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NEW YORK (dpa-AFX) - Nach erneut starken Kursschwankungen haben die US-Börse am Mittwoch mit Gewinnen geschlossen. Unmittelbar vor den mit großer Spannung erwarteten Zollankündigungen von US-Präsident Donald Trump war die Tendenz freundlich. Der Leitindex Dow Jones Industrial stieg um 0,56 Prozent auf 42.225,32 Punkte. Allerdings könnten nach der Rede Trumps die Karten an den Finanzmärkten neu gemischt werden.

Angesichts der Unsicherheiten rund um Importzölle, Handelskonflikte und deren Folgen für die weltweite Konjunktur setzten Investoren erneut auch auf Staatsanleihen. Zehnjährige US-Papiere erreichten zur Wochenmitte zwischenzeitlich den höchsten Stand seit Oktober vergangenen Jahres.

An den Aktienbörsen schloss der marktbreite S&P 500 0,67 Prozent höher bei 5.670,97 Zählern. Der vorwiegend von Technologiekonzernen dominierte Nasdaq 100 beendete den Handel mit einem Gewinn von 0,75 Prozent auf 19.581,78 Punkte.

Die schon seit Tagen heftigen Schwankungen innerhalb einer Sitzung dürften Ausdruck der großen Nervosität und Unsicherheit von Investoren sein. Die Lage bleibe "höchst angespannt", kommentierte Analyst Maximilian Wienke vom Broker Etoro. "Niemand möchte einsteigen, solange die Gefahr besteht, ins fallende Messer zu greifen."

Trump will die neuen Zölle während einer Veranstaltung im Rosengarten des Weißen Hauses nach US-Börsenschluss bekanntgeben und spricht mit Blick auf dieses Vorhaben vom "Liberation Day", dem "Tag der Befreiung" der Vereinigten Staaten. Ob dies aber wirklich so sein wird oder ob es "der Sturz in die Rezession ist, wird sich noch zeigen", wie Investmentanalyst Henning Oligmüller von der Landesbank Baden-Württemberg kommentiert. Auch Mitglieder der US-Notenbank Fed äußern sich kritisch. So sagt etwa der Chef der Notenbank von Richmond, Thomas Barkin: "Zölle könnten sowohl die Inflation als auch die Arbeitslosigkeit in einem Käfig-Match zwischen Verbrauchern und Unternehmen erhöhen."

Eine beachtliche Kehrtwende vollzog am Mittwoch der Kurs der Tesla-Aktien . Überraschend schwache Produktions- und Lieferzahlen des E-Autoherstellers zum Jahresauftakt hatten die Papiere zu Handelsbeginn um mehr als sechs Prozent absacken lassen. Im Verlauf des Handels drehten sie jedoch ins Plus und beendeten den Handel mit plus 5,3 Prozent.

Auslöser dieses Anstiegs waren Medienberichte, wonach Chef Elon Musk seinen Beraterposten bei der US-Regierung aufgibt. US-Präsident Donald Trump hat demnach angedeutet, dass Musk möglicherweise bald eine geringere Rolle in seiner Regierung spielen könnte. Wie das Magazin "Politico" und der Sender ABC News unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen berichteten, habe Trump entsprechende Hinweise gegenüber engen Beratern gegeben.

Aktien von Amazon gewannen 2 Prozent. Der weltgrößte Online-Händler hat laut "Wall Street Journal" Interesse am Kauf von Tiktok angemeldet. Amazon habe das Angebot in einem Brief an Vizepräsident J.D. Vance und Handelsminister Howard Lutnick unterbreitet, schrieb die Zeitung unter Berufung auf informierte Personen.

Die Papiere des Finanzdienstleisters Rocket Companies schnellten um 10 Prozent nach oben. Die Deutsche Bank hat den Kauf der Aktien empfohlen./bek/he

--- Von Benjamin Krieger, dpa-AFX ---

NEW YORK (dpa-AFX) - Nach erneut starken Kursschwankungen haben die US-Börse am Mittwoch mit Gewinnen geschlossen. Unmittelbar vor den mit großer Spannung erwarteten Zollankündigungen von US-Präsident Donald Trump war die Tendenz freundlich. Der Leitindex Dow Jones Industrial stieg um 0,56 Prozent auf 42.225,32 Punkte. Allerdings könnten nach der Rede Trumps die Karten an den Finanzmärkten neu gemischt werden.

Angesichts der Unsicherheiten rund um Importzölle, Handelskonflikte und deren Folgen für die weltweite Konjunktur setzten Investoren erneut auch auf Staatsanleihen. Zehnjährige US-Papiere erreichten zur Wochenmitte zwischenzeitlich den höchsten Stand seit Oktober vergangenen Jahres.

An den Aktienbörsen schloss der marktbreite S&P 500 0,67 Prozent höher bei 5.670,97 Zählern. Der vorwiegend von Technologiekonzernen dominierte Nasdaq 100 beendete den Handel mit einem Gewinn von 0,75 Prozent auf 19.581,78 Punkte./bek/he

NEW YORK (dpa-AFX) - Nach anfänglichen Verluste an den US-Börsen haben die Kurse am Mittwoch wieder den Vorwärtsgang eingelegt. Der Leitindex Dow Jones Industrial stieg zuletzt um 0,3 Prozent auf 42.126 Punkte. Für Kursfantasie sorgten vor allem Medienberichte, wonach US-Präsident Donald Trump einen Rückzug seines Beraters und Tech-Milliardärs Elon Musk angedeutet hat.

Das bescherte der Tesla-Aktie eine beachtliche Kehrtwende. Anfangs hatten überraschend schwache Produktions- und Lieferzahlen des E-Autoherstellers zum Jahresauftakt die Papiere noch um mehr als 6 Prozent absacken lassen. Im Verlauf des Handels drehten sie jedoch ins Plus und bauten die Gewinne bis auf 6 Prozent aus. Auslöser dieses Anstiegs waren Medienberichte, wonach Chef Elon Musk bald eine geringere Rolle in Trumps Regierung spielen könnte.

Für den marktbreiten S&P 500 ging es am Mittwoch um 0,5 Prozent auf 5.660 Zähler nach oben. Der vorwiegend von Technologiekonzernen dominierte Nasdaq 100 gewann 0,7 Prozent auf 19.569 Punkte.

Trotz dieser Kursgewinne ist die Vorsicht unter Investoren ausgeprägt. Zwar hätten sich die US-Indizes zuletzt befestigt, doch die Lage bleibe "höchst angespannt", kommentierte Analyst Maximilian Wienke vom Broker Etoro. Die jüngste Kursstabilisierung sei wohl nur eine technische Gegenbewegung auf die hohen Verluste zuvor. "Niemand möchte einsteigen, solange die Gefahr besteht, ins fallende Messer zu greifen."

Trump will die neuen Zölle während einer Veranstaltung im Rosengarten des Weißen Hauses nach US-Börsen-Schluss bekanntgeben und spricht mit Blick auf dieses Vorhaben vom "Liberation Day", dem "Tag der Befreiung" der Vereinigten Staaten. Ob dies aber wirklich so sein wird oder ob es "der Sturz in die Rezession ist, wird sich noch zeigen", wie Investmentanalyst Henning Oligmüller von der Landesbank Baden-Württemberg kommentiert. Auch Mitglieder der US-Notenbank Fed äußern sich kritisch. So sagt etwa der Chef der Notenbank von Richmond, Thomas Barkin: "Zölle könnten sowohl die Inflation als auch die Arbeitslosigkeit in einem Käfig-Match zwischen Verbrauchern und Unternehmen erhöhen."

Aktien von Amazon gewannen 2,1 Prozent. Der weltweit größte Online-Händler hat laut "Wall Street Journal" Interesse am Kauf von Tiktok angemeldet. Amazon habe das Angebot in einem Brief an Vizepräsident J.D. Vance und Handelsminister Howard Lutnick unterbreitet, schrieb die Zeitung unter Berufung auf informierte Personen.

Die Papiere des Finanzdienstleisters Rocket Companies schnellten um 12 Prozent nach oben. Die Deutsche Bank hat den Kauf der Aktien empfohlen./bek/he

FRANKFURT (dpa-AFX) - Vor der erwarteten Zollankündigung von US-Präsident Donald Trump haben sich die Anleger am deutschen Aktienmarkt am Mittwoch zurückgezogen. Der Dax verringerte im späten Handel seine zuvor deutlichen Verluste im Zuge einer moderaten Erholung an der Wall Street. Der Leitindex schloss mit einem Minus von 0,66 Prozent bei 22.390,84 Punkten. Der MDax der mittelgroßen Unternehmen verlor letztlich 0,71 Prozent auf 27.494,40 Zähler.

Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 ging es am Ende um 0,3 Prozent auf 5.304 Punkte abwärts. Außerhalb der Eurozone büßte der Zürcher SMI 0,8 Prozent ein und der Londoner FTSE 100 0,3 Prozent. In den USA legte der Dow Jones Industrial nach einem schwächeren Start zuletzt um 0,1 Prozent zu. Der technologielastige Nasdaq 100 gewann 0,5 Prozent.

Laut Commerzbank wird darüber spekuliert, ob die USA einen pauschalen Gegenzoll auf alle Handelspartner, einen pauschalen Zoll auf bestimmte Länder oder von Land zu Land unterschiedliche Zollsätze erheben werden. Trump will die neuen Zölle bei einer Veranstaltung im Rosengarten des Weißen Hauses um 16 Uhr Ortszeit (22 Uhr deutscher Zeit) bekanntgeben.

Die Märkte hofften auf Klarheit, doch die Gefahr eines weiteren Unsicherheitssturms bleibe real, schrieben die Börsen-Experten von Index Radar. "Trump dürfte sich zunächst maximalen Verhandlungsspielraum sichern, indem er hohe Zölle als Drohkulisse aufbaut." Entscheidend werde jedoch sein, ob er zugleich Gesprächsbereitschaft signalisiere - oder den globalen Handelskonflikt weiter eskalieren lasse.

Aktien aus der Gesundheitsbranche standen unter hohem Abgabedruck, weil Trump auch auf Arzneimittel und medizinische Geräte Einfuhrzölle erheben könnte. Im Dax verloren Bayer als einer der schwächsten Werte 4,0 Prozent. Im MDax gerieten Carl Zeiss Meditec in den Abwärtssog mit einem Minus von 5,5 Prozent.

Der Online-Gebrauchtwagenhändler Auto1 verzeichnete 2024 erstmals unter dem Strich einen Gewinn. Den Anlegern war diese Nachricht offenbar aber nicht gut genug, denn die Aktien endeten 1,8 Prozent tiefer.

Continental erholten sich von zwischenzeitlich deutlichen Verlusten und gingen mit einem Minus von 0,5 Prozent aus dem Handel. Sie reagierten auf Signale des Reifenherstellers und Autozulieferers zur Geschäftsentwicklung im ersten Quartal. Conti wies auf die zuletzt schwierigen Bedingungen in der Automobilbranche hin.

Ein Bußgeld gegen DWS wegen "Greenwashing" sorgte bei den Papieren der Fondsgesellschaft für einen Kursabschlag von 1,2 Prozent.

Norma Group sackten um 7,4 Prozent ab. Die Privatbank Quirin hatte zum Verkauf der Titel des Verbindungstechnik-Spezialisten geraten.

Nordex legten gegen den schwachen Trend am Gesamtmarkt um 3,3 Prozent zu. Aufträge aus der Türkei stützten die Titel des Windturbinenherstellers./edh/he

FRANKFURT (dpa-AFX) - Vor der erwarteten Zollankündigung von US-Präsident Donald Trump haben sich die Anleger am deutschen Aktienmarkt am Mittwoch zurückgezogen. Der Dax verringerte im späten Handel seine zuvor deutlichen Verluste im Zuge einer moderaten Erholung an der Wall Street. Der Leitindex schloss mit einem Minus von 0,66 Prozent bei 22.390,84 Punkten. Der MDax der mittelgroßen Unternehmen verlor letztlich 0,71 Prozent auf 27.494,40 Zähler.

Laut der Commerzbank wird darüber spekuliert, ob die USA einen pauschalen Gegenzoll auf alle Handelspartner, einen pauschalen Zoll auf bestimmte Länder oder von Land zu Land unterschiedliche Zollsätze erheben werden. Trump will die neuen Zölle bei einer Veranstaltung im Rosengarten des Weißen Hauses um 16 Uhr Ortszeit (22 Uhr deutscher Zeit) bekanntgeben.

Die Märkte hofften auf Klarheit, doch die Gefahr eines weiteren Unsicherheitssturms bleibe real, schrieben die Börsen-Experten von Index Radar. "Trump dürfte sich zunächst maximalen Verhandlungsspielraum sichern, indem er hohe Zölle als Drohkulisse aufbaut." Entscheidend werde jedoch sein, ob er zugleich Gesprächsbereitschaft signalisiere - oder den globalen Handelskonflikt weiter eskalieren lasse./edh/he

NEW YORK (dpa-AFX) - Am Tag der umfassenden Zollbekanntgabe durch Präsident Donald Trump herrscht unverändert große Unsicherheit an den US-Börsen. Anleger warten ab, welche neuen Maßnahmen Trump am Mittwoch nach Börsenschluss ankündigt. Der Leitindex Dow Jones Industrial , der am Vortag auf der Stelle getreten war, verlor im frühen Handel 0,3 Prozent auf 41.867 Punkte.

Zwar hätten sich die US-Indizes in den vergangenen zwei Handelstagen stabilisiert, doch die Lage bleibe "höchst angespannt", kommentierte Analyst Maximilian Wienke vom Broker Etoro. Die jüngste Kursstabilisierung sei wohl nur eine technische Gegenbewegung auf die hohen Verluste zuvor. "Niemand möchte einsteigen, solange die Gefahr besteht, ins fallende Messer zu greifen."

Für den marktbreiten S&P 500 ging es um 0,3 Prozent auf 5.615 Zähler nach unten. Der vorwiegend von Technologiekonzernen dominierte Nasdaq 100 verlor ebenfalls 0,3 Prozent auf 19.388 Punkte.

Trump will die neuen Zölle während einer Veranstaltung im Rosengarten des Weißen Hauses nach dem US-Börsen-Schluss bekanntgeben und spricht mit Blick auf dieses Vorhaben vom "Liberation Day", dem "Tag der Befreiung" der USA. Ob dem aber wirklich so sein werde oder ob es "der Sturz in die Rezession ist, wird sich noch zeigen", wie Investmentanalyst Henning Oligmüller von der Landesbank Baden-Württemberg kommentiert. Auch Mitglieder der US-Notenbank Fed äußern sich kritisch. So sagt etwa der Chef der Notenbank von Richmond, Thomas Barkin: "Zölle könnten sowohl die Inflation als auch die Arbeitslosigkeit in einem Käfig-Match zwischen Verbrauchern und Unternehmen erhöhen."

Überraschend schwache Produktions- und Auslieferungszahlen von Tesla im ersten Quartal setzten den Kurs der Aktie am Mittwoch unter Druck. Sie fiel um 3 Prozent. Nach heftigen Verlusten vom Rekordhoch Mitte Dezember bis Mitte März hatte sie zuletzt um die Marke von 275 Dollar stark geschwankt. In ihrem Sog büßten am Mittwoch die Papiere des E-Autoherstellers Rivian Automotive 4 Prozent ein.

Die Papiere des Finanzdienstleisters Rocket Companies legten um 10 Prozent zu. Die Deutsche Bank hat den Kauf der Aktien empfohlen./bek/he

NEW YORK (dpa-AFX) - Am Tag der umfassenden Zollbekanntgabe durch Präsident Donald Trump herrscht unverändert große Unsicherheit an den US-Börsen. Anleger warten ab, welche neuen Maßnahmen er am Mittwoch nach Börsenschluss ankündigt. Der Leitindex Dow Jones Industrial , der am Vortag auf der Stelle getreten war, verlor im frühen Handel 0,4 Prozent auf 41.835 Punkte.

Zwar hätten sich die US-Indizes in den vergangenen zwei Handelstagen stabilisiert, doch die Lage bleibe "höchst angespannt", kommentierte Analyst Maximilian Wienke vom Broker Etoro. Die jüngste Kursstabilisierung sei wohl nur eine technische Gegenbewegung auf die hohen Verluste zuvor. "Niemand möchte einsteigen, solange die Gefahr besteht, ins fallende Messer zu greifen."

Für den marktbreiten S&P 500 ging es um 0,5 Prozent auf 5.606 Zähler nach unten. Der vorwiegend von Technologiekonzernen dominierte Nasdaq 100 verlor 0,6 Prozent auf 19.329 Punkte./bek/he

NEW YORK (dpa-AFX) - Am Tag der umfassenden Zollbekanntgabe durch US-Präsident Donald Trump herrscht Unsicherheit am US-Aktienmarkt. Anleger warten lieber ab, was für neue Zölle Trump ankündigen wird und wie hoch sie sein werden. "Zwar haben sich die US-Indizes in den letzten zwei Handelstagen erholt, doch die Lage bleibt höchst angespannt", kommentiert Marktanalyst Maximilian Wienke vom Broker Toro. Die jüngsten Kursstabilisierungen sieht er vorerst nur als eine technische Gegenbewegung. "Niemand möchte einsteigen, solange die Gefahr besteht, ins fallende Messer zu greifen."

Rund eine Stunde vor Handelsbeginn taxiert der Broker IG den Leitindex Dow Jones Industrial 0,7 Prozent tiefer auf 41.702 Punkte. Der überwiegend mit Technologiewerten bestückte Nasdaq 100 dürfte 1,1 Prozent tiefer mit 19.218 Punkten starten.

Trump will die neuen Zölle während einer Veranstaltung im Rosengarten des Weißen Hauses nach dem US-Börsen-Schluss bekanntgeben und spricht mit Blick auf dieses Vorhaben vom "Liberation Day", dem "Tag der Befreiung" der USA. Ob dem aber wirklich so sein werde oder ob es "der Sturz in die Rezession ist, wird sich noch zeigen", wie Investmentanalyst Henning Oligmüller von der Landesbank Baden-Württemberg kommentiert. Auch Mitglieder der US-Notenbank Fed äußern sich kritisch. So sagt etwa der Chef der Notenbank von Richmond, Thomas Barkin: "Zölle könnten sowohl die Inflation als auch die Arbeitslosigkeit in einem Käfig-Match zwischen Verbrauchern und Unternehmen erhöhen."

Neben den Inflationsdaten gilt daher auch den Arbeitsmarktdaten besondere Aufmerksamkeit. Bevor am Freitag der monatliche Bericht für März veröffentlicht wird, wurden am Mittwoch zunächst den ADP-Daten veröffentlicht. Diese ergaben, dass die Privatwirtschaft im März deutlich mehr Arbeitsplätze schuf als prognostiziert. Im Februar noch hatten die Zahlen des Arbeitsmarktdienstleisters ADP herb enttäuscht.

In den Blick könnten außerdem die Auftragseingänge der US-Industrie im Februar rücken, die kurz nach dem Handelsstart veröffentlicht werden und die einen Rückgang signalisieren dürften.

Unter den Einzelwerten zeigen sich alle zu den "Glorreichen Sieben" zählenden Unternehmen vorbörslich im Minus. Den deutlichsten Verlust verbucht unter den sieben größten und bedeutendsten Tech-Werten die Aktie des Elektroautobauers Tesla mit 2,6 Prozent. Doch auch Alphabet , Amazon Apple , Meta , Microsoft und Nvidia geben nach.

Tesla dürfte noch vor dem Börsenstart Absatzzahlen vorlegen, die angesichts der zahlreichen Proteste gegen das Gebaren von Tesla-Chef Elon Musk an der Seite von Donald Trump besonders im Fokus stehen.

Ncino sacken vor dem Handelsstart um 34 Prozent ab, denn das Finanztech- und Bankensoftware-Unternehmen meldete für das vierte Geschäftsquartal (Ende Januar) ein Ergebnis je Aktie, das die Erwartungen am Markt deutlich verfehlte.

Für die Anteile des konservativen Medienunternehmens Newsmax geht es vorbörslich um 18 Prozent abwärts. Allerdings: Seit dem Börsengang am Montag hat die Aktie eine unglaubliche Rally hingelegt und ist in nur zwei Tagen um gut 2.200 Prozent nach oben gesprungen.

Doch auch einige Kursgewinner gibt es vorbörslich. TTEC Holdings steigen um knapp 29 Prozent auf 4,21 US-Dollar, nachdem der IT-Dienstleister seine Offenheit für Gespräche über die Offerte von Vorstandschef Kenneth Tuchman bekundete. Dieser will die restlichen Aktien an TTEC, die er und seine Partner noch nicht besitzen, zu 6,85 US-Dollar pro Aktie kaufen.

Nachdem sich tags zuvor Jefferies negativer über amerikanische Fluggesellschaften geäußert und dabei das Kursziel für die weiter mit "Buy" bewertete United Airlines deutlich senkt hatte, folgte nun ein kritischerer Kommentar von Raymond James. Das Analysehaus senkte das Anlageurteil für diese Aktie auf "Market Perform"./ck/mis

FRANKFURT (dpa-AFX) - Vor der erwarteten Zollankündigung von US-Präsident Donald Trump haben sich die Anleger am deutschen Aktienmarkt zur Wochenmitte zurückgezogen. Die kräftige Erholung am Vortag verpuffte, die Sorgen wegen drohender Zölle werden größer. Am Nachmittag weitete der Leitindex Dax die Verluste auf 1,64 Prozent auf 22.170 Zähler aus.

Der MDax der mittelgroßen Unternehmen sank um 1,72 Prozent auf 27.216 Punkte. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 verlor 1,1 Prozent.

Laut der Commerzbank wird darüber spekuliert, ob die USA einen pauschalen Gegenzoll auf alle Handelspartner, einen pauschalen Zoll auf bestimmte Länder oder von Land zu Land unterschiedliche Zollsätze erheben werden. Trump will die neuen Zölle bei einer Veranstaltung im Rosengarten des Weißen Hauses um 16 Uhr Ortszeit (22 Uhr deutscher Zeit) bekanntgeben.

Die Märkte hofften auf Klarheit, doch die Gefahr eines weiteren Unsicherheitssturms bleibe real, schrieben die Börsen-Experten von Index Radar. "Trump dürfte sich zunächst maximalen Verhandlungsspielraum sichern, indem er hohe Zölle als Drohkulisse aufbaut." Entscheidend werde jedoch sein, ob er zugleich Gesprächsbereitschaft signalisiere - oder den globalen Handelskonflikt weiter eskalieren lasse.

Aktien aus der Gesundheitsbranche standen unter hohem Abgabedruck, weil Trump auch auf Arzneimittel und medizinische Geräte Einfuhrzölle erheben könnte. Im Dax waren Bayer hinten mit Abschlägen von über 4 Prozent. Im MDax gerieten Carl Zeiss Meditec in den Abwärtssog mit einem Minus von mehr als 6 Prozent. Der europäische Pharmasektor büßte fast 2 Prozent ein.

Der Online-Gebrauchtwagenhändler Auto1 verzeichnete 2024 erstmals einen Gewinn unter dem Strich. Vorbörslich im Plus, rutschten die Aktien im Xetra-Handel unter die 50-Tage-Linie für den mittelfristigen Trend und brachen zuletzt um gut 3 Prozent ein.

Continental verbuchten Verluste von 2,5 Prozent nach Signalen des Autozulieferers vor dem anstehenden Quartalsbericht.

Ein Bußgeld gegen die DWS wegen Greenwashing sorgte bei den Papieren des Vermögensverwalters für Kursverluste von 2 Prozent.

Norma Group sackten um 6 Prozent ab. Die Privatbank Quirin hatte die Titel des Verbindungstechnikherstellers auf "Sell" abgestuft.

Nordex legten gegen den schwachen Trend am Gesamtmarkt um 3 Prozent zu. Aufträge aus der Türkei stützten die Titel des Windturbinenherstellers./ajx/stk

PARIS/LONDON/ZÜRICH (dpa-AFX) - Europas wichtigste Aktienmärkte haben am Mittwoch wieder nachgegeben. Damit machte sich nach der Erholung am Vortag wieder Vorsicht an den Märkten bemerkbar angesichts der am Abend anstehenden US-Zollankündigungen.

Der EuroStoxx 50 sank am Mittag um 0,45 Prozent auf 5.296,57 Punkte. Außerhalb des Euroraums war das Bild ähnlich. Der Schweizer SMI sank um 0,66 Prozent auf 12.602,42 Punkte. Mit dem britischen FTSE 100 ging es um 0,64 Prozent auf 8.579,19 Punkte nach unten.

Am Abend wird US-Präsident Donald Trump seine neuen Zollpläne verkünden. "Unsere Einschätzung: Trump dürfte sich zunächst maximalen Verhandlungsspielraum sichern, indem er hohe Zölle als Drohkulisse aufbaut", hieß es in einer Einschätzung von Index Radar. "Entscheidend wird jedoch sein, ob er zugleich Gesprächsbereitschaft signalisiert - oder den globalen Handelskonflikt weiter eskalieren lässt." Entsprechend hoch war die Unsicherheit. "Kein Anleger will dann auf dem falschen Fuß erwischt werden", betonte Kapitalmarktstratege Jürgen Molnar vom Broker RoboMarkets.

Die am Vortag noch starken Pharmawerte standen wieder unter Druck. Novo Nordisk vielen nach der Zwischenerholung um 2,8 Prozent. Ausnahme waren Grifols. Der Wert reagierte damit auf einen Medienbericht. Die spanische Zeitung "El Confidencial" hatte unter Berufung auf nicht genauer genannte Quellen geschrieben, Brookfield Asset Management habe die Übernahmegespräche mit Grifols wieder aufgenommen.

Im Bankensektor lagen BNP Paribas und Societe Generale mit rund zwei Prozent im Minus. Die Investmentbank Kepler Cheuvreux hatte die Aktien der französischen Banken nach ihrem guten Lauf abgestuft. Analyst Jacques-Henri Gaulard strich seine Kaufempfehlung für die SocGen und votierte in seiner am Neubewertung nur noch mit "Hold". Die Aktien seien inzwischen zu nah an sein unverändertes Kursziel von 43,90 Euro herangerückt, so der Experte. Bei der BNP votiert er nun mit "Reduce". Die Ziele der Bank für 2026 hält er für wenig inspirierend, die selbst gesteckte Hürde bis 2030 für zu hoch.

Besser hielten sich dagegen die defensiven Versorger sowie Nahrungs- und Genussmittel. Letztere profitierten von den Gewinnen der Hersteller alkoholischer Getränke. Die Privatbank Berenberg hatte die Bewertung der Aktien von Pernod Ricard beim Kursziel von 114 Euro mit "Buy" aufgenommen. Der zunehmende Fokus auf fiskalische Defizite und ein geringeres nominales Wirtschaftswachstum dürften dem Getränkesektor zugutekommen, schrieb Analyst Javier Gonzalez Lastra. Sein bevorzugter Biertitel ist Heineken. Doch auch AB Inbev hätten Potenzial. Im Spirituosenbereich bevorzugt der Experte Diageo und Pernod Ricard. Sämtliche Werte lagen gegen den Markt im Plus./mf/mis

CHARKIW (dpa-AFX) - Die ostukrainische Großstadt Charkiw ist in der Nacht erneut Ziel eines schweren russischen Angriffs mit Kampfdrohnen geworden. Binnen 40 Minuten hätten 14 Drohnen die Stadt attackiert, schrieb Bürgermeister Ihor Terechow auf Telegram.

Er berichtete von Einschlägen an fünf verschiedenen Orten und Schäden an Wohnhäusern. Vorläufig gebe es keine Berichte über Verletzte. Nach Angaben von Gebietsgouverneur Oleh Synjehubow war es die zweite große Angriffswelle auf Charkiw an einem Tag. Auch über anderen Teilen der Ostukraine wurden Drohnen geortet.

In der Nacht auf Montag hatte die Ukraine erstmals in diesem Jahr nicht unter nächtlichen russischen Drohnenangriffe zu leiden gehabt. Doch in der Nacht auf Dienstag setzte die russische Armee die gefährlichen Fluggeräte wieder ein. Die Ukraine verteidigt sich seit drei Jahren gegen eine russische Invasion./fko/DP/he

(Aktualisierung: Weitere Details im 10. Absatz. Tippfehler und Übersetzung im 7. Absatz behoben.)

WASHINGTON (dpa-AFX) - US-Präsident Donald Trump hat nach übereinstimmenden Medienberichten angedeutet, dass Tech-Milliardär Elon Musk möglicherweise bald eine geringere Rolle in seiner Regierung spielen könnte. Wie das Magazin "Politico" und der Sender ABC News unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen berichteten, habe Trump entsprechende Hinweise gegenüber engen Beratern gegeben. Was ein möglicher Rückzug Musks konkret bedeuten würde, ist allerdings vollkommen offen.

Zwar sei Trump weiterhin mit Musks Arbeit zufrieden, heißt es bei "Politico". Dennoch hätten sich die beiden in den vergangenen Tagen darauf verständigt, dass es für den Unternehmer "bald an der Zeit" sei, sich wieder stärker seinen Firmen zu widmen - und künftig nur noch eine unterstützende Rolle einzunehmen.

Ein ranghoher Regierungsvertreter betonte dem Bericht zufolge jedoch, Musk werde voraussichtlich weiterhin als informeller Berater fungieren und dem Umfeld des Weißen Hauses erhalten bleiben. Ein anderer warnte demnach, dass jeder, der glaube, Musk werde völlig aus Trumps Umfeld verschwinden, sich selbst etwas vormache.

Bereits zu Wochenbeginn hatte sich Trump ähnlich geäußert: Auf Nachfrage eines Journalisten sagte er in Washington, Musk wolle "irgendwann" zu seinen Unternehmen zurückkehren. "Er will es", so Trump. "Ich würde ihn so lange behalten, wie ich ihn behalten kann."

Musk als politisches Risiko?

Gleichzeitig mehren sich "Politico" zufolge Spekulationen über wachsenden Unmut rund um Musk - sowohl innerhalb der Regierung als auch unter externen Unterstützern. Demnach sehen manche den Milliardär zunehmend als politisches Risiko.

Deutlich könnte das diese Woche in Wisconsin geworden sein. Erstmals seit Trumps Wahlsieg gelang den Demokraten dort wieder ein bedeutender Erfolg. Bei der Nachwahl für einen Sitz am Obersten Gerichtshof des Bundesstaats setzte sich eine von den Demokraten unterstützte Kandidatin durch - gegen einen konservativen Bewerber, den Musk großzügig finanziell unterstützt hatte. Das Rennen galt deshalb auch als inoffizielles Referendum über Trumps Regierungskurs

- und über Musks Rolle als dessen Vertrauter.

Das Weiße Haus wies den "Politico"-Bericht entschieden zurück. Regierungssprecherin Karoline Leavitt nannte die Darstellungen "Müll". Sowohl Musk als auch Trump hätten öffentlich erklärt, dass der Tech-Milliardär "aus dem öffentlichen Dienst als besonderer Regierungsbeschäftigter ausscheiden" werde, sobald seine "unglaubliche Arbeit" abgeschlossen sei.

Tatsächlicher Einflussbereich von Musk völlig unklar

Musk ist eine Schlüsselfigur in Trumps Vorhaben, die Staatsausgaben radikal zu senken. Der Tech-Milliardär hatte den Republikaner im Wahlkampf mit hohen Millionensummen unterstützt. Als Präsident betraute Trump ihn dann damit, die Verwaltungsreform voranzutreiben - organisiert über das dem Weißen Haus angegliederte "Department of Government Efficiency" (Doge).

Trump soll Musk dafür weitreichende Befugnisse eingeräumt haben - teilweise auf juristisch fragwürdiger Grundlage. Laut Weißem Haus hat Musk den Status eines "besonderen Regierungsbeschäftigten", was ihm erlaubt, maximal 130 Tage pro Jahr für die Regierung tätig zu sein. Welche Aufgaben er tatsächlich übernimmt - und ob er sich überhaupt an die formalen Grenzen seines Beraterstatus hält - ist allerdings völlig unklar.

Die formale 130-Tage-Frist würde laut "Politico" und ABC News irgendwann zwischen Ende Mai und Anfang Juni ablaufen. Bei ABC News hieß es ähnlich wie bei "Politico", es kursierten Gerüchte, wonach das Weiße Haus versuchen könne, Musk danach anderweitig in die Regierungsgeschäfte einzubinden.

Wirtschaftlicher Faktor für Musk?

Sowohl das Doge als auch Musks Einfluss auf die Regierung stehen inzwischen im Fokus zahlreicher Klagen. Kritiker werfen dem Unternehmer vor, seine wirtschaftlichen Eigeninteressen - als Chef von Tesla, SpaceX und X - in seine Regierungsarbeit einfließen zu lassen.

Gleichzeitig gerät auch Musks wirtschaftliche Basis unter Druck. Es ist vor allem seine Beteiligung an Tesla, die ihn zum mit Abstand reichsten Menschen der Welt macht - jedenfalls auf dem Papier. Die Auslieferungen des Elektrobauers sanken zuletzt deutlich. Wie stark einzelne Gründe zu dem Rückgang beitrugen, ist schwer festzumachen. Nach den Medienberichten über Musks möglichen Rückzug drehte der Kurs ins Plus und legte zeitweise um rund fünf Prozent zu./gei/DP/he

NEW YORK (dpa-AFX) - Der Kurs des Euro hat am Mittwoch im späten New Yorker Devisenhandel die Gewinne ausgebaut. Zuletzt wurde die Gemeinschaftswährung mit 1,0857 US-Dollar gehandelt. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,0803 (Dienstag: 1,0788) Dollar festgesetzt. Der Dollar hatte damit 0,9256 (0,9269) Euro gekostet.

Am Devisenmarkt ist die Spannung vor der Ankündigung von Zöllen durch den US-Präsidenten Donald Trump groß, die am Nachmittag (Ortszeit) in den Vereinigten Staaten erwartet wird. Der Republikaner sprach in der Vergangenheit von wechselseitigen Zöllen. Bisher ist aber unklar, wie die künftigen US-Zölle aussehen werden, die auf importierte Waren erhoben werden. Entscheidend wird sein, wie hoch diese ausfallen werden und wann sie in Kraft treten./bek

MÜNCHEN (dpa-AFX) - Siemens übernimmt den Anbieter von Forschungs- und Entwicklungssoftware im Bereich Life Sciences Dotmatics. Der Kaufpreis liege bei 5,1 Milliarden US-Dollar teilten die Münchener am Mittwochabend mit. Zuvor hatte die Nachrichtenagentur Bloomberg entsprechend berichtet.

Die Übernahme erhöhe den ansprechbaren Markt für Industriesoftware um 11 Milliarden Dollar, hieß es in der Mitteilung weiter. Verkäufer des in Boston beheimateten Unternehmens ist der Investor Insight Partners. Dotmatics werde im Geschäftsjahr 2025 voraussichtlich einen Umsatz von mehr als 300 Millionen US-Dollar erwirtschaften und sei mit einer bereinigten Ebitda-Marge von über 40 Prozent hochprofitabel sowie Cashflow-positiv. Mittelfristig erwartet Siemens Umsatzsynergien von rund 100 Millionen US-Dollar pro Jahr, die sich langfristig auf über 500 Millionen US-Dollar pro Jahr steigern werden.

"Mit der Akquisition von Dotmatics stärken wir strategisch unsere Position im Bereich Life Sciences", sagte Siemens-Chef Roland Busch laut Mitteilung. Man schaffe damit ein weltweit führendes KI-gestütztes Software-Portfolio im Bereich Produktlebenszyklus als Teil von Siemens Xcelerator. Finanzchef Ralf Thomas zufolge wird die Finanzierung der Übernahme "in erster Linie durch den Verkauf von Anteilen an börsennotierten Unternehmen, einschließlich Siemens Healthineers , erfolgen".

Bei Anlegern sorgten die Neuigkeiten nicht für große Aufregung. Der Aktienkurs von Siemens legte auf der Handelsplattform Tradegate zuletzt um ein viertel Prozent im Vergleich zum Xetra-Schluss zu. Die Papiere von Siemens Healthineers und Siemens Energy gaben leicht nach./he/bek

NEW YORK (dpa-AFX) - Siemens befindet sich Kreisen zufolge unmittelbar vor der Übernahme von Dotmatics für fünf Milliarden US-Dollar. Das US-Unternehmen ist ein Software-Spezialist im Bereich Forschung und Entwicklung. Das Geschäft könnte noch an diesem Mittwoch verkündet werden, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf eine mit der Angelegenheit vertraute Person. Sprecher des Eigentümers Insight und von Siemens hätten sich dazu nicht äußern wollen.

Bei Anlegern sorgten die Neuigkeiten nicht für große Euphorie. Der Aktienkurs von Siemens legte auf der Handelsplattform Tradegate zuletzt um ein halbes Prozent im Vergleich zum Xetra-Schluss zu./he/bek

WASHINGTON (dpa-AFX) - US-Präsident Donald Trump hat nach übereinstimmenden Medienberichten angedeutet, dass Tech-Milliardär Elon Musk möglicherweise bald eine geringere Rolle in seiner Regierung spielen könnte. Wie das Magazin "Politico" und der Sender ABC News unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen berichteten, habe Trump entsprechende Hinweise gegenüber engen Beratern gegeben. Was ein möglicher Rückzug Musks konkret bedeuten würde, ist allerdings vollkommen offen.

Zwar sei Trump weiterhin mit Musks Arbeit zufrieden, heißt es bei "Politico". Dennoch hätten sich die beiden in den vergangenen Tagen darauf verständigt, dass es für den Unternehmer "bald an der Zeit" sei, sich wieder stärker seinen Firmen zu widmen - und künftig nur noch eine unterstützende Rolle einzunehmen.

Ein ranghoher Regierungsvertreter betonte dem Bericht zufolge jedoch, Musk werde voraussichtlich weiterhin als informeller Berater fungieren und dem Umfeld des Weißen Hauses erhalten bleiben. Ein anderer warnte demnach, dass jeder, der glaube, Musk werde völlig aus Trumps Umfeld verschwinden, sich selbst etwas vormache.

Bereits zu Wochenbeginn hatte sich Trump ähnlich geäußert: Auf Nachfrage eines Journalisten sagte er in Washington, Musk wolle "irgendwann" zu seinen Unternehmen zurückkehren. "Er will es", so Trump. "Ich würde ihn so lange behalten, wie ich ihn behalten kann."

Musk als politisches Risiko?

Gleichzeitig mehren sich "Politico" zufolge Spekulationen über wachsenden Unmut rund um Musk - sowohl innerhalb der Regierung als auch unter externen Unterstützern. Demnach sehen manche den Milliardär zunehmend als politisches Risiko.

Deutlich könnte das diese Woche in Wisconsin geworden sein. Erstmals seit Trumps Wahlsieg gelang den Demokraten dort wieder ein bedeutender Erfolg. Bei der Nachwahl für einen Sitz am Obersten Gerichtshof des Bundesstaats setzte sich eine von den Demokraten unterstützte Kandidatin durch - gegen einen konservativen Bewerber, den Musk großzügig finanziell unterstützt hatte. Das Rennen galt deshalb auch als inoffizielles Referendum über Trumps Regierungskurs

- und über Musks Rolle als dessen Vertrauter.

Das Weiße Haus wies den "Politico"-Berichte entschieden zurück. Regierungssprecherin Karoline Leavitt nannte die Darstellungen "Müll". Sowohl Musk als auch Trump hätten öffentlich erklärt, dass der Tech-Milliardär "aus dem öffentlichen Dienst als spezieller Regierungsangestellter ausscheiden" werde, sobald seine "unglaubliche Arbeit" abgeschlossen sei.

Tatsächlicher Einflussbereich von Musk völlig unklar

Musk ist eine Schlüsselfigur in Trumps Vorhaben, die Staatsausgaben radikal zu senken. Der Tech-Milliardär hatte den Republikaner im Wahlkampf mit hohen Millionensummen unterstützt. Als Präsident betraute Trump ihn dann damit, die Verwaltungsreform voranzutreiben - organisiert über das dem Weißen Haus angegliederte "Department of Government Efficiency" (Doge).

Trump soll Musk dafür weitreichende Befugnisse eingeräumt haben - teilweise auf juristisch fragwürdiger Grundlage. Laut Weißem Haus hat Musk den Status eines "besonderen Regierungsbeschäftigten", was ihm erlaubt, maximal 130 Tage pro Jahr für die Regierung tätig zu sein. Welche Aufgaben er tatsächlich übernimmt - und ob er sich überhaupt an die formalen Grenzen seines Beraterstatus hält - ist allerdings völlig unklar.

Wirtschaftlicher Faktor für Musk?

Sowohl das Doge als auch Musks Einfluss auf die Regierung stehen inzwischen im Fokus zahlreicher Klagen. Kritiker werfen dem Unternehmer vor, seine wirtschaftlichen Eigeninteressen - als Chef von Tesla , SpaceX und X - in seine Regierungsarbeit einfließen zu lassen.

Gleichzeitig gerät auch Musks wirtschaftliche Basis unter Druck. Es ist vor allem seine Beteiligung an Tesla, die ihn zum mit Abstand reichsten Menschen der Welt macht - jedenfalls auf dem Papier. Die Auslieferungen des Elektrobauers sanken zuletzt deutlich. Wie stark einzelne Gründe zu dem Rückgang beitrugen, ist schwer festzumachen. Nach den Medienberichten über Musks möglichen Rückzug drehte der Kurs ins Plus und legte zeitweise um rund fünf Prozent zu./gei/DP/he

COLOGNO MONZESE (dpa-AFX) - Der zum Berlusconi-Imperium zählende ProSiebenSat.1 -Großaktionär MediaForEurope (MFE) hat den Übernahmepreis für den deutschen Medienkonzern bekanntgegeben. Der gesetzliche Mindestpreis liege laut Bafin bei 5,74 Euro, teilte das Unternehmen am Mittwochabend mit. 4,47 Euro will MFE in bar entrichten, dazu kommen 0,4 neue A-Aktien.

Üblicherweise wird bei Übernahmen ein mehr oder weniger deutlicher Aufschlag auf den Aktienkurs geboten. Allerdings ist der Kurs bereits in den vergangenen Monaten, getrieben von Spekulationen über eine Übernahme durch MFE, deutlich gestiegen.

Daniel Kerven von der US-Bank JPMorgan hatte bei der Ankündigung der Pläne von MFE gesagt, dass die Offerte nicht auf große Akzeptanz stoßen werde. Die 30-Prozent-Hürde dürften die Italiener aber nehmen. Kerven rechnet mit "schleichender Kontrollübernahme" durch MFE.

Die Italiener hatten Ende März mitgeteilt, dass mit einem bestehenden Aktionär von ProSiebenSat.1 eine Vereinbarung über eine Annahme für einen Teil seiner Papiere abgeschlossen worden sei. Dadurch sei sichergestellt, dass MFE nach Abschluss des Übernahmeangebots in jedem Fall mehr als 30 Prozent des Grundkapitals von ProSiebenSat.1 halten werde. Bei Überschreiten dieser Schwelle wäre MFE ohnehin verpflichtet gewesen, ein Übernahmeangebot vorzulegen./he/bek

PARIS (dpa-AFX) - Frankreichs Außenminister Jean-Noël Barrot befürchtet eine militärische Konfrontation, wenn es nicht zu einem neuen Atomabkommen mit Teheran kommt. Der Iran treibe sein Atomprogramm ungeachtet zahlreicher Rückschläge in seinem Einflussbereich weiter in beispiellose Höhe, sagte Barrot in Paris. Frankreichs Bestreben sei unverändert, dass der Iran niemals in den Besitz von Atomwaffen gelangen dürfe.

"Unsere Priorität ist es, ein Abkommen zu erreichen, das das iranische Atomprogramm dauerhaft und überprüfbar einschränkt, das Zeitfenster ist eng", sagte Barrot. Es blieben nur noch wenige Monate, bis das 2015 geschlossene Abkommen auslaufe, in dem der Iran sich verpflichtete, sein Atomprogramm stark einzuschränken. "Im Falle eines Scheiterns wäre eine militärische Konfrontation fast unvermeidlich, was den sehr hohen Preis hätte, die Region sehr hart zu destabilisieren."

US-Präsident Donald Trump hatte kürzlich mit massiven Bombardierungen gedroht, sollte Teheran einem Abkommen zur Begrenzung seines Atomprogramms nicht zustimmen. Der Iran hatte gekontert, die Drohungen könnten erst recht zum Schutz des Landes Bestrebungen nach Atomwaffen fördern. Derzeit reichert der Iran Uran bis zu einem Reinheitsgrad von 60 Prozent an, für Atomwaffen werden Experten zufolge mehr als 90 Prozent benötigt./evs/DP/he

WASHINGTON (dpa-AFX) - Amazon hat laut einem Medienbericht sein Interesse am Kauf von Tiktok angemeldet. Der weltgrößte Online-Händler habe das Angebot in einem Brief an Vizepräsident J.D. Vance und Handelsminister Howard Lutnick unterbreitet, schrieb die "New York Times" unter Berufung auf informierte Personen. Verschiedene an den Verhandlungen beteiligte Akteure nähmen die Amazon-Offerte jedoch nicht ernst, hieß es einschränkend.

Tiktok hätte nach einem US-Gesetz eigentlich bis zum 19. Januar von dem in China ansässigen Eigentümer Bytedance verkauft werden müssen - oder in den USA vom Netz gehen. Doch Präsident Donald Trump räumte eine Gnadenfrist von 75 Tagen ein, die am 5. April abläuft. Er stellte aber auch mehrmals eine Fristverlängerung bei Bedarf in Aussicht - obwohl es dafür in dem Gesetz keine Grundlage gibt.

Von Bytedance und Tiktok hieß es bisher, es sei unmöglich, nur den US-Teil der Kurzvideo-App zu verkaufen, weil dies die Plattform zerschlagen würde. Trump sagte, es gebe "verschiedene Wege, Tiktok zu kaufen" - und man werde den finden, der für die USA am besten sei. Amazon-Gründer Jeff Bezos hatte in den vergangenen Monaten einen freundlicheren Kurs gegenüber Trump eingeschlagen.

Amazon hätte mit der Cloud-Tochter AWS auf jeden Fall die nötige Infrastruktur, um eine Plattform in der Dimension von Tiktok zu betreiben. Der Konzern ist auch groß im Geschäft mit Videostreaming. Als weiterer Interessent für Tiktok gilt der Software-Konzern Oracle , den Bytedance bereits mit der Absicherung der Daten von US-Nutzern beauftragt hatte./so/DP/he

NUUK (dpa-AFX) - Fünf Tage nach dem amerikanischen Vizepräsidenten J.D. Vance ist die dänische Ministerpräsidentin Mette Frederiksen auf Grönland eingetroffen. Nach der Ankunft machte sie gleich ihre Haltung gegen die US-Übernahmepläne deutlich. "Die USA werden Grönland nicht übernehmen. Grönland gehört den Grönländern", sagte die Sozialdemokratin. Das sei die Botschaft, die alle gemeinsam in den kommenden Tagen senden würden.

Frederiksen und ihr Mann Bo Tengberg wurden vom scheidenden Regierungschef Múte B. Egede und dessen Frau begrüßt. Das zeigten Aufnahmen der dänischen Sender DR und TV 2.

Grönland ist weitgehend autonom, gehört aber offiziell zum Königreich Dänemark. Ungeachtet der eigenen Beziehungen sei klar, dass sie angesichts des Drucks aus den USA zusammenstehen müssten, sagte Frederiksen. Ziel ihrer dreitägigen Reise ist, den Zusammenhalt innerhalb der sogenannten dänischen Reichsgemeinschaft zu stärken.

US-Präsident Donald Trump hat in den vergangenen Monaten immer wieder betont, die Kontrolle über Grönland übernehmen zu wollen. Von grönländischer und dänischer Seite sind diese Besitzansprüche klar zurückgewiesen worden. Frederiksen muss dabei einen Mittelweg finden, um zum einen dem wichtigen Handelspartner USA nicht vor den Kopf zu stoßen, zum anderen aber auch Grönlands Recht auf Selbstbestimmung zu betonen und die Reichsgemeinschaft zusammenzuhalten.

Während Vance am vergangenen Freitag bloß für einige Stunden einen US-Militärstützpunkt im abgeschiedenen Norden von Grönland besucht hatte, will Frederiksen bis Freitag bleiben und Gespräche mit führenden grönländischen Politikern führen.

Wie angespannt die Lage ist, zeigte sich in dieser Woche auch an Kritik zu Frederiksens Reise. Weil die bereits verkündete Regierungskoalition von Nielsen noch nicht offiziell im Amt ist, hielten die Parteispitzen zweier Koalitionsparteien den Besuch für verfrüht. Nielsen beteuerte dagegen, sich auf Frederiksen zu freuen./trs/DP/he

(komplett neu gefasst)

NEW YORK (dpa-AFX) - Eine beachtliche Kehrtwende hat am Mittwoch der Kurs der Tesla-Aktien vollzogen. Überraschend schwache Produktions- und Lieferzahlen des E-Autoherstellers zum Jahresauftakt hatten die Papiere zu Handelsbeginn um mehr als sechs Prozent absacken lassen. Im Verlauf des Handels drehten sie jedoch ins Plus und bauten die Gewinne bis auf 6 Prozent aus. Auslöser dieses Anstiegs waren Medienberichte, wonach Chef Elon Musk seinen Beraterposten bei der Regierung der vereinigten Staaten aufgibt.

US-Präsident Donald Trump hat nach übereinstimmenden Medienberichten angedeutet, dass Tech-Milliardär Elon Musk möglicherweise bald eine geringere Rolle in seiner Regierung spielen könnte. Wie das Magazin "Politico" und der Sender ABC News unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen berichteten, habe Trump entsprechende Hinweise gegenüber engen Beratern gegeben.

Seit dem Rekordhoch der Tesla-Aktien Mitte Dezember bei knapp 490 US-Dollar hatte sich der Kurs bis Mitte März mehr als halbiert. Marktbeobachter hatten die vorausgegangene Rally, ausgelöst vom Wahlsieg Donald Trumps, für fundamental nicht gerechtfertigt erachtet. Moniert wurde auch, dass sich Musk wegen seines starken Engagements als Trumps Berater nicht mehr ausreichend für sein Unternehmen eingesetzt habe. Hinzu kamen Protestaktionen und Boykottaufrufe wegen der politischen Haltung von Musk, die auf potenzielle Käufer von Tesla-Fahrzeugen abschreckend gewirkt haben könnte.

Dass es zuletzt bei Tesla nicht rund lief, bestätigte am Mittwoch Analyst Edison Yu von der Deutschen Bank. So liege die Zahl der im ersten Quartal ausgelieferten Fahrzeuge unter seiner Schätzung und noch deutlicher unter der Konsensprognose am Markt. Im Vergleich zum Schlussquartal 2024 seien die Auslieferungen um fast ein Drittel eingebrochen. Mit einem schwachen Abschneiden des Autobauers in Europa habe er gerechnet, so Yu, nun aber scheine es auch auf dem Heimatmarkt für Tesla schlechter gelaufen zu sein als angenommen./bek/he

NEW YORK (dpa-AFX) - Überraschend schwache Produktions- und Auslieferungszahlen von Tesla im ersten Quartal haben den Kurs der Aktie am Mittwoch unter Druck gesetzt. Sie fiel im frühen Handel an der Börse Nasdaq um 4 Prozent auf knapp 258 US-Dollar. Nach heftigen Verlusten vom Rekordhoch Mitte Dezember bis Mitte März hatte sie zuletzt um die Marke von 275 Dollar stark geschwankt. In ihrem Sog büßten am Mittwoch auch die Papiere des E-Autoherstellers Rivian Automotive 4 Prozent ein.

Die Auslieferungen von Tesla sind im vergangenen Quartal im Jahresvergleich um rund 13 Prozent gefallen. Der von Tech-Milliardär Elon Musk geführte Elektroauto-Hersteller brachte 336.681 Fahrzeuge zu den Kunden und blieb damit deutlich hinter der Markterwartung zurück. Auch die Zahl der produzierten Fahrzeuge verfehlte die Konsensschätzung von Analysten deutlich.

In einem Marktkommentar hatte die US-Bank Jefferies angemerkt, dass die Aktien von Tesla nach dem Kurseinbruch der vergangenen Monate mittlerweile eine der am stärksten von Leerverkäufen betroffenen Papiere am US-Markt seien. Leerverkäufer setzen auf fallende Kurse./bek

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Aktien von Auto1 sind am Mittwoch in einem schwachen Aktienmarkt-Umfeld relativ stark unter Druck geraten. Mit einem 4,1 Prozent hohen Abschlag auf 19,62 Euro gehörten die Titel des Online-Gebrauchtwagenhändlers im MDax zu den drei deutlichsten Verlierern. Aus den vorbörslich noch erwarteten Kursgewinnen ist somit nichts geworden. Auf der Plattform Tradegate waren sie vor dem Xetra-Start in der Spitze noch zu 21 Euro gehandelt worden.

Durch den Kursrutsch sackten die Aktien am Mittwoch unter ihre 50-Tage-Linie, die von charttechnisch orientierten Anlegern gerne als Indikator für den kurz- bis mittelfristigen Trend herangezogen wird. Die Ende Februar eingeleitete Korrektur der Vorjahresrally nahm damit ihren Lauf, denn seitdem ist der Kurs mittlerweile um mehr als 20 Prozent abgesackt. 2024 waren Auto1 nach ihrem MDax-Aufstieg mit 140 Prozent Jahresplus der beste Wert im Index mittelgroßer Werte. Auto1 ist seit dem Februar 2021 an der Börse notiert. Der Ausgabepreis lag bei 38 Euro. Einen Monat später erreichte der Kurs sein Rekordhoch von 52,74 Euro. Danach ging es steil bergab, erst seit Mitte vergangenen Jahres berappelte sich der Kurs wieder spürbar.

Nach der Rally im vergangenen Jahr nahmen es Anleger nun dankend hin, dass es das Unternehmen in der vorgestellten Bilanz des Jahres 2024 erstmals schaffte, einen Gewinn zu erzielen. Die bereits bekannten Eckdaten zum Umsatz und der operativen Ergebnisentwicklung wurden von Auto1 bestätigt - genauso wie der Ausblick auf das neue Jahr, der damit nicht zum nächsten Kurstreiber wurde.

Geht es nach dem JPMorgan-Experten Marcus Diebel, könnte dieser Kurstreiber aber demnächst mit den Zahlen zum ersten Quartal gefunden werden. Als Ausdruck seiner Zuversicht hatte er Auto1 am Montag den Status "Positive Catalyst Watch" verliehen und sieht für die Zielsetzungen des Unternehmens Luft nach oben. Weiteres Aufwärtspotenzial könne daraus ergeben, dass sich der Fokus von Anlegern zunehmend auf die längerfristigen Perspektiven verlagert, so Diebel./tih/edh/stk

NEW YORK (dpa-AFX) - Die kanadische Bank RBC hat das Kursziel für Adidas von 285 auf 275 Euro gesenkt, aber die Einstufung auf "Outperform" belassen. Der Sportartikelhersteller habe sich Ende März insgesamt positiv zur Markendynamik geäußert, was die anstehenden Quartalszahlen untermauern sollten, schrieb Analyst Piral Dadhania in seinem am Mittwoch vorliegenden Ausblick auf den Bericht. Seine operative Ergebnisprognose (Ebit) für 2025 liege deutlich über dem Unternehmensziel, und die jüngste Kursschwäche eröffne eine attraktive Kaufgelegenheit. Dadhania senkte indes seine Gewinnprognosen ein wenig./gl/ag

Veröffentlichung der Original-Studie: 02.04.2025 / 01:32 / EDT Erstmalige Weitergabe der Original-Studie: 02.04.2025 / 01:32 / EDT

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NEW YORK (dpa-AFX) - Die US-Bank JPMorgan hat das Kursziel für Vonovia von 37,50 auf 34,00 Euro gesenkt, die Einstufung aber auf "Overweight" belassen. Er habe mit Blick auf die auslaufende Quartalsberichtssaison und die wohl länger erhöhten Zinsen seine Bewertungen für die europäischen Immobilienunternehmen überarbeitet, schrieb Analyst Neil Green in seiner am Mittwoch vorliegenden Neubewertung der Branche. Green rechnet nun mit einem langsameren Anstieg der Mieten sowie höheren Refinanzierungskosten bei Immobilienkäufen. Er senkte seine Kursziele, wobei er den Bewertungszeitraum weiter in die Zukunft verschob und für den Sektor immer noch ein 20-prozentiges Potenzial sieht. Deutschen Branchentiteln wie Vonovia und LEG traut er einen Kurssprung zu - diese hätten noch nicht auf die sinkenden Zinsen für Kredite reagiert, welche Investoren für ihre Käufe aufnähmen. Der deutsche Wohnimmobilienmarkt stehe dank des Nachfrageüberhangs auf einem soliden Fundament./gl/ag

Veröffentlichung der Original-Studie: 01.04.2025 / 21:15 / GMT Erstmalige Weitergabe der Original-Studie: 02.04.2025 / 00:15 / GMT

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NEW YORK (dpa-AFX) - Die US-Investmentbank Goldman Sachs hat das Kursziel für Allianz von 339 auf 393 Euro angehoben und die Einstufung auf "Buy" belassen. Analyst Andrew Baker wendet bei den Papieren der Münchner - ähnlich wie bei anderen - nun einen höheren Bewertungsmaßstab an./ag/tav

Veröffentlichung der Original-Studie: 02.04.2025 / 05:31 / BST Erstmalige Weitergabe der Original-Studie: Datum in Studie nicht angegeben / Uhrzeit in Studie nicht angegeben / Zeitzone in Studie nicht angegeben

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HAMBURG (dpa-AFX) - Die Privatbank Berenberg hat die Aktien des Autobauers Volkswagen mit einem Kursziel von 122 Euro auf "Buy" belassen. Die strukturellen Überkapazitäten seien eine Herausforderung für die europäischen Autounternehmen, schrieb Analyst Romain Gourvil in einem am Mittwoch vorliegenden Branchenkommentar. Er verwies auf die lustlosen Aussichten für das Produktionswachstum, den Umbruch durch den Transformationsprozess in Richtung Elektroautos und den zunehmenden Wettbewerbsdruck aus China. 2025 und 2026 seien daher umfangreiche Restrukturierungsmaßnahmen der Hersteller zu erwarten - Volkswagen habe diese schon angekündigt, und bei den Zulieferern seien diese bereits in vollem Gange./gl/ag

Veröffentlichung der Original-Studie: 01.04.2025 / 15:00 / GMT Erstmalige Weitergabe der Original-Studie: Datum in Studie nicht angegeben / Uhrzeit in Studie nicht angegeben / Zeitzone in Studie nicht angegeben

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NEW YORK (dpa-AFX) - Die US-Investmentbank Goldman Sachs hat das Kursziel für Brenntag von 92 auf 98 Euro angehoben und die Einstufung auf "Buy" belassen. Die Erstquartalszahlen des Chemikalienhändlers dürften einen langsamen Jahresstart belegen, schrieb Analystin Suhasini Varanasi in einem am Mittwoch vorliegenden Ausblick. In den Folgequartalen sollte die Gewinnerholung aber Fahrt aufnehmen, während die Volumennachfrage kurzfristig ein Risiko bleibe. Chemikalienhändler dürften generell von der Unsicherheit durch die US-Zollpolitik profitieren, und Brenntag bleibe attraktiv bewertet. Das Kursziel steige, da es nun auf einem neuen Prognosezeitraum basiere./gl/tav

Veröffentlichung der Original-Studie: 01.04.2025 / 12:46 / BST Erstmalige Weitergabe der Original-Studie: Datum in Studie nicht angegeben / Uhrzeit in Studie nicht angegeben / Zeitzone in Studie nicht angegeben

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FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Aktien von Continental haben am Mittwoch mit deutlichen Kursverlusten auf Hinweise des Reifenherstellers und Autozulieferers zur Geschäftsentwicklung im ersten Quartal reagiert. Am Vormittag fielen die Papiere um 1,7 Prozent auf 64,28 Euro. Sie gehörten damit zu den schwächeren Werten im Dax , der um rund 0,9 Prozent nachgab. Für das laufende Jahr steht bei Conti damit nun auch eine negative Bilanz von minus einem Prozent zu Buche.

Das Unternehmen wies in einem sogenannten "pre-close call" für Analysten - der letzten Verlautbarung vor dem Quartalsbericht Anfang Mai - auf die zuletzt schwierigen Bedingungen in der Automobilbranche hin. Die Produktion von Autos und leichten Nutzfahrzeugen in Europa und Nordamerika dürfte am Gesamtmarkt in den ersten drei Monaten unter den Vorjahreswerten gelegen haben, hieß es. Auch die Erstausstattung mit Reifen dürfte demnach weiter geschwächelt haben.

Die ersten Reaktionen der Analysten waren jedoch nicht so negativ, wie die aktuelle Kursentwicklung signalisiert. Im ersten Quartal dürften die schlimmsten Befürchtungen nicht eingetreten sein, schrieb Bernstein-Experte Harry Martin. Der künftige Einfluss neuerlicher US-Zölle sei derzeit allerdings nicht abzuschätzen. Sein Kollege Marc-Rene Tonn von Warburg Research glaubt, dass Conti in dem gegenwärtig schwierigen Marktumfeld das bereinigte operative Ergebnis zum Vorjahr gesteigert haben sollte.

Der Tenor der Veranstaltung sei positiv gewesen, trotz aller Widrigkeiten, kommentierte UBS-Analyst David Lesne. Für das Autozuliefergeschäft, die neue Conti, habe das Unternehmen das Ziel des operativen Breakeven im ersten Quartal bestätigt. JPMorgan-Experte Jose Asumendi geht davon aus, dass die Automotive-Sparte von Kosteneinsparungen und Preisverhandlungen profitiert haben dürfte. Das dürfte aber teilweise von schwächeren Umsätzen aufgehoben werden.

Der Konzern aus Hannover will die Autozuliefersparte abspalten und als eigenes Unternehmen an die Börse bringen. Wenn die Hauptversammlung am 25. April zustimmt, soll der Börsengang der Sparte unter neuem Namen im September erfolgen. Im Konzern verbleiben vor allem das Reifengeschäft und der Großteil der Kunststofftechniksparte Contitech.

Das Autozuliefergeschäft gilt seit Langem als Sorgenkind des Konzerns und schrieb in den vergangenen Jahren immer wieder rote Zahlen. In dem nach Umsatz größten Konzernteil hat Conti den Sparkurs zuletzt noch einmal verschärft. Mehr als 10.000 der rund 92.000 Stellen fallen weg./edh//gl//mis

HAMBURG (dpa-AFX) - Die Privatbank Berenberg hat die Bewertung der Aktien des Brauereikonzerns AB Inbev beim Kursziel von 72 Euro mit "Buy" aufgenommen. Der zunehmende Fokus auf fiskalische Defizite und ein geringeres nominales Wirtschaftswachstum dürften dem Getränkesektor zugutekommen, schrieb Analyst Javier Gonzalez Lastra in seiner am Mittwoch vorliegenden Ersteinschätzung für 12 Branchentitel. Denn sie seien in den vergangenen Jahren wegen der gegenläufigen Entwicklung zu den Anleiherenditen aus der Mode gekommen und näherten sich einem zyklischen Tief. Bier- und Softdrinktitel seien weniger zyklisch als Spirituosenwerte und auch weniger gefährdet durch die US-Zollpolitik. Sein bevorzugter Biertitel ist Heineken. Doch auch AB Inbev und Molson Coors hätten Potenzial. Im Spirituosenbereich bevorzugt der Experte Diageo und Pernod Ricard./gl/ag

Veröffentlichung der Original-Studie: 01.04.2025 / 15:00 / GMT Erstmalige Weitergabe der Original-Studie: Datum in Studie nicht angegeben / Uhrzeit in Studie nicht angegeben / Zeitzone in Studie nicht angegeben

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FRANKFURT (dpa-AFX) - Die deutsche Chemieindustrie verlangt von der EU einen "kühlen Kopf" bei der Reaktion auf die weitreichenden neuen Zölle der USA. "Die USA sind und bleiben ein zentraler Handelspartner für Deutschland", sagte der Hauptgeschäftsführer des Branchenverbandes VCI, Wolfgang Große Entrup, einer Mitteilung zufolge. "Eine Eskalationsspirale würde den Schaden nur vergrößern. Unser Land darf nicht zum Spielball eines ausufernden Handelskrieges werden." Die EU müsse in ihrer Reaktion "flexibel und im engen Dialog mit Washington bleiben."

US-Präsident Donald Trump führt neue pauschale Zölle in Höhe von zehn Prozent auf die meisten Importe in die Vereinigten Staaten ein. Für viele Länder sollen je nach Handelsdefizit höhere Strafabgaben greifen, wie der Republikaner im Rosengarten des Weißen Hauses ankündigte. Auf Einfuhren aus der Europäischen Union in die Vereinigten Staaten sollen nach Angaben von Trump neue Zölle in Höhe von 20 Prozent greifen. "Sie zocken uns ab. Es ist so traurig, das zu sehen. Es ist so erbärmlich."/kf/DP/he

STRASSBURG (dpa-AFX) - Der Vorsitzende des Handelsausschusses im Europäischen Parlament erwartet schwerwiegende negative Konsequenzen der neuen Zollentscheidungen von US-Präsident Donald Trump. "Diese ungerechtfertigten, illegalen und unverhältnismäßigen Maßnahmen können nur zu einer weiteren Eskalation und einer wirtschaftlichen Abwärtsspirale für die USA und die Welt insgesamt führen", sagte der deutsche SPD-Politiker Bernd Lange. Trump möge von einem Tag "Tag der Befreiung" sprechen, aus der Sicht des Normalbürgers sei es allerdings eher ein "Tag der Inflation". Die schwerste Last in einem Handelskrieg komme dabei auf die Verbraucherinnen und Verbraucher in den USA zu.

"Diese breit gestreuten Zölle werden Prozesse und Produktion nur noch ineffizienter machen", erklärte Lange. Die Maßnahmen verursachten eine schädliche Unsicherheit für das Investitionsklima. Die Entwicklung an den Aktienmärkten könnten kaum deutlicher sein.

"Zollwahnsinn" muss Ende gesetzt werden

Mit Blick auf die möglichen Antworten auf die Zoll-Politik von Trump sagte Lange: "Alle betroffenen Länder müssen geschlossen reagieren und eine klare Botschaft an die USA senden, um diesem Zollwahnsinn ein Ende zu setzen." Als EU werde man nun prüfen, welche Instrumente im Werkzeugkasten am besten geeignet seien.

Dann sei zu hoffen, dass die Argumente und die Entschlossenheit der Antwort genügend Anreize bieten, um die USA an den Verhandlungstisch zu bringen. Er wünsche sich, dass die Regierung von Trump an einem Dialog mit der EU interessiert sei, sagte Lange. Aber sicher sei er sich dessen nicht. Für den Fall mangelnder Verhandlungsbereitschaft der USA prophezeit der SPD-Europaabgeordnete eine harte Auseinandersetzung. "Wir werden nicht klein beigeben: Wir werden unsere Souveränität verteidigen", warnt er.

Grünen-Politiker fordert Sanktionen gegen Techkonzerne

Andere Europaparlamentarier äußerten sich ähnlich besorgt. "Diese Ankündigungen sind eine Vollkatastrophe und leider eine Fortschreibung der handelspolitischen Geisterfahrt von Donald Trump", kommentierte der Vorsitzende der CDU/CSU-Gruppe, Daniel Caspary (CDU). Der wirtschafts- und finanzpolitische Sprecher der Grünen, Rasmus Andresen, sagte, es sei nun Zeit, amerikanische Techkonzerne und Banken zu sanktionieren. Es müssten Maßnahmen ergriffen werden, mit denen man Trump und seine Unterstützer wie Elon Musk und Mark Zuckerberg in der Substanz treffe. Das seien etwa eine EU-Digitalsteuer und strukturelle Maßnahmen zur Einschränkung von Geschäftsmodellen./aha/DP/he

WASHINGTON (dpa-AFX) - Auf Einfuhren aus der Europäischen Union in die Vereinigten Staaten sollen nach Angaben von US-Präsident Donald Trump neue Zölle in Höhe von 20 Prozent greifen. "Sie zocken uns ab. Es ist so traurig, das zu sehen. Es ist so erbärmlich", sagte der Republikaner im Rosengarten des Weißen Hauses mit Blick auf die Europäer./nau/DP/he

(neu: mehr Details, erste Reaktionen von Finanzmärkten)

WASHINGTON (dpa-AFX) - US-Präsident Donald Trump führt neue pauschale Zölle in Höhe von zehn Prozent auf die meisten Importe in die Vereinigten Staaten ein. Für viele Länder sollen je nach Handelsdefizit höhere Strafabgaben greifen, wie der Republikaner im Rosengarten des Weißen Hauses ankündigte. Es ist der bisher aggressivste und folgenschwerste Schritt in der Handelspolitik des US-Präsidenten. Dies trifft die Europäische Union hart und dürfte die Weltwirtschaft im erheblichen Maße belasten. Ein Handelskrieg mit der Europäischen Union scheint nun unausweichlich.

Der Republikaner hatte den Tag der Verkündung vorab als "Tag der Befreiung" angepriesen und die Verhängung wechselseitiger Zölle angekündigt. Das bedeutet im Prinzip, dass die USA überall dort ihre Zölle entsprechend im Verhältnis anheben, wo sie derzeit weniger verlangen als ihre Handelspartner. Nun will er ein höchst komplexes System einführen, das sowohl wechselseitige als auch pauschale Strafabgaben enthält.

Trump: Dieser Tag wird in die Geschichte eingehen

Zölle in Höhe von zehn Prozent sollen universell auf Importe aus allen Ländern in die Vereinigten Staaten gelten. Jenseits davon soll es individuelle Strafabgaben geben, die je nach Land variieren. Dabei werden besonders jene Länder ins Visier genommen, die aus Sicht der USA besonders hohe Handelsbarrieren für amerikanische Produkte haben. Trump moniert neben Zölle immer wieder andere Handelshemmnisse wie Importvorgaben, Subventionen oder andere Regularien.

"Dieser Tag wird in die Geschichte eingehen als der Tag, an dem die amerikanische Industrie wiedergeboren wurde, als der Tag, an dem Amerika sein Schicksal zurückerobert hat, und als der Tag, an dem wir begonnen haben, Amerika wieder reich zu machen", sagte Trump. "Jahrzehntelang wurde unser Land geplündert, gebrandschatzt, vergewaltigt und ausgeplündert, von nahen und fernen Nationen, von Freunden und Feinden gleichermaßen." Dies sei nun vorbei. Trump sprach von einem der wichtigsten Tage in der US-Geschichte. Das "goldene Zeitalter" der USA komme zurück.

Trump setzt seit dem Wiedereinzug ins Weiße Haus - ähnlich wie in seiner ersten Amtszeit - auf Zölle. Er verhängte bereits Strafabgaben auf alle Aluminium- und Stahlimporte, brachte Zölle in Höhe von 25 Prozent auf importierte Autos und Autoteile auf den Weg, führte erhöhte Zölle auf alle Waren aus China ein und nahm seine Nachbarn Kanada und Mexiko ins Visier. Gerade die Autozölle treffen Europa und den deutschen Markt schwer.

An den Finanzmärkten fielen die ersten Reaktionen unterschiedlich aus. Während die Futures auf verschiedene US-Aktienindizes deutlich nachgaben, sprang ihr japanisches Pendant nach oben. Der Eurokurs pendelte sich nach einer wilden Achterbahnfahrt etwas unter dem Niveau von vor der Ankündigung ein. Unmittelbar danach lag die Handelsspanne für eine kurze Zeit bei fast einem US-Dollar.

Zölle haben Folgen für Verbraucher

Ein Importzoll funktioniert ähnlich wie eine Steuer. Sie muss vom importierenden Unternehmen gezahlt werden - in diesem Fall also von den Unternehmen in den USA. Es gilt als wahrscheinlich, dass die importierenden Unternehmen die höheren Kosten nicht einfach selbst übernehmen. Sie dürften sie an die Verbraucher weitergeben - die Preise steigen so, die Inflation könnte wieder angeheizt werden. Trumps Ziel ist, US-Unternehmen davon abzuhalten, Produkte aus dem Ausland einzuführen. Das soll langfristig den Produktionsstandort USA fördern.

Da mit Gegenzöllen gerechnet wird und auf die exportierenden Unternehmen Umsatzeinbußen zukommen dürften, könnte dies zu einem Rückgang der Produktion und möglichen Stellenstreichungen führen, was die Wirtschaft insgesamt belasten kann. Ein eskalierender Handelskonflikt zwischen den USA und der EU wird daher auch für deutsche Verbraucher deutlich spürbare Auswirkungen haben.

EU ist Trumps Dauerrivale

Immer wieder wettert Trump bei öffentlichen Auftritten vor allem gegen die EU. Grundsätzlich ist es Trump ein Dorn im Auge, dass europäische Unternehmen deutlich mehr Waren in den USA verkaufen als amerikanische Unternehmen in der EU. Die bereits bekannten US-Zölle auf Stahl- und Aluminiumeinfuhren sowie Autoimporte hatten den Handelsstreit mit den Europäern bereits angeheizt. Die neuen Strafabgaben könnten das Fass zum Überlaufen bringen und zu heftigen Gegenmaßnahmen aus Brüssel führen. Denn die Situation schaukelt sich bereits seit Wochen hoch. Dann dürften einzelne Produkte auch in Deutschland bald teurer werden.

Ansage vor besonderer Kulisse

Für seine Zoll-Ankündigung wählte Trump nun nicht irgendeinen Ort, sondern den Rosengarten. Es war die erste Veranstaltung des Republikaners in dem berühmten Garten direkt neben dem Oval Office nach seinem Wiedereinzug ins Weiße Haus. Trump hat Zölle in der Vergangenheit als sein Lieblingswort bezeichnet und schon in seiner ersten Amtszeit diverse Strafabgaben eingeführt.

Er will mit Zöllen Handelsungleichgewichte korrigieren und mehr Produktion in die USA verlagern. Außerdem dürfte der US-Präsident mit der Verhängung der Zölle Stärke demonstrieren wollen, denn anderen Ländern wirft er vor, sein Land auszunutzen. Gleichzeitig könnten die Zolleinnahmen dazu dienen, sein teures Wahlversprechen umfassender Steuersenkungen zumindest teilweise gegenzufinanzieren. Zölle dienen dem Republikaner auch als Druckmittel, um in Verhandlungen mit anderen Ländern seine Ziele zu erreichen./nau/DP/he

WASHINGTON (dpa-AFX) - US-Präsident Donald Trump führt neue pauschale Zölle in Höhe von zehn Prozent auf die meisten Importe in die Vereinigten Staaten ein. Für viele Länder sollen je nach Handelsdefizit höhere Strafabgaben greifen, wie der Republikaner im Rosengarten des Weißen Hauses ankündigte./nau/DP/he

WASHINGTON (dpa-AFX) - US-Präsident Donald Trump setzt seine aggressive Handelspolitik fort und bringt ein neues weitreichendes Zollpaket auf den Weg. Er werde ein System wechselseitiger Zölle "für Länder in der ganzen Welt" einführen, sagte der Republikaner im Rosengarten des Weißen Hauses. Ein Handelskrieg mit der Europäische Union scheint nun unausweichlich - die neuen Strafabgaben dürften die Weltwirtschaft ins Wanken bringen.

"Dieser Tag wird in die Geschichte eingehen als der Tag, an dem die amerikanische Industrie wiedergeboren wurde, als der Tag, an dem Amerika sein Schicksal zurückerobert hat, und als der Tag, an dem wir begonnen haben, Amerika wieder reich zu machen", sagte Trump. Dies sei einer der wichtigsten Tage in der US-Geschichte. Das "goldene Zeitalter" der USA komme zurück.

"Tag der Befreiung"

Der Republikaner hatte den Tag der Verkündung vorab als "Tag der Befreiung" angepriesen und die Verhängung wechselseitiger Zölle angekündigt. Das bedeutet im Prinzip, dass die USA überall dort ihre Zölle entsprechend im Verhältnis anheben, wo sie derzeit weniger verlangen als ihre Handelspartner.

Trump setzt seit dem Wiedereinzug ins Weiße Haus - ähnlich wie in seiner ersten Amtszeit - im großen Stil auf Zölle. Er verhängte bereits Strafabgaben auf alle Aluminium- und Stahlimporte, brachte Zölle in Höhe von 25 Prozent auf importierte Autos und Autoteile auf den Weg, führte erhöhte Zölle auf alle Waren aus China ein und nahm seine Nachbarn Kanada und Mexiko ins Visier. Gerade die Autozölle treffen Europa und den deutschen Markt schwer.

Zölle haben Folgen für Verbraucher

Ein Importzoll funktioniert ähnlich wie eine Steuer. Sie muss vom importierenden Unternehmen gezahlt werden - in diesem Fall also von den Unternehmen in den USA. Es gilt als wahrscheinlich, dass die importierenden Firmen die höheren Kosten nicht einfach selbst übernehmen. Sie dürften sie an die Verbraucher weitergeben - die Preise steigen so, und die Inflation könnte wieder angeheizt werden. Trumps Ziel ist, US-Unternehmen davon abzuhalten, Produkte aus dem Ausland einzuführen. Das soll langfristig den Produktionsstandort USA fördern.

Da mit Gegenzöllen gerechnet wird und auf die exportierenden Unternehmen Umsatzeinbußen zukommen dürften, könnte dies zu einem Rückgang der Produktion und möglichen Stellenstreichungen führen, was die Wirtschaft insgesamt belasten kann. Ein eskalierender Handelskonflikt zwischen den USA und der EU wird daher auch für deutsche Verbraucher deutlich spürbare Auswirkungen haben./nau/DP/he

WASHINGTON (dpa-AFX) - US-Präsident Donald Trump setzt seine aggressive Handelspolitik fort und bringt ein neues weitreichendes Zollpaket auf den Weg. Er werde ein System wechselseitiger Zölle "für Länder in der ganzen Welt" einführen, sagte der Republikaner im Rosengarten des Weißen Hauses./nau/DP/he

BERLIN (dpa-AFX) - Deutschland will die Weltgesundheitsorganisation (WHO) nach dem Rückzug der USA mit weiteren zwei Millionen Euro unterstützen. Das kündigte der geschäftsführende Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) in Berlin an. Die Zahlung sei eine direkte Reaktion auf den US-Ausstieg.

Die Regierung unter US-Präsident Donald Trump hatte kurz nach Amtsantritt im Januar die Mitgliedschaft in der WHO gekündigt. Der Austritt wird im Januar 2026 wirksam.

USA bislang mit Abstand größter Geber

Angesichts des Ausfalls ist der deutsche Beitrag ein Tropfen auf den heißen Stein. Die USA waren bislang mit Abstand der größte Geber. 2024 finanzierten sie rund 18 Prozent des Budgets von rund 3,4 Milliarden Dollar (rund 3,1 Milliarden Euro). Wegen des erwarteten Ausfalls und Entwicklungshilfe-Kürzungen in anderen Ländern arbeitet die WHO an Einsparungen im Umfang von 20 Prozent.

"Der Rückzug der Vereinigten Staaten aus der WHO gefährdet nicht nur die finanzielle Stabilität, sondern auch die multilaterale Zusammenarbeit in der globalen Gesundheitsarchitektur", teilte Lauterbach mit. "Die Weltgesundheitsorganisation ist unverzichtbar - für weltweite Gesundheitsüberwachung, Pandemieprävention, Krankheitsbekämpfung und den gerechten Zugang zur Gesundheitsversorgung."/oe/DP/nas

BONN (dpa-AFX) - Zur Vermeidung von Engpässen im Stromnetz ist im vergangenen Jahr die Grünstrom-Erzeugung in Deutschland um 3,5 Prozent reduziert worden. "Damit konnten 96,5 Prozent der erneuerbaren Energie ins Netz eingespeist und von den Endverbrauchern genutzt werden", teilte die Bundesnetzagentur in Bonn mit. 2023 lag dieser Wert bei 96 Prozent.

Die sogenannte Abregelung von Kraftwerken oder Wind- und Solaranlagen ist eine der Maßnahmen des Managements von Netzengpässen. Dabei wird die Leistung von Kraftwerken reduziert oder diese werden abgeschaltet. Es geht es darum, Überlastungen von Stromleitungen zu vermeiden, um so das Netz stabil zu halten. 2024 war insgesamt windärmer als 2023, sodass nicht so viel abgeregelt werden musste.

"Während im Norden Deutschlands zahlreiche Windkraftanlagen große Mengen Strom einspeisen, konzentrieren sich in den südlichen Bundesländern energieintensive Industrien mit hohem Stromverbrauch", erklärte die Bundesnetzagentur. Dies führe zu einem starken Nord-Süd-Stromfluss, der die Kapazitäten der bestehenden Übertragungsnetze teils erheblich überschreite.

Vor allem Windräder wurden abgeregelt

Als Gegenmaßnahme wird das Stromnetz für viele Milliarden Euro ausgebaut. Bis die Leitungen fertig sind, wird die Stromerzeugung umverteilt: "Die Einspeisung von Anlagen vor einem Engpass wird reduziert, während hinter dem Engpass andere Erzeugungsanlagen hochgefahren werden." Vor allem Windkraftanlagen wurden abgeregelt, aber auch Photovoltaikanlagen sowie konventionelle Kohle- und Gaskraftwerke. Zur Erhöhung der Einspeisung hinter dem Engpass kamen vor allem Erdgas- und Steinkohlekraftwerke zum Einsatz.

Die meiste Windkraft (See und Land) wurde in Niedersachsen und Schleswig-Holstein abgeregelt. Bei den Solaranlagen war die Abregelung in Bayern am höchsten.

Engpassmanagement kostete 2024 knapp 2,8 Milliarden Euro

Werden Anlagen abgeregelt, stehen den Betreibern Entschädigungen zu. Umgekehrt werden Kraftwerksbetreiber für den zusätzlichen Einsatz ihrer Anlagen bezahlt. Die Kosten für das gesamte Engpassmanagement sanken 2024 im Vergleich zum Vorjahr erneut, und zwar um 17 Prozent auf knapp 2,8 Milliarden Euro. Als Gründe gab die Behörde gesunkene Brennstoffpreise sowie ein geringeres Maßnahmenvolumen als 2023 an. Die Kosten werden über die Netzentgelte auf alle Stromverbraucher umgelegt./tob/DP/nas

NÜRNBERG (dpa-AFX) - Die Verkehrsminister der Länder setzen sich beim Bund dafür ein, die Führerscheinprüfung für Autofahrer-Neulinge wieder erschwinglicher zu machen. Vor allem die theoretische Ausbildung werde als überfrachtet angesehen, was zu hohen Durchfaller-Quoten und damit verbunden zu einer Kostensteigerung führe, sagte Bayerns Verkehrsminister Christian Bernreiter (CSU) der Deutschen Presse-Agentur bei der Verkehrsministerkonferenz in Nürnberg.

"Der Führerschein kostet für junge Leute bis zu 4.000 Euro", sagte Bernreiter. Die Kosten müssten reduziert werden, um die Bürger zu entlasten. "Die Verkehrsministerkonferenz sieht die stetig steigenden Kosten für den Erwerb eines Führerscheins als Hemmnis für die individuelle Mobilität, dies gilt insbesondere in ländlichen Gebieten mit einem eingeschränkten Angebot an Leistungen des öffentlichen Personennahverkehrs", heißt es in dem Beschluss der Verkehrsministerkonferenz.

Bayern will Fonds für Elektrifizierung von Bahnstrecken nutzen

Die Verkehrsminister von Bund und Ländern tagen noch bis Donnerstag in Nürnberg. Am zweiten Tag soll es auch zu einer Aussprache über die Verwendung von Mitteln aus den von Bundestag und Bundesrat beschlossenen Sondervermögen für Infrastruktur und für Verteidigung gehen. Bernreiter trat dafür ein, die für den Klima- und Transformationsfonds vorgesehenen Mittel in Höhe von 100 Milliarden Euro im Wesentlichen für die Elektrifizierung von Bahnstrecken zu verwenden. Die Elektrifizierung und Digitalisierung trage wesentlich zur Dekarbonisierung bei, sagte Bernreiter.

Mittel aus dem Sondervermögen Verteidigung müssten dort in die Verkehrsinfrastruktur fließen, wo Straßen, Brücken oder Schienenverbindungen für militärische Zwecke mitgenutzt werden und deswegen eine höhere Traglast notwendig sei. Bernreiter nannte jedoch keine konkrete Zahl, wie viel Geld für diesen Bereich notwendig sein werde.

Der nordrhein-westfälische Verkehrsminister Oliver Krischer (Grüne) hatte vor der Konferenz in Nürnberg eine schnelle Verteilung der Mittel angemahnt. "Die oberste Priorität müssen die Straßen- und Brückensanierung sowie Erhalt und Ausbau der Schienenwege haben, weil wir dort die größten Herausforderungen haben", sagte der Grünen-Politiker der dpa. "Es ist jetzt an der Zeit, den seit Jahrzehnten andauernden Verfall der Infrastruktur und damit des Anlagevermögens des Staates zu stoppen und ins Gegenteil zu verkehren."/dm/DP/nas

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