrom-Unternehmens Innogy 1,20 Prozent ein, nachdem sie von der britischen Bank HSBC auf "Reduce" abgestuft wurden. Jungheinrich gaben sogar um 3,02 Prozent nach. Sie litten darunter, dass das Analysehaus Warburg Research die Papiere des Gabelstapler-Produzenten nach den jüngsten Kursgewinnen nicht mehr länger zum Kauf empfiehlt./ck/ag

--- Von Claudia Müller, dpa-AFX ---

27.04.2017

ROUNDUP: Merkel gibt Regierungserklärung über Brexit-Verhandlungen ab

BERLIN/BRÜSSEL (dpa-AFX) - Bundeskanzlerin Angela Merkel will am Donnerstag ihren Kurs für die Gespräche zum Brexit bei einer Regierungserklärung im Bundestag abstecken. Als wesentliche Punkte darin werden die Wirtschaftsentwicklung in der Gemeinschaft und die Finanzplanung der EU ohne den Nettozahler Großbritannien erwartet. In einer Sitzung der Unionsfraktion hatte sie zuletzt nach Teilnehmerangaben davor gewarnt, angesichts der komplizierten Brexit-Verhandlungen die Zukunftsthemen der Europäischen Union zu vernachlässigen.

Am Samstag wollen Merkel und die übrigen Staats- und Regierungschefs der 27 verbleibenden EU-Staaten Leitlinien für die Verhandlungen über den Brexit beschließen. Die Kanzlerin hatte den Angaben zufolge vor den CDU/CSU-Abgeordneten gesagt, weil Großbritannien zu den EU-Nettozahlern gehöre, müsse unter anderem schon jetzt über den nächsten mittelfristigen Finanzrahmen der Gemeinschaft gesprochen werden. Die Finanzplanung muss im Jahr 2019 fertig sein.

Die britische Premierministerin Theresa May empfing am Mittwochabend den EU-Kommissionspräsidenten Jean-Claude Juncker und den EU-Chefunterhändler Michel Barnier in London. Worum es in dem Gespräch im Regierungssitz in der Downing Street genau ging, wurde zunächst nicht bekannt. Der EU-Kommissionschef wolle mit May über den Ablauf der Austrittsverhandlungen sprechen, hatte es zuvor geheißen. Aus dem Büro der Premierministerin verlautete später lediglich, das Gespräch sei "konstruktiv" verlaufen".

Mit Spannung wird erwartet, ob sich Merkel im Bundestag erstmals nach dem umstrittenen türkischen Verfassungsreferendum öffentlich zur Lage in der Türkei äußert. In der Fraktion hatte sie gefordert, es sei eine geschlossene europäische Antwort auf das Vorgehen des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan notwendig. Bei dem Referendum hatten 51,4 Prozent der wahlberechtigten Türken für ein Präsidialsystem gestimmt, das Erdogan mehr Macht verleiht./bi/DP/zb

27.04.2017

ROUNDUP: Macron greift Le Pen wegen Affäre frontal an

ARRAS (dpa-AFX) - Vor der entscheidenden Stichwahl in Frankreich hat Präsidentschaftskandidat Emmanuel Macron seine rechtspopulistische Konkurrentin Marine Le Pen mit ungewöhnlicher Härte angegriffen. "Sie kommt aus einer Partei, die sich dauerhaft geweigert hat, die Gesetze der Republik zu respektieren", sagte der sozialliberale Anwärter am Mittwochabend bei einer Wahlkampfveranstaltung im nordfranzösischen Arras.

Umfragen sehen Macron bei der Stichwahl am 7. Mai deutlich vorne. Er hatte den ersten Wahlgang am Sonntag mit 24 Prozent gewonnen, Le Pen kam mit 21,3 Prozent auf den zweiten Platz.

"Sie (Le Pen) hat sich geweigert, sich den Richtern der Französischen Republik zu fügen", sagte Macron. Der 39-Jährige spielte auf die Affäre um Assistentenjobs im Europaparlament an. Die französische Justiz untersucht, ob Abgeordnete der Front National aus Mitteln des Parlaments Assistenten bezahlten, die tatsächlich für die Partei tätig waren. Le Pen war von Ermittlungsrichtern einbestellt worden, hatte sich aber geweigert, der Vorladung während des Wahlkampfs nachzukommen. Le Pen wies die Vorwürfe mehrfach zurück.

"Sie gibt vor, aus dem Volk zu kommen, aber sie ist eine Erbin", sagte Macron vor seinen Anhängern. Die Front National war von Le Pens Vater Jean-Marie Le Pen gegründet worden.

Die 48 Jahre alte Le Pen hatte Macron am Mittwoch mit einem Überraschungsbesuch bei einer von der Schließung bedrohten Fabrik in Amiens überrumpelt. Während der Ex-Wirtschaftsminister mit Gewerkschaftsvertretern über das Werk sprach, besuchte die Rechtspopulistin streikende Mitarbeiter.

Eine mit zahlreichen Cyberattacken auf politische Organisationen in Verbindung gebrachte Hackergruppe soll auch die Wahlwahlkampagne von Macron ins Visier genommen haben. Macrons Bewegung "En Marche!" teilte mit, die Kampagne sei laut der auf IT-Sicherheit spezialisierten Firma Trend Micro Ziel der Gruppe "Pawn Storm" geworden. Westliche IT-Sicherheitsfirmen vermuten dahinter eine Gruppe mit mutmaßlicher Nähe zu russischen Geheimdiensten, die auch hinter Hackerangriffen auf den Parteivorstand der US-Demokraten und die CDU von Bundeskanzlerin Angela Merkel stecken soll./cb/DP/zb

27.04.2017

Merkel steckt in Regierungserklärung Kurs für Brexit-Verhandlungen ab

BERLIN (dpa-AFX) - Zwei Tage vor dem Brüsseler EU-Sondergipfel zum Brexit will Kanzlerin Angela Merkel am Donnerstag (9.00 Uhr) ihren Kurs für die Gespräche zum Austritt Großbritanniens aus der EU abstecken. In ihrer Regierungserklärung im Bundestag dürfte die CDU-Vorsitzende den Blick nach vorne richten. In einer Sitzung der Unionsfraktion hatte sie am Dienstag nach Teilnehmerangaben davor gewarnt, angesichts der komplizierten Brexit-Verhandlungen die Zukunftsthemen der Europäischen Union zu vernachlässigen. Als einen wesentlichen Punkt nannte sie etwa die Wirtschaftsentwicklung in der Gemeinschaft.

Am Samstag wollen Merkel und die übrigen Staats- und Regierungschefs der 27 verbleibenden EU-Staaten Leitlinien für die Verhandlungen über den Brexit beschließen. Die Kanzlerin hatte den Angaben zufolge vor den CDU/CSU-Abgeordneten gesagt, weil Großbritannien zu den EU-Nettozahlern gehöre, müsse unter anderem schon jetzt über den nächsten mittelfristigen Finanzrahmen der Gemeinschaft gesprochen werden. Die Finanzplanung muss im Jahr 2019 fertig sein.

Mit Spannung wird erwartet, ob sich Merkel erstmals nach dem umstrittenen türkischen Verfassungsreferendum vom Ostersonntag öffentlich zur Lage in der Türkei äußert. In der Fraktion hatte sie gefordert, es sei eine geschlossene europäische Antwort auf das Vorgehen des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan notwendig. Bei dem Referendum hatten 51,4 Prozent der wahlberechtigten Türken für ein Präsidialsystem gestimmt, das Erdogan mehr Macht verleiht./bk/DP/he

27.04.2017

Japanische Notenbank hält an Geldpolitik unverändert fest

TOKIO (dpa-AFX) - Japans Zentralbank hält vorerst unverändert an ihrer extrem lockeren Geldpolitik fest. Das entschied die Bank of Japan (BoJ) am Donnerstag nach Abschluss zweitägiger Beratungen. Die Währungshüter der drittgrößten Volkswirtschaft der Welt versuchen verzweifelt, die jahrelange Deflation dauerhaft zu überwinden und den Wachstumsmotor anzukurbeln. Ihr Ziel ist eine Inflationsrate von zwei Prozent, das sie jedoch wiederholt nach hinten schieben mussten. Für das noch bis Ende März kommenden Jahres laufende Fiskaljahr hob die BoJ ihre Wachstumsprognose leicht auf 1,6 von zuletzt 1,5 Prozent an./ln/DP/zb

27.04.2017

USA untersuchen auch Aluminium-Importe

WASHINGTON (dpa-AFX) - Die USA leiten nach Dumping-Vorwürfen gegen Stahlproduzenten nun eine Untersuchungen bei Aluminium-Importen ein. Das kündigte Handelsminister Wilbur Ross am Mittwoch (Ortszeit) in Washington an. Es solle geprüft werden, ob die Einfuhr von Aluminium Arbeitsplatzverluste in den USA verursache, negative Auswirkungen auf die Staatseinnahmen sowie die nationale Sicherheit habe.

Aluminium werde auch bei der Herstellung etwa von Kampfjets verwendet. Ross sagte, US-Hersteller hätten bereits ein Überangebot von Alumium aus anderen Ländern beklagt. Namentlich nannte er China. Dies habe zu einem Rückgang der heimischen Produktion geführt.

Ende März hatte die Regierung von Präsident Donald Trump erklärt, sie sehe Dumping-Vorwürfe gegen mehrere ausländische Stahlproduzenten bestätigt - darunter auch Salzgitter und die Dillinger Hütte. Die USA drohten mit Strafzöllen. Die Bundesregierung kritisierte das Vorgehen und pocht auf Einhaltung internationaler Handelsregeln. Auch eine Klage vor der Welthandelsorganisation WTO wird nicht ausgeschlossen./grj/DP/zb

27.04.2017

Nordamerikanisches Freihandelsabkommen Nafta bleibt bestehen

WASHINGTON (dpa-AFX) - US-Präsident Donald Trump will das nordamerikanische Handelsabkommen Nafta nicht mehr aufkündigen. Das gab das Weiße Haus nach einem Telefonat Trumps mit dem kanadischen Ministerpräsidenten Justin Trudeau und dem mexikanischen Präsidenten Enrique Peña Nieto bekannt. "Präsident Trump war damit einverstanden, Nafta derzeit nicht zu beenden", heißt es in der Mitteilung.

Allerdings soll es zu Nachverhandlungen zu dem Handelspakt der drei Nationen kommen. "Für mich ist es ein Privileg, über Nachverhandlungen Nafta auf die Höhe der Zeit zu bringen", wird Trump in der Mitteilung zitiert. "Ich glaube, dass das Endergebnis alle drei Nationen stärker und besser machen wird."

Trump hatte das Abkommen - wie auch andere, ähnliche Vereinbarungen - als "schlechtesten Deal aller Zeiten" bezeichnet. Mexiko und Kanada sind hinsichtlich des Handelsvolumes die Partner Nummer zwei und drei für die USA hinter China.

Die 1994 geschaffene Freihandelszone gilt eigentlich als Erfolgsmodell. Allerdings hatte Trump zuletzt vor allem mit Kanada über Handelsfragen gestritten, etwa bei der Einfuhr von Milch oder Holz./dm/DP/zb

26.04.2017

May spricht mit Juncker und Barnier über Ablauf der Brexit-Gespräche

LONDON (dpa-AFX) - Die britische Premierministerin Theresa May hat am Mittwoch EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker und EU-Chefunterhändler Michel Barnier in London empfangen. Das Arbeitsessen im Regierungssitz in der Downing Street fand nur wenige Tage vor dem EU-Sondergipfel zum Brexit statt. Worum es in dem Gespräch genau ging, wurde zunächst nicht bekannt. Der EU-Kommissionschef wolle mit May über den Ablauf der Austrittsverhandlungen sprechen, hatte es zuvor geheißen.

Am Samstag wollen sich die EU-Staats- und Regierungschefs ohne May zu einem Brexit-Sondergipfel in Brüssel treffen. Dann sollen die Leitlinien für die Austrittsverhandlungen mit Großbritannien festlegt werden.

Das "Handelsblatt" berichtete unter Berufung auf EU-Diplomaten, in Brüssel herrsche Unklarheit, wer auf britischer Seite die Verhandlungen führen werde. Dazu gäbe es keine klaren Äußerungen aus London mehr. Spekulationen der Zeitung, Brexit-Minister David Davis könnte nach der Wahl in Großbritannien am 8. Juni abgelöst werden, wollte ein Regierungssprecher auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur nicht kommentieren.

Bundeskanzlerin Angela Merkel will am Donnerstag ihren Kurs für die Gespräche zum Brexit bei ihrer Regierungserklärung abstecken. Als wesentliche Punkte darin werden die Wirtschaftsentwicklung in der Gemeinschaft und die Finanzplanung der EU ohne den Nettozahler Großbritannien erwartet./cmy/DP/he

26.04.2017

ROUNDUP 3: US-Regierung plant massive Steuersenkungen

(neu: Einzelheiten zum Spitzensteuersatz)

WASHINGTON (dpa-AFX) - Mit der größten Steuerreform seit Jahrzehnten will US-Präsident Donald Trump die Wirtschaft ankurbeln und neue Jobs schaffen. Vor allem Unternehmen sowie Arbeitnehmer mit niedrigen und mittleren Einkommen sollen entlastet, das Steuersystem vereinfacht werden. Der Spitzensteuersatz bei der Einkommensteuer soll von derzeit 39,6 auf 35 Prozent sinken. Bei der Besteuerung von Einnahmen, die US-Unternehmen im Ausland erzielen, soll es einen Kurswechsel geben.

Das sind Eckpunkte der geplanten Reform, die US-Finanzminister Steven Mnuchin und Trumps Wirtschaftsberater Gary Cohn am Mittwoch in Washington vorstellten. Konkrete Angaben zur Gegenfinanzierung machten sie nicht. Ein erhöhtes Wachstum und die Schließung von Steuerschlupflöchern sollen die Lücken schließen. Friedrich Heinemann, Leiter des Forschungsbereichs Unternehmensbesteuerung und Öffentliche Finanzwirtschaft am Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) in Mannheim bezeichnete dies als Illusion.

Cohn sprach von der größten Steuerreform seit mehr als 30 Jahren, Mnuchin von der "einer der größte Steuersenkung" in der Geschichte der USA. Die Reform solle noch in diesem Jahr umgesetzt werden. Erwartet werden aber harte Verhandlungen im Kongress. Die geplanten Steuererleichterungen würden den ohnehin strapazierten US-Haushalt belasten und die Staatsschulden in die Höhe treiben. Dies wird von Republikanern klassischerweise nicht gutgeheißen.

Im Einzelnen sollen die Unternehmenssteuern massiv gesenkt werden, von 35 auf 15 Prozent. Mnuchin sagte, damit solle die Wettbewerbsfähigkeit der US-Firmen erhöht werden. Bisher hätten die USA einen der höchsten Unternehmenssteuersätze.

Außerdem soll es den Vorschlägen zufolge bei der Besteuerung von Einnahmen, welche US-Unternehmen im Ausland erzielen, einen Kurswechsel geben. Das bisherige US-Steuersystem verpflichtet Unternehmen, in den USA Steuern auch auf Gewinne zu entrichten, die im Ausland erwirtschaftet wurden. Das hat in einem komplexen System dafür gesorgt, dass US-Firmen Gewinne im Ausland horten.

Künftig soll es nach den Reformplänen möglich sein, bereits im Ausland entrichtete Steuern gegen die - dann niedrigere - US-Steuerpflicht aufzurechnen. Mnuchin erhofft sich dadurch, Billionensummen zurückzuholen, die US-Firmen im Ausland parken.

Für Privatpersonen soll die Zahl der Steuerstufen von derzeit sieben auf drei sinken, und zwar auf 10, 25 und 35 Prozent. Bisher liegt der Spitzensteuersatz bei 39,6 Prozent. Der Grundfreibetrag soll verdoppelt werden - auf die ersten 24 000 Dollar Jahreseinkommen soll etwa ein Ehepaar gar keine Steuern mehr zahlen. Es soll weniger Abschreibungsmöglichkeiten geben, nur noch für Spenden und Hypothekenzinsen. Der Kinderfreibetrag soll bleiben.

Eine umstrittene Grenzausgleichssteuer zur Gegenfinanzierung der Steuerentlastungen ist in den Vorschlägen bisher nicht enthalten sein. Mit einer solchen Steuer würden US-Exporteure entlastet und Importe belastet. Diese könnte insbesondere Deutschland hart treffen. "Eine gute Nachricht für Europa und den Welthandel", kommentierte Heinemann.

Die Umsetzung der Steuerreform aber dürfte Monate in Anspruch nehmen. Denn auch wenn beide Kammern des Kongresses und das Weiße Haus von Republikanern geführt werden, sind die Interessen in wichtigen Feldern unterschiedlich. Vor allem die Frage der Gegenfinanzierung ist völlig offen.

Heinemann erklärte, die meisten EU-Staaten könnten mit dem Wettbewerbsdruck im Falle eines stark verringerten US-Steuersatzes gut leben. Bislang seien die USA im internationalen Vergleich "ein Hochsteuerland" für Unternehmen gewesen./hoe/DP/he

26.04.2017

Macron greift Le Pen wegen Affäre frontal an

ARRAS (dpa-AFX) - Eineinhalb Wochen vor der entscheidenden Stichwahl in Frankreich hat Präsidentschaftskandidat Emmanuel Macron seine rechtspopulistische Konkurrentin Marine Le Pen ungewöhnlich scharf angegriffen. "Sie kommt aus einer Partei, die sich dauerhaft geweigert hat, die Gesetze der Republik zu respektieren", sagte der sozialliberale Anwärter am Mittwochabend bei einer Wahlkampfveranstaltung im nordfranzösischen Arras.

"Sie (Le Pen) hat sich geweigert, sich den Richtern der Französischen Republik zu fügen", fügte Macron hinzu. Der 39-Jährige spielte auf die Affäre um Assistentenjobs im Europaparlament an. Die französische Justiz untersucht, ob Abgeordnete der Front National aus Mitteln des Parlaments Assistenten bezahlten, die tatsächlich für die Partei tätig waren. Le Pen war von Ermittlungsrichtern einbestellt worden, hatte sich aber geweigert, der Vorladung während des Wahlkampfs nachzukommen. Le Pen wies die Vorwürfe mehrfach zurück.

"Sie gibt vor, aus dem Volk zu kommen, aber sie ist eine Erbin", sagte Macron vor seinen Anhängern. Die Front National war von Le Pens Vater Jean-Marie Le Pen gegründet worden. Umfragen sehen Macron bei der Stichwahl am 7. Mai deutlich vorne./cb/DP/he

26.04.2017

ROUNDUP 2: Rückschlag für Trump bei Mauerbau - Steuerreform geplant

(neu: Aussagen zur Steuerreform)

WASHINGTON/SAN FRANCISCO (dpa-AFX) - Der Bau einer Mauer zu Mexiko, ein neuer Kurs in der Einwanderungspolitik und eine große Steuerreform - das waren zentrale Wahlkampfversprechen von Donald Trump. Beim Mauerbau und seiner Einwanderungspolitik aber musste der US-Präsident weitere Rückschläge hinnehmen. Die US-Regierung legte am Mittwoch aber Eckpunkte für massive Steuersenkungen vor.

Demnach sollen vor allem Unternehmen sowie Arbeitnehmer mit niedrigen und mittleren Einkommen entlastet, das Steuersystem vereinfacht werden. Mit der größten Steuerreform seit Jahrzehnten soll die Wirtschaft angekurbelt und neue Jobs geschaffen werden. Im Einzelnen sollen die Unternehmenssteuern massiv gesenkt werden, von 35 auf 15 Prozent. Für Privatpersonen soll die Zahl der Steuerstufen von derzeit sieben auf drei sinken, und zwar auf 10, 25 und 35 Prozent.

Konkrete Angaben zur Gegenfinanzierung machten US-Finanzminister Steven Mnuchin und Trumps Wirtschaftsberater Gary Cohn aber nicht. Ein erhöhtes Wachstum und die Schließung von Steuerschlupflöchern sollen die Lücken schließen.

Derzeit nicht zu finanzieren ist offensichtlich der Bau einer Mauer an der Grenze zu Mexiko - ein Prestigeprojekt Trumps. Ein Entwurf für ein Haushaltsgesetz, das die beiden Kammern des US-Kongresses bis Freitag passieren muss, enthält keine Mittel dafür, wie die "Washington Post" berichtete.

Trump will, dass die Grenze zu Mexiko mit einer Mauer gesichert wird. Der Bau aber kostet Milliarden. Das Nachbarland hatte eine Kostenbeteiligung ausgeschlossen. Bereits am Montag hatte Trump einer Gruppe konservativer Medien erklärt, er sei bereit, die Finanzierungsfrage bis in den Herbst hinein aufzuschieben. Es hatte sich angedeutet, dass er auch in der eigenen Partei keine Mehrheit bekommen würde, um die Finanzierung des Mauerbaus noch in das Haushaltsgesetz aufzunehmen, das rasch beschlossen werden muss.

Der US-Kongress muss das Finanzierungsgesetz noch in dieser Woche verabschieden, um die Regierungsgeschäfte des Bundes aufrechterhalten zu können. Andernfalls droht ein sogenannter Shutdown, also ein Stillstand der Regierungsgeschäfte aus Geldmangel. Das Weiße Haus hatte in Sachen Mauerbau einen Deal mit den oppositionellen Demokraten versucht. Dieses Vorhaben scheiterte jedoch.

Trump will an den Mauer-Plänen aber grundsätzlich festhalten. Im Weißen Haus sagte er am Dienstagnachmittag (Ortszeit), der Bau werde in seiner ersten Amtszeit erfolgen: "Wir haben eine Menge Zeit." Das Heimatschutzministerium kalkuliert mit Kosten für den Mauerbau von rund 21 Milliarden US-Dollar (knapp 20 Mrd Euro).

Einen Rückschlag für Trump gab es auch bei seinem Feldzug gegen illegale Einwanderung. Ein Gericht in San Francisco (Kalifornien) erklärte am Dienstag einen Teil seines Dekrets zur Einwanderungspolitik für verfassungswidrig und gab den Klägern, der Stadt San Francisco und des benachbarten Bezirkes Santa Clara Recht. Eine weitere Klage der Stadt Richmond (Kalifornien) ist anhängig.

Trump hatte versucht, mit seinem Dekret sogenannten Sanctuary Citys - Städte, die Menschen unabhängig von ihrem Aufenthaltsstatus aufnehmen und mit dem Nötigsten versorgen - die Zuschüsse des Bundes zu streichen. Auf diese Weise sollte ihnen die Praxis, illegalen Einwanderern Schutz zu bieten, unmöglich gemacht werden.

Das Weiße Haus kritisierte die Entscheidung des Richters in einer Mitteilung am Mittwoch scharf. Die Rechtsstaatlichkeit habe einen "weiteren Schlag" erlitten. Die Entscheidung sei ein "Geschenk" für kriminelle Banden.

Auch Trump selbst attackierte das Gericht. Es habe erst das Einreiseverbot und nun das Dekret zu den sogenannten Sanctuary Citys gestoppt. Trump kündigte an: "Wir sehen uns beim Supreme Court." Der Supreme Court ist das oberste US-Gericht.

Das Gericht stellte fest, dass die Verteilung von Bundeszuschüssen nach der US-Verfassung nicht Aufgabe des Präsidenten, sondern des Kongresses ist. Insofern sei die Passage in dem Dekret unwirksam. In den USA gibt es weit über 100 Städte, Landkreise und sogar ganze Staaten, die sich zur Aufnahme von Einwanderern unabhängig von deren Status bekannt haben, dazu gehören große Städte wie Washington, Los Angeles, San Francisco, Chicago, Boston und New York.

Mitte März war Trump zum zweiten Mal vor Gericht vorläufig mit seinem Versuch gescheitert, Menschen aus sechs vorwiegend islamischen Ländern die Einreise in die USA vorerst zu verbieten./dm/DP/he

26.04.2017

ANALYSE-FLASH: Deutsche Bank nimmt Aixtron mit 'Buy' wieder auf - Ziel 8 Euro

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Deutsche Bank hat Aixtron mit "Buy" und einem Kursziel von 8 Euro wieder in die Bewertung aufgenommen. Analyst Uwe Schupp hält es für möglich, dass sich der Aktienkurs des Spezialmaschinenbauers verdoppelt, wie er in einer am Mittwochabend vorgelegten Studie schrieb. Er begründete dies zum einen mit dem Potenzial für Umsatzsteigerungen, zum andern könnte Aixtron den aufgeblähten und wenig effizienten Forschungs- und Entwicklungsbereich etwas stärker unter die Lupe nehmen. Dies allein könnte Aixtron auf dem Weg zur Profitabilität stützen./ajx/he

26.04.2017

ANALYSE/Goldman: Mittelfristig hohes Gewinnwachstum bei Caterpillar

NEW YORK (dpa-AFX) - Der US-Baumaschinenhersteller Caterpillar steht nach Einschätzung der US-Investmentbank Goldman Sachs vor einer Phase starken Gewinnwachstums. Dafür sehe er inzwischen immer mehr Anzeichen, schrieb Analyst Jerry Revich in einer Studie vom Mittwoch. Er erhöhte seine diesjährige Schätzung für das Ergebnis je Aktie (EPS) deutlich auf 4,85 US-Dollar. Damit liegt er deutlich über der Unternehmensprognose von 3,75 Dollar.

Mittelfristig geht Revich nun von einem EPS von 8,50 US-Dollar aus und somit 0,50 Cent mehr als bislang von ihm errechnet. Seine Schätzung basiere auf einem von ihm in diesem Jahr erwarteten Umsatz von 50 Milliarden Dollar.

Caterpillar wird an der Börse als großer Profiteur der Pläne von US-Präsident Donald Trump zur Ankurbelung der Konjunktur gesehen. Seit dem Wahlsieg Trumps im November 2016 haben die Anteile des im New Yorker Leitindex Dow Jones Industrial notierten Konzerns kräftig zugelegt. Analyst Revich erhöhte nun sein Kursziel von 120 auf 128 US-Dollar (aktueller Kurs: 105,15 Dollar). Die Aktien stehen weiter auf einer Liste besonders vielversprechender Kaufempfehlungen der Bank ("Conviction Buy List").

Bei Aktien mit der Einstufung "Buy" rechnet Goldman Sachs auf dem aktuellen Kursniveau sowie im Vergleich zu den anderen von der Bank beobachteten Unternehmen aus der gleichen Branche mit einem hohen Renditepotenzial./ajx/tos/he

Analysierendes Institut Goldman Sachs.

26.04.2017

ANALYSE/Warburg Research: Jungheinrich-Aktien mittlerweile fair bewertet

HAMBURG (dpa-AFX) - Das Analysehaus Warburg Research rät bei den Aktien von Jungheinrich mittlerweile nicht mehr zum Kauf. Obwohl Analyst Björn Voss bei dem Gabelstaplerhersteller starke Resultate für das erste Quartal erwartet, hält er das Potenzial bei den Papieren nach einer zuletzt kräftigen Kurssteigerung für weitgehend ausgereizt. Eine Dividendenrendite von 1,6 Prozent bringe in seinem Bewertungsmodell, das auf dem abgezinsten Zahlungsstrom basiere, kein zusätzliches Kurspotenzial mit sich.

Der Experte stufte die Papiere deshalb kurz vor der Veröffentlichung der Quartalszahlen von "Buy" auf "Hold" ab, beließ das Kursziel aber unverändert bei 34 Euro und damit knapp über dem am Vortag erreichten Rekordstand von 32,785 Euro. Seit der im Januar ausgesprochenen Empfehlung sei die Aktie um 24 Prozent gestiegen. Der MDax, wo sie gelistet sind, habe im gleichen Zeitraum aber nur um 9 Prozent zugelegt.

Für das Quartal rechnet Voss damit, dass sich die Geschäfte von Jungheinrich weiterhin schwungvoll entwickelt haben. Er geht von einem Umsatzanstieg von 13 Prozent auf 756 Millionen Euro aus. Wegen einer überproportional gestiegenen Profitabilität dürfte das operative Ergebnis (Ebit) seiner Ansicht nach um 19 Prozent auf 54 Millionen Euro gestiegen sein.

Bei der neuen Einstufung mit "Hold" rechnet Warburg Research auf Sicht von zwölf Monaten mit einer weitestgehend stabilen Kursentwicklung./tih/gl/ag

Analysierendes Institut Warburg Research.

26.04.2017

AKTIE IM FOKUS: Quartalsbilanz unterstützt Erholung der KlöCo-Papiere

FRANKFURT (dpa-AFX) - Angetrieben von einer positiv aufgenommenen Quartalsbilanz und zuversichtlicher klingenden Aussagen zum Gesamtjahr haben die Aktien von Klöckner & Co (KöCo) am Mittwoch ihre Erholung fortgesetzt. Nach einem anfänglich unentschlossenen Auf und Ab gewannen sie bis zum Nachmittag rund 1,5 Prozent auf 10,555 Euro und erreichten den höchsten Stand seit März. Der Wochengewinn beträgt damit bisher 8,7 Prozent.

Allerdings waren die KlöCo-Papiere im bisherigen Jahresverlauf auch deutlich gefallen: Seit Ende des Vorjahrs bis zu ihrem jüngsten Tief in der vergangenen Woche um 19 Prozent. Damit sind sie in dieser Zeit trotz ihrer aktuellen Erholung immer noch drittschwächster Wert in dem 50 Unternehmen umfassenden Kleinwerte-Index SDax .

Der gute Start in das neue Jahr sorgte nun für Erleichterung. Die DZ Bank will daher jetzt ihre Schätzungen überarbeiten. Bisher hat sie die Aktie auf "Hold" mit einem fairen Wert von 10 Euro eingestuft. "Starke Zahlen" lobte auch Warburg Research und bei der Berenberg Bank wurde der solide Ausblick hervorgehoben.

KlöCo hatte am Morgen sein bestes Quartalsergebnis seit sechs Jahren bekannt gegeben. Gestiegene Stahlreise und Restrukturierungen halfen dem Stahlhändler, sein operatives Ergebnis (Ebitda) auf 77 Millionen Euro zu steigern und damit die Markterwartung zu übertreffen. Für das zweite Jahresviertel stellt KlöCo 60 bis 70 Millionen Euro in Aussicht. Im Gesamtjahr erwartet der Konzern beim Ebitda und beim Konzernergebnis zudem nun eine "deutliche" statt wie bisher kommuniziert eine "leichte" Verbesserung.

Auch Analyst Ingo Schachel von der Commerzbank sprach von guten Zahlen des Stahlhändlers. Im selben Atemzug hob er allerdings hervor, dass KlöCo ergebnisseitig im Vergleich zum ersten Quartal wieder ein schwächeres zweites Jahresviertel erwartet. Zudem seien die guten Ergebnisse vor allem den Stahlpreisen zu verdanken gewesen, die zwischen November 2016 und März 2017 zugelegt hätten, so Schachel. "Sobald diese Dynamik nachlässt, dürfte das auch für die Ergebnisse der Fall sein und das erste Quartal entsprechend das beste gewesen sein."/ck/tih/ag

26.04.2017

ANALYSE-FLASH: Macquarie hebt Ziel für Puma SE auf 425 Euro - 'Outperform'

LONDON (dpa-AFX Broker) - Die australische Investmentbank Macquarie hat das Kursziel für Puma SE nach Zahlen von 385 auf 425 Euro angehoben und die Einstufung auf "Outperform" belassen. Analyst Andreas Inderst äußerte sich in einer Studie vom Mittwoch sehr zufrieden mit den überraschend guten Ergebnissen des ersten Quartals und den starken Sportschuhverkäufen der Herzogenauracher. Er hob seine Gewinnschätzungen bis 2019 um bis zu 6 Prozent an./ag/mis

26.04.2017

ANALYSE/Sal. Oppenheim: Aktien mangels Alternativen weiterhin interessant

FRANKFURT (dpa-AFX) - Mangels ähnlich attraktiver Alternativen dürften die Aktienmärkte nach Einschätzung von Sal. Oppenheim noch weiter steigen. Wie der Co-CIO der Privatbank, Lars Edler, am Mittwoch bei einem Pressegespräch in Frankfurt betonte, stecken Anleger derzeit in einer Bredouille zwischen Risiko und Ertrag, die für Aktienwerte spricht. "Von sicheren Anlagen wie etwa deutschen Staatsanleihen muss man sich verabschieden, wenn man noch eine attraktive Rendite erwirtschaften will", beschrieb er das Dilemma.

Gestützt auf solide Konjunkturerwartungen, eine gut laufende Berichtssaison und eine weiterhin attraktive Bewertung rechnet das Bankhaus bei Aktien aus den entwickelten Industrieländern in diesem Jahr mit einer Rendite jenseits von 6 Prozent. Nachdem negative Überraschungen wie der Brexit-Entscheid oder die Trump-Wahl den Aktien zuletzt schon nicht viel anhaben konnten, sieht Edler kaum Gefahr für einen größeren Einbruch. Angst und Bange ist ihm daher auch nicht vor der zweiten Wahlrunde in Frankreich.

Regional präferieren die Experten von Sal. Oppenheim ein Engagement in Europa, wo die Marktbewertungen noch Aufholpotenzial gegenüber den USA hätten. Den Dax erwartet das Bankhaus binnen 12 Monaten bei 12 900 Punkten, bei anderen europäischen Indizes jedoch wird noch etwas mehr Potenzial gesehen. Laut Edler kann der EuroStoxx dabei von seiner bankenlastigen Gewichtung profitieren. Finanzwerte sieht der Experte als Profiteur von Spekulationen auf die Zinswende./tih/ag

26.04.2017

AKTIE IM FOKUS: Übernahmeofferte lässt Aktionäre von Epigenomics jubeln

FRANKFURT (dpa-AFX) - Das Übernahmeangebot des chinesischen Investors CFIC für Epigenomics hat die Aktien des Berliner Biotech-Unternehmens am Mittwoch auf den höchsten Stand seit 2014 katapultiert. Die in Hongkong ansässige Beteiligungsgesellschaft Cathay Fortune International Company (CFIC) bietet 7,52 Euro je Aktie in bar oder insgesamt 171 Millionen Euro.

Die Papiere des Berliner Unternehmens schnellten daraufhin um 43,84 Prozent auf 7,12 Euro hoch. Damit kosteten sie soviel wie zuletzt vor knapp drei Jahren. Anfang 2016 waren die Aktien noch für weniger als 2 Euro zu haben gewesen.

"Das ist eine starke Prämie zum gestrigen Schlusskurs", kommentierte Analyst Simon Scholes vom Finanzdienstleiter First Berlin die Höhe der Offerte. Er rät Anlegern, das Gebot anzunehmen, das knapp 52 Prozent über dem Vortagesschluss liegt.

Scholes vermutet hinter diesem Coup, dass die Chinesen für Epi proColon nicht nur in den USA große Chancen wittern, sondern auch in ihrem Heimatland. Epi proColon ist das wichtigste Produkt von Epigenomics. Der Bluttest zur Früherkennung von Darmkrebs wurde vor rund einem Jahr in den USA zugelassen und wird inzwischen auch in China vermarktet.

CFIC ist bei Epigenomics keine Unbekannte: Im vergangenen November zeichnete die Gesellschaft eine Kapitalerhöhung und beteiligte sich so mit rund 2 Prozent. Ein weiterer strategischer Partner der Berliner ist Biochain, das laut Unternehmensangaben 9,3 Prozent hält. Biochain soll über die Tochtergesellschaft von FCIC, die Epigenomics übernimmt, an dem Biotech-Unternehmen beteiligt bleiben./ck/mis/ag

26.04.2017

ANALYSE-FLASH: Warburg Research hebt Stabilus auf 'Buy' und Ziel auf 70 Euro

HAMBURG (dpa-AFX Broker) - Das Analysehaus Warburg Research hat Stabilus vor Zahlen für das zweite Geschäftsquartal 2016/17 von "Hold" auf "Buy" hochgestuft und das Kursziel von 60 auf 70 Euro angehoben. Analyst Alexander Wahl hält einer Erhöhung des Margenausblicks durch den Autozielieferer für nahezu sicher. Umsatz und bereinigtes operatives Ergebnis (Ebit) dürften deutlich gestiegen sein, schrieb der Experte in einer Studie vom Mittwoch./mis/ag

26.04.2017

ANALYSE-FLASH: Baader Bank senkt Ziel für Aurelius auf 58,90 Euro - 'Buy'

MÜNCHEN (dpa-AFX) - Die Baader Bank hat das Kursziel für Aurelius von 60,90 auf 58,90 Euro gesenkt, aber die Einstufung auf "Buy" belassen. Der angekündigte Verkauf der Beteiligung am Kompressorhersteller Secop sollte das Anlegervertrauen wiederherstellen, schrieb Analyst Tim Dawson in einer Studie vom Mittwoch. Das neue Kursziel reflektiere die erwartete Zahlung einer Sonderdividende von 2 Euro je Aktie./edh/zb

26.04.2017

ANALYSE-FLASH: Barclays senkt Ziel für Rocket Internet - 'Overweight'

LONDON (dpa-AFX Broker) - Die britische Investmentbank Barclays hat das Kursziel für Rocket Internet nach Jahreszahlen von 24,80 auf 24,15 Euro gesenkt, die Einstufung aber auf "Overweight" belassen. Analyst Andrew Ross änderte in einer Studie vom Mittwoch seine Prognosen nur leicht. Wesentlich sei, dass die Berliner Start-up-Fabrik in diesem Jahr eine ihrer Beteiligungen an die Börse bringe. Mögliche Kandidaten seien der Essenszusteller Delivery Hero ("Lieferheld") und der Kochboxen-Lieferant HelloFresh./la/ag

dpa-AFX STIMMUNGSINDIKATOR

Der dpa-AFX-Stimmungsindikator misst das Verhältnis von Hoch- zu Abstufungen der Dax-Werte (Basis: 30-Tage-Durchschnitt). Ein Wert von 50 sagt aus, dass sich Hoch- und Abstufungen die Waage halten. Die Grafik zeigt den Indikator im Verhältnis zur DAX-Kurve.

End-of-Day-DAX-Kursdaten Quelle: vwd GmbH

dpa-AFX Analyser